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  • Day3

    Hüttenstories

    August 7 in Germany ⋅ 🌧 14 °C

    Ich schieb mal noch was nach - ein paar Bilder von dem Leben auf der Hütte. Als klassischer Wanderer ist man ja dort nur wenige Stunden, aber aus Fremden werden dort ganz schnell Leidensgenossen, Weggefährten und Wanderfreunde. Hütten bieten selten den Luxus gegen den man nach so einer Wanderung nichts hätte. Warmes Wasser gewinnen sie meinst aus Sonnenenergie - ergo Regentag=kalte Dusche. Aber alle kommen erstmal rein, hängen die nassen Sachen in den Trockenraum, müssen die Schuhe ausziehen und die Stöcke aufhängen, dann geht man in die Gaststube oder auf die Terrasse und isst erstmal Apfelstrudel oder Bergsteigeressen und trinkt einen Tee oder ein Radler. Empfang gibts meist nicht, und einen Einzeltisch für jeden auch nicht, also setzt man sich wo dazu und fängt zu quatschen an. Und meistens kommen da die schönsten Geschichten, dollsten Lacher und die größten Abenteuer auf den Tisch. Es ist herrlich. Im Matratzenlager hat man dann ganze 60cm Liegefläche, alle versorgen ihre Blasen und kramen leise in ihren Rucksäcken und dann schläft man erschöpft ein, bis der erste und der zweite und der dritte von den 12 oder 30 oder 50 Leuten im Raum anfängt zu schnarchen und dann wäre man trotz des bequemen Bettes zu Hause grade nirgendwo lieber.
    Zum Frühstück gibt's dann 2 Scheiben wirklich trockenes Brot und einen Tee und ein bisschen Marmelade. Naja, denkt man da erst. Aber man wird satt und es reicht und man merkt in welchem Überfluss man sonst lebt. Denn das größte Glück ist dann, wenn über Nacht die Schuhe getrocknet sind.
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