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  • Jan6

    Winter wonderland im Taunus

    January 6 in Germany ⋅ ☁️ -1 °C

    Heute habe ich mal wieder Lust auf eine etwas größere Wanderung mit Höhenmetern - und auf Schnee! Wie ich im Radio höre, scheint in den Höhenlagen des Taunus wirklich viel Schnee zu liegen, also nichts wie hoch!

    In den letzten Wochen ist im Taunus viel Trubel aufgrund des anhaltenden Corona-lockdowns und der Reisebeschränkungen. Viele Ausflügler aus Rhein-Main kommen wohl hierher, die Parkplätze sind überall voll. Mich stört’s nicht, da ich ja zu Fuß losgehen kann und außerdem den Feldberg meiden möchte. Ich mache mich jedoch auch bei der Tour auf den Altkönig auf recht viele Wanderer gefaßt.

    Je weiter ich nach oben wandere, desto weißer wird der Wald. Die Schneedecke wird immer dicker, die Äste biegen sich zunehmend unter der Schneelast. Ein echtes “winter wonderland”, wie schön! ❄️☃️ Ich stapfe durch den tief verschneiten Wald, das erste Mal in dieser Saison. Nachdem Skifahren diesen Winter ausfällt, ist es toll, den Schnee zumindest beim Wandern zu genießen.

    Tatsächlich sind deutlich mehr Menschen unterwegs als in früheren Jahren. Der Altkönig galt vor Corona eher als Geheimtipp, nur wenige Wanderer verirrten sich im Winter hierher. Das ist jetzt deutlich anders. Das heißt, die zauberhafte ruhige Winterstimmung der Vorjahre ist in diesem Winter leider nicht so zu spüren. Ich genieße es dennoch - die klare kalte Luft, die weiß eingehüllten Bäume, bizarren Schneekristalle an den Ästen und nicht zuletzt den sportlichen Aspekt!

    Ich stelle auch fest, dass meine Orientierung im Schnee leidet. Die Wanderzeichen sind weniger gut zu erkennen und die Wanderwege sind sowieso unter Schnee begraben. In der Schneelandschaft sieht alles anders aus, haha.😂 Naja, auf den Altkönig geht’s immer bergauf - da kann man eigentlich nichts verkehrt machen.

    In den Höhenlagen liegen umgestürzte Bäume, auch große Äste sind unter der Schneelast abgebrochen. Das ist beeindruckend und auch ein bisschen Angst einflößend. Ich schaue mir die Bäume daher sehr genau an, unter denen ich hindurchgehe, manchmal knackt es.

    Auf dem Altkönigplateau sind etliche Kleingruppen, auch Tourenskigeher sind darunter. Ich sehe zudem viele rund 20 Jährige. Diese Altersgruppe hatte ich in früheren Jahren nicht so bemerkt. Da das Plateau im Nebel liegt, wird’s heute mit der Aussicht nichts. Macht nix, der schöne Anblick des tief verschneiten Waldes entschädigt dafür!

    Auf dem Rückweg komme ich an einem Aussichtspunkt mit Blick in die Ebene vorbei. Wow, das ist schön! Unten liegt kein Krümel Schnee und hier oben ist alles weiß!

    Zufrieden, dass ich so viel frische Luft getankt und meinen Körper in Schwung gebracht habe, komme ich nach insgesamt vier Stunden wieder zu Hause an.
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