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  • Day382

    Belgrad

    August 23, 2020 in Serbia ⋅ ☀️ 30 °C

    Eigentlich war heute ein Stadtbummel geplant, aber durch den unruhigen Liegeplatz hat es die beiden hinteren Hölzer der Masthalterung aus ihrem Sitz herausgerissen und das muss ich unbedingt reparieren, bevor mehr passiert. Die beiden Jungs verziehen sich auf einen ruhigen Ankerplatz, denn sie wollen heute an ihren Videos arbeiten und morgen sich die Stadt anschauen. Da ich schon 2x in Belgrad war, ist das für mich nicht so schlimm und ich will morgen weiter, denn der Platz ist mir auch zu unruhig.
    Also repariere ich die Halter, was sich als sehr mühsam erweist, aber ich habe viele Zuschauer, denn das Restaurant ist rappelvoll. Gegen Nachmittag ist es geschafft, aber ich bin es auch, denn es ist wieder extrem heiß. Ich liebe zwar die Wärme, aber doch bitte ohne anstrengende Arbeit. Nun ja, jedenfalls sieht es gut aus, denn die Wellen von den Motorbooten können erst mal den Haltern nichts mehr anhaben.
    Inzwischen ist auch ein Tisch frei geworden und ich setze mich dort hin und bestelle mir einen Liter Wasser, das ist hier nämlich kostenlos und ein Glas Weißwein.
    Nachdem ich mich etwas erfrischt habe, ordere ich Muscheln in Knoblauch und Wein. Danach bin ich froh alleine zu fahren. Ich weiß nicht ob mich irgendjemand mit meiner Knoblauchfahne ertragen hätte. Aber mir hat es einmalig toll geschmeckt. Ich verziehe mich auf das Schiff und schlafe noch eine Runde.
    Am frühen Abend setze ich mich noch mal ins Lokal und genieße einen Weißwein, dabei lerne ich Sonja und Friedrich kennen, die beide fantastisch englisch sprechen können und so unterhalten wir uns den ganzen Abend wirklich sehr gut und spannend. Danach verabschieden sich die beiden und wünschen mir noch eine gute Weiterreise.
    Nedam hatte mir schon im Laufe des Tages gesagt, dass er mich abends zur Tankstelle bringen würde, also bezahle ich mein Essen und den Liegeplatz und gehe auf das Schiff. Gegen 22 Uhr kommt Nedam und holt mich ab. Ich schnappe 2 leere Kanister und wir düsen los. Er fährt wie die anderen mit ihren Motorbooten und ich sehe noch etwas von Belgrad, denn er muss noch anderes einkaufen. Anschließend geht es zur Tankstelle und dann zurück in den Hafen. Ich bedanke mich für seine freundliche Art und das tolle Essen, das ich bei ihm genießen durfte. Er meint, er hätte mich gerne noch etwas länger verwöhnt und ich gestehe ihm, dass ich auch länger geblieben wäre, aber bei dem Wellenschlag kann ich nicht gut schlafen.
    Dann verziehe ich mich zum Schlafen.
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