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  • Day162

    Fazit per Du

    March 22 in Germany ⋅ ⛅ 17 °C

    Wir haben nun mit einigen Ausnahmen etwas mehr als 5 Monate auf ca. 5 qm mit ca. 5000qm wechselndem "Gärten"gelebt. Die Gärten die wir hatten waren meistens unglaublich schön. Jetzt ziehen wir wieder in unsere Wohnung mit 120qm und 2qm Balkon. Trotzdem freuen wir uns sehr auf zu Hause, auf Bequemlichkeiten wie ein Bett, Spülmaschine oder Waschmaschine. Und natürlich am meisten auf unser soziales Umfeld! Erna freut sich total auf ihre Freunde, und schmiedet seit einigen Tagen große Pläne was sie alles machen möchte, vor allem natürlich mit Michel. (Kastanien sammeln, Kuchen backen, auf einen Berg klettern....).
    Nach 160 Tagen, 13 Ländern und bestimmt über 10.000km, vielen Begegnungen und unendlichen Eindrücken, fällt es uns natürlich schwer zu sagen was uns am Besten gefallen hat. Europa ist ein unglaublich vielfältiger Kontinent und alle kleinen und großen Länder doch so unterschiedlich. Alle haben uns irgendwie gefallen, und einige eben besonders....hier eine kleines, ganz subjektives Fazit zu jedem Land:

    SCHWEIZ: du bist ein alter Transit-Freund von so vielen unserer Reisen. Wir lieben deine Lanschaften, leider bist du immer ein wenig zu teuer für unser Budget.
    LICHTENSTEIN: du unterscheidest dich nicht so sehr von der SCHWEIZ, außer deiner Größe und evtl. deiner Diplomatie.
    ITALIEN: Du bekommst leider immer noch kein Foto von uns. Du bist schon damals durch deine Untrampbarkeit aufgefallen. Du hast unglaublich viele Kulturschätze, aber mit deinen Menschen sind wir nicht so richtug warm geworden. Vielleicht liegt es daran, dass wir dich am Ende der Saison besucht haben?
    VATIKANSTAAT: Du bist so prunkvoll, du scheinst eine Menge Geld zu haben. Du proklamierst den Weltfrieden, dann gib doch als erstes Mal was von deinem überdimensionalen Reichtum ab!
    ALBANIEN: Wir haben dich sehr ins Herz geschlossen und kommen bestimmt nochmal wieder. Du hast besonders interessierte und gastfreundliche Menschen und eine unglaubliche schöne Küste. Nur den Umgang mit Müll müsstest du vielleicht noch lernen.
    MAZEDONIEN: Wir haben nur für eine Woche deinen großen Ohrid See kennen gelernt. Mit dir sind wir bestimmt noch nicht fertig!
    GRIECHENLAND: Die Gastfreundschaft einer griechischen Familie in den Bergen, guter Wein und gutes Essen. Das kannst du einfach!
    SPANIEN: Du warst gar nicht auf unserer Liste, am Ende haben wir dich direkt zweimal besucht. Du bist etwas laut, hast immer die warme Sonne und gutes Essen, deine Küste ist manchmal zu touristisch und etwas verschandelt. Dafür überrascht du uns immer wieder mit Attraktionen aus Natur und Kultur im Hinterland. Nicht zuletzt denken wir sowieso immer mit einem warmen Gefühl an dich, da wir so viele liebe spanische Freunde haben (Ico, Bea, Migue, Jorge, Iñaki, Christi, Martha...), die uns so sehr an ihrer Kultur haben teilnehmen lassen.
    GIBRALTAR: Als Felsen und mit deiner Natur bist du interessant, auch dein Hauch von GB. Ansonsten fragt man sich, warum die Menschen immer alles so kompliziert machen. Die Herrscher deines Felsens haben wir nicht kennen gelernt - oder doch, die wahren Herrscher, deine Armee frecher Berber-Affen.
    MARROKKO: Du bist so ganz anders, man merkt sofort nicht mehr in Europa zu sein. So sehr vielfältig, so neu für uns. Nach anfänglicher Skepsis sind wie sehr dankbar das wir dich so gut kennenlernen durften.
    FRANKREICH: Du bist auch ein guter alter Freund, in der off-season immer gerne genommen. Dieser Besuch hat uns auch gezeigt, wie sehr ein Eindruck eines Landes eben auch von Begegnungen abhängt. Und da hatten wir dieses Mal eine ganz Besondere mit Jean-Claude und Susanne.
    BELGIEN: So richtig zählst du leider nicht, aber was wir von dir gesehen haben hat uns gefallen.

    Das alles konnten wir erleben, weil wir eine große Reisefreiheit genießen dürfen. Wir könnten nun zum Ende nochmal sehr politisch werden, beschränken uns aber auf ein paar Sätze. Bewegung und Migration gibt es seit der Geschichte der Menschheit. Warum schliessen wir uns ein? Wir sollten mutig sein, und weniger Angst davor haben.
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