July - August 2019
  • Day1

    Ab nach Taiwan

    July 30 in Germany ⋅ ⛅ 29 °C

    Nach einer bewusst kurzen Nacht - mit dem Ziel, später im Flugzeug besser schlafen zu können, um uns problemlos an die taiwanesische Ortszeit anzupassen - treten wir motiviert und gespannt auf das, was uns erwarten wird, unsere Reise nach Taiwan an. Bereits am Flughafen kommen wir ins Schmunzeln, als sich die beiden asiatisch aussehenden Kinder am Telefon mit einem "Pfiati, Oma" verabschieden. Im Flieger fühlen wir uns direkt wohl, als wir in der geräumigen Premium Economy mit einem Sekt begrüßt werden. Ganz dekadent stoßen wir auf den bevorstehenden Urlaub an und machen es uns auf unseren Plätzen bequem. Erst der Gang auf die Toilette macht uns bewusst, was für einen Luxus wir genießen dürfen, sitzen die anderen Passagiere in der Economy Class doch ein wenig eingepfercht wie die Sardinen in der Dose, wohingegen wir nicht wissen, wohin mit unseren Beinen bei dem vielen Platz. Zum Essen gönnen wir uns das ein oder andere Gläschen Wein, um die nötige Bettschwere zu erhalten. Der Plan geht auch auf, bis wir nach einer 20minütigen Schlummerphase von dem schrillen Geplärre eines Kleinkindes geweckt werden. Während alle Fluggäste im Umkreis nach einiger Zeit genervt sind, sitzt die Mutter ganz entspannt mit Handy und Kopfhörer da und lässt das Kind machen, was es will. In Hongkong angekommen geht es mit dem Lift auf und ab, bis wir schließlich an unserem Gate ankommen. Wir stellen fest: Der Frankfurter Flughafen ist deutlich übersichtlicher gestaltet. Nichtsdestotrotz kommen wir gut in Taiwan an und anders als in Kirgisistan hat Sarah nach 2 Minuten ihren Rucksack in der Hand 😄Read more

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  • Day2

    Taipeh: 36°C und es wird noch heißer...

    July 31 in Taiwan ⋅ ⛅ 34 °C

    Nachdem wir unser Gepäck in Empfang genommen hatten, machten wir uns mit der MRT auf Richtung Taipeh-City. Schon während der Fahrt wurde der positive Eindruck des Landes bestätigt: gepflegte Parkanlagen, moderne Straßenzüge und Hochhäuser sind harmonisch in den Urwald eingebettet. Trotz einer weiteren schlaflosen Nacht nutzten wir den ersten Tag und gingen gleich auf Erkundungstour. Wir besichtigten die beeindruckende Chiang-Kai-Shek Gedächtnishalle, den 2/28 Peace Park mit seinen schönen Wasserspielen und den Langshan Tempel, beim dem wir einen ersten Eindruck von der taiwanesischen Opferkultur bekamen. Am Abend ging es dann weiter in das Ximending-Viertel, das die asiatischere Seite von Taipeh zum Vorschein brachte. Neben bunten Lichtern, diversem Kitsch und Ramsch und abgeranzten Rollerwerkstätten, konnten wir hier aber auch in die kulinarische Welt Taiwans eintauchen. An dieser Stelle müssen wir den Bericht leider beenden, da der fehlende Schlaf und die tropische Hitze uns doch ganz schön zu schaffen machten... ☀️😴Read more

  • Day3

    Streifzug durch die taiwanesische Küche

    August 1 in Taiwan ⋅ ⛅ 34 °C

    Unser Tag startete in einer Frühstücksbar mit leckeren Sandwichs. Da es zur Auswahl neben Kaffee nur Blueberry-Apfelessig gab, biss Sarah in den sauren Apfel und entschied sich für Letzteres. Nach einem mutigen ersten Schluck stellten wir fest, dass dieses Getränk deutlich besser schmeckte, als es sich anhörte. Gut gestärkt erklommen wir den Elephant-Mountain. Taiwans schwüle Hitze trieb uns den Schweiß aus allen Poren und so kamen wir gut getränkt am Aussichtspunkt an. Die Aussicht entlohnte die Strapazen des Aufstiegs jedoch sofort und es wehte ab und an auch eine "frische" Brise. Zur Abkühlung gönnten wir uns nach dem Abstieg einen leckeren Eistee mit frischen Früchten, bevor unser nächster Aufstieg auf den Taipeh 101 anstand. Hier überwanden wir die 380 Höhenmeter in den 89. Stock in weniger als 30 Sekunden. Von hier aus hatten wir einen Blick über die ganze Stadt. Nach einem kurzen Besuch an der Sun-Yat-Sen Gedächtnishalle ging unser kulinarischer Streifzug weiter. Nach Taiwans bekanntester Brown Sugar Boba Milk, gönnten wir uns ein übermäßig großes Snow-Eis mit frischen Früchten. Den Höhepunkt des Tages bildete der Besuch auf dem Nachtmarkt in Shilin. Auch hier waren wir mutig und probierten diverse taiwanische Spezialitäten: gegrilltes Fleisch, Reisbällchen, gefüllte Teigtaschen, Zuckerrohrsaft und frittiertes Hähnchen mit Knoblauch. Dank der großen Menge an rohem Knoblauch werden wir mit Sicherheit auch morgen noch etwas davon haben. Den Abend ließen wir mit einem leckeren Cider im Park ausklingen.Read more

  • Day4

    Juifen - das Dorf in den Bergen

    August 2 in Taiwan ⋅ ⛅ 31 °C

    Der Zug brachte uns von Shifen zurück nach Ruifang, wo wir in einen recht betagten Bus einstiegen, der uns hoch nach Juifen bringen sollte. Aufgrund der extremen Steigung wäre dies tatsächlich fast gescheitert. Doch mit letzter Kraft erreichten wir endlich das hochgelegene Dorf Juifen, das lange Zeit von den Japanern besetzt worden war.
    Neben der genialen Aussicht mit Blick auf das Meer, faszinierte uns vor allem die Old Street mit ihren tausenden „Leckereien“. Da die Straßenverkäufer unbedingt ein Geschäft mit uns machen wollten, probierten wir uns durch nahezu jeden Stand. Während Sebastian sich interessiert voran tastete, wurde Sarah irgendwann vorsichtig, nachdem sie erfuhr, was sie schon alles gegessen hatte (leckere Krabbenchips).
    Dennoch hatte es uns das Örtchen angetan und wir schlenderten gemütlich durch die engen Gässchen, bevor wir uns mit dem Bus wieder zurück auf den Heimweg machten.
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  • Day4

    Unsere Wünsche steigen in den Himmel

    August 2 in Taiwan ⋅ ⛅ 32 °C

    Am 3. Tag unserer Reise machten wir uns auf den Weg zu zwei taiwanesischen Dörfern. Starten wollten wir - ganz einfach - mit dem Zug, weshalb wir uns eine Route auf Google Maps ausgesucht hatten. Am Bahnhof mussten wir jedoch feststellen, dass wir aufgrund der ausschließlich chinesischen Schriftzeichen weder Zugnummer, noch Gleis erkennen konnten. Deshalb machten wir uns auf den Weg zum Info Schalter, wo man uns jedoch gleich weiterhalf und unsere Tour starten konnte. Eineinhalb Stunden später erreichten wir endlich unser erstes Ziel, das wunderschön chaotische Dorf Shifen, das in der Mitte durch das Zuggleiß geteilt ist. Auf diesen Gleisen spielt sich das tägliche Leben an, bis alle halbe Stunde alle panisch auf die Seite liefen, wenn der nächste Zug voller Touristen eintraf.
    Wir durchquerten zunächst den Ort und besuchten den Shifen Wasserfall, dessen Anblick wir mit einer Kokosnuss in der Hand genossen.
    Danach machten wir uns auf den Weg zurück zu unserem eigentlichen Höhepunkt: Shifen ist bekannt für seine bunten Himmelslaternen, welche man selbst gestalten und starten kann. Gesagt getan. Nach der Auswahl der Farbe schwangen wir zugleich den Pinsel und verzierten hochprofessionell den Lampion mit chinesischen Schriftzeichen. Anschließend ließen wir unsere Wünsche in den Himmel aufsteigen. Wir schafften es gerade noch fertig zu werden, bevor der nächste Zug das Leben in Shifen kurz stoppte und uns zu unserem nächsten Ziel brachte.
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  • Day5

    Xincheng - das verschlafene Örtchen

    August 3 in Taiwan ⋅ ⛅ 29 °C

    Nachdem wir gestern am Ticketschalter nur noch Tickets ohne Sitzplatzreservierung ergattern konnten, machten wir uns am frühen Morgen auf von Taipei nach Xincheng. Die ersten 45min verbrachten wir stehend im Zug, bevor wir wie Nomaden von einem freien Platz zum nächsten wechselten und uns schließlich einen Sitzplatz teilten. Nach knapp 3h war "die Reise nach Jerusalem" beendet und wir wurden von unserem Hotelbesitzer am Bahnhof abgeholt. Auf dem Weg zur Unterkunft teilte er uns mit, dass es in diesem Ort "der Hund begraben" sei, es also nicht viel zu sehen gibt. Nichtsdestotrotz machten wir uns auf, um das Örtchen zu erkunden. Und tatsächlich waren wir erfolgreich: neben einem 3-stöckigen Tempel haben wir auch eine katholische Kirche entdeckt, die jedoch nicht mit unserem Prunk mithalten konnte. Auch das Einkaufen in einem lokalen Supermarkt war äußerst amüsant, da wir kein Wort verstanden und oft raten mussten, was da vor uns im Regal stand. Dabei entdeckten wir auch die ein oder andere Fälschung von Produkten aus unserer Heimat. Nach einem kleinen Snack machten wir uns auf ans Meer. Leider konnten wir hier keine Sandburgen bauen, da es nur einen Steinstrand gab, welcher jedoch auch seinen Charme hatte. Trotz hohen Wellengangs und aufkommender Flut, wagten wir uns ins kühle Nass, was Sarah jedoch fast zum Verhängnis wurde. Am Abend gab es dann noch ein Highlight für Sebastian: er durfte endlich selbst mit unserem eigens gemieteten Roller auf Xinchengs Straßen rumcruisen. Auch wenn wir trotz kurzer Einweisung nicht viel Ahnung von den taiwanesischen Verkehrsregeln hatten, kamen wir sicher an unserem Ziel an. Sind wir gespannt, wie es morgen wird...Read more

  • Day6

    Wandern im Taroko Nationalpark

    August 4 in Taiwan ⋅ ⛅ 28 °C

    Gleich nach dem Frühstück machten wir uns mit dem Roller auf den Weg in den Taroko Nationalpark. Dieser ist für seine Tarokoschlucht bekannt, in der man auf verschiedenen Trails einige Runden wandern kann. Zunächst fuhren wir einmal längs durch die Schlucht hinauf, um das Feld von hinten aufzurollen. Dadurch wollten wir der touristischen Massenabfertigung entgehen und den Park in Ruhe genießen. Auf dem Weg durch enge Höhlen, wackelige Brücken in schwindelerregender Höhe und schmalen Pfädchen genossen wir eine super Landschaft. Natürlich kam dabei auch die Kultur nicht zu kurz. Neben den obligatorischen Tempeln entdeckten wir auch wieder eine kleine Kapelle, die jedoch wieder relativ schlicht gehalten war. Der - im wahrsten Sinne des Wortes - Höhepunkt war der Aufstieg auf den Bell-Tower, der zu einem buddhistischen Kloster gehörte und bei dem man selbst die Glocken läuten durfte. Als Belohnung für das Wandern in tropischer Hitze gönnten wir uns am Abend leckere Maracuja und Drachenfrucht und frisch gemachte Zitronenlimonade mit Blick aufs Meer.Read more