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  • Day2

    Pappenheim und seine Pappenheimer

    October 8 in Germany ⋅ ⛅ 12 °C

    Meine nette Gastgeberin von letzter Nacht hat mich noch mit einem wundervollen Frühstück verwöhnt.
    Da ihr Mann vor 10 Jahren an Krebs gestorben ist, sind wir uns im Gespräch sofort ziemlich nahe gekommen. Ich habe diesbezüglich ja auch einige Erfahrungen zu berichten.
    Ich bin immer wieder sehr dankbar, wenn Menschen sich in Gesprächen ganz offen zeigen. Daran bin ich wirklich interessiert. Auch wenn es um vermeintlich schwierige Themen wie den Tod geht.
    Heute ließ ich das Etappenziel wieder offen. Ich habe zwar einigermaßen gut geschlafen - zumindest bis um 3.45 Uhr der Wecker des Monteurs klingelte, dessen Zimmer ich bekommen hatte. Trotzdem war der Tag gestern sehr anstrengend und ich wollte schauen, wie weit wir kommen 😃
    Es war eine schöne Etappe bis Treuchtlingen, ca. 10 km. Große Strecken durch Wälder und immer wieder auch schöne Wiesenwege. Allerdings war es auch teilweise schwierig weil Abstiege über Felsschotter mit Wurzeln und viel Laub dabei waren, die es aufgrund des Regens in sich hatten.
    In Treuchtlingen angekommen, versuchte ich via Telefon bei vier verschiedenen Unterkünften in Pappenheim ein Zimmer zu bekommen. Vergeblich 😬 entweder ausgebucht oder keine Hunde erlaubt ☹️
    Bei einer Gastgeberin hatte ich dann doch Glück. Sie wollte mir zunächst ihr Zimmer nicht vermieten, da sie die Heizung noch nicht in Betrieb genommen hatte. Nachdem ich ihr mehrmals versichert habe, dass mich das wirklich nicht stört, stimmte sie schließlich zu. Und so habe ich nun wieder ein kuscheliges Bett und eine heiße Dusche 😍
    Da der Wetterbericht die nächsten Tage noch kältere Temperaturen und immer wieder Regen vorraussagt, habe ich in Treuchtlingen heute mein Zelt und Schlafequipment zur Post gebracht und es nach Hause geschickt. Zumal die Narben auch ziemlich schmerzen und ich dringend mit weniger Gewicht unterwegs sein wollte.
    Es waren heute ca. 22 km und die Füße haben schon deutlich besser mitgemacht als gestern 😃
    Ich denke, dass wir den Panoramaweg nicht auf einmal ganz zu Ende laufen werden. Aber das war auch nicht mein Ziel. Mal sehen, wie es weiter geht.
    Die Schutzhütte war übrigens die erste, die ich in den nun 50 Kilometern gesehen habe.
    Und was es mit dem Spruch "ich kenne meine Pappenheimer" auf sich hat, erzähle ich in einem gesonderten Print.
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