Michele Anding

Joined May 2018
  • Day42

    Bye bye du wunderschöne Südinsel

    December 28, 2018 in New Zealand ⋅ ☀️ 20 °C

    Hey du wunderschöner Tag. Wenn ich schon vorzeitig früh um 5:30 Uhr wach bin, nutze ich die Gelegenheit unserer Übernachtung am Meer, ziehe mich fix an und gehe vor ans Ufer, um im Stillen und ganz alleine den Sonnenaufgang auf dem Wasser zu genießen. Zwar sind da ein paar Wolken am Horizont, aber diese bereichern ja doch immer die Farbenvielfalt am Himmel in solchen Momenten. Und so ist es auch, gaaaaaaaaaaanz golden und wirklich groß steigt sie langsam auf die Sonne und heißt mich damit zum ersten und auch gleichzeitig letzten mal hier auf der Südinsel Neuseelands' Willkommen in diesem Tag. 🌅👋

    Natürlich bin ich platt und müde, aber das wäre ich auch sowieso mit 'ner halben Stunde mehr Schlaf. Ich gehe zurück zum Auto und wecke Evelin sachte. Sie setzt sich im Schlafanzug auf den Kindersitz vor, ich kuschel sie mit der Decke ein und wir schmeißen ein Märchen an. Um 6:22 Uhr startet unser Auto, ich winke dem Mann von gestern, und wir fahren die letzten 22 km hier auf der Südinsel nach Picton zur Fährstation - ja, ich bin etwas wehmütig drauf. Überpünktlich kommen wir an. Ich nutze die noch übrigen 15 Minuten bis zum Check-In um das Auto aufzuräumen, damit wir chick auf der Nordinsel ankommen, Evelin wird noch angezogen und schon ists soweit, wir fahren auf die Fähre auf, und Evelin glaubt gar nicht daran, dass wir wirklich auf einem Schiff sind, so groß wie das ist.

    Nun heißt es für die nächsten vier Stunden - auf auf bei schönstem Wetter quer durch die "Marlborough Sounds" aufs Meer hinaus rüber auf die Nordinsel Neuseelands' mit der "Bluebridge Ferry". Während Evelin in der Kids-Lounge in Gesellschaft anderer müden Kinder zwei Filme schaut, genieße ich die Aussicht auf dem Deck ein wenig. Kurz vor zwölf Uhr kehren wir schließlich in den Hafen von Neuseelands' Hauptstadt Wellington ein: Hallöööcheen!! 🙌☀️😇
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  • Day41

    Kia Ora Kaikora!

    December 27, 2018, South Pacific Ocean ⋅ ⛅ 15 °C

    Heute war der Wecker wieder auf 5:30 Uhr gestellt, damit ich einen eventuellen Sonnenaufgang auf dem Meer nicht verpasse. Er klingelte auch pünktlich, aber er bekam mich nicht so recht wach - und so verpasste ich dieses Spektakel leider Gottes. Denn gegen kurz nach 7 Uhr wachten wir mit schönstem Sonnenschein unter blauen Himmel auf. Juhuuu! Wie passend für unser heutiges Vorhaben - Wahle sichten an der Küste "Kaikora's"! Und so lautet unser Tagesmotto in der Ureinwohnersprache der Maori's: Hallo du kleines Städtchen: "Kia Ora - Kaikora!"

    Gleich früh schauen wir den ersten Surfern beim Wellenreiten zu und Evelin fiebert mit. Es ist wirklich so ein schönes chilliges aufstehen, wenn das Meer so glitzert, die Wellen rauschen, bei schönstem Sonnenschein und Schneebergen im hinter uns. Da kommt man gar nicht wirklich auf die Idee, dass man gerade den geselligen Abend in Verwandtschaft in Deutschland zum zweiten Weihnachtsfeiertag verpasst.. aber Dank Videotelefonie können wir auch an diesem etwas teilhaben ☺️
    Außerdem gibt es noch eine unschöne Nachricht via Facebook von der Arbeit, sodass ich gleich im Anschluss noch vor dem Frühstück ein Telefonat mit einer - nun ehemaligen - Arbeitskollegin führe.. es bleibt also spannend wie es in Deutschland arbeitstechnisch dann weitergeht. 🤷 Aber ändern kann ich von hier aus eh nichts, das hat Zeit bis zur Rückkehr, und solange genieße ich meinen Urlaub 😁

    Danach gibt's wie so oft zum Frühstück unser geliebtes Hafermüsli mit Apfel und Quark, ein Käffchen dazu für mich im Sonnenschein,.. danach putzen wir die Zähne vor schönster Naturkulisse aus dem offenem Campervan-Heck herausspuckend.. und düsen gegen halb 11 auch schon los nach Kaikora. Es bleibt also genug Zeit, um eine weitere WLAN-Videotelefonie mit Papa zu machen, die Stadt und deren Strand etwas abzuspazieren, und vor allem selbst schonmal gespannt aufs Meer zu starren, um vllt von hier aus schon die ersten Meerestiere zu entdecken? Und tatsächlich sehen wir Delfine, die in der Ferne von links nach rechts vorbeischwimmen und ein Paar sogar riesenhoch in die Luft springen. 🐬 Wir entdecken außerdem ein aus Stöckern gebautes Haus passend für Evelin direkt am Strand, auf dem Weg dorthin einen mit Wünschen bestückten Weihnachtsbaum - dieser für Neuseeland typische blüht sogar pünktlich zu Weihnachten in roter Pracht, und wir wollten eigentlich zu einem Spielplatz gehen. Auf dem Weg dahin bin ich mit Evelin im Arm diesmal erfolgreich durch einen knietiefen Fluss stolziert, leider haben wir den Spielplatz nicht gefunden 🤷

    Mittlerweile war es dann auch so langsam Zeit Richtung Tour-Station zu gehen. Vorher haben wir allerdings noch Mittag gegessen - dieses mal eine "Kinderportion" fish and chips, die uns beide satt machte. Fastfood das schmeckt, allerdings bin ich in meinem Fetthaushalt für die nächste Woche quasi jetzt schon abgesichert, so fertig war das Essen😄😅

    Und um 13:15 Uhr war dann Check-In Zeit für unsere Tour. Der Mann vom Schalter sagt uns gute Sichtungschancen vorraus bei diesem tollem Wetter - und die Sonne strahlte noch immer fleißig über uns am blauen Himmel 😁👌🙌

    Eine halbe Stunde später begann unser Trip vorerst mit einer kleinen Videoeinweisung zu Sicherheitsvorkehrungen im Gemeinschaftsraum. Nach etwa 10 Minuten englischem Geplabber werden wir alle - unsere Gruppe umfasst etwa 30 Leute - zum Bus gebeten. Nach weiteren 5 Minuten Fahrt steigen wir in unser Speedboot ein und bekommen erneut eine Ansage, die diesmal zur Erklärung der Kotztüten dient, für seekranke Leute. So richtig weiß ich gar nicht ob ich oder auch Evelin damit Probleme hab oder nicht. Aber dieser Ritt über den Ozean wird es uns schon aufzeigen was Sache ist. Wir bekommen auch glatt versichert dass immer irgendjemand Probleme hat mit dem Wellengang auf See. Allerdings sind wir tatsächlich schnell gewesen!! Mit ganzen 80 km/h düsten wir für eine viertel Stunde raus aufs Meer. Das Wasser spritze locker 5 Meter an den Fenstern hoch, kurze Sprünge durchs Wasser mit dem Boot verschaffen uns immer mal ein Kribbeln im Bauch und die ersten Seekrankheits-Opfer zeigen sich. Das Boardtam ist wirklich sehr bemüht sich um diese zu kümmern. Mit einem Bildschirm und Vortrag über den Wahl und weitere Seetiere versucht man den Fokus der Leute vom Wellengang abzulenken - mehr oder weniger erfolgreich. Evelin jedenfalls findet es sehr spannend und schaut gespannt hin. Auch ich habe keine Probleme und finde es total fetzig so übers Meer zu heizen. In solchen Momenten denke ich gerne an meine Jungs, die das sicher auch ganz geil finden würde - oder Schlöli und Béla?😁 Und dann war es soweit, das Boot stoppt, wir dürfen raus an die Rehling und nach dem Wahl Ausschau halten. Alle sind ganz still und schauen das Meer ab - wo wird er wohl auftauchen? Die Crew weiß die Zeiten wann dieser Wahl namens Takiki? Aufsteigen wird, denn er kommt ca. jeder Stunde zum Sauerstoff tanken an die Wasseroberfläche. Während wir warten, sichten wir - unerwartet und nicht selbstverständlich - bereits andere tolle Tiere - allerdings die aus der Luft! Mehrere Albatrosse fliegen an unserem Boot entlang, im Abstand von vllt 5 Metern! Sie sind soo groß - mit der Flügelspannweite von bis zu fast vier Metern insgesamt - und sie düsen unmittelbar an der Wasseroberfläche entlang. Diese zu sehen so nahe ist auch ein tolles Erlebnis für uns alle und alle stauen schon jetzt. Doch dann nach kurzem Warten tauchte er dann vor uns auf: gerade mal ein Zehntel des ca. 18 Meter langen Wahls schaute aus dem Wasser - das war quasi so viel wie unser Boot lang war, eine etwas beängstigende Tatsache Irgendwie. Er verweilte dort zum Luftholen für ca.10 Minuten, bis er mit schwingender Wahlflosse wieder abtauchte. Was für ein Spektakel! ..vor allem für die Fotografen an Board, die die ganze Zeit eher durch die Linse starrten, als das Tier in echt zu betrachten. Evelin und ich freuen uns einen echten Wahl in 20 Meter Entfernung gesehen zu haben.

    Und nun dachte ich die Tour wäre vorbei. Allerdings gab es auch die Möglichkeit noch Orka's zu sehen - Killerwahle in schwarz-weiß, die so groß werden können wir ein Bus, mit einer bis zu zwei Meter hohen Rückenflosse. Und auch jetzt hatten wir wieder Glück! Ein Mitpassagier sichtete eine Flosse in der Ferne und das boot fuhr schnurstraks in diese Richtung dorthin. Und zack - alle Mann wieder raus aufs Deck zum Gucken. Und tatsächlich: erst schwamm die Flosse in der Ferne kurz seitwärts an uns einmal vorbei, und dann kam sie plötzlich direkt auf uns zuugeschwommen - da wurde mir schon etwas komisch - und das Boot ändert kurz die Position. Der Wahl taucht ab, .. und kommt in 5 Meter Entfernung direkt vor unserem Sichtfeld nochmal aus dem Wasser in voller Pracht!! Ich war platt, Evelin genauso und ich war so froh dass sie im rechten Moment hingesehen hat! 😁🙌🐳 Und nach kurzem Warten - wirklich alle Passagiere sind still, man hört nur die Wellen ans Boot plätschern, und alle suchen die Wassersoberfläche nach einer schwarzen Flosse ab - und plötzlich Aufregung: wir sehen ein Okra-Paar aus dem Wasser nebeneinander an uns wieder ganz nah vorbei schwimmen. Und auch diesmal kommen sie deutlich aus dem Wasser hoch geschwommen und Evelin ist sooo happy drei Orkas gesehen zu haben!!!

    Was für eine gelungene Tour! Das waren mir die 210 NZ$ für uns beide absolut Wert!! Danke!! Heute waren wir mal die Glückspilze 😁👌

    Nun steht uns wieder die fast zweistündige Rückfahrt zum Campingplatz Nähe Picton bevor. Eigentlich bin ich total knülle.. vor allem der letzte Ritt im Speedboot ging dann doch nicht ganz spurlos an meinem Magen vorbei und mir war etwas flau zumute. Lieber hätte ich jetzt mal geschlafen, aber was soll's. 🤷 Evelin war hingegen sehr wach, und sie freute sich auf ein noch ausstehendes Date: unsere von ihr nicht vergessene Einladung zum Fischen gehen! Na ob das um die Uhrzeit noch was wird? Und dann kamen wir endlich am Campingplatz an. Auch der Mann, der uns das Angebot zum Fischen gehen machte ist da. Aber ich bin so knülle.. nach kurzen zwei Minuten Verschnaufpause fuhr er mit seinem Jeep an uns vorbei, mit an Board sein 13jähriger Enkelsohn Jacob, Evi war happy, wir bekamen das Angebot jetzt gleich hinterher zu fahren und Mitzuangeln, und so knülle wie ich war übte ich mich glatt im "Ja-Sagen" und zack weiter ging's - zum Glück nur für 5 Minuten Fahrt an eine tolle Angelstelle zwischen Fluss und Meer. Vor Ort waren auch viele andere Angler bereits fleißig am Schaffen. Und nach nicht mal fünf Minuten hatten wir bereits den ersten Fisch an der Leine. Evelin durfte sogar mitrauskurbeln! 🎣 Und so sahen wir mit zusammengekniffenen Augen und verzerrten Gesichtern auch gleich zu, wie dieser mit einem schnellem Kopfabsägen und weiterzappeln schnell von Jakob getötet - und noch schneller ausgenommen wurde. Innerhalb der nächsten Stunde fingen die Kerle insgesamt sieben kleine und einen größeren Fisch. Auch das war heute sehr spannend und ein Erlebnis für uns!😁🎏 Zurück am Campingplatz wurde der Fisch fix geräuchert im Campinggrill und ich durfte nun den frischesten Fisch meines kosten. Hmmmmm Lecker! Zusammen mit einem frischen selbstgemachten Salat ist das ein superpassendes Abendbrot zu unserem glorreichen Tag von heute!😁👌
    Noch dazu bekam ich einen weiteren verzehrfertigen Fisch für morgen dazu geschenkt. Man hab ich es gut!

    Aber nun schnell ins Bett. Halb sieben früh müssen wir schließlich ab zur Fähre nach "Picton". Dann heißt es leider 'ByeBye du tolle Südinsel Neuseelands' - ich bin tatsächlich sehr wehmütig. Es fühlt sich irgendwie schon wie ein Stück Heimreise an. Die Zeit vergeht so schnell.. aber drüben warten weitere Abendteuer, nette Menschen und auch eine wunderschöne Landschaft auf uns. Nordinsel - wir freuen uns auf dich 😇
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  • Day40

    Boxingday in Blenheim

    December 26, 2018 in New Zealand ⋅ ⛅ 14 °C

    Der Blick aus dem Fenster zeigt: es ist bewölkt, der Wecker hat mich also umsonst geweckt, und ich habe keinen idyllischen Sonnenaufgang miterlebt - leider. Aber ich habe ja noch ein paar Möglichkeiten.🙌 Nach dem Aufstehen werde ich von eibem ältererem Herren angesprochen, welcher mit seinem Wohnwagen auf dem Camp ist. Ich erfahre dann von ihm, dass er für zwei Wochen hier Urlaub macht und ursprünglich aus dem 15 Minuten entfernten Blenheim kommt. Im Smalltalk erzähle ich ihm, dass wir heute Richtung Kaikora starten, weil morgen unsere Wahl-Tour ansteht. Er ist so nett und gibt uns einen Tipp für eine kostenlose Übernachtung. Außerdem bietet er uns an wenn wir zurück sind, mit uns Fischen zu gehen.

    Heute ist der zweite Weihnachtsfeiertag, in Neuseeland also Boxingday. Alle Geschäfte - auch Supermärkte - haben geöffnet und laden zum Schnäppchen-Kauf ein mit Rabatten von 20 bis zu 50 Prozent als Preisnachlass. Und so pirschen auch Evelin und ich in die Stadt nach Blenheim - aber zunächst halten wir natürlich an einem Spielplatz, auch dieser hier ist groß wie immer und gelegen in einem wunderschönen Park, mit Blumenbeeten samt Schmetterling- und Raupen-Motiven. Geziert ist der Park mit einem kleinem Fluss und einigen Enten und Möven darin.

    Ansonsten stöbern wir dann durch die Läden, aber mit Evelin bin ich nicht in Shopping Laune, die sammelt fleißig Schildchen und Müll vom Boden und schaut dabei mehr nach unten als nach oben. 😄🤷 Wir gönnen uns ein Eis vom McDonald's für gerade mal 70 ct - soviel zu den günsten Fastfoodketten-Preisen hier. :) Auch das Tanken ist im Vergleich zu Deutschland echt billig - ca. 1,09 Euro pro Liter für den Benzinpreis - und unser Tank ist echt leer und ganze107 Dollar habe ich reingetankt.💸💸💸

    Danach steht für heute noch eine knapp zweistündige Fahrt nach Kaikora an. Die Strecke führt uns in 200 Meter Abstand zum und am Meer entlang. Wir fahren vorbei an einer Seerobbenkolonie mit ethlichen Babys - die haben Geburtenzeiten im November und Dezember. Es waren an die 100 Robben und Evi war natürlich glücklich diese zu sichten. Dann machen wir zufällig Stopp an einem Campingplatz - Evi sichtete die ganzen Autos am Strand. Und so habenwir uns heute spontan und kostenlos direkt am Meer mit 20 Meter Abstand platziert.

    Ich bin müde von der Fahrt, chille im Auto mit Blick zum Meer, lausche dem Wellenrauschen, während Evi sich in Sichtweite mit Steinen vom Strand und Stöckern ein Haus zusammensammelt und baut.

    Heute geht es mal früher ins Bette, denn ich will fit sein für die morgige Wahl-Tour. Ich drücke uns die Daumen für gutes Wetter, und vor allem viel Glück bei der Meerestier-Sichtung!
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  • Day39

    Von West nach Ost am Regen-Feiertag

    December 25, 2018 in New Zealand ⋅ 🌧 16 °C

    Kurz nach 7 Uhr wachen wir heute auf. Natürlich mit Regen. Hohoho.. fröhlichen ersten Weihnachtsfeiertag-Morgen. Evelin krabbelt gleich vor in den Fahrer-Bereich des Vans um nachzuschauen, ob der Weihnachtsmann nicht doch noch was vorbeigebracht hat. Und siehe da.. ein Glück hatte ich vorgesorgt und noch ein paar Ohrringe auf einem kleinen Dekoflies hingelegt.. die waren noch übrig vom Zweipack-Kauf, als wir die Kiwi-Vogel-Ohrringe erworben hatten gleich anfangs der Reise auf der Halbinsel "Akaroa" bei Christchurch. Hoffentlich erinnert sie sich daran nicht 🙈 Und ich hatte Glück, sie freute sich über eine zweite kleine Runde Geschenk vom Neuseeland-Weihnachtsmann, wie es sich hier zum 25. am Morgen auch gehört 😁😅

    Heute sind wir wirklich gaaaanz langsam in den Tag wieder gestartet. Bis um 9 Uhr waren wir im Auto, Evi hat gespielt mit dem Teddy, und ich etwas hier ins Handy getippt. Danach gabs Haferbreimüsli mit Mango im offenem Campervan mit Besuch und Plausch einer deutschen Mitcamperin. Pünktlich um 10 Uhr kam Bärbel zu uns, und fragte nach ob wir die Ausritt-tour zum Strand machen wollen - ich dachte es offensichtlich klar genug, dass das Pferdreiten am Strand heute nun schon zum zweiten mal in unserer Reise Dank strömenden Regenwetter ins Wasser fällt 🙄 Zum Glück habe ich auch diesmal Evelin von diesem Plan nichts erzählt, sodass eine Enttäuschung auch hier ausbleibt. Dann habe ich mich nochmal mit den Franzosen-Freunde-Pärchen-Gespann unterhalten und viel Zustimmung für das Alleine-Reisen mit Kind bekommen, wie alle anderen, mit denen ich mich bislang unterhalten habe.☺️🙂

    Gegen 11 Uhr wollte ich eigentlich nur zur kurzen Verabschiedung ins Haus, aber daraus sind dann doch nochmal drei Spiel- und Unterhaltungsstunden geworden 😄 ..was aber auch nicht weiter wild war bei diesem nicht endenden strömenden Regen da draußen.

    Nach einem gemeinsamen Käffchen samt selbstgebackener Plätzchen hieß es dann 14 Uhr tatsächlich mal wieder Abschied nehmen. Auch diesmal fiel es uns nicht leicht, denn es waren wieder tolle Gespräche auf toller Sympathie-Ebene unter uns Thüringern, und auch ein tolles Spiel zwischen den Kids auch mit 5 Jahren Altersunterschied. Byebye ihr drei, vllt sieht man sich in der Heimat wieder, wenn euer 13-Monatstrip auch ein Ende gefunden hat irgendwann nächstes Jahr 😅🙌 Danke dir Bärbel für soviel Gastfreundschaft, denn eigentlich dürfen wir als Camper gar nicht ins Haus mit rein, haben uns allerdings doch sehr lange doch glücklicher (ausnahms-) Weise aufhalten dürfen.

    Naja, und so fuhren wir los, wieder zurück auf der tollen Fahrspaß-Route am "Takaka-Hill", wieder durch die Stadt Motueka, durch Nelson, und weiter entlang der Nordküste.. immer im erfolglosen Versuch den Regen zu entkommen, mit dem Ziel, spätestens am 27.12. an der Ostküste im Ort "Kaikora" zur 'Whalewatching-Bootstour" zu sein. So hörten wir in den nächsten drei Stunden - Märchen. Zu Essen gab's ne Stulle mit Rohkost auf die Hand, denn am ersten Weihnachtsfeiertag hat hier ALLES zu, selbst unser geliebtes Subway und McDonald's. Und gegen 18 Uhr kamen wir dann endlich an auf dem, spontan per App auserkorenen, Campingplatz mitten im Wald.

    Hm ja... dort fühlte ich mich als wäre ich irgendwo im nirgendwo gelandet. Seit dem letzten Ort sind wir ziemlich genau 20 Minuten eine einspurige Schotterstraße quer durch den Wald gefahren, sogar durch drei Flussläufe (!?) .., ja natürlich bei Regen, und alles wirkte so düster und wolkenbehangen besonders mystisch.. dann waren wir schließlich auf dem besagten DOC-Campingplatz. Kurz vor Ankunft ist direkt vor uns ein Jeep mit einem größerem Wohnwagen eingebogen.. darin ein älterer Herr.. es waren wirklich nur unsere zwei Autos und kein anderes hier. Wir und er.. war das jetzt besser als alleine ? 🙈 Er nahm mir diese Grübelei ab, und er verließ den Campingground .. somit waren Evelin und ich, mit unserem Campervan namens "Paul" .. Teddy und Hasi,.. alleine hier mitten im Wald. .. am Ende des ersten Weihnachtsfeiertages.. juhu.😞 "Kann bitte noch jemand vertrauenswürdiges freundliches unsere Einsamkeit bereichern?" 😩

    Nach einer weiteren Stunde waren wir noch immer allein. Es war dann 19:15 Uhr als ich mich dazu entschied, diesen Platz zu verlassen, es war mir dann doch zu gruselig allein mit Evi diese Nacht hier im Wald von Sonstewo ohne Empfang.. zu bleiben. #Adios ..und weiter geht nochmal die Reise für weitere 50 Minuten, diesmal zack ab an den Strand. Wieder vorbei über die kurvenreiche Wald-Holper-Schotter-Strecke samt der drei Flussläufe - und ich frage mich wirklich wie dieser Jeep inklusive dem Wohnwagen hier langgekommen ist?! Aber hier begegnen einen ja auch die längsten Trucks mitten in den Gebirgssepentinen xD - Wieder vorbei an eeeeethlichen Weinanbaugebieten, die generell hier im Norden der Südinsel sehr stark vertreten sind. Wieder vorbei an 163839 Bergen, über die die Wolken immer so schön klettern, teils sogar ganz tief im Tal auf unserer Höhe fast zum Anfassen nahe. Und, bei aaaaall dem Regen heute, man glaubt es kaum, sehen wir plötzlich rechts von uns tatsächlich blauen Himmel in der Ferne. #wwoooooww 🙌😁

    Am Ende hat sich dieser zweite Trip wirklich sehr gelohnt! Wir sind wieder dem Strand sehr nahe, nur 100 Meter Steinchenstrand, blaue Blumen und ein paar große Kiefern trennen uns vom Meerwasser. Der DOC-Platz hat seperate Campingbuchten, ist also über aufgeteilt, hat ordentlich Sanitär-anlagen, sogar inklusive Dusche, und einem geschätzt 80jahrigen ganz lieben DOC-Opi-Ranger, der nur mich mit 8 NZ$ abkassiert, anstatt auch für die 4 NZ$ Evelin einzufordern, die ab 5 Jahren regulär fällig sind. Die Sonne begrüßt uns hier ganz herzlich mit einem mal wieder wunderschönem Sonnenuntergang, den wir selbstverständlich vom Meer aus bestaunen, inklusive einem auf dem Wasser endenden Regenbogen, währenddessen wir? .. natürlich Muscheln sammeln 😊

    Und wenn wir schon einmal so spät noch draußen rumpirschem, nutzen wir auch gleich die Gunst der Stunde, um eeeendlich auf Empfehlung vom alten Herren ein paar Glühwürmchen bestaunen zu gehen. Wir beobachten uns also mit Handy und Taschenlampe, um zu den Höhlen in gerade mal 3 Gehminuten Entfernung zu gehen. Und kommen zwei deutsche Mädels entgegen, die uns auch ihr Lämpchen noch anbieten, wir sind nämlich für heute Nacht Camping-Nachbarn ✋👩‍👧👭 Sie meinten auch, dass die Glühwürmchen gleich am Anfang sind, man müsste nicht IN die Höhle reingehen, es sei so schon gruselig genug. Und ja, das war es auch. Mit perfektem Flipflop-Höhlen-Kletterschuhwerk 😄 tippeln wir also zu zweit durch etwas dunklen Wald, Stein, viel Matsch
    .. bis es aus der Höhle heraus schließlich funkelt - aber das war erstmal nur der Gegenverkehr 😆 zum Glück kam noch ein holländisches Paar dazu, welche sogar IN die Höhle rein sind, naja, und dann sind wir eben mit hinein in der Gang gekrakselt, der gerade mal so schmal waf wie Evelin breit ist. Dafür war sie wenigstens ca. 4 Meter hoch. Es tropfte teils in Strömen von der Decke. Und über uns? Sahen wir gleich ab dem Eingang einen funkelnden Himmel aus Glühwürmchen wie ein Sternen-Zelt. Evelin war total begeistert und wollte am Liebsten noch tiefer in die Höhle steigen, nicht nur wegen der "Glowworms" sondern auch weil es cool zu klettern war😆 Also ohne das Pärchen wäre ich - niemals!!!!!!!!!!! In diese Höhle reingegangen!! Auch dazu hatte ich schon die passenden Horrorfilme im Kopf😂

    Und so gingen wir zurück zum Campingplatz. Mittlerweile war Evelin total meckrig und knatschig, was aber für heute völlig nachvollziehbar ist. Schließlich ist sie seit 7 Uhr munter, und bis 14 Uhr mit dem Mädel gespielt, dann heute.. über 4 Stunden bei Regen Auto gefahren.. und jetzt noch diese spannenden, sich lohnende Tour. Der Himmel ist augeklart und ich sehe Sterne 😍 Der Mann meinte, ab 5:30 Uhr besteht Dank sich bessernden Wetter auch die Chance einen Sonnenaufgang auf dem Meer zu sehen - na dann, der Wecker ist gestellt 😁⏱️
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  • Day38

    Weihnachten in Neuseeland

    December 24, 2018 in New Zealand ⋅ ⛅ 19 °C

    Es ist Weihnachten, ja auch in Neuseeland, 12 Stunden bevor es in Deutschland soweit ist. Wir öffnen das letzte Kalendertürchen, und Evi ist genervt, weil es nur ein langweiliger Spruch "Merry Christmas" ist anstatt einem schönen Bildchen. Aber was soll's: Sonne scheint - was für ein schönes erstes Geschenk für mich! 😁☀️

    Außerdem war es für heute mein Wunsch einen der schönsten Strände der Südinsel zu besuchen - den "Wharakiri Beach". Dazu sind wir nach dem Frühstück insgesamt 10 Kilometer Schotterweg gefahren - auch über eine einspurige Fahrbahn, bei welcher links und rechts nur ein Meter Höhenunterschied zum Meerwasser bei Flut war.

    Auf dem Weg dorthin stoppen wir als erstes am "Cape Farell". Dort ist's ein kleiner Fußweg mit vielen Höhenmetern. Und dann stehen wir schon an einer 100 Meter tiefen, 90 Grad steilen Klippe, es ist windig und mal wieder nicht ganz ungefährlich, jedoch mit wahnsinns Aussicht aufs tasmaneische Meer von hier oben - es ist wunderschön! Wir sehen sogar wiedermal ein paar Robben. Evi ist etwas garstig gelaunt und möchte genau hier mal nicht an meiner Hand laufen. Danke an dieser Stelle für diesen Disput an den Klippen vom Cape Farell zu Weihnachten!! 🙄😅

    Weiter geht's nur einem Kilometer zum Parkplatz nahe dem Strand. Wir legen einen kleinen Stopp ein am dortigen Café - denn neben all den freilaufenden Kühen und ein paar Pferden, gibt's hier auch einen wunderschönen dunkelblau schimmernden Pfau, der mit wenigen Zentimetern Abstand vor uns herumstolziert. Evi und ich sind beeindruckend.

    Danach geht's in einer 20 Minuten Fußwanderung bergauf und ab über Schaf-Hügel, entlang auf sehr bergigen Trampelpfad durch "Heidi's" Berg-Landschaft mit ordentlichem Abhang runterwärts, bei denen wir einen Blick auf die Bäume in unmittelbarer Nähe hatten - so hoch wären wir - dann durch einen Laubwald mit Palmen, und über den ersten Sand-Tramelpfad, schließlich über eine riesige Gras-Sand-Düne.. ab jetzt peitscht uns der Wind gewaltig um die Ohren.. und dann war vor uns: ein gaaaaaaaaaaanz weiter Strand, mit grau-weichem Sand, mit riesigen Felsbrocken im Meer samt kleiner Höhlen - bei denen man sich echt fragt wie die dahin kommen?! - mit einigen zu Häusern zusammengebauten weißen Baumstämmen, mit wenigen Muscheln zum Sammeln, ein paar Robben in der Ferne vor uns, Möven um uns, und die Sonne scheint immer und immer mehr.
    Barfuß laufen wir am Stand oder in den Sandbänken herum, setzen uns schließlich hin, ich lege mich hin, Evi auf mich drauf und so dößen wir liegend am Strand Rum, während uns der Wind ordentlich um die Ohren pustet und uns einsandet. Danach bauen wir noch etwas Sandburgen, ich versuche mich zur Feier des "heiligen Tages" an einem kleinem Sand-Strand-Weihnachtsbaum-Motiv mit Muschelschmuck, welches allerdings schon nach kurzer Zeit wieder vom Winde verweht ist. Und so vergehen gut zwei Stunden hier - was für ein schönes dösiges Geschenk an mich - ich danke mir!

    Allzuviel steht danach nicht mehr auf den Plan für heute. Evi ist auch ganz erschöpft, nachdem sie auch den ganzen Rückweg über diese großen Dünen, Wiesen und Wälder alleine tapfer gelaufen ist. Bei der Rückfahrt stoppe ich noch mal eben beim "Farell Spit" - einer 28 km langen Sanddüne am Nordzipfel der Südinsel Neuseelands, die wir allerdings sicher nicht langgehen werden. Danach fahren wir direkt auf den Campingplatz für heute in nur knapp 45 Minuten Fahrt - für Evi ein als kleines Geschenk ein Reiterhof mit einigen schönen großen Pferden. Ich habe sogar angedacht, dass wir dort morgen - wenn das Wetter passt - eine 1,5 stündige Reittour bis zum Strand der "Golden Bay" am ersten Weihnachtsfeiertag machen könnten. Das wäre zu schön um wahr zu sein! Idealer Weise ist die Hof-Besitzerin "Bärbel" aus Deutschland - die 60jährige ist samt Familie vor 15 Jahren hierher ausgewandert. Und ich wusste außerdem, dass eine weitere deutsch Familie heute dort haust, und ich habe die kleine leise Hoffnung vllt doch noch jemanden für eine gemeinsame Weihnacht dort zu finden.🎄🎅🎁

    Und so begegneten wir auch den drei Thüringern, deren Namen ich bereits vergessen habe, die für 13 Monate mit ihrer 10jähirgen Tochter in der Welt unterwegs sind - und sie dafür extra ein Jahr aus der Schule genommen haben.

    Nach kurzem Knetsch machen Evelin und ich es uns erstmal gemütlich. Eine Einladung für später ausnahmsweise ins Haus ist uns schon sicher, sodass wir den Weihnachtsabend nicht alleine zu zweit im Campervan, sondern in Gemeinschaft im gemütlichen Haus verbringen werden. #Juhu🙂👌🎅

    So machten wir uns daran, unser Weihnachtsessen in der viel zu kleinen Camperküche zuzubereiten. Mit kleiner Weihnachtsbaum-Tisch-Deko genießen wir dann schließlich nebst der Anwesenheit von ein paar Franzosen unser Weihnachtsabendmahl, draußen bei Regen, am überdachten Holztisch: Fisch im Blätterteig, für mich mit grünem Spargel, Evi bekommt ihre geliebten Erbsen, mit Kartoffeln und einem gemischten Salat dazu. Wir stoßen an mit einem Saft-Wasser-Gemisch, als -ersten- "Nachtisch" gibt's Rester geschmolzenes Schokoladen-Eis von gestern 😄 Danach haben wir netter Weise noch einen Nachtisch von den Franzosen angeboten bekommen: einen gekauften Schokoladenkuchen-Traum 😍

    Den haben wir uns allerdings für nach dem Duschen aufgehoben. Denn voll gefuttert gab es für mich noch ein traditionelles To-Do- für den Heiligen Abend: die Säuberung. Und du war mittlerweile - erstrecht nach dem Sandsturm von He am Strand - deeeeeeefinitv endlich mal wieder fällig! Und wie schön dass es hier eine Dusche wie daheeme gibt: in moderner, sauberer Anlage, mit ordentlichem Wasserstrahl und super Warm-Kalt-Einstellung. Es gab zwar nur diese eine und damit einzige Dusche für alle - bis zu 20 Camper !? - aber das war mir erstmal unwichtig als ich darunter stand. So eine wunderbare Dusche gilt für mich hier auch noch als Geschenk!

    Blitzebkank und klinisch rein, aßen wir erst noch ein Stück vom Schokotraum in der Camperküche, danach gingen wir runter und rüber ins Haus unserer Verabredung nach. Die dreiköpfige Familie machte allerdings gerade noch Bescherung im gemietete Zimmer, so durften wir uns zu der großen Gemeinschaft an den Tisch gesellen solange. Zu unserem Glück haben wir glatt noch einen traditionellen Kiwi-Kuchen angeboten bekommen: ein Eiweiß-Sahne Gebäck mit Kiwifrucht-Überzug - ja auch das hat uns sehr gut geschmeckt als drittes und letztes Weihnachtsdessert 😄

    Beim weiteren Abend schauten wir noch ein paar Minuten einen Pferdefilm im großer Runde, dann setzten wir uns zu dritt an den Tisch um mit der anderen Mama eine Runde UNO zu spielen, und danach begann Evelin plötzlich für die nächsten 20 Minuten ununterbrochen von ihren Erlebnissen hier zu erzählen. Das war quasi unsere Weihnachtsabend-Geschichte. Vor allem der Tag mit Jakob und Marie blieb ihr sehr im Gedächtnis und das Spiel dem denen und der Kampf gegen die Jungs wurden sehr lebhaft geschildert. Und so verbrachten wir zusammen mit anderen unseren Weihnachtsabend in Neuseeland. Doch, was ist mit Geschenken? Die andere Familie hatte doch schließlich auch Bescherung gehabt.. Recht ungeplant, kam ich dann tatsächlich noch in Zugzwang für heute, und zauberte im Campervan noch ganz schnell den Papierbaum von McDonald's hin, zusammen mit einem besonderen Stein, den sie mal haben wollte, und einer kleinen Kiwi-Figur und Weihnachts-Schokoladenmünzen. Evelin war darüber weniger erfreut, schließlich äußerte sie gestern doch - erstmals - dass sie sich einen goldenen Schaukelpferd-Schmuck-Anhänger mit silberfarbenen Kette wünscht. Wo hätte ich das jetzt bitte hernehmen sollen?! Naja.. und dann zog ich noch den Jocker, dass in Neuseeland der Weihnachtsmann ja erst am 25. Morgens kommt laut Tradition, und Evelin am besten noch abwarten soll, vllt bringt er ja nochmal was. Und so schlief so etwas enttäuscht und mit größerer Erwartung an morgen schließlich ein..
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  • Day37

    Kahu Kajak in Marahau, Takaka & Puponga

    December 23, 2018 in New Zealand ⋅ ☁️ 19 °C

    Ich hatte eine total unruhige Nacht, ob es am vielen Kaffee von gestern lag oder am Tee, oder ist's eine insgeheime Aufregung vor der Kajaktour? - das weiß ich nicht. Ich bin auch immer zu bequem, um mitten in der Nacht für einen Toilettengang aus unserer kuschlig warmen Schlafhöhle aufzustehen und quer über den Campingplatz bis zum stinke-WC den feucht/nass/kälteren Weg bis dorthin zu laufen. Dieses Plumsklöchen hier müffelt wirklich extrem. Allerdings musste ich gestern beim Luftanhalten plötzlich laut loslachen😄 Der Innenbereich ist nämlich mit einigen Edding-Sprüchen verziert, und einer davon lautete: Here I sit, so brokenhearted, I try to shit, but only farted. 😄

    Wenigstens bin ich unter anderem auch gegen dreiviertel sechs am Morgen wach und sehe somit eine wunderschöne sich anbahnende Sonnenaufgangs-Szenerie in hellblau, rosa und kräftigem gold, hinter den nahen kleineren Bergen und davor das Meer 😍🌅 Ich bin allerdings auch dafür zu verkuschelt gelaunt, um für ein Foto das Auto zu verlassen 😅🤷 Selbst Evi ist kurz aufgewacht beim Wenden, und meinte sofort: "Mama aufwachen, wir müssen doch los zur Kajaktour!" - schön wie sie mittdenkt 😊👌 Schon gestern äußerte Sie - als ich ihr von der Tour-Buchung mitteilte - dass sie hofft, dass diese wenigstens mal nicht ausfällt, so wie der Helikopter-Flug.🙈

    Die Kajak Tour startete mit leicht bewölktem Himmel, wenig Wind und Sonnenschein, es war warm genug und hat mal nicht geregnet - ideal würde ich meinen 👌 Evelin war allerdings sehr knatschig drauf, war offensichtlich sehr müde von der ganzen Spielerei gestern, dem späten ins Bett gehen und dem frühen Aufwachen. Somit fluchte sie über vieles rum, am meisten störte das Outfit für die Tour: eine dicke Schwimmweste und ein "Wasserschutzrock" - Evelin sorgte sich sehr darum wie doof dass grad aussieht 🙈 Wir mussten übrigens alle das selbe tragen. Mit dabei war noch eine vierköpfige Familie - ein alter Holländer und eine junge hübsche Thailänderin-Gemisch mit Zwei Kiddies, sieben und acht Jahre. Fertig angekleidet ging bes für uns als erstes in einen Kleinbus, welcher uns für 5 Minuten zur Kajak-Station am Wasser fuhr. Nach einer kurzen Einweisung vor Ort, setzen sich alle rein in die Boote und wir paddelten los. Evelin ist mal wieder recht unbeeindruckt von allem, mit einem halben Paddel hätte sie mich etwas unterstützen können, doch nach wenigen Versuchen war sie dann auch schon zu schwach, und widmete sich lieber ihren Muscheln, die sie kurz vor Abfahrt als Beschäftigung vorsorglich eingesammelt hatte.
    Insgesamt hat sie sich tatsächlich eher gelangweilt auf der Tour, hielt chillig eine Hand ins Wasser, hatte sich schön angelehnt, wir schaukelten durch kleinere Wellen dahin, Mama's Paddel plätscherte.. und dann klappte Evi's Kopf nach hinten, und sie hat tatsächlich kurz geschlafen 😄🤦

    Dieser kleiner Powernap hat aber dann dazu verholfen, neue Kraft zu tanken und zur Rücktour beim Paddeln mitzuhelfen.
    Wir fuhren an der Klippenküste entlang für insgesamt ca. 2 km, vorbei an einigen Vögeln, die am Hang nisteten, vor bei am großen Ziel, dem "splitted rock" - einem großen Gesteinsbrocken, der aussieht wie ein geteilter Apfel- Stein. Immer schön frontal bleiben mit der Bootsspitze zu den Wellen gerichtet und fleißig Paddeln, damit man auch bei stärkerem Wellengang nicht vom Wasser umgeschubbst wird - das muss ich auch mit Gruppenführerin an der Front und mit Evi an Board nicht haben 🙈 Und wir hielten schließlich an einer Sandbank an für ein kleines Inklusiv-Tässchen Kakao und Kaffee auf einer Picknickdecke. Endlich!! Da nach einer ganzen Stunde on Tour machten meine Arme so langsam wirklich schlapp. Es ist tatsächlich anstrengend uns beide im Zweierkajak rumzuschippern 🙈😅

    Nach einer 15minütigen Pause ging es nochmal für 10 Minuten aufs Wasser bis zum Bootssteg. Dort wurden wir wieder mit dem Minibus zum Ausgangspunkt gefahren - der Bus erinnerte uns beide übrigens an unsere spannende Tour in Thailand Richtung BanPeh 😄

    Und an dieser Stelle bedanke ich mich ganz heilig und himmlisch bei dem Anbieter "Kahu-Kajaks" für diesen tollen Trip, sogar als Familienangebot - mit sage und schreibe 100%igem Vor-Weihnachts-Rabatt zum 23.12., denn irgendwie haben sie komplett vergessen mich abzukassieren 🙈😇 Es hatte mich schon gewundert beim Check-In nichts bezahlen zu müssen, dachte man macht das dann nach der Tour, aber dass dann erstrecht nicht - naja, so haben wir 170 NZ$ gespart😁💰🎁🎅🎄 #Danköööö!!

    Gegen 12:30 Uhr waren wir zurück am Auto und hatten nun Sonnenschein pur - also eher bade Wetter. Unser Plan für heute hieß dann allerdings erstmal mittag essen - da es nicht wirklich Frühstück gab bedingt durch den frühen Start unserer Tour. Dafür fuhren wir zurück in die Stadt "Motueka" und hatten uns schon für den Döner-Laden entschieden, der uns vorgestern hier für umsonst toilettieren ließ auf der Durchreise. Danach gingen wir neben am im "Countdown" noch einkaufen fürs Weihnachtsessen, und gönnten uns ein kleines Eis als Nachtisch. Danach ging die Tour in nördliche Richtung gen "Golden Bay" - dazu mussten wir den Berge der Region "Takaka" passieren. Und während Evelin schlief, hatte ich meine wohl kurvigsten 45 km der bisherigen Reise, ich würde meinen das Lenkrad stand nie still, weil es ausschließlich im Slalom und Serpentine steig bergauf und - nach schönster Aussicht auf die "Hawkes Bay" - wieder bergab und wieder mit schönster Aussicht auf die bergige Gegend rund um den "Takaka-Hill". In der Stadt Takaka hielt ich mit schlafender Evi an Board kurz an einem Trödelladen, um wenigstens ein paar Kleinigkeiten für Weihnachten zu kaufen.
    Nach insgesamt zweistündiger Strecke kamen wir schließlich am kostenlosen Campingplatz an, nahe dem Ort "Puponga" beim "Cape Farell", direkt mit dem Meer vor unseren Füßen.

    Zu unserer Überraschung gab es hier ein ernsthaft gut duftendendes Plaste-Dixiklo 😄 Allerdings war es draußen sehr windig und - nach einem kurzen und für zu kalt befunden Spaziergang am Ebbe-Strand, entschieden wir uns dazu, wie alle anderen dicht an dicht stehenden 15 Autos, den Abend gemütlich im Campervan ausklingen zu lassen. Ich unterhielt mich kurz auch mit unserer Camper-Nachbarin in 3 Metern Entfernung - sie ist 21, und bereits seit zwei von insgesamt fünf Monaten allein im Van unterwegs, vermisst allerdings ihren Freund, besonders heute so kurz vor Heiligabend. Ein Knetsch mit wem auch immer tut da natürlich gut. Wir nutzten die Zeit außerdem, um endlich die ersten Postkarten zu schreiben 😅 Wir hörten dabei chillige Musik, während sich vor unseren Füßen allmählich die Flut wieder anbahnte.

    Ganz unerwartet fing etwas später der Himmel an sich zu verfärben.. und alle strömten peux a peux aus ihren Autos, kletterten die 10 Meter vor an den Strand auf Baumstämme, oder Manche auch aufs Autodach, eine sogar spielte Lieder auf ihrer Ukulele. Denn vor uns zeigte sich die nächsten 15 Minuten ein wunderschöner Sonnenuntergang mal wieder im strahlenden gold, orange, rot, rosa, lila, blau.. wiedermal alle Farben vertreten 🌄🌊⛰️👌😍 Ein zauberhafter Anblick!
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  • Day36

    Wir Sieben sind geblieben: am Kina Beach

    December 22, 2018 in New Zealand ⋅ ⛅ 15 °C

    Heute haben wir das Glück endlich mal wieder aufzuwachen mit Sonnenschein und purem blauen Himmel. 😍👌

    Evi kann es kaum erwarten mit den zwei deutschen Kindern zu spielen. Und das taten sie dann auch gleich für eine ganze Stunde - noch vor dem Frühstück! Ich habe die Zeit genutzt um einfach mal in Ruhe mit Käffchen in der Hand am Strand auf einem Baumstamm zu sitzen und zu genießen 😇

    Frühstück haben wir dann alle zusammen gegessen. Papa Ben, Jakob (5) und Marie (3) sind mit der Mama seit mehreren Jahren auf Reisen, auch quer durch Albanien z.B. Der kleine Jakob war bereits bei vielen Klettertouren mit dabei, und sogar auch beim Tongario-Crossing, quer über 11 Stunden durch die Vulkan-Landschaft auf der Nordinsel! #Wuhuu..

    Ich habe mich spontan dazu entschieden heute hier zu bleiben... Vor allem für Evi - damit sie mal mit den Kindern spielen kann. Und dass hat sie dann auch den ganzen! Tag gemacht, alle zusammen, ohne sich einmal zu streiten.

    Nagut, einmal gab es Stunk, jedoch mit vermutlich einheimischen komischen 10jährigen Jungs, die mit schwarzer Riesen-Katzenkopf-Maske mit dem Fahrrad auf dem Campingplatz rumgefahren sind. Diese haben wohl angefangen unsere Kinder zu ärgern, diese wiederum haben sich ungünstiger Weise mit Steine werfen zur Wehr gesetzt und dass war dann Grund genug, um dem kleinen Jakob mit dem Stock auf dem Kopf zu hauen - samt großer Beule. Die Mutter meinte darauf nur, dass die Kinder selbst schuld sind, wenn sie mit Steinen werfen.🤦 #ohje..

    Die Kids kamen auch mir später noch komisch. Da ich habe am Nachmittag die Ebbe genutzt, um mal die freigwordenen 300 Meter bis zum Wasser vor zu laufen und mir die Umgebung etwas anzusehen. Und diesen kleinen Moment verulkten mir diese mysteriösen Katzen-Rabauken, indem sie bis zu mir vorgelaufen kamen und mir für zwei Minuten die Ohren voll-miau-ten (?!) ..

    Ansonsten haben heute Ben und ich gemütlich auf den Campingstühlen sitzend und die Kids aus der Ferne beobachtend übers Leben und das Reisen gesprochen.Gegen 15 Uhr gab es dann mal Mittag für alle, ein Gemisch aus Nudeln mit Pesto und Evi's Lieblingsessen - jeder hat von jedem was gegessen. Ansonsten haben unsere Kids mit mehreren Hausbauten den ganzen Tag von früh um 10 Uhr bis abends um 21 Uhr wunderbar miteinander gespielt. Evelin hat also super sozialen Kontakt getankt 😄👌 .. und fühlt sich denke ich bereit, für die morgige Weiterreise, die mit einer - von mir heute gebuchten - Kajaktour im Abel Tasmen Nationalpark beginnt: 3 Stunden, ich bin gespannt.🤗 Das Wetter soll wohl gut werden - hoffentlich so wie heute morgen: sonnig, windstill und warm!

    Ab Mittag kam heute zum Sonnenschein echt stärkerer und kalter Wind dazu und ich habe eigentlich nur gefroren den ganzen Tag - mit langen Klamotten 🙈 Ich habe vor allem versucht mich von innen heraus zu wärmen mit bestimmt 5 Kaffee und ich habe sogar 'ne Pfanne voll Roibos-Tee gekocht - ja "Pfanne", denn 'ne Kanne hab ich nicht.

    Gegen 17 Uhr sind Andi und Anne, beide ü30 wieder dazugestoßen, die sich vor zwei Stunden mal zu zweit zum Einkaufen in die Stadt losmachten. Als sie zurück waren, haben wir unser Camper im geräumigen Dreier-Gespann aufgestellt, und in der Mitte damit eine gemütliche Camping-Ecke gehabt. Achjaaa - so ein Gruppen-gefüge im Mutter-Tochter-Alleingang-Urlaub tut wirklich soooo gut und erinnert an Freunde von Zuhause 💕

    Die beiden sind für fast 9 Monate unterwegs, angefangen im Campervan nach Österreich, Slowenien, Albanien, Flug nach Delhi-Indien und jetzt hier. Neuseeland kam nur schon früher als gedacht. Denn nach gerade mal 24h Aufenthalt in Indien haben sie sich einem Keim eingeholt, der ihnen sehr zu schaffen machte. Innerhalb von 2 Wochen haben sie mit Magen-Darm-Problemem fast 10 Kilo rabiat abgenommen, und nach meiner Besserung inklusive mehrerer, sehr verkeimter Krankenhausbesuche in Indien sich für eine vorzeitige Weiterreise nach Neuseeland entschieden. Hier wurde Andi sogar operiert und ist mindestens für die nächsten 3 Monate stark eingeschränkt unterwegs. Was für ein Pech, wenn man einmal so eine längere Weltreise startet und sonst zu denen gehört, die sonst nie einem Krankenschein einreichen 🙈

    Und so plauschten wir zu viert in unserer gemütlichen Ecke, und tauschten uns u.a. über solche Stories aus. Mit leckerem Wallnuss-Cranberry-Brot mit "Caramelisierte Zwiebel"-Humus und frischen Spargelsalat wurde ich von den beiden dann noch zum Abendessen eingeladen 👌

    So gemütlich saßen wir noch bis 21 Uhr zusammen. Ganz idyllisch kam unteressen noch der Vollmond dazu und zierte den Rosa-blauen fast wolkenfreien Himmel übern ruhig rauschenden Meer. Wir haben unsere Handynummern ausgetauscht und uns schonmal verabschiedet, denn morgen reisen alle früh ab: Ben holt seine Frau ab, die eine viertägige Wanderung durch den Abel-Tasman- Nationalpark gemacht hat, Andi und Anne machen wie wir eine Kajaktour - wir eine 3 stündige Tour und die beiden hingegen 3 Tage.

    Auch wenn wir wenig 'er'lebt haben, haben wir dennoch heute wirklich gut 'ge'lebt - zu siebt hier am Kina-Beach. Gute Weiterreise uns allen an morgen, wir bleiben in Kontakt! 🤗
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  • Day35

    Sandfliegen, Fliegen, Reeeegen und Kina

    December 21, 2018 in New Zealand ⋅ ⛅ 16 °C

    Wir erwachen heute bei bedecktem Himmel. Alles ist nass draußen und man wird natürlich gleich wieder von den Sandfliegen belagert, auch das Auto ist gleich wieder voll mit den Viechern.. Um vor diesem Insekt zu fliehen, reisen wir heute zum ersten mal schon - vor - dem Frühstück ab. Wir fahren allerdings gerade mal 10 Minuten, dann begegnen wir auf der Strecke bereits einem Aussichtspunkt samt Picknick Area. Es sieht schon toll aus, wie die Wolken durch die Berge klettern auf unserer Augenhöhe, und solange wir nicht im Regen sitzen, bleibt das auch ein genussreicher Anblick 😍👌
    Das nächste von mir auserkorene Ziel auf dieser Strecke nach gerade mal 30 weiteren Fahrminuten heißt "Bullers George" - die längste Hängebrücke Neuseelands. Für etwas wie ich finde übertriebene 45 NZ$ können wir einerseits hinwärts über die Brücke laufen -mit einem freien Blick nach unten Dank Metallgeflecht - und auf dem Rückweg düsen wir mit einer Seilbahn zusammen zurück.

    Beim Hinweg auf die andere Seite ist Evi trotz beeindruckender Höhe von geschätzten 15 Metern unter uns recht unbeeindruckt - mal wieder. Wir bestreiten einen kleinen Rundgang durch einen sehr matschigen und rutschigen Weg. Ziel? Ein größerer Baum in dieser Umgebung, der am Ende wenig spektakulär ist und der Weg dahin für uns aufregender ist als das Ziel 😅 Ich bin schon etwas gespannt,
    Evi hingegen hat schon jetzt Angst vor der Seilbahn über den Fluss. Obwohl wir zwei anderen Kids mit ihren Eltern beim freudigen Rüberschwingen zuschauten, blieb Evelin weiterhin verängstigt.. doch ich Rabenmutti hab's zusammen mit ihr durchgezogen .. inklusive viel Theater, in der Hoffnung dass sie doch noch daran gefallen findet - leider nein🙈. Naja, es war ein Versuch Wert und um eine aufregende Erfahrung sind wir nun trotzdem reicher.😅

    Unmittelbar zurück am Auto fing es dann auch mal wieder an zu regnen. So nutzten wir das Wetter um zum Abel Tasman Nationalpark durchzudüsen. Die komplette zwei stündige langsame Fahrt dorthin hat's geregnet, richtig düster, so wie ein verregneter Sonntag, der zum auf der Couch chillen einlädt.

    Dann sind wir in der Stadt "Motueka" angekommen, natürlich bei Regen, und so gehen wir im Supermarkt erstmal einkaufen. Direkt in der Nähe ist wieder ein Informations-Center, doch ich fühle mich bei der "i Site" mit leichter Müdigkeit etwas überfordert mit all den Angeboten an Aktivitäten hier in der Umgebung. Danach geht's zum Spielplatz. Während Evi dort spielt und rumklettert checke ich Mal meine Mails bei Couchsurfing. Ich habe tatsächlich noch ein weiteres liebevolles Angebot von einer Familie aus Wellington bekommen, zusammen das Weihnachtsfest zu verbringen. Nun ärgere ich mich wieder etwas, dass wir erst am 28.12. die Insel wechseln, aber vllt finden wir ja hier noch einen Kontakt für ein fröhliches Fest. Noch immer auf dem Spielplatz unterhalte ich mich schließlich auch mit einer Mutti, welche als Familie unterwegs ist für ein halbes Jahr, inklusive zwei Kleinkinder. Neuseeland ist für sie nur ein Ziel von einer größeren Reise. Und nun ist es mittlerweile schon kurz nach 19 Uhr und ich stelle mir die Frage: hier auf dem Parkplatz über Nacht bleiben oder 10 km weiter fahren? Evi will an Strand, also ringe ich mich dann dazu durch.

    Heute ist es schon sehr spät, und es ist uns zum ersten mal passiert, dass ein Camp voll war und damit für uns geschlossen. 🤷 ..genau heute hatte ich mal keine Lust wohin auch immer weiter zu fahren, und suchte nach einem Ansprechpartner von der "Kina Beach Campsite". Eine Frau war hier im kleinen ausgebauten Wohn-Bus Platzwart, sie ließ uns beide glücklicher Weise doch noch mit rein. Es ist ein liebevoller günstiger Platz direkt am Meer. Evi geht gleich die 20 Meter vom Auto vor zum Strand und wir sammeln erstmal schöne Muscheln. Ich erlausche mal wieder deutsche Kinder direkt neben uns in Evi's Alter - diese werden von mir natürlich sofort angesprochen: Marie und Jakob. Zack neue Bekanntschaften gefunden und Evi ist beschäftigt. 😄🙌 Schließlich habe auch ich mich dann noch mit deren Papa Ben(38) unterhalten: planmäßig reisen sie als Familie für drei Jahre rein aus Erspartem. Sie sind damit die Außenseiter der Familie, und für sie ists noch ungewiss, ob sie ihre Kids zur Schule anmelden werden oder lieber weitereisen.

    Nun habe ich hier und heute mal Handyempfang, außerdem Evi-frei und es ist ein passender Wochentag und eine gute Zeit, um endlich mal beim Arbeitsamt in Deutschland sich zu melddn. Naja.. der Anruf würde zwar mehrmals unterbrochen, aber ich fands eher amüsant .. "Haben sie ihre Kundennummer parat?" "Nein, wie bereits erwähnt: ich stehe am Strand von Neuseeland"😄 xD Aber am Ende bekamen wir auch mit einer halben Welt Abstand alles behördliche im Rahmen der Insolvenz geregelt.

    Danach zeigt Evelin mir noch am nun spätem Abend das von den Kindern gemeinsam gebaute Haus am Strand. Über uns ist leichter Regen trotz aufgelockertem Himmel, wir haben einen dennoch einen ansehnlichen Blick aufs Meer, sogar mit Sicht auf die andere Seite zur Stadt "Nelson" - inklusive Regenbogen. Mit einer gemeinsamen Frühstücksverabredung für morgen gehts dann endlich ins Bett.😴💤👋
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  • Day34

    Was für ein nasser, aufregender Tag!

    December 20, 2018 in New Zealand ⋅ 🌧 17 °C

    Mittig in der Nacht hatte ich einen mindestens 10-minütigen Juck-Anfall an meinen Füßen Dank der unzähligen Sandfliegenstiche. Die gaaaaanze Nacht hat es durchgeregnet.
    'Nen bissl habe ich mich trotzdem gefreut über die Aussicht aus unserer Heckscheibe direkt aufs Meer. Da es noch immer etwas nieselt, fahre ich wieder die 200 Meter vor bis zum Aufenthaltsraum samt großräumigen Café samt kleinem Innenraum-Fischteich - mit Angebot von verschiedensten Selbstgebackenem und leckerem Kaffee, eine separate Campeküche und niedlich hergerichteten Badezimmer-Bereich - Betonboden, aber dennoch 'nen kleines Väs'chen mit Blümchen auf dem Waschbecken als Deko, und ich sehe zum ersten mal einen separaten Müll-Eimer beim WC - hier ist's wirklich sehr idyllisch in "Gentle Annie Seaside Accommodation", und es hat sich tatsächlich gelohnt, extra die 30 Minuten nördlich entlang der Westküste zu fahren, und den guten Bewertungen und Empfehlungen in der "Campermates"-App zu vertrauen. Wir starten den Tag erstmal mit kurzer Videotelefonie Dank Camping-WLAN mit Oma Margrit und Cousin'chen.

    Gegen halb zehn gibt's dann heute mal etwas später als sonst Frühstück - und natürlich genießen wir auch etwas leckeres Selbstgebackenes: eien "Carameliesed Brownie" sowie einen Moccachino, nebst meinem Hafermüsli. Evi: "Das isst du ja jeden Tag?!" Ich: "Wenn's mir schmeckt?!" Allerdings war der Brownie wirklich eine köstliche Bereicherung zur Abwechslung 😍😁🍮 Wir hatten uns diesmal an den Tisch zu den Mädels von gestern Abend gesellt: Sandra und Wicky. Sandra besucht ihre Freundin hier für drei Monate, und nutzt dazu die Arbeitslosigkeit zwischen dem Jobwechsel. Wicky hingegen ist schon über ein Jahr hier, arbeitete vor allem in der Stadt "Wanaka", liebt es hier - nur die große Entfernung zur Heimat hält sie davon ab auf ewig hier zu bleiben. Ansonsten rattert es auch bei ihr: wie geht es dann, vor allem jobmäßig, in Deutschland weiter? Ein 40 Stunden Bürojob unter Cheffs Fittichen kommt für sie nicht mehr in Frage, eher die Selbstständigkeit. Wie viele andere auch muss sie in der Zeit hier noch ihrer Weichen für die Zukunft stellen nach der Zeit in Neuseeland und zurück in Deutschland. Während Evi mit Papa, Celle und Ari telefoniert, unterhalten wir uns eine ganze Weile auch über das Leben und die Menschen samt ihrem Lebensstil mit den Unterschieden in Deutschland und Neuseeland, und kommen zum Resultat, das der Fokus hierzulande weniger auf dem gesellschaftlichem Status liegt, und es viel mehr um ein ruhiges, wenig materielles, mit wenig genügsames und glückliches Leben geht. Auch geht es hier beim Reisen nicht nur um die Landschaft, sondern vor allem auch um die Menschen, die man trifft, mit deren Geschichten und Ansichten, und der gemeinsamen Zeit, die man verbringt und einen selbst ergänzt.

    Und dann äußert Sandra einen Spruch zu Wicky - es ist 11 Uhr vormittags - "Also wenn wir heute Abend drei Stunden surfen gehen, brauchen wir eigentlich heute nicht mehr so viel zu machen." Ich ergänzte amüsiert: "Das ist doch echt eine Luxus-Aussage von einer Langzeit-Urlauberin!" Und alle lachen zustimmend 😄

    Wir treffen auch auf andere deutsche Jungs, einer davon ist Fotograf und verdient sogar sein Geld damit. Jetzt hat er noch einen Fan mehr mit mir und einen weiteren Follower auf Instagram - tolle Naturbilder, mit der nackten Ganzkörper-Rückansicht von ihm 😁😍

    Wir verabschieden uns gegen 12 Uhr schonmal von allen, bevor wir uns losmachen, um den Strand abzulaufen, in der Hoffnung dabei vllt einen "Green Stone" zu finden, und dann nach 20 Minuten Fußweg durch ein Labyrinth am Strand zu irren. Allerdings fängt es auf der Hälfte des Weges an zu tröpfeln, und ich entscheide mich doch lieber umzudrehen mit Evi. Einen dieser Steine hatte Evi bereits nach zwei Minuten gefunden - die Tinker-Queen 👑👸 Und da der Regen immer doller wurde, war mein Schritt zurück zum Camp allmählich etwas straffer geworden. Wir mussten erneut eine kleine Flussschneise überqueren, nur hatte ich jetzt auf dem Rückweg weniger Geduld langsam am Rand über die großen Stämme rüber zu klettern. In der Eile entschloss ich mich für den schnelleren Weg, Evi fix heldenhaft rüber zu werfen über dieses ein-Meter-breite fließende Gewässer und selbst rüber zu springen. Und natürlich landete Evelin mit beiden Beinen auf der anderen Seite, und kippte ungünstiger Weise mit dem Pops zuerst rückwärts ins Flusswasser hinein 🙈🤷 Ich hatte natürlich versucht sie noch aufzuhalten, und landete samt der Schuhe auch Wadentief im Wasser. 😅 Evi fand es ausnahmsweise mal nicht schlimm: "Es war doch recht warm das Wasser, das war gar nicht schlimm." Unschön war dann nur, dass wir noch etwa 500 Meter bis zum Camp laufen mussten, und wann das Flusswasser nicht geschafft hat zu durchnässen, machte dann der Regen von oben.. und wir landetenden Pitschnass im Auto. Juhu🤦

    Nach kurzem Umziehen entscheiden wir uns gegen den Labyrinth-Besuch und fahren stattdessen nun wie geplant die 30 Minuten zurück in die Stadt "Westport". Dort haben wir zum Mittag gegen 15 Uhr uns erstmal einen Wrap-des-Tages gegönnt, sind dann zur "I-site" und ich habe unsere Wale-Sichtungs-Bootstour am 27.12. in der Stadt "Kaikora" gebucht. Danach sind wir noch etwas durch die Straßen geschlendert und haben uns schließlich los gemacht Richtung Campingplatz - dem Regen entgegen natürlich. Die regenbehangenen Wolken verdecken schon wie die letzten zwei Tage die Sicht auf die ganzen, dicht mit Laubbäumen bewachsenen, bergigen Wälder. Wir fahren direkt am "Buller-River" entlang - somit ist die Strecke wieder sehr kurvenreich, mit großen Felsbrockenwänden direkt an der Straße, steilen Abhängen runter zum Fluss - ohne Sicherung wie so oft, mit mehreren Geröllwarnungs-Straßenschildern, mit Geschwindigkeitsvorgaben von 85 - 75 - 65 - 55 - 45 - 35 - 25 - 15 km/h in all den Kurven, mit verschiedenstem Strecken-Gefälle, einspurigen Brücken, und - trotz Regen und Wolken - mit tollen Aussichten. Autofahren ist hier einfach sehr abenteuerlich, es macht richtig Spaß auf diesen Straßen, erstrecht mit dieser Landschaft im Blick! 😍

    Und nach einer Stunde Fahrt - diesmal gut gelaunt und gemeinsam laut mitsingend bei Sailormoon- und Elsa-Liedern - enden wir schließlich auf dem Campingplatz, mitten im Gebirge - weiter oben auf der Strecke, mit schöner Sicht auf den bergigen Wald. Hübsch anzusehen 😊👌 Hier ist heute der, wie ich finde, bisher schlimmste Kampf gegen die Sandfliegen angesagt. Wir wappnen uns ganz schnell mit Insektenspray und einem dritten Outfit für heute: weit ausfallende Klamotten, die möglichst alles bedecken - die Drecks-Biester stechen nämlich auch durch dünne Sachen! Die umzingeln einen vor allem beim Stillstand, und so fällt das Abendbrot - auch wenn es nur ein Sandwich auf die Hand ist - sehr Sandfliegen-belagert aus. Was soll's 🤷

    Wir hatten hier direkt nach der Ankunft bereits kleinere Wanderungen steil runter zum Fluss gemacht, und sind auch 30 Minuten einfach einen schmalen Trampelpfad samt Hängebrücke planlos lang gelaufen und wieder umgekehrt. Erst danach habe ich mir die Informations-Schilder über die Geister-Straße, verschwundenen und hier gestorbenen Menschen aus der einstigen Goldgräbergegend durchgelesen.

    Eigentlich hatte ich mir für heute vorgenommen, bei diesem diesigem Wetter endlich mal Postkarten zu schreiben. Allerdings siegte dann doch die Abendteuerlust in mir, und wir machten uns mit Regenjacken - abends 20 Uhr nochmal auf die Socken. Hier gibt es einen coolen Rundweg von knapp 5 km, mit drei Hängebrücken, und vorbei am Friedhof. ...es ist offensichtlich, dass das ganz schön spät angesetzt war, für diese lange Strecke.... 🤦 So machten wir uns in die Spur, auch Evi hatte Lust, denn die Wege hier sind wirklich abendteuerlich: größtenteils gerade mal 40 cm breit.. matschig, steinig, über Wurzeln, unter umgestürzten Bäumen hindurch, entlang an steilen Hängen - hochwärts rechts von Evi, als auch runterwärts links von mir, 100 Meter? mit Sicht auf den Fluss. Das hätte mal wieder nicht jede Mami gemacht - Schande über mein Haupt, aber es ist mal wieder alles gut gegangen, wenn auch nicht ganz so wie geplant und mit mehr Adrenalin als gedacht xD

    So grob hatte ich die Strecke ja vor mir, sogar auch abfotografiert wo es langgehen soll. Der Weg war wie beschrieben wirklich sehr spannend und wir krakseln zu zweit durch den Wald, mit schönen Aussichten, mittlerweile regnet es über uns, wir bekommen allerdings wenig davon ab - dank all der riesigen Bäume um uns herum mit großem Blätterdach. Es ist nur 'nen bissl düster - klar für diese Uhrzeit.. 😅

    Nach den ersten 10 Minuten erreichen wir den Friedhof, die paar Gräber im Waldhang haben teilweise einen Grabstein, auch einer für ein Kind - Lebzeiten im 18. Jahrhundert, alle umrandet mit hüfthohen Metallzäunen. Ich mag den Platz nicht sooo, und gehe mit Evelin auch schon weiter. Es sollen bis zur ersten Hangebrücke noch weitere zwei Kilometer vergehen laut Plan. Im Hinterkopf habe ich die Gedanken, dass es doch eigentlich schon recht spät ist mittlerweile.. und es regnet.. es auch nicht ganz ungefährlich ist was ich hier mal wieder fabriziere.. mitten im Wald von Neuseeland, ohne Handyempfang, allein mit Evi..

    Naja, und so schlug ich vor einfach was zu singen: "Ich wand're ja 'sooo gerne' mit Evi durch Neuseeland, den Rucksack auf dem Rü-hücken, die Evi in der Hand. Ich bin 'ne lust'ge Wandersfrau - so 'völlig unbeschwert', mein Lied' erklingt durch Busch und Palm', dass niiiiemand weiter hört.🤷 Diesen Weg durch die Höh'n bin ich noch nie gegangen, Vöglein singen Lieder, bin ich weit in der Welt habe ich verlangen, Thüringer Wald nur nach dir!!!" -Ja, da wäre ich grad gerne lieber, um ehrlich zu sein. "Du kannst aber schön Singen Mama." Mit dieser Bemerkungen ermuntert Evi meine Laune - Danke mein Kind 😘

    Man bin ich froh als wir endlich bei der ersten Hangebrücke ankommen und ich mich wenigstens etwas bestätigt fühle hier richtig zu sein, und jetzt auch grob einschätzen kann bis wann wir wieder zurück sind. Die Hälfte vom Weg ist jetzt laut Plan geschafft! Die Brücke sieht auch nach Evi's Meinung sehr idyllisch und märchenhaft aus. 😊

    Wir gehen den Weg weiter, ein paar Treppen hinauf,.. bis mir irgendwann einfällt, dass der Weg für den Rundgang auf der Abbildung doch eigentlich links lang gehen sollte? Und der Weg rechts entlang, auf dem wir uns gerade befinden, müsste eher der 18 km Lange zum Berg hoch hinaus sein.. also kehrte ich nochmal um mit Evi bis zur Brücke. Allerdings war da kein Weg linkswärts?! Ich sah auch so keinen weiteren erkennbaren Weg durch die Hänge, der uns hätte zur nahegelegenen nächsten Hangebrücke für den Rundgang führen können.. Um auf Nummer sicher zu gehen, entschied ich mich lieber für den Rückweg auf selber Strecke.. Ich ließ mir mittlerweile den Stress etwas anmerken und Evi äußerte mal eben, das sie Angst hat nicht mehr zurück zu finden, und ich sagte nur, dass sie solche Aussagen jetzt bitte lassen soll. Denn so ganz positiv gestimmt war ich mittlerweile auch nicht mehr soooooo.. bei der anfangenden Dämmerung, bei diesem tollem Trampelpfad, mit strömenden Regen zwischen den Bergen, alleine mit Evi hier irgendwo, und ich musste wieder vorbei an diesen Friedhof.. in Gedanken an das was ich über die verschwundenen und gestorbenen hier gelesen hatte, .. entlang der Geister-Straße😖😭 Was gibt es in neuseelands Wäldern eigentlich für Tiere?😰 ...ja, ich hatte jetzt Schiss! Mein Adrenalin-Pegel war auf 180 und ich schwitzte mittlerweile - mehr aus Verängstigung als vor Anstrengung. 🙈
    .. und so liefen wir, Evi fest an meiner Hand und dicht neben mir, im strammen Schritt zurück und ..

    .. wieder sang ich 😅😆: "Ich wand're ja 'ach sooooooooo gerne' mit Evi durch neuseelands Wald, den kleinen, rosa Rucksack auf dem Rü-hücken, die Evi in der Hand. Ich bin 'ne lust'ge Wandersfrau - so 'vöööööllig!!! unbeschwert'😅, mein Lied' erklingt durch Busch und Palm', dass wieder keiner hört - außer du, Evi.🤷 Diesen Weg durch die Höh'n bin ich eben schon gegangen, Vöglein sangen Lieder, bin ich weit in der Welt habe ich verlangen, Thüringer Wald nur nach dir!!!!!!"

    Und dann kam auch schon der Friedhof. Puh! Aaaber.. eigentlich dachte ich, dass wir erst dem Wasserfall hätten begegnen müssen? .. ich dachte schon an irgendwelche verkorksten geister-verdrehten Wege wie im Horrorfilm.. wollte diese Gedanken aber nicht weiter ausführen, und war mehr darauf fokussiert jetzt in 10 Minuten endlich wieder am Campingplatz sein zu müssen!!! .. und nach weiterem Singen, dann eeeendlich!! Die Sicht auf unserem Platz! Man war ich erleichtert und glücklich 🙈 .. stoppte, kurz mit Evi, atmete tief durch, ein Grinsen machte sich breit in meinem Gesicht, und wir bestritten die letzten paar Schritte glücklich - im Regen, und ich ließ mir ein paar abkühlende Tropfen vom Heldinnen-Schauer ins Gesicht fallen. 😆😅😄🤦 #Puuuuhh... Michele, du immer mit deinen Ideen, Postkarten schreiben wäre echt 'ne super Alternative gewesen, nur halt nicht ganz sooo spannend 😄 Also doch alles richtig gemacht! 😁😆

    Wir hielten gleich an der Toilette, bei welcher ich ein paar erleichterde Worte mit einer englischen Mit-Camperin austauschte. Kurz danach gingen wir zum Campervan, ziehen unsere nassen Sachen fix aus, Evi ist knülle, zieht sich dennoch freiwillig um, während ich noch eine weitere Heldentat veranstalte: ich lasse, dank unserer einen, sehr hellen, krellen Deckenlampe, alle sich im Auto befinden Sandfliegen genau dort versammeln und beginne mit meinen bloßen Fingern die Todesschlacht gegen dieses Insekten-Gedöhns!! Neben einer Mücke, sind es an die 30 Viecher, die ich an der Decke um die Lampe zerdrücke, und einen kleinen "Sandfly-Friedhof" dort gestalte. Evi fiebert auch hier wieder fleißig mit.

    So richtig K.O. schlafen wir schließlich, im leisen Regen- und nahem Fluss-Geplätscher ein."Regentropfen, Flusswasser, wieder Regentropfen und Schweiß - Was für ein nasser, aufregender Tag.

    P.S.: Mittlerweile muss ich auch mal auf die Toilette, aber mit Regen, Sandfliegen und Geister-Geschichten vor der Campervan-Türe, verkneife ich mir das lieber und nehme die Bauchschmerzen morgen früh damit gerne in Kauf! 😆😄🙈
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  • Day33

    Höhlen, Buchten, Felsen an der Westküste

    December 19, 2018 in New Zealand ⋅ 🌧 15 °C

    Die Nacht war echt nicht die beste. Es regnete und es trommelte lautstark auf unserem Campervandach, sodass ich wach wurde. Unschöner Weise bemerkte ich dann auch das Summen um mich herum. Im Licht sah ich dann, dass wir eine große Schar von Mücken im Auto hatten.. das Fenster der Fahrerseite war noch ein Stück weit offen, und die Biester fanden bei uns gemütlichen Unterschlupf 🙄 Naja.. ich hätte sie unmöglich alle töten können.. und so habe ich eben samt Mückensummen irgendwann wieder in den Schlaf gefunden... Am nächsten Morgen waren wir natürlich total zerstochen. Mittlerweile sehen wir beide ganz schön geschunden aus.. vor allem die Stiche der Sandfliegen sind schlimm, ich habe mit vor allem an den Beinen einige Stellen wund gekratzt und habe überall Grind verteilt... Dann hätten wir die ersten Tage der Autoreise wohl irgendwelches Milbenviehzeug in der Bettwäsche welches uns überall gebissen hatte, aber dank Bettwäsche lüften war zumindest das Thema schnell durch. Evelin ist dank dieser Nacht vor allem am Hals und im Gesicht sehr zerstochen, und an den Händen hat sie irgendeinen Ausschlag seit ein paar Tagen, von was auch immer. Oh Mann 🙈

    Und wie Evelin es schon einmal erwähnt hatte, so ging es mir heute auch: "Mama, manchmal wenn ich früh aufwache, da weiß ich gar nicht wo ich bin." 😅 Ja, das ist auch recht komplex immer den Überblick zu behalten, wenn man mehrmals täglich die Örtlichkeiten wechselt 🤷 Hätte ich den Kontakt zur Heimat inklusive der Weihnachtszeit und Kalendertürchen-öffnen nicht, dann würde das Gefühl fürs Datum ebenso weg sein, Wochentage und Uhrzeit - diese Komponenten sind echt schon flöten gegangen.

    Insgesamt bin ich grad innerlich ziemlich gestresst - aber nach mehrmaligen hin-und-her-Gebuche und Abstimmung mit Janine steht es nun endgültig fest: die Überfahrt zur Nordinsel wird am 28.12.18 stattfinden. Janine? Sie wohnt in Wellington - das ist die Hauptstadt von Neuseeland, sie befindet sich im Süden der Nordinsel und ist Ankerpunkt der Fährüberfahrt. Janine ist eine gebürtige Schweizerin, welche mit ihrem kleinem einjährigem (?) Sohn alleinerziehend in Neuseeland lebt. Wir kennen uns natürlich wieder über die Plattform Couchsurfing, und ich hatte angefragt ob wir nicht Weihnachten zusammen verbringen wollen. Dem stimmte sie auch gleich begeistert zu. Allerdings ... Wäre der einzige Termin, um pünktlich zu Weihnachten bei ihr zu sein, zu den bezahlbaren Preisen - am 21.12. - also in zwei Tagen, und das ist mir dann doch zu stressig für meine noch ausstehenden Ziele hier auf der Südinsel. Wir werden also ein kleines "Nach-Weihnachten" dann bei ihr samt Weihnachtsbaum veranstalten 🎅und wohl auch Silvester zusammen verbringen😊 Und ich kann in Ruhe im Süden noch reisen mit Evi - stressfrei, es ist schließlich Urlaub. Auch hier: hätte ich den Kontakt zur Heimat nicht, dann würde der 24. für uns hier ein Tag wie jeder andere sein 😆

    Heute sind wir also bei bedecktem Himmel mal am Strand von Punakaiki aufgewacht. Was steht für heute auf dem Plan? Ich hatte vor, Evelin am Strand auf einem Pferd reiten zu lassen - es hätte auch mit dem Kalendertürchen so schön gepasst. Abgebildet ist ein Rentier samt Sattel und Evi sagte: "Das ist der Hinweis das ich bald Reiten werde." Aber... Nachdem dort angerufen hatte, und das Wetter doch eigentlich passte, stand genau für heute kein Pferd dafür zur Verfügung. 😖 Aaaach man... Aber wie gut das ich Evi davon nichts gesagt hatte, eine Enttäuschung bleibt somit aus. Allerdings... Steht schon die nächste bevor 🙈😅 Stattdessen besuchen wir nämlich ein paar Höhlen hier im Ort, und ich habe bereits gestern Abend gesagt, dass man hier Glühwürmchen sehen kann! .. und die Mitarbeiter vom Camp meinten, die sieht man auch bei Tage, und dem war leider nicht so. Dennoch war die kleine Wanderung - für mich im Hock-Gang - durch die Höhlen auf eigene Faust mit Taschenlampe sehr beeindruckend. Es war dunkel, glibschig, eng und etwas beängstigend. Ich glaube im Dunkeln hätte ich es auch mit den Glühwürmchen hier nicht soooo toll gefunden 😅 Evi fand es aufregend und cool - sie braucht diese action um was toll zu finden 😅😁

    Danach ging es zu den "Pancake Rocks" - das sind Felsen an der Küste, welche wie gestapelte Eierkuchen geformt sind. "Wie als hätte Oma Helga tausende gebacken" - so Evi.😄 Diese Tour war mit einem kleinem Rundgang durch einen Wald verbunden, und mit einigen beeindruckenden Einsichten in tiefe Schluchten und Meeresbuchten, in welchen das Meerwasser impulsant rumbrauste und meterhoch aufschlug. Eine gute Stunde sind wir hier gewesen. Danach ging es weiter mit einem Spaziergang, wieder durch einen Wald, bis zum Strand - der "Truman Track" - vorbei an schicken Palmen namens "Nikau" und den hier typischen "Herekaiki"-Blumen/Pflanzen, die bis zu zwei Meter hoch werden können.. oder der "Rimu"-Baum, welcher bis zu 60 Meter hoch werden kann. Ich finde diese Pfade immer schön zu laufen. Und Belohnt wurden wir mit einer tollen Meeresbucht mit Kieselsteinstrand, mit hohen Gesteinswänden und -überhängen und großen Felsen zum rumkletttern. Auch hier peitschte das Wasser ordentlich rein, und wir brauchen hier auch um die zwei Stunden.

    Danach geht's weiter in Richtung "Westport" - eigentlich wollte ich direkt ins Informations-Center, um einige Touren für die nächsten Tage zu buchen, aber ich bin dann doch nochmal spontan abgebogen. Mittag gab's also nicht in der Stadt, sondern doch nur 'ne leckere Bemme als Sandwich von Mami. Wir pausieren zum Essen kurz mit Blick auf den erneut tollen, weitläufigen Strand - diesmal mit weichem Sandstrand und Muscheln zum Sammeln. Hier sind außerdem Surfer zu beobachten, und wir zappeln wieder für eine Stunde hier rum - rennen vor den Wellen weg, unsere Hosen sind längst nass, scheuchen Möven auf und klettern auf rutschigen Strandbrocken rum. In zwei Kilometern Entfernung ist dann das nächste Highlight: eine Seehund-Colonie - wieder einen Kilometer laufen, und Evi macht heute super mit!😊🙌 Und ist schließlich begeistert von so vielen Seehunde-Familien, und ich erfreue mich auch hier an riesigen Felsen und Meeresgebrumme. Ein Glück hält sich der Himmel schon den ganzen Tag ganz gut, die Sonne schimmert ganz demsig sogar durch die Wolkenfront, die heute nicht regnen will, ein Glück.

    Und nun geht's für heute wirklich nur noch zum Campingplatz. Nachdem ich den ersten nach gerade mal 10 Minuten Fahrzeit angefahren hatte, entschied ich mich doch für einen anderen, der nochmal 30 Minuten entfernt war - zu gut waren seine Bewertungen und ich konnte Evelin mit einem dortigen Spielplatz auch dafür begeistern. Wir fahren also die Westküste weiter Richtung Norden hoch und landen schließlich direkt am Strand, mit Schaukeln und Trampolin, einer coolen Lounge, samt Mini-Fischteich drinnen, einer Kinderspielecke, einem Außensitzbereich, tollem selbstgebackenem Essen zur Auswahl, und einem Pizzaofen, und? mit freiem WLAN😄 Das ist doch mal was! Nach kurzem Rumgehopse und Klettern fing es an mit regnen, war aber nicht schlimm, denn wir machten uns nun ans Pizza selber backen 🙌😊 Den Teig dazu haben wir von der lieben Damen von links geschenkt bekommen, etwas Tomatensoße von den Mädels von rechts gesponsert, und den Belag haben wir selbst - Zack, schieben wir die Pizza in den Ofen und sie schmeckt wirklich sehr gut! Wir haben kurz mit Papa Video-telefoniert, dann gab's für Evi noch eine Sailormoon-Session, während Mama sich Mal ganz entspannt mit all den anderen Deutschen unterhielt - davon gab es hier nämlich viele, und vor allem Evi fand das toll 😄

    So richtig richtig richtig knülle, viel Evelin dann ins Bett "Ich will ins Bett Mama", sagte sie sogar xD und sie schlief binnen einer Minute ein. Das war ein toller Tag 👌😊
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