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  • Day16

    Ninh Binh und die trockene Halong Bucht

    January 3 in Vietnam ⋅ ☀️ 24 °C

    In Cat Ba Town hiess es endgültig Abschied nehmen. Alex und Doris machten sich auf die Reise nach Phu Quoc um auf der Insel im Süden ordentlich Sonne zu tanken. Die letzten Tage im Norden Vietnams liessen diesbezüglich etwas zu wünschen übrig. Bastian blieb im Norden weil er schon in wenigen Tagen die Heimreise von Hanoi aus antreten muss. Sein nächstes Reiseziel ist Ninh Binh.
    Ninh Binh ist eine kleine Stadt ohne nennenswerte Sehenswürdigkeiten. Am Anfang wirkt das etwas enttäuschend, aber genau das war es letztendlich warum Bastian sich dort so wohl gefühlt hat. In Ninh Binh kann man das ganz normale Vietnam erleben. Keine Touristen, kein Grossstadttrubel, zumindest nicht nach vietnamesischen Massstäben. Natürlich fährt auch hier jeder kreuz und quer, die Roller summen wie Bienen durch die Stadt und es wird dauernd gehupt. Aber alles in einem erträglichen Mass. Abends muss man schnell sein mit dem Essen. Vietnamesen essen bereits früh. Nach 20:00h hat schon nicht mehr jedes Restaurant geöffnet und ab 22:00h sind auch schon viele Kneipen zu und die Bürgersteige werden endgültig hochgeklappt.
    Das touristische Zentrum ist Tam Coc und liegt etwa 5km ausserhalb der Stadt. Alles ist voller Hotels, Restaurants und Souvenirhändlern. Die Touristen werden mit Bussen von überall angekarrt um die sogenannte «trockene Halong Bucht» zu bestaunen. Im Prinzip beschreibt es der Name schon ganz gut. Die gleichen faszinierenden Felsformationen wie in der Halong Bucht. Nur das sie nicht vom Meer umspült sind, sondern Wiesen, Reisfelder und Flüsse zwischen ihnen liegen. Bastian hat dort vom Ort Trang An aus eine Ruderbootstour gemacht. Es ging über einen Fluss zu verschiedenen Tempeln die sich an die Felsen schmiegen. Immer wieder führt die Tour durch Grotten in denen man teilweise den Kopf auch einziehen muss. Definitiv nichts für Klaustrophobiker. Insgesamt ist diese Gegend zwar wunderschön, verliert aber massiv an Charme, weil sie touristisch sehr ausgebeutet wird. Schade.
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