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  • Day4

    Apple-Mango-Juice for Nelson

    August 18, 2018 in Cuba ⋅ ⛅ 32 °C

    Nachdem wir einen sehr netten Abend mit Favio, dem kleinen Jungen der Familie, verbracht haben wurden wir heute morgen von einem roten Chevrolet abgeholt und haben typisch touristisch eine Tour mit dem Taxi durchs Vinales-Tal, das weitgehend flach mit einzelnen steilen Bergen ist, gemacht. Nach einer Bootsfahrt durch eine Höhle mit benzinverseuchtem Wasser und einem zwangsläufigen Abstecher in einen Tourishop, ging es zum Mural de la Prehistorica, einem riesigen bunten Wandgemälde, und zu einem Hotel, von dem aus man eine super Sicht auf das Tal hatte. Nach einer etwas längeren Fahrt überwiegend auf der linken Straßenseite, um den größten Schlaglöchern auszuweichen, kamen wir zur Cuave de Tomas, der zweitgrößten Höhle Lateinamerikas. Zusammen mit einer Gruppe von Studenten aus Havanna, die ursprünglich aus dem Kongo kommen, haben wir dort eine Führung auf spanglisch bekommen, wobei wir uns auf einer Mischung von vier Sprachen verständigt haben, was dem Humor des Guides aber keineswegs geschadet hat. In der Höhle gab es Fledermäuse und Schwalben, die komischerweise im Sommer aus den USA in den Süden fliegen. Die erfrischenden 23 Grad haben uns bei aus den Felsen hervorbrachten Salsa-Rhythmen vor der Mittagshitze gerettet.
    Den Nachmittag verbrachten wir entapannt in Vinales; einen Sonnenschirm haben wir noch immer nicht gefunden, aber wenigstens wissen wir jetzt, dass er auf spanisch sombrilla heißt.
    Abends sind wir in einem einheimischen Restaurant essen gegangen, in dem wir uns den täglichen Reis mit Bohnen schmecken ließen und endlich mal Sprudelwasser trinken konnten. Danach sind wir noch auf das wöchentliche Straßenfest gegangen und haben die Zeit in Charly's Bar verbracht, in der eine der sieben noch auf der Insel vorhandenen Harleys steht, welche unter Fidel Castro produziert wurden. Dabei haben wir die zwei kubanischen Biersorten in einer metallenen Ananas getestet und eine sehr nette Bekanntschaft mit dem Kellner Nelson gemacht, der etwas verwirrt war als Justus einen Apfel-Mango-Saft bestellte. Schließlich durften wir uns auf der roten Wand im Lokal verewigen und Nelson hat versucht unsere Eltern zu überzeugen, noch länger im Ort zu bleiben und mit einem von uns den Pass zu tauschen, damit er einmal aus Kuba ausreisen kann. In der Casa haben wir unsere Sachen gepackt, da wir gleich morgen früh um 8h von einem Taxi abgeholt werden, den Westen der Insel verlassen und in die berühmte Schweinebucht nach Playa Larga fahren.
    Dieser Abstecher nach Vinales hat sich auf jeden Fall gelohnt! Die Menschen leben zwar von dem durchaus spürbaren Tourismus, aber das Ambiente in diesem Tal, in dem es wahrscheinlich mehr Hühner als Menschen gibt, ist wirklich beeindruckend! Ich bin mal gespannt, mit welchem Auto wir morgen abgeholt werden!
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