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  • Day36

    Tigre-Delta

    March 6, 2020 in Argentina ⋅ 🌙 24 °C

    Nach viel Gehoppel kamen wir gegen 9h morgens wieder in der Hauptstadt an! Ich muss sagen, von allem, was ich bis jetzt in Argentinien gesehen habe, gefällt mir Buenos Aires eigentlich am wenigsten. Das mag aber auch an dem heißen, humiden und damit anstrengenden Klima liegen...
    Naja, trotzdem gibt es hier ein paar schöne Ecken. Und eines der Highlights hatten wir noch gar nicht erkundet! Aber dazu später...
    Morgens ging es nämlich zunächst auf die Suche nach einem Bus nach Mar del Plata, am Besten mit Ausstiegsmöglichkeit am Eingang der Armonía. Die Optionen waren sehr beschränkt: wir sollten nicht tagsüber ankommen, weil uns da nur schwer jemand abholen könnte; aber auch nicht nach 20h; Sonntagnachmittag muss ich aber schon so weit angekommen sein; teuer ist der ganze Spaß auch noch. Letzteres, weil es am ganzen Retiro nur Cama-Busse zu geben scheint - und das für fünf Stunden Fahrt tagsüber! Letztendlich wurden wir fündig: für je 1700 Pesos geht es morgen mit Liegesessel und Panoramablick von ganz vorne nach Mar del Plata, früher aussteigen dürfen wir leider nicht...
    Nachdem wir heil an der Villa 31, der größten Favela der Stadt direkt hinter Bus- und Zugzentrum, vorbeigekommen waren, zogen wir mit der Subte zum Palace, einem Hostel, das einem Bekannten der Russen aus El Chaltén gehört. Hier ließen wir unser Gepäck, frühstückten und machten eine Weile Pause. Wäschewaschen in der Waschmaschine (!) kam nicht zu kurz. Mittags ging es nochmal zum Retiro, von wo wir mit einem sehr entschleunigten Zug nach Tigre, ca. 40Km westlich des Stadtzentrums, fuhren. Aber es gab ja eine fast aktuelle Zeitung zum Lesen...
    Tigre war schon am Bahnhof sehr schön, Richtung Flussdelta wurde es recht touristisch - nur ohne viele Touristen! Von dort machten wir eine einstündige Bootsrundfahrt, bei der wir die Flussverzweigungen und Stelzenhäuser bestaunen konnten. Für die Menschen, die im Delta leben, kommt jeden Tag ein Supermarktboot vorbeigefahren. Das Wasser ist so dreckig, dass es aufbereitet werden muss, um zum Duschen verwendet werden zu können! Um 18h machten wir uns wieder auf dem Weg zum Bahnhof, aßen dabei noch ein besonders zugespitztes Eis und fuhren für insgesamt 30 Pesos wieder zurück zum Hostel. Hier passierte dann nicht mehr viel, außer dass ich bemerkte, Sonnenbrand an den Füßen statt wie sonst am ganzen restlichen Körper bekommen zu haben.
    Hier schlafen wir gratis im Wohnzimmer des Hostels, wegen der Hitze reicht ein Handtuch als Decke.
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