Satellite
  • Day108

    Besuch eines einheimischen Dorfes

    July 1, 2018 in Fiji ⋅ 🌬 24 °C

    Auf der Insel „Nacula“ blieben wir 2 Nächte in der „Nabua Lodge“ - endlich mal eine von einheimischen und nicht von ausländischen Investoren geführte Unterkunft. Denn häufig pachten Letztere das Land von fijianischen Einwohnern für bis zu 99 Jahre, errichten darauf ihr Business und beschäftigen Einheimische im Hotel Service.

    Hier hatten wir die Möglichkeit, gar Ehre, ein typisch fijianisches Dorf zu besuchen. Da Sonntag war, nahmen wir zunächst an einer katholischen Messe teil, die hier etwas anders und vor allem ungezwungener und in kleinem Kreise verläuft. Es werden keine Hostien verteilt; mal übernehmen die Kinder ein Lied, dann wechseln sich Männer und Frauen beim Singen ab. Die Männer tragen dabei ihre traditionellen „Röcke“, die Frauen müssen ihre Schultern und Knie bedecken. Daher hing sich Maggi auch aus Respekt vor den hiesigen Sitten einen der „Männerröcke“ um (s. Foto). Danach schlenderten wir ein wenig durch das Dorf, das teils aus gemauerten, teils aus Holz- oder Blechhütten bestand. Die hölzernen Trommelinstrumente (s. Foto) werden dazu verwendet, die Dorfbewohner zusammenzurufen. Wir wurden sehr herzlich willkommen geheissen, sowohl im „Village“ als auch während der Messe, dennoch „tasteten“ wir uns nur vorsichtig durch‘s Dorf, um es zu erkunden.

    In unserer Unterkunft war Strom reguliert: 3 mal täglich wurde zu bestimmten Zeiten der Strom (Dieselgenerator) angeschaltet. Damit einher ging auch die WLAN sowie Warmwasserverfügbarkeit. Was jedoch weniger schlimm war als es zunächst klingen mag. Man gewöhnt sich schliesslich an Alles ...und während dieser Weltreise sowieso mit viel weniger auszukommen als man zum Leben zu brauchen glaubt.

    Am Samstagabend zuvor hatte uns das Personal unserer Unterkunft ein traditionelles Abendessen, oder eher schon Festmahl, zubereitet, das die Fijianer sonst nur zu besonderen Anlässen auftischen. Das spektakuläre dabei war, dass das Essen im unterirdischen Erd-Ofen „Lovo“ gegart wird (s. vorletztes Bild). Dabei wird das rohe Essen - sei es Fleisch oder Gemüse - in Palmblättern verpackt und zum Schutz werden noch Bananenblätter drübergelegt. In eine Sandgrube wird dann dicke Plastikfolie gelegt, welche die in Palmblättern eingelegten Lebensmittel vor dem Sand schützt, der im letzten Schritt drübergeschüttet wird. Das ganze liegt auf glühenden Steinen, die vorher auf offener Flamme erhitzt wurden. So gart es nun 3 Stunden lang im Erdboden. Bis es dann herausgeschaufelt und heiss serviert wird. Dabei kam wirklich null Dreck/Sand an das Essen, welches wirklich köstlich schmeckte!! 🐷🐔🐟🍈🍠🥥🍍😋
    Read more