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  • Day6

    Curral das Freiras - das Tal der Nonnen

    February 7, 2018 in Portugal ⋅ 🌧 7 °C

    Um 1/2 9 h schauen wir vorsichtig aus dem Fenster. Für heute ist Sonnenschein, Wind und Regen angesagt. Nun, es hat immerhin 12 Grad und: es scheint die Sonne, der Wind biegt die Bäume und minutenweise kommt der Regen quer daher und zwischendurch schneit es auch, oder wie man das sonst nennt. Bis jetzt habe ich zumindest keine schwebenden Regentropfen gesehen. Der Himmel ober uns ist blau, nur über den Bergen türmen sich die Wolken und der Wind bläst den Regen und den Hagel ins Tal. Wie sonst könnte es bei zwölf Grad plus noch schneien? Im Appartement ist es ziemlich kalt. Es gibt keine Heizung. Die ersten Nächte haben wir alle Decken zusammen gesucht, die zum Zudecken verfügbar waren. Jetzt ziehen wir zum Schlafen gehen auch noch T-Shirts und Socken an. So geht's einigermaßen. Wenn wir im Appartement sind, drehen wir zeitweise auch den Gasherd auf, um zu heizen. Überall in den Lokalen stehen alle Türen offen, was nichts anderes bedeutet, als dass es drinnen beim Essen genauso 14 - 18 Grad hat wie draußen. Die Tische in den Gastgärten sind ebenfalls immer gedeckt, obwohl da jetzt eigentlich selten wer isst. Nur oben in den Bergen sieht man Häuser mit Rauchfängen und Brennholz. brrrr! Den Einheimischen scheint das nichts auszumachen.

    Wir lassen uns lange Zeit. Um die Mittagszeit brechen wir schließlich doch ins Tal der Nonnen auf. Der Weg dahin beträgt nur 14 km. Trotzdem sind wir da schon auf tausendundvierundneunzig Höhenmeter. Das Wetter ist sehr unfreundlich, aber die Aussichten trotzdem grandios. Das Tal liegt in der Mitte der Insel umgeben von extrem steilen Bergen. Jetzt führt ein Tunnel dort hin. Früher war der Zugang ins Tal sehr schwierig. Nicht umsonst haben sich damals die Nonnen hier versteckt.

    Die Häuser kleben an den Steilhängen und die Strasse durch das Dorf ist extrem steil. Vom Aussichtspunkt aus kann man das Dorf aus der Vogelperspektive sehen, so hoch oben ist der. Das Fotografieren ist schwierig, weil mir der Hagel ins Gesicht prasselt. Ich komme pratschnaß im Cafe an.

    Anschließend machen wir uns wieder auf den Weg in unsere Bleibe. Wir wärmen uns mit Suppe, Kaffee und Gasherd heizen. Draußen bleibt das Wetter so wechselhaft wie gehabt. Wir wollten zur Esplanade und ins Resti. Das könnte hinfällig werden. Gemütlich ist anders.
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