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  • Day7

    Fast am Pico Arieiro

    February 8, 2018 in Portugal ⋅ ⛅ 12 °C

    Der Blick auf die Berge am Morgen verheißt nichts Gutes. Sie sind wolkenverhangen. Leider bleibt uns keine Wahl. Alle anderen Touren sind wir schon gefahren, das Auto haben wir nur noch morgen zur Verfügung und warum sollte ausgerechnet morgen das Wetter besser sein? Vom Pico Arieiro sollte man traumhafte Ausblicke haben. Er ist mit 1818 m der dritthöchste Gipfel der Insel. Man kann fast bis hinauf fahren und überblickt schon hier die ganze Insel - im Idealfall! Der Weg von der Küste hinauf erstreckt sich über 21 km, was eine durchschnittliche Steigung von immerhin 85 m pro Kilometer bedeutet. Je höher wir kommen, desto mehr ist die Straße von Blattwerk und Zweigen vom gestrigen Unwetter übersät. Bei einem Gasthaus auf rund 1400 m ist schließlich Schluss. Die restlichen 7 km sind unpassierbar und deshalb gesperrt. Bei diesem Wetter gehen wir das sowieso nicht. Wir kaufen uns zunächst Mal einen Kaffee. Im wenige Kilometer entfernten Ribeira Frio hätte es eine relativ komfortable Levada zum Wandern gegeben. Bei dieser Witterung sind diese Wege jedoch ziemlich rutschig und unser Schuhwerk dafür ungeeignet. Wir fahren also weiter über Santana Richtung Küste und im schönsten Sonnenschein, als gäbe es nirgends Schlechtwetter, die Ostküste entlang zurück nach Funchal.
    Am späten Abend verspeisen wir zur Feier des Tages im Restaurant neben dem Pingo Doce die berühmten madeirensichen Lorbeerspieße, und das im Freien ohne zu frieren. Sie schmecken gut, alles in bester Ordnung und auch das Service ist wirklich gut. Trotzdem hatten wir uns das irgendwie spezieller vorgestellt. Wahrscheinlich wäre das in einer typisch einheimischen Kneipe origineller gewesen.
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