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  • Day3

    Durch den Steinbruch nach Sesto Calende

    March 5, 2020 in Italy ⋅ 🌧 5 °C

    E1 Tag 142 | Karte: https://www.komoot.de/tour/160317155/zoom
    Es ist Regen angesagt, doch noch ist nur der Himmel nur grau. Los geht's. Runter zum Lago di Varese, der in trüber Morgenstimmung liegt. Kurz darauf sehe ich Palmen, die doch nicht über die Kühle hinwegtäuschen können. Handschuhe, Mütze und Buff sind angesagt, die Regenjacke kann noch im Rucksack bleiben. Nach 4km komme ich in Biandronno aus der Spur. Vielleicht habe ich eine der E1 Markierung, die bisher ausgezeichnet waren, übersehen oder die Hunde, die hier überall zähnefletschend die Grundstücke verteidigen, haben mich abgelenkt. Ich irre umher und kassiere drei Kilometer Umweg. In Villagio Ignes wird's spannend. E1-Wanderer, die vor mir hier waren, beschreiben auf ihren Blogs, dass man nicht mehr durch den Steinbruch kommen würde, denn der Weg sei weggesprengt worden. Ich kann berichten, dass man wieder durchkommt. Die neue Route führt nun nördlich um die Halde herum statt mitten durch und ist perfekt ausgeschildert. Eine Bank mit bester Aussicht gibt es auch. Dort mache ich Pause, die Hälfte der heutigen Strecke ist somit geschafft. Während ich den Blick schweifen lasse, beginnt es zu regnen. Ein unschönes Stück auf einer vielbefahrenen Straße folgt, dann zeigt eine Informationstafel, dass der Parco Ticinio beginnt. 2/3 der heutigen Strecke liegen hinter mir. Weiter geht es durch ausgedehnte Waldstücke voller Brombeersträucher. Noch kommt man gut durch, doch in einem Monat mag hier alles zugewuchert sein.
    Gegen Ende der Etappe führt der Pfad an einer uralte Mauer entlang, ein letzter Hund bellt hinterm Zaun, dann erreiche ich Sesto Calende. Das erstbeste Café am Kreise (es ist eine Pasticceria) suche ich auf, bestelle einen Americano, was hier nichts anderes ist als Espresso mit heißem Wasser extra serviert. Dann schnell zum B&B Coco Loco, denn nun beginnt es heftig zu regnen. Einchecken, heiß duschen und ab zum Italiener, der nur einen Kreisel weiter liegt. Da sitze ich nun, habe gerade eine über den Teller ragende Pizza Tonno i Cipolla verdrückt (der Hunger war groß), dazu eine Flasche Birra Minotta alla Piemontese. Und weil das Lokalbier so lecker ist, bestelle ich jetzt noch eine Flasche. Denn Kohlenhydrate braucht der Wanderer! Mineralstoffe auch. Und Vitamine. 😉
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