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  • Day126

    Adieu Kanada

    August 31 in Canada ⋅ ☀️ 29 °C

    Unsere letzte Nacht in Kanada haben wir auf einem idyllischen Walmart Parkplatz in Abbotsford verbracht. Wir sind erst sehr spät angekommen und in Abbotsford haben wir trotzdem noch sehr viele Obdachlose und offensichtlich drogensüchtige Menschen gesehen, deshalb haben wir einen beleuchteten Parkplatz mit etlichen anderen Campern aufgesucht. Man hat ein deutlich besseres Gefühl wenn Gleichgesinnte neben einem parken und in einer heiklen Situation jemand verfügbar ist. Es macht auch ein gutes Gefühl, wenn unser Bärenspray immer verfügbar ist. Dieser Spray hilft nämlich nicht nur gegen wildgewordene Grizzly Bären.

    Am Vormittag kaufen wir noch ein paar Dinge in Kanada ein, von denen wir glauben, dass sie in Amerika teurer sind. Wir müssen aber sehr aufpassen, denn Fleisch, Obst, Gemüse dürfen von uns nicht über die Grenze transportiert werden. Wir schaffen auch endlich den Weg zum kanadischen Postamt und können nun endlich unsere Karten in die Heimat an unsere Liebsten schicken. Möchtet ihr gerne wissen wie lange wir die Karten mittlerweile bei uns im Auto haben? Nur ein kleiner Tipp, auf den Karten ist noch der Denali abgebildet, den wir bereits vor etlichen Wochen in der Mitte von Alaska besucht haben.

    Nun ist alles erledigt und wir starten los zur 5 Kilometer entfernten Grenze. Der Abschied von Kanada fällt uns leider gar nicht leicht, denn wir haben nun zirka 3 Monate in Kanada verbracht und wurden von diesem Land und seinen Bewohnern großartig aufgenommen, wir durften unglaubliche Natur bewundern und kommen sicher ganz bald wieder hier her zurück!

    Die Wartezeit an der Grenze beträgt heute zirka 45 Minuten für uns. Der Grenzbeamte ist gleichalt wie wir und er fragt uns nur ein wenig über unsere Reiseroute der vergangenen Wochen und der kommenden Wochen aus, fragt uns seine obligatorischen Fragen bzgl Lebensmittel, Waffen, Drogen und Bargeld und 5 Minuten später ist der Grenzübertritt per Landweg von Kanada in die USA für uns erledigt. Das ging ja einfach, dachten wir uns. Gott sei Dank blieb uns die Visite vom Drogenhund erspart, der uns mit großer Sicherheit das ganze Auto schmutzig gemacht hätte.

    Unser Weg geht weiter Richtung Südosten, denn wir wollen heute noch das Hochlager vom Mount Baker erreichen. Dafür müssen wir aber ab der Grenze noch zirka 2 Stunden Fahrt hinter uns bringen. Im Visitor Center in Maple Falls und in der lokalen Ranger Station holen wir uns noch die letzten Infos. Leider erfahren wir bei den Rangern, dass gleich am Beginn der Zufahrtsstraße zum Berg ein Bach beim letzten Unwetter die Straße weggespült hat und sich unser Zustieg deshalb um 7,5 Kilometer und 600 Höhenmeter verlängern wird. Die Straße ist dort nur ganz am Rand passierbar, an ein vorbei kommen mit dem Auto ist also nicht zu denken. Mit dem schweren Rucksack ist der jetzige Zustieg von gesamt zirka 15 Kilometern und 1450 Höhenmetern nicht mehr auf die leichte Schulter zu nehmen. Der Beginn des Trails hinauf zum Anfang des Gletschers ist wunderschön. Außer uns ist keiner hier unterwegs. Absolute Wildnis und absolute Einsamkeit, was kann man sich schöneres wünschen? Wir gehen lange durch den hunderte Jahre alten Zedernwald, kommen an beeindruckenden Wasserfällen vorbei und genießen ab der Hälfte einen großartigen Ausblick auf drei verschiedene Gletscher. Was für eine Traumtour! Nach fast 4 Stunden wandern kommen wir im höchsten Zeltlager vor dem Gletscher an. Der Himmel verfärbt sich schön langsam rot/orange, denn bis zum Sonnenuntergang dauert es nun nicht mehr lange. Wir suchen uns einen geraden Platz aus, auf dem schon viele andere vor uns gezeltet haben und einen tollen Windfang aus Steinen errichtet haben. Ein glasklarer Bach rinnt direkt an unserem Zelt vorbei. Ein kleines Stück weg von uns hat eine 5 köpfige Gruppe ihre Zelte aufgeschlagen. Es stellt sich heraus, dass 2 von dieser Gruppe Bergführer sind und sie kommende Nacht um 2 Uhr mit ihren 3 Kunden zum Gipfel des Mount Baker aufbrechen wollen. Das trifft sich wirklich sehr gut für Jutta und mich, denn im Dunklen durch ein uns unbekanntes Gletscherspaltenlabyrinth durchfinden gehört nicht zu unseren liebsten Aufgaben, deshalb ist es in so einem Fall immer gut, wenn man ortskundige Seilschaften vorausgehen lässt. Wir haben ja keinen Stress. Die 5 köpfige Gruppe ist bereits seit 3 Tagen hier im Lager. Sie haben einen Hochtourenkurs mit Gletscherkunde, Spaltenbergung und Überleben im Feld absolviert. Alle haben einen Haufen Fertignahrung dabei aber sie erzählen uns, dass sie diese Bergsteigernahrung schon bald nicht mehr sehen können. Das schon am Abend des dritten Tages? Da wird es für sie wohl nichts mit der Karriere auf höheren Bergen, an denen man wochenlang nur von diesen Päckchen lebt.

    Jutta und ich stellen schnell das Zelt auf und sortieren die für morgen benötigte Ausrüstung. Seil, Karabiner, Steigeisen und Eisschrauben, hoffentlich haben wir nichts vergessen. Wir planen unseren Abmarsch für 2 Uhr morgens, um mit der 5 köpfigen Gruppe gut aufschließen zu können. Wir schlüpfen nun schnell in den Schlafsack, denn es ist schon 21 Uhr, in 4 Stunden läutet unser Wecker. Ein schöner 3. Hochzeitstag geht zu Ende!
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  • Day125

    Tsawwassen

    August 30 in Canada ⋅ ☀️ 21 °C

    Gestern Abend hat Jutta noch spontan eine Surfstunde beim Campingplatz Office gebucht. Es war noch genau ein Platz frei. Ich habe Surfen schon ein paar Mal in Indonesien probiert und bin kein allzu großer Fan davon, deshalb werde ich am Vormittag entspannt den Bus putzen, eine Runde laufen gehen und ein paar Dinge etwas durch servicieren.

    Jutta bekommt ihre ersten Surfstunden von zwei Surflehrern bei einer Gruppengröße von 6 Teilnehmern am Wickaninnish Beach. Sie war bisher noch nie surfen und deshalb freut sie sich schon sehr darauf, etwas Neues zu erleben. Um 9:15 fahren sie mit dem alten, türkisen Schulbus des Caminplatzes los. Schon ein paar Minuten später biegen sie von der Hauptstraße zum Strand ab. Jetzt gibt es für Jutta kein Zurück mehr. Das Wetter ist heute perfekt mit Sonnenschein und lauen Temperaturen und die Surflehrer geben gute Tipps. So kommt es, dass Jutta relativ schnell ein paar gute Wellen erwischt und mehrmals sogar am Bord aufstehen kann. In Juttas Erzählungen waren die Wellen riesig!! Ähnlich wie bei Fischern, bei denen der gefangene Fisch bei jeder Erzählung größer wird. Mit den dicken Neoprenanzügen ist der eisige Pazifik recht gut auszuhalten. Nach zirka 3 Stunden ist der Unterricht wieder vorbei und alle freuen sich auf den 38 Grad warmen Whirlpool am Campingplatzgelände. Jutta macht das Surfen großen Spaß und wir freuen uns schon sehr auf unsere weiteren Surferlebnisse im Süden, wenn das Wasser wärmer und die Lufttemperaturen um 10 Grad höher sind.

    Zurück am Campingplatz habe ich beim Bus bereits alles für unsere Abreise aus Ucluelet vorbereitet. Wir schmieden aber noch ein paar Pläne für die nächsten Tage. Morgen ist ja unser 3.Hochzeitstag und wir wollten diesen eigentlich in Victoria auf Vancouver Island verbringen. Irgendwie haben wir aber derzeit keine Lust auf eine neue Stadtbesichtigung und deshalb entscheiden wir uns noch heute die Fähre retour aufs Festland nach Vancouver zu nehmen, um morgen ins Hochlager des Mount Baker aufzusteigen. Das Wetter und die Bedingungen sollen derzeit relativ gut sein. Also machen wir uns auf den Weg retour über Vancouver Island, bis nach Nanaimo, von wo unsere Fähre am Abend
    ablegen wird.

    Der Mount Baker ist eine ausgezeichnete Akklimatisierungstour für den Mount Rainier. Obwohl man nur bis ca 3200 Meter hoch kommt, hat man bereits viel Gletscherkontakt und es ist als relativ einfache Tour beschrieben, somit perfekt um Jutta wiedermal auf einen Gletscher zu führen.

    Wir kommen gegen 17 Uhr am Fährterminal an. Leider ist auf der 18 Uhr Fähre kein Platz mehr für uns, deshalb müssen wir fast 3 Stunden auf die nächste Fähre warten. Mit unserem Camper Ludwig kein großes Problem für uns. Wir kochen uns zuerst etwas Gutes zu essen und danach schauen wir uns am I-Pad einen Film an. Die 3 Stunden Wartezeit vergehen wie im Flug. Aufgrund der späten Fähre erreichen wir Tsawassen erst kurz vor Mitternacht. Wir wollen aber morgen auf den Mount Baker, deshalb entscheiden wir uns, noch ein paar Kilometer, bis kurz vor die Grenze zu den USA, zu fahren. Kurz vor 1 Uhr stellen wir uns auf einen großen Walmart Parkplatz und fallen erledigt ins Bett. Auch heute ist wieder ganz viel passiert. Für morgen ist unsere Einreise in die USA geplant. Einreise in die USA ist immer ein etwas heikler Moment, denn man weiß oft nicht, womit man bei der Homeland Security rechnen muss. Wir haben von Campern gehört, denen an der Grenze das ganze Auto zerlegt wurde, weil ein Drogenhund irgendwas gerochen hat. Bei uns könnte er höchstens die Käsekrainer erschnüffeln und selbst die dürfen wir von Kanada nicht in die USA einführen. Es bleibt spannend..
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  • Day124

    Pacific Rim Nationalpark

    August 29 in Canada ⋅ ⛅ 20 °C

    Am späten Vormittag fahren wir wie geplant mit unseren Radln nach Ucluelet, den südlichsten Zipfel des Pacific Rim Nationalparks. Dort wollen wir den Leuchtturm Trail entlang wandern. Ein eher kürzerer Wanderweg mit 3,5 Kilometern aber traumhafte Ausblicke auf malerische Buchten und das Meer erwarten uns. Heute ist deutlich mehr los als gestern, aber auf den weitläufigen Wanderwegen verrennt sich die ruhesuchende Menge an Leuten ganz gut. Mittaggegessen wird heute in einem kleinen Bistro eines Supermarktes. Endlich gibt es ein frisches Brathendl, es schmeckt leider nicht so gut wie am Marbacher Feuerwehrfest aber man kann leider nicht alles haben.

    Am Weg zurück zum Campingplatz halten wir noch am Cedar Trail und bestaunen die bis zu 800 Jahre alten kanadischen Zedern. Nach einer halben Stunde sitzen wir aber schon wieder auf unseren Rädern und freuen uns schon auf die Sauna und den Whirlpool am Campingplatzgelände. Doch bevor wir den Spabereich nutzen, müssen wir erstmal eine ausgedehnte Siesta auf den Liegestühlen vor unserem Bus machen. Wir haben seit langem wiedermal unsere Markise ausgefahren und somit unser Lager richtig aufgeschlagen. Endlich mal ein wenig Gemütlichkeit zwischen all den Radausflügen, Wanderungen und Lauferlebnissen.

    Aber so richtig können wir keine Ruhe geben, denn es gibt hier einfach zu viel zu entdecken. Am späten Nachmittag schnappen wir uns nochmals unsere Räder und fahren vom Campingplatz bis zum Long Beach, den Platz an dem wir gestern mit dem Auto geparkt haben. Somit haben wir den ganzen Pacific Rim Nationalpark mit unseren Radln erkundet. Am Long Beach werden Juttas Frisbee Künste perfektioniert und wir tauchen unere Füße in den eiskalten Pazifik. Ohne Neoprenanzug ist das schwimmen für uns hier nicht möglich. Einige wenige stürzen sich in die eisigen Fluten, unsere Hochachtung ist ihnen gewiss!

    Zurück am Camingplatz wird nochmals der Spabereich genützt und um kurz vor Mitternacht fallen wir mehr als erledigt ins Bett.
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  • Day123

    Tofino

    August 28 in Canada ⋅ ⛅ 17 °C

    Nach einem entspannten Frühstück und ein paar Telefonaten mit unseren Liebsten in der Heimat, starten wir los Richtung Tofino. Viele Reisende haben von diesem Ort an der Westküste von Vancouver Island in den höchsten Tönen geschwärmt, jedoch soll der Ort mittlerweile sehr überlaufen sein und in den Sommermonaten durchgehend von Touristen belagert werden. Es soll bereits die Parkplatzsuche sehr schwer sein und Wildcampen wird anscheinend mit 200 USD bestraft. Campingplätze kosten angeblich zwischen 80-100 USD pro Nacht. Wir sind sehr gespannt was uns dort erwarten wird. An der Kreuzung von Ukulelet und Tofino holen wir uns ein paar Infos aus dem Visitor Center. Danach beschließen wir bis zum Long Beach mit dem Auto zu fahren um dort zu parken und den bekanntesten Strand dieser Halbinsel und den dazugehörigen Radweg bis Tofino  mit dem Rad zu erkunden. Dieser Teil der Halbinsel gehört zum Pacific Rim Nationalpark und hier kann man Regenwald bestaunen, in dem die Bäume fast 1000 Jahre alt sind. Mit den Rädern geht’s nun über eine hügelige Strecke vom Long Beach bis Tofino. Ein neu angelegter Radweg mit bestem Flüsterasphalt und Sonnenschein, hier schlägt das Radfahrerherz höher. Die 18 Kilometer bis Tofino vergehen wie im Flug und wir sind überrascht, denn in der Stadt Tofino ist garnicht viel los. Es gibt jede Menge Parkplätze und wir hätten ganz easy mit Ludwig hier her kommen können, aber unser Radausflug war auch super schön! Ein cooler Vibe liegt hier in Tofino in der Luft. Die Leute sind sehr entspannt und die Locals leben hier den Surferkult und genießen den Hang Loose Style. Wir schlendern ein wenig durch die entzückende Stadt, genießen ein Eis und fahren anschließend gut gelaunt wieder retour zu unserem Ludwig.

    Auf dem Weg zurück zu unserem Bus liegt ein kurzer Trail zu einem abgestürzten Catalina Bomber aus dem zweiten Weltkrieg. Mit 12 Personen an Bord ist dieser Flieger während eines Trainingsfluges im Jahre 1942 hier abgestürzt. Gott sei Dank kamen alle Passagiere mit dem Schrecken davon, aber die Trümmer dieses Unglücks kann man hier nach einer ca 1-stündigen Wanderung noch immer mitten im Wald bestaunen. Es ist wirklich ein Wahnsinn wie gut dieses Flugzeugwrack noch erhalten ist, nachdem es nun 80 Jahre im Regenwald von Vancouver Island verbracht hat. Leider haben Grafitti und Vandalismus fast mehr Spuren an dem Flieger hinterlassen als der Flugzeugabsturz selbst. Vor etlichen Jahren haben wir in Südisland ein ähnliches abgestürztes Flugzeug besucht, dass auch von einem Piloten der US Navy während eines Traininsfluges zum Absturz gebracht wurde. Das Wrack in Island ist aber schon deutlich vom Klima zerfressener als dieser hier in Kanada. Wahrscheinlich ist das Klima in Island etwas rauer für Flugzeugwracks als das Klima auf Vancouver Island.

    Der erste Teil dieser kleinen Wanderung wird mit dem Rad zurück gelegt. Jutta ist etwas nervös beim Befahren der Wanderwege, denn sie hat nicht viel Mountainbike Erfahrung. Sie ist meistens nur mit ihrem KTM Damenrad mit Körbchen in Innsbruck unterwegs und springt nicht so gerne damit über Randsteine etc, ich kann diesen Mountainbike Trail ein wenig mehr genießen, ¾ der Strecke müssen wir sowieso per pedes zurück legen, da sind wir wieder fast gleich schnell unterwegs.

    Am späten Nachmittag beginnen wir mit einer Suche für einen guten Platz für die Nacht. Wildcampern kostet 200 Dollar, deshalb wird es heute wohl ein Campingplatz werden. Durch Zufall finden wir in unserer iOverlander App (eine Hndyapp, welche viele Campingplätze und generelle Stellplätze ob gratis oder kostenpflichtig auf einer Karte anzeigt, ähnlich wie in Europa die Park4Night App) einen Campingplatz der in unserem Budget liegt. Dort angekommen erfahren wir, dass nur mehr im Overflow Parkbereich was frei ist, stört uns nicht, denn dort kostet es nur mehr die Hälfte und es gibt am Gelände auch eine Saune und Whirlpool. Gesamtkosten pro Nacht: 36 USD. Glück gehabt! Wir sind von Sauna und Whirlpool so sehr begeistert, dass wir überlegen, noch eine weitere Nacht hier zu bleiben. Für morgen ist ja wieder eine Radtour geplant. Diesmal wird es ins ca 14 Kilometer entfernte Ucluelet, am anderen Ende des Pacific Rim Nationalparks gehen und ein paar kurze Wanderungen werden wir dazwischen auch absolvieren.

    Eine tolle Gegend für Urlaub, dieses traumhaft schöne Vancouver Island!
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  • Day122

    Minigolfaction

    August 27 in Canada ⋅ ⛅ 22 °C

    Für heute haben wir noch keine konkreten Pläne außer Minigolf spielen in Parksville. Auf dem Weg dorthin kommen wir schon in aller Früh an zwei Flohmärkten vorbei und beschließen uns diese näher anzuschauen. Beim 2. Flohmarkt werden wir fündig. Ich entdecke 5 wunderschöne alte Bilderrahmen, die laut dem Herstellerstempel in Seattle vor über 70 Jahren gefertigt wurden. Der Stuck und die goldene Farbe der Bilderrahmen sind noch wunderschön erhalten und auch das originale Glas ist noch in diesen Bilderrahmen enthalten. Für diese Bilderrahmen bezahlte ich unglaubliche 25 Cent pro Stück. Das nenne ich mal ein Flohmarktschnäppchen! Ein paar ältere Damen verkaufen auf einem Stand selbstgemachte Mehlspeisen, dort schlagen wir auch noch ordentlich zu. ,😃
    Weiter geht nun die Fahrt Richtung Parksville zum geplanten Minigolfen. Am Qualicum Beach angekommen, hier sind wir vor ein paar Tagen eine große Runde gelaufen, beschließen wir, die traumhafte Aussicht zu genießen und dass wir uns eine Kleinigkeit zum Mittagessen kochen werden. Wir bleiben nicht lange allein, denn ein junges Paar aus der Schweiz parkt ihr Auto neben uns ein und wir beginnen eine ineressante Unterhaltung über ihre und unsere Reiseerfahrungen. Die beiden Schweizer sind seit 2 Monaten unterwegs und reisen in einem neu aufgebauten Expeditions Land Cruiser durch die Weltgeschichte. Schnell vergeht die Zeit und fast 1,5 Stunden später beschließen wir zum Minigolfplatz zu fahren und eine gemeinsam eine Runde Minigolf zu spielen. Da wussten wir noch nicht, dass Minigolf quasi der inoffizielle Nationalsport der Schweiz ist. Ein schön angelegter Mini Golf Platz erwartet uns in Parksville. Es hat 34 Grad in der Sonne und es sind 250 Kinder am Platz unterwegs, Jutta ist begeistert und auch den Schweizern gefällt es hier gut. Leider können wir den Länderwettstreit zwischen der Schweiz und Österreich am heutigen Tag nicht für uns entscheiden und Jutta und ich werden von unseren neuen Freunden ordentlich paniert. Tja, wir werden viel Minigolf spielen und beim nächsten Treffen wird die Sache anders ausschauen!
    Nach dem Minigolfdebakelt vergönnen wir uns ein großes Eis und wir lauschen gespannt den Geschichten der beiden Schweizer. Carmen wird in zwei Wochen ihre Doktorarbeit in Zürich verteidigen müssen und war bis zum Beginn ihrer Reise in der Krebsforschung tätig. Marcel war 20 Jahre lang Selbstständig und Chef einer Medizingerätefirma in Zürich mit 10 Mitarbeitern. Beide haben genug vom geregelten Alltag in Europa und wollen mal ein wenig Zeit „on the Road“ verbringen. Sie haben große Pläne, denn nachtdem sie Nord- und Südamerika durchquert haben wollen sie ihr Auto nach Australien verschiffen und dann über Asien wieder den Heimweg nach Europa antreten. Wir sind sehr gespannt wie es bei ihnen weiter geht! Am späten Nachmittag trennen sich unsere Wege wieder, denn die Beiden reisen in den Norden und wir in den Süden, Richtung Tofino weiter.
    Am Lake Cameron, der am Weg nach Port Alberni liegt, essen wir gemütlich unser Abendessen mit traumhaftem Blick auf den See. Die Nacht verbringen wir in Port Alberni am Walmart Parkplatz.
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  • Day121

    Parksville

    August 26 in Canada ⋅ ⛅ 22 °C

    Nach einer ruhigen Nacht im Wald fahren wir wieder zurück in die Zivilisation. Ein paar Kilometer weiter ist eine Bibliothek mit super Internet. Dort können wir einiges erledigen und nutzen das Internet auch für Anrufe in die Heimat. Gegen Mittag fahren wir weiter Richtung Süden. In Campbell River machen wir eine längere Pause. Hier gibt es eine beschilderte Fahrradroute mit zirka 20 Kilometern Länge. Schnell sind die Fahrräder einsatzbereit und dann rollen wir auch schon los. Zuerst geht es durch die Kleinstadt Campbell River, dann weiter durchs lokale Industriegebiet und dann führt der Weg eine gefühlte Ewigkeit durch einen endlosen Regenwald. Nach etlichen Kilometern durch diesen unberührten Regenwald biegt der Radweg wieder zurück zum Meer ab und schlängelt sich entlang der Küste retour zu unserem Bus. Angekommen bei unserem Ludwig gönnen wir uns ein großes Eis und genießen die Aussicht auf den kleinen Sportboothafen. Zurück in der Stadt müssen wir noch schnell zu meinem Lieblingsgeschäft, dem Canadian Tire. Für unsere Fahrräder muss endlich eine Schutzhülle her, damit ich sie nicht schon vor jeder Fahrt putzen muss. Wir haben schon so oft wegen passender Schutzhüllen für unsere Räder geschaut und bisher hatten wir noch kein Glück. Heute haben wir die tolle Idee einfach bei den Motorradhüllen zu schauen, und siehe da, schnell ist eine passende Hülle gefunden Mit zwei Spanngurten wird sie rund um die Räder montiert und passt perfekt. Endlich saubere Räder nach einer langen Autofahrt, juhu!
    Später am Nachmittag wollen wir noch ein paar Orte weiter fahren, denn in Parksville gibt es eine wahnsinnig tolle Minigolfanlage, die Jutta beim Vorbeifahren gesehen hat und seither von nichts anderem mehr spricht als von dieser Minigolfanlage. Da müssen wir unbedingt hin!
    Leider zieht während der Fahrt schlechtes Wetter auf und es beginnt zu regnen. Deshalb suchen wir uns einen Stellplatz für die Nacht und verschieben das Minigolfspielen auf morgen. Der Stellplatz ist in einer kleinen Bucht direkt am Meer und zu unserem Glück auch noch kostenlos. Man muss nur eine Toilette an Bord haben, dann darf man hier über Nacht stehen. Unsere Trockentrenntoilette hat sich bisher schon mehrmals ausgezahlt.
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  • Day120

    Telegraph cove

    August 25 in Canada ⋅ ⛅ 17 °C

    Whalewatching in der Telegraph Cove
    Heute wachen wir früh auf. Der Nebel ist immer noch da, aber nicht mehr ganz so dicht wie am Tag zuvor. Plötzlich hören wir Walgesang in den Tiefen des Nebels vor unserer Haustüre. Vielleicht ein Orca? Wir sehen zirka 50 Meter vom Strand entfernt einen schwarzen Punkt durch das Wasser zischen. Theoretisch kann dieser Punkt die Rückenflosse eines Orcas gewesen sein, erfahren werden wir es leider nie, denn so schnell wie der schwarze Punkt gekommen ist, ist er auch wieder verschwunden. Schnell packen wir unsere Sachen zusammen und begeben uns zum Belly Rubbing Beach, dem Strand an dem sich regelmäßig die Orcafamilien ihre Bäuche an den runden Steinen reiben. Dort angekommen schlagen wir an einem für uns geeigneten Platz unser kleines Beobachtungszentrum auf. Auf der Picknickdecke sitzend in eine Daunenjacke gehüllt beobachten wir das Wasser um uns herum genauestens mit dem Fernglas. Einige Delfine schwimmen vergnügt am Strand entlang. Auch einen Seelöwen können wir mehrere Minuten lang beobachten. Kurz darauf wird der Nebel leider wieder dichter. Auch diesmal waren wieder keine Orcas da um ihre Bäuchlein an den Steinen zu reiben. Wir beschließen bei dichtem Nebel unser Beobachtungszentrum abzubauen um die Fähre zurück nach Vancouver Island/Port McNeill um 11 Uhr zu erwischen. Spontan buchen wir eine Whalewatching Tour, die um 12 Uhr in der Nähe von Telegraph Cove starten wird. Das gibt es ja nicht, denken wir uns, dass wir in einem der weltbesten Gebiete für Killerwalbeobachtung keine Orcas sehen. Die Tour auf dem Schiff Seasmoke wird am Steg des Campingplatzes von Alder Bay starten. Von dort aus haben wir von 23.-24.8. bereits genächtigt und einen großen Buckelwal in der Nähe dieses Steges sehen können. Gott sei Dank ist die Fähre pünktlich und wir schaffen es auf die Minute genau am Steg zu sein, sodass keine Wartezeiten wegen uns entstehen. Wir bekommen Trockenanzüge verpasst, damit uns am Wasser nicht kalt wird. Nach einer kurzen Einschulung bezüglich Safety an Board und Überleben im Wasser erfahren wir, dass es seit kurzem im Norden von Vancouver Island eine neue Regelung gibt. Walbeobachtungsschiffe dürfen sich nun nur mehr bis maximal 200 Meter an Wale annähern. In der Praxis sieht das so aus: sobald ein Wal auftaucht wird das Motorboot gestoppt und man kann mit dem Fernglas die Wale beobachten um die Wale in ihrem natürlichen Lebensraum nicht zu stören. Tja, durch das Fernglas bestaunen wir etliche Buckelwale und schlussendlich haben wir auch das große Glück eine kleine Gruppe Orcas anzutreffen. Es handelt sich hierbei um eine Gruppe der Northern Residents. Diese Killerwale sind das ganze Jahr über hier in diesen Gewässern unterwegs und fressen hauptsächlich Lachse und andere kleinere Fische. Die andere Gruppe der Killerwale die es hier noch gibt sind die Transient Orcas. Hierbei handelt es sich um einzelne Tiere, die ständig unterwegs sind und deshalb auch unberechenbarer für Beobachtungen sind, denn man weiß nie, wohin diese intelligenten Tiere als nächstes schwimmen werden.
    Leider schwimmen die Orcas unsrer derzeitigen Sichtung wieder in Richtung Nebel und wir schaffen es leider nicht ein schönes Foto mit einem Killerwal zu schießen. So lange haben wir uns auf eine Orcasichtung gefreut und jetzt ist leider alles sehr schnell vorübergegangen. Es handelt sich hierbei um wilde Tiere, die unberechenbar sind und wir schon über einen kurzen Moment froh sein können, in dem sie sich uns zeigen. Bei zurück fahren in den Hafen beobachten wir noch etliche Buckelwale aus sicherer zoom Entfernung (mindestens 200 Meter). Interessant, dass wir gestern Abend vom Strand aus zirka die selbe Entfernung zu den Tieren hatten. Nichts desto Trotz haben wir die Bootsfahrt sehr genossen und unsere Frau Kapitän war sehr nett und hat viel erklärt. Wenn mich jedoch jemand fragen würde ob sich eine Walbeobachtung mit der neuen Regelung von 200 Metern auszahlt, dann würde ich demjenigen raten, dass er sich besser um die 140 kanadischen Dollares pro Person 1-2 Sixpack Bier kaufen soll und sich damit an den Strand setzen, dann wird derjenige nach ein paar Stunden wohl die gleiche Anzahl an Walen aus der selben Entfernung gesehen haben wie wir bei unserer Walbeobachtung.
    Zurück am Campingplatz treffen wir wieder auf Daniel, den Kardiotechniker aus Deutschland, der vom Krankenhaus genug hat und nun als Hilfskraft am Campingplatz arbeitet. Es passiert wie schon so oft, wir vertratschen uns und die Zeit vergeht wie im Flug. Besser spät als nie verlassen wir den Campingplatz. Laut Wetterbericht ist es noch 2 Tage schön, danach soll das Wetter für eine Woche deutlich schlechter werden. Wir fahren in Richtung Süden, denn die nächsten Tage wollen wir uns den Süden der Insel anschauen. Dort soll es wunderschön sein. Jede Menge Regenwald und wunderschöne Strände, fast so wie auf Hawaii wird uns versprochen.
    Die Nacht verbringen wir auf einem einsamen Stellplatz mitten im Wald, der nach zirka 10 Kilometer Fahrt über eine Gravelroad erreicht wird.
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  • Day119

    Sointula, Orca Strand

    August 24 in Canada ⋅ ☀️ 17 °C

    Rechtzeitig fahren wir am Morgen los nach Port Mc Neill, bis dorthin sind es zirka 10km. Die Tickets für die Fähre kauft man wieder direkt am Terminal und die Fahrt kostet 50 CAD Hin- und Zurück.

    Nach einer kurzen Fährfahrt von ca 20 Minuten sind wir auch schon da. Auch hier ist es wie für den August so typisch nebelig. Sointula empfängt uns dicht eingehüllt in Nebel. Die Einheimichen
    bezeichnen den August als Fogust, also Nebelgust. Solche Infos liest man natürlich in keinem Reiseführer.
    Beim Campingsplatz angekommen packen wir einen kleinen Rucksack und gehen das kurze Stück zu dem Strandabschnitt an dem die Killerwale angeblich rauskommen, um sich ihren Bauch an den kleinen runden Steinen zu reiben. Die Sicht ist auf Grund des dichten Nebels leider sehr sehr schlecht. Nach 1h reißt es aber zum Glück auf und blauer Himmel und die Sonne kommen heraus. Jetzt haben wir eine tolle Fernsicht und sehen auch das Festland, aber Wale lassen sich leider keine blicken. Wir gehen ein Stück am Strand spazieren. Überall liegt Schwemmholz und es macht Spaß alles zu erkunden und über die riesigen Bäume zu balancieren. Am Strand steht eine Hütte, hier lebt ein selbsternannter Walbeobachter mit äußerst schlechtem Zahnstatus für sein sehr junges Alter. Er erzählt, dass die Killerwale schon längere Zeit nicht mehr hierher kommen. Er vermutet, dass es daran liegt, dass die erfahrenen Leitorcas, die das gemacht haben bereits gestorben sind und die junge Generation dies nicht mehr weiß. Naja, ob das so stimmt wissen wir nicht genau, aber leider sehen wir heute wirklich keinen Killerwal. Plötzlich kommt auch der Nebel wieder zurück und die Sicht ist wieder auf ein paar Meter beschränkt. Am Abend beschließen wir noch an das andere Ende der Insel zu fahren, da man dort angeblich viele Buckelwale sieht.
    Die Fahrt mit dem Auto dorthin dauert etwa 40 Minuten und das Wetter auf der anderen Seite ist deutlich besser. Die Sonne scheint hier immer noch und vom dichten Nebel der anderen Inselseite ist hier weit und breit keine Spur. Auch hier wandern wir den Strand entlang, klettern auf die angeschwemmten Bäume und sehen und hören immer wieder Gruppen von Buckelwalen die hier vorbei schwimmen. Orcas sind aber wieder keine dabei. Die Wale sind oft weit weg vom Strand und wir können sie teilweise nur hören und als schwarze Punkte zu erkennen. Gut, dass wir unsere Gucker mitgenommen haben! 😃Wir warten noch am Strand bis es ganz finster ist und fahren dann endlich zurück zum Campingplatz am sogenannten Belly rubbing beach. Ein wunderschöner Tag geht zu Ende und mit dem Rauschen des Meeres vor unsere Haustüre schlafen wir schnell ein.
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  • Day118

    Up the Island to Alder Bay

    August 23 in Canada ⋅ ☀️ 26 °C

    Michi dreht am Morgen eine kleine Laufrunde und ich bewache den Kuchen, der noch im Ofen ist und den Michi vorm Lauf noch schnell zubereitet hat. Nach dem Frühstück brechen wir auf. Es geht „Up the Island“ also die Insel hinauf wie die Einheimischen sagen, denn geografisch gesehen fahren wir eigentlich nicht in den Norden sondern eher in den Osten. Wir haben kein genaues Ziel und lassen uns einfach treiben. Nach einem kurzen Stop in Campbell River entscheiden wir noch ein Stück weiter zu fahren. In Telegraph Cove gibt es viele Anbieter für Whale Watching Touren und die Chancen hier Killerwale
    zu sehen ist sehr groß. Deshalb fahren wir bis kurz vor Telegraph Cove, genauer gesagt nach Alder
    Bay, denn dort gibt es einen Campingplatz direkt am Meer und von hier aus startet auch ein bekannter Anbieter mit seinen Tour. Der Campingplatz ist sehr groß und leider liegt auch der Nebel sehr dicht in der Bucht.
    Dies ist hier in der Gegend sehr typisch für den August. Am Abend ruft plötzlich jemand ganz
    aufgeregt: „Whale, whale“, also Wale, Wale! Wir lassen sofort alles stehen und liegen und suchen
    das Meer ab. Und tatsächlich. Eine Gruppe Buckelwale schwimmt direkt an der Bucht vorbei. Man hört auch ganz laut wie sie „ausblasen“ und ihre lauten Gesänge. Wow!! Nur leider haben wir keine Kamera dabei und auch der Nebel wird immer dichter und man hört sie am Ende nur noch, kann sie aber nicht mehr sehen. Während des Schauspiels kommen wir mit Daniel ins Gespräch. Daniel kommt aus Deutschland, ist Intensivkrankenpfleger und Kardiotechniker. Er reist mit einem Work und Travel Visum durch Kanada. Derzeit arbeitet er als Putzkraft am Campingplatz und er erzählt uns mehrmals, dass er nie mehr in einem Krankenhaus arbeiten mag. Zu tiefe Spuren hat die Coronapandemie Arbeitsbelastung in ihm hinterlassen. Er gibt uns den Tipp auf die Insel Sointula zu fahren, denn dort nützen Killerwale die Strände um sich die Bäuche an den runden kleinen Steinen zu reiben. Da müssen wir unbedingt hin!! 😃😃
    Noch in der Nacht buchen wir den letzten freien Platz am Campingplatz gleich neben dem Strand wo die Killerwale angeblich immer hinkommen. Müde und voller Vorfreude gehen wir ins Bett.
    Die Fähre nach Sointula geht erst um 10 Uhr 30 von Port Mc Neill. Wir haben also in der Früh noch genug Zeit. Michi geht wieder eine kleine Runde laufen und kommt nach ein paar Minuten zum
    Campingplatz zurück. Er hat einen riesigen Schwarzbären gleich außerhalb des Campingplatzes auf der Straße angetroffen und hat sicherheitshalber gleich umgedreht weil er keinen Bärenspray dabei hatte. Nun dreht er liebe seine Runden am Areal des Campingplatzes. 😃
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  • Day116

    Von Horseshoebay nach Vancouver Is

    August 21 in Canada ⋅ ⛅ 22 °C

    Ein paar Blogeinträge und Internetrecherchen später verlassen wir den Campingplatz in Vancouver nach 3 Tagen wieder. Heute wollen wir mit der Fähre nach Vancouver Island fahren. Diese Fähre muss nicht vorgebucht werden. An der Abfahrt zum Fährterminal sind Schalter, ähnlich wie an österreichischen Mautstationen, wo man Tickets kaufen kann. Ca. alle 2h legt eine Fähre ab um die Fahrzeuge und Passagiere vom Festland auf die Insel und retour zu bringen. Eine Fahrt kostet etwa 90 Euro für 2 Personen und das Auto. Wir haben heute wieder einen sehr warmen Sommertag und daher tolle Weitblicke auf unserer Fahrt von Horseshoebay nach Nanaimo. Nach einer zweistündigen Fahrt kommen wir auf Vancouver Island an. Wir fahren zuerst nach Downtown Nanaimo und spazieren am Meer entlang, durch den Hafen und wieder zurück. Eine kleine ruhige Stadt. Im Hafen gibt es ein paar Restaurants, die gut besucht sind. Nach dem kurzen Spaziergang fahren wir in Richtung Norden. Wie schon erwartet ist das „wilde“ Campen hier auf der Insel nicht ganz so einfach
    wie im Norden von Kanada und in Alaska. Aber wir sind sicher, dass wir irgendwo ein Plätzchen
    finden werden.

    Kurz nach Nanaimo machen wir noch einen Stopp im Pipers Lagoon Park. Die Sonne geht gerade
    unter und es herrscht eine wundervolle Lichtstimmung. Viele Menschen sind noch im Meer baden oder genießen einfach die Natur. Leider darf man hier nicht über Nacht stehen bleiben, deshalb fahren wir noch ein Stück weiter. Mittlerweile ist es schon finster und deshalb entscheiden wir uns für einen einfachen Stellplatz gleich hinter einem Canadian Tire Geschäft in Parksville.

    Am nächsten Morgen ist unser erstes Ziel der Qualicum Beach. Ein langer heller Strand nördlich von Parksville Hier sieht es aus wie auf Hawaii und es soll angeblich gratis Warmwasserduschen geben. Wir wollen am Strand eine Runde laufen gehen und mit warmen Duschen nebenan ist das natürlich perfekt.
    Es ist schon 10 Uhr als wir loslaufen und da es heute wieder sehr schön ist, ist es bereits sehr sehr heiß. Die Laufstrecke verläuft leider auch nur kurz direkt am Strand und geht dann direkt neben der Straße weiter. Total verschwitzt und aufgeheizt nach 10 Kilometer im Wohlfühltempo gehen wir voller Vorfreude zu den Duschen. Sie sind jedoch für die restliche Sommersaison wegen Personalmangel geschlossen. Da muss wohl oder übel die eiskalte Outdoordusche herhalten. Herrlich erfrischend, zum Glück ist es heute so heiß.

    Das Wetter ist heute einfach traumhaft und wir genießen das Meer und den Strand, essen direkt am Strand zu Mittag und als dann immer mehr Wolken aufziehen fahren wir zurück nach Parksville zum Canadian Tire. Wir möchten heutr gerne die Reifen umstecken lassen. Also die vorderen Reifen nach hinten und die hinteren
    Reifen nach vorne und auch die Bremsen kontrollieren bzw. inspizieren lassen. Leider haben sie für heute keinen freien Termin. Wir bekommen den Tipp, einen Ort weiter nach Courtney zu fahren, denn dort gibt es den nächsten Canadian Tire. Wir sind überrascht wie viele es hier auf der Insel gibt und wie viele Supermärkte und Fastfood Ketten hier auf der Insel sind. Auch der Sprit ist Gott sei Dank ein wenig billiger als in Vancouver. In Courtney fahren wir direkt zum OK Tire und das Reifenumstecken wird sofort erledigt.
    Die Bremsen sind in Ordnung und sollten noch weitere 10tsd Kilometer halten. Auch die Reifen sehen noch sehr gut aus. Die Burschen von der OkTire Firma versuchen sogar einen Ölfilter für uns aufzutreiben, damit wir den Ölwechsel auch noch gleich bei ihnen machen lassen können. Leider sind die Ersatzteile für europäische Fahrzeuge hier in Nordamerika nirgendwo zu
    bekommen, denn unser europäisches Fahrzeug ist natürlich in Kanada nicht gelistet ist und deshalb wissen sie nicht einmal welche Filter für unser Fahrzeug zu verwenden wären. Früher oder später müssen wir uns wohl ein paar Verschleißteile fürs Auto plus Eiszapfenzuckerl und Gummibärchen mit der Post schicken lassen. 😃😉
    Nun ist es endlich Zeit und wir gehen zum gemütlichen Teil des Tages über. Ein paar Kilometer weiter finden wir einen Provincial Campground mit Stellplätzen direkt am Meer. Lieder ist die Sonne schon fast weg als wir ankommen, aber wir genießen es hier trotzdem sehr. Manchmal sieht man hier sogar mit etwas Glück Wale vorbeischwimmen. Heute sieht man aber leider keine. Dafür spielen wir noch eine
    Runde Frisbee und bewundern den nächsten grandiosen Sonnenuntergang und später den
    prachtvollen Sternenhimmel.
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