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  • Day186

    Pai ~ where the magic happens

    June 1, 2019 in Thailand ⋅ 🌧 30 °C

    Mit ca. 15 Leuten gings heute auf Tour. Wir haben sage und schreibe 1,5 h gebraucht bis wir endlich los gekommen sind. Erster Stopp war die Paradisebar in Pai.🍄 Daraufhin hat sich die erste ihr 'Paitattoo' geholt und die Hälfte der Gruppe haben wir verloren. Es ging eine weitere Stunde bis die Wunden versorgt waren, getankt wurde und ausdisskutiert wurde wer Roller fährt, da sich das nach dem Sturz nicht mehr alle zutrauten...😂 Mit Schrittgeschwindigkeit gings dann Richtung Wasserfall. Ich glaube ich war noch nie mit so einer inkompetenten Truppe (auf die Rollerfahrt bezogen) unterwegs.... Ich konnts fast nich glauben was da heute abging😂😂😂😂😂. In einer ziemlich steilen Kurve hat eine angehalten und einfach mal den Roller umgeworfen. Diesen wieder aufzurichten war nicht einfach, da es unfassbar steil war. Im Wasserfall gings eine Runde schwimmen. Leider bemerkten wir erst im nachhinein, dass sich wohl die ein oder anderen winzigen Blutegel sehr über uns freuten. Nachdem wir uns von diesen befreit haben gings weiter. Kristina versuchte vom Schotterparkplatz runter zu kommen und wollte die Kieselsteinchen mit etwas zu viel Gas überwinden. Wusch, da lag sie und einen Roller hat sie mit sich gerissen. Ich hab mich eher wie auf einer Kegelbahn gefühlt als bei einem Roadtrip.😂😂 Nächster Stopp war die Bamboobridge und auch hier wurde ordentlich gekegelt.... Beim Parken wurde wieder einer der schon geparkten Roller umgenietet... So langsam gewöhne ich mich an die ganzen Roller die da am Boden liegen....😂
    Ich habe mich immer gefragt, wie man es sich nicht zutrauen kann Roller zu fahren, da es in meinen Augen eines der einfachsten Dinge der Welt ist. NACH DIESEM TAG HABE ICH DAS VERSTANDEN.....😂😂 Ich wusste nicht mehr ob ich lachen oder weinen sollte....Eigentlich warteten wir nur noch auf die nächsten liegenden Roller😂😂 Sind aber zum Glück immer nur Kleinigkeiten passiert. Hier und da mal ein Schrammer, Kratzer oder ein abgefallenes Teil....😂💯 Die Bamboobridge war schön und noch besser das 'Riesenrad', welches komplett aus Holz gebaut und mit reiner Muskelkraft betrieben wurde. Das 'Getriebe' war ein gefetteter Holzstamm, der sich in einer Astgabel drehte. So schwebte man immerwieder 4-5 Meter über dem Boden mit einer Person des selben Gewichts gegenüber. Nach dem die Truppe noch immer Heile war, gings dann noch zum 'Pai Canyon' um den Sonnenuntergang anzuschauen. Abends wurde sich nochmal der ein oder andere Shake gegönnt.🥑🍍🍄🍉 Und ich hatte den witzigsten Abend mit Karina und Christina. #seveneleven #purplelove
    Mit den beiden bin ich total auf einer Wellenlänge und wir konnten uns über alles unterhalten. Für die liebe Karina wäre es der Tod 'never ever' zu spielen.... Von zwei bis vier lag ich wach in meinem Bett und hab über mein Leben nachgedacht und mir wurde bewusst wie sehr ich mich doch irgendwie verändert habe.
    ~Anders als ich vor meiner Reise erwartet habe, waren tatsächlich überhaupt nicht viele junge Reisenden unterwegs (oder zumindest habe ich kaum welche getroffen/näher kennengelernt). Altersdurchschnitt liegt meiner Meinung nach bei 25, was dazu führte, dass ich während meiner Reise eigentlich nur mit älteren unterwegs war. Ich wurde von den meisten auf 22/23 geschätzt und mein tatsächliches Alter flog eigentlich immer nur bei der Frage: Was man in DE gemacht hat oder macht wenn man wieder zurück ist. Viele waren ziemlich überrascht... Und auch mir wurde in dieser Nacht bewusst, wie sehr ich eigentlich in dieser kurzen Zeit gereift und älter geworden bin. Wie sehr sich meine Ansichten zum Leben geändert haben. Wie sehr ich mit anderen Augen auf meine Zukunft schaue, als ich das noch vor sechs Monaten getan habe. Hier hatte man jeden Tag aufs neue die Möglichkeit eine neue Seite an sich zu entdecken, sich neu entfalten zu können, da man jeden Tag neue Menschen kennengelernt hat, die einen noch nicht in die altbekannten "Schubladen" gesteckt haben. Ich habe soviele neue Facetten von mir kennengelernt und meine einzigste Sorge ist aktuell, wieder in die alten Muster zurückzufallen, sobald man sich wieder im gegebenen Umfeld befindet. Ich hoffe ich kann zumindest einige der Erfahrungen, die ich auf meiner Reise gemacht habe in mein altes Leben miteinbringen. Diese Reise hat mir extrem geholfen mich in meiner Persönlichkeit zu entfalten und zusammengefasst stärker gemacht.
    Das alles ging mir mitten in der Nacht durch den Kopf und irgendwann habe ich es gegen sechs Uhr morgens geschafft in der Hängematte einzuschlafen. Im Dorm wurde es mir irgendwann zu warm.
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