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  • Day20

    20. Tag Teil 2 Roberts Point

    March 21, 2017 in New Zealand ⋅ ⛅ 24 °C

    Für mich ging es nun den mit insgesamt 5:20 Stunde angegebenen Trail nach oben zum Aussichtspunkt Roberts Point. Man sollte über Erfahrung verfügen, schwindelfrei sein, topfit sein und gut ausgerüstet sein. Der ich spontan hoch wollte und es schon 14 Uhr war, Regen gemeldet war, das Wetter stabil, aber bedeckt war, musste es also etwas flotter als in gut 5 Stunden gehen. Insgesmt standen vier Hängebrücken und 600 Höhenmeter an. Die erste und größte Hängebrücke kam schon nach 10 lockeren Minuten, wo noch 5 Leute zugelassen waren, später waren die labilen Konstruktionen nur noch für eine Person ausgelegt und besonders die dritte war mit gut zwei Minuten Gehzeit nichts für Menschen mit Höhenangst. Da es nicht regnete, waren die Überquerungen der Wasserbecken nicht schwierig und trocke zu bewältigen. Schwieriger waren schon die feuchten Felsspalten oder Vorsprünge, wo steil nach oben ging und sowohl ein fester Griff, als auch sicherer Tritt gefragt waren. Den Blick nach unten sollte man sich da schenken. Gefühlt war sehr gut unterwegs, nur ging es auf einmal nicht mehr weiter nach oben und es erschien doch zu gefährlich, noch weiter zu klettern und rechts neben mir war ein riesen Becken gefüllt mit Felsbrocken vom letzten Steinrutsch. Aber auch auf der anderen Seite ging nur steil die Felswand hoch. Also wieder auf allen Vieren zurück und genau in dem Augenblick kamen welche auf der anderen Seite zurück von oben. Ich wartete ab, wo die lang gehen und siehe da, ich habe einfach eine Abzweigung verpasst und 20 Minuten klettern waren unsonst und unnötig. Lustig, die drei deutschen hatten auf dem Weg nach oben das gleichr Problem. Naja, nun ging es fast 40 Minuten nur auf Felsen, mitunter sehr steil, nach oben. Nochmal durch einen Wasserfall und die letzte Hängebrücke und zack war ich oben. Und kaum zu glauben, ich hatte keinen Nebel und eine einmalige Sicht auf den Gletscher. Der Rückweg verlief ohne Komplikationen und deutlich schneller. Nur einmal bin ich etwas weiter gerutscht als geplant. Nach ziemlich genau 2:50 Stunden war ich wieder unten und auf dem Weg zur Unterkunft. Es war der bisher anstrengendste, aber beste Trail.Read more