Satellite
  • Day7

    Wanderung durch Viñales Tal

    October 9 in Cuba ⋅ ⛅ 29 °C

    Heute Morgen gab es das erste große Frühstück bei den Yenelys - unserm neuen Casa-Ehepaar. Das Frühstück war wie immer riesig und umfasst alles was das Herz begehrt.
    Anschließend schnürten wir unsere Asics und machten uns auf zu einer Wanderung rund um den Berg „Mogote del Valle“ (ca. 12 km). Der Weg führt uns zunächst zu einem Aussichtspunkt, der auf etwa der Hälfte des Berges lag, und bescherte uns einen schönen Blick auf einen Teil des Tales. Bereits hier merkten wir wie abenteuerlich unsere Wanderung ist. Die Wege waren nur teilweise erkennbar und die Wanderung führte uns über Schweine- und Kuh-Weiden. Zum Glück waren die Muttertiere angeleint und nur die Kälbchen und Ferkel standen uns im Weg.
    Daraufhin spazieren wir durch eine Höhle und weiter auf einem Feld durch das Tal. Vorbei an Farmen mit Ochsen im Vorgarten.
    Danach mussten wir uns den Wanderweg mit dem Reiterweg teilen (man kann auch mit dem Pferd durchs Tal reiten). Hier fanden wir ein reines Schlammparadies vor. Unser Weg war immer wieder mit riesigen Schlammpfützen übersät und kaum passierbar. Wir kämpften uns tapfer durch und genossen immer wieder den schönen Blick. Unsere Asics litten nur leider immer mehr unter dem Dreck. Irgendwann schleppten wir gefühlt kiloweise Schlamm an unseren Schuhen mit uns rum. Nachdem wir dann noch einen Umweg laufen mussten, da wir beim eigentlichen Weg tief mit unseren Schuhen im Schlamm versunken sind, war es nicht mehr weit zur „bunten Wand“ (). Doch dann war unser Weg aufgrund des heftigen Regens der letzten Tage komplett überschwemmt. Auf den nächsten 20 m waren nur noch Wasser. Schockiert standen wir dort und wussten nicht weiter... wir beobachteten wie ein Kubaner mit seinem Pferd durchs Wasser ritt und sahen, dass das Wasser hier fast hüfttief steht. Als er bei uns ankam, erklärt er uns (wohlgemerkt auf spanisch), dass er uns nacheinander rüber reiten kann. Wir nahmen dies dankend an und so ritt ich mit ihm sicher auf die andere Seite. Als nächstes kam Kev dran... leider kamen die beiden nie bei mir drüben an. Das Pferd verlor den Halt und alle fielen ins Wasser. Klatschnass kam Kev um die Kurve und nachdem wir alle wichtigen Dinge aus dem Rucksack gerettet hatten, ging unsere Tour weiter (zum Glück war mehr als die Hälfte geschafft...). Wir sahen uns die „bunte Wand“ an und liefen dreckverschmiert und nass die Straße ins Dorf zurück.
    Daheim gönnten wir uns eine Dusche, eine Mütze Schlaf und eine Skip-Bo-Runde auf der Veranda in den Schaukelstühlen. Am Abend ließen wir im „El Olivo“ und anschließend in einer kleinen Bar den Tag Revue passieren :)
    Read more