Satellite
Show on map
  • Day28

    Slippery when wet

    July 22, 2018 in the United States ⋅ ☀️ 30 °C

    Hanno schreibt:

    Bernd und Franz informieren uns, dass sie sich gestern zu lange in Spielcasinos aufgehalten haben 🤭 und deshalb noch eine Zwischenübernachtung einlegen müssen.
    Nach einer erholsamen Nacht (gute Betten) fahren deshalb Hans und ich alleine los. Nachts hat es stark geregnet. Heute morgen allerdings: klarer Himmel. Die GS muss wieder ran: die KTM mag nicht alleine starten.

    Wie gestern geht die Tour von einem sehr weitläufigen Tal ins nächste. Auf einem Bergzug angekommen, erstreckt sich die Vegetation des unter uns liegenden Tals in einem leichten Grünton. Ich denke sofort an den botanisierenden Bäckermeister Bernd. Der Weg führt als Schotterpiste bergab. Unten angekommen, löst ein vermeintlich fester Lehmweg den Schotter ab. Vor mir wird die Wegoberfläche etwas dunkler. Noch während ich über mögliche Konsequenzen dieser Beobachtung nachdenke, liege ich schon im feuchten Lehm. Ich stehe auf, sehe nach Hans: der liegt schräg hinter mir. Nichts passiert; Motorräder aufheben und weiter. Jaja, Hans hat recht: ich hab gleich noch einmal gelegen.
    Allerdings müssen wir dieses Tal extrem vorsichtig durchqueren: immer die dunklen Wegstellen vermeiden; wo das nicht geht, schauen, ob durch Bewuchs oder eingestreute Steine nicht wenigsten etwas Stabilität der Oberfläche genutzt werden kann. Im Spiegel sehe ich hinter mir sehr oft eine deutliche Spur meiner Reifen, die sich in die weiche Oberfläche eindrücken.
    Nach vielen Kilometern verlassen wir diese Fahrspur und befahren eine deutlich breitere Schotterstraße; auch hier ist Vorsicht angebracht: immer wieder sind durch Regen aufgeweichte, rutschige Bereiche zu passieren.

    Ich finde es für die beiden, den Highway benutzenden, Schlachtschiffkapitäne sehr bedauerlich 😉, dass sie nicht in den Genuss dieses exquisiten Fahrvergnügens kommen! 🤪

    Über schöne (und auch nicht so schöne) Wege überqueren wir den letzten Höhenzug vor unserem Etappenziel. Mit einem Mal riecht es deutlich nach Rauch. Der Hang rechts über uns brennt deutlich; Löschflugzeuge werfen direkt schräg über uns Ihr rotes Löschmittel ab. Nichts wie weg!

    Das Etappenziel muss noch 80 Kilometer verlegt werden. Im vorgesehenen Ort Battle Montain ist jedes Motelbett durch Firefighter belegt. Hier scheint es im Moment öfter zu brennen. Auch vom Highway, der uns nach Winnemucca führt, sind oftmals abgebrannte Flächen zu sehen.

    In Winnemuca angekommen, nutzen Hans und ich die Zeit mit einem Bad im Pool. Anschließend erreichen uns Bernd und Franz. Wir sind wieder komplett!
    Read more