Eine Motorradreise von Ost nach West quer durch Amerika
  • Day36

    Bergvagabunden, oder: Russian Orgy

    July 30, 2018 in the United States ⋅ ☀️ 36 °C

    Hanno schreibt:

    Wieder ein toller Tag. Zuerst besuchen wir einen Baumarkt, um Schrauben und Distanzscheiben für Bernds Motorschutz zu kaufen. Hat geklappt. Bernd montiert die Sachen mit seinen Pianistenfingern ohne Hilfe selbst. Ich sach nur: Respekt.

    Bernd und ich fahren den Trail: wir sind etwas unsicher, welche Strecken die „Backcountry Discovery Routes“ (wir haben den TAT endgültig verlassen) für uns bereithalten: Die ersten Kilometer geht’s durch Portland (warm); danach über immer kleinere Highways in die Berge von Washington. Wir haben schöne Aussichten auf den Columbia River, bis wir den Asphalt verlassen und uns auf Schotterstraßen wiederfinden. Die Strecken gleichen denen von Oregon, allerdings ohne die fiesen Sandwege. Dafür gibt’s Schlaglöcher und Waschbrettpisten reichlich. Um nicht die Übung zu verlieren, gibt’s auch knackige Bergaufpassagen mit tiefen Spurrinnen. Wir sehen den schneebedeckten Mount Adams und umrunden ihn fast. Nach sehr schöner Offroadfahrt erreichen wir Packwood.

    Hier wechsle ich mit Hilfe von Bernd und Franz meinen Hinterreifen. Das Abendessen genießen wir in einem coolen Saloon. Nach einigen Bierchen bestelle ich drei „Russian Orgy“; ein Einheimischer, David Richter, der natürlich (wie alle hier) deutsche Vorfahren hat, weist uns darauf hin, dass das ein „Woman‘s Drink“ ist. Gemeinsam mit ihm wechseln wir auf „Yukon Jack“. Es wird lustig. Bevor es ZU LUSTIG wird, gehen wir lieber ins Bett. Ich bin überrascht ob des Alkohol-Vertragens 🤪 meiner norddeutschen Mitfahrer 😉. Daran kann ( muss) noch gearbeitet werden.

    Gute Nacht. 🌙😴. Ist hier irgendwo noch was los??
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  • Day35

    Pazifikküste

    July 29, 2018 in the United States ⋅ ☀️ 27 °C

    Hanno schreibt:

    Ich habe die Befürchtung, dass Ihr Euch alle schon von uns verabschiedet! Noch ist es nicht so weit: wir haben ab Port Orford noch fast 2000 Kilometer vor uns! Ich denke (hoffe) zwar, dass es nicht mehr so dramatisch wird wie gestern, ab ich kenne uns: langweilig wird‘s nicht werden!

    Heute fahren wir, Bernd, Franz und ich, auf dem Highway (vergleichbar mit einer Bundesstraße) die Pazifikküste hoch. Sehr interessant ist, dass auf dem Meer in Ufernähe eine Nebelbank liegt. Nicht so schön ist, dass dieser Nebel großenteils die landschaftliche schöne Küstenregion vor uns versteckt. Als wir über eine Brücke fahren, liegt unter uns eine Sandbank mit Hunderten von Robben.

    Durch den Nebel liegt die Temperatur deutlich unter 20 Grad. Wir schwitzen nicht, außer ein paar Kaffee trinken wir nichts. Vollkommen ungewöhnlich für uns.

    Auf der Höhe von Portland biegen wir auf eine tolle kleine Straße, entlang einem Bach, ins Landesinnere ab. Eine nötige Umleitung ist noch schöner: die windet sich einen Berg hinauf und wieder herunter. Als wir unten sind, ist das Thermometer wieder auf 37 Grad gestiegen. Wir fahren noch bis kurz vor Portland, weil wir hoffen, beim dortigen BMW-Händler morgen die Befestigungsgummielemente für Bernds Motor-Unterfahrschutz zu bekommen: wir haben ja noch Geländestrecken vor uns! Morgen ist aber Montag: da haben die Werkstätten hier geschlossen. Da werden wir wohl improvisieren müssen.

    Unser Motel hat eine Laundry: Waschtag. Vermutlich der letzte in den USA.
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  • Day34

    Das Beste kommt zum Schluss!

    July 28, 2018 in the United States ⋅ ☀️ 18 °C

    Hanno schreibt:

    Heute haben wir nur einen kurzen Trip von 180 Kilometern bis zum Pazifik vor uns. Deshalb kaufen wir kaum Wasser, ich tanke morgens nicht voll. Mein Navi zeigt mir eine Ankunftszeit gegen Mittag. Ich mache insgeheim schon Pläne, was ich alles so machen kann, wenn wir da sind: Wäsche waschen, im Pazifik baden, den neuen Reifen, den mir Franz mitgebracht hat, montieren.

    Es geht super los: die ersten 80 Kilometer fahren wir auf mittleren und kleinen geteerten Straßen: viele gleichmäßige Kurven, kaum Gangwechsel, kaum Bremsen, tolle Landschaft. Ein Traum.

    Dann: tatsächlich wieder Schotterstraßen bergauf, bergab. Kein Problem für uns. Läuft.
    Mittlerweile liegen umgekippte Bäume auf der Strasse. Denen wurde allerdings das Mittelteil, das die Straße sperren könnte, herausgesägt, so dass auch Autos durchkommen. Wir biegen abermals ab und stellen fest, dass wir auf keiner „maintained road“ mehr sind: es liegen große Steinbrocken, die wir aber umfahren können, auf der Straße. Plötzlich kommen wir an einen Strassenbereich, den wir aus YouTube-Videos gut kennen: die Straße ist durch einen Felsabbruch fast versperrt, nur ein ca. 40 cm breites begehbares Stück ist frei. Daneben geht’s steil bergab. Wir packen bei Bernds Motorrad das Gepäck ab und jonglieren es durch. Danach bei meinem. Ich bleibe mit meiner Packtasche fast hängen. Geschafft.

    Wir trauen unseren Augen nicht, dass im weiteren Verlauf des Weges sehr viele Bäume unterschiedlicher Größe quer auf dem Weg liegen. Hier wurde aber NICHTS herausgesägt.
    Um es kurz zu schildern (Bernd schildert es ausführlich): wir fahren über Baumstämme, mal direkt, mal mit Bauen von Steinrampen. Wir unterfahren Bäume durch den Graben, müssen dabei die Fahrzeuge sehr schräg legen, damit sie unter den Hindernissen herpassen. Die Krönung war, dass wir Bernds GS an einer Stelle komplett auf die Seite legen müssen, um sie mit einem Spanngurt, auf dem Zylinder rutschend, unter dem Baum durchzuzerren. Umkehren ist keine Option: dann würden wir alle bereits überwundenen Hindernisse, einschließlich der Fels-Sektion, noch einmal machen müssen.
    Für ca. 1,5 Kilometer brauchen wir ca. 4 Stunden. Das Wasser (wir haben schlauerweise ja nicht viel mitgenommen) ist bald alle; wir schwitzen unendlich.

    Ich bin, wie Ihr wisst, den Black Bear Pass gefahren. Diese Baum-Aktion steht dem Black Bear Pass kräftemässig in nichts nach.

    Irgendwann schließlich sind wir durch: es geht auf „normalen“ Schotterstraßen weiter. Dass wir später vor einer tatsächlichen „Baumsperre“ stehen und diese Sektion umgehen müssen, ist nicht von Belang: die hat uns noch keinen Schweiß gekostet. Wir mögen uns nicht ausmalen, was gewesen wäre, wenn am Ende unserer oben geschilderten Baum-Episode ein unüberwindbares Hindernis gewesen wäre: für eine Komplettumkehr hätten wir keine Kraft mehr gehabt. Glück gehabt!

    Den Abschluss der Tour bildet eine 30 Kilometer lange Fahrt über gute Straßen entlang eines kleinen idyllischen Flusses. Da kann wenigstens der klatschnasse Anzug trocknen.

    Wir erreichen den Pazifik bei Port Orford. WIR HABEN ES GESCHAFFT! WIR SIND DEN TAT GEFAHREN! und machen die obligatorischen Bilder; zunächst vom höher gelegenen Parkplatz. Dass wir uns damit nicht zufriedengeben, und durch Tiefsand direkt zum Wasser fahren müssen, und uns dabei noch so richtig eingraben, schockt uns auch nicht mehr. 💪

    Ein Hinweis zu den Bildern: ich habe mit Bernd abgesprochen, dass ich die „schönen“ Bilder einstelle. Die „Katastrophenbilder“ 😉 stellt er ein.
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  • Day34

    K.O. aber angekommen

    July 28, 2018 in the United States ⋅ 🌙 22 °C

    Der Tag beginnt, wie es nicht schöner sein kann. Start 7.20 Uhr . Die Temperaturen unter 20 Grad. Die Strasse wie ein Traum für jeden Biker. Guter Asphalt, Kurven ohne Ende. Verhehr : reichlich , nach genau 73 Kilometer kommt uns das erste Fahrzeug entgegen. Das sind 50 % des Vehrkehrsaufkommen bis 16 Uhr. Also bei ca. 90 Kilometer kommt noch ein Fahrzeug. Dann war Schluß. Wir biegen in einem Waldweg ab, der immer Enger wird. Die ersten Bäume liegen auf dem Weg. Das wird natürlich im Bild festgehalten. An einem Felsbrocken müssen wir das Gepäck abladen, um daran vorbei zu kommen. Dann an dicke Felsbrocken vorbei. Geschafft. Das muß einfach der Höhepunkt der Tour gewesen sein. Fehlanzeige . Jetzt kommt das absolute Hartlinerprogramm. Baumstämme liegen auf dem Weg. Drüber her , Drunter her. Durch Gräben . Gepäck abladen. Motorrad hinlegen ,drunterdurchziehen. Gepäck aufladen. Nach 100 Meter wieder runter . Motorrad über einen Baumstamm heben. 100 Meter weiter: Unüberwindbar . Also Steinrampe bauen , mit Schwung drüber . Das Ganze nicht 10 Mal, 20 Mal, nein mittlerweil alle 50 Meter eine riesen Herrasvorderung. Die Schäden . Ein kaputter Binker, Nummernschild verbogen und wiedermal den Motorunterbodenschutz abgerissen. Mist. Dann wird es auch noch lecker warm. Aufgrund der Tatsache , das dies ein relexter Tag wird haben wir nur zwei Liter Wasser pro Person mit. Jetzt wir es spannend, denn wenn ein Hindernis kommt, welches unüberwindbar wird haben wir ein` nicht kleines ´Problem. Die Kräfte gehen zu Ende. Für diese nur zwei Kilometer lange Strecke brauchen wir vier (4 ) Stunden. Die größte Anstrengung der Tour. Wir sind klitschnaß geschwitzt. Irgendwie schaffen wir es und kommen auf eine Teerstrasse. Wir sind superglücklich. Bis zur nächsten Abbiegung. Wieder Bäume auf der Strasse . Hanno überwindet alleine noch einen dicken Stamm und Dann ist endlich Ende. Mehrere Bäume übereinander. Aber hier können wir wenigstens zurück. Wir machen einen Umweg von 10 Kilometer und bewegen uns dann auf unserem Endpunkt des TAT in Port Orford zu. Wir sehen dem Pazific. Was für ein schönes Gefühl nach diesem Kampf. Man darf bis ans Wasser fahren und wir machen Fotos. Na ja. Am Strand ist weicher Sand....... Warum soll der Tag ohne Arbeit zu Ende gehen. Der letzte Tag des Trail war der Härteste. Hanno und ich sind glücklich aber auch mit den Gedanken bei Hans der diesen Part sicherlich auch gerne mitgemacht hätte. Heute Nacht werden wir gut schlafen.Read more

  • Day33

    Vier, Drei, Zwei

    July 27, 2018 in the United States ⋅ ⛅ 31 °C

    Mein Gott, was für wechselbäder der Gefühle. Hans und Franz fahren nach Medford zum KTM Händler und stellen fest , die Maschine hat einen größeren Schaden und fällt erst einmal aus. Frans fährt daraufhin schon zum Endpunkt des Trans American Trail am Pazific und wird uns dort morgen empfangen. Wenn´s so kommt sind wir wieder drei. Hans wird wohl ganz zum Ende dierkt nach Vancover fahren. Die letzten beiden Tage sind Hanno und ich also zu zweit unterwegs. Morgen wohl auch.In den letzten beiden Tagen hatten wir strammes Fahrprogramm. ( pro Tag über 300 Kilometer ) Gestern waren wieder extreme Sandstücke dabei, welche geauer untersucht wurden. Nur wenn Fahrer und Motorrad eine Gesamthöhe von 100 cm unterschreiten, weiß man über die Bodenverhältnisse besser bescheid. Dann kamen wir endlich in Waldgebiete. Hier sind die Temperaturen angenehmer, und das Fahren macht einfach mehr Spaß. Besodere Aufmerksamkeit ist aber erforderlich, da Büsche , Äste, Bäume, Steine, Sandlöcher und badewannengroße Löcher sich im Sekundenabstand aneinanderreihen. Der Blick auf´s Navi darf nicht länger als zwei Sekunden dauern. In den Rückspiegel ,auf die Uhr , zur Seite muß zwischen eins und zwei Sekunden getan sein. Alles längere wäre Fahrlässig und kann böse Folgen haben. Als weiteres Highligth katten wir heute morgen sehr zeitig einen 50 Meter Anstieg aus feinsten Pulversand. Als Hanno vor mir hineigefahren war, mußte ich anhalten und drei Minuten ( 3 ) warten, um zu erkennen , ob er dort liegt oder durchgekommen ist. Er hatte es geschafft. schön ,schön. Aber ab Mittag machte die Strecke richtig Spaß. Hunderte Kilometer durch Waldgebiete. Menschenbegegnung : Null. Stellt Euch mal vor, von Bremen nach Hannover nur durch dicksten Wald und !!!! das ganze wieder zurück. Einfach unvorstellbar. Die große Trockenheit fordert ihren Preis. Leider immer wieder große Waldbräde, welche wir beobachten konnten. So, im Hotel angekommen springen wir in den Pool und machen uns langsam fertig um gleich eine Kleinigkeit zu essen.Danach Bettruhe um den letzten Streckenabschitt der TAT zu schaffen. Ich Denke, das wir dort mit millitärischen Ehren enpfangen werden. Oder ????Read more

  • Day32

    Sandkastenspiele im finsteren Tann

    July 26, 2018 in the United States ⋅ ☀️ 29 °C

    Hanno schreibt:

    Vorweg - das einzige, das heute nicht super ist, ist die Tatsache, dass Hans noch Probleme mit seiner KTM hat. Ansonsten: ein toller Tag!

    Hans kauft morgens eine Batterie, die ungefähr passt. Die muss aber noch einige Stunden laden. Plan A: Hans und Franz bleiben noch in Lakeview unf starten auf Straße zum Etappenziel in Crescent, wenn die KTM wieder läuft. Plan B: wenn sie nicht läuft, fährt Hans unter dem Geleitschutz von Franz nach Medford zum KTM-Händler. Bernd und Hanno fahren die geplante Tour nach Crescent.

    Der erste Teil der heutigen Route führt nach Silver Lake (da ist aber gar kein Lake 🤔). Es ist eine wahre Freude, auf guten Schotterstrassen und -wegen mit flottem Tempo durch die Wälder Oregons zu fahren. Ab und an ist die Wegoberfläche wie Wellblech, da freue ich mich, dass mein Zahnarzt gute Arbeit geleistet hat.

    Mittags haben wir in Silver Lake Mobilfunk-Empfang. Da erfahren wir, dass die andere Truppe auf dem Weg zum KTM-Händler ist, weil die Batterie-Aktion kein Erfolg war. Ich ergreife die Gelegenheit beim Schopf und bitte Franz, mir beim Händler einen neuen Hinterreifen zu kaufen und mitzubringen, den ich dann selbst aufziehe. Es ist mir völlig schleierhaft 😇, warum der in Utah aufgezogene Reifen schon wieder fast blank ist. Tja, die Reifen sind auch nicht mehr das, was sie mal waren......

    Ich muss noch ein Datum von gestern nachliefern: wir haben 10.000 Kilometer voll gemacht! (Das erklärt die Sache mit den Reifen 😉).

    Nach der Mittagspause müssen wir erfahren, dass die Sandwege, die wir hinter uns wähnten, auch in Oregon auf uns lauern. Den ganzen Nachmittag fahren wir auf mehr oder weniger tiefen Sandwegen, die scheinbar vor uns lange keiner mehr befahren hat: die Vegetation wuchert auf die Wege, mehrfach müssen wir umgefallene Bäume durchs Unterholz umgehen. Durch den sensiblen Untergrund ist ständige Konzentration am Lenker gefragt! Es macht aber unbändig Spaß!

    Noch erwähnenswert: die geringe Besiedelungsdichte dieser Region: wir treffen den ganzen Tag über (außerhalb der Orte) ganze zwei Autos.

    Bernd und ich erreichen unser Motel in Crescent und essen zu Abend in einem Saloon-Restaurant. Nebenbei sprechen wir ausgiebig mit einem jungen amerikanischen Paar und einigen Straßenarbeitern. Und zwei Billard-Tische sind auch da: wir spielen. Ich darf erwähnen, dass der Billard-Pokal 🏆 nach Bielefeld geht 😄.

    Morgen Abend hoffen wir Hans und Franz wieder zu treffen.
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  • Day32

    Von Lakeview nach Medford

    July 26, 2018 in the United States ⋅ ⛅ 33 °C

    Heute gibt's von meiner Seite aus nicht viel zu erzählen. Das mit der Batterie war es auch nicht.😣😣😣 Also blieb nur die Fahrt zum KTM Händler. Hier ist man gerade dabei das Teil auszulesen. Morgen soll ich sie wieder bekommen. Wir lasen uns überraschen. Das wichtigste ich habe es bis hier her mit ach und Krach geschaft. 🤤🤤🤤🤤
    Für das dass wir den Black Bear Pass gefahren sind und heute nichts getan haben sind wir heute im Black Bear Dinner gewesen. Man war das lecker.👍👍👍👍
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  • Day31

    Endlich - raus aus der Wüstensteppe

    July 25, 2018 in the United States ⋅ ☀️ 28 °C

    Hanno schreibt:

    Heute, so ist der Plan, verlassen wir frühzeitig die Steppe (endlich) und fahren in die Berge von Oregon.

    Tja - so frühzeitig ist’s denn nicht: unser Weg führt uns einen immer steiniger werdenden Weg in die Steppenberge von Nevada. Nach dem ersten Drittel eines langen, steilen und steinigen Geröllwegs geben wir auf: irgendwie wären wir sicher hochgekommen, aber wir hätten uns aufgearbeitet. Auch das Material gilt es zu schonen - das hat schon genug gelitten. Ein entgegenkommendes Paar in einem ATV (mit zwei Hunden und Jinx, der Katze) gibt uns neben einer Karte noch wertvolle Tips. Wir umfahren also den Bereich und steigen später in den Trail wieder ein. So langsam macht uns die KTM ernste Sorgen: in dem Motorrad steckt der Wurm. Hans macht mittags eine Instandsetzung, die aber nicht von vollem Erfolg gekrönt ist. Mal sehen....,

    Einstweilen fahren wir weiter: über Schotterstraßen unterschiedlicher Qualität erreichen wir ein Gebiet, in dem einige Seen bzw. Wasserspeicher sein sollen. Nur: die sind alle leer. Wir passieren eine Farm, hinter der sich eine trostlose, völlig trockene, mit Büschen bestandene Sandwüste befindet. Der Boden ist derart hart, dass, sollte es mal regnen, garantiert kein Wasser versickern kann.

    Und dann: endlich ist es soweit: hohe Berge rücken näher, es sind grüne Wiesen zu sehen! Und Wälder! Die haben uns in den letzten Wochen doch sehr gefehlt. Die letzten 40 Kilometer vor dem Ziel fahren wir auf guter Schotterstraße durch einen Bergwald. Hier herrschen angenehme Temperaturen, nicht, wie in den letzten Wochen, immer mehr als 35 Grad.

    Abends essen wir lecker in einem mexikanischen Restaurant; für morgen hat Hans mit der KTM bereits Pläne....
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  • Day31

    Nevada Outback nach Lakeview

    July 25, 2018 in the United States ⋅ 🌙 27 °C

    Nach einem guten Frühstück Eier mit Speck ging es los. Wieder ging es durhh enloses Steppenland dahin. An einem sehr steinigen Pass mussten wir umdrehen, da es zu sehr aufs Material ging. (Bernd's Kupplung roch schon wieder).
    Auf dem Pass trafen wir zwei Amerikaner welche mit einem
    ATV unterwegs waren. Mit ihnen unterhielten wir uns und sie erklärten uns die neue Route. Auch schenkten sie uns noch eine ganz genaue Landkarte vom Gebiet.

    Thanks for the map.👍👍👍👍

    Es waren Goldgräber die mit Ihren Hunden und einer Katze unterwegs waren.
    Nachdem wir wieder auf dem richtigen Weg waren müssten wir Mittag einen Zwangsstop einlegen. Da meine Ktm immer schlechter läuft müsste ich nachschauen, könnte den Fehler jedoch nicht finden.
    So ging es wider über staubige und steinige Steppenwege. Gegen Abend kamen wir endlich wieder in die Berge. Was für ein Anblick. Endlich wieder etwas grünes.
    Wir kamen erst um kurz vor 19.00 Uhr an. Morgen brauche ich als erstes eine neue Batterie.Mal schauen!🤔🤔🤔🤔🤔🤔🤔
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  • Day30

    Cowboys

    July 24, 2018 in the United States ⋅ 🌙 25 °C

    Nachdem wir uns im Casino ein Frühstück genemigen, was der frisch gebackene Opa gerne ausgibt, starten wir unsere Tour und sind der festen Meinung, 123 Kilometer sind zu wenig da werden wir noch was zu drauf packen.Es lief zunächst sehr gut. dann wurde die Strecke doch sehr , sehr anspruchsvoll, und nach einer Mittagspause wollte Franz eine etwas leichtere Variante wählen. Gute Endscheidung. Immer wieder liefen Rinderherden vor uns her .Sieht lustig aus aber mitunter sind die Richtungswechsel dieser Tiere sehr unbedacht. Der erste Teil dieser Strecke hieß Desaster Road. Zunächst sehr witzig. aber der Name wurde Programm. Nach der Pause befuhren wir also die nächste Route zu dritt .Sie hieß Wilder Route. Gar nicht so witzig, denn Name wurde erst recht zum Programm. Bei einem über 300 Meter extremen Anstieg mit grossen Felssteinen auf dem Weg , mußten ich mal kurz meine Maschine zur Seite legen und das weitere Vorgehen mit Hanno besprechen. Er parkte seine Maschine an der anderen Stassenseite. Nach einer guten Pause waren wir der Meinung, das der Parkplatz ungünstig ist und wir fuhren weiter. Am Hotel angekommen erlebten wir echten Westernflair. Das angegliederte Lokal hatte einen tollen Scham. Wir stürmten sofort die Getränkekühlung. Die Bedienung und die anwesenden Gäste waren gut drauf. Was uns aber immer mehr Sorgen machte war das Ausbleiben von Franz. Dieser kam erst 3 Stunden später an. Er hatten noch einen Umweg eingebaut und einen Farmer besucht, der ihn mit Wasser und Benzin versorgt hat.Da kein Netz vorhanden war, konnte er uns nicht benachrichtigen. Als er eintraf, wich die mitlerweile größere Sorge einer besonderen Erleichterung, die wir etwas feiern mußten. Opa gab einen aus, alle wieder an Bord. Gott sei Dank.Read more