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  • Day5

    Chapada Diamantina

    February 25, 2018 in Brazil ⋅ ☁️ 22 °C

    Hallo ihr Lieben 🙋🏽‍♀️

    Wir haben die letzten Tage im Landesinneren weg von Stränden und dem Meer im Nationalpark verbracht.

    Chapada Diamantina befindet sich 400 Kilometer westlich von Salvador entfernt und umfasst eine Fläche von circa 1520 km². Bekannt ist er für seine weiten Täler, Tafelberge und unzähligen Wasserfälle.

    Nach 7,5h Fahrt von Salvador aus sind wir abends in Lençois, der "größten“ Stadt des Parks, angekommen. Nachdem wir in unser wunderbares Hostel eingecheckt haben, in dem wir gleich sehr familiär aufgenommen wurden, sind wir noch etwas auf Erkundungstour in die kleine Stadt gelaufen. So hilfsbereit und liebevoll bin ich selten empfangen worden. Sollte ich nochmal in die Nähe kommen, würde ich jederzeit sofort zurück. Das Stadtbild erinnert ein bisschen an Italien, es gibt engen gepflasterten Straßen auf denen Tische und Stühle stehen und unzählige Straßenkünstler singen, handgemachten Schmuck oder Gebäck verkaufen. Wir haben uns gleich so wohl gefühlt. Man kann es leider nicht so gut erkennen auf dem Bild, da es schon dunkel war. Überall gab es die Restaurantkarten auch auf Englisch, das Essen war toll gewürzt und es gab völlig andere Dinge. Nudeln, Brushetta, Salate. Keine Abfertigung mit Reis, Bohnen, Fleisch und etwas Salat.

    Wir haben uns dann gleich am nächsten Tag zu einer Tour aufgemacht und sind morgens nach einen unfassbar liebevoll zubereiteten Frühstück gestartet. Als erstes haben wir eine Höhle angesteuert die Glasklares Wasser hatte. Man durfte erst dort schwimmen wenn man sich vorher geduscht hatte, damit keine Cremes etc. das Wasser verunreinigen. Das Wasser war wirklich so glasklar das wir ohne Probleme 25 Meter tief runter sehen konnten.

    Anschließend mussten wir 120 km weiter in eine andere Richtung uns dann zu einem Wasserfall durch den Regenwald. Ihr seht ihn auf dem letzten Bild noch von weit oben. Das war schon ein ganz schöner Marsch dahin aber es hat sich gelohnt. Unsere Gruppe bestand nur aus 4 Mädels und unserem Guide. Es waren noch zwei Französinnen bei uns die auch sehr nett waren und schon einige Zeit reisen.

    Am nächsten Tag hat es leider wieder nur geregnet. Wir wollten eigentlich ein Aussteigerdorf in der Nähe besuchen. Dort leben Europäer, Brasilianer, Menschen aus aller Welt zusammen, die ihren Job aufgegeben haben und jetzt in der Gemeinschaft leben. Dort ist es egal wer du bist und was du vorher gemacht hast. Jeder wird als Mensch gesehen und integriert sich, so gut er kann in die Gemeinschaft ein. 🤗

    Ansonsten ist Brasilien für europäische Backpacker, die kein Portugiesisch sprechen wirklich nicht gerade einfach. Auch Anschluss finden in den Hostels. Der Großteil der hier reist sind Südamerikaner oder spanischsprechende Backpacker. Viele bleiben lieber unter sich. Und auch an Busterminals, Restaurants, Bars etc. ist englisch einfach oft nicht hilfreich. Wir sind jetzt 1 Monat hier und müssen immer noch täglich ganz schön kämpfen. Es dauert auch leider alles einfach länger, weil auch Buchungen etc. mit Google Übersetzer erst bearbeitet werden müssen.

    Ich bin ab jetzt alleine unterwegs und blicke dem Ganzen hier nicht so gelassen entgegen wie in Australien. Zum einen ist es gefährlicher das zeigt auch die Polizei- und Militärpräsenz überall, dann ist es nicht leicht Anschluss zu finden und das Organisieren, Nachfragen, Hilfe suchen wenn es nicht klappt ist zu zweit einfacher. Wir haben oft einen hohen Stresspegel, wenn wir mit all unseren Sachen jeden 2/3 Tag rum laufen und irgendwas suchen. Da hilft es einem sehr, wenn jemand da ist, der das gleiche durchlebt, den Kopf schüttelt und einfach da ist.

    Zudem habe ich mir den Magen leider wieder verdorben. Bin gestern 1,6 km durch 30 Grad Hitze gelaufen und mir war eiskalt. Im Hostel angekommen ging es wieder los mit dem brechen und heute Nacht habe ich Fieber bekommen. Bin wirklich völlig platt und würde den Flug am liebsten streichen aber da er so teuer war, sehe ich zu das ich das irgendwie schaffe. Wenn man alleine ist und es geht einem schlecht, hört es wirklich auf Spaß zu machen. 🙈

    Fliege später nach Fortaleza und werde euch dann weiter von der Küste berichten, denke das ich dort erstmal ein paar Tage runterfahre. 🤗

    Liebe Grüße und bis bald,
    Angi
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