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  • Day24

    Melbourne, 04.06.2019

    June 5 in Australia ⋅ ☁️ 9 °C

    Nicht gerade mit strahlendem Sonnenschein, aber zumindest regenlos startete unser zweiter Tag in Melbourne. Wieder sind wir mit dem Fahrrad losgezogen, dieses Mal um den südlichen Teil Melbournes zu erkunden.
    Gestartet haben wir mit dem Federation Square, von dem wir aufgrund sehr bizarren Gebäudeformen rund um einen rot gepflasterten Platz total begeistert waren. Von hier aus gehen überall kleine Seitenstraßen ab, deren Gebäudewände Graffitiwerke in allen möglichen Farben zeigten. Teilweise waren die Graffits wirklich riesig und total realistisch gesprayt.
    Weil die Außentemperatur noch nich kalt genug war, hat Linda mich überredet in eine Ice Bar zu gehen. Trotz einem dicken Wintermantel war es bei den minus 10°C in der Bar eisig kalt, mit Bildern knispen vor den tollen Eisskulpturen, einem Cocktail und verschiedenen Eis-Spielen konnten wir uns dort allerdings bestens beschäftigen - zumindet bis wir total durchgefroren waren.
    In dem dagegen warmen Wetter draußen haben wir uns dann nochmal zwei Fahrräder geschnappt und sind durch das Stadtviertel 'South Bank' zu den 'Royal Botanic Gardens' gefahren. Unterwegs sind wir an dem 'Shrine of Rememberance' vorbei gekommen. Das Gebäude sieht wie ein griechischer Tempel aus, bei dem man sogar auf einen Balkon steigen konnte und eine tolle 360° Aussicht auf Melbourne hatte.
    Nach einem Picknick im botanischen Garten haben wir uns mit den Rädern auf den Weg zum Vorort St. Kilda gemacht. Unglücklicherweise habe ich uns ein ganzes Stück in die falsche Richtung gelotst, sodass wir am Ende ziemlich in die Pedale treten mussten, um rechtzeitig bei der Bushaltestelle zu sein - die tausenden roten Ampeln waren da auch nicht wirklich hilfreich.
    In letzter Sekunde sind wir in den Bus zu den berühmten Brighton Bathing Boxes gesprungen. Die bunten kleine Strandhäuschen kannten wir beide von Bildern, nun hatten wir die Möglichkeit selbst Bilder davon zu knipsen. Am Strand war es zwar extrem windig und kühl, trotzdem waren hier ziemlich viele Leute, die offenbar die selbe Idee hatten.
    Die Bathing Boxes waren aber auch toll. Sie bildeten eine lange farbenfrohe Reihe entlang des Strandes, jedes Häuschen hatte sein eigenes Muster, was eine tolle Kulisse bot. Obwohl die meisten Bathing Boxes leer stehen, ist jede etwa 400.000 AU$ Wert, wie uns unser Uber-Fahrer (eine Art Taxi, aber mit privaten Fahrer, dadurch viel billiger), auf dem Rückweg zurück nach St. Kilda erklärte.
    Gerade rechtzeitig zum Sonnenuntergang sind wir am St. Kilda Pier angekommen. Um diese Zeit kommen hier jeden Tag Zwergpinguine ans Ufer. Tatsächlich haben wir die Pinguine schon schnattern hören, als wir das Ende des windigen Piers erreicht haben. Vereinzelt konnten wir Blicke auf die Tiere erhaschen, nach einer Weile hat sich sogar ein ganz mutiger Pinguin aus seiner Steinhöhle herausgetraut und hat für die Kamera gepost. Pinguine sind einfach richtig niedlich anzuschauen!
    Da die Sonne mittlerweile untergegangen war und wir ziemlich durchgefroren waren, haben Linda und ich uns schließlich auf den zehn Kilometer langen Rückweg zum Hostel mit unseren Rädern gemacht. Dadurch hatten wir die Möglichkeit die bunt beleuchteten Straßen Melbournes im Dunkeln und das Nachtleben mit vielen Straßenkünstlern zu erleben, was die vielfältigen Facetten der Stadt noch mehr betonte. Sport hatten wir dann allerdings genug für heute gemacht!
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