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  • Day135

    La Paz und die Berge

    June 13, 2018 in Bolivia ⋅ ⛅ 10 °C

    Von Uyuni zogen wir weiter in die große und hoch gelegene Stadt La Paz. Wie groß sie tatsächlich ist, hatten wir aber nicht erwartet. Sie erstreckt sich von ca. 3400m bis 4100m Höhe über mehrere Berge und Täler, das Ende sieht man nur, wenn man aus der Stadt heraus fährt. Und sie wächst und wächst und wächst.. Seit ein paar Jahren gibt es hier ein Seilbahnsystem, mit dem man über die Stadt fahren kann, die Ausblicke sind beeindruckend! Leider sind uns durch die Plastikscheiben keine guten Fotos gelungen.
    Wir sind nun schon eine ganze Weile in La Paz und haben einiges erlebt. Philipp ist die berühmte "Straße des Todes" (Death Road) mit dem Mountainbike nach unten gefahren. Früher sind auf dieser Straße viele Autofahrer verunglückt, daher hat sie ihren Namen. Heute gibt es eine andere Straße und sie wird nur noch von wenigen Autos befahren. Wir haben das hier berühmte Frauen-Wrestling der "Cholitas" gesehen - die Frauen, die vom Land in die Stadt eingewandert sind und traditionell sieben Röcke übereinander und einen englischen Hut tragen. Bis vor einigen Jahren gab es kein Gesetz, das den Mörder einer Frau verurteilte und die Cholitas demonstrierten mit ihren Kämpfen, dass sie durchaus in der Lage sind sich zu verteidigen. Heute gibt es Gesetze und das Spektakel wird zum Vergnügen fortgeführt.
    Von La Paz aus sind wir auch mal wieder ein paar Tage wandern gefahren - den Takesi-Trek. Eine alte Inkastraße durch die Berge. Wir waren sehr beeindruckt was für eine stabile Konstruktion die Inkas vor hunderten von Jahren über einen Pass auf 4800m Höhe bis hinunter in den Regenwald gebaut haben. Zurück in La Paz mussten wir ins Krankenhaus, weil Philipp sich eine Lebensmittelvergiftung eingefangen hatte und nach einer Nacht auf dem Klo völlig dehydriert war. Nach einer Infusion und ein paar darmberuhigenden Medikamenten ging es ihm aber besser und ich durfte ihn wieder mitnehmen. Da es währenddessen in den Bergen, in die wir zum Wandern aufbrechen wollten, ungewöhnlich viel geschneit hatte, haben wir beschlossen nach Peru weiter zu fahren. Dort scheint die Schneegrenze im Moment etwas höher zu sein als hier.
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