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  • Day167

    Zwei Wochen Sommer

    July 15, 2018 in Peru ⋅ ☀️ 24 °C

    Nach der langen Zeit in Bergen und Städten wollten wir uns noch zwei Wochen Strand gönnen. In Cusco hatten wir zwei Sachsen kennengelernt, die von Máncora im Norden Perus geschwärmt hatten. Auch im Internet wurde der Badeort gepriesen, vor allem für Surfer, was Philipp gefiel. Beim Buchen einer Unterkunft haben wir uns schwer getan, uns zum Schluss aber für eine kleine Bungalow-Anlage auf einem Hügel mit Blick über den Ort auf den Strand entschieden. Die Bungalows waren auch klasse! Aber die Lage stellte sich in den ersten Nächten schnell als Fehlentscheidung heraus. Wir konnten ALLES hören, was unten im Ort los war. Und das war in den zwei Wochen eine ganze Menge: Hochzeit, Karaoke, Geburtstag, mehrere Open-Air-Konzerte der Lehrerband und die üblichen Parties betrunkener Urlauber. Selbst mit Ohrenstöpseln konnten wir fast alles hören. Da half nur Alkohol! Zwei Flaschen Rum in Form von Mojitos haben wir in den 14 Tagen platt gemacht. Das war aber auch lecker!
    Der Krach wäre wahrscheinlich erträglicher gewesen, wenn wir dafür im Badeparadies gelandet wären. Aber wer gern feiert, macht leider auch Müll. Der Strand im Ort war dreckig, voller kaputter Betonreste, weil wohl jemand zu nah am Meer gebaut hatte und man wurde von Leuten beschwatzt, dass man unbedingt bei ihnen essen/Sonnenbrillen kaufen/surfen muss. Als wir am Ortsausgang ein Stück in die vermüllten, jedoch einsamen Dünen laufen wollten, hielt uns ein Polizist davon ab. Man würde dort ausgeraubt, wir sollten in Sichtweite bleiben. Prima. Also nix baden.
    Was haben wir also die ganze Zeit gemacht?! Philipp hat Surf-Unterricht genommen, erst normal, dann Kite-surfen. Ich habe währenddessen am Strand Harry Potter gehört. Wir waren an einer stillgelegten Bohrinsel mit Seelöwen und viel Strömung Tauchen bzw. ich Schnorcheln. Das war aufregend! Freitag und Samstag abends haben wir mit den Leuten von der Surfschule was getrunken, wir waren sogar einmal tanzen! Aus Sicherheitsgründen haben wir die Technik immer im Bungalow gelassen und es gibt von alldem leider keine Fotos. Zu guter Letzt haben wir bestimmt zehnmal Kartoffelpuffer gegessen, weil ich so einen Heißhunger hatte und die Küche mit einer seltenen Reibe ausgestattet war.
    Insgesamt war es eine schöne sonnige Zeit, aber der Ort definitiv der Falsche. So waren wir eher froh als traurig, als wir mit dem Nachtbus zurück nach Lima gefahren sind.
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