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  • Day172

    Rückflug in die Heimat

    March 28, 2020 in Germany ⋅ ☀️ 15 °C

    27.März: Ich kann natürlich nicht richtig schlafen..kurz nach 6.00 Uhr freue ich mich endlich aufstehen zu können. Ich zelebriere meine Frühstückshaferflocken.

    Packen, Proviant vorbereiten,..warten..
    Taxi zum Flughafen. Um 9.00 ist es noch relativ leer. Ich verbringe nun 3,5 Stunden vor dem Flughafen auf dem Boden. Es ist kurzweilig, da ich ein nettes Paar vor mir in der Schlange kennenlerne und wir uns sofort gut verstehen.

    Anspannung macht sich breit. Alle warten, dass endlich der 'Check In' losgeht. Plötzlich heißt es nur Senioren. Die einst strukturierte Reihe löst sich in 0,nix auf. Jeder bekommt Panik nicht in den Flieger zu können. Es stehen auch einige Leute an, die gar keine Bestätigungsmail für diesen Flug bekommen haben und versuchen ihr Glück. Doch es schürt nur noch mehr Unruhe und Unsicherheit.

    Es ist heiß. Die Menschen drängen sich immer dichter.. ich soll doch mein Pass checken lassen, ob ich auf der Liste stehe!
    Es gibt also eine Liste..die Flughafen Mitarbeiter sind überfordert. Viele Touristen drängeln sich zu Ihnen und wollen wissen, ob sie auf der Liste stehen..alles etwas chaotisch. Ich bete, dass es einfach nur schnell vorbei geht und wir in diesen Flug kommen.

    Mir geht es nicht gut..aber ich dringe nach 'vorne' durch. Und ich stehe auf der Liste..und werde sofort durchgerufen. Warum genau ich weiß ich nicht. Ich kann das Paar mit dem Gepäck zu mir durchwinken.. wir quetschen uns durch die Mengen.. ich bin froh, dass dieses Gedrängel vorbei ist und man einfach nur in den Flughafen zum eigentlichen Check In kann. Man hat es also endlich geschafft. Erleichterung macht sich bemerkbar, während man durch die Schiebetür schreitet. Gleichzeitig fühle ich mich schlecht gegenüber den anderen, die noch draußen stehen. Was sie wohl denken, warum nun ich durch gewunken worden bin..ein junges Mädel.
    Krankheiten sieht man eben nicht alle auf den ersten Blick!

    Durchatmen. Realisieren, dass man jetzt gleich sein Flugticket in der Hand hält und nach Hause kann. Man fühlt sich wie in einem Film.

    Wieder stehen wir Stunden am Check In Schalter..die Tickets werden manuell ausgestellt. Die Mitarbeiter machen dort gute Arbeit.. Zeit spielt eh keine Rolle mehr.

    Der Flug geht eh erst 22.00 Uhr. Wir verbringen also weitere Stunden an einem Geisterflughafen. Alles hat geschlossen. Der Duty-Free Shop komplett ausgeräumt. Alles verhangen. Einen Wasserspender finden wir, um unsere Wasservorräte aufzufüllen. Später wird von einem Hotel in Flughafennähe netterweise Essen und Getränke geliefert, die sie günstig an die Passagiere verteilen.

    Nach über 12 Stunden am Flughafen können wir nun endlich in das Flugzeug steigen. Ein leichtes Lächeln zeichnet sich in meinem Gesicht ab.

    Nun haben wir über 14 Stunden Flugzeit vor uns. Im Direktflug geht es mit einem Charterflug der deutschen Botschaft von Cebu/ Philipinen nach Frankfurt/Deutschland.

    .....Zeitsprung: noch 1 Stunde bis zur Ankunft in Frankfurt (28.3.2020)! Realistisch ist das gerade nicht für mich. Die ganze große Reise ist nun vorbei! Mit solch einem Ende!
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    Veri

    Ich freu mich von dir zu lesen! Was für eine Tortur! Ich wünsch dir gutes Ankommen und gute Besserung! 🍀 Das dauert sicher, das alles zu verarbeiten... Ich häng noch in Neuseeland fest und warte auf den Rückholflug, aber gesund. VG

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    Mela's Welt

    Vielen Dank. Es geht mir schon viel besser. Ich wünsche dir auch ein baldiges nach Hause kommen. ☝🏻🙋🏼‍♀️

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