• Wanderung im Schwarzwassergebiet

    November 26 in the United States ⋅ ⛅ 25 °C

    Ganz am Anfang mal der Hinweis, dass es zuweilen lohnenswert sein kann, bereits gelesene Beiträge der letzten Tage nochmals anzuschauen. Zuweilen arbeiten wir gemeinsam, aber zeitversetzt an einem Footprint. So ergeben sich noch Text- oder Bildergänzungen, die im System nicht irgendwie kundgetan werden.
    Mein heutiger Ausflug war wieder ohne E-Bike, aber immerhin nicht nur per Bus, sondern nach einer mehr als halbstündigen Anfahrt eine Wanderung durch ein von vielen kleinen Gewässern, zum größten Teil von Hand angelegten Kanälen, durchzogenes Gebiet, welches heute wieder ein Naturschutzgebiete ist, welches in manchem unserem Leipziger Auenwald ähnelt, wenn auch mit anderen pflanzlichen und tierischen Bewohnern.
    Zuerst besuchten wir eine Station der Naturschützer, in welcher der von Aussterben bedrohte "rote Wolf" (der durchaus auch bräunlich bis grau sein kann} durch Zucht und Auswilderung hier in South Carolina wieder heimisch gemacht werden soll.
    Dann ging es über eine Holperstraße en den Ausgangspunkt einer 2-Meilen-Runde durch das Schwarzwassergebiet. Dabei rührt die dunkle Färbung des Wassers von diversen Mineralien her.
    In diesem Gebiet wurde im späten 18. und 19. Jh. Reis, der von Madagaskar stammte, angebaut. Dafür wurden von Sklaven erst die bereits damals vorhandenen Wälder gerodet, die Kanäle angelegt und dann der Reis angebaut. Mit der zu Beginn des 20.Jh. auch in den Südstaaten zumindest offiziell abgeschafften Sklaverei war diesem Anbau die Wirtschaftlichkeit abhanden gekommen, so dass sich die Natur das Gelände in den letzten reichlich 100 Jahren zum größten Teil selbst wieder zurückgeholt hat. Die Möglichkeiten der kleinen Naturschutzstation zur Pflege des Areals sind sehr beschränkt, wie man vor allem an den Infotafeln leider sehen kann.
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