Niklas Klein

Joined August 2016
  • Day21

    An roten Ampeln halten?

    May 22 in Germany

    Wir befinden uns gerade auf dem Weg nach Braunschweig. Nach unserer anstrengenden Rückreise haben wir in Berlin übernachtet. Nicht nur darüber, dass das Toilettenpapier gefühlt 1000-lagig ist, haben wir uns gewundert - auch darüber, dass an roten Ampeln das rechts Abbiegen, anders als in den Staaten, nicht erlaubt ist.

    Zeit, den Urlaub Revue passieren zu lassen - das nach insgesamt 32 Flugstunden, 4.330,75 Autokilometern (2.691 Meilen), 202 Kilometern zu Fuß (125,51 Meilen) und drei gefahrenen Automodellen (Mercedes C-Klasse, Nissan Armada und Chevrolet Tahoe):

    Mit der Golden Gate Bridge durften wir die wohl bekannteste und für die meisten schönste Brücke der Welt bestaunen. Für uns in einer der schönsten Städte, die wir bisher gesehen haben. Schon eigenartig, dass genau in dieser Vorzeigestadt die wohl berüchtigste Gefängnisinsel der Welt, Alcatraz, Schwerverbrecher beheimatet hat.

    Nachdem wir uns den Regierungssitz der Internetwelt, Google im Silicon Valley, angeschaut haben, ging es für uns über die schönste Straße der Welt, der Route 1, weiter in den Big Basin State Park. Hier hatten wir die Gelegenheit, neben den größten Küstenmammutbäumen der Erde (Redwoods) zu posieren.

    Weiter ging es durch die bergige Landschaft Kaliforniens über Santa Barbara (hier steht übrigens der größte Feigenbaum der Welt) und den weltbekannten Strand von Malibu nach Los Angeles - DIE Stadt, wenn es um Film, Fernsehen und Promis geht. Die Universal Studios haben uns zumindest einen kleinen Einblick in die Glitzerwelt Hollywoods gegeben. Ein tolles Erlebnis!

    Die nächste Autofahrt (mittlerweile im Chevrolet Tahoe - der Nissan Armada V8 war zwar absolut entspannt und gut motorisiert, wir wollten aber einfach mal eine fette, klassische Ami-Karre fahren und haben unseren Mietwagen einfach getauscht) führte uns durch Wüstenland, was wir natürlich in dieser Form noch nie in unserem Leben gesehen haben, nach Las Vegas. Eine durch Menschenhand erschaffene Vergnügungsstadt mitten in der Wüste - mal sehen, wie lange der Colorado River diese Stadt noch mit Wasser versorgt. Aus unserer Sicht allerdings einfach atemberaubend. Hier stehen immerhin Dreiviertel der 20 größten Hotels der Welt. Im zweitgrößten haben wir übernachtet - für uns übrigens die schönste Hotelsuite, die wir jemals bewohnt haben.

    Nach zwei Tagen und um einige hundert Dollar leichter ging es wieder in Richtung von Mutternatur erschaffenen Wundern. Dabei nutzten wir nicht nur die Interstate (zu deutsch: Autobahn - überholt wird hier links und rechts, Motorradfahrer nutzen einfach die Fahrbahnbegrenzungen zum Überholen), sondern auch Teile der Straße aller Straßen, der Route 66. Dabei fühlten wir uns, als befänden wir uns in einem klassischen Westernfilm. Nach 5 Autostunden erreichten wir den Grand Canyon. Man kann es mit Worten leider nicht beschreiben. Auch Bilder sprechen in diesem Fall keine Worte, denn diese gigantische Schlucht mit unglaublichen Bergformationen muss man einfach live sehen!

    Das nächste Naturwunder auf unserer Route hieß Antelope Canyon. Durch Wasser ausgewaschene Gesteinsformationen unter der Erde? Richtig! Wahnsinn! Wunderschön! Auch das ein absolutes Highlight, was wir nicht bereuen.

    Um uns weiter vom Großstadttrubel aus San Francisco, Los Angeles und Las Vegas zu erholen, hieß unsere nächste Station an Tag 11 unserer Westküstentour „Zion Nationalpark“. Dass dieser Nationalpark nicht unbedingt zu den bekanntesten in den USA zählt, verstehen wir nicht ganz. Wir fanden ihn wunderschön und durften sogar unsere erste richtige Klettererfahrung machen. Nach circa 2,5 Hiking-Stunden erreichten wir den „Angels Landing“, die Spitze eines schmalen, angsteinflößenden und zugleich atemberaubenden Aufstiegs. Impressionen anderer Bezwinger findet Ihr bei YouTube!

    Da unser Reisegeld knapp wurde (*Ironie Off*), steuerten wir ein zweites Mal Las Vegas an. Dieses Mal mehr oder weniger als Zwischenhalt. Auf dem Weg dorthin stoppten wir noch am Valley of Fire. Wir waren mittlerweile zwar schon ein wenig abgestumpft, was Naturwunder angeht, wurden jedoch auch von den roten Feldformationen in diesem Valley überrascht. Auch diesen Stopp würden wir immer wieder machen!

    Nach einer Nacht in Vegas, dieses Mal im „New York New York“ mit eigener Hotel-Achterbahn und nachgebauter NY-Skyline als Außenfassade, führte uns die nächste Autofahrt in unserem Chevrolet Tahoe zum heißesten Ort der Erde, dem Death Valley. Mit 57°C wurde hier die höchste Temperatur seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gemessen. Wir hatten „nur“ 40°C oder 104°F (die Umrechnung haben wir ungefähr nach einer Woche gegoogelt - wir sind aufgrund unserer Eindrücke einfach immer wieder drüber weggekommen). Zum Wetter insgesamt: An insgesamt 21 Reisetagen haben wir einen einzigen Regentropfen abbekommen (auf dem Angels Landing im Zion - es war tatsächlich nur einer, danach schien wieder die Sonne), ansonsten durchschnittlich 10 Sonnenstunden und 25-40°C. Glück gehabt!

    Da uns auch die 40°C mittlerweile zu schaffen machten, steuerten wir nun die kälteste Station unseres Trips an - den Yosemite Nationalpark. Bei 25°C Tagestemperatur hatten wir hier auch das grünste Erlebnis - wirklich die „Arche Noah Kaliforniens“. Die vielfältige Fauna, Flora und Naturwelt lässt sich unter anderem durch die Wasservorkommen (hier fließt einer der höchsten Wasserfälle der Erde) erklären, die es an den vorherigen Stationen unserer Reise nicht gab. Beeindruckend! Einen Bären haben wir leider nicht gesehen, dafür einen riesigen Raben, der für unsere Kamera posierte. Immerhin!

    Nach zwei Nächten in Oakhurst nahe Yosemite Valley und rund 20 Hike-Kilometern machten wir uns nun auf den „Heimweg“. Da wir zwei Puffertage für eventuelle Zwischenfälle eingeplant haben, konnten wir noch ein wenig entspannen. Den Puffer brauchten wir nicht, unsere Excel-Tapete war mal wieder ein zuverlässiger Begleiter, sodass jede Buchung und jeder Plan funktioniert hat. So soll das sein! Der zweite Puffertag endete in einer spontanen Kneipentour - den Abflugtag starteten wir also nicht gerade fit, trotzdem haben wir die letzten Stunden an der Küste San Franciscos (Fisherman’s Wharf) verbracht.

    Ein Uber (unser zuverlässiges Fortbewegungsmittel, wenn wir nicht gerade selbst gefahren sind) brachte uns gegen 14 Uhr dann Richtung Flughafen. Gegen 18:15 Uhr hob unser Flieger Richtung Istanbul (ein unnötiger Zwischenstopp, der Gabelflug sparte aber immerhin 300 Euro pro Person) ab. Nun machte sich unsere Kneipentour vom Vorabend bezahlt. Wir konnten nach dem Abendessen alle einschlafen und sind zum Frühstück wieder wachgeworden. Nach 12 Stunden Flug war es schon wieder Abend? Richtig, durch unseren Ostwärts-Flug war der Tag halt 9 Stunden kürzer. Jetzt, immer noch im Auto nach Braunschweig (wir haben soeben eine Vollsperrung passiert), haben wir leichte Jetlag-Symptome, die allerdings keine Chance haben, unsere wahnsinnigen Erlebnisse der letzten drei Wochen zu trüben.

    Danke an alle, die unseren Blog verfolgt haben! Macht’s gut!
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  • Explore, what other travelers do in:
  • Day18

    The City

    May 19 in the United States

    …Spitzname für San Francisco von den Locals - Stichwort für unsere Reise.
    Uns gefällt, von den Großstädten in denen wir dieses Jahr waren, diese Stadt einfach am besten.

    Obwohl es in San Fran häufig bewölkt/nebelig sein soll, haben wir scheinbar ein paar perfekte Tage getroffen. Lässt man den Wind weg, waren bei Sonnenschein durchgehend 15-20 Grad. Optimal um die Stadt zu erkunden.

    Zum Start sind wir heute in das Szeneviertel „The Castro“ gefahren und haben uns die Umgebung mal etwas angeschaut. Dieses Viertel ist für seine Toleranz zu Schwulen und Lesben bekannt und das spiegelt es auch wider. Überall sieht man die Regenbogenfarben und sogar die Zebrastreifen sind bunt gestaltet. Das Viertel wurde nach dem Kino „Castro Theatre“ benannt, was man sich unbedingt anschauen sollte. Das habe ich zumindest gerade gelesen, hätte ich das vorher gewusst, hätten wir das vielleicht auch getan. Hupsi.

    Weiter ging es zum Golden Gate Park. Vergleichbar mit dem Central Park in New York, wurde einfach ein rechteckiger Garten in eine Weltstadt gezimmert. Mit seinen Seen und Gehwegen aber dennoch wirklich schön anzusehen. Steht man in der Mitte des Parks und sieht um sich herum nur Natur, vergisst man für eine Minute fast, dass außerhalb nur Stress und Trubel herrscht.

    Der Hunger trieb uns dann an eine Essensmeile am Pier. Der „Ferry Building Marketplace“ bietet für hungrige wirklich einiges, allerdings war nach unserem Geschmack zu viel los. Dafür, dass man sich im Menschengedrängel das Essen reinzieht, hatten wir dann doch nicht genug Hunger gingen weiter.
    Richtung Downtown sind wir durch belebte Straßen gezogen und sind an einer der größten Shopping-Centern San Francisco’s geendet. Nach ein wenig Bummeln und Essen war der Tag dann aber auch schon fast wieder vorbei.
    Zurück in der Unterkunft verfasse ich gerade den Blog und bereite mich auf den Endspurt vor. Einen Eintrag werde ich wohl noch raushauen, aber jetzt gehen wir erstmal noch etwas trinken in dieser wunderschönen Stadt.

    Wenn ihr bis hierher noch lest, dann kann es ja nicht so uninteressant gewesen sein. Das ehrt mich - Danke!

    Cheers!
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    Bisher zurückgelegte Distanzen:
    Zu Fuß:
    198,4 km (Ziel: 200 km)
    (123,28 Meilen)

    Mit dem Auto:
    4330,75 km
    (2691 Meilen)
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  • Day17

    San Francisco hat uns wieder

    May 18 in the United States

    Oakhurst - San Francisco
    https://goo.gl/maps/J5ATfv3JRJQ2

    Heute ging es für uns also zum letzten Ziel der Reise. Wir sind am Ende unseres Trips nun nochmal zwei Tage in San Francisco, um ein wenig runterzukommen. Wir waren die letzten Tage/Wochen wirklich viel unterwegs und brauchen nun einfach nochmal zwei ungeplante Tage in einer der, für uns, schönsten Städte Amerikas. Bisher hat mal wieder alles Geplante perfekt geklappt und wir werden die Erlebnisse die nächsten Tage hoffentlich vollends realisieren.

    Wir haben wieder eine sehr schöne Airbnb-Unterkunft und dieses mal sogar ein Haustier. Patches, die Hauskatze, leistet uns die nächsten Tage also Gesellschaft.
    Richtung Großstadt wird der Verkehr immer etwas chaotischer und so kam es, dass wir erst gegen 16 Uhr in San Francisco angekommen sind. Nachdem wir unser Auto abgegeben hatten, sind wir nur noch ein wenig durch die Stadt und letztendlich etwas essen gegangen. In der Cheesecake Factory gibt es übrigens nicht nur Käsekuchen, sondern auch wirklich gutes Mittag- und Abendessen. Sehr zu empfehlen!

    Morgen werden wir ein wenig ziellos durch die Stadt irren, ein paar Punkte haben wir aber doch noch auf der Wunschliste :)

    Bis morgen!
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    Bisher zurückgelegte Distanzen:
    Zu Fuß:
    181,5 km
    (112,78 Meilen)

    Mit dem Auto:
    4330,75 km
    (2691 Meilen)
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  • Day16

    Die Arche Noah Kaliforniens

    May 17 in the United States

    ...denn der Yosemite Park ist der artenreichste Nationalpark der Welt...

    Oakhurst - Glacier Point - Yosemite Village - Oakhurst
    https://goo.gl/maps/3qaYSsNuND82

    Heute hatten wir den kompletten Tag um den Yosemite National Park zu erkunden. Eigentlich haben wir auch alles geschafft was wir uns vorgenommen hatten, alles gesehen hat man dennoch längst nicht, da der Yosemite einfach zu groß ist. Wir haben uns nur im südlichen Bereich und im Yosemite Valley bewegt.
    Man müsste hier wahrscheinlich 1-2 Wochen für das volle Programm einplanen.

    Der Park und die Aktivitäten unterschieden sich, je nach Jahreszeit, allerdings auch gravierend. In der kalten Jahreszeit ein beliebter Ort für Wintersport, so kann man allerdings nur im Frühling die meisten Wasserfälle beobachten. Im Sommer und im Herbst, wenn der Schnee getaut ist, gehen die Wasserfälle, Flüsse und Bäche zurück. Ab ca. Juni wird dann der Tioga Pass (ein Bergpass) geöffnet, der den östlichen Teil mit dem Rest des Parks verbindet. Anfang Mai lagen hier noch ca. 5m Schnee, derzeit sind die Aufräumarbeiten aber in vollem Gange.
    Aus diesem Grund mussten wir gestern auch einen etwas größeren Umweg fahren (war natürlich geplant). Der Pass ist der einzige Weg, um von Ost nach West zu kommen, ohne den kompletten Nationalpark umfahren zu müssen.

    Jedenfalls hatten wir vom Wetter und vom allgemeinen Gemüt einen perfekten tag erwischt. Es sollte den ganzen Tag Sonne geben und das haben wir ausgenutzt.
    Gestartet sind wir um ca. 7:30 Richtung Park und sind jetzt, gegen 20:00 Uhr, wieder zuhause. Unser erster Stopp im Park war der Glacier Point, von wo aus man das komplette Yosemite Valley, also das Tal, überblicken konnte. Außerdem hatte man schöne Blicke auf einige Highlights des Parks.
    Im Yosemite Valley sammelten sich dann die Touris und Naturfanatiker, denn das ist der Ausgangspunkt für gefühlt 30-40 Wanderrouten und Sehenswürdigkeiten. Ein Shuttle, der einen durch das ganze Valley gefahren hat, inklusive.
    Obwohl wir keinen großen Trail gelaufen sind, sind wir doch gut rumgekommen und haben uns einige, für uns sehenswürdige, Sachen angeschaut.

    Manche Dinge hätte man vielleicht vom Harz nicht unterscheiden können, andere wiederum waren unvergleichbar imposant.

    Zumindest haben wir wieder genug Input für einen Tag. Jetzt erstmal sacken lassen und genießen.

    Tschö mit Ö!
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    Bisher zurückgelegte Distanzen:
    Zu Fuß:
    178 km
    (110,6 Meilen)

    Mit dem Auto:
    4012 km
    (2493 Meilen)
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  • Day15

    Vom Steppenläufer zum Berglöwen

    May 16 in the United States

    Ridgecrest - Bakersfield - Oakhurst - Yosemite South Entrance - Oakhurst
    https://goo.gl/maps/RnQ5oTpsocJ2

    Von Ridgecrest sind wir heute weiter Richtung Yosemite National Park gefahren. Nach einem Zwischenstopp samt Mahlzeit in Bakersfield heißt unser neuer Aufenthaltsort Oakhurst.

    Oakhurst befindet sich am südlichen Ende des Nationalparks und bietet einen guten Startpunkt für unsere morgige Tour.
    Auf einer Höhe von 600 bis 4000 Metern erstreckt sich der Nationalpark über 3081 Quadratkilometer. Eine Menge zu erkunden für einen Tag ;).
    Da wir heute noch ein wenig Zeit hatten sind wir schonmal etwas in den Park gefahren und haben einen Vorboten mitgenommen.
    Schon bei der Anfahrt bemerkt man den großen Höhenunterschied. Die Straßen schlängeln sich teilweise auf die Berge nur um im nächsten Moment wieder ein Stück Richtung Tal zu führen. Überall wird auf Gefahren, ausgehend von Bären und Berglöwen, hingewiesen und das Land bietet eine Pflanzen- und Baumkultur, die wir so auch noch nicht gesehen haben.

    Da wir nur ca. 3 Stunden Zeit hatten bis die Sonne unterging, sind wir noch einen kurzen Trail namens „Lewis Creek“ außerhalb des Parks gelaufen. Noch nicht mal im Nationalpark, gibt es also schon einiges zu sehen. Der Weg folgte einem etwas größeren Bach samt Wasserfällen den Berg herunter.

    Wir sind jetzt wieder zurück in unserer Airbnb-Unterkunft und informieren uns noch über verschiedene must-sees für morgen. Auch wenn die Leute etwas spießig scheinen ist es doch ganz Nett hier, wir wohnen nämlich in einer kleinen Cottage (Hütte) auf dem Grundstück der Eigentümer.

    Morgen werden wir mehr zu berichten haben!

    Bis denn.
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    Bisher zurückgelegte Distanzen:

    Zu Fuß:
    167,8 km
    (104,27 Meilen)

    Mit dem Auto:
    3817,36 km
    (2372 Meilen)
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  • Day14

    Das tote Tal

    May 15 in the United States

    Las Vegas - Death Valley - Ridgecrest
    https://goo.gl/maps/JPjTji3EDRG2

    In Las Vegas ist der große Gewinn mal wieder ausgeblieben, aber wir hatten trotzdem einen wirklich super, feucht-fröhlichen Abend! :)

    Unsere Hauptaktivität heute lautete Death Valley. Aufgrund der Größe des Parks und weil das Death Valley der heißeste Ort der Welt ist, hielten wir uns allerdings vermehrt im Auto auf. Zwar hatten wir mit 40° noch einen milden Tag erwischt, aber länger aushalten konnte man es draußen trotzdem nicht. Der Rekord liegt bei knappen 57° und im Hochsommer sind es hier durchschnittlich 48°. Death Valley liegt zwischen mehreren Gebirgen und ist mit 86 Metern unter dem Meeresspiegel der tiefste Punkt Nordamerikas. Also wieder ein besonderes Ereignis auf unserer To-Do-Liste abgehakt. Was wir nicht erwartet hätten ist, dass der Park so riesig ist und die Infrastruktur der Straßen eher ungünstig für unseren Trip waren. So mussten wir viele Wege doppelt fahren um bestimmte Sachen zu sehen. Am eindrucksvollsten war für mich eigentlich die Salzwüste, die aus den 2-3 Regentagen im Jahr entsteht. Wie gesagt liegt das Death Valley zwischen verschiedenen Gebirgen und bei Regen werden die ganzen Mineralien aus den Bergen in das Tal getragen. Wenn dort das Wasser kondensiert bleiben diese Mineralien zurück und bilden somit diese Wüste. So oder so ähnlich zumindest ;). Ein See der vor 3000 Jahren mal vorhanden war spielt auch noch eine Rolle, aber das kriegt man nach so viel Input einfach nicht mehr alles zusammen.

    Nach ca. 3-4 Stunden Auto-Abenteuer sind wir dann weiter zu unserem jetzigen Aufenthaltsort gefahren. Die Fahrten in der Umgebung des Death Valley sind wirklich noch eintöniger als sonst schon. Hunderte Meilen eine Straße die wirklich nur geradeaus geht, aber dafür ist die Landschaft mit den Gebirgen dafür umso schöner.

    Wir fahren morgen weiter Richtung Yosemite Nationalpark und freuen uns schon sehr auf die Landschaft und das etwas kühlere Klima.

    Tüdelü!
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    Bisher zurückgelegte Distanzen:

    Zu Fuß:
    160 km
    (99,42 Meilen)

    Mit dem Auto:
    3339,39 km
    (2075 Meilen)
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  • Day13

    Back in Vegas

    May 14 in the United States

    La Verkin - Valley of Fire - Las Vegas
    https://goo.gl/maps/mXAMHKys9RF2

    Ein kurzes Update.

    Wir sind wieder in Las Vegas, morgen geht es weiter mit dem Death Valley und dann in Richtung Yosemite National Park.
    Da die Hotels hier relativ billig sind, haben wir also für eine Nacht nochmal in Vegas eingecheckt. Untergekommen sind wir im „New York, New York“. Dieses Mal sehen wir nicht den Strip vom Fenster aus, sondern die hauseigene Achterbahn, die rund um das Hotel bzw. auf dem Hoteldach gebaut wurde. Wenn mich nicht alles täuscht geht sogar ein Teil im Hotel/Casino entlang. Jedenfalls verrückt.

    Auf dem Weg hierher waren wir noch im Valley of Fire State Park, ca. 30 Meilen von Las Vegas entfernt findet man hier die skurrilsten Felsformationen aus rötlichem Gestein. Unser Aufenthalt betrug allerdings nur ca. 2 Stunden, da wir keine großen Wanderungen bei 35 Grad machen wollten. Die Intensität der Sonne ist hier in Nevada dann doch zu hoch, als dass man sich in der Mittagssonne großen Anstrengungen aussetzt.

    Jetzt ist es gerade 16 Uhr und wir haben noch den halben Tag vor uns.
    Mal schauen - neue Woche, neues Glück?
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    Bisher zurückgelegte Distanzen:

    Zu Fuß:
    155,28 km
    (96,49 Meilen)

    Mit dem Auto:
    2898,43 km
    (1801 Meilen)
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  • Day12

    Die Engel sind gelandet

    May 13 in the United States

    Wir haben es getan!
    Auch wenn wir unser Leben des öfteren an uns vorbeiziehen sehen haben, sind wir einen der aufregendsten Trails der Welt, den „Angels Landing“ gelaufen. Oder eher geklettert, der letzte Teil besteht nämlich nur daraus, dass man den Berg hochklettert. Zu Hilfe hatte man hier nur eine Stahlkette zum festhalten.
    Wir müssen aber sagen, dass sich die Anstrengung gelohnt hat. Dem Nervenkitzel war wirklich keine Grenzen gesetzt und der Ausblick vom Berggipfel war atemberaubend.

    Am Anfang verlief der Trail noch wirklich harmlos, zwar war bereits eine ordentliche Steigung vorhanden, der Weg an sich war aber gut zu gehen. Etwas mulmig zumute war uns allerdings schon bei der Ankunft am Kopf des Weges, um uns herum waren wirklich fast ausschließlich Leute mit ordentlichen Kletterschuhen und -ausrüstung. Aber wir wollten erstmal den ersten Teil schaffen und dann weiterschauen. Nach vier Kilometern und ca. 300 Höhenmeter hatten wir den „leichten“ Part des Tracks geschafft, dieser führte dann weiter auf den Berg zum sogenannten „Angels Landing“. Jetzt umdrehen und es später bereuen wollten wir allerdings auch nicht, also haben wir einfach weiter gemacht.
    Einen richtigen Weg gab es auf den nächsten 800 Metern und nochmal ca. 150 Höhenmetern allerdings nicht mehr. Lediglich eine Vorgabe anhand der Ketten, die bei schwierigen Aufstiegen zur Hilfe hing. Ansonsten ist man einfach den Vordermännern und abgetrampelten Steinen gefolgt. Teilweise war der Weg auch so schmal, dass er weniger als einen halben Meter betrug. Da war dann relativ klar wo man langzugehen hat ;).
    Mit Höhenangst ist hier also kein durchkommen, das haben auch viele bemerkt, als sie schon etwas höher waren.
    Immer wieder hat man Leute gesehen, die nicht mehr konnten oder sich in Schockstarre an das nächste feste Objekt gekrallt haben. Ein weiteres Problem war der Gegenverkehr, denn runterkommen musste man ja auch wieder irgendwie. Da es nur einen Weg gab, kam es also öfter zu Problemen Leuten die von vorne kamen. Entweder man musste sich irgendwo in einer „Safe-Zone“ aufhalten und jemanden durchlassen oder man hat sich aneinander vorbeigeschlängelt. Hier hat aber wirklich jeder auf den anderen geachtet und es gab kaum knifflige Situationen.
    Zumindest nicht kniffliger als die Situation eh schon war.
    Der Berggipfel war dann wieder relativ gerade und man konnte sich ein wenig bewegen, sich hinsetzen oder ein paar Bilder schießen.
    Das gleiche Spektakel wurde einem dann nochmal bergab geboten und wir waren froh, als wir wieder auf einem, auch dafür vorgesehen, Wanderweg gingen.

    Am Ende bleiben also ein paar Schrammen, müde Beine, wirklich schöne Bilder und Nervenkitzel der langsam wieder abklingt. Außerdem haben wir heute 11,6 km und mindestens 1000 Höhenmeter (hoch und runter) absolviert.

    Wir genießen den Abend jetzt noch bei einem kühlen Blonden und hauen uns dann hin, bevor es morgen weiter in Richtung Valley of Fire geht.

    Crew Ende.
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    Bisher zurückgelegte Distanzen:

    Zu Fuß:
    150,38 km
    (93,44 Meilen)

    Mit dem Auto:
    2606,33 km
    (1619,5 Meilen)
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  • Day11

    Abenteu(r)er im Redneck-Gebiet

    May 12 in the United States

    Williams - Page - Sprindale (Zion National Park) - La Verkin
    https://goo.gl/maps/Ch5L3Hz6jR92

    Von Williams aus ging es für uns heute um den Grand Canyon herum in Richtung Page. Dort sind noch Ausläufer-Canyons, die teilweise im Boden verschwinden. Einen davon, den Antelope Canyon, haben wir heute mit einer geführten Tour angeschaut. Diese Teile des Landes befinden sich im Indianer-Gebiet und auch die Tour-Guides waren abstämmig von den sogenannten „Rednecks“.

    Nach dem steilen Abstieg in den engen Canyon, wurde man durch verwinkelte Steinformationen die Schlucht entlang geführt. Unser Tourguide war wirklich sehr unterhaltsam und hatte immer gute Tipps parat, was Kameraeinstellung oder bestimmte Motive betraf. Die Endresultate sind jedenfalls, genau wie live vor Ort, einfach unglaublich schön.

    Weiter ging es für uns nördlich des Grand Canyons, wo sich die Vegetation auch bereits wieder gravierend verändert. Allgemein ist es hier besiedelter und die Landschaft belebter. Das gilt für Pflanzen/Tiere und Menschen.

    Auf dem Weg in unsere neue Unterkunft in „La Verkin“ sind wir bereits durch den Zion National Park gefahren, welchen wir morgen genauer erkunden werden. Mal wieder sind wir völlig überwältigt von der Landschaft und den Naturgegebenheiten. Immer wenn man denkt man hat krasse Sachen gesehen, kommt ein paar Meilen weiter etwas neues, was einen total umhaut.

    Ein wenig verwirrt hat uns die Uhr auf dem Weg. Es scheint willkürlich wie wir uns durch die Zeitzonen bewegen. Wir sind nun durch California, Arizona, Nevada und Utah gereist und hatten bisher die gleiche Zeitzone. Hier in der Gegend machen allerdings manche Orte/Communties die Sommerzeit mit und manche nicht. So sind wir derzeit eine Stunde später als sonst unterwegs und 5 Meilen weiter ist wieder eine andere Zeit. Die machen was sie wollen, die Amis.

    Wir haben hier in La Verkin ein Airbnb und unser Gastgeber ist wirklich super nett und wohnt gleich nebenan. Er hat uns auch ein paar Tipps gegeben, was wir im Nationalpark machen sollten. Vorgeschlagen hat er uns den Trail „Angels Landing“ Das soll einer der aufregendsten Wanderrouten der Welt sein. Mal schauen ob wir uns das trauen. ;)
    Für alle interessierten:
    https://www.youtube.com/watch?reload=9&v=jy6K0KoMrco

    Könnte also amazing werden.
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    Bisher zurückgelegte Distanzen:

    Zu Fuß:
    138,78 km
    (86,23 Meilen)

    Mit dem Auto:
    2544,37 km
    (1581 Meilen)
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