Daniel Würmli

Joined November 2018
  • Day90

    Schnee zerstört Wüstenträume

    February 4 in Argentina ⋅ ⛅ 22 °C

    Nun sind 5 Tage vergangen seit wir hier in Salta stranden. Auch der zweite Versuch, die trockenste Wüste der Welt (!) in San Pedro de Atacama zu erreichen scheiterte - wegen Schnee (!) auf dem Pass (auf 4200 M.ü.M.). Immerhin vernehmen wir, dass es in der Wüste zurzeit rekordverdächtig regnet (!) und wir nichts verpassen.
    Beim dritten Versuch - wo eine Schlammlawine auf der Strasse den Weg zur Grenze erschwerte, der Bus zu spät ankam und die Nacht vor der Grenze verbringen musste - waren wir, Gott sei dank, nicht an Board. So haben wir uns damit abgefunden, einfach mal zu warten und dabei waren wir sogar sehr fleissig! Bolivien, Peru und Ecuador sind nun geplant! Zudem sind wir fast täglich zum Busterminal spaziert um die chaotische Lage abzuchecken. Dabei muss man sagen, dass sich unser auserwähltes Busuternehmen (Geminis) vorbildlich verhalten hat. Das Geld erhielten wir anstandslos zurück.
    Unser tägliches Highlight war das Essen! Gleich drei Stammrestaurants haben wir in unserer Wartezeit erkoren und diese abwechslungsweise besucht. Butterzartes Rindsfleisch und ausgezeichneter Malbec Wein haben uns den Aufenthalt versüsst.
    Es ist nun Montag, der Geminis Bus fährt nicht, da die Chauffeure die Ruhezeiten einhalten müssen. Fast haben wir die Reise heute mit dem Konkurrenten Pullmann angetreten, wollten jedoch unserem Stammbus treu bleiben und morgen mit Geminis reisen. Doch wieder kommt alles anders - der Pass ist erneut schneebedeckt und Pullmann muss die Rückreise antreten. Geminis vertröstet uns auf Donnerstag. Pullmann fährt evtl. morgen wieder doch wir haben nun genug von diesem Kasperlitheater, Plan B muss her und der heisst Bolivien - wohl oder übel vorerst ohne Wüstenstopp! Morgen geht's nach La Quiaca an der Grenze zu Bolivien, wo noch ein Übernachtungsstopp geplant ist, bevor es zu Fuss über die Grenze in unser 4. Land geht. Hasta luego Argentina zum Zweiten:-)
    Read more

  • Explore, what other travelers do in:
  • Day86

    Adios Argentina - Mate, Carne & Fussball

    January 31 in Argentina ⋅ ⛅ 19 °C

    Salta, 7 Uhr morgens und der Bus fährt los in Richtung Anden mit Destination San Pedro de Atacama in Chile. Noch vor Abfahrt wird ein Frühstück serviert, bestehend aus einer Guezli Rolle und einem Becher mit Teebeutel oder Kaffeepulver - Zeit, um ein paar Gedanken über Argentinien zu verlieren:

    Mit einem weinenden Auge verlassen wir nun dieses fantastische Land! Insgesamt 40 Tage hat uns Argentinien in seinen Bann gezogen. Mit einer Länge von 3700km sind riesige Distanzen zu überwältigen. Pflanzte man das Land in Europa ein, würde es sich von Kopenhagen bis in den Süden von Ägypten strecken. Einzigartig ist auch die Grenze mit Chile welche sich über 5300km ausdehnt.
    Bei diesen Dimensionen ist es auch nicht verwunderlich, dass sich das Klima, die Menschen, die Natur und die Landschaften immer wieder von einer komplett anderen Seite zeigen. Das Land hat soviel zu bieten und doch steckt es seit Jahren in einer wirtschaftlichen Kriese. Die Einheimischen sind gut gebildet und können nicht nachvollziehen, wieso es dem Land nicht besser geht. Der eine oder andere klagt uns sein Leid über den Staat. Vor 3 Jahren hat man für 10 Pesos einen Dollar bekommen. Heute kostet er 40 Pesos. Die Preise sind überall angestiegen doch die Löhne steigen kaum. Eine Reise ins Ausland ist für die Einheimischen somit praktisch nicht finanzierbar. Und trotzdem scheint es ein zufriedenes Volk zu sein. Die Menschen machen das beste daraus und versuchen das Leben zu geniessen. Die Armut ist gering, Bildung und Medizin sind gratis. Sie sind stets freundlich, geduldig, herzlich und absolut nicht aufdringlich, was das Reisen sehr angenehm macht. Ob im Reisebüro, am Busterminal oder in der Autovermietung - man wird stets geduldig beraten und es ist absolut kein Problem, wenn man nicht gleich bucht, sondern sich das ganze nochmals überlegt.
    Im grossen und ganzen ist Argentinien ein sicheres Land um herumzureisen. In Städten ist natürlich Vorsicht geboten aber sobald man in kleineren Dörfer unterwegs ist, scheint Kriminalität kein Thema zu sein.
    Die Argentinier lieben Fussball! Dass Fussball hier zulande als Religion gilt, ist wohl kaum übertrieben. Maradonna ist der Fussballgott schlechthin! Messi hat mit Argentinien noch keine Titel geholt, deshalb hinkt er etwas hinterher.
    Für Fleischliebhaber ist Argentinien eine gute Adresse. Carne (Rindfleisch) gibt es überall. Mal ist es etwas zäh, öfters aber unglaublich zart - und für uns Schweizer zu einem regelrechten Spottpreis. Da könnt ihr euch ja denken, was es an unserem letzten Abend in Argentinien zu Essen gab:-)
    Wir können Argentinien wärmstens weiter empfehlen, ob nun wegen dem leckeren Essen, dem weltbekannten Wein, den anspruchsvollen Trekking Touren, den atemberaubenden Landschaften, der eisigen Winde in Ushuaia, des bezaubernen Nordens mit den vielen Farben oder der gutmütigen Einheimischen! Hasta luego Argentina!

    Mittlerweile ist es 12 Uhr, schönstes Wetter und geschätzte 30 Grad Aussentemperatur. Unser Morgenkaffee/tee Becher wartet immer noch auf heisses Wasser, aber das ist jetzt auch egal. Bald sollten wir Salta erreichen. Jep richtig gelesen, dort wo wir um 7 Uhr morgens gestartet sind. Um etwa 10 Uhr informiert uns der Fahrer, dass er schlechte Nachrichten hat: der Pass de Jama sei gesperrt, zu viel Schnee. Eine Ausweichroute gibt es nicht. Nachdem der ganze Bus einmal leer geschluckt hat, treten wir die Rückreise an und hoffen, dass es morgen klappt. Also so schnell habe ich mir das hasta luego (bis bald) Argentina dann doch nicht vorgestellt...
    Read more

  • Day84

    Salta - Tolar Grande

    January 29 in Argentina ⋅ ⛅ 16 °C

    Alles hat mit einem Foto angefangen... Dani ist in einem Blog auf ein Bild gestossen, dass ihn nicht mehr los liess: einen perfekt dreieckiger "Gupf", welcher inmitten einer Salzebene empor ragt. Doch google maps macht uns klar, dass dieses Fotomotiv irgendwo im nirgendwo liegt und es unmöglich gewesen wäre, diesen Gupf in unseren Roadtrip zu integrieren. So haben wir dieses Ausflugsziel wohl oder übel begraben.
    Ganz aus dem Kopf gelöscht war es jedoch noch nicht und so habe ich den Autovermieter aus Gwunder gefragt, ob man da hinfahren könnte. Wie erwartet lautete die Antwort NEIN - der Weg sei schlecht befahrbar und unmöglich ohne 4x4. Aaaber es gäbe 3-Tages-Touren ab Salta. Kaum wieder im Hostel, durchstöberten wir das Internet und haben einige Tourenanbieter gefunden, nun fehlen uns jedoch noch zwei weitere Personen. Kurzerhand konnten wir unsere neuen aargauer Freunde überzeugen und der Tour steht nichts mehr im Wege! Mit unserem Reiseguide Renato und seinem 4x4 Wagen stürzen wir uns ins Abenteuer. Renato ist Argentinier durch und durch - trinkt Mate, kaut den ganzen Tag Coca Blätter und seine Religion ist der Fussball. Mit ihm haben wir nicht nur einen allwissenden Guide gefunden sondern ein Entertainer mir viel Sarkasmus und Humor. Unser Tagesziel ist Tolar Grande, etwa 360km und 6-7 Fahrstunden Richtung Westen. Die Strassen variieren zwischen betoniert, schotterig, sandig und erdig. Auf dem Weg müssen wir - natürlich mit Koka Blätter in aller Munde - den 4560m hohen Pass "abra de alto chorillo" überwinden, was sich in unserern Körper durchaus bemerkbar macht. Nun ist die Puna, so heisst die argentinische Hochebene, erreicht. Wir passieren einsame Dörfer, die Teufelswüste, Salzseen, ausgetrocknete Salzebenen und immer den einen oder anderen Volkan, teilweise schneebedeckt, im Blickfeld.
    Das Dorf Tolar Grande liegt auf 3700m (!), besteht aus etwa fünf Strassen und entstand damals, als ein Bahnhof hier gebaut wurde. Von hier fährt nämlich ein Zug über die Anden nach Chile - leider aber aktuell nur noch für Güter. So steht das Dorf heute ganz im Zeichen der Minen. Tonnenschwere Lastwagen schmücken das Dorfbild und es ist schwierig sich vorzustellen, wie die den Weg von Salta bis hierher geschafft haben. Renato ist besorgt darüber, dass diese Naturschönheiten hier früher oder später der Gier nach Rohstoffen - in diesem Fall Lithium, Gold und Silber - komplett zum Opfer fallen.
    Am nächsten Tag besuchen wir zuerst die "ojos del mar", kleine Seen in der Salzebene. Weiter geht's zum El Arenal, einen Sandhügel, den es zu besteigen gilt. Ich muss passen, die Höhe setzt mir zu. Die anderen 3 krabseln die 300m hoch und werden mit einem fantastischen Panorama belohnt.
    Am Nachmittag machen wir uns auf den Weg zum lang ersehnten Gupf, ständig in der Hoffnung, dass nicht plötzlich einsetzender Regen die Strasse unpassierbar macht. Doch wir haben Glück und werden von Sonnenschein und einigen Dekorationswolken begleitet. Von weitem scheint der Cono de Arita (offizieller Name des Gupfs) unscheinbar, schliesslich ragt er nur etwa 200 Meter aus der Salzebene empor. Er sieht aus wie ein perfekter Vulkan, ist jedoch keiner. Renato erklärt uns, dass die Geologen bis heute keine Erklärung dafür haben, woher er kommt und was er genau ist. Seine eigene Vermutung ist, dass er vor Millionen Jahren durch das Aufeinandertreten von tektonischen Platten hierhin verschoben wurde.
    Wie dem auch immer sei, wir erfreuen uns ab seiner Schönheit und können nicht genügend Fotos schiessen. Mit den Wolken im Hintergrund hat er sich heute perfekt herausgeputzt, um sich uns von seiner schönsten Seite zu zeigen. Dani ist begeistert, wir andern auch. Kommt hinzu, dass es hier kaum Touristen gibt und wir die ganzen Naturwunder praktisch für uns alleine haben.
    Am Abend verabreden wir uns mit Renato zum Nachtessen. Er taucht mit seinem Wagen auf und wir sollen einsteigen, es wartet eine Überraschung auf uns. Wir fahren etwa 10 Minuten in die Wüste hinein und müssen dann die Augen schliessen, währenddem er aussteigt. Kurz darauf dürfen wir auch raus und es wartet eine Flasche Champagner mit 4 Gläser auf uns. Da sich leider keine Sterne zeigen wollten, hat er die Überraschung etwas vorgezogen und wir konnten den letzten Sonnenstrahlen gute Nacht sagen.
    Am dritten Tag steht die Rückreise nach Salta an. Renato ist ein toller Fahrer, erfüllt auch den einen oder anderen Fotostopp Wunsch (hauptsächlich von den weiblichen Fahrgästen verlangt) und bringt uns sicher wieder nach Salta. Nun heisst es goodbye, Seraina und Mathias zieht es bereits diese Nacht weiter nach Chile, wir bleiben noch einen Tag hier und planen dann unsere Weiterreise nach Chile.
    Read more

  • Day82

    Salta - Roadtrip Tag 5-7

    January 27 in Argentina ⋅ ⛅ 25 °C

    In Salta gabeln wir Mathias und Seraina auf, ein Aarauer Pärchen, welches wir in Mendoza kennengelernt haben. Also genau gesagt haben wir nur Mathias kurz vor unserer Weiterreise im Hostel kennengelernt und herausgefunden, dass wir ähnliches vorhaben in Salta. Seraina lag krank im Bett und so war unser Treffen hier in Salta ein halbes Blinddate. Zum Glück war es erfolgreich und so stand der gemeinsamen Weiterreise nichts mehr im Weg.
    Auf dem Program steht eine 3 Tägige Tour von Salta nach Cachi, nach Cafayate und zurück nach Salta. Mit Hits von Gölä und Baschi (und ab und zu ein Metal Lied für Dani's Gemüt) cruisen wir durch farbige Täler, wunderschöne Landschaften, hunderte Kakteen, einsame Lamas... Einfach fantastisch! Dass wir fast die einzigen Touristen weit und breit sind, macht das ganze nicht weniger spektakulär!
    Wie das so ist, wenn man Leute aus dem Nachbarkanton trifft, findet man oft eine gemeinsame Bekanntschaft heraus. Bei Dani und Mathias ist dies niemand geringerer als derselbe Tattowierer aus Watt-ZH! Da darf ein Fotogruss an den Künstler natürlich nicht ausbleiben, welcher sich ordentlich freut über das gemeinsame Foto:-)
    Read more

  • Day78

    Jujuy - Roadtrip Tag 1-4

    January 23 in Argentina ⋅ ☀️ 31 °C

    Wir scheinen in einer anderen Welt angekommen zu sein. Dünklere Gesichter, wärmere Temperaturen, ausgeprägtere Kultur - man spürt die Nähe zu Bolivien. Jujuy ist eine Provinz im Nordwesten von Argentinien und besteht neben der Hauptstadt San Salvador de Jujuy aus vielen malerischen Dörfer. Für die nächsten 7 Tage sind wir stolze Besitzer eines schicken VW Gol (nein, kein Golf!). Von San Salvador geht's nach Humahuaca, Tilcara, Purmamarca, Salina Grande und anschliessend Salta.
    Es ist schwierig, diese unglaublichen Landschaften in Worten zu beschreiben. Alle paar Kurven wechselt das Panorama komplett, das vermeintlich beste Fotomotiv wird wenig später getoppt und sobald man denkt schöner kann es nicht mehr werden, folgt das nächste Highlight. Wir fahren auf einem Salzsee, schlängeln uns über eine Schotterstrasse auf 4300m hoch, kurven durch immergrüne Wälder, werden von Kakteen begleitet und von fantastischen Gesteinsformationen eingeschüchtert.
    Da uns die Höhe leicht zu schaffen macht, greifen wir auf die Methoden der Einheimischen zurück, die Coca Blätter. Das sind die Blätter derselben Pflanze, aus dener Kokain hergestellt wird. Aber keine Angst, die Blätter sind völlig legal, erzeugen keinerlei drogenähnliche Wirkung, sondern sind hier ein Naturheilmittel. Sie unterstützen die Verdauung, helfen bei Kopfschmerzen und machen die Höhe verträglicher. Es funktioniert so: man nimmt ein Häufchen Blätter, legt diese schön aufeinander und quetscht sie dann zwischen Zähne und Backen. Dort bleiben sie ein bis zwei Stunden, wobei immer wieder etwas Saft ausgesogen wird. Nun wissen wir auch, wieso wir immer wieder einseitigen Hamsterbacken begegnen:-)
    Read more

  • Day72

    Mendoza (ARG) - vino, vino, vino

    January 17 in Argentina ⋅ ⛅ 17 °C

    Kurve um Kurve erklimmen wir die Anden, irgendwo im nirgendwo überqueren wir die Grenze von Chile nach Argentinien und ein paar Stunden später erreichen wir Mendoza. Auf unser Hostel freuen wir uns besonders denn es erwartet uns gratis Wein ab 21 Uhr und Pancakes UND ein Ei zum Frühstück, eine wahrlich erfreuliche Abwechslung zum gewohnt langweiligen Toast mit Butter und Confi.
    Eigentlich alles tiptop, wäre da nicht ein Schmerz irgendwo beim Herz, der mir seit ein paar Tagen keine Ruhe lässt. Auf Empfehlung spazieren wir los zum öffentlichen Spital. Nach zwei falschen Versuchen landen wir am richtigen Eingang. Die Sekretärin verlangt meinen Pass, tippt etwas in den Computer und ich darf Platz nehmen, bis ich aufgerufen werde. Ich suche das WC auf und bin erfreut, dass immerhin eines der beiden mit einer Türe versehen ist. Seife und WC Papier = Fehlanzeige. Anschliessend nehme ich wieder Platz, doch kurz darauf möchte die Putzfrau putzen. So müssen alle einmal rausgehen und dürfen der "Putzshow" zusehen. Nach weniger als 30 Minuten werde ich hereingerufen. Dani muss draussen warten. Der freundliche Assistent stellt mir ein paar Fragen, nimmt Rücksprache mit dem Arzt und schickt mich dann zum Röntgen. Einfach den Gang entlang, Treppe hoch, links, geradeaus und da soll ich mich wieder melden. Phuu zum Glück darf ich Dani nun mitnehmen, der kann sich Wegbeschreibungen besser merken. Nach dem Röntgen werde ich wieder nach unten geschickt, es wird alles besprochen und entschieden, dass es noch ein EKG gibt, um jegliche Abnormalitäten ausschliessen zu können. Diesmal kommt der Arzt mit und übergibt mich dem EKG Ausführer. Dann die Erleichterung, es ist zum Glück alles in Ordnung vermutlich ein Muskelschmerz oder eine Entzündung. Nach einer Spritze in den Arm darf ich wieder nach Hause und die Erlaubnis, Wein trinken zu dürfen, habe ich erhalten! Dabei habe ich gelernt, dass Medizin hier für alle gratis ist, ob Ausländer oder nicht. Wow, Danke! Doch wie das finanziell funktionieren soll (oder eben nicht), frage ich mich jetzt nicht. Zurück im Hostel sind wir dann aber so müde, dass uns nicht mal mehr der gratis Wein zum aufbleiben animieren kann.
    Dafür steht am nächsten Tag einer Weintour nichts mehr im Wege. Wir besuchen 3 Bodegas (Weingüter) und dürfen in jeder etwa 3 Weine degustieren. Mit jeder zusätzlichen Degustation wird die Tour etwas amüsanter:-).
    Den letzten Abend verbringen wir mit Marcelo und Lisandro, zwei Mendozaner, welche ich vor 7 Jahren in Nicaragua kennengelernt habe. Natürlich wird ein Asado zubereitet - selbstverständlich mit dem einen und anderen Gläschen Wein.
    Nun freuen wir uns auf die Wärme! Mit dem Flugzeug geht's nach Jujuy (Chuchui usgsproche) im Nordwesten von Argentinien.
    Read more

  • Day52

    Bariloche - Berge, Seen und Schoggi

    December 28, 2018 in Argentina ⋅ ☀️ 16 °C

    Wir sitzen wieder einmal eingepackt in Decken und Schlafsack in einem unterkühlten Bus, wo wir nun 7 Stunden ausharren müssen. Bei Regen und Wolken ein perfekter Reisetag, um über die vergangenen Eindrücke in Bariloche zu schreiben.
    Bariloche hat den berechtigten Spitznamen "Argentinien's kleine Schweiz", wobei die Schokolade, naja, nicht so toll schoggig schmeckt wie unsere. Inmitten von Seen und Bergen wird man aber durchaus an die Heimat erinnert. Wir freuen uns, heilig Abend hier zu verbringen. Diese Freude währt jedoch nur kurz, da die wenig geöffneten Restaurants entweder überteuert oder total überfüllt sind. Habe mich schon fast mit Dani's "grandiosem" Vorschlag "ohni Znacht is Bett" abgefunden, als wir gerade noch einen Tisch in einem Fastfood Lokal ergattern konnten. So gibt's Burger mit Rotwein und wir verschieben unser Weihnachtsdinner (argentinisches Steak mit Rotwein) auf den nächsten Abend.
    Weihnachten - eine gute Gelegenheit die Weihnachtsmesse am 25. Dezember in der schönen Kathedrale zu besuchen. Pünktlich um 21h30 bin ich in der doch relativ grossen Kirche - und sie ist praktisch leer! Immerhin kommen noch knapp 30 Nasen, so dass ich nicht ganz alleine bin. Die Messe ist relativ kurzweilig und der Pfarrer führt keinen Monolog sondern bezieht die Besucher in das Gespräch ein. Das finale spanische Stile Nacht ist dann jedoch ein ziemlich erbärmlicher Schlusspunkt, da das Lied wohl niemand wirklich kennt.
    Am ersten Tag mieten wir ein Fahrrad und machen den Circuito Chico, eine 25km Rundfahrt, die zum Standartprogramm gehört in Bariloche. Die Fahrt ist etwas anstrengend aber landschaftlich absolut langweilig. Ausser ein paar schönen Aussichtspunkten wirklich nich lohnenswert! Es bleibt uns rätselhaft, wie diese Tour auf tripadvisor so gut abschneidet!
    Es kann also nur besser kommen! Mit dem Mietauto fahren wir den 7-Seen Weg bis nach San Martin de los Andes, übernachten dort und fahren dann wieder zurück. Eine schöne Tour mit tollen Aussichten (und Glacé😄).
    Nun sitzen wir immer noch in diesem Bus Richtung Puerto Montt und sind mittlerweile an der chilenischen Grenze angekommen. Da gibt es immer ein ziemliches Tamtam. Weder Früchte noch Gemüse noch Fleischprodukte dürfen eingeführt werden. Alle Gepäckstücke werden ausgeladen und in Reih und Glied aufgestellt. Nun kommen die Hunde, stolpern darüber und schnüffeln. Sitz Nummer 53 ruft der Chauffeur! Oops, das ist Dani's Rucksack, was hat er da wohl erschnüffelt? Dani muss den Rucksack öffnen, der Beamte kontrolliert, doch er findet nichts merkwürdiges. Haben wir ja Glück gehabt und es kann weitergehen. Oder es könnte... Denn anscheinend gab es einen Unfall und die Fahrt verzögert sich um ca 2 Stunden. Mit ein paar Runden Meiere (Würfelspiel) mit neuen Schweizer Bekanntschaften im Bus ist das Warten gar nicht mehr so schlimm. Zudem wird nun sogar ein bisschen geheizt:-)
    Read more

  • Day47

    Los Antiguos - la capilla de marmol

    December 23, 2018 in Argentina ⋅ ⛅ 15 °C

    Wie und wohin weiter nach El Chalten? Eine Frage, die uns viel Kopfzerbrechen bereitete! Die letzten drei Wochen, seit Ushuaia, habe ich planungsfrei, da man einfach der Toruistenroute folgen kann. Doch nun gilt es wieder zu planen. Eigentlich wollten wir noch einen Abstecher nach Puerto Madryn machen doch die Busverbindungen, um einmal quer durch's Land an die Atlantiklüste zu fahren sind so schlecht, dass wir über 30 Stunden gebraucht hätten! Destination deshalb leider gestrichen. Wir wählen deshalb Bariloche als nächstes Fernziel und möchten unterwegs unbedingt noch die Marmorhöhlen in Chile ansehen, einen Tagestrip von Los Antiguos (Argentinien). Doch diese Tour kann nur bei wenig Wind gemacht werden und das Wetter für Sonntag sieht schlecht aus! Wir entscheiden uns trotzdem dafür, in Los Antiguos einmal zu übernachten, um die 24 stündige Fahrt nach Bariloche in zwei Etappen zu bewältigen.
    In unserer Unterkunft angekommen meint der Besitzer, die Tour könne vermutlich morgen schon gemacht werden! Was nun? Den Bus nach Bariloche sowie das Hotel dort umbuchen und der 24. Dezember im Bus verbringen? Oder einfach auf die Tour verzichten? Wir entscheiden uns für die erste Option.
    Die Tagestour mit Startpunkt Los Antiguos kostet umgerechnet satte CHF 130.- pro Person. Doch unser Hostel Besitzer hat Kontakte in Chile. Im nur 8km entfernten Chile Chico kostet die Tour die Hälfte! Er würde uns am Morgen zur Grenze chauffieren, dort müssen wir die Formalitäten alleine erledigen, anschliessend 3km zu Fuss gehen und dort bei der Brücke werden wir dann abgeholt... Ja das kann ja heiter werden! Doch auf die Einheimischen ist Verlass, es klappt alles wunderbar!
    Die dreistündige Holperfahrt führt am (See) Lago General de Carera entlang und wäre wunderschön, wenn das Wetter mitspielen würde... In Puerto Rio Tranquillo werden wir in ein Boot verfrachtet, mit wunderschönen Militär-Style Regenponchos und Regenhosen ausgerüstet. Und los geht's! Wir nähern uns in etwa 20 Minuten den Marmorhöhlen. Auch hier hätte etwas Sonne der Schönheit sicher nicht geschadet. Tja, immerhin spielte der Wind mit, sodass wir die Bootstour überhaupt machen können.
    Die Marmorhöhlen sind dann auch wirklich schön anzuschauen und tolle Fotomotive!
    Nach 1.5 Stunden geht's mit dem Minibus in drei holprigen Stunden wieder zurück nach Chile Chico und von dort über die Grenze nach Los Antiguos. Diesmal kommen noch zwei Spanier mit uns über die Grenze, ihr Bus würde um 8 Uhr in Los Antiguos abfahren, doch das schaffen sie nicht. So werden sie direkt vom Busunternehmen an der Grenze abgeholt und zum Busbahnhof gebracht, wo der Bus tatsächlich auf sie wartet. Ich bin beindruckt ab dieser wahren Gastfreundschaft in Patagonien!
    Read more

  • Day45

    El Chalten - Fitzroy

    December 21, 2018 in Argentina ⋅ ⛅ 15 °C

    Man könnte meinen, sich irgendwo inmitten der Walliser Alpen zu befinden. Ein kleines Dorf, umgeben von Bergen, wo Menschen aus aller Welt herkommen um zu wandern und den Fitzroy zu bestaunen.
    In der ersten Nacht machen wir uns morgens um 3h20 mit einem Einheimischen und etwa 20 weiteren Nachtmenschen auf den Weg zur Laguna Capri. Die Wolken hangen tief am Himmel und wir sind skeptisch, ob es sich wirklich gelohnt hat, wertvollem Morgenschlaf gegen Nachwanderung einzutauschen. Knappe zwei Stunden später erreichen wir die Lagune und finden die Antwort im nun wolkenlosen Himmel. Wie nehmen am Ufer Platz und warten bis das Farbspektakel losgeht: Die ersten Sonnenstrahlen klatschen mit voller Wucht gegen den Fitzroy, welcher in feuerigen Rottönen erleuchtet und mit der spiegelnden Lagune um die Wette strahlt.
    Einige der anderen Nachtwanderer entscheiden sich anschliessend für die Rückkehr ins Bett, wir drei jedoch wandern weiter. Rund zwei Stunden später erreichen wir nach einem steilen Aufstieg endlich unser Ziel: La Laguna de los Tres. Ein herrlicher Anblick! Nur einen See trennt und vom Fitzi! Fühlt sich schon toll an, um 8h02 Uhr bereits den "Gipfel" erreicht zu haben. Und noch mehr Spass macht es, beim Rückweg in all die schwitzenden Gesichter zu schauen, die den steilen Aufstieg noch vor sich haben:-) Die Nummer 1 Wanderung von El Chalten scheint eine Volkswanderung zu sein. So freuen wir uns, alt bekannte Gesichter wieder zu sehen wie der Typ von unserer Free Walking Tour in Buenos Aires, die Deutschen vom Pinguin Trip in Ushuaia, die Franzosen vom Hostel in El Calafate, die Tschechinnen sowie Gin aus Korea von unserem aktuellen Hostel.
    Die nächsten 4 Tage verbringen wir mit weiteren längeren und kürzeren Wanderungen und meine Beine kommen langsam richtig in Form! Auf einer der längeren Wanderungen freunden wir uns mit dem Argentinier Julian und seiner albanischen Freundin Mimosa an, welche in Affoltern wohnen, keine 15 Minuten von unserem Zuhause entfernt! Die Wanderzeit mit ihnen vergeht wie im Flug, das ist auch gut so, denn Silvan möchte pünkltich zur Happy Hour zurück sein. Bei Wein und Bier und Hamburger lassen wir den Abend zu fünft gemütlich ausklingen.
    Am nächsten Tag vor dem Supermarkt lernen wir eine Schweizer Familie aus Nänikon kennen und tauschen uns über das bereits erlebte in El Chalten aus. Die zwei Buben, 7 und 8 jährig freuen sich sehr, endlich wieder mal etwas zu verstehen wenn die Eltern mit anderen Touristen quatschen.
    Unser Hostel ist etwas ab vom Schuss und es gibt nur noch ein Apartment-Hotel, welches noch hinter unserem ist. Und wen treffen wir am Abend vor unserem Hostel? Die Schweizer Familie auf dem Heimweg zu diesem Apartment-Hotel:-) Kurzerhand verabreden wir uns für den nächsten Abend zum Znachtässe und alle freuts, wieder einmal einen ganzen Abend mit neuen Bekanntschaften Schweizerdeutsch zu schwätzen! Unseren letzten Tag in El Chalten und auch der letzte mit Silvan verbringen wir mit unseren Schweizer Nachbarn beim Spiele spielen!
    Und schon sind die 3 tollen Wochen mit Silvan vorbei. Ein letztes Abendessen mit ihm und den Schweizern und es heisst Goodbye, den unser Nachtbus fährt kurz vor 22 Uhr los nach Los Antiguos!
    Read more

  • Day39

    El Calafate (Arg) - Perito Moreno Gletsc

    December 15, 2018 in Argentina ⋅ 🌬 18 °C

    Unbeschreiblich, fantastisch, gigantisch! Doch diesen Gletscher mit Worten zu beschreiben ist fast unmöglich, man muss ihn erleben! Unsere Minitrekking-Tour führt uns in diese Märliwelt aus Eis. Unsere Schuhe werden mit Steigeisen ausgerüstet und wir werden instruiert, wie wir uns auf dem Gletscher fortbewegen können (und wie nicht). Mit etwa 20 weiteren Eisfreudigen begehen wir uns auf das 1.5 stündige Easy Trekking. Mit Spass und Freude macht uns unser Guide mit den Eigenheiten des Gletschers bekannt. Perito Moreno ist einer der wenigen, der nicht rückläufig ist, da er jeweils etwa gleich viel wächst, wie er verliert. Wir werden mit wunderschönen Eisformationen und Ausblicken verwöhnt und am Schluss gibt es für alle ein Whisky on the rocks, natürlich mit Gletschereis. Ausnahmsweise schmeckt sogar mir der Whiskey!
    Nach der Tour bestaunen wir den Gletscher von den Ausblickterassen. Ich könnte Stunden hier verweilen und ihn einfach anschauen, immerhin gönnen mir die Jungs etwa zwei Stunden - denn auch sie sind begeistert. Ab und zu kalbert der Gletscher sogar, das heisst es fällt ein Eisblock ins Wasser. Und er tut dies mit ganz viel Krach, einfach nur eindrücklich!
    Dani's Handy war wohl so begeistert von den Eisformationen, dass es ebenfalls eine Formation wollte. So wurde es am Tagesende durch ein Zusammenspiel von unglücklicher Zusammenhänge und unabsichtlicher Fremdeinwirkung mit dem Kabel aus der Steckdose gerissen und vom oberen Kajüttenbett in die Zimmerecke katapultiert - nun glitzert das Display fast so schön wie die Eisspitzen bei Sonnenschein.
    Den zweiten Tag in El Calafate widmen wir ganz dem Kleiderwaschen und vorallem dem Aufgängen. Saubere Kleider waren nicht mehr vorhanden im Rucksack und nicht stinkende Kleider wurden ebenfalls langsam rar, so war es höchste Zeit! Bei Wind und Sonne geht das Trocknen schnell haben wir gedacht. Nur war der Wind so stürmlisch, dass wir im Schnitt alle 10 Minuten einige Kleidungsstücke auflesen mussten. Immerhin waren wir zu dritt, so hatte jeder jeweils wieder 30 Minuten Auflespause. Bis am Abend war zum Glück alles trocken. Wirklich viel sauberer scheinen die Kleider nicht aber immerhin stinken sie nicht mehr:-)
    Read more

Never miss updates of Daniel Würmli with our app:

FindPenguins for iOS FindPenguins for Android