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  • Day12

    Knysna Elephant Park

    October 4, 2017 in South Africa ⋅ ☀️ 12 °C

    Am nächsten Tag wollten wir weiter nach Oudtshoorn. Da wir aber noch einiges an Zeit hatten, haben wir uns spontan dazu entschlossen zum Knysna Elephant Park zu fahren. Hierbei handelt es sich wieder um einen privat geführten Park, der neben Elefanten auch einige andere Tiere beherbergt, wobei die Elefanten aber ihre Hauptattraktion sind.

    Gegründet wurde der Park 1994, als die Besitzer zwei verwaiste Elefanten aufnahmen, die eigentlich erschossen werden sollten. Seit dem wurden bisher mehr als vierzig Elefanten hier gepflegt und aufgezogen. Bei den Tieren handelt es sich überwiegend um verwaiste Kälber, Ex-Zirkustiere oder Tiere aus Einrichtungen die geschlossen wurden. Einige sind Teil der ansässigen Herde geworden, andere sind in Reservate und Einrichtungen umgezogen wie z.B. ins Plettenberg Bay Game Reserve, welches wir zwei Tage vorher besucht hatten.

    Natürlich ist das Ziel des Parks sehr lobenswert und wer weiß, was sonst aus den Tieren geworden wäre. Als Besucher hab ich mich allerdings nicht sehr wohl gefühlt. Der Besuch lief etwa so ab: Erst bekommt man ein Einführungsvideo gezeigt, in dem zum einen die tollen Leistungen des Parks beschrieben werden und zum anderen einem sehr scharf eingebläut wird, auf die Anweisungen der Ranger zu hören. Dann wird man in den Stall der Tiere geführt. Hier gibt es unterm Dach einige Zimmer mit Blick in den Stall, für die hier Werbung gemacht wird und anschließend wird man zu den Elefanten gefahren. Die anderen Tiere des Parks werden so gut wie gar nicht erwähnt. Bei den Elefanten, die bereits schön in einer Reihe angeordnet vorfindet, darf man diese dann füttern - das war schon ein tolle Erfahrung. Anschließend werden die Elefanten getrennt und die große Touristengruppe wird in viele kleine Gruppen aufgeteilt, die dann jeweils zu einem Tier geführt werden. Hier wird man dann aufgefordert den Elefant zu streicheln und ein Foto mit ihm zu machen.

    Bitte nicht falsch verstehen, die Erfahrung, so ein Tier hautnah zu erleben und anzufassen, ist schon beeindruckend. Aber das Ganze drumherum und das Verhalten der Ranger fühlte sich sehr nach Abfertigung an. Nun vielleicht hatten die Ranger einfach schlechte Laune, vielleicht gab es an dem Tag schon negative Vorfälle mit unachtsamen Besuchern, wer weiß. Zumindest war es extrem voll hier.
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