Joined October 2022
  • Day61

    Wieder zuhause

    December 19, 2022 in Germany ⋅ ☁️ 1 °C

    Wir sind um 5 Uhr aufgestanden, um uns auf den Weg zum Flughafen zu machen. Der Taxifahrer hat während des Fahrens zu vietnamesischer Elektromusik seine Morgengymnastik gemacht - zum Glück nur mit einem Arm. 🎼🎶
    Wir hatten seeeehr geringe Erwartungen an den Flug, denn die Airline Bamboo Airways hatte ziemlich schlechte Bewertung („don’t do it” war nur eine davon, aber war eben günstig 🙃). Wir wurden jedoch positiv überrascht: es gab Bildschirme, Weihnachtsdeko und sogar unsere vegetarische Essensbestellung hat super geklappt! Während der ca. 13 Stunden haben wir uns sehr gut mit unserem Sitznachbar unterhalten und Piraten kapern gespielt. 😎👍🏻 So haben wir die Zeit echt gut rumgekriegt! Zwischendurch hatten wir tolle Ausblicke zum Beispiel auf den Himalaya und das Kaspische Meer. Die Flugrute war ziemlich eckig, da wir diverse Kriegsgebiete umflogen haben. Wir waren froh, als wir endlich über Europa waren! Nach 24 Stunden mehr oder weniger ohne Schlaf sind wir also wieder zurück zuhause und freuen uns auf unsere eigenen Betten. 😴🇩🇪
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  • Day60

    Mausoleum, Food Tour und Train Street

    December 18, 2022 in Vietnam ⋅ ☁️ 19 °C

    Heute Morgen sind wir zum Ho Chi Minh Mausoleum gefahren, um den dort liegenden einbalsamierten Körper Ho Chi Minhs anzuschauen. Die Schlange war allerdings so unglaublich lang, dass wir uns erst mal in ein Café gesetzt haben. 🙃 Als wir wieder rauskamen, ging es tatsächlich gerade vom Menschenandrang her, sodass wir uns spontan entschieden haben, doch ins Mausoleum zu gehen. Kurz darauf standen wir dann selbst in einer doch ziemlich langen Schlange. Es war sehr interessant, die anderen Besucher zu beobachten. Von Schulklassen in Vietnam-Shirts, Familien im Sonntagsoutfit und Rentnern in Militäruniformen war alles vertreten. Ordentlich in Dreierreihen aufgestellt (dafür haben die Wachen gesorgt) ging es über den größten Platz Vietnams auf das Mausoleum zu. Im Inneren ist man in der Reihe am liegenden Körper Ho Chi Minhs vorbeigelaufen. Der Raum war ziemlich kalt und dunkel, nur der Körper wurde mit gedimmten Licht beleuchtet. Unter den strengen Blicken der Wachen haben wir uns nicht getraut, Fotos zu machen. 🧐😬
    Vom Mausoleum sind wir direkt zur Food Tour gefahren, die wir zusammen mit unseren ecuadorianischen Freunden gemacht haben. 😍😍 Die 7 verschiedenen Gerichte, die wir probiert haben, waren wirklich alle super lecker!! Kein Einziges davon hatten wir während unserer letzten Food Tour, was uns sehr positiv überrascht hat. Besonders interessant waren die Gespräche mit unserer Führerin, die neben fragwürdigen politischen Aussagen auch viel über die Realität vieler Frauen und die Haltung der jüngeren Generation erzählt hat. Zum Beispiel muss die Frau, um einen Mann heiraten zu dürfen, ihre Schwiegerfamilie bekochen - vom Huhn schlachten bis Essen servieren muss alles zur Zufriedenheit der Schwiegermutter geschehen, falls sie das nicht schafft, kann sie nochmal einen Monat üben und es wieder versuchen. 😳😳😳 Wir konnten kaum glauben, was wir da hören. Die jüngere Generation macht das aber wohl nicht mehr ganz so klaglos mit…
    Nach der Food Tour sind wir zur Train Street gefahren, einer sehr engen Straße, die von Cafés gesäumt ist und direkt an die Zugstrecke grenzt. Da eine Zugdurchfahrt kurz bevorstand, mussten wir an der Straße am Bahnübergang warten und konnten nicht mehr in eines der Cafés gehen. Dort standen wir vor einem Laden, was die Besitzerin augenscheinlich nicht so toll fand - sie ist nämlich auf Vietnamesisch schreiend mit einem Stock auf Teresa losgegangen. Zuerst hat sie ihren Rucksack geschlagen, dann auch ihre Beine. Als ich dazwischen gegangen bin, hat sie dann mich geschlagen und geschubst. Das war echt eine heftige Erfahrung. Generell war die Train Street ein ziemliches Debakel, denn nach der Zugdurchfahrt wurde der Straßeneingang von einem Polizisten bewacht, wenn man trotzdem durchgegangen ist, musste man eine hohe Geldstrafe zahlen. Die einzige Möglichkeit, zu den Cafés zu kommen, war, Leute zu bezahlen, die eine „Vereinbarung“ mit dem Polizisten haben und einen zum jeweiligen Café bringen, mit dem sie zusammenarbeiten… Dieses System wollten wir nicht unterstützen und sind dann in ein anderes Café gegangen, wo wir sehr lange gesessen und geredet haben. 😊
    Abends sind wir nochmal durch die Altstadt geschlendert und haben zum Abschluss Banh Mi (mit Tofu, Gemüse, Kräutern etc. belegtes Baguette) gegessen.
    Trotz der negativen Erfahrungen an der Train Street war es ein sehr schöner letzter Tag, vor allem mit Elisa und David sowie sehr viel leckerem Essen! 🥰
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  • Day59

    Hanoi: zwischen Tempel und K-Pop

    December 17, 2022 in Vietnam ⋅ ☁️ 18 °C

    Der Start in den heutigen Tag war etwas holprig. Erstens war die Nacht sehr unruhig, weil wir das Zimmer direkt neben der Rezeption hatten und der Geräuschpegel durchgehend immens war. Außerdem wurde in der Lobby geraucht, was auf direktem Weg in unser Zimmer gezogen ist, sodass wir die ganze Nacht passiv geraucht haben… Die Krönung war dann ein Stromausfall, der losging während ich gerade in der Dusche stand - weder das Bad noch das Zimmer hatten ein Fenster. 👍🏻🙃 Niemand im Hotel konnte auch nur ansatzweise Englisch, aber irgendwann haben wir es zum Glück geschafft, ein neues Zimmer zu bekommen.
    Die Laune war danach ziemlich gedämpft, aber wir sind dann in die Innenstadt zu einem kleinen sehr leckeren veganen Restaurant gefahren, dann ging es wieder. 🥳 Von dort aus ging es weiter mit dem kulturellen Teil des Tages: Zuerst waren wir im Frauenmuseum, das wir uns etwas anders vorgestellt haben. Los ging es mit einer Ausstellung über Heirat und Ehe, generell wurde das traditionelle Frauenbild eher propagiert als reflektiert. Es waren Sätze zu lesen wie „A man builds his house, a woman her family“ und
    „Little girls accompany their mother during her daily activities in order to learn their future role as wife and mother“. Na herzlichen Glückwunsch. Zum Teil war es aber auch interessant, zum Beispiel die Ausstellung über die Rolle der Frauen in den Kriegen oder den Alltag der Straßenverkäuferinnen.
    Unser nächster Stopp war ein ehemaliges Gefängnis (zuerst der Franzosen und später der Amis), das während des Vietnamkrieges auch ironisch als „Hanoi Hilton“ bezeichnet wurde.
    Auf dem Weg haben wir noch die x-te Pagode mitgenommen, so langsam muss ich sagen, dass die sich doch alle sehr ähneln.
    Der mit Abstand schönste Programmpunkt heute war das wohl wichtigste Heiligtum in ganz Vietnam: der Literaturtempel, also die konfuzianische Nationalakademie des Landes. Erbaut wurde sie 1070, bis 1915 wurden hier Schüler ausgebildet und geprüft. Die gesamte Anlage war sehr beeindruckend mit all ihren Toren, Seerosenteichen, uralten Bäumen und Pavillons. 😍
    Danach hatten wir unseren kulturellen Soll für heute erfüllt und sind auf der Suche nach Souvenirs und Mangosaft durch die Altstadt geschlendert. Es war richtig voll, auf den Straßen haben sich die Autos und Roller teilweise so verkeilt, dass es kaum noch vor oder zurück ging. Auf dem Night Market konnte man neben Kleidung und Souvenirs auch Katzenbabys und Hundeklamotten kaufen. 😳 Fast schon auf dem Rückweg zu unserem traumhaften Hotel sind wir zufällig in ein Konzert/ eine Tanzaufführung mehrerer K-Pop Gruppen geraten. Das war echt interessant, aber irgendwie auch sehr fremd - die dynamischen Tänze waren richtig cool, von den Gesten, die in Richtung der Fans gemacht wurden, haben wir nur wenige erkannt.
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  • Day58

    Trekking in Sapa

    December 16, 2022 in Vietnam ⋅ ⛅ 16 °C

    Bevor es heute Morgen mit der geplanten Trekkingtour losging, sind wir erst mal durch die leider unveränderten Wolken zum Restaurant von gestern Abend gegangen, um dort zu frühstücken. Leider habe ich meinen Kaffee, anders als bestellt, mit Kondensmilch statt normaler Milch bekommen, sodass nach nur einmal nippen schon der Zuckerschock gedroht hat. 😖
    Immerhin gut gesättigt, wenn auch mit Koffeindefizit, sind wir dann mit unserer Wanderführerin losgestiefelt. Da wir die Einzigen waren, die heute die Wanderung gebucht haben, war es sogar eine private Tour! Unsere Führerin gehörte zum Stamm der Schwarzen Hmong und es wurde sehr schnell klar, dass die Lebensrealitäten kaum weiter auseinanderliegen könnten. Sie kommt aus einem Dorf nahe Sapa, war nie in der Schule und kann weder lesen noch schreiben - Vietnamesisch und Englisch hat sie nur durch den Umgang mit Touristen gelernt. Die einzigen Orte, an denen sie bisher war, sind ihr Heimatdorf und Sapa mit Ausnahme eines Ausflugs zur Halong Bucht vor ca. vier Jahren, da war sie Anfang 30 - sie war noch nie in der Stadt. Um ihre Familie zu ernähren, macht sie Wandertouren, webt und näht typische Stoffe ihres Stammes und verkauft die Schals, Kissenbezüge und Taschen an Touristen. Ihr Mann bewirtschaftet zuhause die Felder und flechtet Körbe, außerdem kümmert er sich mit um die drei Söhne (die alle zur Schule gehen). In solchen Gesprächen wird einem bewusst, wie unglaublich privilegiert wir sind und wie wenig wir das wertschätzen… Das hat uns schon sehr nachdenklich zurückgelassen.
    Zurück zur Wanderung: Wir sind am Anfang ein Stück an der Straße entlang gelaufen, wohl nicht der übliche Weg, der sehr steil und matschig war. Der Weg, den wir dann genommen haben, war immerhin nicht so steil, matschig allerdings sehr wohl! An den weißen Sneakern einer amerikanischen Gruppe konnte man die Tiefe der Matschpfützen wunderbar ablesen. 🙃 Knapp die erste Stunde sind wir durch den Nebel über die rutschige Straße und den noch rutschigeren Matsch gegangen, ohne irgendetwas zu sehen. Als wir etwas tiefer waren, haben sich die Wolken aber zum Glück etwas gelichtet und damit auch unsere Stimmung! Am Anfang haben wir nur die Reisterassen direkt vor uns gesehen, aber nach und nach konnte man etwas weiter ins Tal schauen. Die Reisterassen waren wirklich beeindruckend, scheinbar endlos an den Berghängen bis hoch zu den Wolken. Reis war leider keiner da, deshalb war alles ziemlich braun, aber trotzdem sehr stimmungsvoll. 😊 Die umliegenden Berge, unter anderem der höchste Vietnams, haben wir aber nicht zu Gesicht bekommen.
    Mittagessen gab es in einem der Dörfer, es war unerwartet lecker und ich habe heiße Schokolade aus einem Bierkrug getrunken. 😎👍🏻
    Das letzte Stück sind wir durch die Dörfer gelaufen und haben viel über die Herstellung der traditionellen Stoffe und vor allem das Färben mit der Indigo-Pflanze gelernt. Teresa hat sich sogar testweise die Handflächen gefärbt!
    Da wir viel schneller waren als erwartet, hätten wir eigentlich noch ziemlich lange auf unseren Bus zurück nach Sapa warten müssen, aber netterweise hat uns eine andere Gruppe in ihrem Bus mitgenommen. So sind wir eingepfercht, aber früher als gedacht wieder zurück in Sapa angekommen. Die verbleibende Zeit bevor unser Bus zurück nach Hanoi fuhr haben wir in einer sehr alternativen Bar verbracht. Der Grasgeruch beim Eintreten hat uns fast umgehauen, aber es war irgendwie ein witziger Laden. Mittlerweile waren wir beide sehr durchgefroren, und eine Tasse Tee hat immerhin ein bisschen gewärmt - obwohl der Atem selbst im Inneren der Bar kondensiert ist. 🥶
    Jetzt sitzen wir in einem sehr luxuriösen Bus (die Busse sehen echt jedes Mal anders aus) zurück nach Hanoi - und damit geht die letzte richtige „Station“ unserer Reise zu Ende.
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  • Day57

    Altstadt von Hanoi und Ankunft in Sapa

    December 15, 2022 in Vietnam ⋅ ⛅ 15 °C

    Den Vormittag haben wir mit einem ausgedehnten Spaziergang durch die Altstadt von Hanoi verbracht. Hier gab es sehr interessante Geschäfte (in jedem Teil der Altstadt andere), Marktstände (mit Obst, Gemüse sowie toten und noch gerade so lebendigen Tieren) und Tempel. Letztere waren leider zu einem großen Teil geschlossen, aber auch von außen schön anzusehen. Die, in die wir reingehen konnten, waren Orte des Stillstands im geschäftigen Treiben und endlosen Hupen.
    Am Mittag sind wir nach Sapa weitergefahren, einem kleinen Städtchen im Norden nahe der chinesischen Grenze (😳). Der Bus war sehr besonders, mit Herz-Doppelbetten und Kuscheltieren. 🧸💕 Die Fahrt hat sich ziemlich gezogen und als Willkommensgruß hat ein Junge bei der Ankunft direkt neben mich gekotzt.
    Sapa selbst ist komplett anders, als wir es uns vorgestellt haben. Wir haben ein verschlafenes Bergdorf erwartet, vorgefunden haben wir jedoch eine Touristenhochburg, die lautstärketechnisch locker mit der Partymeile von Ho Chi Minh City mithalten kann und deren Lichter diese sogar noch übertreffen - nur, dass hier weniger Leute unterwegs sind. Zum Abendessen haben wir aber zum Glück ein kleines familienbetriebenes Restaurant gefunden, in dem wir uns deutlich wohler gefühlt haben. Nach dem Rückweg durch immer dichteren Nebel liegen wir jetzt unter unseren Heizdecken. 😴
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  • Day56

    Zwischenstopp in Hanoi

    December 14, 2022 in Vietnam ⋅ ⛅ 21 °C

    Heute Vormittag sind wir von Cat Ba weiter nach Hanoi gefahren. Dieses Mal haben wir mit einem kleinen Speedboat aufs Festland übergesetzt, wobei wir in einer kurzen Schrecksekunde gefährlich nah an ein riesiges Containerschiff gekommen sind. 😳
    In Hanoi angekommen sind wir zunächst ein bisschen durch die Straßen geschlendert, ich war wirklich positiv überrascht von der Stadt! Mit den Geschäften, Essensständen und Cafés hat Hanoi einen sehr schönen Flair. Am See, der direkt in der Stadt liegt, haben wir uns einen kleinen Tempel angeschaut. Die Opfergaben waren hier besonders kreativ, von Joghurtdrinks über Cracker bis hin zu (Bier-?)Dosen.
    Am Nachmittag waren wir im Wasserpuppentheater, dessen Tradition bis ins 11. Jahrhundert zurückreicht. Die Puppen im Wasserbecken (oder traditionell im Dorfsee) werden dabei von Akteuren gesteuert, die hinter einer Bambuswand ebenfalls im Wasser stehen. Die Vorführung war zwar auf vietnamesisch, aber es wurde nicht viel gesprochen und das Gröbste haben wir auch so verstanden. Mit am besten hat uns das Orchester gefallen, das die Vorstellung auf traditionellen vietnamesischen Instrumenten begleitet hat, nur wenige davon hatte ich vorher schon mal gesehen. Hier war die „traditional folk music“ dann doch um einiges authentischer als im Mekong Delta! 😍
    Am Abend haben wir einen Spaziergang durch das französische Viertel gemacht. Dort sind einige Prachtbauten aus der Kolonialzeit zu bewundern, unter anderem das Hotel, in dem Charlie Chaplin während der Hochzeitsreise gewohnt hat. Es war eine schöne Abendstimmung, zum Teil waren Badminton-Netze auf den Gehwegen gespannt und die Leute hatten viel Spaß!
    Da wir morgen weiter in den Norden fahren wollen, wo es sehr sehr kalt ist, haben wir heute Abend noch ein paar warme Kleidungsstücke geshoppt. Ich war bei meiner Reisevorbereitung eher auf Tropen eingestellt, 95 % meiner Kleidung hat kurze Ärmel oder Beine und fünf kurze Hosen übereinander ergeben leider immer noch eine kurze Hose… 🙃
    Jetzt freuen wir uns auf eine Nacht, in der wir nicht auf einer Matratze aus Stein übernachten müssen. 🙏🏻😍
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  • Day55

    Ha Long Bay

    December 13, 2022 in Vietnam ⋅ ☀️ 19 °C

    Der Start in den Tag heute lief etwas anders als geplant. Zuerst konnten wir uns wegen der Kälte und weil wir beide schlecht geschlafen hatten (die „Matratzen“ sind quasi aus Holz…) kaum aus dem Bett quälen. Dann wurde uns mitgeteilt, dass es im Hotel, anders als gebucht, kein Frühstück gibt - erst mal blöd, aber so mussten wir sozusagen durch höhere Gewalt nochmal eine Smoothiebowl essen. 🙃😍
    Nach dem Frühstück sind wir zu einer Tagestour durch die Ha Long Bucht aufgebrochen. Das Boot hatte zwei Stockwerke, inklusive einem Plastikherz und Plastikblumen als romantischer Fotokulisse auf dem Sonnendeck. ❤️🌴☀️
    Die Route lief zunächst an schwimmenden Fischerdörfern vorbei (im größten leben 2000 Menschen 😳), hier war es ziemlich voll und geschäftig. Langsam wurden die Häuser weniger und eine Zeit lang waren wir sogar mehr oder weniger alleine unterwegs. Nach den ganzen Horrorgeschichten über völlig überfüllte Buchten war das eine sehr angenehme Überraschung! 😊
    Beim ersten Stopp haben wir alle Kayaks bekommen und sind dann im Richtung von zwei Höhlen und diversen Lagunen losgepaddelt. Hier wurde schnell klar, dass wir auf eine Kayakautobahn geraten sind. In den Höhleneingängen gab es richtige Staus und auch die eine oder andere Kollision sowohl mit anderen Kayaks als auch mit den Wänden. 😬 In den Lagunen hat es sich aber verteilt und dort konnten wir den Ausblick und die Sonne genießen. Ein besonderes Highlight war, dass wir auf dem Rückweg eine Familie von Cat Ba Languren gesehen haben, einer sehr bedrohten Affenart, die in der Ha Long Bucht heimisch ist. Neben den schwarzen erwachsenen Tiere waren auch orangene Babys dabei, was wirklich toll aussah! 😍 Gleichzeitig hat es uns aber auch etwas traurig und nachdenklich gemacht zu wissen, dass es mittlerweile nur noch sehr wenige von ihnen gibt.
    Wieder auf dem Boot gab es in einer sehr schönen Bucht Mittagessen, bei dem wir uns mit drei Spanierinnen und einem Franzosen sehr nett unterhalten haben (unser spanisch wird sehr aufpoliert in diesem Urlaub 😎). Wer wollte, konnte danach schwimmen gehen, aber angesichts der Temperaturen haben wir uns da lieber bedeckt gehalten und für ein Mittagsschläfchen in der Sonne entschieden. ☀️
    Zum Abschluss der Tour haben wir noch auf einer der Fischfarmen gehalten. Ich fand es ziemlich gruselig, auf den dünnen Planken zu balancieren und die wirklich riesigen Fische unter sich schwimmen zu sehen. Der Tourguide hat ab und zu kleine Fische ins Wasser geworfen und die Kämpfe darum waren heftig, man will lieber nicht wissen, was passiert wenn man ins Wasser fällt… Generell war es aber schon interessant zu sehen, wie die Leute dort leben: in einer sehr kleinen, baufälligen Hütte mit einer einsamen Solarzelle auf dem Dach.
    Mit dem Sonnenuntergang sind wir dann langsam zurückgeschippert, es war eine sehr friedliche Stimmung zwischen den Inseln und Fischerhütten.
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  • Day54

    Von Ninh Binh nach Cat Ba

    December 12, 2022 in Vietnam ⋅ ☀️ 21 °C

    Heute hatten wir zur Abwechslung mal einen ruhigen Tag, was nach den sehr vollgepackten letzten Tagen auch ganz gut war. Am Vormittag sind wir mit dem Bus nach Cat Ba gefahren, einer großen Insel in der Halong Bay. Die Fähre war ziemlich klein und vor allem sehr rostig, was Teresa aber nicht davon abgehalten hat, es sich auf Deck bequem zu machen. 😎
    Auf Cat Ba angekommen haben wir erst mal unsere kompletten Rucksäcke ausgeräumt und alle unsere Habseligkeiten auf dem Bett zum Trocknen ausgebreitet…. Die Sachen werden nach dem vielen Regen einfach nicht richtig trocken und heute Morgen habe ich gesehen, dass meine Birkenstock leider komplett verschimmelt sind und nur noch wegzuwerfen waren. 😖 Hoffentlich bleibt es bei den Schuhen…
    Nach getaner Arbeit haben wir uns richtig leckere Smoothie Bowls gegönnt (das Frühstück war ziemlich karg, umso mehr haben wir die Bowls genossen!) und sind ein bisschen durch den Ort und vor allem an der Promenade entlang spaziert. Es hat sich so gut angefühlt, endlich mal wieder die Sonne im Gesicht zu spüren! 🌴☀️ Den Sonnenuntergang haben wir vom Steg aus inmitten einer kleinen Menschentraube beobachtet.
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  • Day53

    Roller-Abenteuer in Ninh Binh

    December 11, 2022 in Vietnam ⋅ ☁️ 18 °C

    Um 4 Uhr heute Morgen sind wir nach einer ziemlich anstrengenden Busfahrt endlich in Ninh Binh aus dem Bus geklettert. Wir hatten wirklich viel Glück: Erstens hat uns der Bus zufällig nur 200 m entfernt von unserem Homestay abgesetzt und zweitens durften wir sogar schon ins Zimmer! Unsere Gastgeberin ist extra aufgestanden und wir mussten nicht mal mehr bezahlen. 🥹😍🍀 So konnten wir immerhin noch ein paar Stunden schlafen (was dringend nötig war), bevor wir uns wieder mit dem ecuadorianischen Pärchen getroffen haben. Die Beiden sind zufällig auch über Nacht nach Ninh Binh gefahren und wir hatten uns für den Tag zu einer Tour zu verschiedenen Aussichtspunkten und Pagoden verabredet. 😊👍🏻
    Teresa und ich haben uns einen Roller gemietet, Teresa ist gefahren - das erste Mal auf einem Roller und dann direkt mit einer Mitfahrerin! Sie hat das sehr souverän gemacht und wurde immer mutiger. 🛵💨😎
    Der erste Stopp war ein Aussichtspunkt mit Blick auf die umliegenden Karstberge. Die vielen Treppenstufen, Türmchen und ein riesiger Drache auf der Spitze sahen richtig märchenhaft aus! Um den Drachen herum musste man ein bisschen klettern, über unebene Steine, am steilen Abgrund entlang und zwischen Selfies-machenden Touris hindurch. Ich war froh, als wir alle wieder wohlbehalten auf halbwegs ebenem Boden standen! Nachdem wir ein paar kleinere Höhlen auf dem Gelände angeschaut hatten, ging es weiter Richtung Mittagessen. Das hat uns leider Zeit gekostet, weil sich die Restaurantsuche etwas schwierig gestaltete. Am Ende haben wir dann gebratene Nudeln gegessen, aus denen das Fleisch herausgepickt wurde und tada - vegetarisch. 🥳
    Der nächste Stopp war die Bai Dinh Pagode, eine riesige buddhistische Tempelanlage. Der ganze Ort war voller Buddhas in allen Variationen. Das Highlight war definitiv das Innere des Tempels mit einer riesigen goldenen Buddhastatue (die Größe kommt auf dem Bild leider nicht richtig raus). Es war eine tolle Stimmung dort mit dem Geruch von Räucherstäbchen, im Hintergrund war das das Om Mani Padme Hum zu hören und dann dieser überwältigende Buddha.
    Sowohl die Fahrt zur Pagode als auch die Besichtigung haben deutlich länger gedauert als geplant, sodass wir die restlichen Punkte auf unserer noch ziemlich langen To-Do-Liste für den Tag auslassen mussten. Da wir aber wirklich tolle Eindrücke bekommen haben, fand das glaube ich keiner weiter schlimm. 😊
    Den Abend haben wir in einem kleinen familiengeführten Café mit heißer Schokolade und Crêpes ausklingen lassen. 😍
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  • Day52

    Phong Nha Höhle

    December 10, 2022 in Vietnam ⋅ ☁️ 21 °C

    Beim Aufwachen heute Morgen ist endlich eingetreten, was wir lange herbeigesehnt haben: kein Regen mehr!! 🥹😍 Stattdessen Sonnenschein und ein wunderschöner Blick über verstreute Häuser und Karstberge. Beim Frühstück kamen wir mit Elisa und David, einem ecuadorianischen Pärchen, ins Gespräch und haben schnell beschlossen, zusammen zu einer der vielen Höhlen im nahegelegenen Nationalpark zu fahren. Unter anderem liegt hier auch die größte Höhle der Welt, die 9 km lang ist. 😳 Ganz so groß war die Phong Nha Höhle, zu der wir gefahren sind, dann nicht, aber trotzdem sehr schön! Da der Fluss der einzige Zugang ist, kommt man nur mit dem Boot hinein. Stellenweise ist die Decke sehr tief, aber dann öffnen sich riesige „Hallen“ voller Tropfsteinformationen. 😍 Zuerst sind wir in der Höhle mit dem Boot den Fluss entlanggefahren, danach konnte man ein Stück zu Fuß über Holzstege gehen. Es war wirklich sehr beeindruckend! Manchmal sind die vielen verschiedenen Eindrücke, die wir hier bekommen, schwer zu greifen und fühlen sich surreal an…
    Nachdem uns das etwas rostige Boot wieder sicher im Hafen abgesetzt hatte, sind wir zu viert in ein schönes Café direkt am Fluss gegangen. Dort sind wir bei guten Gesprächen und vor allem einem herzallerliebsten Welpen hängen geblieben. 🤩 Die Kleine war gerade sechs Wochen alt und hat auf meinem Schoß geschlafen. 🥹 Unser aller Herzen hat sie auf jeden Fall im Sturm erobert. ❤️
    Mittlerweile sind wir zur Abwechslung mal wieder in einem Bus. Wir haben noch ca. acht Stunden Fahrt vor uns (das ist die optimistische Schätzung 🙃) und haben leider die Plätze ganz hinten bekommen, wo man wie die Sardinen in der Dose nebeneinander liegt und sich nicht mal hinsetzen kann. Wir hoffen, dass wir einigermaßen gut schlafen können und es so schnell hinter uns haben! 🍀
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    Traveler

    Die Photosession mit dem Puppy ist ja mega süß😍

    12/10/22Reply
     

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