September 2019
  • Day11

    Durmitor Ring #2 / Plužine

    September 26, 2019 in Montenegro ⋅ ⛅ 17 °C

    Unseren letzten vollständigen Tag in Montenegro ließen wir entspannt beginnen. Ein kleines Frühstück und dazu ein türkischer Kaffee, welchen ich versuchte selbst zu Kochen (er war sogar ganz gut meiner Meinung nach), durften natürlich nicht fehlen.

    Danach ging es erneut auf den Durmitor-Ring, diesmal aber nur bis Trsa. Die Bergwelt konnten wir heute also noch einmal bei Tageslicht und bei sich ab und zu durchkämpfender Sonne betrachten. Leider waren die Gipfel auch heute wieder komplett wolkenverhangen, weshalb wir uns dazu entschlossen lieber auf deren Besteigung zu verzichten und nur ab und an abseits der Straße einige neue Blickwinkel zu entdecken. Besonders auf dem Sedlo-Pass pfiff der Wind von einer Seite des Grates auf die andere, sodass man fast schon das Gefühl hatte abzuheben. Hier konnten wir auch noch unsere gute Tat für den Tag vollbringen und einem Münchner Pärchen dabei helfen ihren Bulli wieder zu starten, indem wir ihn bis zur Kuppe schoben und er durch das Bergabrollen von selbst wieder ansprang. Als Gegenleistung erhielten wir ein perfektes Fotomotiv, als der blaue Bus die Panoramastraße hinunterrollte.

    Mehrere Halte folgten, um auch die Fauna der Berge auf unseren Bildern einzufangen. Pferde, Schafe oder Ziegen, alles was vor unsere Linse kam, wurde fotografiert. Danach ging es weiter bergab. Die Straße, welche bis hinunter zum Piva-Stausee führte, ist noch einmal etwas ganz Besonderes und wird oft und gerne als Sinnbild montenigrinischer Straßen aufgefasst: steil, serpentinenreich und eng. Zusätzlich bildeten mehrere Tunnel, welche grob in den Felsen gehauen worden ein weiteres Highlight. Diese sind weder gesichert noch beleuchtet aber zum Glück auch nicht sehr lang.

    Als wir Plužine, jene Stadt am Staussee erreicht hatten, checkten wir in unserer letzten Unterkunft in Montenegro ein. Ein Appartment mit Balkon und Blick auf den See. Glücklicherweise war die Vermieterin gerade vor Ort und sie verwickelte mich sofort in ein Gespräch. Recht viel gibt es in Plužine nicht zu sehen, weswegen wir beschlossen am Nachmittag etwas Essen zu gehen und ich drehte danach noch eine Runde durch die Stadt. Leider hat der Stausee einen ziemlich geringen Wasserstand und sieht somit auch nicht ganz so toll aus. Ich würde behaupten die Differenz zum Höchststand beträgt etwa 8-10 m, zumindest ist die eigentliche Anlegestelle der Stadt ziemlich weit von der Wasseroberfläche entfernt.

    Den Abend verbringen wir nun bei einem regionalen Bierchen und damit eine Rückfahrt nach Dresden zu organisieren.
    Für morgen steht nur noch die Fahrt nach Sarajevo (117 km) und das Reinigen des Autos sowie dessen Rückgabe auf dem Plan. Und dann landen wir hoffentlich pünktlich kurz vor 18 Uhr wieder in Berlin.
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  • Day10

    Durmitor Ring / Curevac

    September 25, 2019 in Montenegro ⋅ ⛅ 18 °C

    14:30 Uhr trafen wir wieder in Žabljak ein. Wir machten uns aber sofort wieder auf den Weg, denn der Durmitor Ring, eine Panoramastraße rund um den Durmitor Nationalpark wartete auf uns. Doch direkt zu Beginn machten wir einen kleinen Abstecher zu einem Berg names Curevac. Dieser ist zwar nur 1556 m hoch, bietet aber einen unglaublichen Blick in den tiefsten Punkt der Tara Schlucht und hier wird auch deutlich, warum diese die Zweittiefste der Welt ist. Der Aufstieg war ziemlich entspannt und verlief durch einen dichten Nadelwald hindurch.

    Danach ging es weiter auf der Panoramastraße. Alle 5 m hätte man anhalten können um den sich immer wieder verändernden Ausblick genießen zu können. Da es aber bereits etwas später war, taten wir dies vor allem aus dem Auto heraus und stoppten nur an den wirklich besonders schönen Punkten. Die Straße führte uns über prachtvolle Hochebenen, deren gelbes Gras im Licht der tiefstehenden Sonne golden glühte. Im Hintergrund ergab sich immer wieder der Blick auf das Durmitor Hauptmassiv, welches aber leider auch an diesem Tag von Wolken behangen war.

    Nach einer Weile wurde die Straße steiler und steiler. Wir trauten uns gar nicht nach rechts aus dem Fenster zu schauen, denn da tat sich ein wirklich gewaltiger Abgrund auf. Es ging Serpentine um Serpentine nach unten. Dieser Teil scheint auch eher selten befahren zu sein, da die Äste der am Straßenrand stehenden Bäume weit auf die Fahrbahn ragten. Es fühlte sich an als fahre man durch einen grünen Tunnel. Auf der anderen Seite mussten wir nun die heruntergefahrenen Höhenmeter wieder hinauf. Besonders bedrohlich waren die auf der Straße liegenden Steine, welche wahrscheinlich erst vor nicht allzu langer Zeit von den grob behauenen und ungesicherten Felswänden herabgestürzt waren. Wir erreichten den Ort Trsa, welcher den Abzweig in Richtung Plužine bildete und das Ziel für den folgenden Tag sein sollte, doch nun ging es erst einmal wieder über Hochebenen zurück in Richtung Žabljak. Besonders beeindruckend war die Sonne, welche nun bereits extrem tief stand und immer wieder durch die bedrohlich wirkende Wolkendecke brach.

    Im Ort Pišče trafen wir auf eine auf der Straße stehende Schafsherde, die unsere Weiterfahrt blockierte. Ein Einheimischer kam auf unser Auto zugelaufen und zeigte in unsere Fahrtrichtung und hielt 4 Finger hoch. Er konnte kein Englisch und es dauerte eine Weile bis uns klar wurde, dass er gerne ein Stück mitfahren wollen würde. Wir räumten also unsere Rückbank frei und ließen den älteren Herrn einsteigen. Inzwischen hatte jemand aus einem entgegenkommenden Fahrzeug die Herde von der Straße getrieben und wir setzten unsere Fahrt fort. Währenddessen versuchten wir herauszufinden wie weit unser Fahrgast denn mitfahren wollte. Etwas kompliziert wenn man sich gegenseitig nicht verstehen kann. Er erklärte mir noch, dass vor uns ein Berg liegt, welcher eine wunderschöne Aussicht bietet.

    Bei einem kleinen Dorf names Lokvice deutete er an, dass wir abbiegen sollten. Diese Ansammlung von Häusern bestand aus einer Käserei, zwei kleinen Wohnhäusern und einer Scheune, in welche wir hineingeführt wurden und scheinbar eine Art Gemeinschaftsküche beinhaltet. Der Tisch war bereits gedeckt und wir sollten uns setzen um einen Kaffee als Dankeschön zu erhalten. Nach und nach kamen weitere Familienmitglieder und Freunde. Einer von ihnen konnte sogar etwas Deutsch und Englisch. Also konnten wir uns ein bisschen unterhalten über unsere Reiseroute und wer die uns gegenübersitzenden Personen überhaupt waren. Leider war es mittlerweile Dunkel geworden und wir mussten noch über den höchsten Teil der Straße, den Sedlo Pass. Wir verabschiedeten uns also, bedankten uns für Kaffee (welcher hier generell als türkischer Kaffee zubereitet wird), Saft, Brot und Käse und fuhren weiter.

    Die Berge wirkten nun mit der beginnenden Dunkelheit nur noch beeindruckender. Außer dem ein oder anderen Camper, welcher sich hier neben der Panoramastraße platziert hatte, waren wir vollkommen allein. Wir überschritten den Sedlo-Pass auf 1900 m aber ohne Probleme - trotz Fahrt durch einige Wolken - und erreichten dann Žabljak wohlbehalten.

    Noch einmal kehrten wir bei der wirklich leckeren Pizzeria Balkan ein, tranken ein Bierchen und nahmen eine Pizza mit nach Hause. Dort feuerten wir unseren Kamin an und genossen den letzten Abend im Durmitor Nationalpark.
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  • Day10

    Rafting auf der "wilden" Tara

    September 25, 2019 in Montenegro ⋅ ⛅ 13 °C

    Noch am gestrigen Abend hatten wir uns schlussendlich doch entschieden eine Rafting-Tour zu buchen. Das war bei der großen Auswahl an Anbietern gar nicht so einfach.

    Uns war bewusst, dass der Wasserstand der Tara im Herbst nicht besonders hoch ist, somit auch die Fließgeschwindigkeit deutlich geringer als z.B. im Frühling, in welchem das gesamte Schmelzwasser aus den umliegenden Gebirgen in die Tara strömt. Trotzdem stand Rafting auf unserer Liste und somit starteten wir 09:30 Uhr vom Zentrum Žabljaks aus in Richtung Tara-Bridge und zum Rafting Camp. Von dort ging es dann zum Einstiegsort, etwa 2 km flussaufwärts hinter der Brücke.

    Zusammen mit einem französischen und einem britischen Pärchen begaben wir uns dann, erstaunlicherweise komplett ohne Einweisung, auf die "rasante" Fahrt. Die wenigen Worte welche wir von unserem Guide hörten waren: "All together" und "Okay stop". Meistens trieben wir also ganz entspannt die Tara entlang. Es handelte sich mehr um eine Spazierfahrt als um Rafting, ausgenommen einige Stellen nach der Brücke. Es galt also die Natur zu genießen, während man durch die zweittiefste Schlucht der Erde trieb. Highlight war für uns ein Sprung aus 6 m in eine tiefe Stelle der Tara. Das Wasser war wie zu erwarten sehr kalt, glücklicherweise schien aber die Sonne.

    Nach ca. 14 km war die Fahrt vorüber und wir fuhren zurück zum Rafting-Camp, in welchem ein leckeres und üppiges Mittagessen auf uns wartete.

    Auf der Rückfahrt legten wir noch einen Fotostop an der Tara-Bridge ein, welchen wir eher zum Souvenirläden anschauen nutzten.

    Alles in allem war die Tour ganz okay. Was wir mitnehmen konnten: Im Frühling Zurückkommen und dann gleich eine Mehrtagestour planen.
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  • Day9

    Crno Jezero / Zminje Jezero

    September 24, 2019 in Montenegro ⋅ ⛅ 13 °C

    Unser Nachmittag bestand also aus einer Rundwanderung um den Schwarzen See (Crno Jezero) und den Schlangensee (Zminje Jezero). Ersterer ist eines der Wahrzeichen des Durmitor Nationalparks (welcher übrigens 3€ Eintritt pro Tag kostet). Dementsprechend waren auch hier einige Bus-Touristen-Gruppen zu sehen. Aber tatsächlich ist dieser größte Gletschersee wunderschön gelegen und bietet einen tollen Blick auf das Hauptmassiv des Parks und den Berg Međed. Wir umrundeten also den See, welcher eigentlich, zumindest in trockenen Zeiten, aus zwei einzelnen Seen besteht. Danach ging es durch den typischen Nadelwald des Durmitorgebirges, welches ein Ausläufer des Dinarischen Gebirges ist, hinauf zum Schlangensee, welcher deutlich kleiner aber deshalb nicht weniger schön gelegen war. Besonders dessen üppige Vegetation bietet einen tollen Anblick.

    Auf dem Rückweg passierten wir noch den Barno Jezero. Dies ist ein weiterer See, umgeben von einem sumpfähnlichen Gebiet, dass durch das goldgelbe Gras einen traumhaften Kontrast zu den anliegenden Nadelwäldern bietet. Generell ist der gesamte Nationalpark farblich und landschaftlich etwas ganz Besonderes. Aber das lässt sich am Besten an zahlreichen Bildern nachvollziehen.

    Zurück am Auto begaben wir uns zu unserer Unterkunft für die nächsten zwei Nächte. Der Name "Cozy Cabin" (zu deutsch: Gemütliche Hütte) ist hier Programm. Besonders der Kamin lässt den Namen mehr als gerecht erscheinen.
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  • Day9

    Riblje Jezero / Vražje Jezero

    September 24, 2019 in Montenegro ⋅ ☁️ 12 °C

    Diesen Tag könnte man am besten mit "Tag der Seen" bezeichnen. Wir verließen unsere Hütte diesmal in eine andere Richtung als jene aus der wir sie erreicht hatten. Eine kleine, mittlerweile als typisch empfundene Straße, führte uns zu den sogenannten "Stećci". Das sind mittelalterliche Grabsteine, welche zum UNESCO Weltkulturerbe gehören. Man weiß nicht genau, warum diese doch scheinbar großen Friedhöfe (welche man mehrfach auf der Hochebene finden kann) entstanden sind. Sie liefern jedenfalls einen guten Vordergrund für Fotos der umliegenden Landschaften.

    Weiter ging es zum "Fischsee" (Riblje Jezero), welcher tatsächlich sehr interessant für Angler ist. In dessen Nähe gab es einen weiteren Friedhof zu entdecken. Es folgte dann der "Teufelssee" (Vražje Jezero). Dieser bietet durch seine Zweifarbigkeit einen besonderen Anblick. Die Uferbereiche schimmern türkis, doch die Mitte des Sees ist tiefblau. Um dies besser erkennen zu können erstiegen wir einen kleinen Hügel neben dem See. Beide Seen liegen auf einer schier endlos scheinenden baumlosen Hochebene. Der Legende nach soll der Bereich um die Seen einmal stark bewaldet gewesen sein. Als durch ein starkes Gewitter ein großer Waldbrand ausgebrochen ist, flüchtete der Teufel und seine Frau in die Tiefen des Teufelssee und versucht seitdem jene Schwimmer mit sich in die Tiefe zu ziehen, welche sich trauten den See zu durchschwimmen.

    Da es mitterweile Mittag war, begaben wir uns nach Žabljak um uns dort in der Pizzeria Balkan für unsere folgende Wanderung zu stärken.
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  • Day8

    Đurđevića-Tara-Brücke / Njegovuđa

    September 23, 2019 in Montenegro ⋅ 🌧 13 °C

    Da wir bereits zu Mittag unsere kleine Holzhütte erreicht hatten, beschlossen wir noch zu dem insgesamt wohl bekanntesten Fotomotiv Montenegros zu fahren, da dieses nur ca. 20 Min entfernt zu finden war.

    Die Đurđevića-Brücke ist eine zwischen 1938 und 1940 errichtete Bogenbrücke, welche die Tara-Schlucht in 116 m Höhe überspannt. Die Tara-Schlucht ist die zweittiefste Schlucht der Welt. Tiefer ist nur der Grand Canyon in den USA. Natürlich erreicht die Schlucht nicht an jener Stelle, wo sie von der 5-bögigen Đurđevića überspannt wird, ihr volles Ausmaß. Trotzdem ist ein Blick von der Mitte des größten Bogens in die Tiefe einfach nur atemberaubend. Perfekterweise hatte der Regen schon eine ganze Weile komplett aufgehört, aber die Wolken welche die Brücke umspielten sind geblieben. So ergab sich eine für unsere Bilder ganz besondere Stimmung, welche es galt so gut wie möglich festzuhalten. Leider sind neben der Brücke links und rechts Ziplines gespannt (welche wir übrigens nicht ausprobierten). Diese störten etwas beim Fotografieren. Nachdem wir uns noch einen Kaffee in einem an der Brücke befindlichen Cafe genehmigt hatten, verließen wir diese auch wieder und fuhren erneut einige Serpentinen nach oben. Dort bot sich schon das nächste grandiose Motiv. Tiefstehende Sonne kombiniert mit Wolken, welche sich über die Hochebene schoben und somit einen traumhaft schönen Anblick erzeugten. Nachdem es die erste Tageshälfte in Strömen geregnet hatte, hätten wir nicht damit gerechnet, noch so einen unglaublichen Abschluss zu erhalten.

    Da wir beschlossen hatten in unserer kleinen Hütte noch etwas zu kochen, kauften wir noch schnell ein paar Dinge im größten Ort der Gegend ein: Zabljak. Wir zauberten uns ein zweckmäßiges Abendessen (Nudeln mit einer Soße aus passierten Tomaten, frischer Tomate und Zwiebel). Zusammen mit der Flasche montenigrinischen Rotweins, die uns von unserer Vermieterin geschenkt wurde, ließen wir den Abend ausklingen.

    Die Nacht allerdings wurde durch ein wirklich extremes Gewitter unterbrochen. Besonders auf unserem Blechdach waren die Regentropfen sehr gut zu hören. Wir bekamen also gleich einmal einen guten Eindruck der hier herrschenden Naturgewalten.
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  • Day8

    Ostrog

    September 23, 2019 in Montenegro ⋅ 🌧 9 °C

    Wir standen am Morgen dieses Tages mit dem Wissen auf, dass es heute wohl den gesamten Tag hindurch regnen soll. Als wir uns von unseren Gastgebern verabschiedeten und zum Auto begaben, setzte der Regen ein. Ein weiteres Mal fuhren wir durch die Hauptstadt Podgorica, diesmal aber mit dem Ziel die Stadt in Richtung Norden zu verlassen. Es regnete mittlerweile in Strömen, aber das hielt uns nicht davon ab, eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten Montenegros anzupeilen, besonders nicht wenn diese mehr oder weniger am Weg liegt. Dies dachten wir zumindest. Trotzdem ging es eine lange steile und teils auch abenteuerliche Strecke hinauf, wobei der Regen seinen Beitrag leistete. Oben angekommen waren im Vergleich zu den anderen Touristenspots nur wenige Autos zu sehen - der Regen hatte sie wohl abgeschreckt. Nichts desto trotz mussten wir am Eingang des Klosters anstehen. Dieses war besonders aufgrund der Bauweise beeindruckend. Es wurde in eine sehr hohe Felswand gebaut, sodass auch einige Räume in den Berg gehauen wurden und somit einen höhlenartigen Charakter zeigten. Des weiteren gab es einige schöne Mosaike, welche ebenfalls direkt in den Fels eingelassen waren, sowie reich mit Malerei verzierte Räume zu sehen.

    Auf dem Weg von und zum Parkplatz begleitete uns natürlich der Starkregen, sodass einerseits die glatten Steinstufen, welches es nach oben zu steigen galt, zu einer echten Herausforderung wurden, wir andererseits am Ende auch nahezu komplett durchnässt wieder am Auto ankamen.

    Weiter ging es dann Richtung Norden nach Nikšić. Auf dieser Strecke erreichte der Regen ein Sintflut-artiges Niveau und wir dachten schon es würde an diesem Tag gar nicht mehr besser werden. Aber da täuschten wir uns gewaltig. Nachdem wir endlich die Straße erreicht hatten, welche uns geradewegs in den Durmitor Nationalpark führen sollte, da ließ der Regen nach und Montenegro zeigte sich von einer neuen wunderschönen Seite!

    Wolken stiegen aus Hängen und Tälern auf und erzeugten so eine Kulisse, welche uns ständig auf's Neue Staunen ließ. Aber das zeigen die Bilder am Besten.

    Für unsere erste Nacht im Nationalpark hatten wir uns eine authentische Holzhütte gemietet. Diese bestehen im Prinzip nur aus einem spitz zulaufenden Dach. Markant sind auch die grünen Blechdächer dieser Hütten.
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  • Day7

    Karuč / Rijeka Crnojevića

    September 22, 2019 in Montenegro ⋅ ⛅ 22 °C

    Am Ende des 6. Tages unseres Roadtrips erreichten wir Karuč. Dieser kleine Ort ganz im Norden des Skutarisees gelegen, wurde ursprünglich errichtet, damit die Bewohner der umliegenden Dörfer ihre Fischerei-Utensilien aufbewahren konnten. Später entwickelte er sich zu einer dauerhaften Siedlung. Schon während der Anfahrt bot sich ein unglaublich schöner Blick auf die Bucht. Als wir das Haus direkt am See betraten, wurden wir sofort freundlich von einem älteren Ehepaar begrüßt. Glücklicherweise konnte der Mann Englisch sprechen und führte uns sogleich auf unser großes Zimmer, nachdem wir einen selbstgebrannten Traubenschnaps genießen durften. Gleichzeitig betrieben die beiden noch ein kleines Restaurant, welches zum Haus gehört und dessen Sitzplätze direkt am Ufer gelegen sind. Wir erhielten ein frisch zubereitetes Abendessen: Fischsuppe als Vorspeise, gefolgt von einer Platte mit selbstgefangenem frischen Fisch, dazu Gemüse. Die Speisen wurden in einer kleinen Outdoorküche mit Seeblick zubereitet.

    Am nächsten Morgen mussten wir leider feststellen, dass es scheinbar ein Wespennest unter unserem Dach gab, denn ständig flogen diese quer durch unser Zimmer und prallten dann gegen das große Fenster. Das Gute: Keiner dieser unerwünschten Mitbewohner stach uns während unseres Aufenthaltes.

    Wir begannen den Tag mit einem super leckeren Frühstück und begaben uns dann auf eine eineinhalbstündige Kayaktour. Es war einfach wunderbar entspannt über den See zu paddeln, umgeben von tausenden Seerosenblättern und Schilfshalmen.

    Am frühen Nachmittag beschlossen wir Karuč für ein paar Stunden zu verlassen und den nahegelegenen Ort Rijeka Crnojevića zu erkunden. In dessen Nähe befindet sich auch eines der berühmtesten Fotomotive am Skadar Lake. Es handelt sich hierbei um eine Flussschleife, welche der bekannten Saarschleife ähnelt. Der Ort selbst hat eine alte Brücke, eine 'Stari Most', zu bieten. Hier legten zahlreiche Boottaxis an, mit welchen man den gesamten See hätte befahren können. Ansonsten machte dieser Ort aber den Eindruck, als seien die besten Zeiten lange vorbei. So machten wir uns bald auf den Rückweg - natürlich nicht ohne noch ein paar weitere Fotos an der Flussschleife bei wunderschönem Licht zu schießen - zu unserer Unterkunft. Dort wartete bereits das nächste Highlight unserer Tour auf uns: eine "Rundfahrt" über den See mit einem Speedboat. Dieses lenkte natürlich unser Gastgeber, welcher selbst in der Gegend geboren wurde und dessen Vorfahren über zweihundert Jahre lang am See lebten. Von ihm erfuhren wir viele interessante Details über den Skutarisee und gleichzeitig fegten wir über das Wasser. Neben zahlreichen Vögeln, darunter der seltene Eisvogel, gab es auch eine Ziegenherde, Esel und natürlich unzählig viele tolle Weitblicke zu sehen und genießen. Die Fahrt über diesen einmaligen See war wirklich atemberaubend schön. Und schon jetzt steht auf unserer Liste ein Wiederkommen im Frühjahr, wenn all die Seerosen in verschiedenen Farben blühen.

    Am Abend genossen wir noch den Sonnenuntergang über der Bucht, von einem stark zerklüfteten Felsvorsprung aus. Es folgte ein weiteres traditionelles und extrem leckeres Abendessen, bevor wir uns zufrieden in unsere Betten begaben. :)
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