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  • Day13

    Das tote Meer

    April 28, 2018 in Israel ⋅ ⛅ 19 °C

    Eigentlich wollten wir heute nach Ein Gedi, Masada und dem toten Meer. Aufgrund der starken Regenfälle in den letzten Tagen wurde der Weg nach Ein Gedi und Masada aber buchstäblich weggeschwemmt. Und so ging es dann nur zum toten Meer. Wir fuhren bereits um 7:00 Uhr los und fuhren an Jericho vorbei zum toten Meer. Dabei fiel uns auf, dass wir mit Potossi und Jericho, die höchst- und tiefgelegenste (Groß-)Stadt der Welt gesehen haben. Das ist doch mal was. Aber es ging noch tiefer. Das tote Meer gilt als der tiefgelegenste Ort der Welt. Das Meer liegt weit unter dem Meeresspiegel. Über Jahrhunderte war der Wasserstand hier ziemlich stabil, in den letzten Jahrzehnten nahm der Wasserstand jedoch gravierend ab. Grund ist, dass die Flüsse, die im toten Meer münden, von jordanischer und israelischer Seite angezapft werden. Die Landschaft ist sehr karg und man kann auch keinen Sandstrand erwarten. Das Wasser ist trübe und es finden sich große Salzkristalle am Boden, die auch schonmal wehtun können. Daneben gibt es vor allem Schlamm im Boden, den man sich auf den Körper schmieren kann. Das Wasser und dem Schlamm wird eine heilende Wirkung zugesagt und angeblich auch schon Kleopatra fuhr zu Kur hierher. Im Wasser selbst ist untertauchen nicht möglich und man treibt vor sich hin. Das Wasser sollte man wirklich nicht in die Augen bekommen, da es extrem brennt. Der Salzgehalt ist rund 10x höher als im Mittelmeer und man muss sich nach dem Bad auch mit Süßwasser wieder abduschen. Wir ließen uns treiben und schlammten uns ein. Leider kam es zu einer Reaktion mit unserer Sonnenmilch und wir waren nach dem Abduschen orange. Hinzu kam, dass Steffi auf Chris Rücken „Dead Sea“ schrieb und es nunmehr gut sichtbar immer noch da war. Nach knapp 2 Stunden fuhren wir dann wieder nach Jerusalem, wo wir ordentlich Schlaf nachholen mussten. Am späten Nachmittag gingen wir dann - zusammen mit Silvie, die wir am Vorabend kennengelernt hatten - in die Altstadt von Jerusalem. Diese war heute wesentlich leerer, sodass wir gemütlich durch die Grabeskirche gehen konnten und uns die Kapellen noch einmal in Ruhe anschauten. Wir aßen noch eine Kleinigkeit und gingen noch einmal zur Klagemauer, wo heute ein großes Treiben zu sehen war, da viele den Shabbat zum beten und diskutieren nutzten. Die ultra-orthodoxen zogen sich hierfür fein an und man konnte die unterschiedlichen Strömungen gut erkennen, da sich die Kleidung stark Unterschied. Fotos und Videos waren verboten, was aber viele Touristen nicht aufhielt (finden wir aber sehr respektlos). Dann ging es zurück durch die Stadt und auf den Rückweg aßen wir noch einen Malawach und genehmigten uns einen letzten Drink bei kaukasischer Musik. Dann ging es auch schon ins Bett. Morgen ist dann schon Abreise.Read more