Satellite
Show on map
  • Day 78

    Highest jump from a bridge ever!

    January 15, 2019 in South Africa ⋅ ☀️ 22 °C

    Mein Start in den Tag war sehr entspannt. Ich habe gemütlich ausgeschlafen und mit den anderen Backpacker ein super leckeres Frühstück im Hostel gehabt. Danach ging es ab ins Auto und Richtung Bloukrans Brücke. Die Bloukrans Brücke trennt das Westkap und Ostkap voneinander und ist die höchste Brücke der Welt von der man einen Bungee Jump machen kann. Sie ist 216 m hoch und die dritt höchste Bungee Jump Stelle der Welt.

    Bei der Bloukrains Brücke angekommen steigt die Nervosität extrem. Schon von der Ferne sieht die Brücke beeindrucken hoch und groß aus. Ich bin mit Anna, Jan, Jonathan und Alex unterwegs und außer Jonathan wollen wir alle springen. Im Office angekommen meldet uns Jan alle für den nächsten Bungee Jump um 12:30 Uhr an. Danach heißt es einchecken. Jeder von uns bekommt ein Tablette und muss seine persönlichen Daten angeben und die AGBs unterschreiben. Dann geht es zur Kasse bezahlen. Der Bungee Jump kostet stolze 1350 Südafrikanische Rand, was in etwa 85€ entspricht. Normalerweise kostet der Sprung nur 60€ aber da wir in der Hochsaison da sind würden die Preise angehoben. Es ist jedoch immer noch der günstigste der höchsten Bungee Jumps der Welt. Nach dem bezahlen müssen wir uns alle wiegen. Ich bring 61 kg auf die Waage und bin geschockt das ich schon drei Kilo auf meiner Reise zugelegt habe. Meine Sprungnummer und mein Gewicht wird auf mein Handrücken geschrieben. Ich bin Nummer 47 am heutigen Tag. Danach geht es zum „Anziehen“. Wir bekommen alle einen Schutzbody an der uns zusätzlich sichert im Fall das der bungee an unseren Füßen reist. Nach dem wir alle unsere Schutzkleidung anhaben geht es gemeinsam in Richtung Brücke. Auf der Brücke selbst ist eine Fahrbahn. Unser Bungeesprung findet unter der Brücke statt von der Mitte. Um die Plattform in der Mitte zu erreichen geht es erstmal mit einer Zipline dort hin. Die Fahrt mit der Zipline ist super cool und macht total Spaß, aber schon beim runter schauen wird mir Richtig mulmig zu Mute.

    Auf der Plattform angekommen herrscht super Stimmung. Es befinden sich ca. 30 Leute dort und es wird moderne südafrikanische Musik gespielt. Die Gruppe vor uns ist schon am Springen und jeder der springt wird von der Menge angefeuert und bejubelt. Auf der Plattform sind nicht nur „Springer“ sondern auch Zuschauer. Wenn man selbst nicht springen möchte sondern nur zuschauen kann man das für 150 Rand (ca. 9€). Um auf die Plattform zu kommen nimmt man als Zuschauer aber einen Fußweg und nicht die Zipline.

    Je näher mein Sprung kommt desto nervöser werde ich. Als ich auf meiner Zipline Fahrt nach unten gesehen habe hatte ich schon richtig Angst, aber wir stimmen uns alle positiv zu. Alex und Anna sind richtig motiviert und können es gar nicht abwarten. Jan ist stumm vor Nervosität und ich bin fleißig am Vlogen. Dann wird Anna zum Bungee Jump aufgerufen. Sie muss sich zu erst auf eine bank neben der Sprungstelle setzten und bekommt zwei Klebepads um die Fußgelenke geschnallt. Kurz darauf werde ich aufgerufen und soll mich neben sie setzten. Auch ich bekomme die Klebepads um meine Füße geschnallt. Von Minute zu Minute werde ich nervöser. Die Klebepads sind nicht wirklich eng geschnallt und ich kann locker mit meinem Fuß dort rausschlüpfen. Selbst als die roten Gurte zum fester schnallen um meine Gelenke gewickelt werden. Ich habe reißen Angst und mach einen der Mitarbeiter nochmal drauf aufmerksam. Der erklärt mir dann das sobal ich falle mein doppeltes Gewicht gegen gespannt wird und der Zug meine Gelenke fester umschnürten wird. Außerdem bin ich nochmals durch meinen Schutzanzug gesichert, welcher mit einem Gurt am bungeeeil befestigt ist. In der Zwischenzeit ist Anna an der Reihe zu springen. Ohne Angst lässt sie sich ganz mutig nach vorne fallen. Dann bin ich an der Reihe. Mein Herz rast wie irre und ich bin total nervös. Ich bitte die Guides mir einen leichten Stoß zu geben, weil ich zu große Angst habe mich selber abzustoßen. Ich bin rechts und links unter gehakt bei den guides und werden mit meinen Fußspitzen bis nach ganz vorne an den Rand der Brücke getragen. Der Sicherheitsgurt ist angebracht. Ich bin so nervös das ich mich gar nicht traue nach unten zu sehen. Anstattdessen schicke ich nochmal ein Luftkuss in die Kamera vor mir und schenke ein letztes breites lächeln. Dann zählen die Guides schon runter. 3-2-1...wusch und ich werden nach vorne gestoßen. In dem Moment in dem ich Falle und meine Füße den Brückenbiden verlassen schreie ich wie am Spieß. Der Boden kommt immer näher und ich habe absolut nichts um mich rum um mich fest zuhalten. Während ich falle fühle ich mich komplett hilflos. Ich habe panische Angst, dass der Gurt an meinen Füßen zu locker ist und meine Fußgelenke durch rutschen. Deswegen strecke ich meine Füße extra nah an meinen Körper in der Hoffnung, dass mich das rettet. Der Fall selbst dauert nur drei Sekunden, doch diese drei Sekunden kommen mir unendlich lang vor. Der Boden kommt immer näher und näher und ich schreie immer noch wie verrückt. Für eine kurze Sekunde versuche ich den Fall zu genießen, aber meine Angst das etwas schief geht ist einfach zu groß. Dann de Stop. Ich werde abgefedert und vom Seil nach oben gezogen. Das hochziehen fühlt sich gar nicht so extrem hoch an, aber auf dem Video ist es fast nochmal die Hälfte der Strecke. Das erneute nach unten Fallen ist viel schlimmer, weil man nochmals komplett die Kontrolle verliert und ich erneut hoffe das ich nicht aus der Sicherung rutsche. Nach dem sich mein Bungeeseil dann endlich ausgependelt hat hänge ich hilflos kopfüber am Bungee Seil. Der Blick 100 m runter in die tiefe ist wirklich beeindrucken. Leider kann ich es nicht völlig genießen weil sich die Sicherung um meine Fußgelenke total locker anfühlt und ich das Gefühl habe jede Sekunde durch zu rutschen. Das rumbaumeln kommt mir unendlich lang vor und sich schreie verzweifelt danach, dass mich bitte jm nach oben ziehen kann. Endlich kommt einer der Mitarbeiter und macht mich bereit zum hochziehen, aber ich darf mich während dessen erst mal nirgends festhalten und das macht mich wahnsinnig, weil ich mich immer noch so hilflos fühle. Als ich dann endlich in Sitzposition war, habe ich mich verzweifelt mit einer hand am Gurt festgehalten und mit der anderen die hand des Mitarbeiters umklammert weil ich so Angst hatte. Selbst beim hoch gehen fühle ich mich noch immer hilflos, weil es so unglaublich tief nach unten geht unter mir. Die 216 Meter sehr beeindruckend. Oben angekommen kann ich es gar nicht abwarten bis ich endlich wieder festen Boden unter meinen Füßen habe. Ich glaube der Moment in dem ich den Boden berühre war einer der schönsten Momente in meinem Leben. Die Sicherheit von Boden unter den Füßen zu haben ist wirklich beeindruckend und ab jetzt etwas das ich davor noch nie so sehr wertgeschätzt habe.

    Fazit: Ein Bungeejump zu machen ist wirklich ein unglaubliches Erlebnis und ich kann es jedem Empfehlen der Action liebt. Ich selbst werde es aber bei. Diesem einen Bungeejump in meinem Leben belassen.
    Read more