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Brasilien

February 2018 - June 2019
  • Day15

    Recife / Olinda

    March 7, 2018 in Brazil ⋅ ⛅ 30 °C

    Hallo ihr Lieben aus Recife 🤗

    Ich bin seit ein paar Tagen hier und fühle mich total wohl. Mein Hostel ist ganz wunderbar und die Gäste machen es einzigartig. Wir sind eine sehr gemischte Gruppe, 3 aus den USA, 1 Australier, 4 Brasilianer und sogar ein Deutscher aus Hamburg. 💪🏼

    Wir haben wirklich super viel Spaß und alle sind sehr herzlich. Ich freue mich schon gleich morgens wenn ich zum frühstücken gehe auf die Gespräche.

    Ich habe hier so unglaublich viele neue Eindrücke und vor allem Einblicke in die verschiedenen Kulturen und Nationalitäten bekommen. Es war soviel Input absoluter Wahnsinn welche Sicht man auf andere Länder bekommt, wenn man mit den Menschen von dort spricht.

    Da ich auch erstmal froh bin wieder mit Leuten reden zu können nach meiner unfreiwilligen Woche Abstinenz, habe ich das erstmal die letzten Tage genossen ohne irgendwas zu unternehmen. 🤗

    Ein Mädel aus Chicago ist in Recife gestrandet. Sie hat 1 Monat in Rio verbracht und wollte von dort, mit Zwischenstopp in Recife, nach Kolumbien. Aufgrund der heftigen Gelbfieberepidemie die gerade in São Paulo und auf der Ilha Grande (ihr erinnert euch die Regeninsel) sehr stark wütet und schon viele Tote gefordert hat, durfte sie nicht aus Brasilien raus. Sie hat die Impfung nicht und muss jetzt zwangsgeimpft werden und dann 10 weitere Tage warten bis der Schutz vorhanden ist. 😶

    Wegen der heftigen Epidemie wurde ein zusatzliches Gesetz erlassen und die Flughäfen kontrollieren jetzt jeden. Ich bin wirklich froh das ich dem internationalen Impfausweis dabei habe, falls ich auch kontrolliert werde.

    Ihr seht sie auf einem Bild mit ihrem Hulahoop der blinkt. Damit führt sie uns abends immer was vor oder nimmt ihn mit an den Strand und jeder probiert sich mal. 😅🙈

    Ansonsten sind wir wie grade erwähnt tagsüber am Strand und am Abend im Hostel oder feiern. Gestern waren wir auf einer Party draussen mit typischer brasilianischer Musik aus den 80‘gern gemischt mit aktueller Musik. Das hat wirklich richtig viel Spaß gemacht. 😍

    Ansonsten haben wir einen Tagsausflug nach Olinda gemacht, da mir gesagt wurde das diese Stadt unglaublich schön ist. Den Namen hat sie auch aufgrunddessen. O linda bedeutet das Schöne oder wird hier oft gesagt wenn jemand eine Frau schön findet.

    Mich erinnert die Stadt etwas an Salvador nur ohne den afrobrasilianischen Einfluss, der mir aber besser gefällt, da ich die Musik und Straßenkunst sehr mag. 😍

    Die nächsten Tage sind auch ungeplant, einfach nur Strand, gute und herzliche Menschen und evtl. nochmal einen Ausflug aber festlegen möchte ich mich nicht.

    Werde die Zeit jetzt hier nutzen und noch ein paar Tage ausspannen. Da es Direktflüge von hier nach Frankfurt gibt, werde ich von Recife zurück fliegen.

    Brasilien ist wirklich wunderschön und hat tolle Menschen. Wenn ich kann, werde ich gerne nochmal zurück kommen und noch den Amazonas machen. Allerdings bin ich jetzt total fasziniert von Südamerika und möchte gerne auch noch den Rest kennenlernen.

    Ich habe soviele Menschen aus Südamerika getroffen und jeder hat mir wirklich tolle Eindrücke aus seinem Land erzählt und/oder gezeigt. Daher will ich unbedingt zurück. Außerdem ist die Mentalität aller Südamerikaner die ich kennenlernen durfte wirklich ganz besonders warm und herzlich.

    Ich wünsche euch noch eine gute Woche und freue mich auf euch alle Zuhause und auf unser Brot und unsere Brötchen 😍

    Bis bald im kalten Allemagne 😅☝🏼
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  • Day11

    Natal

    March 3, 2018 in Brazil ⋅ ⛅ 27 °C

    Hallo ihr Lieben aus dem nicht weihnachtlichen Natal 😅☝🏼❄️

    Sie ist die Hauptstadt des Rio Grande do Norte Bundesstaat. Der inoffizielle Name - «die Stadt der Sonne» - beschreibt die markanteste Besonderheit dieser Gegend - das unglaublich sonnige Klima. Die Sonne scheint hier fast das ganze Jahr über.

    Mein Hostel war wirklich ganz reizend und sehr schön. Überall weiße Laken und Klangspiele die es sehr gemütlich gemacht haben. Mein Hostelgastgeber hat englisch gesprochen und sich rührend um mich gekümmert. Da ich erst in der Dämmerung ankam und noch Wasser brauchte, ist er direkt mit mir zum Kiosk gelaufen und hat mir viel über die Stadt und sein Hostel erzählt. Abends hat er dann zwei Jungs vorgestellt, die auf eine Party wollten und die auf sehr gebrochenem Englisch gefragt haben ob ich mit will. Er hat mir auch gesagt ich kann jederzeit anrufen wenn ich früher zurück will und er holt mich ab, aber ich war von den Nächten im ungewollten Partyhostel davor einfach nur platt. 🙈

    Die Stadt Natal wurde von den portugiesischen Auswanderern am 25. Dezember 1599 gegründet. Zu Ehren des Feiertages hat die Stadt ihren Namen bekommen. "Natal" wird vom Portugiesisch wie "Weihnachten" übersetzt.

    Ich habe die Tage mit Kultur und Strand gemischt verbracht. Habe mir die riesige Autobrücke und die Festung Forte dos Reis Magos einen Tag angesehen.

    Info dazu aus Google da ich nicht soviel tippen will (😅🙈):

    Die portugiesischen Kolonialherren hatten seit ihrer Landung in Brasilien immer wieder mit anderen europäischen Einwanderern und Piraten zu kämpfen. Sie beschlossen daher einen Schutzwall zu errichten, um das Land und die dahinter liegende Stadt zu verteidigen. Anfangs war es nur ein Konstrukt aus Palisaden und Matsch. Nach Absprache mit der portugiesischen Krone wurde schließlich ein Fort aus Stein in nur knapp zwei Jahren erbaut. Aufgrund seiner Lage zwischen dem Fluss und dem Meer war es bei Flut vom Festland isoliert.

    Die restlichen Tage war ich in der Stadt oder am Strand. Ich hatte mich einmal beim Uberbestellen auch einfach irgendwo in die Nähe der Stadt verlinkt und der Fahrer hat mich dann dort nicht aussteigen lassen und ist weiter gefahren, da es dort sehr gefährlich war auch tagsüber. Es war auch nichts los und sehr runter gekommen. Ich bin froh das die Menschen hier alle so hilfsbereit sind. 🙏🏼

    Mein nächster Stopp ist Recife. 🤗

    Ich melde mich dann von dort. Einen guten Wochenstart euch allen. 🙋🏽‍♀️
    Angi
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  • Day9

    Fortaleza/Jericoacoara

    March 1, 2018 in Brazil ⋅ ☀️ 29 °C

    Hallo ihr Lieben 🙋🏽‍♀️

    Da bin ich wieder jetzt überwiegend aus Fortaleza mit einem Tagesausflug nach Jericoacoara.

    Fortaleza wird auch die „hässliche Schöne“ genannt und ich verstehe jetzt auch warum. In der ersten Reihe der Strandpromenade und allem was ich von der Stadt gesehen habe, sieht es alles andere als einladend aus. Sehr viele Obdachlose und alle Gebäude sind herunter gekommen, vergittert aufgrund von Kriminalität und mit Graffiti besprüht, der Strand selbst ist dafür sehr schön, daher der Name 👉🏼 1‘stes Bild.

    Nach dem anstrengenden Flug mit unwohlem Magen habe ich mich abends erstmal nur ausgeruht und war am nächsten Tag am Strand. Ich hatte auch sehr viel Glück, obwohl die Wettervorhersage eigentlich für die nächsten Tage nur regen angesagt hatte, war es doch teilweise ganz schön. ☀️

    Ich bin während des Tages 5x mit meinem Handtuch umgezogen und das ungelogen ca. 15 Meter weiter nach hinten, da die Wellen im Laufe des Tages immer heftiger und das Wasser höher an den Strand spülten. Zum frühen Nachmittag saß ich fast auf der Straße und dann kam eine Welle die mich komplett überschwemmt hat.

    Das ist mir leider zum Verhängnis geworden. Ich konnte zwar mein IPhone und die Powerbank retten plus Handtasche aber mein wichtigstes Elektronikteil, mein Kindle, hat kurz Wasser abbekonmen und macht aktuell nicht mehr mit. Lese jetzt mit dem Handy was sehr umständlich ist. Ich hoffe inständig das er wieder in die Gänge kommt. 🙏🏼 In meinem Hostel sind gar keine Leute, ich denke da die Lage sehr brisant ist (werde ich bei der nächsten Buchung besser beachten ☝🏼) nur ein Paar, das leider kein Englisch spricht. Daher ist der Kindle eigentlich unersetzlich grade.

    Bei den Rettungsversuch habe ich mir auch den Zeh angehauen der jetzt schmerzt und etwas dick ist aber es geht. Typisch für mich, wenn schon scheisse dann richtig. 🤦🏽‍♀️

    Am nächsten Tag ging es dann nach 40 Minuten schlaf um vier Uhr nach Jericoacoara, zumindest dachte ich das. In meinem Hostel wird jeden Abend in der Bar unter Einheimischen bis früh morgens lauthals gefeiert, daher der Schlafmangel. Da dort niemand englisch spricht, war das mit der Tour etwas unglücklich. Der Bus kam erst eine Stunde später und ich war bis dahin schon wieder ins Bett gegangen. Bin dann, als es Sturm im Hostel schellte, in Windeseile wieder raus und an die Tür, nachdem ich endlich alles irgendwie entriegelt hatte. Ihr seht das mit der Verständigung klappt auf ganz hohem Niveau.😅

    Draußen wollte ich aber vorher nicht warten. Es war mitten in der Nacht und gegenüber an der Tankstelle noch einiges los. 🙈

    Jericoacoara liegt ca. 300 km westlich von Fortaleza. Eigentlich wurde mir im
    Hostel gesagt, das ich gegen 19 Uhr wieder da bin. Dem war nicht so, wir kamen erst 0:30 Uhr wieder an. Nach der vorherigen kurzen Nacht, nicht so super, da ich am nächsten Morgen wieder früh raus musste zum Bus nach Natal. Nachtbusfahren wollte ich aufgrund dringender Anraten von allen die ich getroffen habe auch vermeiden, aber es ist alles gut gegangen. 🤷🏽‍♀️

    Jericoacoara ist der Geheimtipp unter den Brasilianern und ich kann auch verstehen warum. Am ersten Strand angekommen, lädt alles zum relaxen ein. Hängematten und Tische mit Stühlen mitten im Wasser, dahinter super Musik mit Cocktails und alles was man braucht. Das Wetter hat leider nur am Anfang mit gespielt danach zog ein Gewitter auf. Ja die Regenzeit. 😅☝🏼

    Nach einem Mittagessen, für mich war nur eine Beilage möglich, weil Gerichte oft nur für 2 Personen angeboten werden und man dann keine Auswahl hat oder das Gleiche bezahlt (Alleinreisende sind wohl eher selten, ist uns aber auch vorher aufgefallen), ging es mit Jeeps durch Sanddünen und Wüste hin zu einem Hügel um den Sonnenuntergang zu sehen.

    Das war ne Tour. Wir saßen zu siebt auf Metallstühlen hinten auf der Ladefläche des Jeeps. Vier in meinem Alter, zwei Frauen Mitte/Ende 50 und ich. Also die beiden Frauen waren wirklich eine wahre Pracht. Sonnenhut 👒 auf, Caipirinha in der Hand 🍹 und Abfahrt. Ich hab zwar kaum etwas verstanden, da wieder mal niemand englisch gesprochen hat, habe aber sehr viel gelacht.

    Als es richtig in die Dünen ging und durch Wasserlöcher haben die beiden aus vollstem Herzen gelacht und geschrien wie kleine Kinder. Die ganze Fahrt haben sie nur erzählt, sich gegenseitig rund gemacht und alle herrlich unterhalten. Ich nehme mir für mein Leben jetzt noch fester weiterhin vor, Kind zu bleiben so gut es geht und Spaß haben zu haben, egal wie alt ich bin. 😅😂 Ich werde später auch in einem deutschen Touribus sitzen und der Jugend erstmal ein paar Dönekes erzählen. 🤣

    Die beiden haben sich auch gut um mich gekümmert, zwar konnten wir uns nicht unterhalten aber sie haben immer nach mir geschaut, mir aufmunternd zugelächelt und mich am Arm gestreichelt. Ich habe mich wirklich sehr herzlich willkommen gefühlt. 💞

    Die Sanddünen waren genau das, was ich unbedingt mal sehen wollte und ich wusste vorher nicht, das es dort welche gibt. Alles andere, Höhlen, Wasserfälle, Natural Pools, Regenwald etc. ist immer noch wahnsinn aber davon hatte ich sehr viel in Australien. Aber so eine riesige Sand- und Dünenlandschaft ist einfach unfassbar. Auf dem Bild unten erkennt man den Jeep im Sand. Ich hoffe das gibt euch einen ungefähren Eindruck, wie weitläufig das alles war. 😳 Ich stand da auch wirklich sehr weit oben, bin die Sanddünen hoch gekrakzelt, das war ein ganz schöner Abgrund und alles nur aus Sand - unrealistisch und schwer zu glauben, wenn man es nicht selbst erlebt/gesehen hat. Und auf Fotos schwer einzufangen. Ich bin so glücklich, weil das ein riesen Wunsch war. Ich wollte zwar woanders hin aber die Tour ist sehr aufwändig, da man schwer dorthin kommt und es ist sehr teuer, aufgrund von Flügen etc. Daher hatte ich „Wüste“ eigentlich schon abgeschrieben.

    Danach ging es noch an einen Strand zu einem Felsvorsprung indem von Juli-September die Sonne genau untergeht, was sicherlich fantastisch aussieht. 😍

    Da es bewölkt war, konnten wir keinen Sonnenuntergang sehen und ich habe nur noch etwas gebummelt in dem kleinen Örtchen dort.

    Sitze jetzt erstmal 9h in einem Doppeldeckerbus nach Natal und melde mich die Tage wieder.

    Liebe Grüße ins kalte Sauerland.
    Angi 🙋🏽‍♀️
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  • Day5

    Chapada Diamantina

    February 25, 2018 in Brazil ⋅ ☁️ 22 °C

    Hallo ihr Lieben 🙋🏽‍♀️

    Wir haben die letzten Tage im Landesinneren weg von Stränden und dem Meer im Nationalpark verbracht.

    Chapada Diamantina befindet sich 400 Kilometer westlich von Salvador entfernt und umfasst eine Fläche von circa 1520 km². Bekannt ist er für seine weiten Täler, Tafelberge und unzähligen Wasserfälle.

    Nach 7,5h Fahrt von Salvador aus sind wir abends in Lençois, der "größten“ Stadt des Parks, angekommen. Nachdem wir in unser wunderbares Hostel eingecheckt haben, in dem wir gleich sehr familiär aufgenommen wurden, sind wir noch etwas auf Erkundungstour in die kleine Stadt gelaufen. So hilfsbereit und liebevoll bin ich selten empfangen worden. Sollte ich nochmal in die Nähe kommen, würde ich jederzeit sofort zurück. Das Stadtbild erinnert ein bisschen an Italien, es gibt engen gepflasterten Straßen auf denen Tische und Stühle stehen und unzählige Straßenkünstler singen, handgemachten Schmuck oder Gebäck verkaufen. Wir haben uns gleich so wohl gefühlt. Man kann es leider nicht so gut erkennen auf dem Bild, da es schon dunkel war. Überall gab es die Restaurantkarten auch auf Englisch, das Essen war toll gewürzt und es gab völlig andere Dinge. Nudeln, Brushetta, Salate. Keine Abfertigung mit Reis, Bohnen, Fleisch und etwas Salat.

    Wir haben uns dann gleich am nächsten Tag zu einer Tour aufgemacht und sind morgens nach einen unfassbar liebevoll zubereiteten Frühstück gestartet. Als erstes haben wir eine Höhle angesteuert die Glasklares Wasser hatte. Man durfte erst dort schwimmen wenn man sich vorher geduscht hatte, damit keine Cremes etc. das Wasser verunreinigen. Das Wasser war wirklich so glasklar das wir ohne Probleme 25 Meter tief runter sehen konnten.

    Anschließend mussten wir 120 km weiter in eine andere Richtung uns dann zu einem Wasserfall durch den Regenwald. Ihr seht ihn auf dem letzten Bild noch von weit oben. Das war schon ein ganz schöner Marsch dahin aber es hat sich gelohnt. Unsere Gruppe bestand nur aus 4 Mädels und unserem Guide. Es waren noch zwei Französinnen bei uns die auch sehr nett waren und schon einige Zeit reisen.

    Am nächsten Tag hat es leider wieder nur geregnet. Wir wollten eigentlich ein Aussteigerdorf in der Nähe besuchen. Dort leben Europäer, Brasilianer, Menschen aus aller Welt zusammen, die ihren Job aufgegeben haben und jetzt in der Gemeinschaft leben. Dort ist es egal wer du bist und was du vorher gemacht hast. Jeder wird als Mensch gesehen und integriert sich, so gut er kann in die Gemeinschaft ein. 🤗

    Ansonsten ist Brasilien für europäische Backpacker, die kein Portugiesisch sprechen wirklich nicht gerade einfach. Auch Anschluss finden in den Hostels. Der Großteil der hier reist sind Südamerikaner oder spanischsprechende Backpacker. Viele bleiben lieber unter sich. Und auch an Busterminals, Restaurants, Bars etc. ist englisch einfach oft nicht hilfreich. Wir sind jetzt 1 Monat hier und müssen immer noch täglich ganz schön kämpfen. Es dauert auch leider alles einfach länger, weil auch Buchungen etc. mit Google Übersetzer erst bearbeitet werden müssen.

    Ich bin ab jetzt alleine unterwegs und blicke dem Ganzen hier nicht so gelassen entgegen wie in Australien. Zum einen ist es gefährlicher das zeigt auch die Polizei- und Militärpräsenz überall, dann ist es nicht leicht Anschluss zu finden und das Organisieren, Nachfragen, Hilfe suchen wenn es nicht klappt ist zu zweit einfacher. Wir haben oft einen hohen Stresspegel, wenn wir mit all unseren Sachen jeden 2/3 Tag rum laufen und irgendwas suchen. Da hilft es einem sehr, wenn jemand da ist, der das gleiche durchlebt, den Kopf schüttelt und einfach da ist.

    Zudem habe ich mir den Magen leider wieder verdorben. Bin gestern 1,6 km durch 30 Grad Hitze gelaufen und mir war eiskalt. Im Hostel angekommen ging es wieder los mit dem brechen und heute Nacht habe ich Fieber bekommen. Bin wirklich völlig platt und würde den Flug am liebsten streichen aber da er so teuer war, sehe ich zu das ich das irgendwie schaffe. Wenn man alleine ist und es geht einem schlecht, hört es wirklich auf Spaß zu machen. 🙈

    Fliege später nach Fortaleza und werde euch dann weiter von der Küste berichten, denke das ich dort erstmal ein paar Tage runterfahre. 🤗

    Liebe Grüße und bis bald,
    Angi
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  • Day1

    Salvador

    February 21, 2018 in Brazil ⋅ ☀️ 28 °C

    Hallo ihr Lieben aus Salvador 💃🏽

    Wir sind Dienstagabend in der Drittgrößten Stadt Brasiliens gelandet und heute etwas durch die Altstadt gezogen.

    Salvador ist für uns bisher die schönste Stadt. Wir stellen uns Kuba genauso vor. Die Kolonialstadt gilt bis heute als das Bastion der Afrobrasilianer, man nennt sie auch das schwarze Herz Brasiliens. Die Renaissancegebäude wurden vor ein paar Jahrzehnten restauriert, blätternde Fassaden bekamen neue Bonbonfarben und Restaurants und Cafés zogen in die herausgeputzten Adelspaläste ein. Heute gehört die historische Altstadt zum Weltkulturerbe. Man spürt den afrobrasilianischen Einfluss auch durch die unglaublich viele Straßenmusik und das essen. Endlich mal mehr Gewürze und beim Frühstück gab es gleich Kochbananen. Die brasilianische Küche ist nicht ganz meins. In der Esskultur hier gibt es nur etwas Salz ansonsten vieles frittiert und Reis mit Bohnen plus Fleisch.

    Pfeffer fehlt mir hier sehr oft. Zum Frühstück gibt es Kuchen und Weißbrot, Käse der kein richtiger Käse ist und Schinken. Das meiste schmeckt nach nichts daher stürzen wir uns überwiegend auf die Früchte hier. 😍🍌🍉🍎🥥

    Michel Jackson hat hier in Salvador seinen Song „Care about us“ gedreht. Man sieht in seinem Video genau den Ort von unseren Bildern. Das dritte Bild oben rechts und links die beiden Gebäude. 😅

    Salvador nimmt einen total ein und mit. Wir fühlen uns hier sehr wohl. Jeder der hier war sollte eigentlich schnell zu erkennen sein, da es in Salvador sogenannte Fitinhas gibt, die man nach sehr kurzer Zeit bereits am linken Handgelenk hat. Sie stehen eigentlich als Zeichen für die Götter der Religion der Yorube werden einem heute aber als Geschenk übergeben. Folgende Regeln gibt es dabei zu beachten:

    1. Die Fitinhas müssen von einer anderen Person befestigt werden.

    2. Das Band soll am linken Handgelenk getragen werden.

    3. Beim Anbringen müssen drei Knoten gemacht werden, wobei jeder Knoten für einen Wunsch steht.

    4. Jeden einzelnen Wunsch für sich behalten, ähnlich wie beim Ausblasen der Geburtstagstorte.

    5. Das neue Schmuckstück darf nicht eigenhändig entfernt werden.

    Ich habe die drei Wünsche der Einheimischen für mich zwar nicht verstanden, werde aber mein gelbes Fitinha jetzt tragen bis es abfällt. ❣️

    Werde mir selbst auch noch einige Farben aussuchen, möchte sie allerdings nicht kaufen, sondern abwarten was mir auf dem Boden an Farben entgegenkommt. Jede Farbe steht hier für eine andere Bedeutung. Rosa habe ich heute gefunden es steht für Freundschaft. Werde sie dann mit guten Wünschen für uns alle hier anbringen. Das ist nämlich auch sehr typisch und oft zu sehen. An Toren und Statuen hängen tausende Fitinahs.

    Heute waren wir auf einer Ganztagestour zu einer Farm die sich um Schildkröten kümmert und an einigen schönen Stränden. Morgen früh wollen wir weiterziehen nach Chapada Diamantina. Das ist ein riesiger Nationalpark ca. 400 km ins Landesinnere. Bisher haben wir die Karte von Rodolfo gut abgearbeitet, da dort wirklich alles was sehenswert ist eingezeichnet ist.

    Liebe Grüße nach Deutschland 🙋🏽‍♀️
    Angi
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