Argentina
Centro Civico

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95 travelers at this place

  • Day35

    Bariloche Centre 'Feliz Navidad'

    December 6, 2019 in Argentina ⋅ ☁️ 20 °C

    Snap shots of the centre of Bariloche from its amazing views from the waters edge all the way to the Andes mountains. Wooden shops and houses all getting ready for Christmas with twee decorations... 'Feliz Navidad' greeting! But most importantly, which always drew us to the centre, was the amazing chocolate shops, full of truffles, dulce de leche and ice creams 😍❄️👌🍨Read more

  • Day261

    Bariloche

    January 22, 2018 in Argentina ⋅ 🌬 21 °C

    After debating whether to visit the Chilean or Argentinean side of the Lakes District, an area known for lots of lakes set in the mountains, we chose Argentina after reading about some of the scenic drives, chocolate shops and famous trout.
    A short (somewhat bumpy) flight took us to this biggish town of ~100k people often compared to a “little Switzerland” because of the scenery and focus on chocolate making. The town is set on a lake and is very pretty, but we found it extremely touristy (imagine several streets full of souvenir and chocolate shops).
    We had rented a car for two days so spent one day driving most of the famous “7 Lakes Route” which wound around 7 lakes and some small villages and through a stunning desert landscape very much like the US Southwest. Our other day we drove around the Llao Llao Peninsula (another drive highlighting more lakes) and hiked up a mountain to enjoy a nice view of the entire area. The highlight of our time here was finding a small town down a dirt road that was serving up some excellent choripan (grilled chorizo on grilled bread). Delicious!

    After a few days walking through the touristy town, we opted to mostly cook for ourselves and did some trip planning with our remaining time. We ended up not trying the trout after learning that all of it is farmed since regulations prohibit restaurants and supermarkets from selling the fresh, natural lake trout – a treat reserved for fisher(wo)men.
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  • Day222

    Lustlos in Bariloche

    January 3 in Argentina ⋅ ☀️ 25 °C

    In El Bolsón haben wir beschlossen, dass wir in den 6 uns verbleibenden Tagen in Argentinien nicht mehr 1.200km mitm Bus nach Mendoza fahren, in die tolle Weinregion (😭), sondern in Bariloche bleiben. Wird die Tage danach schon Rumgereise genug. Fahren nämlich von Bariloche 1 Tag lang wieder mit dem Bus nach Chile in die Hauptstadt Santiago, sind dort einen Tag, und fliegen dann von da nach Deutschland - über, wie naheliegend, Kanada 😂 50 Stunden Flug oder so, an sich voll die beknackte Verbindung, fanden wir damals beim buchen aber bombe, denn so haben wir noch einen Tag in Toronto und einen Tag in Montreal. Dass da aktuell frostige -14°C sind fällt uns erst jetzt auf. Wir waren einfach zu sonnenverwöhnt die letzten Monate, da denkt man einfach nicht mehr daran, dass woanders grad Winter ist. 😂

    Bariloche wird angepriesen als die kleine Schweiz, mit Holzhäusern und vielen Schokoladenläden in der Innenstadt. Es gibt hier auch wirklich Holzhäuser, ungefähr 5, hauptsächlich Ramschläden, und n Haufen Touristen. Wir fühlen uns um ein authentisches Schweizerlebnis betrogen. 😂 Auch wenn die kleine Innenstadt jetzt nicht so der Hit ist, ist Bariloche mega das Outdoorzentrum, Skiort im Winter und Wanderort im Sommer. Es gibt hier eine Straße, die Ruta 40, die direkt am Wasser langführt, soll traumhaft schön sein, oder ne Tour um die 7 Seen drum.

    Aber: Was soll man da besonderes sehen? Ich schätze auf: Glasklares, blaues Wasser, saftige, grüne Vegetation und hohe, braune Berge mit weißer Schneekappe wohin das Auge reicht. Hab ich schon 1.000x gesehen, brauchen wir also nicht machen. Total krass, aber ich hab einfach keine Lust. Ich hab auch keine Lust auf nichts machen, denn eigentlich weiß ich, dass ich hier ganz viel entdecken müsste. Und so muss ich leider feststellen: Ich bin reisemüde. Völlig lustlos und gelangweilt schleppe ich mich hier in Bariloche von Tag zu Tag. Ich hätte nicht gedacht, dass es mich Freizeitliebhaber trifft, aber ich bin echt müde vom reisen. Meine Augen sind so voll mit tollen Eindrücken, ich muss glaube ich mal wieder ne Woche lang vor nem Computerbildschirm sitzen, um die schönen Landschaften wieder genießen zu können.

    Der Hotelier kann nicht glauben, dass wir noch GAR NICHTS gemacht haben. Also machen wir ne Mini-Wanderung hoch auf nen kleinen Berg, dem Cerro Campanario, mit der Killer-Aussicht schlechthin. „Wenn ihr nur eine Sache macht, dann macht das“ hatte uns ein französisches Pärchen ans Herz gelegt, die wir abends in einem Biergarten kennengelernt hatten. War auch wirklich schön. Mega steiler aber sehr kurzer Anstieg (30 Min 😂), dann schön oben Kuchen essen und Kaffee trinken, uns von der Sonne anscheinen lassen, und dann wieder runter und wie Einheimische mitm Bus zurück. (Ich finde Bus fahren immer als sehr einheimisch, als ein Verkehrsmittel für Kenner, denn nur selten gibts Buspläne mit Abfahrtzeiten und nie sieht man auf einer Karte mit Linien, wo die Busse langfahren, weiß folglich auch nicht, wo der Bus zum aussteigen anhält. Ganz im Gegensatz zu U- und S-Bahnen, dessen Haltestellen prima zu finden und mit gut strukturierte Plänen versehen sind.)

    Jetzt, wo wir das eine top Highlight gesehen haben, ist dann auch gut mit was machen. Nur noch lesen, das gute Gym & Spa des Hotels nutzen, Kaffe trinken und Steak essen gehen. Und dann ist in ein paar Tagen hoffentlich die gute Laune wieder zurück! ❤️
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  • Day22

    Fit durch die Bündner Berge

    February 7, 2018 in Argentina ⋅ ☀️ 16 °C

    Unsere nächste Destination heisst Bariloche, was wie eine Kombination aus Davos und St. Moritz daherkommt. Ziemlich viel Schweiz hier am nördlichen Ende Patagoniens. im Winter ist Bariloche das grösste Skigebiet Argentiniens mit 43 Skiliften und über 130km Pisten. Aber es ist ja Hochsommer hier, also nix mit Après-Ski. Leider. Die Fahrt mit dem Bus kann ohne nennenswerte Vorkommnisse rapportiert werden. Langweilig? Absolut. Nach der zwölften Herde Lamas und der siebten Straussenfamilie hat man die Fauna auf diesem letzten Abschnitt Patagoniens irgendwann gesehen. Von daher werden wir wenn möglich bevorzugt den Nachtbus buchen, trotz der omnipräsenten Gefahr von Ramon oder Ramona als Sitznachbar.

    Natürlich achten wir auch im Argentinischen St. Moritz auf unser Budget und entschliessen uns für einen weiteren Hike, also zu Fuss die Schönheit der Region erkunden. Wie es sich für Flachländer gehört, entscheiden wir uns erneut für die gröbste Route. Andere nehmen sich dafür einen Guide, aber wir haben ja die schöne Sue an der Karte und mich der optimistisch drauf los trampelt ... Hoch zum Refugio Frey auf 1700m. Der Aufstieg ist richtig schön, durch Bambus-Wälder (hier, im grössten Skigebiet? Ja, und er scheint den garstigen Wintern besser zu trotzen als die zarten Pflänzchen die uns Pavel damals auf die Terrasse gestellt hat. Wobei vielleicht hätte man sie auch im Winter einfach mal giessen müssen, aber Immi steht ja eh mehr auf heimisches Nadelgewächszeugs) und zum Schluss eben doch auch wieder elend steil den Berg hinauf. Doch wir werden auch hier mit einem malerischen Bergsee und grandioser Aussicht für die Strapazen belohnt.

    An der Stelle würden wir uns auch gerne nochmals für die vielen nützlichen Geschenke bedanken! Der Traubenzucker machte die steilen Aufstiege erst möglich, die Sackmesser sind immer auf Mann und haben schon viele Flaschen geöffnet und Gemüse geschnitten, und ja, die "Weltenbummler"-T-Shirts im Partnerlook wurden auch schon getragen. Aus offensichtlichen Gründen bisher noch nicht zur selben Zeit. Aber das kann ja noch kommen.

    Während ich mir beim steilen Aufstieg die Musik von Rocky vorstelle und mich schon auf dem Gipfel tänzeln sehe, klingt das Schnauben von Sue (formerly known as Jacqueline) eher nach dem Italian Stallion (auch ein Film von Sylvester Stallone, allerdings weniger bekannt. Aber ja, der Mann hat auch schon Pornos gemacht, https://youtu.be/uv8oJ2LeSso). Beim wiederholten Umwandern beweglicher Hindernisse auf unserer Route (also andere, lächerlich langsame Wanderer), bemerke ich, dass meine Liebste etwas hinterher hinkt und ein anderes Wander-Pärchen zwischen uns lässt. Nachdem sie mir einen charmant vorwurfsvollen Blick zuwirft, erstarre ich für einen Moment selber zu einem dieser nervigen Hindernisse.

    Als mir Sue gesteht, dass sie „am Limit“ läuft, bin ich nur mässig beeindruckt und lasse ihr den Vortritt. Just in dem Moment beobachten wir eine ähnliche Szene ein paar Meter weiter oben, allerdings reagiert der rassige Spanier mit weniger Zurückhaltung sondern mit einem lauten Lachen und einem heftigen Klaps auf den Arsch der Leidenden. Davon bin ich schon eher beeindruckt und tue dies mit einem halblauten „giberes!“ kund. Sue’s Stimmung scheint dies nicht zu erhellen. Und so versuche ich denn erst gar nicht, es dem Spanier nachzumachen. Trotzdem, geile Siech.

    Ich weiss gar nicht genau woher meine aktuell ganz akzeptable Fitness kommt. Von den sporadischen Besuchen in meinem ehemaligen Sarmi-Gym (welches in der Zwischenzeit von Kevin und Reni übernommen und in „Die Gute Stube“ transformiert wurde) wohl eher nicht. Sue mutmasst weil wir die letzten Tage bzw schon Wochen Patagonien mehrheitlich zu Fuss entdecken und uns gut ernähren. Glaube ich auch nicht. Dann muss es ganz offensichtlich an den vielen Stunden auf und neben dem Platz mit meinen ATP Heroes liegen. Die hoch professionellen Trainings mit Head Coach Jarda und die hart umkämpften Duelle mit den restlichen Tennislegenden, allen voran Kurt die Pfeife, zahlt sich also aus. Das klingt jetzt ein wenig prahlerisch. Und das ist es auch. Und zwar völlig zurecht. Oder wer hätte vor 25 Jahren gedacht, dass der pummelige Junge mal alle abhängt am Berg? In Bariloche? Genau, ich auch nicht. Vielmehr hatte ich bei der damaligen Fahrradprüfung Angst, den leichten Anstieg zwischen Meisterschwanden und Fahrwangen nicht ohne absteigen zu schaffen und somit als UT (= untauglich) durchzufallen. Zum Glück konnte ich mir mit 14 dann sofort ein Töffli leisten.

    Ich bin zur Zeit also recht fit und das lässt der 12-jährige Junge in mir die schöne und offensichtlich weniger fite Sue auch mehrmals wissen. Sie dankt es mir einige Minuten später, nach einer Bemerkung meinerseits, wonach meine Haut wegen dem ganzen Staub und der Sonnencreme extrem hell erscheint, mit einem nonchalanten und leicht schnoddrigen „nid wiisser als suscht“. Touchéé. Ich gebe ihr einen Kuss und wir lächeln uns an. Dann setzen wir unseren Marsch gen Gipfel in vielerlei Hinsicht geteilter Meinung fort, wobei ich ihr auf den ersten drei Schritten bereits wieder 4m abnehme und davon ziehe. Und tschüss.

    Entgegen einiger Voraussagen geniessen wir die Zeit zusammen und das Reisen auf einfachen Pfaden sehr. Klar, ich freu mich auch wie Wolle auf das Penthouse und jede Menge Champagner (denn unsere Ankunft in Santiago markiert schliesslich den Abschluss von Monat 1 unserer Reise und dem aktuellen Bitcoin-Kurs nach zu urteilen, wird die Reise wohl doch nicht ewig dauern. Aber das kann sich in den nächsten Monaten ja wieder ändern, drum let's pop some bottles!). Wir haben die tote Hose bei Crazy Cat Lady ja noch für die Planung und Organisation der nächsten Wochen genutzt. Und die sehen wie folgt aus:

    ⁃ Am 9.2. mit dem Schiff von Bariloche nach Puerto Varas in Chile (man gönnt sich ja auch sonst alles)
    ⁃ Vom 10.2. bis 17.2. mit einem Mietwagen von der Insel Chiloé über die Sieben-Seen-Route bis nach Santiago
    ⁃ Vom 17.2. bis 23.2. in Lisa's Penthouse in Santiago (party hard!)
    ⁃ Am 23.2. mit dem Bus durch die Anden nach Mendoza
    ⁃ Vom 23.2. bis 1.3. mit dem Mietwagen den Weinbauern und Steaks nach
    ⁃ Am 1.3. Flug nach Iguazu zu den berühmten Iguazu Falls, welche die Niagara Falls bei Weitem in den Schatten stellen
    ⁃ Am 4.3. Flug nach Salta, von wo aus wir die furchtbar trockenen Wüsten Atakama und/oder Uyuni erreichen wollen

    Ja und dann schauen wir wieder. Wer also für die bevorstehenden Locations noch gute Tipps hat, immer her damit!
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  • Day24

    Driving Ruta 40

    March 27, 2018 in Argentina ⋅ ⛅ 16 °C

    Jetzt ist es alles schon vorbei. Ich habe ausgecheckt und warte mal wieder auf den flug am Nachmittag zurück nach Buenos Aires.

    Ich habe die letzten 2 Tage Roadtrips auf der Ruta 40 unternommen. Googelt bei Gelegenheit mal ihren Verlauf. Sie ist das Pendant zur Carretera Austral (Ruta 7) in Chile. Beide führen durch Patagonien.

    Ich bin am Sonntag ein stück der Ruta40 nach Süden gefahren. Nach El Bolson, ein kleines Bergsteigerdorf. Da Sonntag war, war auch mal wieder Markt 😂 ich habe mal wieder etwas Geld da gelassen. Alle hatten den Schmuck selbst gemacht, da weiss man, dass das Geld dort richtig ist.

    Gestern ging es ein stück Richtung Norden auf den Circuito Grande. er führt zum Teil an dem Camino de 7 Lagos vorbei und man sieht nur Seen und Berge.
    Der weg nach Villa Traful war 20 km Schotterpiste rauf und runter. Man denkt, die Strasse MUSS ins Nichts führen, dann kommt man aber in einem kleinen Skiort raus. Im sommer kann man hier wandern und im See baden. Zurück den gleichen weg (leider) da ich noch nach Villa de los Angusturra wollte. Ebenfalls ein skiort, nur etwas grösser.
    Ich bin noch schnell auf den 700m hohen Berg gestiegebän um die Aussicht zu geniessen.
    Mittlerweile habe ich keine angst mehr von Anstiegen :)
    Die Aussicht war grandios.
    Es neigte sich dem Sonnenuntergang zu, ich hatte noch 70 km nach Hause zu absolvieren und wollte eigentlich im Hellen nach Hause.
    EIGENTLICH.
    ein paar Fotos am Bootssteeg später war ich noch in der Stadt und habe noch was gegessen. 22:00 war ich zurück in Bariloche.
    und die Fahrt im Dunkeln war alles andere als angenehm. Schleicher...Raser...leute mit nur 1 Rücklicht. Fahren hier war in Ordnung, aber auch eine Herausforderung.
    Gleich gebe ich das Auto ab und fliege zurück in die Wärme.
    Auch zurück in der Zeit. Hier werden die Uhren nicht umgestellt. in Quito sind es sogar nochmal 2 Std früher.
    Adios Argentina. I love you!!!!! ❤❤❤
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  • Day52

    Bariloche - Berge, Seen und Schoggi

    December 28, 2018 in Argentina ⋅ ☀️ 16 °C

    Wir sitzen wieder einmal eingepackt in Decken und Schlafsack in einem unterkühlten Bus, wo wir nun 7 Stunden ausharren müssen. Bei Regen und Wolken ein perfekter Reisetag, um über die vergangenen Eindrücke in Bariloche zu schreiben.
    Bariloche hat den berechtigten Spitznamen "Argentinien's kleine Schweiz", wobei die Schokolade, naja, nicht so toll schoggig schmeckt wie unsere. Inmitten von Seen und Bergen wird man aber durchaus an die Heimat erinnert. Wir freuen uns, heilig Abend hier zu verbringen. Diese Freude währt jedoch nur kurz, da die wenig geöffneten Restaurants entweder überteuert oder total überfüllt sind. Habe mich schon fast mit Dani's "grandiosem" Vorschlag "ohni Znacht is Bett" abgefunden, als wir gerade noch einen Tisch in einem Fastfood Lokal ergattern konnten. So gibt's Burger mit Rotwein und wir verschieben unser Weihnachtsdinner (argentinisches Steak mit Rotwein) auf den nächsten Abend.
    Weihnachten - eine gute Gelegenheit die Weihnachtsmesse am 25. Dezember in der schönen Kathedrale zu besuchen. Pünktlich um 21h30 bin ich in der doch relativ grossen Kirche - und sie ist praktisch leer! Immerhin kommen noch knapp 30 Nasen, so dass ich nicht ganz alleine bin. Die Messe ist relativ kurzweilig und der Pfarrer führt keinen Monolog sondern bezieht die Besucher in das Gespräch ein. Das finale spanische Stile Nacht ist dann jedoch ein ziemlich erbärmlicher Schlusspunkt, da das Lied wohl niemand wirklich kennt.
    Am ersten Tag mieten wir ein Fahrrad und machen den Circuito Chico, eine 25km Rundfahrt, die zum Standartprogramm gehört in Bariloche. Die Fahrt ist etwas anstrengend aber landschaftlich absolut langweilig. Ausser ein paar schönen Aussichtspunkten wirklich nich lohnenswert! Es bleibt uns rätselhaft, wie diese Tour auf tripadvisor so gut abschneidet!
    Es kann also nur besser kommen! Mit dem Mietauto fahren wir den 7-Seen Weg bis nach San Martin de los Andes, übernachten dort und fahren dann wieder zurück. Eine schöne Tour mit tollen Aussichten (und Glacé😄).
    Nun sitzen wir immer noch in diesem Bus Richtung Puerto Montt und sind mittlerweile an der chilenischen Grenze angekommen. Da gibt es immer ein ziemliches Tamtam. Weder Früchte noch Gemüse noch Fleischprodukte dürfen eingeführt werden. Alle Gepäckstücke werden ausgeladen und in Reih und Glied aufgestellt. Nun kommen die Hunde, stolpern darüber und schnüffeln. Sitz Nummer 53 ruft der Chauffeur! Oops, das ist Dani's Rucksack, was hat er da wohl erschnüffelt? Dani muss den Rucksack öffnen, der Beamte kontrolliert, doch er findet nichts merkwürdiges. Haben wir ja Glück gehabt und es kann weitergehen. Oder es könnte... Denn anscheinend gab es einen Unfall und die Fahrt verzögert sich um ca 2 Stunden. Mit ein paar Runden Meiere (Würfelspiel) mit neuen Schweizer Bekanntschaften im Bus ist das Warten gar nicht mehr so schlimm. Zudem wird nun sogar ein bisschen geheizt:-)
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  • Day21

    Einfach mal abhängen

    February 20 in Argentina ⋅ 🌙 14 °C

    Von heute hatte ich mir gar nichts erhofft - und genauso verlief die erste Tageshälfte auch.
    Erst klingelte der Wecker nicht. Um 9.30h konnten wir es dann sowieso vergessen, heute noch nach Mendoza aufzubrechen... Unser Klo funktionierte auch nicht. Caro ging nochmal ins private Krankenhaus, ich versuchte mein Glück bei Western Union. Letzteres blieb aus, da die Transaktionsnummer fehlte. Also wollte ich zum Busbahnhof schauen, um noch freie Plätze für morgen zu bekommen. Dafür musste ich erstmal die Haltestelle finden... Einen Bus mit Umsteigen konnte ich ausmachen, was fehlte war aber Caro's Passnummer. Als ich die rausgefunden hatte war es schon zu spät: Der erste Bus klappte noch, aber der zweite war leider ausgebucht. Also hieß es weitersuchen. Ganz hinten in der Ecke fand ich schließlich einen Bus für diesmal (nur) 70 statt 100€ pro Person wie letztes Mal... Dann zurück in die Stadt, um die Western-Union-App zu installieren. Klappte nach einer Stunde irgendwann - die Transaktion trotzdem nicht. Deswegen verzogen wir uns mit Empanadas in ein Einkaufszentrum, währenddessen Mama das Geldschicken übernahm.
    Und dann wendete sich das Blatt. Über ein paar Märkte gingen wir zu Western Union und diesmal funktionierte alles! Jetzt haben wir jeder einen dicken Stapel Pesos in der Tasche - fast alles in Hunderterscheinen... Danach besuchten wir das öffentliche Krankenhaus, um einen Dorn aus meinem Finger ziehen zu lassen, den ich alleine nicht rausbekommen hatte. Die Hygiene war eine Katastrophe! Da merkten wir, wie schnell man hier verloren ist, wenn man nicht die 7000 Pesos (über 100€) für eine Sprechstunde im privaten Krankenhaus hat... Und beim Rückweg trafen wir zwei Ärzte auf dem Weg zum Krankenhaus, die auch auf der Straße ihre Kittel trugen. Naja, für den Dorn reichte es...
    Als nächstes ging es runter zum See und zwar erst auf bunte öffentliche Toiletten. Dort verbrachten wir wahrscheinlich eine ganze Stunde mit Fotos. Langsam arbeiteten wir uns am Strand vor, bis es uns doch wieder in die Eisdiele verschlug. Danach kauften wie noch jeder ein Buch auf Spanisch, weil ich nicht immer nur Smalltalk reden kann :). Am meisten Spaß machte dann fast das Fotos anschauen am Abend, dafür ging die geplante Tortilla ordentlich schief.
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  • Day107

    Bariloche

    February 6, 2018 in Argentina ⋅ 🌬 18 °C

    Unser erster Abstecher nach Argentinien brachte uns nach Bariloche. Eine Stadt mitten im Gebirge an einem tollen See und man kommt sich wirklich so vor, als wäre man in Süddeutschland oder in der Schweiz.
    Viele Deutsche sind hierher ausgewandert, aber nicht nur Nationalsozialisten nach dem 2. Weltkrieg. Die deutschen Fußspuren sind überall erkennbar - in der Architektur, in der Präsenz von Schokalade und Bier und allgemein im Essen... So hatten wir immerhin die Möglichkeit Gulasch mit Spätzle zu essen! :-)Read more

  • Day40

    Argentinische Schweiz

    January 8, 2019 in Argentina ⋅ ⛅ 5 °C

    In manchen Ländern muss die Schweiz für alpine Landschaft herhalten. Auch in Chile oder Deutschland gibt es eine "Schweiz". Hier in Argentinien gibt es auch eine Colonia Suiza. Und es gibt schweizerisch angehauchte Restaurants. In der Colonia Suiza gibt es mindestens schöne Campingplätze und einige Brauereien. Und Apfelstrudel, das Wichtigste, aber alles eigentlich keine schweizerischen Besonderheiten.
    Aber die Landschaft könnte durchaus in der Schweiz oder Österreich liegen. San Carlos de Bariloche liegt auf knapp 900 m Höhe am Gletschersee Nahuel Huapi und hier ist das größte Skigebiet Südamerikas.
    Es gibt auch den SCB, den Ski Club Bariloche. Heute morgen lag die Schneefallgrenze jedenfalls nur knapp darüber wie die umliegenden eingezuckerten Berge zeigten. Aber es ist ja Sommer, nicht Winter.
    Also einenn Tag faulenzen, Cafés genießen, muss auch mal drin sein. Und Bariloche ist bekannt für seine Schokolade. In den Chocolaterien der Stadt muss man schwach werden, ich habe mit Mühe stand gehalten, nur weil mein Motorrad schon schwer genug ist.
    Bariloche ist aus der Sprache der Mapuche und bedeutet Menschen hinter den Bergen.
    Heute leben hinter den Bergen über 100.000 Menschen und jetzt gerade wahrscheinlich noch einmal so viele Touristen.
    Überwiegend aus Südamerika, aber nicht nur. Ich habe jedenfalls schon mehr Schweizer als Deutsche getroffen.
    Die schöne Landschaft versteckt sich leider wieder einmal vor mir. Das Wetter ist kalt und es regnet. Aber morgen, wenn ich weiter fahre durch die schönen Auraukarienwälder soll es wieder schön sein. Davon bin ich jedenfalls überzeugt. Und nur das zählt.
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  • Day12

    Von den Alpen zu den Anden

    January 13 in Argentina ⋅ ☀️ 24 °C

    Verschneite Berggipfel soweit das Auge reicht, tiefblaue Bergseen, viel Wald und Blumen in verschiedensten Farben. Kein Wunder wollten sich deutsche Einwanderer gerade auf diesem Flecken Erde niederlassen. Offiziell gegründet wurde die argentinische Stadt Bariloche Anfang des 20. Jahrhunderts. Heute ist sie ein sehr beliebter Tourismusort– im Winter fürs Skifahren, im Sommer für diverse Aktivitäten am Wasser oder in den Bergen. In den Gründerjahren war Bariloche allerdings ein Handelszentrum. Mehrere Deutsche, welche in Chile Unternehmen gegründet hatten, lieferten Waren hierher und liessen sich vielfach auch selbst hier nieder.

    Bariloche bedeutet auf Mapuche, der Sprache des gleichnamigen indigenen Volkes, soviel wie «Menschen hinter dem Berg». Denn für uns etwas überraschend sind die deutschen Einwanderer nicht via Atlantik und durch die Pampa nach Bariloche gekommen, sondern sie besiedelten dieses Gebiet von Chile über die Anden herkommend. Der argentinische Staat gab den Einwanderern bereitwillig Land ab. Denn er wollte die indigenen Mapuche verdrängen und möglichst viel Land besiedeln. Der deutsche Einfluss stieg in Bariloche dadurch zunehmend und die deutsche Community wuchs. Es wurde eine deutsche Gemeinschaft gegründet, eine deutsche Schule eröffnet und eine Art deutscher Alpenclub – ähnlich dem Schweizer SAC ins Leben gerufen. Mehrere deutschstämmige Alpinisten und auch einige Schweizer bestiegen die Gipfel im weiten Land um Bariloche und bauten dort diverse Alphütten – genannt Refugios. Diese ähneln stark Schweizer SAC-Hütten, bieten sie doch ebenfalls Verpflegung und Schlafplätze an.

    Auf unserer Reise besuchen wir ein solches Refugio, das 1895 gegründete Refugio Frey. Von Villa Catedral aus, dem Ausgangspunkt ins grösste Skigebiet Argentiniens, geht es zunächst leicht bergan. Der schmale Pfad führt uns durch eine üppige Vegetation aus Lupinen, Amancay und diversen Sträuchern. Der Weg wird immer steiler, die Hitze drückt. Zum Glück führt der Pfad nun in den Wald hinein, über Wurzeln und Steine. Nach einer Stunde ist es mit dem schönen Schatten aber schon wieder vorbei und wir wandern nun eine gefühlte Ewigkeit steil hinauf. Wir sind etwas überrascht über den anstrengenden Weg, war dieser doch als leicht gekennzeichnet und nur drei bis vier Stunden Wanderzeit angegeben. Umso grösser ist die Freude, als wir das Refugio Frey erblicken und den wunderschönen, klaren Bergsee, auf dessen Oberfläche sich die umliegenden Gipfel spiegeln. Der kundige Muotathaler könnte sich glatt auf der Glattalp wähnen, wären die Berge nicht von einer viel rötlicheren Farbe als in der Innerschweiz. Viele erschöpfte Wanderer nutzen den Zeitpunkt für ein eiskaltes Bad. Wir selbst verzichten – auch erkältungsbedingt. Immerhin ein Fussbad gibt es – bei der einen Hälfte von uns leider, aufgrund von Gleichgewichtsproblemen, inklusive Wanderschuhen. Dies führt dann zu einer trocknungsbedingten längeren Pause in der pittoresken Landschaft. Gestärkt hoffen wir, für den Abstieg einen anderen Weg zu nutzen. Doch wir realisieren, dass unsere Ausrüstung dafür ungeeignet ist und müssen so wieder gleichenwegs ins Tal marschieren. Unter der Hitze zieht sich der Weg und wir können uns teils kaum vorstellen, dass wir das ganze Stück auf dem Hinweg mit weniger Mühe zurückgelegt haben. Umso zufriedener sind wir, als wir gestärkt mit einem Pepsi in den Bus steigen können. Unser Schrittzähler zeigt am Abend rund 37 500 Schritte an, also noch mehr als «Innä durä» (Anmerkung der Redaktion: Wunderschöne Wanderung in Muotatal). Quasi «Ussä umä».

    Alpinisten sind nicht die einzigen Schweizer, welche in der Region von Bariloche lebten. Einige Fribourger um Emilio Goye gründeten Ende des 19. Jahrhunderts die Waldgemeinde Colonia Suiza. Wie die Deutschen Handelstreibenden kamen auch sie von Chile her. Bei der Schweizer Gemeinde handelt es sich gar um die erste europäische Siedlung in der Region. Heute ist der Ort vor allem eine Touristenattraktion, böse gesagt eine etwas heruntergekommene Ansammlung von Ständen, Läden und Restaurants. Auch Heerscharen von Argentiniern, die in Bariloche gerne Ferien machen, besuchen die kleine Waldgemeinde. An die Schweizer Einwohner erinnern noch Restaurants mit den Schweizer Kantonsflaggen, einige Speisen wie «Rosti», Getränke wie Walliser Bier oder Glace mit Schweizer Schokolade, die übrigens ausgezeichnet schmeckt. Die Colonia war zwar ein interessanter Abstecher, doch für uns hat der Ort nicht mehr viel mit der Schweiz zu tun und wirkt doch eher künstlich.

    Doch zurück zu den Deutschen. Auf einer sehr interessanten Tour berichtet unser Guide, dass es vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs auch in Argentinien durchaus Sympathisanten für Hitlers Idee für ein neues Deutschland gab. Wie wir erfahren, haben die Nationalsozialisten bei Auslanddeutschen intensiv Werbung für das Dritte Reich gemacht, so sandten sie unter anderem Schulbücher nach Übersee oder unterstützten die deutschen Gemeinschaften finanziell. Hitler traf bei vielen Auswanderern einen wunden Punkt, die teils ein schlechtes Gewissen hatten, dass sie Deutschland den Rücken gekehrt hatten. Mit dem von Hitler angestrebten Grossreich sollten sie nun wieder Teil von Deutschland werden. Der neuerwachte Nationalstolz in Deutschland beflügelte viele Deutsche im Ausland, ohne dass viele sich der Tragweite der Ideologie bewusst waren. Einige waren aber von Hitlers Ideen so angetan, dass sie noch vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs zurück in ihre Heimat reisten. Paradoxerweise floh etwa dieselbe Anzahl an Deutschen – insbesondere Juden – nach Argentinien.

    Nach dem zweiten Weltkrieg gab es eine weitere Einwanderungswelle von Deutschen nach Argentinien. Bei einem Teil von ihnen handelt es sich auch um Nationalsozialisten, welche sich der Gerichtsbarkeit einziehen wollten. Die Tour zeigte die Spuren auch dieser Deutschen, die in Bariloche wohnten, auf sehr interessante Weise auf. Bis in die 90er-Jahre lebten sie unbehelligt in Bariloche, die Mehrzahl von ihnen unter einem neuen Namen, mit neuem Beruf und erfundener Biografie. Einer von ihnen war Erich Priebke, der als SS-Hauptsturmführer an den Massakern in den Ardeatinischen Höhlen beteiligt war und die Exekution von 335 italienischen Zivilisten überwachte. Überraschenderweise hat Priebke, angekommen in Bariloche, trotz seiner Vergangenheit schon bald wieder seinen normalen Namen angenommen. Er lebte ein ruhiges Leben im argentinischen Seengebiet, genoss ein hohes Ansehen und wurde schliesslich gar zum Schulleiter der deutschen Schule in Bariloche ernannt. 1994 änderte sich sein Leben schlagartig, als er plötzlich in den Fokus der Öffentlichkeit geriet. Vor der deutschen Schule in Bariloche wurde er von einem amerikanischen Reporter angesprochen und zu den Massakern befragt. Er nannte diesem seinen richtigen Namen und gab bereitwillig Auskunft über die Verbrechen der damaligen Zeit. Seine Verhaftung spaltete die Stadt – ein Teil war für die Auslieferung, während der andere ihn als blosses Opfer seiner Zeit sah, das die schrecklichen Befehle auszuführen brauchte, um nicht selber umgebracht zu werden. Erich Priebke wurde schliesslich nach Italien ausgeliefert, wo er bis zu seinem Tod im Jahre 2013 unter Hausarrest stand. Eindrücklich war für uns, dass wir auf der Tour vor Priebkes Haus standen, in dem heute noch seine Nachfahren wohnen. Unser Guide zeigte uns noch andere deutsche Häuser. In einigen wohnten noch andere deutsche Kriegsverbrecher oder hielten sich zeitweise darin auf. Ein Gerücht, dass auch Nazi-Arzt Josef Mengele einige Monate in Bariloche lebte, konnte nie bestätigt, aber auch nicht ganz ausgeschlossen werden. Andere in Bariloche wohnhafte Nazis, unter ihnen auch solche, welche weiterhin nationalsozialistische Ideologien verbreiteten, kamen im Gegensatz zu Priebke ungeschoren davon.

    Die Spuren deutscher Einwanderer werden uns auch während unserer nächsten Stationen immer wieder begleiten. Doch zurück zu Bariloche. Die Seenregion ist einfach traumhaft, was sich auf dem Cerro Campanario bestätigt hat: So viele Seen, so viel Wald, so viel Berge. Was man allerdings braucht in Bariloche ist Geduld. Die Ortsbusse sind super günstig, aber sehr unzuverlässig und völlig überfüllt. So haben wir mehrere Stunden mit Warten verbracht (wohl definitiv nicht das letzte Mal auf unserer Reise, aber dennoch gewohnheitsbedürftig). Gewohnheitsbedürftig waren für uns auch die Bernhardiner auf dem Hauptplatz der Stadt, welche als Fotosujet dienen, und die dutzenden Schokoladenshops, welche von den argentinischen Touristen überrannt wurden. Wir haben noch die letzten mitgebrachten Lindor-Kügeli genossen und die Shops daher links liegen gelassen.
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Centro Civico, Centro Cívico

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