Argentina
Tierra del Fuego

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176 travelers at this place:

  • Day47

    Die südlichste Stadt der Welt.

    April 5 in Argentina ⋅ ☁️ 8 °C

    Unser nächstes Ziel: *USHUAIA* Die südlichste Stadt der Welt! Man glaubt es kaum aber von hier aus ist es nur noch ein Katzensprung in die Antarktis und man kann das Eis förmlich riechen. Um so erfreulicher war es das erste mal eine Heizung in der Unterkunft zu haben die wegen uns Überstunden leisten musste. Alleine der Flug über Patagonien ließ allen Passagieren den Atem stocken.

    So planten wir auch diesmal unsere nächsten Tage...

    * GLETSCHER MARTIAL
    Am ersten Tag wagten wir den Aufstieg zum "Gletscher Martial". 825m sollte unser Ziel sein...nicht wirklich hoch😉 also nahmen wir trotz des sehr starken Windes die ca. 6 km auf uns. Der Wind war manchmal so stark, dass wir uns sogar an etwas festhalten mussten. Über Geröll und Steine ging der doch recht steile Weg und als wir nach knapp 2 Stunden endlich das Schild sahen, waren wir dann doch sehr glücklich. Der Blick zum Gletscher und auf das Tal waren unsere Belohnungen, die sich gelohnt hatten. Noch eine Banane zum stärken und dann ging es an den Abstieg. Dieser war aufgrund des Rückenwindes nach 10 Minuten erledigt. ;)

    * TIERRA DEL FUEGO NATIONALPARK
    Wer in Ushuaia ist, für den ist es ein Muss in den Nationalpark zu gehen. Da wir ja Sparfüchse sind und wir uns den Eintritt sparen wollten, sind wir extra 7:30 Uhr in den Nationalpark gefahren. Und begannen noch im Dunkeln unsere Wanderung. Heute standen 12 km auf dem Plan. Leider war es sehr windig und es nieselte immer wieder, weshalb auch die Wege oft sehr rutschig und matschig waren. Es war ein gemächlicher Weg entlang an einem See und durch Wälder. Auf und ab.

    * LAGUNA ESMERALDA
    Laut Internet sollte die Wanderung zur Laguna Esmeralda sehr sehr einfach sein, lediglich der letzte Part wäre etwas anstrengend. Als wir mit dem Taxi am Eingang ankamen war alles mit Schnee bedeckt. Es war wunderschön. Der Wanderweg führte durch einen mit schneebedeckten Wald. Jedoch wurde der Weg immer schlimmer, es war eher eine Moor- und Sumpflandschaft. Nach ca. 5 km erreichten wir dann endlich die Lagune. Der Anblick hat uns für einen Moment den ganzen Matsch vergessen lassen. Die Lagune vor den Bergen und den Gletschern. Einfach traumhaft diese Kulisse.
    Nach einer kurzen Pause machten wir uns wieder auf den Rückweg. Dieser war jetzt noch schlimmer. Immer öfter blieben die durchgeweichten Schuhe im Moor stecken und was anfangs noch ein ausweichen der Pfützen war, began immer mehr Spaß zu machem. Nach erneuten anstrengenden 5 km kamen wir wieder am Parkplatz an, wo uns 4 Franzosen mit ihrem Camper zurück in die Stadt genommen haben.
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  • Day105

    Ushuaia - südlichste Stadt der Erde

    February 21 in Argentina ⋅ ⛅ 6 °C

    Wir übernachten ein paar Kilometer vor Ushuaia an einem See mitten im Wald (der ein bisschen was vom verbotenen Wald aus Harry Potter hat 😟), umgeben von riesigen schneebedeckten Bergen 🏔🥰

    Als wir am nächsten Morgen nach Ushuaia aufbrechen, fahren wir durch eine landschaftliche Mischung aus Neuseeland und Norwegen. Berge, Seen, Wälder, Gletscher in der Ferne. Ganz plötzlich fängt es an zu schneien 🌨 Nik freut sich wie ein kleines Kind und hält an, um endlich ein paar Schneebälle werfen zu können 😁

    Ushuaia vermarktet sich selbst als „Fin del Mundo“, das Ende der Welt. Von hier aus starten unter anderem die berüchtigten Antarktisreisen und Bootsfahren durch den Beagle-Kanal. So verführerisch so eine Tour auf den Kontinent aus Eis & Schnee auch ist, der Preis von min. 5.000-6.000 Euro lässt uns nicht weiter drüber nachdenken 😅 Am Hafen gibt es diverse Reiseveranstalter, die die beliebten Touren verkaufen. Außerdem findet sich hier auch das bekannte „Fin del Mundo“-Schild, vor dem sich jeder ablichten lässt 📸 im Winter ist die Stadt ein beliebtes Skigebiet, bekannte Skimannschaften sollen hier ihr Trainingslager aufschlagen. Jetzt im Sommer sind die Skianlagen geschlossen, nur ein paar Seilbahnen und Holzhütten lassen vermuten, dass hier im Winter Hochsaison ist.
    Wir bummeln ein wenig durch das Zentrum und wärmen uns bei einem heißen Kakao in einem Café auf. Die Stadt an sich ist sehr touristisch: Outdoor- und Souvenirläden reihen sich neben den vielen Restaurants und Cafés nebeneinander auf. Kein Zauber vom Ende der Welt hier.. Die Schönheit von Ushuaia liegt vor allem in dessen Umland und so machen wir uns schon bald auf zum Nationalpark Tierra del Fuego, um hier die Nacht zu verbringen.
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  • Day29

    Ushuaia - Ice Bar

    December 24, 2018 in Argentina ⋅ 🌬 9 °C

    In Ushuaia gibt es eine Ice Bar. In dieser Bar ist alles aus Eis und es sind -18°C.
    Wir gehen nicht davon aus, dass wir es lange darin aushalten, wollen uns das Ganze aber doch einmal von drinnen anschauen.
    Wir zahlen einen Eintritt von 350 Pesos pro Person, dafür sind die Getränke inklusive.
    Vor dem Betreten des “ Gefrierschranks“ bekommen wir noch Umhänge und Handschuhe.
    Drinnen ist zu Anfang niemand außer uns und im ersten Moment kommt es uns auch gar nicht so kalt vor. Es läuft Musik und ein Barkeeper in voller Schnee-Montur mixt uns auf einem Tresen aus Eis in Gläsern aus Eis. Mit ein bisschen Bewegung zur Musik, schaffen wir zwei Getränke und etwa 20 Minuten in der Eis-Bar zu verweilen.

    Danach suchen wir uns etwas zu Essen, was an Heiligabend gar nicht so einfach ist, da die Restaurants entweder geschlossen oder ausgebucht sind.
    Letztendlich finden wir ein kleines Restaurant, das ein 3-Gang Menü mit mehreren Optionen zur Wahl anbietet. Am Nebentisch sitzen zwei Deutsche Ehepaare, die auch aus Bayern kommen und den Volkacher Bürgermeister kennen 😅
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  • Day107

    Das Ende der Welt

    February 23 in Argentina ⋅ 🌧 3 °C

    Gestern morgen besuchen wir im Nationalpark das südlichste Postamt der Welt. Hier bekommen wir einen Stempel für unseren Reisepass: ein Königspinguin und ein fröhlicher Briefkasten umrandet von den Worten „Fin del Mundo“ ist nun unser offizieller Beleg dafür, dass wir am Ende der Welt waren 😁
    Bei einer kleinen Wanderung durch den Park kommen wir an glasklaren Buchten vorbei und können viele Vögel beobachten. Im Wald fällt auf, dass viele Bäume angegriffen oder tot sind. Der Grund dafür ist die Biberplage, von der das gesamte Feuerland betroffen ist. Eine kleine Kolonie wurde vor einiger Zeit von Kanada nach Patagonien gebracht, um mit den Fellen Geld zu verdienen. Doch da die Biber hier keine natürlichen Feinde haben, vermehren sie sich unfassbar schnell und werden zu einer echten Bedrohung für die Wälder in der Gegend. Trotz der Plage sehen wir zwar diverse Biberdämme, aber keinen einzigen Biber 😑

    So richtig nach dem Ende der Welt fühlt sich das hier allerdings immer noch nicht an. Ein Blick auf die Karte verrät uns, dass es eine Straße gibt, die noch weiter in den Süden führt. Da wollen wir hin! So weit, wie es mit dem Auto eben geht 😬 Denn das ist doch dann schließlich wirklich das Ende der Welt, oder nicht?

    Wir verlassen den Nationalpark, vorbei an den herrlichen Landschaften, bis wir uns (mal wieder) auf einer Schotterpiste wiederfinden. Hier ist die Landschaft von den starken Winden geformt. Ganze Bäume neigen sich in die Horizontale 😱 wir scheinen momentan wirklich Glück zu haben, dass hier nur ein „normaler“ Wind pustet. 😊
    Zehn Kilometer vor dem eigentlichen Ende der Straße entdecken wir einen Felsvorsprung, auf dem ein Leuchtturm steht. Er ist alt und kaputt, der Lack fällt schon von den einst bunten Wellblechen ab. Eine rostige Leiter lehnt an der Seite. Ein Seeadler landet neben dem Leuchtfeuer und blickt in die Ferne. Wir tun es ihm nach. Von hier haben wir einen atemberaubenden, weiten Blick auf den Beagle Kanal, die gegenüberliegende Insel und die granitfarbene Steilküste. Am Horizont sehen wir ein paar einzelne Schiffe. Mit ein bisschen Glück soll man hier sogar Wale sehen können. Die raue See bricht laut an der Küste unter uns. Der kalte Wind weht uns um die Ohren. Ein paar Möwen kreischen. Dieser Platz ist perfekt. Hier ist unser Ende der Welt. Hier bleiben wir heute Nacht.

    Nik grillt ein paar Steaks über dem Lagerfeuer und mit einem leckeren Weißwein und dem Blick auf das weite Meer stoßen wir auf das Ende der Welt an 🥩🍷
    Als ich vor meiner Reise zuhause auf die Weltkarte geschaut hatte, wirkte dieser Ort noch so unglaublich fern. Und jetzt sind wir hier. Und das Schöne daran ist: es war eigentlich gar nicht so schwer. 🤷🏼‍♀️
    Wir philosophieren in unserer Weinlaune noch ein wenig über das Leben und schlafen zufrieden ein 🥰

    Heute hoffen wir beim Frühstück ein wenig darauf, doch noch einen Wal zu erblicken, die scheinen aber noch zu schlafen ☹️ wir fahren die letzten 10 Kilometer zum Ende der Straße. Entgegen unserer Erwartungen zum perfekten „Ende der Welt“ führt sie NICHT einfach ins Nichts (ach nee 🤦🏼‍♀️), sondern endet an einem Gebäude, das eine Art maritime Überwachungsstation zu sein scheint. Natürlich hat man auch von hier eine tolle Aussicht auf den Beagle Kanal. Es halten mehrere Autos, um Fotos zu schießen. Ständig läuft mir irgendwer ins Bild 🙄 Irgendwie kein Ende der Welt-Moment hier. Wie gut, dass wir diesen schon gestern hatten 😊
    Trotzdem ein tolles Gefühl, soweit gekommen zu sein! Also gibt’s auch von uns ein richtiges Ende-der-Welt-Foto 😉
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  • Day26

    Laguna Esmeralda

    December 21, 2018 in Argentina ⋅ 🌬 6 °C

    Heute haben wir eine “Tour“ zur Laguna Esmeralda gebucht.
    Mit Tour ist hier der Transfer gemeint. In Ushuaia gibt es scheinbar niemanden, der bereit ist einem Auskunft über öffentliche Busse zu geben, stattdessen ist die gesamte Stadt darauf aus, Geld mit den Touristen zu machen. Wir zahlen somit pro Person für nicht mal 20 Minuten fahrt knapp 11 €.
    Nach der langen Wanderung gestern entscheiden wir uns erst um 12 Uhr zu fahren und nicht schon um 10 Uhr. Der Bus bringt uns bis nach Valle de Lobos von woaus wir noch eine 5 km Wanderung durch Wald, Wiesn, Moor und Schlamm hinter uns bringen müssen.
    Schon der Weg dahin bietet uns wieder schöne Anblicke auf die umliegenden Berge, das Moor und die mit Bieberdämmen gesäumten Wege. Nach 1 Stunde und 20 Minuten sind wir an der smaragdgrünen Lagune angekommen. Es ist erst 14 Uhr, da der Anbieter des Transfers jedoch mit 2 Stunden pro Wegstrecke rechnet, werden wir aber erst um 17 Uhr abgeholt. Wir machen eine kurze Pause, entscheiden uns dann jedoch, dass es besser ist in Bewegung zu bleiben, da der Wind unserem zuvor ins Schwitzen gekommenen Körper zum Frieren bringt. Wir laufen einmal um die Lagune herum, müssen dabei über einen gut 2 m breiten Fluss springen, der in der Lagune mündet und auf der anderen Seite über einen Baumstamm balancieren 🙈
    Letztendlich erreichen wir um 16 Uhr den Startpunkt, an dem uns der Bus rausgelassen hat. Da dieser dann auch noch mit Verspätung kommt, müssen wir über eine Stunde in der Kälte stehen und frieren.
    Auch die heiße Dusche im Hotel, kann die Folgen nicht mehr verhindern.
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  • Day17

    Day 15 - Glaciers and the End

    January 12 in Argentina ⋅ 🌬 6 °C

    The daily newsletter told us we'd be passing glaciers as we cruised through the Beagle Channel on our way to Ushuaia. Getting up about 4:00, we saw several glaciers in the gradually brightening morning light. It's summer here and sunrise is about 5:00, sunset about 10:00 PM. At 4:00, it was already light enough to see the mountains plunging into the Channel only a quarter mile or less from the port side (left side).
    Our stateroom is on the port side so we could look out the veranda sliding door at the rock and ice gliding by. The clouds hovered only a thousand feet or less but there was enough light to see glaciers against the dark mountains. For an hour or more, we saw half a dozen or so rivers of ice flowing down the mountains. One tall, blue one emptied right into the Channel only 500 feet off the ship. A fantastic sight to wake up to.

    A bit later after breakfast we docked in Ushuaia. The city is the furthest south city in the world and our first port in Argentina. There is a Chilean town of about 2,000 a bit further south but Ushuaia is a major metro area of 70,000 plus. The Eclipse actually docked at a pier so we didn't need to tender to shore. Soon after we docked, we left the ship and boarded a large bus for our "Drive to the End of the World" excursion.

    Our excursion started off just after 10:00. Our guide, Olna, kept up a running description in excellent English of what we were seeing as we drove out of the city and into Tierra del Fuego Nat'l Park.

    The largest industry in Ushuaia is electronics assembly. They assemble components made in China and elsewhere into finished products for domestic consumption. The second largest industry is tourism. The city is only 750 miles from Antartica and tours and resupply mission leave here regularly. The southernmost peaks of the Andes range surround the city on three sides with the Beagle Channel and its Pacific Ocean currents on the fourth side. These peaks exhibit the classic glacial features like cirques below the jagged tops, U-shaped valleys, and hanging waterfalls.

    Our tour took us to the Park, about 12 miles west of the city. It was cold (about 40), very windy and sprinkling rain. Everyone was as bundled up as possible. I wore the long underwear I'd brought specifically for this purpose and was toasty.The huge park stretches to the Chilean border further west. There is evidence of human passage here as far back as 10,000 BC and human settlement as long as 6,300 years ago. The indigenous peoples here when the Europeans arrived were wiped out by introduced diseases or hunted to extinction- sounds familiar.

    We got out at the ""Post Office at the End of the World" to take pics and walk a trail on the shore. Next the bus took us to Lake Roca where we did more pics and a nature walk with Olna. She explained the trees and animals and we saw a family of kelp geese. Olna kept explaining things and showed pictures of some things for better explanation. We stopped at the interpretive center then continued to the end of the Pan American highway. This road runs from Prudhoe Bay, Alaska, to here in Tierra del Feugo. A walk on a wooden boardwalk over the peat bog took us to a viewpoint overlooking the bay and the Beagle Channel. Then it was back into town and the end of our excursion - one well worth taking.

    On board, we had lunch and relaxed. We went to an upper deck to watch the ship pull out of port but saw people still coming back. The wind on the pier was so fierce that the port police were escorting some people across the windswept pier to keep them from falling! We attended the show - a Canadian singer who gave a powerful performance. At the end of the show, the cruise director came on stage to announce that the ship hadn't left, yet, because the harbor was closed because of high winds. Later, as we ate with our table mates, the captain announced we were underway and would maintain our previous schedule.

    Tomorrow Cape Horn and out to sea.
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  • Day17

    Day 14 - Punta Arenas

    January 12 in Argentina ⋅ 🌬 5 °C

    A sunny, clear day greeted us as we woke in Punta Arenas. We had a tour planned in town so, after breakfast, we took the tender to the port. We met our tour guide, she gathered our busload and we loaded.

    Punta Arenas is a city of 170,000 and the embarkation point for travelers to Antarctica. It is the largest city in the region and its commercial hub. That said, there isn't much there. It's a modern city that grew from the original settlers in the mid-1820s. Our tour drove through the city and up to an overlook. It is WINDY! In summer, the winds are constant and strong - speeds up to 70 mph are not rare. Today was no exception and everyone fought to stay upright. The temperature was in the 50s so it wasn't cold.

    After pictures at the observation point, we stopped for a tour of the central square with commercial and government buildings on all sides of a green park with statues of the founders and small kiosks. Next to the Regional Salesian Museum to see the religious order's collection of artifacts. The order has done missionary work in the region since the late 19th century and the (often dusty) displays give examples of the history, ecology, and anthropology of the Magallene Region.

    Our final stop was the Explorer's Monument on the Straits of Magallen shore. The bus dropped us at the port where we caught the tender back to the Eclipse. Had lunch and relaxed in the cabin until we upped anchor and sailed about 6:00 pm.

    We went to the show, a great pianist backed by the house orchestra put on an enthusiastic performance of known standards. After dinner with our table mates, we crashed.

    Overnight, some glaciers and into Argentina to Ushuaia.
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  • Day221

    Ushuaia, argentina

    December 13, 2017 in Argentina ⋅ ⛅ 57 °F

    After a few nights in a nice hotel in B.A., we met with our tour group for orientation. Then, a short, bumpy 3 hour charter flight took us to Ushuaia, the southernmost city in the world. Ushuaia is set on the Beagle Channel and is steeped in an amazing history of famous explorers and exploration. We’ll be spending more time here at the end of our Antarctica trip and are looking forward to learning more.
    After a quick lunch and short hike in the stunning mountains, we boarded our ship. It was ridiculously exciting to suddenly be on a ship, casting off and heading towards an adventure we’d been anticipating for a long time.
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  • Day236

    Ushuaia

    December 28, 2017 in Argentina ⋅ ⛅ 50 °F

    Sadly, we had to leave the ship but were excited to catch up with our dear friends, Marc and Rowena, for a few hours before they boarded our same ship for their Antarctic adventure. We tried not to tell them too much as they were in for an amazing trip, but it was hard to contain our enthusiasm. We look forward to hearing what they saw and experienced given they had a few more days in Antarctica as they didn’t visit South Georgia or the Falklands.
    Originally we’d planned to spend just 3 nights here, however we quickly realized busy season is truly busy so ended up needing to stay 6 - not only to wait to get a bus ticket out of town, but also to book hotels and buses ahead as almost everything is sold out. Although we’d wanted to travel in a more relaxed and flexible way, this simply isn’t possible during summer.
    Our time here was spent planning and booking things ahead (phew, we did it!), though we managed to spend a good amount of time walking through the town, visiting the museum and enjoying king crab (which is delicious, but not as good as the Alaskan variety). The people here are incredibly friendly, the weather very damp, cold and changeable, and the setting spectacular as it overlooks the Beagle channel and is overlooked by stunning, jagged mountains and glaciers.
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  • Day78

    Ushuaia: Von Hebräern und Pinguinen

    January 4 in Argentina ⋅ ⛅ 8 °C

    Ich saß im Flugzeug und fragte mich, warum ich mir das eigentlich antue. Wollte ich das wirklich? Alleine durch ein bis jetzt abgesehen von der Hauptstadt noch immer fremdes Land in einem noch immer fremden Kontinent, mit wenigen Dingen, zu viel Bargeld in der Hosentasche und mit einer Sprache, die ich zwar sprechen und verstehen kann, die mich aber hin und wieder in entscheidenden Momenten verlässt? Auf eine gewisse Art und Weise nicht, auf eine andere Art und Weise aber schon. Es fühlte sich nach einem Abenteuer an, das in naher Zukunft erst einmal Seinesgleichen suchen würde. Als ich also nach ,,erfrischenden" zwei Stunden Schlaf aufwachte und im Flughafen am Ende der Welt landete. Hatte ich dieselbe Energie, die ich auch schon in Uruguay gehabt hatte. Ich trat hinaus und wurde direkt von dem wahrscheinlich stärksten Wind mit offenen Armen empfangen. Ein freundlicher Taxifahrer fuhr mich durch unglaubliche Landschaften bis zum Stadtzentrum, wo ich mich auf die Suche nach einer Bleibe machte. Jedoch war das Hostel, das ich als erstes in Augenschein nahm, bereits ausgebucht. Der sehr nette Herbergsvater rief für mich aber ein paar weitere Hostel an, bis er endlich ein Bettchen für mich finden konnte. Ich ging also dorthin; der Rucksack wurde langsam sehr schwer und die Riemen schnitten mir in die Schultern. Der Unterschied zwischen den Landschaften in Buenos Aires und Feuerland bestand außerdem für mich ungünstigerweise darin, dass Buenos Aires sehr flach ist, wohingegen es hier andauernd auf und ab ging. Das machte also alles nicht viel einfacher, aber ich übertreibe ein wenig, es waren nicht viel mehr als ein paar Blöcke, die ich gehen musste. Letzten Endes brachte ich also auch diese Hürde über mich. Im Hostel packte ich meine Sachen aus und ging danach ein wenig durch die Stadt. An einem Restaurant hielt ich an und aß einen Hamburger mit Kürbispüree. Gegenüber entdeckte ich das Hard Rock Café Ushuaias, das scheinbar erst vor kurzer Zeit in das Gebäude eines alten Kinos gesetzt wurde. Blöd, dass Ushuaia, die südlichste Stadt der Welt und der Ausgangspunkt zu den meisten Reisen zur Antarktis, jetzt eines hat, aber das Zentrum der Welt, nämlich Dortmund, keines hat. Verstehe ich gar nicht.
    Da es der erste Januar war, gab es aber generell nicht viel in der Stadt zu tun bzw. zu sehen, weswegen ich wieder zum Hostel zurückging und telefonierte. Als ich fertig war, sprach mich ein Israeli an und je weiter ich mich umsah, bemerkte ich, dass es im Prinzip nur Israelis im Hostel gab. Die meisten Schilder hatten sogar hebräische Untertitel, was mich sehr überraschte. Ich hatte alles erwartet, nur keine Massen an Israelis. Als mich aber einer von ihnen an seinen Tisch einlud, erklärten sie mir, dass sie gerade ihre Wehrpflicht abgeschlossen hatten und es nun üblich sei, für sechs bis zwölf Monate zu reisen. Vor allem seien Südamerika und Indien beliebt. Und viele fangen in Ushuaia an und arbeiten sich dann nach Norden bis nach Mexiko.
    Danach ging ich früh ins Bett, da ich noch ein wenig Schlaf nachzuholen hatte.
    Am nächsten Morgen erwachte ich erfrischt, nur um zu erfahren, dass das Hostel für mich heute doch kein Bett habe. Ich bezahlte also, verabschiedete mich von den netten Israelis und ging zu dem Hostel, zu dem mich das letzte geschickt hatte. Das war auch sehr viel cooler, es gab mehr Leute (immer noch sehr viele Israelis) und auch generell mehr Stimmung. Es fühlte sich einfach insgesamt besser an. Ich ging dann auch schon direkt weiter durch die Stadt zum Touristeninformationszentrum, wo ich mir ein paar Flyer und mehr holte. Danach ging es durch den Paseo de los Artesanos, eine lange Hütte mit vielen Läden, in denen allerlei Handgemachtes, wie Leder- und Metallwaren, Mates usw., verkauft wurden, zu einem Geschäft, das Führungen und Tours in der Umgebung anbot. Dort kaufte ich Tickets für zwei Führungen, die später noch genauer beschrieben werden. Ich sollte aber um zwei Uhr nachmittags bei dem Treffpunkt sein. Also schaute ich mich in der Zwischenzeit weiter um, aß eine Kleinigkeit und kehrte wieder zurück. Es stand ein Bus bereit, in dem ein freundlicher cooler Führer mit Sonnenbrille und ein lustiger Busfahrer warteten. Ein mittelalter Italiener und seine Tochter (oder sehr junge Midlife-Crisis-Freierin, man weiß es nicht) saßen bereits im Bus und fragten mich, ob ich auch Italiener sei. Ich sagte: ,,No, alemán" (,,Nein, Deutscher"), woraufhin sie sagten: ,,Ah, tedesco" (oder so ähnlich) und ich sie verdutzt anguckte, bis sie mir erklärten, dass das deutsch auf Italienisch heiße. Bis dann die anderen eingetroffen waren - das waren Brasilianer, mehr Italiener usw. - vergingen etwa zehn Minuten. Wir fuhren also los zu unserem ersten Ziel, dem Tren del Fin del Mundo (Zug am Ende der Welt), wo einige, inklusive auch mir selbst, ausstiegen und uns den Bahnhof anguckten, bevor wir in den Zug stiegen.
    Feuerland war einst, wie Sydney für das British Empire und Neu-Kaledonien für Frankreich, der Ort, an den viele Gefängnisinsassen geschickt wurden, um sie erst einmal zu isolieren, aber vor allem, um diese Region aufzubauen und zu ,,zivilisieren". Dafür wurde dieser Zug auch gebaut. Von Insassen für Insassen, um sie in die Wälder zu bringen, wo sie den ganzen Tag Bäume fällen würden. Noch heute sieht man alte Baumstümpfe. Wenn sie groß sind, wurden sie im Winter gefällt, als die ganze Region im Schnee versunken war. Die Schienen selbst sind auch nur 50 cm breit, weswegen der Zug auch nicht sonderlich breit ist.
    Ich teilte mir ein Abteil mit einer kleinen brasilianischen Familie und wir lauschten der Stimme, die uns in drei Sprachen Informationen über den Zug, seine Passagiere und deren Geschichte erzählte. Auf etwa halber Strecke hielten wir an einem anderen Bahnhof an, der zwei Aussichtsplattformen auf die Umgebung hatte und einen Stand, an dem man Fotos kaufen konnte, die man am ersten Bahnhof mit einem als Insassen verkleideten Schausteller geschossen hatte.
    Nach einer Viertelstunde ging es weiter und die Fahrt endete dann auch ohne einem weiteren Höhepunkt. Am Endpunkt wurden wir von unserer Gruppe im Bus wieder abgeholt. Nun waren wir im Nationalpark und erfreuten uns der Flora und Fauna. Wir fuhren an einem Campingplatz vorbei, auf dem zu unserer Überraschung sogar deutsche und schweizer Autos standen. Die hatten auch eine ganz schöne Reise hinter sich. Einmal hielten wir an einer Art Strand an, wo es das angeblich südlichste Postamt der Welt gab. Dort konnte man sich einen Stempel in den Pass drücken lassen, was ich auch tat. Außerdem konnte man von dort aus in weiter Entfernung einen Teil Chiles erkennen, der fast vollständig unbewohnt ist.
    Nach einer Weile hielten wir noch einmal an und liefen ein paar Kilometer durch den Park bis zu dem berühmten Schild, das das Ende der Ruta Nacional No. 3 markiert. Auf dem Weg dahin erzählte uns der Führer ein wenig über die Pflanzen und Tiere des Nationalparks, z. B. auch über die Beere namens Calafate, nach der auch die Stadt El Calafate benannt ist, aber dazu später mehr.
    Danach fuhren wir weiter und hielten noch einmal an einem See; auf der anderen Seite konnte man wieder den wilden und unerreichbaren Teil Chiles erkennen. Mich erinnerte das landschaftlich alles an den West Highland Way in Schottland. Nach einer Weile war ich aber auch froh, wieder ins Hostel zu fahren.
    Man ließ uns am Touristenbusbahnhof aussteigen, und empfahl uns das Schild von Ushuaia (s. eines der Fotos). Dort machte ich ein Selfie und ging danach zum Supermarkt, wo ich Fertigsuppen und zwei Äpfel kaufte. Die Fertigsuppen vertrugen sich allerdings nicht so gut mit meinem Magen, was ich am nächsten Morgen schmerzhaft feststellen musste, aber gut.
    Ich aß also die Fertigsuppen und die Äpfel, spülte alles mit ein wenig Saft hinunter und unterhielt mich währenddessen mit ein paar, man hätte es sich denken können, Israelis. Irgendwann wandten sie sich aber ihrer Gruppe zu, weswegen ich mich stattdessen mit einer Gruppe Bonarensern auf Spanisch unterhielt. Ich fragte mich, warum ich diese Gruppe netter Kerle nicht schon viel früher in Buenos Aires getroffen hatte. Sie waren mehr oder weniger genau das, auf das ich gehofft hatte. Und es stellte sich heraus, dass sie, was für eine Überraschung, Juden waren. Wir verabredeten und für später auf ein Bier und sie gingen etwas essen.
    Ich hatte da dann die Gelegenheit, mich in meinem Zimmer zu organisieren und mich mit meinen Zimmergenossen zu unterhalten. Das waren unter anderem ein Kanadier namens Dan sowie ein, wer hätte es gedacht, Israeli. Beide sehr nett.
    Irgendwann waren die Jungs mit dem Essen fertig und ich traf sie vor einer der wenigen Bars in Ushuaia, die aber leider schon überfüllt war. Also gingen wir zum eventuell noch volleren Irish Pub, in dem wir aber nach einer gewissen Wartezeit sogar einen Tisch bekamen. An der Theke sahen wir auch Dan, der gerade versuchte, sich an eine Mitarbeiterin eines der vielen Kreuzfahrtschiffe (die auch der Grund dafür sind, dass in Ushuaia alle Touristenattraktionen sehr voll sind) ranzumachen. Wir bestellten an unserem Tisch zwei Runden Heineken und unterhielten uns über dies und jenes. Nach einer Weile verließen wir den Pub, noch immer mit Bierflaschen in der Hand, und unterhielten uns draußen weiter. Irgendwann gingen wir wieder zurück zum Hostel und setzten uns hin. Wir alle waren aber so müde, dass wir dann auch ziemlich schnell ins Bett gingen. Da das aber der letzte Abend dieser heiteren Gruppe war und sie am nächsten Morgen traurigerweise sehr früh fahren mussten, sah ich sie nicht wieder. Ich habe aber ihre Nummer, ich hoffe also, sie nach meiner Reise oder im März wiederzusehen.
    Stattdessen frühstückte ich also alleine und ging danach wieder nach oben in das Zimmer, wo ich gerade Dan traf, wie er aufwachte. Ich gesellte mich während seines Frühstücks zu ihm und wir unterhielten uns ein wenig. Er ist ein Psychiater in einem Krankenhaus und als ich fragte, für wie lange er denn studiert habe, viel mir die Kinnlade herunter: 13 Jahre. Das ist mal eine Hauszahl.
    Auf jeden Fall war er danach wieder müde und ging wieder schlafen, also setzte ich mich hin und schaute im South American Handbook nach, was man denn so in Ushuaia für ein paar Stunden machen könnte. Es stellte sich heraus, dass es ein bekanntes Regional- bzw. Naturkundemuseum gab, wohin ich dann auch ging. Die dortige Ausstellung beinhaltete Texte und Exponate über die Eingeborenen, die Kolonialherren und Tiere. Am beeindruckendsten war eine ehemalige Schiffsgalleone und ausgestopfte Exemplare fast sämtlicher Vogelarten Feuerlands. Tierfreunde würden verzweifeln, nehme ich an.
    Am Ende sprach ein Eingeborener über seine Vorfahren, sich und die Zukunft seines Volkes. Dann war es aber auch schon an der Zeit, sich auf den Weg zum Hafen zu machen.
    Erst einmal 40 Pesos Hafensteuer. Dann auf aufs Schiff, mit etwa 482.000 anderen Menschen, nein, Touristen. Ich fand tatsächlich anfangs die Tatsache, dass ich auf einem Schiff war, interessanter als die Orte, zu denen wir fahren würden. Nach einer gewissen Zeit änderte sich das aber natürlich. Wir fuhren als erstes an einer Insel vorbei, auf der unendlich viele Pinguine und Robben standen und lagen und später an einer, wo es noch viel mehr von beidem UND den berühmten Leuchtturm gab. Ich meinte aus einiger Entfernung einen leicht untersetzten Pinguin auszumachen, der drei anderen Pinguinen sagte: ,,Stumm lächeln und winken, Männer, stumm lächeln und winken." Dann fuhren wir aber doch weiter, sodass ich das nicht ganz bestätigen kann. Der ständige Wechsel zwischen hinaustreten und wieder hereinkommen hatte mich ein wenig kalt gemacht, und da wir jetzt sowieso eine ganze Weile lang nur fahren und nichts besonderes zu sehen bekommen würden, kaufte ich mir einen Tee, weil das jetzt meiner Meinung nach das einzige Heißgetränk war, das man in einer solchen Situation auf einem Boot trinken konnte. Ich schaute also aus dem Fenster, trank meinen Tee und hörte ein Hörbuch weiter, das ich ein paar Tage zuvor angefangen hatte. Ein schöner Moment.
    Irgendwann erreichten wir die berühmte Pinguinkolonie östlich vom Hafen von Ushuaia. Das konnte man sich nicht entgehen lassen - das dachten sich zumindest diese oben genannten 482.000 Passagiere - weswegen alle vorne standen und wir uns mit Ellenbogen scheinbar tödliche Verletzungen zufügen wollten, um zumindest ein Foto zu schießen, auf dem die Pinguine nicht sieben, sondern nur fünf Meter entfernt sind. Ich fühlte mich ein wenig wie Colin Firth als Harry Hart in Kingsman, als die SIM-Karten in der kleinen Kirche aktiviert werden.
    Nein, ganz so schlimm war es natürlich nicht, aber ich fühlte mich trotzdem etwas unwohl, weswegen ich mich zurückzog, bis die meisten ein Foto gemacht hatten und wieder ins Innere des Katamarans gegangen waren.
    Die Pinguine selbst waren hingegen sehr lustig. Einige lagen auf ihren Bäuchen, andere liefen mit gespreizten Flügeln herum und wieder andere standen einfach nur herum und glotzten durch die Gegend.
    Auf der Rückfahrt holte ich mir als Beweis dafür, dass ich hier gewesen war, einen weiteren Stempel für meinen Pass.
    Wieder am Hafen ging ich direkt zum Hostel und fragte Dan, ob er mit mir kochen wolle. Er bejahte. So gingen wir zum Supermarkt in der Nähe und beschlossen, eine Gemüsepfanne sowie Fleisch und Kartoffelpüree zu kochen. An der Kasse wurde unsere Geduld ein wenig durch eine junge Frau aus Ostasien geprüft.
    Ich will an dieser Stelle nicht unhöflich sein, aber was nun mal so ist, muss eben gesagt sein - diese junge Frau war nämlich geistig etwa auf der Höhe einer Eintagsfliege.
    Dass sie ihre Einkäufe auf zwei Rechnungen aufteilen wollte, war natürlich kein Problem. Aber als die Verkäuferin ihr den Preis nannte, guckte die junge Frau sie angeekelt an und fragte, was denn der Preis in Dollars sei. Die Verkäuferin tippte etwas in die Kasse ein und beantwortete die Frage. Die junge Frau gab ihr eine Handvoll Dollar und die Verkäuferin gab ihr das Wechselgeld - allerdings in Pesos. Die junge Frau guckte sie an, als hätte sie ihr gerade ein paar Kieselsteine in die Hand gelegt. Sie fragte, ob sie das Wechselgeld denn nicht in Dollars zurückbekomme, sie habe ja mit Dollars bezahlt. Die Verkäuferin sagte, dass das leider so nicht funktioniere, da der US-Dollar hier keine offizielle Währung sei. Die junge Frau packte das Geld widerwillig in ihre Tasche. Inzwischen hatte Dan mich schon verständnislos angeguckt und wir beiden mussten ein Lachen unterdrücken. Als sie diese Prozedur bei der zweiten Zahlung mehr oder weniger wiederholt hatte, meinte Dan zu mir, dass sie das doch einfach im Kopf überschlagen solle, sie sei ja schließlich Asiatin. Als sich die Verkäuferin dann uns zuwandte, sagte die junge Frau allerdings etwas pekiert, dass sie ja noch keine Plastiktüten bekommen habe. Die Verkäuferin drehte sich wieder mit einem angestrengten Lächeln zu ihr und sagte der jungen Frau, dass dieser Supermarkt aus Umweltgründen gar keine ausgebe. Die junge Frau guckte sie verstört und überrascht an, als hätte man ihr gerade gesagt, dass es den Osterhasen nicht gebe. Also packte sie entschlossen ihre Sachen unter den Arm und ging beleidigt hinaus. Dan und ich lachten los und wir trösteten die arme Verkäuferin ein wenig. Auf der Straße zogen wir ein wenig über die junge Frau her, man kann ja auch mal ein Arschloch sein.
    Im Hostel machten wir uns direkt ans Kochen. Ich schnitt das Gemüse und die Zwiebel, während Dan versuchte, den Ofen und den Herd anzumachen, während er die Kartoffeln aufsetzte und das Fleisch vorbereitete. Bei letzterem sah er zugegebenermaßen sehr professionell aus, er schien das nicht zum ersten Mal zu machen.
    Es dauerte eine ganze Weile, bis alles fertig war. Ich konnte zwischendurch sogar noch ein bisschen packen, weil ich am nächsten Morgen keine Gelegenheit dazu haben würde.
    Wir setzten uns also letzten Endes an einen Tisch in der Küche und aßen das wahrscheinlich nahrhafteste Essen, das wir in den letzten Tagen gegessen hatten und in den nächsten Tagen essen sollten. Es war sehr lecker. Während wir uns also so richtig den Wanst vollschlugen (Haters call it Völlerei), unterhielten wir uns ein bisschen und es stellte sich heraus, dass er genau doppelt so viele Jahre zählte wie ich: 36.
    Danach gingen wir nach oben und er machte sich fertig, während ich weiterpackte, er wollte nämlich wieder in den Irish Pub gehen. Als wir im Bad waren, in Anwesenheit eines Israeli, den ich schon am ersten Abend in diesem Hostel getroffen hatte und der nurnin Unterhose dastand, weil er eigentlich in die Dusche wollte, fiel uns auf, dass wir noch irgendwelche Kontaktdaten voneinander haben wollten. Also wurden wir Facebook-Freunde. Wir verabschiedeten uns, noch immer im Bad und in Anwesenheit dieses vielleicht etwas zu bemitleidenswerten Israeli und er ging die Treppe hinunter. Ich ging ins Zimmer, machte mich bettfertig und stellte den Wecker auf sehr früh am Morgen. Mehr oder weniger kurz darauf wachte ich wieder auf, sammelte meine letzten Sachen zusammen und ging dann zum Busbahnhof, von wo aus um 5.30 Uhr mein Bus losfahren würde. Ich stieg ein, blickte ein letztes Mal auf Ushuaia und dachte an die Pinguine und Dan. Der erste Abschnitt meiner Reise war schon vorbei.

    Achja, ich habe vergessen zu erwähnen, dass es da überall kalt war. Also wirklich kalt. Und das ist der Sommer. Das liegt an den antarktischen Winden, die nach Norden ziehen.
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You might also know this place by the following names:

Tierra del Fuego Province, Tierra del Fuego, TF, Eldlandet, Atlantarøyane og Antarktis, Ildlandet, Atlanterøyene og Antarktis, Eldslandet, Atlantöarna och Antarktis

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