Australia
Wartook

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5 travelers at this place:

  • Day84

    Grampians National Park

    December 22, 2018 in Australia ⋅ ⛅ 18 °C

    Nach dem Frühstück verlassen wir unsere kleine Herberge mit Brauerei in Port Campbell und machen uns direkt auf den Weg zur London Bridge. Nicht mehr ganz Brücke, da der Bogen 1990 einstürzte, ist sie dennoch imposant anzusehen.

    Eine Geschichte, die wohl um die Welt ging, an mir allerdings vorbei, war die Rettungsaktion via Helikopter zweier Personen, die sich zu dem Zeitpunkt auf der London Bridge befanden, als der Bogen kollabierte. Ein Mann und eine Frau. Nichts ungewöhnliches möchte man meinen. Auch nicht, dass die beiden nur mit einem Auto dort waren. Nun, sie war wohl die Sekretärin, er ihr Chef, sie verheiratet, er nicht. Den Medien sei Dank, wurde das Tête-à-tête der beiden natürlich aufgedeckt, während die Rettungsaktion live im TV mitverfolgt werden konnte. Jaja, auch abgeschiedene Orte können verhängnisvoll sein... 😄

    Weitere Stopps sind unter anderem Loch Ard Gorge und die Bay of Martyrs, bevor wir die Great Ocean Road verlassen und Cameron sich mit uns in Richtung Grampions National Park auf den Weg macht. Wir halten auch hier an vielen interessanten Punkten und haben das Glück, bei einem der Stopps viele wildlebende Kängurus und weiße Kakadus zu sehen.

    Am späten Nachmittag erreichen wir dann die Asses Ears Wilderness Lodge und schlagen unsere individuellen Nachtlager auf. Während ich mich mit einigen anderen wieder für Camping entschieden habe, bezieht der Rest der Gruppe seine Mehrbetthüttchen. Einige Männer versuchen sich im Boomerang werfen und das recht erfolgreich, bevor die Frauen gemeinsam mit Cameron das Abendessen kochen. Die Männer übernehmen im Anschluss brav den Abwasch. 😋 Danach gibt es noch eine Runde Billiard und Domino, bevor das Bettchen ruft.

    Hatte ich schon die Hunde unseres Gastgebers erwähnt? Dusty ist eine davon. Ich liege nichtsahnend in meinem Swag, bereits schlafend, da spüre ich auf einmal eine starke Berührung an der Schulter. Ich war schlagartig wach! Bereit das Känguru, den Dingo oder sonstiges Getier in die Flucht zu schlagen. Aber was schaut mich von oben durch das Moskitonetz an? Eine Hündin namens Dusty! 🤦🏻‍♀️
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  • Day85

    Grampions National Park - Waterfalls

    December 23, 2018 in Australia ⋅ ☀️ 13 °C

    Nächtlicher Exkurs: Man, ist das kalt! War es noch schön warm, als ich in den Schlafsack gekrochen bin, so ist es um 4 Uhr morgens verdammt frisch. Ich habe schon so einige Zeit vor mich hingezittert und versucht die Kälte zu ignorieren, aber zu allem Überfluss muss ich auch noch dringend wohin... Es hilft alles nichts, Moskitonetz über mir geöffnet, Taschenlampe angemacht und geschaut, ob um mich rum alles ok ist, Schuhe aus dem Swag geangelt und aus dem selben gekrochen. Unsere kleine Aufpasserin Dusty hat es sich direkt am Swagkopfende von Stanley, einem 13-jährigen Jungen, der mit seiner Mom an der Tour teilnimmt, bequem gemacht. Natürlich steht sie direkt neben mir, als ich aufstehe, denn schließlich passiert ja endlich was und versucht in den Swag zu gelangen. Klar, ist ja warm und kuschelig, aber: Ohne mich! Sie begleitet mich trotzdem zum Haupthaus, wo sich die Bäder befinden und verschwindet kurz darauf bellend am Feld. Gut für mich, denn so muss ich meinen Schlafplatz bei Rückkehr wenigstens nicht verteidigen. Dachte ich! Dusty steht natürlich promt neben mir, als ich den Reißverschluss des Netzes betätige und schiebt ihre Nase durch die kleine Lücke. Wirklich? Um 4 Uhr morgens mit einem Hund um MEINEN Schlafplatz debattieren? Ein “No” führt nur zu einem mitleidigen Blick in meine Richtung, also schiebe ich mich zwischen Hund und Swag, krieche rein, während ich Dusty mit einer Hand auf Abstand halte, schliesse das Netz, kassiere einen traurigen Blick und registriere, dass mein Kopfende leicht nass ist. Verdammt, die blöde Wasserflasche, auf der ich gelegen habe, war nicht richtig geschlossen. Kurz darüber nachgedacht, beschlossen meinen nassen Po zu ignorieren und noch 3h klappernd weiter zu schlafen. 🤦🏻‍♀️

    Nach dem Frühstück verlassen wir Dusty und die Asses Ears Wilderness Lodge wieder. Cameron fährt diesmal langsam die gewundenen Straßen im Nationalpark entlang und wir sehen schnell wieso. Wallaby (kleines Känguru) auf der Straße, ein nächstes flüchtet und ein drittes bleibt einfach am Straßenrand stehen, als wir vorbeifahren. Dazwischen ringsherum immer wieder diverse Känguru-Familien unter den Bäumen und auf den Feldern. Laut Cameron übrigens die dritt größte Plage in Australien. An erste Stelle steht der Hase, an zweiter der Fuchs und dann bereits das Känguru. Das dürfte auch das Hundegebell in der Nacht erklären.

    Cameron fährt uns zum MacKenzie Wasserfall, wo wir 4 km wandern dürfen. Er teilt uns mit, wo er auf uns wartet und dass er einen “Morning Tea” für uns vorbereiten wird. Wir ziehen also los und erleben tolle Wasserfälle bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen. Die Natur ist schon wirklich toll hier in Australien. Allerdings fällt der Morning Tea für uns anders aus als erwartet, denn es ist mehr ein 2. Frühstück. Auf meine Frage, warum er gesagt hätte, er bereitet einen Morning Tea zu, schaut mich Cameron etwas verdutzt an. “My darling, this is an australian morning tea. We have grilled bacon and ham, grilled onions, paprika, mushrooms, cheese, sausage and toasted bread. So, enjoy it!” Ok, hab ich begriffen und Cameron hat dank mir wieder seinen Spaßfaktor für den Tag. 🙈

    Nach dem also nicht gerade figurfreundlichen Frühstück wartet unser letztes Ausflugsziel auf uns - der Mount Zero. Während die Hälfte der Gruppe, auf halber Strecke Halt macht, mache ich mich mit einem Holländer auf den Weg zum Gipfel. Wir folgen den Pfeilen und sind recht fix oben. Wenig später folgen ein Schweizer, ein Deutscher und unsere 61-jährige Holländerin, die mit ihrem Bruder an der Tour teilnimmt. Wir genießen den Ausblick von dort oben für 15min bevor wir uns an den Abstieg machen, denn schließlich erwartet uns noch eine längere Rückfahrt nach Melbourne...
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Wartook

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