Bolivia
Casa de la Libertad

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217 travelers at this place
  • Day51

    Sucre, du Schönheit!

    February 27, 2020 in Bolivia ⋅ ⛅ 16 °C

    Mit Wasserbomben und lauter "Guggenmusik" werden wir am Busterminal in Sucre empfangen. Die Stadt ist für die Tage im Ausnahmezustand - EL CARNEVAL - wo das Auge hinreicht. In diesen Tagen ist man vor keiner Wasserbombe (sei dies ein Wasserballon, ein Wasserkübel oder Wasserpistole) sicher. In verschiedenen Kleingruppen laufen die Musiker (ähnlich wie unsere Guggenmusik, aber nur mit einem gleichfarbigen T-Shirt) in der Stadt umher und werden von tanzenden und wasserspritzenden Leuten begleitet. Auf unsere Frage, wieso so viel Wasser, da Bolivien kein Wasserschloss ist, lautet die Antwort: es ist Tradition.

    Wir beginnen unseren Aufenthalt in Sucre mit einem kurzen Marsch auf den Aussichtspunkt "La Recoleta", von wo wir einen herrlichen Blick über die weisse, hügelige Stadt bekommen.
    Obwohl auf 2800 müm. hat Sucre ein angenehmes Klima. Die Innenstadt besteht aus vielen schönen Bauwerken aus der spanischen Kolonialzeit, was sie vielleicht deshalb zu einer der schönsten Städte Südamerikas macht. Uns gefällt sie sehr gut. In Sucre wurde 1825 die Unabhängigkeit von ihrer Kolonialmacht Spanien ausgerufen.

    Sucre hat viele interessante Museen zu bieten. Wir besuchen das Haus der Freiheit sowie das Museum für indigenes Webe-Handwerk. Dort werden Frauen (und mittlerweile auch Männer) gefördert, eine uralte Technik des Webens zu erlernen und vor allem weiterzuführen und so am Leben zu erhalten.

    Auch unternehmen wir einen tollen Tagesausflug in den Maragua-Krater. Dies ist ein riesengrosser Krater, worin heute ein kleines Dorf steht und Mais, Quinoa angepflanzt und Schafe gehalten werden. Laut unserem Guide gibt es 5 verschiedene Theorien wie dieser Krater entstand und man sich aussuchen darf, welche Entstehungsart einem am besten zusagt...

    Sucre und Umgebung ist auch sehr bekannt für seine Millionenjahre alten Dinosaurier-Fussabdrücke, welche in Felswänden - meistens durch Zufall- entdeckt wurden. Nebst den Spuren im Dino-Museum in Sucre bestaunen wir auf unserem Tagesausflug im Maragua-Krater 68 Mio. alte Dino-Spuren.

    Abends in Sucre gehen wir sehr lecker Essen. Es gibt viele kleine Cafés mit gutem Kaffee und Dessert. Der Hauptplatz mit seinen hohen Bäumen lässt uns immer wieder ein Päuschen machen.
    Sucre können wir von Herzen weiterempfehlen.

    Nun sind wir gespannt auf den höchstgelegenen Regierungssitz der Welt: La Paz.
    12 Stunden Nacht-Busfahrt ahoi!
    Übrigens: Mittlerweile haben wir bereits dreieinhalb Tage im Bus verbracht ;-)
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    .aRoundtheWorld

    🤩

    3/3/20Reply
    .aRoundtheWorld

    Bi üs hends d wasserballön durs offene fenster i bus inegrüehrt😄

    3/3/20Reply
    TomUndRamonaUnterwägs

    da kennid sie nüd...😎

    3/4/20Reply
     
  • Day46

    In Sucre wird Geschichte geschrieben

    February 16, 2020 in Bolivia ⋅ ☁️ 19 °C

    Sucre ist die vierte Hauptstadt, die wir auf unserer Reise besuchen. Die Stadt liegt inmitten von grünen Hügeln und gefällt uns auf Anhieb. Die Strassen sind breiter als in Potosí, bei den Gebäuden macht sich der koloniale Einfluss bemerkbar. Viele Häuser sind in weiss gehalten und in gutem Zustand. Kein Wunder, dass die UNESCO die Altstadt von Sucre im Jahre 1991 als Weltkulturerbe anerkannte. Wir sind zugegebenermassen auch etwas erstaunt und hätten uns die Stadt weniger herausgeputzt vorgestellt. Es gibt viele schöne Restaurants und Cafés, gepflegte Parkanlagen sowie zahlreiche Kirchen und Museen. Der Standard erscheint uns im Allgemeinen recht hoch und wir freuen uns, hier einige Tage verbringen zu dürfen.

    Wir besuchen die Casa de la Libertad und sind beeindruckt, wie viel Geschichte dort passierte. Am 25. August 1825 unterzeichnete an dieser Stätte Simón Bolívar, der südamerikanische Unabhängigkeitskämpfer, die Urkunde, welche die Unabhängigkeit von Spanien verkündete und wurde erster Präsident des Landes. Unterstützung bei seinem Kampf um die Freiheit Südamerikas erhielt Bolívar von Antonio José de Sucre, der ein enger Vertrauter Bolívars und zugleich einer seiner wichtigsten Generäle war. Sucre beerbte Bolívar denn auch nach kurzer Zeit als Präsident und übernahm die Führung des noch jungen Landes. Ihm hat die bolivianische Hauptstadt übrigens auch ihren Namen zu verdanken. Bereits damals zeichnete sich ab, was Bolivien bis heute begleitet: Das Amt des Präsidenten ist ein Schleudersitz mit kurzer Verweildauer. In nicht einmal vier Jahren hatte die noch junge Republik sechs Präsidenten. In den knapp 200 Jahren ihres Bestehens «verbrauchte» Bolivien bisher 85 Präsidenten – und das sind die offiziellen Zahlen, Historiker geben die Zahl aller Präsidenten mit bis zu 200 an. Einige davon seien aber nur wenige Stunden im Amt gewesen, weshalb sie nicht auf den offiziellen Listen fungieren. Die Porträts der Präsidenten sind alle feinsäuberlich in der Casa de la Libertad aufgehängt und noch heute werden die Präsidenten nach der Wahl in der Casa de la Libertad vereidigt. Das letzte Bild ist jenes von Juan Evo Morales Ayma, der im November 2019 zum Rücktritt gezwungen wurde.

    Die Meinungen über Morales sind in Bolivien gespalten, wie wir anhand von zwei Beispielen erleben dürfen. Unser Uyuni-Guide Remy lobte die Arbeit von Morales, insbesondere in den Randregionen. Er habe viel für die Infrastruktur getan, sodass entlegene Dörfer nun auch sauberes Trinkwasser und Elektrizität hätten. Zudem förderte Morales den Strassenbau – bei jeder grösseren Baustelle stand ein Schild mit seinem Konterfeit, das über das Projekt informierte. Das zeigte uns, dass sich Morales marketingtechnisch durchaus zu inszenieren wusste. Auch habe er sich stark für die Bildung eingesetzt und die obligatorische Schulpflicht eingeführt, erklärte uns Remy. Die Kinder erhalten sogar Geld, wenn sie zur Schule gehen – aber nur, wenn sie persönlich erscheinen und auch regelmässig den Unterricht besucht haben. Das soll verhindern, dass die Eltern ihre Kinder nicht in die Schule schicken beziehungsweise nur an das Geld kommen wollen. Mittlerweile eine andere Meinung über Morales vertritt Jacqueline, unsere Gastgeberin in Sucre. Sie stammt aus der Schweiz, wohnt mit ihrer Familie aber seit über einem Jahrzehnt in Bolivien. Sie erklärt uns, dass sie anfangs eine grosse Supporterin von Morales war. Nach zwei Amtszeiten habe sich das Blatt jedoch gewendet: Morales habe sich hauptsächlich um seinen Machterhalt gekümmert, potenzielle Nachfolger ausgebootet und Günstlingswirtschaft betrieben. So habe er leider auch viel Gutes aus den ersten beiden Amtszeiten sabotiert, etwa dass die Indigenen an Selbstbewusstsein gewannen und der Rassismus ihnen gegenüber abnahm. Jacqueline ist enttäuscht, da sie einige Hoffnung in Morales gesetzt hatte. Sie erzählt uns auch von den Blockaden der letzten Monate. Und thematisiert den Wahltag, an welchem Morales Rivale vorne lag, als plötzlich die Internetseite abgeschaltet wurde und sich später Morales erneut zum Wahlsieger ernannte. In Folge heftiger Proteste und auf Anraten / Drängen des Militärs floh er ins Ausland. Da im Frühling Wahlen mit sehr ungewissem Ausgang anstehen, hat sie kaum Buchungen für ihr B&B. Wir sind denn auch die einzigen Gäste.

    Neben spannenden Einsichten zur Politik Boliviens bietet uns Jacqueline auch wertvolle Restaurant-Tipps und interessante Ausflugsmöglichkeiten an. Wir entscheiden uns deshalb, noch eine Nacht in Sucre anzuhängen, damit wir den Sonntagsmarkt in Tarabuco besuchen können. Der Ort liegt etwa 60 Kilometer östlich der Hauptstadt. Wir schnappen uns ein Colectivo in der Nähe der Plaza Mujer, Madre y Heroina und sind knapp zwei Stunden unterwegs. Als wir an einem Unfallort vorbeifahren, muss der Fahrer anhalten und fragen, was passiert ist. Auch für die übrigen Mitreisenden scheint das ein Spektakel zu sein: Sie steigen aus und informieren sich, was geschehen ist, um dann gemeinsam zu beklagen, wie schlimm doch Unfälle sind. Wie wir später lesen, sind Unfälle auf dieser Strecke keine Seltenheit. Nach der Aufregung verläuft die Fahrt ohne Zwischenfälle und wir kommen im ländlichen Tarabuco an. Hier herrscht buntes Treiben und die ohnehin schon engen Gassen sind mit unzähligen Marktständen zugepflastert. Für einen Mann mit Simons Grösse ist es kein einfaches Unterfangen, unter den niedrigen Ständen durchzugehen. Wir werden aber nicht nur der Grösse wegen angeschaut, sondern auch weil an diesem Sonntag kaum Touristen in Tarabuco anzutreffen sind. Auf dem Markt kann man wirklich alles kaufen: Von Früchten und Gemüse über Fleisch bis hin zu Schulsachen und Kleidung. Auch an Essensständen und einer grossen Halle mit improvisierten Küchen fehlt es nicht, obwohl die Hygieneverhältnisse aus Schweizer Optik prekär sind. Um unsere Mägen zu schonen, verzichten wir deshalb auf einen Snack. Für die Bewohner der umliegenden Täler und Berge ist der Sonntagsmarkt in Tarabuco ein Highlight, bei dem man sich trifft und vornehmlich in Aymara sowie Quechua austauscht. Entsprechend hektisch und laut geht es zu und her. Uns wird es irgendwann zu viel und wir flüchten durch die Menschen und Tiere (vor allem Esel, Schweine und Hühner) auf einen nahegelegenen Hügel. Herrlich, diese Ruhe – muy pacífico. Wir müssen uns richtiggehend aufraffen, uns nochmal ins Getümmel zu stürzen. Wir durchqueren den Markt im Schnelldurchgang und schon sitzen wir mit zehn anderen Fahrgästen im engen Colectivo zurück nach Sucre. Unser Ausflug hat sich gelohnt und war sehr spannend, hat er uns doch die ländliche Seite von Bolivien nochmals vor Augen geführt. Das ist eine ganz andere Welt als Sucre und zeigt uns, dass weite Teile des Landes noch immer stark von Armut betroffen sind.

    Sucre ist die Hauptstadt Boliviens, aber dennoch keine Weltstadt. Das wird uns bei unserer Abreise nochmals bewusst: Unser Taxifahrer Javier erklärt uns, dass der Flughafen von Sucre vier Gates hat und lediglich zwölf Flüge pro Tag anbietet. Möglicherweise ist es das Kleinteilige, das Reisende aus der Schweiz anzieht: An unserem letzten Abend in Sucre geniessen wir ein feines Mahl im La Taverne. Drei Tische sind insgesamt besetzt, an allen drei Tischen sitzen Gäste aus der Schweiz. Wir wähnen uns nicht in der bolivianischen Hauptstadt, sondern eher in einer Beiz im Niederdörfli. Keine Weltstadt, aber attraktiv für Schweizer – das muss Sucre sein.
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    Barbara Rutz

    Interessant 😊 ich hatte eine Kursteilnehmerin, die aus 🇧🇴 stammt

    3/10/20Reply
     
  • Day155

    Sucre erkunden

    December 2, 2021 in Bolivia ⋅ ☁️ 21 °C

    Endlich mal wieder eine ganze Nacht lang in einem Bett schlafen. So langsam setzen mir die vielen Nächte im Nachtbus zu und ich bin einfach nur froh morgens ausgeschlafen im Bett aufzuwachen. Beim Frühstück treffe ich mich wieder mit Estelle und Alexis und wir beschließen erstmal zusammen loszuziehen. Carla aus Frankreich schließt sich uns an und wir besuchen den Friedhof von Sucre. Dieser ist für deine besonderen Gräber, die wie Fenster in einer Wand angeordnet sind bekannt. Tatsächlich ist der Besuch echt interessant, so ganz anders als Friedhöfe in Deutschland. Wir kommen auch bei den Kindergräbern vorbei was echt sehr traurig ist und mir dann auch reicht mit Friedhof.

    Nach dem Besuch trennen sich unsere Wege und ich nehme mir ein Collectivo um das Castillo Glorieta etwas außerhalb der Stadt zu besichtigen. Das Schloss ist von außen echt schön anzusehen und ich komme nicht drum rum auch für kleines Geld einen Blick nach innen zu werfen. Das Schloss könnte so wie es da steht auch irgendwo in Deutschland stehen. Einzig der bunte Fließenboden lässt darauf schließen, dass hier noch ein anderer architektonischer Einfluss herrscht. Der Besuch des Schlosses dauert nicht allzu lange und schon bald sitze ich in einem Collectivo zurück in die Stadt.

    Dort mache ich mich auf die Suche nach etwas essbaren und werde in einem veganen Restaurant fündig. Leider gibt es dort nur to go, sodass ich zurück zum Hostel muss zum Essen. Dort chillen ich dann eh wenig und telefoniere lange mir Luki. Am Nachmittag suche ich dann ein gemütliches Café und verbringe dort einige Stunden mit meinem Journal.

    Gegen Abend besuche ich noch eine Brauerei und esse dort lecker, bevor es nicht allzu spät wieder zurück ins Hostel geht. Die letzte Nacht in Bett vor der nächsten Nachtbus-Tour muss ausgenutzt werden.
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  • Day154

    Auf Dino's Spuren in Sucre

    December 1, 2021 in Bolivia ⋅ ⛅ 20 °C

    Gegen 5 erreiche ich Sucre und gönne mir ein Taxi ins Hostel. Dort kann ich zum Glück gleich einchecken und mich nochmal für ein paar Stunden hinlegen.

    Ich stehe spät auf und treffe dann Estelle und Alexis beim Frühstück, sowie 3 Mädels, die die beiden bei ihrer Amazonas-Tour kennen gelernt haben. Gegen Mittag ziehen wir gemeinsam los um die Stadt ein wenig zu erkunden. Wir passieren einen Mirador, einen kleinen Markt und ein hübsches Schlösschen, in dem wir eine spontane Führung bekommen.

    Julie, Blandine und ich schnappen uns dann ein Taxi und machen uns auf den Weg Dino-Spuren außerhalb der Stadt anzuschauen. In Sucre gibt es die größte Fläche an Dino-Spuren weltweit. Die Spuren sind tatsächlich beeindruckend, das zugehörige Museum ist nett, aber kein Must Do.

    Wir kommen gegen halb 6 zurück ins Hostel und ich gönne mir ein wenig Chillzeit. Die letzten Tage waren doch sehr intensiv. Abends esse ich noch im Hostel und gehe dann auch nicht allzu spät schlafen.
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  • Day156

    Letzter Tag in Sucre

    December 3, 2021 in Bolivia ⋅ ⛅ 18 °C

    Heute steht der letzte Tag in Sucre an. Morgens frühstücke ich wieder mit Estelle und Alexis. Wir haben alle keine wirklichen Pläne für den Tag und ich beschließe ein wenig durch die Stadt zu bummeln und mich von Café zu Café zu hangeln. Ein ganz entspannter Vormittag. Sucre gefällt mir echt gut mit den vielen Kirchen und sehr gut erhaltenen Gebäuden im Kolonialstil.

    Gegen Mittag schreibt mich Alexis an und frägt ob ich Lust habe mit zu einem Wasserfall zu wandern. Da bin ich natürlich sofort dabei und kurz später sitzen wir dann auch schon im Taxi. Während der Fahrt recherchieren wir ein wenig und finden tatsächlich sehr gemischte Reviews, die meisten raten von der Wanderung ab (gefährlich, schlecht ausgebaut, Raubüberfälle...). Wir sind uns dann auch nicht mehr sicher und steigen erstmal wieder aus.

    Da wir am anderen Ende der Stadt gelandet sind, steht eine kleine Wanderung zurück an. Dabei kommen wir an dem ein oder anderen Park vorbei und passieren schöne Straßen in der Innenstadt. Ich möchte eine Kirche besichtigen, die allerdings geschlossen hat. Daraufhin gehen wir spontan ein Bierchen und Cocktails trinken. So vergeht der Nachmittag recht schnell.

    Auf dem Weg zum Sushi-Restaurant entdecke ich einen Supermarkt, also einen richtigen, mit Preisauszeichnung, Scannerkasse und ein wenig Auswahl. Da schlage ich dann doch zu und besorge ein paar Dinge die ich brauche und die ein oder andere Tafel gute bolivianische Schokolade. Bei den ganzen Straßenständen gibt es immer nur billige Schoki und da habe ich gar keine Lust drauf.

    Während wir auf unser Sushi warten bringen mir die beiden ein ziemlich cooles Kartenspiel bei. Das Essen ist wahnsinnig lecker und die Wartezeit auf meinen Nachtbus verbringen wir dann wieder im Hostel mit den Karten und dem ein oder anderen alkoholischen Getränk.

    Die anschließende Fahrt mit dem Nachtbus ist dann leider nicht so toll. Es ist wahnsinnig laut und es werden Filme gezeigt. Das kenne ich noch von den Tagbussen in Kolumbien. Bei den Nachtbussen habe ich das noch nie erlebt und finde es unglaublich unverschämt. Also wird das leider nichts mit Schlafen heute Nacht...
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  • Day81

    74. Bolivia - Roadblocks 2 & a "Coup"!

    November 11, 2019 in Bolivia ⋅ ☁️ 63 °F

    Upon reaching the manned roadblock, we lined up with other drivers who had pulled to the side of the road to assess the situation and decide what to do. A taxi driver pointed out a dirt road on the other side of a farm that we might try. We saw some cars using it to come from the opposite direction, so we and the taxi guy jumped in our cars to try to get there. Unfortunately, the protestors saw this as well, and they ran across the field to block the road before we got there. They were faster.

    We went back to the original roadblock, where Craig grabbed the map and collaborated with some of the locals on alternative routes. The problem with taking a road that is 2 hours out of your way, is that you don't know if it's blocked until you get there. But our options were limited, so we plotted a course and took off.

    The road, if you could call it that, was a rutted out dirt path that ran along a river and farmland. A brain-jarring drive for sure. It lasted for over an hour before we got to a paved road. In the end, we made it in about 2.5 hours.

    Coup d'etat!
    In the meantime, President Morales has resigned from office. Once the military and the police refused to support him against the protestors, the handwriting was on the wall. He is currently fleeing to Mexico, claiming he is not safe in Bolivia. In Oruro, the people are celebrating.

    We hear that the police are now re-engaging to remove the roadblocks, so after a day's rest, we will be back on the road tomorrow. Fingers crossed.
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  • Day66

    Sucre - die weiße Stadt Boliviens

    October 7, 2021 in Bolivia ⋅ ⛅ 28 °C

    Drei Tage verbringen wir in dieser schönen, entschleunigten Stadt, die die konstitutionelle Hauptstadt Boliviens ist. Der spanische Kolonialstil zieht sich durch die gesamte Altstadt, die nicht nur für ihre Schokolade bekannt ist, sondern auch von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Zu Recht! Vom Monasterio hat man einen tollen Blick über die gepflegte Stadt mit ihren vielen Kirchen. Alles ist – wie so oft hier – schachbrettartig angelegt, es ist recht warm und sonnig, die Parks und Plätze sind schön hergerichtet und gut gepflegt, eine perfekte Wohlfühlumgebung.

    Wir entspannen uns in den nächsten Tagen, probieren verschiedene Cafés und Restaurants aus und haben es mit der Unterkunft ganz gut getroffen: Kulturcafé Berlin, das zwar nicht ganz das hält, was es verspricht, aber gepflegt ist. Die Dinosaurier-Spuren lassen wir aus, wenig reizen uns die versteinerten Zeitzeugen, dafür streifen wir mehrfach durch die schöne Altstadt – Plaza des Armas, Park Bolivar, Monasterio de la Recoleta, vorbei an zahlreichen Marktständen… Als wir endlich dazu kommen Saltenas zu probieren (reichlich gefüllteTeigtaschen), ist uns bewusst, weshalb man beim Saltena-Essen schon feststellen kann, ob jemand ein guter Küsser ist... Die ganze Soße übergießt sich über unsere Teller. Insgesamt hätte ich mich hier aber im Vergleich zu Chris, auf dessen Teller alles schwimmt, zumindest als mittelprächtige Küsserin ausgezeigt. ;-)
    Wir kaufen ein wenig ein, waschen und bringen unsere Ausrüstung auf den besten Stand. Und dann sollte es auch schon wieder weitergehen... Zurück nach La Paz!
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  • Day20

    Sucre (Bolivien)

    October 11, 2018 in Bolivia ⋅ ☁️ 14 °C

    Ich bin ganz verliebt ❤

    Ich habe in Sucre nicht nur endlich meinen ersten vernünftigen Kaffee bekommen und Glück mit einem sehr schönen Hostel gehabt, die Stadt ist auch einfach wunderschön: viele weiße Häuser, Parks und Museen. In Sucre merkt man außer an den Preisen nicht, dass das Land so arm ist.

    Die Nacht im Hostel kostet mich ganze 5 Euro. Die Leute hier sind super nett und so haben wir ein gemeinsames Abendessen gezaubert, denn das Essen in Südamerika hat mich bisher alles andere als begeistert 🙈

    Ich konnte - trotz einer sehr durchgelegenen Matratze - den Schlaf nachholen, der mir aufgrund der Höhenmeter letzte Woche gefehlt hat. Allerdings begebe ich mich heute Nacht wieder mit dem Nachtbus in das 12 Stunden entfernte La Paz. La Paz ist mit bis zu 4.000m der höchstgelegenste Regierungssitz der Welt und wird mir hoffentlich nach den Höhenmeter der letzten Woche keine allzu großen Probleme machen.

    Ich bleibe allerdings nicht in La Paz, sondern will morgen früh direkt weiter an die Copacabana am Titicaca See.

    ¡Hasta Luego Amigos!🖐
    (Hier in Bolivien klappt es glücklicherweise auch mit dem spanisch wesentlich besser als in Chile!)
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    Steffen Seidler

    Na das hört sich ja Sucre an 😋

    10/11/18Reply
    Magdalena von Zons

    Ach Steffi! Ein Ort schöner als der andere... Wir freuen uns mit Dir, dass Du in Deinem Traum angekommen bist!!! Lebe ihn👍👏😘💞

    10/12/18Reply
     
  • Day39

    Weiberfastnacht in Sucre

    February 8, 2018 in Bolivia ⋅ ⛅ 0 °C

    Matthias hat es in seinem Kommentar schon genau richtig erkannt: In Sucre sind die närrischen Frauen los. Kleine Tanztruppen, von marching bands begleitet, marodieren durch die Stadt. Ihre musikalischen und tänzerischen Darbietungen sind überschaubar, aber laut. Nota bene: Wir sind nicht in Rio. Bemerkenswerter ist fast, dass sich alle mit großer Freude gegenseitig mit Sprühschaum aus der Dose vollspritzen ... und das beginnt schon bei den Kleinsten. Wie auch immer sich die Feiergepflogenheiten hier darstellen, mit Katrin, Martin, Marc und mir (hört, hört!) findet sich eine kleine deutsche Karnevalstruppe zusammen. Die gastronomischen Angebote im Joy Ride und später im Bibliocafe überzeugen, unser zwischenzeitlicher Versuch, ins Florin zu gelangen, scheitert allerdings: heute nur für Mädels. Insbesondere die Happy Hour im Bibliocafe, die bis 24 Uhr dauert, löst die Stimmung und wir kommen ins Gespräch mit einer gemischten Backpackergruppe. Nomi aus der Nähe von Tel Aviv hat "make up artist" gelernt, reist jetzt aber erst einmal, zumindestens solange, bis das Geld alle ist. Und ein deutscher FH-Absolvent (Wirtschaftsingenieur) teilt uns mit, dass sein Hostel umgerechnet 4,50 Euro kostet und er mit 10 Euro am Tag auskommt. Wir schauen etwas verschämt zu Boden und erteilen gute Ratschläge für das weitere Leben, so wie es junge Leute mit Anfang zwanzig gerne haben.

    Zu diesem späten Zeitpunkt am Tag rückt bereits in den Hintergrund, dass wir beim Start in Cochabamba im Frühstücksraum erfahren, dass in unmittelbarer Nähe eine Schlammlawine Menschenleben gekostet hat. Auf den nächtlichen Starkregen folgen zahlreiche Erdrutsche, und auch wir sind auf unserer fast 400 km langen Fahrt mehrfach davon betroffen. Zum Glück ist an keiner Stelle die Straße so stark blockiert, das wir nicht weiterkönnen, nur einmal müssen wir ein paar Minuten warten, als ein Bagger und ein LKW die Straße versperren, um die Strecke von Geröll und Schlamm zu befreien. By the way: Noch habe ich in ganz Südamerika keinen Fluß mit klarem Wasser gesehen; vielmehr sind sie - durch die mitgeführten Gesteinsmassen - meist braun gefärbt, breit und reißend.

    http://www.luzernerzeitung.ch/nachrichten/panorama/verheerende-ueberschwemmungen-in-bolivien

    In Sucre angekommen, wohnen wir in einem für den (weißgetünchten) Kolonialstil typischen, vor allem aber stimmungsvollen alten Haus mit Patio. Eine Besichtigung der Kathedrale ist über das sich an die Kathedrale anschließende Museo möglich, aber nicht wirklich ergiebig. Simon Bolivars Anhänger haben nach der Befreiung von den Kolonialherren die einstmals vermutlich prächtige Barockkirche in eine nüchterne Standardkirche umgewandelt, die von außen weit schöner anzusehen ist als von innen. Und obwohl aus der bolivianischen Hauptstadt vieles nach La Paz abgewandert ist: Einen Erzbischof gibt es dort noch.
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    Matthias Hornberger

    solo para las comadres - nur für Waschweiber. Die haben ernsthaft Altweiberfastnacht? Reisen bildet.

    2/9/18Reply
    Frank Püttbach

    Koloniale Pracht und Reallife-Elektroinstallation: Schon gesehen, den Kontrast!

    2/10/18Reply
     
  • Day110

    Sucre - Die überraschende Hauptstadt

    February 24, 2019 in Bolivia

    Erst wenige Tage vor unserer Ankunft haben wir überraschend erfahren, dass Sucre die Hauptstadt Boliviens ist - und nicht wie gedacht La Paz. Zwar ist dort der Regierungssitz, trotzdem ist Sucre nach langem hin und her, bis zu kriegerischen Auseinandersetzungen, nun ofiziell gemäss Verfassung die Hauptstadt.
    Die Stadt überrascht durch ihre Schönheit. Weisse Häuser prägen das Stadtbild, viele gemütliche Restaurants und Kaffees versüssen den Aufenthalt. Ihren Reichtum verdankt die Stadt dem Cerro Rico von Potosi. Als der Berg den Leuten noch viel Reichtum bescherte, suchten diese einen besseren Ort um zu leben und wurden mit Sucre fündig. Es hat ein milderes Klima und ist mit ca 2500m einiges wärmer als das über 4000m hohe Potosi.
    Der Name Sucre stammt vom revolutionären Führer Antonio José de Sucre und nicht wie man denken könnte von Zucker auf französisch übersetzt
    Als Unterkunft erwartet uns ein altes Herrenhaus und wir erfreuen uns ab einem schönen Doppelzimmer mit einem schönen Innenhof. Nicht zum ersten Mal haben wir ein gewöhnungsbedürftiges Bad - die Dusche besteht aus einer Brause und einem Drehkopf, Vorhang oder einen Rand gibt es nicht - sprich der ganze Badzimmer-Boden ist pflotschnass. Dafür kann man gleichzeitig Zähne putzen oder das WC nutzen;-)
    Wir werden freudig von Helen und Felix empfangen, ein sympathisches schwedisches Paar, welches wir im Hostel in San Pedro de Atacama kennengelernt haben. Sie waren bereits in La Paz, als sie feststellten, dass sie vergessen haben Sucre zu besuchen. Immerhin nur 10 Busstunden entfernt... auf dem Weg von La Paz nach Sucre merkten sie plötzlich, dass ihre Pässe nicht mitgekommen sind, die warten noch im Hotel Safe... Zwei wirklich amüsante Zeitgenossen:-)
    Nach der ersten Nacht entdecke ich drei Stiche am Nacken - alle beieinander. Dani entdeckt drei an seinem Arm und an seiner Stirn sind 4 rote Punkte zu sehen. Alarmstufe rot - wir befürchten das Schlimmste. Sogleich informieren wir eine Mitarbeiterin über unseren Wanzen Verdacht. Wie wir später erfahren haben sie anschliessend unser ganzes Zimmer auseinander genommen und das Bett neu angezogen und so wie es scheint erfolgreich, es kommen keine weiteren dazu.
    Nebst einer "Walking" Tour, auf der wir viel Spannendes über Sucre erfahren haben, buchen wir erstmals eine Pub Crawl Tour. Bei dieser Tour geht man von Bar zu Bar, erhält überall einen anderen Drink und lernt das Nachtleben kennen. Normalerweise bestehen solche Tours aus einem Guide und x ausländischen Touristen, die sich betrinken möchten - was eigentlich nicht unser Ding ist. Das Spezielle an unserer Tour ist, dass sie zum ersten Mal überhaupt stattfindet. Die Werbung scheint nicht so gut funktioniert zu haben und so sind die beiden Schweden und wir zuerst die einzigen Teilnehmer, später kommt noch ein Spanisch-Bolivianisches Paar dazu. Aber das Tolle ist, dass 7 Einheimische dabei sind und zwar alles Guides dieser Agentur, welche die erste Pub Crawl Tour nicht verpassen möchten. So haben wir jede Menge Spass, sie alle erzählen stolz, wo sie in Ihrer Jugend illegal getrunken haben (in Bolivien ist Trinken auf der Strasse illegal) und organisieren uns jede Menge Drinks. Das Gute ist, dass die Tour bereits um 8 Uhr begonnen hat und um 12/1h fertig ist und nicht wie in anderen Städten erst um Mitternacht beginnt.
    Was nicht so Spass macht, ist dann das Aufstehen am nächsten Morgen. Zum Glück haben wir kein grosses Programm und so gibt es einen Faulenz Tag.
    Dafür sind wir am Sonntag wieder voller Tatendrang und es wartet eine tolle Überrachung auf uns - Carneval! Um 10 Uhr morgens sind die Strassenrände bereits gefüllt mit Schaulustigen, etwa 30 Minuten später beginnt die Parade, die bis am Nachmittag dauern wird. Bunte Farben, prachtvolle Kleider, stimmungsvolle Musik, lachende Gesichter - ein Gaumenschmaus für die Augen! In den Lücken der aufeinanderfolgenden Gruppen wird die Strasse zu einer Schaum-Spray-Schlacht der Kinder. Auch wir werden nicht verschont und kriegen ein paar weisse Schaumflecken.
    Nach einer guten Stunde steht unser nächster Programpunkt an - Dinosaurierspuren! Hier sollte die grösste Sammlung der Welt sein! (Völlig überflüssig) ausgerüstet mit Helmen nähern wir uns mit etwa 30 Gleichgesinnten der berühmten Wand mit den Spuren. Man sieht die Fussabdrücke gut, trotzdem haut es uns irgendwie nicht um. Faszinierend ist jedoch der Gedanke, wie unglaublich alt die sein müssen und wie sie entstanden sind und gefunden wurden, schliesslich gehen die Spuren senkrecht die Wand hinauf. Unser Guide klärt auf: Früher war dort ein See mit viel Schlamm. Durch die speziellen Mineralien wurden diese Abdrücke versteinert. Als die tektonischen Platen aufeinandergestossen sind, erhebte sich die ganze Ebene zu einem Berg. Wegen einem Erdbeben vor ca 50 Jahren hat sich eine Zementfirma dort installiert und begonnen, den Berg abzubauen für Zement. Irgendwann stiessen sie auf schlechte Mineralien für Zement und haben den Abbau gestoppt. Durch Wind und Regen wurden die Dinosaurier Spuren plötzlich sichtbar und so nahm das Ganze seinen Lauf. Purer Zufall also diese ganze Entdeckung.
    Wir runden unseren Aufenthalt in Sucre mit dem Besuch der Wasserfontäne ab. Ein wunderschönes Schauspiel zwischen Musik, Farben und Wasser begeistert unsere Sinne und lässt uns fast die Zeit vergessen.
    Wir schaffen es noch pünktlich vor 21 Uhr ans Busterminal, wo unser Bus uns über Nacht nach Cochabamba bringen wird.
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    Brynn

    Von Bar zu Bar und jedes Mal ein Drink 🍸 hicks 🙈🤪

    2/28/19Reply
    Rosmarie Huber

    Habt ihr nicht schon mal Wanzen gehabt? Bin auch überrascht, dass nicht La Paz die Hauptstadt ist. Ja du siehst ich lerne viel bei deinen Berichten. Toll.

    3/1/19Reply
    Margrit Camenzind

    Wieder habt Ihr erlebnisreiche Tage voll mit interessanten Touren verbracht. Super! 😊😘

    3/1/19Reply
    9 more comments
     

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Casa de la Libertad