Bolivia
Nevado Huayna Potosí

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24 travelers at this place:

  • Day71

    Huayna Potosi

    April 20, 2018 in Bolivia ⋅ ☀️ 11 °C

    Junge junge. Was sind Grenzen? Als Mensch der daran glaubt das Grenzen nur im Kopf bestehen musst mal wieder getestet werden wie weit man gehen kann. 6088 Meter im Umland von La Paz besteigen. Gar kein Problem, man muss nur an sich glauben. Fix Ausrüstung geliehen und ein Guide angeheuert und los geht es für drei Tage ins Hochgebirge.

    Der erste Tag war super entspannt. Es wurde auf einem Gletscher mit Steigeisen trainiert und zum Abschluss Eisklettern probiert. Ansich geht es vor allem um die Aklimatisation an die Höhe.

    Zweiter Tag: Entspannt mit der Ausrüstung in gemütlichen 2 1/2 Stunden Richtung Basecamp laufen. Hierbei wird zum ersten mal Schwindelfreiheit erforderlich. Was manche Kletterpassagen mit 20 kg Gepäck gar nicht so einfach machen. Es gibt früh Abendessen um am nächsten Morgen den Sonnenaufgang erleben zu können. Problem ist nur an Schlaf ist nicht zu denken auf über 5000 Meter. Das Herz pumpt auf einem ungesund hohem Ruhepuls und die Lunge beginnt sich bemerkbar zu machen.

    Dritter Tag: Es geht los um 1 Uhr in der Nacht. Es ist überraschend Warm wenn auch die Ausrüstung die Körpertemperatur hochtreibt. In Seilschaften zu drei Leuten, immer 2 Touris mit einem Guide geht es langsam den Berg hoch. Das Gredo lautet langsam langsam. Einfach irgend wie den Berg hoch. Es ist für jeden Anstrengend. Probleme kommen erstmals bei 5600 Meter auf als eine Lawine neben uns den Berg abgeht. Unglaubliche Kulisse mit den Sternenhimmel über uns. In der Ferne sind die Lichter von El Alto zu sehen. ( Oberstadt von La Paz) Nach einem doch recht anstrengenden Kletterpart kommt auch noch Wind auf und es wird schnell sehr kalt. Pausen bringen praktisch keinerlei Regeneration mehr mit sich aber was will man machen. Gedanken ans Aufgeben werden verdrängt. Die ersten Umkehrer kommen uns entgegen. Nach 5800 Metern brennt die Lunge nur noch. Muskeln werden kaum beansprucht man kriecht förmlich den Berg hoch. Das Herz schlägt bis zum Hals und die Füße spürt man kaum noch. Aufgeben heißt die ganze Truppe muss wieder runter. Es wird nur noch von Schritt zu Schritt gedacht. Der Gipfel immernoch in weiter ferne. Für die letzten 100 Höhenmeter vor der eigentlichen Kletterei sind gefühlt Tage nötig. Die Zeit dehnt sich ins Unendliche. Die letzten Meter gehen direkt auf dem Kamm des Berges lang. Mal wieder super Training gegen Höhenangst doch dann ist es geschaft. Pünktlich zum Sonnenaufgang sind wir auf dem Gipfel und genießen den Ausblick vom kleinen Dach der Welt. Für die Einheimischen sind die Berge Götter! Für uns ist es wohl einer der schönsten Ausblicke aller Zeiten.
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  • Day38

    Huayna Potosi Tag 2: Verdientes Essen

    May 8, 2016 in Bolivia ⋅ ☀️ 9 °C

    Wir erwarten einen aufregenden Tag. Das war ironisch gemeint. Für uns ganz ungewohnt, und besonders ungewöhnlich, wenn man in den Bergen ist, gibt es erst um acht Uhr Frühstück. So kann kein aufregender Tag beginnen. Wir sind verwundert, vertrauen aber voll auf die Planung vom Hugo, denn er hat uns ja gestern schon so gut zum Low Camp gebracht. Das war auch ironisch gemeint.

    Um halb elf soll ein Fotoshooting sein. Also Zeit, um Fotos zu machen. Wir sind pünktlich dort, aber irgendwie war das von den Guides so gemeint, dass alle Teilnehmer der Bergtour draußen rumeiern dürfen und halt Fotos machen. Macht aber keiner. Ich erkenne mit meinem Verstand, der trotz der Höhe wie gewohnt messerscharf ist und einwandfrei funktioniert (auch das war ironisch gemeint): Ein Fotoshooting ohne Leute mit Kameras ist gar kein Fotoshooting. Es ist eher wie folgende Situation: Treffen sich zwei und einer kommt nicht.

    Ein Höhepunkt jagt den nächsten: Um halb zwölf gibt es Mittagessen. Wir haben an diesem Tag noch absolut nichts getan. Mein Vater würde fragen: "Bub, hast du dir heute schon etwas verdient?" Und ich müsste mit traurigen Augen antworten: "Nein, Vater." Wir wissen aber, dass es nach dem Essen endlich zum High Camp, unserem einzigen Halt auf dem Weg zum Gipfel des Huayna Potosí, geht. Deswegen stärken wir uns indem wir so viel essen wie halt reingeht. Ich kann an dieser Stelle nicht sagen, dass es angenehm ist. Ich fühle mich am Ende des Essens wie eine Mastgans. In Zukunft höre ich auf meinen Vater, und werde mir noch essen, wenn ich es mir verdient habe. Außer, wenn meine Mutter gekocht hat. Denn das schmeckt immer so gut! Dennoch werde ich in Zukunft wohl etwas abnehmen.

    Dann, um halb eins, geht es endlich los zum High Camp. Wir lassen noch etwas Gepäck im Low Camp und beginnen den Aufstieg von 550 Höhenmetern. Was sich jetzt nicht nach viel anhört, sollte uns dennoch zweieinhalb Stunden kosten. Ausgestattet mit Eispickeln, die auch als Gehhilfen benutzt werden können, Skateboardhelmen, Skihosen, Steigeisen die was taugen, und unseren eigenen guten Klamotten machen wir uns auf den Weg. Endlich verdienen wir uns etwas zu essen. Vater, kann man sich Essen auch im Nachhinein verdienen?

    Der Weg schlängelt sich zunächst recht gemütlich den Berg hinauf, wird jedoch bald deutlich steiler. Auf etwa der Hälfte kommt sogar eine seilversicherte Stelle. Ist für uns aber voll der Kindergarten, da wir alle mehr oder weniger klettersteigerfahren sind. Ich würde schätzen, dass es Schwierigkeitsgrad A ist. Also für alle Menschen, die des aufrechten Ganges mächtig sind, durchaus machbar. Aber wir spüren die Höhe. Es hat zwar keiner Symptome der Höhenkrankheit, aber selbst die Nichtraucher Schnauben wie Walrösser. Sie sehen aber besser aus als letztere Tiere. Die Raucher auch. Wir bleiben des aufrechten Ganges mächtig.

    Ohne Gletscherberührung kommen wir am High Camp auf 5300 Metern an. Das High Camp sind drei Hütten aus Blech, die innen mit Styropor isoliert sind. Es gibt auch Toiletten. Diese sind aber Gestelle, die dazu dienen, sein Geschäft in einen Müllsack zu verrichten. Um die Gestelle ist auch jeweils ein metallener Sichtschutz, der wohl dazu dient, dass die Bergführer nicht erkennen, wer da in die Müllsäcke macht, und den jeweiligen Klienten zum Abtransport der eigenen Hinterlassenschaften nötigen. Wir wollen keinen Bergführer dazu nötigen, unsere Hinterlassenschaften ins Tal zu tragen. Selbst wollen wir das aber auch nicht tun. Deswegen, und wegen der besseren Aussicht, wählen wir die umliegende Natur.

    Das High Camp liegt direkt am Gletscher und uns bieten sich grandiose Aussichten. Ein paar Wolken unter uns machen das ganze perfekt. Mysteriös kleiden sich die umliegenden Berge in ein samtenes Gewand aus Wolken.

    Wir sind doch ein bisschen geschafft. Deswegen breiten wir schnell unsere Schlafsäcke im Matratzenlager aus und bereiten unsere Rucksäcke für den morgigen Gipfelsturm. Das ist recht einfach. In unseren Rucksäcken befinden sich lediglich Sonnenbrillen und Sonnencreme, sowie Cola und Wasser. Alle Kleidung planen wir zu anzuziehen, und alle Ausrüstungsgegenstände auch.

    Endlich haben wir uns Essen verdient. Wir bekommen ein fürstliches Mahl von unseren Bergführern. Sie zaubern ein Menü in zwei Gängen und kredenzen leckere Suppe, die uns echt gut tut, und Nudeln mit Würstchen. Wir hauen rein, schon wieder so viel wir können, um gut auf den morgigen Tag vorbereiten zu sein. Ob wir uns das mag der Völlerei am Mittag verdient haben, ist unklar. Aber bekanntlich, das sagt auch mein wissenschaftlicher Verstand, macht Aufessen gutes Wetter. Und das können wir morgen gut gebrauchen.

    Nach dem Essen ein weiteres Highlight: Schlafen! Pünktlich um sechs Uhr abends schicken uns die Bergführer ins Bett. Allerdings haben irgendwie alle Teilnehmer ganz kleine Blasen oder vergessen, vorm Bettchen noch aufs Töpfchen zu gehen. So steht etwa alle halben Stunden irgendwer auf und macht neben das Camp. Ich selbst darf das in Unterhosen und T-Shirt erleben. Es ist wärmer, als ich dachte. Das ständige Aufgestehe und die frühe Uhrzeit wirken sich negativ auf unser Schlafpensum aus. Diejenigen, die mehr als zwei Stunden Schlaf bekommen, können sich zu den Ausgeschlafenen zählen. Denn pünktlich zur Geisterstunde heißt es wieder aufstehen, um sich mehr Essen zu verdienen. Vielleicht springt morgen ja sogar eine Leberkässemmel raus? Davon träume ich süß, aber mit scharfem Senf.
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  • Day39

    Huayna Potosi Tag 3: Gipfelglück

    May 9, 2016 in Bolivia ⋅ 🌬 8 °C

    Um 12 Uhr hieß es aufstehen...Nachts! Zu einer Zeit da normale Leute sich Richtung Bett begeben, ziehen wir uns eilig unsere Kleidung für den Gipfeltag an. Dies ist grundsätzlich jegliches warmes Kleidungsstück übereinander bis wir alle wie Michelin-Männchen aussehen. Nach 30 Minuten gibt es ein schnelles Frühstück bestehend aus einer trockenen Semmel und Punacap, unserem liebgewonnenen Medikament gegen Höhenkrankheit. So haben wir auch noch Zeit 5l Cola durch mehrfaches umschütten gleich zu verteilen und zudem die Kohlensäure daraus zu entfernen. Toll. Mit Steigeisen in der linken Hand, Pickel in der rechten Hand, Stirnlampe auf dem Kopf und einem Rucksack mit ca. 2 Liter Flüssigkeit auf dem Rücken ging es dann pünktlich um 1 Uhr in völliger Dunkelheit aber nicht zu eisigen Temperaturen los...10 Schritte weit, denn dann war der Gletscher schon erreicht und es wurden die Steigeisen angezogen. Zudem bauten unsere Guides, Patricio und Mario, unsere 3er Seilschaften Team Marlboro (Patricio, Jule, Basti) und Team Vamos-a-la-playa (Mario, Annabelle, Chris).

    Mit langsamen und kleinen Schritten und einer Pause alle 20 Minuten, in der getrunken und/oder Schokolade verschlungen wurde, lief es am Anfang recht geschmeidig. Die ersten Hindernisse, 2 Gletscherspalten, wurden je nach Körpergröße mit einem großen Schritt übergangen oder übersprungen. Nach ca. 1 Stunde kam dann die technische Schlüsselstelle: eine fast senkrechte Eisflanke. Durch geübten Einsatz der Eispickel (siehe Tag 1) sowie Trittstufen der vorherigen Bergsteiger gelang die Überwindung aber fast mühelos. Diese ersten 2 Stunden Aufstieg waren noch recht gut zu bewältigen. So können wir auch den Ausblick auf das beleuchtete El Alto genießen und einem donnerndern Lawinenabgang in einiger Entfernung lauschen.

    Aber mit zunehmender Höhe wurde jeder Schritt anstrengender und jeder Anstieg zu einer größeren Herausforderung. Dadurch nahm auch die Häufigkeit der Pausen stark zu. Dies war vor allem bedingt durch unsere Ladies, deren konstantes Husten die sonst ruhige Bergnacht durchdrang. Durch die zunehmende Kälte war auch unser gesamtes Wasser gefroren. Glücklicherweise motivierten die tollen Guides uns immer wieder durch Höhen- und Restlaufzeitangaben unsere Grenzen (der Ladies) noch etwas weiter zu überschreiten. Und wenn das nicht half, appellierten Basti und Chris an den starken Ehrgeiz von Jule und Annabelle. Der letzte steile und lange Anstieg war dann nach Annabelle: "Pickel ins Eis hauen, zweimal sehr schnell atmen, ein Fuß hoch, zweimal sehr schnell atmen, zweiten Fuß hoch, zweimal atmen. Nach 10 Schritten Pause von 30 Sekunden." ein Schritt-zweimal atmen-Schritt mit einer kurzen Pause alle 10 Schritte. Aber auch dieses finale Hindernis zum Gipfel wurde überwunden...von uns allen. Wir kamen, kämpften und sahen gegen 7 Uhr einen tollen Sonnenaufgang über den Wolken. Wir beglückwünschten uns und unsere Guides mit einem glückseligen "Berg heil", Basti schloss Jule in die Arme und auch Annabelle und Chris gaben sich eine "geschafft"-Faust. Toll!

    Nach den obligatorischen Fotos ging es dann nach ca. 45 Minuten zügig bergab, da es doch recht kalt am Gipfel wurde. Der Weg nach unten war nicht zu vergleichen mit den Strapazen in der Nacht. Durch die geringere Anstrengung und den zunehmenden Luftdruck wurden vorher unüberwindbar scheinende Flanken zu einem entspannten Spaziergang. Dies war auch dem präzisen und sicheren Gehen mit den Steigeisen zu verdanken. So erreichen wir gegen 9 Uhr das Hochcamp von den wir 8 Stunden vorher gestartet waren. Leider gab es hier kein 2. Frühstück und so schauten wir, das wir fix unsere Sachen, die nicht mit am Gipfel waren, z. B. die Schlafsäcke, zusammen packten, damit wir zügig zum Base Camp absteigen konnten. Dieser 2 Stunden dauernde Haatsch strapazierte nochmals arg unsere Nerven, da wir nun schon über 10 Stunden unterwegs waren. Und als ob das nicht genug ist, brach Annabelle kurz vor dem Base Camp (tatsächlich 10 Meter und 5 Stufen) zusammen, da ihr schwarz vor Augen wegen Unterzuckerung wurde: Sie hatte beim Aufstieg nur wenig essen können, da ihr vor Anstrengung immer schlecht war und auch danach war ihr mehr nach etwas salzigen, was aber nicht aufzutreiben war. Glücklicherweise war es aber nicht so ernst und ein Dextro richtete sie schnell wieder auf. Das Mittagessen im Base Camp füllte die leeren Reserven dann wieder auf, so dass wir alle wieder halbwegs fit waren.

    Nach dem Mittag verabschiedeten wir uns von unseren Guides und fuhren zurück nach La Paz. Glücklicherweise war Hugo mit seinem Jeep nicht angereist, sondern ein Minibus stand bereit. Trotz der vergleichsweise geringen Beinfreiheit war die Fahrt eine Entspannungskur im Gegensatz zu Hugos Kamikaze-Hinfahrt (siehe Tag 1). Nachdem wir gegen 3 Uhr La Paz erreichten und schnell in unser bekanntes Hostel einzogen, gingen wir erstmal zu Bett. Die Strapazen des Tages forderten ihren Tribut und jeder musste erstmal etwas Schlaf nachholen. Beschränkt erfrischt ließen wir dann den Abend bei etwas Bier ausklingen und die unvergessliche Tour Revue passieren.
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  • Day70

    Huayna Potosi

    November 15, 2016 in Bolivia ⋅ ⛅ 13 °C

    Start um 00:30. Ich hatte gerade erst meine Mondmission des Anziehens beendet, da hieß es noch fünf Minuten und los geht's. Also Bundeswehrfrühstück. Rein, rein, rein, trinken und hau weg die Scheiße.
    Und so fing es an, einfach Plastikstiefel an und vorbei an der Toilette und los. Is nich cool in denen Dingern zu laufen, aber schon nach 20 Minuten zogen wir die Steigeisen an und dann gings weiter auf dem Gletscher. War viel besser.
    Aber eines war komisch. Es war richtig hell, ich hab die Stirnlampe kaum gebraucht. Achso, is ja Vollmond. Und keine Wolken! Also schonmal eine Stunde keinen Schnee und Regen!
    Und mit meinen Seilparntern hatte ich auch eine gute Wahl getroffen. Ismail war als Guide rücksichtsvoll bei der Geschwindigkeit und Maike ging in ihrem langsamen Tempo, so konnte ich nicht Rennen, ungeduldig wie ich sonst bin. Und sie hatten gewarnt, es sind sechs Stunden bis zum Gipfel, also einfach 1,2 und Eisaxt ins Eis. Und nochmal.

    So gingen wir ziemlich zügig hoch, wir konnten sogar mit Jef und dem Iren mithalten. Aber bei etwa 5500 m musste ich stoppen. Ich war weder außer Atem oder Kopfweh, noch hatte ich Schmerzen. Ich konnte in meinem Rücken einfach ganz El Alto sehen. Diese riesige Stadt, ganz klein und so weit unten.
    Nach drei Stunden des Atmens, "1 und 2 und Eisaxt" und ein paar Späßen meinerseits, erreichten wir fast den Gipfel. Da war nur noch ein kleines Hindernis, die letzten 80 m muss man Klettern. Durch ein Gebiet, das nur zum Teil mit Eis bedeckt war, also können Steine und Zeug jederzeit runter kommen. Das bedeutet dann keine Pause, kein Stehen bleiben, einfach gehen...oder halt Klettern. Es war...einfach geil, ich bin durchgedreht und eonfach geklettert, geklettert und hoch. Maikes Muskeln waren schon fast am Ende und Ismail dachte jetzt is er komplett verrückt. Aber das wars Wert, fünf Stunden. Eine weniger als geplant und nach Jef und dem Iren Dritter und Vierter. Und dann kam auch schon der Sonnenaufgang um die Ecke.

    Runter kommen war dann ein bisschen schwierig, wie immer, wer klettert schon gerne mit dem Arsch zuerst. Und dann fingen auch die Knie an weh zu tun, Maikes Muskeln waren so gut wie tot, aber wir mussten uns sputen. Nach dem Sonnenaufgang is so ein Gletscher kein cooler Ort. Also war das weniger cool, aber was solls. Auch dann wiederum mit allem Gepäck runter zum ersten Camp, egal. Einzig interessant war das viele beim Weg runter Kopfschmerzen bekamen. Aber sowas geht nach einem guten Schlaf Weg...also gute Nacht.

    Start at 00:30. I just was finishing my moon mission to get into all that clothing when they said five minutes and then we start. Ok, so military breakfast. Eat, drink, eat, drink, drink, eat...
    And so it started, just get outside walk along the toilet and go for it, in your plastic boots. Not really appreciating to walk in them, but after 20 minutes we got the crampons on and started to walk on the glacier's tongue. That was much better.
    But one thing was strange, it was so bright I nearly didn't need my headlight. Full moon! And no cloud, so no rain for the next one hour!
    And I did a good choice with my waking partners, Ismail the guide was at first really considerate and Maike was going in her slow step so I couldn't rush up as I'm always to inpatient at first. And they said it will be six hours to get up. So just 1,2 and pick the axe in the ground. Repeat.

    With this we made our way pretty fast up, so fast that we could cope with Jef and the Irish guy. At 5500 or something I had to stop. Neither because of breathing or headache, nor of pain. I just realized that I could see the whole of El Alto in the night. It's a huge city but on this mountain it looked so little, all the way down on the earth.
    After another two or three hours of walking and some Jokes from my side we nearly reached the summit, bit there was one stumbling block in our way, the last 80 m you had to climb, really climb, with rock and ice. This site was not really covered with ice, so everything can come down. That means no pause, no stop. Just go...it was so fun! I was going complete mental just climbing and climbing, Maike was nearly at the end of her muscle power and Ismail thought I was crazy. But it was worth it, made it in 5 hours. Jef and the Irish were just ahead of us and so we made it, so third and fourth, watching the sunrise.

    Down the way was, as always a bit difficult, the knees were hurting and Maikes muscles were doing nothing more. But we had to hurry up, ice is not good when it's warm. So this part was less fun. But fuck it. Also afterwards walking with all the stuff down to the first camp. An interesting thing was that with the way down, the people got a bit of altitude sickness. It was just getting better with sleep...so good night.
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  • Day24

    Huayna Potosi 2

    October 18, 2018 in Bolivia ⋅ ⛅ 6 °C

    Heute Nacht wirds ernst. Um halb 1 geht es los, 833 Höhenmeter zur Spitze, über Eis und durch Schnee, um den Sonnenaufgang zu sehen. Das High Camp, in dem wir sind, liegt auf 5200m; dort sind wir heute mit samt unser Ausrüstung hingewandert. Das war richtig anstrengend, wir sind im Schneckentempo gegangen (haben 3h gebraucht), aber schneller hätte ich das nicht geschafft. Das Atmen fällt viel schwerer und ich war öfter einfach aus der Piste und musste kurz halten. Der Rucksack war auch viel schwerer als unten und ich bin sehr froh, dass ich einen habe, der richtig sitzt. Trotzdem war ich eine der schnelleren, was ich mir nie hätte träumen lassen, nachdem ich als Jugendliche so Probleme mit der Höhe hatte. Überhaupt auf so einer Höhe zu sein und das durchzuziehen. Beim Wandern daheim haben mich Nonno und Laurin mit ihrem Gerede vom richtigen Mindset genervt, aber sie haben Recht, das ist das Wichtigste. Deshalb ist der Zusamnenhalt und die gegenseitige Unterstützung in der Gruppe auch sehr wichtig und tut gut.
    Angekommen hatte ich starke Kopfschmerzen, die durch den Mittagsschlaf nur schlimmer wurden. Habe sogar Ibuprofen genommen, ich hoffe, das wird morgen nicht schlimmer. 800 Höhenmeter sind auf dieser Höhe viel mehr, als auf 2000m Höhe. Das Wetter ist hier auch völlig unberechenbar und wechselt sehr schnell von Schnee und Wolken zu klarem Himmel.
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  • Day23

    Huayna Potosi Tag 1

    October 17, 2018 in Bolivia ⋅ ⛅ 7 °C

    Morgens ging's mit Manuel (einer von den Männern aus Südtirol, die ich am Salkanaty-Trek kennen gelernt hab, den die Erfahrung, dass der gar nicht so schwer war, genauso wir mich angestachtelt hat, was noch Höheres zu probieren -trotzdem habe ich mir das lange überlegt, weil es wirklich hoch ist und meine Knie nach Machu Picchu gut weh getan haben) zum Equipment anprobieren uns dann sie bisher kurvigste Strecke (das erste Mal, dass mir richtig übel geworden ist) von La Paz zum Base Camp auf 4700m. Von dort gab es eine kleine Wanderung zum Gletscher, um den Umgang mit den Steigeisen etc. zu üben. Es gab auch die Möglichkeit, an zwei Stellen eisklettern. Ich hab beides gemacht und es hat echt Spaß gemacht. Ist nochmal was ganz anderes als normales Klettern; anstrengender und das Eis fühlt sich ganz anders als eine Felswand an. Die Höhe hat die ganze Sache auch nochmal anstrengender gemacht, aber es ist wahrscheinlich ein gutes Training für die nächsten zwei Tage. An der Stelle kam ich mir in den Eiswänden vor, wie in einer anderen Welt mit den bizarren Formen und dem kleinem See, in dem sich alles klar spiegelt. Da die Gruppe nur aus 10 Menschen besteht (mit allen möglichen Nationalitäten - von südkoreanische bis Polnisch - witzigerweise sind zufällig aus sie zwei fahrradfahrenden Spanierinnen vom Salkantay-Trek dabei), konnte ich die Natur und zumindest ein bisschen Ruhe genießen. La Paz ist nämlich auch wieder riesig und unübersichtlich - zwar interessant, da es über Berge verteilt ist und Gondeln als Transportmittel verwendet werden - aber mir ist das zu viel, ich werde danach schauen, dass ich weiterkomme.Read more

  • Day25

    Huayna Potosi Tag 3

    October 19, 2018 in Bolivia ⋅ 🌧 4 °C

    Bis es um 12 nachts losging hatte ich wieder so gut wie nicht geschlafen. Es war saukalt und hat geblitzt und war stockdunkel (eigentlich eine ziemlich respekteinflößende, raue Atmosphäre; passend zur Besteigung eines so hohen Bergs). Das war nochmal ein ganz anderes Level an Vertrauen, das man seinem Guide entgegen bringen musste. Wir wurden je nach Geschwindigkeit in 2er oder 3er-Gruppen den Guides zugeordnet und mit einem Seil über das Klettergeschirr verbunden. Wir starteten am High Camp auf 5200m und es sollte bis auf 6088m zur Spitze hochgehen, um auf La Paz und den Titicacasee im Sonnenaufgang herunter schauen zu können. Sofern es aufhört zu schneien (Spoiler: hat es erst, als ich wieder im High Camp war, deshalb gibt es auch keine Fotos). Ich war in einer der schnelleren Gruppen und trotzdem haben wir für 100 Höhenmeter durch steile Schnee- und Eisfelder 45min gebraucht. Gut, dass es dunkel war, seitlich ging es zum Teil sehr steil runter. Ich hab schon am Anfang gemerkt, dass ich nicht so fit bin, aber wer ist das schon um die Uhrzeit auf der Höhe? Leider ist das immer schlimmer geworden und ich habe mich die letzten 2 Stunden des Aufstiegs nur gequält. Bis ich dann 100 Höhenmeter vor der Spitze angefangen habe, mich zu übergeben und einfach überhaupt keine Kraft hatte. So extrem hab ich das noch nie erlebt, dass ich weder noch meinen Kopf noch mein Körper zum Weitermachen überreden konnte. Und so kurz vorm Ziel aufgegeben habe. Aber es ging wirklich gar nichts mehr. Im Nachhinein verstehe ich immernoch nicht, warum ich mich nicht für den Rest zusammenreißen konnte. Zum Glück waren genügend Guides da, so dass ich mit einem zurück ins High Camp gehen konnte, ohne, dass der Rest der Gruppe mitmusste.
    Immerhin hatten es 8 von 11 Personen aus unser Gruppe geschafft und sich durchgekämpft. Respekt!
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You might also know this place by the following names:

Nevado Huayna Potosí, Nevado Huayna Potosi

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