Brazil
Rio Grande do Sul

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Most traveled places in Rio Grande do Sul:

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14 travelers at this place:

  • Day38

    Für alle die gut reingerutscht und nicht ausgerutscht sind, ein frohes Neues! Auf dass jeder nicht nur irgendwelche Vorsätze in sein Sektglas gemurmelt hat und am Ende des Jahres feststellt es doch nicht getan zu haben, sondern tatsächlich machen wird.
    Hierzu kann ich nur das Video von Julia Engelmann, One day, bei YouTube sehr empfehlen!
    Wir wünschen euch allen, dass ihr Freude in Aktion erlebt, Liebe teilt und immer optimistisch bleibt. Und um neue Wege entstehen zu lassen müssen wir sie auch gehen, also traut euch und nehmt uns zur Not als Vorreiter. Shalom.

    Wir haben übrigens Silvester im Regen tanzend mit Asado, live Musik und netten Leuten verbracht. Das Feuerwerk ist hier eher ein Witz, dafür sind am nächsten Tag die Straßen sauber 😅

    [....] Angekommen in Punta del Diablo, war es gar nicht so leicht mit den Unterkünften. Wir haben zwar ein cooles Hostel, Dank der Argentinier die uns fuhren, gefunden, Wahnsin wie viel Zeit sie in uns investierten, ohne Gegenleistung, Jedoch hatte das Hostel nur für 2 Tage noch Platz.
    Was man wissen muss, da hier nun Neujahr ist und die Saison in Südamerika richtig beginnt, haben viele zur Zeit Urlaub. Folglich sind fast alle Unterkünfte ausgebucht oder zu teuer. Macht das Spontanreisen zum echten Abenteuer. So weiß man manchmal nachts noch nicht wo man schlafen soll. Wir haben die Challenge aber ohne weitere Recherchen angenommen und ließen uns von den Ereignissen leiten und vertrauten auf Fortuna, die hier immer einspringt, wenn man ihr Vertrauen schenkt ^^
    Es sah nämlich so aus als müssten wir Silvester und ein paar weitere Tage im Freien schlafen.
    Doch das tolle an Hostels ist, wenn man sich mit den Leuten unterhält , erfährt man Sachen die in keinem Reiseführer stehen.
    So wurde uns eine private Unterkunft empfohlen, in der wir dann auch blieben. Dazu gleich mehr.

    Punta del Diablo (Teufelsspitze) hat seinen Namen, wegen der Küstenformation die einem Dreizack ähnelt. Es ist ein Dorf, welches nur 2 Monate im Jahr existiert, da es außerhalb vom Sommer zu kalt ist.
    Claro,...dass es dann jetzt überfüllt ist.
    Sehr viele junge Leute, hauptsächlich Argentinier, coole Hostels, wunderschöne Cabañas, viele Bars und Strände und der schönste Strand Uruguays nur ein paar Minuten fußläufig von uns, den man mit tollen Dünenspaziergängen erreichen kann, gibt es hier.
    Es ist wirklich Wahnsinn, so gut wie jeder Zweite hat eine Gitarre dabei und kann singen bzw hat eine Liedchen auf den Lippen. Also gibt es regelmäßig und überall irgendwelche kleinen Ständchen, was sehr zu unserem Benefit ist, denn wir genießen die improvisierten Einlagen der Leute hier sehr. Da schwingt man gleich mit im Rhythms.

    Die Vorbereitungen auf Silvester fangen an. Alle sind am rumwuseln, besonders unser Host Federico. Ein sehr sympathischer Kerl, der in der Nebensaison Grafikdesigner und Künstler ist. Wir durften seine Kunstwerke sehen und waren schwer beeindruckt. Jedenfalls wie der Zufall so wollte, da ich ihn anquatschte, sind wir für seine Silvestereinkäufe mit nach Chui gefahren. Eine Stadt bzw eine Straße die Brasilien und Uruguay trennt und man brauch keine Passkontrolle. Es ist nur eine Stadt zum steuerfreien Einkaufen und Geldabheben. Steuerfrei für alle außer Uruguayer. Die Schlangen an der Bank ist ewig lang, da es der einzige Geldautomat weit und breit ist, der auch Geld hat. Also ca. In 100 km Umkreis.
    Wir sind primär zum Geldwechseln gekommen, sonst sähe es schlecht aus in unserer Urlaubskasse.
    Jedoch funktioniert der Automat nur für Visa. Somit hatte Simone leider kein Glück mit ihrer MasterCard.
    Sollte man auch im Hinterkopf haben, wenn man kommen mag. Viel Bargeld, besonders Dollar und Visa brauch man hier. MC ist eher ungeeignet. Was würdet ihr tun, wenn's Geld ausgeht und keine Bank was auszahlen kann?? Ich denke da bleibt einem nix anderes übrig als zu vertrauen., dass von irgendwo ein Lichtleim kommt. Western Union ist keine Option.

    Chui ist keine wirkliche Stadt, eher eine Shoppingmeile. Es geht dort vor Silvester wild zu. Jedenfalls war es eine interessante Erfahrung mit Locals durch die Stadt zu ziehen, die einem immer wieder Sachen beibringen, die man nicht erwartet hätte.
    Zum Beispiel gibt es hier eine Tankstelle, bei der der Tankwart einem während des Tankens Espressi serviert. Wär doch in Deutschland ne Überlegung wert.
    Ich muss übrigens etwas ergänzen zu den Supermärkten aus dem letzten Bericht. Die Leute kaufen in der Regel auch wenig ein, da viele Selbstversorger sind und nur das Nötigste brauchen oder frische Ware bevorzugen. Dazu kommt, dass es in Uruguay keine Lebensmittelindustrie gibt, was die meisten Produkte leider auch teuer macht.
    Dennoch ich lerne mich ganz neu in Geduld oder in Betrachtung der Dinge kennen. Denn ein Supermarktschwätzchen an der Kasse, kann schon mal ne Viertelstunde in Anspruch nehmen. Das kann man nur akzeptieren, oder soll man sich lieber ärgern ?
    Wir machen's nun lieber gerne mit als uns zu ärgern.

    Hauptsache wir waren wieder liquide und konnten weiter machen. Also zurück nach Punta del Diablo, wo ich uns nun die Unterkunft bei Miguel und seiner Frau klar gemacht habe.
    Es war eine etwas besondere Bleibe. Miguel ist 82 und seine Frau auch in etwa 80. Doch die Frau ist leider schwer krank. Bi Polarität und Alzheimer setzen ein.
    Beide waren sehr nett, doch die Frau war etwas abwesend.
    Miguel konnte hervorragend Englisch und war sein Leben lang Symphonyorchesterspieler und reiste viel. Ein liebevoller und gebildeter Mann.
    Seine Frau war Brasilianerin. Bzw sie hatte deutsche Eltern, Juden, die im Krieg flohen und sich in Brasilien anpassen mussten. Sprache, Religion, Geld.. Denn ihre Familie war eigentlich reich. Ihnen gehörten mehrere Museen und Kunstwerke. Jedenfalls schien seine Frau Irene etwas benommen, doch als ich mit ihr deutsch sprach, kam sie etwas aus sich raus. Nach dem was ich Miguel danach erzählte was ich herausfand, war er total erstaunt. Unsere Vermutungen überschnitten sich. Es liegt scheinbar eine schwere Identitätskrise bei der Frau vor, welche die Krankheiten hervorruft. Sicherlich, ich bin kein Arzt, aber es ist unser beider Gefühl gewesen. Denn die Informationen über ihre Familie erhielt ich erst viel später. Sie schien ihre Krankheit in deutsch besser beschreiben zu können als in Spanisch.obwohl sie Jahre lang kein deutsch sprach. Sie durfte irgendwie nie sein wer sie war und war wuch nie gut genug für sich oder andere... Vielleicht gibt es noch Hoffnung für sie. Miguel war über den kurzen Lichtblick bei seiner Frau jedenfalls sehr froh.
    Möchte hier nicht weiter ins Detail gehen.
    Miguel ist ein Mann der über die weltpolitischen und geistigen Themen scheinbar gut aufgeklärt zu sein scheint, obwohl er praktisch hinterm Mond lebt.
    Und er erzählte mir neben privaten Sachen, auch ein paar Sachen über Uruguay die ich gerne teile, da ich es interessant fand.
    Uruguay ist sehr linkspolitisch aufgestellt und es regiert seit 15 Jahren die gleiche Regierung. Der ehemalige Präsident wird für seine Taten noch immer sehr geschätzt, welcher nur ein gewöhnlicher Mann ist, der Käfer fährt und seinen Garten pflegt. Somit auch näher an den Menschen ist. Er tat viel gutes fürs Volk.
    Man sagt in Uruguay sei die Regierung die am wenigsten korrupte Regierung der Welt. Elektrizität und Telefon sind in privater Hand. Das heißt an den Stellen gehorcht die Regierung den Lobbysten. ansonsten tritt sie sehr zum Wohle des Volkes ein. Miguel zahlte nie in eine Rentenkasse oder ähnliches ein, bekommt, aber durch die Steuern ca. $2000 Rente. Hier muss niemand leiden sagt er. Alle haben genug fürs Nötigste. Es steht auch jedem frei in ein privates Krankenhaus zu gehen, selbst wenn er nicht versichert ist.
    Die Steuergelder werden hier für das genutzt, wofür man sie nutzen sollte. Vorbildlich. Doch dafür sind die Steuern mit 22% auf alles auch etwas höher.
    Was ich sehr schön fand, Miguel meinte die Menschen leben hier keinen Kaufrausch. Man kauft sich einmal etwas und pflegt es bis zum Tod. So sind die Autos hier teilweise noch aus den 30er .Pfannen, Möbel ect... Man geht eben liebevoll mit den Sachen um. Und hier wird nur an heute gedacht. Was morgen ist, sehen wir morgen. Auch eine Einstellung die ich persönlich aus anderen Ländern kenne und mir auf Reisen gut gefällt.
    Der Präsident meinte öffentlich scheinbar mal, sein Volk sei arbeitsfaul. Aber das war keine Aufforderung. Eher nur ein Fakt. Die Mehrheit auf dem Land ist arbeitslos und lebt von kleinen Hilfen der Nachbarn. Einer repariert dir das Dach und der andere schneidet dir den Rasen. So ungefähr. Ohne Ausbildung, ohne Stundenlohn.
    Und da es hier keine Frisöre gibt, hat Simone kurzer Hand Miguel und ein paar Andern noch die Haare geschnitten. Kleiner unfreiwilliger Nebenverdienst. ;)
    Jetzt kaufen wir noch eine Ukkulele und dann darf Simone das Geld ankarren. Spaß ^^ Miguel sagte, Simone soll ihn nicht zu schön machen, sonst würde Gott beleidigt sein. Nebenbei, die Leute hier sind so gut wie nicht religiös in Uruguay.
    Ebenso witzig finden wir es, dass selbst wenn Miguel weg ist, irgendwelcher Besuch permanent unangemeldet plötzlich vor der Tür steht und entweder wartet oder sich mit der Haushälterin unterhält und Tee trinkt. Sitzen eure Freunde Zuhause auf der Couch und unterhalten sich unangemeldet mit eurem Nachbarn bei euch im Wohnzimmer, während ihr arbeiten seid ? Einfach cool, überall die offenen Türen und blindes Vertrauen. Finde ich irgendwie in beruhigend in einer solchen Nachbarschaft aufgehoben zu sein und man kann sich auch ne Scheibe von abschneiden.
    Miguel sagte uns zum Beispiel auch, dass das Wasser aus dem Meer mit dem Leitungswasser verdünnt exakt die gleiche Molekarstruktur von Natrium, Calium ect enthält, wie der menschliche Körper und dass dies dann sehr gesund sei. Dann sind wir dem Meer ja gar nicht so verschieden.^^ wer kann die Geschichte zu Ende erzählen ?

    Und wer weiß woher der Name Gringo kommt ?
    Ich wusste es nicht....

    Von der Armee, green go. So haben die Südamerika die Amerika verscheuchen wollen.

    Jedenfalls wurden wir dort sehr liebevoll behandelt und sie waren wirklich traurig als wir gingen.

    Aber Brasilien rief. Eine Tour nach Pelotas die uns fast den ganzen Tag kostete. Nachts um 11 angekommen und wieder keine Unterkunft.... Aber Fortuna war da und wir fanden ein schönes verfügbares Hostel. Ich war so froh, endlich ein Bett zu haben. Am Tag vorher sind wir von einer Hängematte gekracht und es hat mich etwas erwischt. Arme, Hüfte, Kopf und vor allem heiß, kalt Wechsel und Übelkeit kamen dazu. Aber alles wieder gut. In Zukunft teste ich die Dinger besser im Vorfeld.
    In Pelotas gibt's nicht viel zu erzählen, nicht wirklich sehenswerte Stadt.
    Die Gegebenheiten hier in Brasilien wiederum sind erzählenswert.
    So haben wir bis jetzt erfahren, dass es in der 400k. Einwohner Stadt grade mal 5 Polizeiautos existieren. Vor zwei Jahren, gab es deshalb noch eine hohe Kriminalitätsrate, die hat sich aber in zwischen um 40% gebessert hat.
    Zu dem gibt man hier kein Trinkgeld. Der Taxifahrer war total überrascht als ich ihm Welches gab. Auch die Lieferanten bekommen kein Trinkgeld. Wir geben dennoch etwas.
    Eher fragen sie, wie viel Geld man hat bzw wie viel Wechselgeld sie mitnehmen sollen. Man weiß nie wo die Jungs liefern müssen und manchmal werden sie eben ausgeraubt.

    Ebenso fragten wir, ob man das Leitungswasser hier trinken kann. Einige bestätigten dies,Andere sagten wir sollten Wurmtabletten nehmen. Na toll... nagut wir werden Letzteres sicherheitshalber wohl machen und künftig auf Leitungswasser verzichten.

    Da Pelotas nicht sonderlich sehenswert ist und wir gerne mal wieder länger an einem Ort wären, sind wir jetzt ins schöne Maquiné gefahren. Mitten im Dschungel, Wasserfälle und Flüsse in denen man schwimmen kann, saftig grüne Berge um einen herum und sehr ländlich. Ach ja, neuerdings haben wir neue Freunde im Wald. Es gibt auch Wildkatze wie Puma oder Jaguars hier. Aber ich denke wir werden sie nicht besuchen ^^ wir hatten heute schon unsere Begegnung mit einer Vogelspinne und ein paar größeren Echsen. Faultiere, Affen, Orchideen, Seerosen, Mangrooven, Eukalyptus... gibt es hier alles. ist eben das artenreichste Land der Welt.
    So Mitten in der Natur wird der Fluss mit frischesten Bergquellwasser auch zum Waschen oder Trinken von uns genutzt. Aber wenn man zur falschen Zeit geht, können Bremsen auf einen warten. 😣
    Auf dem Weg zum Wasserfall Cascata de Forqueta, muss man mehrere Male die Schuhe ausziehen und durch Bachabschnitte laufen, Schmetterlingangriffen weichen oder über Steine klettern und man kommt sich etwas wie Jumanji oder Moglie vor. Man riecht den Regenwald förmlich. Und das Ergebnis lohnt sich. Fotos sind der Beweis. ;)

    Auf dem langen Weg hierher jedenfalls , kann ich nur sagen, haben die Brasilianer eine 1A Gastfreundschaft unter Beweis gestellt.
    Ich möchte gar nicht alle Ereignisse nennen, aber das Letzte war schon sehr nett.
    Wir sind zu früh aus dem Reisebus ausgestiegen und waren mitten in der Pampa etwas verloren. Also stellten wir uns auf die Straße und hielten den Daumen raus. Uns blieb nicht viel mehr übrig.
    Einige Autos später hielten Ailton und Rosani und ihr übergewichtiger Dackel an. Sie nahmen uns mit in Richtung Barra d. Ouro. Dort hatten sie ihr Wochenendhaus mit riesen Garten, Hühnern, Pool, zwei Wohnzimmer, 4 Schlafzimmer ect... jedenfalls haben wir Essen, eine Dusche und eine Nacht in ihrem Haus bekommen und wurden am nächsten Tag noch zu unserer Unterkunft gebracht.
    Ihr könnt euch vorstellen wie schwer die Unterhaltung auf portugiesisch war ?! 😅 Aber das macht nichts. Googleübersetzer half etwas und die Wärme von ihnen kam auch so an.
    Wie viele nehmen schon Fremde mit und bieten all dies einfach so an ??? Und als wir gegangen sind haben wir noch sämtliche Utensilien zugesteckt bekommen, damit es uns auch nicht schlecht geht auf der Weiterreise. Denn jede neue Unterkunft bringt die gleichen Probleme mit sich. Ständig verlegt man was, vergisst man was oder findet etwas erst 1-2 Unterkünfte später wieder.
    Da gibt es noch Optimierungsbedarf. ^^

    Parallel zu Brasilien habe ich im workaway bereits eine Reitrange in Peru gefunden, zu der wir kommen dürfen. Worauf wir uns schon freuen. Wird aber noch etwas dauern. Mal sehen, es gab noch weitere Angebote über workaway, könnte noch spannend werden. Südamerika hat >2500 Angebote online.
    Da geht was ;) abwarten....

    Also haltet die Ohren steif und bis bald ihr Lümmel und Lümmelinen.

    Kurz an meine Familie gerichtet:
    Ohne Nonna wären die meisten von uns nicht hier. Ich bin ihr dankbar für diesen Fakt.
    Und dankbar für die Liebe die sie uns immer bedingungslos schenkte und für die Menschen die sie hervorbrachte. In meinem Herzen wird sie immer weiterleben.
    Riposa in pace. Ti amo per sempre Nonna
    Ciuri ciuri
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  • Day47

    Rio Grande, Brasilien

    February 28, 2017 in Brazil

    Rio Grande ist unser erster Hafen in Brasilien. Da heute der letzte Karneval Tag ist, und die Stadt komplett leer sein soll, alle Geschäfte geschlossen sind und auch für die Sicherheit nicht garantiert werden kann, legen wir hier nur einen technischen Stopp ein, um die Einreiseformalitäten nach Brasilien zu erledigen. Wir bleiben an Bord und haben ein volles Programm an Aktivitäten hier, zum Beispiel auch eine Gaucho-Show am Pooldeck. Abends ist BBQ am Pooldeck angesagt: die Köche, das Service Personal und die Musiker tun alles, um uns einen wunderbaren Abend in lauer Brise zu gestalten.Read more

  • Day98

    Süd-Brasilien

    May 7 in Brazil

    Eigentlich wollten wir weit in den Norden Brasiliens reisen um den Nationalpark "Chapada Diamantina" zu erwandern. Dann haben wir heraus gefunden, dass dieser wieder so ein teurer Nationalpark ist, wo nur geführte Touren angeboten und wegen Überfällen auf Touristen auch empfohlen werden - da hatten wir dann doch keine Lust mehr. Und nur wegen Rio und Sao Paulo 1000 km im Bus sitzen? Och nö! Wir haben uns also entschieden einigen in Buenos Aires erhaltenen Empfehlungen einer Brasilianerin für den Süden zu folgen und dann Richtung Westen (endlich wieder in die von Philipp ersehnten Berge) zu fahren.
    Mit dem Nachtbus ging es also nach Porto Alegre und in unsere zweite Couchsurfing-Unterkunft bei Gisele. Mit ihr waren wir auf dem Biowochenmarkt, in ihrer Lieblingsbäckerei, in einer Bar im Studentenviertel und sind mit den Fahrrädern zum Museum für moderne Kunst geradelt. Da habe ich erst gemerkt, dass ich das Radfahren vermisse - die Laune stieg um 150%.

    Von Porto Alegre aus haben wir dann noch vier Tage einen Mietwagen genommen und sind über Nuevo Hamburgo in die alpenähnlichen Örtchen Canela und Gramado gefahren, haben Wasserfälle und einen Wahnsinns-Canyon angeschaut und hatten auf einmal schon alle Empfehlungen abgearbeitet und noch zwei Tage mit dem Auto übrig. Also sind wir spontan an die brasilianische Küste gefahren, wo der Strand so schön sein soll. Geschlafen haben wir eh im Auto, wo es steht, sollte wurscht sein. Aber es wurde sogar besser als die Nächte davor! Wir haben wie so oft bisher unwissentlich die Nebensaison erwischt und hatten zwei Tage lang Parkplatz und Strand fast vollkommen für uns - herrlich! Die herumliegenden Autoscheiben auf dem Parkplatz waren uns allerdings nicht ganz geheuer und so gab es zu Gunsten der Autobewachung keinen gemeinsamen Strandspaziergang.
    Nach einer sehr entspannten Rückfahrt durch die herrlich grünen Hügel Südbrasiliens sind wir in den Nachtbus nach Foz do Iguaçu gehopst. Der Rest Brasiliens wird eine andere Reise.
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  • Day38

    Sao Vendelino: Zuhause in Brasilien

    November 7, 2016 in Brazil

    Gestern Mittag bin ich in Porto Alegre gelandet und wurde von Angela schon mit offenen Armen empfangen. Wir sind dann als erstes in ein Restaurant Churrasco essen gegangen. Dabei gehen die Kellner immer mit verschiedenen Fleisch am Spieß zu den Tischen und schneiden ein Stück davon ab. Es war wirklich sehr fein auch wenn es teils sehr schnell ging und mein Teller voll war. Das hat mich ein bisschen überfordert, da ich ja auch alles probieren wollte. Aber ich weiß ganz ehrlich nicht genau was für Fleisch ich jetzt alles gegessen habe, aber es war lecker. Natürlich habe ich dazu auch ganz klassisch einen Caipirinha getrunken, da wäre ich auch nicht drum herum gekommen. Danach sind wir dann vollgefressen nach Sao Vendelino gefahren, was auf deutsch St. Wendel heißt und auch unsere Partnerstadt ist. Das heißt Zuhause in Brasilien. Ich find es auch immer noch witzig das man mich hier mit meinem saarländisch besser versteht als wenn ich hochdeutsch oder englisch rede. Also ganz wie dahemm. Den Abend haben wir dann noch zusammen gesessen in großer Runde sektchje, Caipirinha und Bier getrunken und natürlich auch wieder ein paar Häppchen gegessen. Anschließend bin ich dann bereits von den Mücken verstochen ins Bett gefallen.Read more

  • Day39

    Vale dos Vinhedos, Brasilien

    November 8, 2016 in Brazil

    Heute haben wir einen Ausflug in die italienische Region von Brasilien gemacht und dort haben dort in einen sehr teuer wirkenden Hotel ein Eis gegessen, da das eigentliche Café in das wir gehen wollten leider geschlossen war. Leider brauchte der Kellner sehr lange um unser Eis zuzubereiten,sodass wir uns irgendwann fragten ob er es erst noch herstellen musste. Wir hatten wirklich sehr viel Spaß an diesem Tag und ich bin froh das ihr mit mir diesen Ausflug gemacht habt. Danach haben wir noch ein kleines Fotoshooting in Sao Vendelino gemacht und ich hatte ein Interview über meinen Job als Erzieherin und meine Reise und komme jetzt hier in die Zeitung. Wuhu voll spannend. Ich bin mal gespannt....Read more

  • Day45

    Der letzte Tag in Sao vendelino

    November 14, 2016 in Brazil

    Heute sind wir zuerst hoch auf einen Berg gefahren. Von dort aus hatte man einen wunderbaren Blick auf Sao Vendelino. Die Aussicht war wirklich beeindruckend. Anschließend sind wir in einen kleinen Ort was essen gegangen. Dort wurde ich direkt gefragt ob ich das Mädchen aus der Zeitung bin. Vielleicht werde ich ja noch berühmt:) Danach sind wir noch in den Parque Salto Ventoso. Dort gibt es einen sehr schönen Wasserfall unter dem ein Steg durchführt. An den Felswänden kann man sogar klettern. Was dort auch einige Kletterer gemacht haben. Ich war schon ein bisschen neidisch. So gerne hätte ich mitgemacht... aber da muss ich noch ein bisschen warten. Der Wasserfall auf jeden Fall war wirklich sehr beeindruckend und der ganze Park ist wirklich sehr schön. Abends sind wir dann noch auf das Konzert des Orchesters gegangen und danach hieß es auch schon wieder Abschied nehmen. Was mir wirklich sehr schwer gefallen ist, weil alle so unglaublich herzlich und lieb zu mir waren. Es war wirklich wie heim kommen. Und wirklich süß fand ich, dass mich alle wie ein Teil der Familie behandelt haben. Angelas Mama meinte sogar ich wäre für sie wie eines ihrer Enkelkinder. Ich kann mich bei euch allen nur von ganzen Herzen für wirklich alles bedanken. Ihr seid wunderbar. Am Abend sind wir dann schon nach Porto Allegre gefahren.Read more

  • Day29

    porto alegre

    May 14, 2017 in Brazil

    Day three
    The conference.

    We were asked to be in the lobby of the hotel by 7:45 to get the mini bus to the conference venue. By 8:15 we were all herded on to it and we made the journey to the private university in about 20 minutes.
    The university was opposite a school and I was surprised to see a guard on the gates at the entrance to the school.
    Although it was technically the easter holiday the university was still thronged with students. We had been assigned a young man called Clairton to help us organise Paul's talk on the technical side. He explained that easter monday was not officially a holiday although Friday would be a public holiday.
    Paul was anxious to get to know how the technology was to be organised so we went into their palatial staff room and uploaded his talk onto a computer there.
    At the appointed time, everyone settled into the room and the conference began.
    Two hours of portuguese introduction and speeches without a working translation head-set was somewhat tedious, but as there was supposed to be a coffee break at 10:30 we stuck it out.
    As time went by it became clear that this interval was not going to happen.
    Finally after listening to a talk (in English) by Mike from Bristol, we snuck out to use the loo and find Clairton to get Paul's talk set up in the mission control at the back of the auditorium.
    Clairton reassured Paul as did the technicians there and we were first in the queue for a meal in the student canteen for lunch.
    It was noisy and full of people so we didn't linger. Paul was first on after lunch. He asked for the monitor to be moved on the stage as it was not in the right place to be seen by the speaker. He was due on at 2 pm.
    His talk was brilliant and well received, he appeared relaxed and in control, but the technology involved in the point and click mechanism for changing slides seemed to be sporadically faulty and it became clear as the day progressed that this would be an issue for all the speakers.
    After Paul, a Japanese Brazilian gave a talk about wild animals and pain, he was helping very elderly lions and other damaged creatures with nerve blocks and surgery.
    He spoke of animals having "souls" and was extremely dedicated to their recovery, such that he felt he had to intervene if at all possible which seemed to me to be debatable in some cases where the animal was nearly moribund with old age symptoms.
    After him was another Brazilian talking about the ethics of pain relief in farm animals or production animals as he liked to allude to them. This was interesting because in contrast to the previous speaker he had a pragmatic approach to the welfare of animals on the one hand and their commercial use on the other.
    After an interval with a one press coffee machine and some ropy biscuits as the only refreshment, there was a round table discussion with Professor Paul having many questions asked of him.
    I was amused by a young girl who had asked to have a photo taken with Professor Paul during the interval and was sure one of the questions was from her.
    The final speaker was a young man who was trying to sort out the stray dog population around a university campus nearby. We returned to the hotel by 7 pm. A long day and with no water for the delegates at all. The human welfare at the Animal welfare conference was decidedly lacking. We had a beer with a few of the speakers, and then had supper on our own and an early night.
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  • Day29

    Porto Alegre

    May 14, 2017 in Brazil

    Day 4 - second visit to Botanical Gardens.
    It was a beautiful dawn. We breakfasted and were in a taxi by eight.The taxi driver was Marcel - he was the product of an Italian father and German mother - not unusual in this part of Brazil as there is a huge immigrant population from both of these parts of Europe,
    He drove us to the botanical gardens while giving us his life story and his ambition to go to London to live later this year.
    We were dropped off and had a thoroughly lovely day with the birds, mostly on our own as the school party only ventured to the obvious places and there were some photography students on an assignment who were respectful of the place and of us..
    After a morning of quiet enjoyment and photography we went to the "snack bar" for lunch. We had some fish with rice and beans. Very tasty. When we went to pay for it, we were informed that it was the worker's canteen and therefore all free. Later we paid for an ice cream there as were feeling guilty.
    We whats apped Marcel when we were ready to be picked up and he brought us back to the hotel via a pharmacy for some face wipes. He took us back via his Dad's house and we met his Dad. He and his family (extended) all lived in what I took to be a very middle class area away from the favelas in the city and they all lived in the same street.
    We got back to the hotel and processed photos, later we dined with two other vets who didn't want to go to the gaucho restaurant tourist trap with the rest of the speakers.
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  • Day95

    Chuy

    April 8 in Brazil

    Spent 6 hours in Chuy, and that was more than enough. The boarder town is popular for tax-free shopping.

    1,5 hour too late the bus to Florianopolis arrived at the boarder, and I was so ready to enter it and get some sleep. Hanging out in Chuy us definitely not a exciting experience.

You might also know this place by the following names:

Rio Grande do Sul, RS, Río Grande del Sur

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