Cambodia
Phum Ti Muoy

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  • Day187

    Phnom Penh - Kambodschas Hauptstadt

    March 7 in Cambodia ⋅ ☀️ 33 °C

    Unser zweiter Stopp in Kambodscha führt uns nach Phnom Penh, wo ich es endlich geschafft habe meine Mavic Mini zu kaufen. Die Drohne haben wir bei einem deutschen Travellerpärchen in Vietnam kennen gelernt und waren super begeistert von den Aufnahmen. Leider war sie in Vietnam überall ausverkauft, aber hier in Phnom Penh konnte ich einen Laden ausfindig machen und sie ziemlich günstig erwerben :) Die ersten Versuche liefen schon ganz gut, nur leider musste ich feststellen, dass es doch relativ viele Drohnenverbotszonen gibt, was das Üben etwas schwer gemacht hat. Ich freue mich aber schon riesig in Ankor Wat die ersten richtigen Aufnahmen zu machen und mit euch zu teilen 😃!
    Aber zurück zu Phnom Penh: Nirgendwo sonst nimmt man das Gefälle zwischen Arm und Reich so stark war, wie in dieser Metropole. Hier existieren Leute die nicht mehr besitzen als ihren mobilen Straßenstand, gleich neben einer Mercedes Maybach S-Klasse oder einem Rolls Royce. Außerdem sieht man hier erstaunlich viele umzäunte und mit Stacheldraht abgesicherte Wohngebäude - Ein großer Kontrast zu der Weite und dem Freiraum auf dem Land in Kampot.
    Hier besichtigten wir den Königspalast und die S21 Völkermordsgedenkstätte. Im S21, einem ehemaligen Gefängnis, in dem die Roten Khmer Geständnisse erzwangen, wird einem eindrucksvoll über einen Audioguide, die düstere Vergangenheit Kambodschas nahe gebracht. Denn vor gar nicht mal so langer Zeit, von 1975-1979, fand in Kambodscha ein Völkermord statt der jeden vierten Kambodschaner das Leben kostete. Als die Roten Khmer an die Macht kamen, wurden sie zunächst von der Bevölkerung unterstützt - Ihr Ziel: Soziale und finanzielle Gleichberechtigung für alle. Jeder solle gleich viel (wohl eher wenig) besitzen und Kambodscha sollte ein unabhängiger Bauernstaat werden, der sich isoliert von der Welt selbst versorgt. Mit anderen Worten: Die Ablehnung jeglichen Fortschritts, um das Land wieder ins Mittelalter zu katapultieren! Jeder der gläubig oder gebildet war, galt als Feind der Revolution und wurde umgebracht. Als Indizien galten das Tragen von Brillen oder weiche Hände. Natürlich bekam jeder der Verdächtigen einen "fairen" Prozess - In Gefängnissen wie dem S21 wurden die Insassen teilweise bis zu dreimal täglich gefoltert, bis sie falsche Geständnisse abgaben, woraufhin dann die Hinrichtung auf einem der Killingfields erfolgte. Aus Angst vor der Rache der Familienmitglieder wurde die nächste Verwandtschaft, sprich auch Kinder und Babys, ebenfalls hingerichtet - Das wurde dann als die "Auslöschung des Feindes bezeichnet". Allein in S21 wurden ca. 20.000 Menschen verhört und hingerichtet. Aber auch Hunger war zu dieser Zeit eine weitverbreitete Todesursache, denn die Bevölkerung wurde gezwungen, teilweise bis zu 19 Stunden am Tag auf dem Feld zu arbeiten. Zur Stärkung standen jedem Arbeiter zweimal am Tag eine Kelle Reissuppe zu, weshalb es in Kambodscha immer noch gang und gebe ist Insekten und auch Vogelspinnen zu Essen.
    Uns hat der Besuch dort gereicht und wir haben uns die Killingfields nicht noch angesehen. Was uns aber am meisten verstört hat, war die Tatsache, wie so etwas quasi unmittelbar nach dem zweiten Weltkrieg passieren konnte, ohne dass man davon wirklich viel mit bekommen hat?! Deshalb ist es super wichtig, sich jener Vergangenheit zu erinnern, um so etwas für die Zukunft zu vermeiden!
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  • Day32

    vielseitiges Kambodscha

    January 14 in Cambodia ⋅ ☀️ 31 °C

    Tempel von Angkor, turbulentes Siem Reap, verschlafenes Kampot, karibisches Koh Rong und die Grossstadt Phnom Penh.
    Unsere letzten Tage in Kambodscha verbrachten wir hier in der Grossstadt, einer eigentlich sehr übersichtlichen Grossstadt.
    Umso wichtiger ist es sich hier mit der Geschichte Kambodschas zu befassen.
    Also besichtigten wir das Folter-Gefängnis S21 und ein Killingfield der Roten Khmer. Unglaublich was sich in diesem Land vor so kurzer Zeit abgespielt hat.
    Kein Wunder hatten wir oft das Gefühl hier sei die Zeit stehen geblieben.
    Umso erstaunlicher wie grosszügig und zuvorkommend die Bewohner Kambodschas sind.
    Phnom Penh hat aber auch tolle Märkte. Hier bekommt man so ziemlich alles zu super Preisen..., wen man handelt!
    Auch wir haben bei einigen Dingen zugegriffen. Und wer kein Souvenir benötigt der kann sich eine Nudelsuppe, Grillspiesse, Frühlingsrollen oder weitere Köstlichkeiten für ein oder zwei Franken schmecken lassen.
    Zu guter letzt mussten wir noch etwas Wäsche waschen und Luca bekam einen neuen Haarschnitt für die Weiterreise verpasst.
    Schade dass wir Kambodscha bereits verlassen und weiter ziehen, aber der Bus ist gebucht und es geht weiter nach Vietnam.
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  • Day32

    Von Tempeln und Tümpeln

    October 27, 2019 in Cambodia ⋅ ⛅ 32 °C

    Über Phnon Penh hängt eine unerträgliche Dunstglocke. Anstrengende 36 Grad drücken mit aller Härte auf die Straßen. Kein Lüftchen. Kaum Schatten. Uff😓. Wir lassen es sehr langsam angehen.

    Eine Besichtigung des Königspalastes steht auf dem Programm. Ob das herrschaftliche Paar wohl heute zu Hause ist? Hmmmm... wir entdecken leider nur die majestätische Autoflotte. Dafür kann sich der Palast wirklich sehen lassen. Besonders als am Nachmittag erste Wolken aufziehen und die durchbrechenden Sonnenstrahlen die goldenen Dächer buchstäblich ins rechte Licht rücken.

    Und genau diese Wolken bringen auch spätabends die ersten Gewitter über das Land. Und was für welche. Blitze zucken. Wind fegt durch die Palmenblätter. Monsunregen prasselt lautstark auf die Markise unseres Homestays. Die Stromversorgung kapituliert.

    Am nächsten Tag zeigt sich das ganze Ausmaß. Unsere Weiterreise mit den Bus Richtung Süden führt über komplett überschwemmte Straßen. Ganze Dörfer werden zu riesigen Tümpeln. Erstaunlich wie gelassen und beharrlich die Kambodschaner dennoch ihrem Alltag nachgehen. Die Busfahrt war jedenfalls ein Erlebnis für sich.
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  • Day50

    Wir schwitzen tapfer weiter

    February 18 in Cambodia ⋅ ☀️ 33 °C

    Trotz der Hitze sind wir unermüdlich und erkunden die Stadt - wie gut, dass es hier in allen Ecken den ganzen Tag Getränke zu Happy Hour Preisen gibt, damit wir nicht dehydrieren 🍻

    Als erstes haben wir uns heute mal einen Kambodschanischen Tempel angesehen.
    Im Prinzip unterscheidet er sich nur wenig von den übrigen Tempeln in Südostasien, lediglich die Buddha-Statuen sind etwas sonderbar.

    Danach haben wir uns den Königspalast angesehen.
    Dieser wurde vor ~150 Jahren vom König "Baby Boom Boom, ByeBye" erbaut. Er verdiente sich seinen Spitznamen damit, dass er über 150 Frauen beglückte und über 100 Kinder zeugte. 👀
    Jedem das, was er am besten kann 😆

    Den Abend haben wir gemütlich bei einem Nachtmarkt (ein Glück gibt es die auch in Kambodscha) und kühlem Bier ausklingen lassen. 🍻🌙
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  • Day139

    Nächstes Land: Kambodscha!

    January 17 in Cambodia ⋅ ☀️ 32 °C

    Bevor es zum Bus ging, machten wir uns nochmals zum „Little Hanoi Egg Coffee“ zum Frühstück auf. Da es leider voll war, wurden wir zur zweiten Filiale geschickt und es war sogar noch besser, denn wir konnten mit einer schönen Aussicht unser extrem leckeres Frühstück genießen. Dann checkten wir aus und gingen zum Busbüro. Nach kurzer Wartezeit wurden wir mit einem Minivan abgeholt und zum Bus gebracht. Wir hatten den für 2 $ etwas teureren VIP Bus gebucht, was sich ausgezahlt hat, da wir sehr bequeme Sitze und eine kontinuierliche Fahrt ohne Stopps mit Paketen oder Aus- bzw. Zustiegen hatten. Der Grenzübertritt funktionierte ebenfalls ohne größere Probleme, auch wenn es uns ärgerte, dass wir am Ende den Grenzbeamten doch jeweils die üblichen 1$ „Bestechungsgeld“ gezahlt haben, weil die Busbegleiter uns dazu gedrängt haben. Wir wollten es eigentlich nicht, da es bisher auch ohne ging...
    Nach dem Grenzübertritt war der Stopp zum Mittagessen. Das Essen war gut, jedoch waren die Angestellten dort die unfreundlichsten Menschen, die wir bisher auf unserer Reise getroffen haben... wir sind also gespannt wie es weitergeht... 😉 (zumal wir schon verschiedene Geschichten zu Kambodscha gehört haben...)
    Der Tuk Tuk Fahrer in Phnom Penh war wirklich sehr nett, auch wenn er uns ein wenig über den Tisch gezogen hatte, weil wir ihm das doppelte als üblich gezahlt haben. Und im Hostel waren auf jeden Fall alle sehr nett und am Abend haben wir dort Westliches (Lasagne und Fish & Chips) gegessen und unser Freibier eingelöst und die Happy Hour für einen Cocktail genutzt. Aus Kostengründen hatten wir mal wieder einen Schlafsaal mit Kapseln gebucht. Und man muss schon sagen Menschen können schon wirklich laut und dumm sein... 🙄

    Zwar ist der Text schon wieder länger als geplant, aber hier muss jetzt auch noch eine Zusammenfassung zu Vietnam 🇻🇳 dazu... 😉
    Im Großen und Ganzen hat uns Vietnam sehr gut gefallen, aber es wird wohl nicht unser Lieblingsland werden. Vielleicht lag es auch am Wetter im Norden, aber in Vietnam war es bisher am ehesten zu spüren, dass man als Tourist immer eine Sonderrolle bekommt, und zwar dass man mehr zahlen muss. Auch waren die Verkäufer, Händler, usw. oft nicht so freundlich. Da merkt man wohl auch den chinesischen Einfluss bzw. den schon länger anhaltenden Massentourismus 😝 Aber im Gegensatz dazu haben wir in Vietnam in Hanoi, Phong Nha und Hoi An bisher die freundlichsten und nettesten Gastgeber gehabt.
    Das Essen in Vietnam war sehr lecker, es gab auch mehr zu entdecken als nur die in Deutschland bekannten Gerichte, insbesondere beim Streetfood. Aber trotzdem war uns hier am öftesten nach westlichem Essen, da das Essen doch zu wenig herzhaft für uns war und doch am Ende bissl eintönig wurde. Im Süden war so gut wie jedes Gericht mit Zucker gesüßt. Schade war auch, dass zu wenig bzw. kein Koriander verwendet wurde.
    Weiterhin ist uns aufgefallen, dass die Vietnamesen sehr traditionell sind, und insbesondere der Kult zur Verehrung der Vorfahren ist sehr groß, es wird ständig symbolisches Geld verbrannt. Dies soll den Verstorbenen im Jenseits zu Gute kommen.
    Gerne möchten wir nochmals kommen, um die Berglandschaft im Norden zu sehen, denn da lässt sich vermutlich das noch ursprünglichere Vietnam abseits vom Massentourismus entdecken.
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  • Day141

    Phnom Penh - Königspalast

    January 19 in Cambodia ⋅ ☀️ 31 °C

    Bevor wir Phnom Penh wieder verlassen haben, schauten wir uns noch den Königspalast an. Es war ganz schön anzuschauen, aber das war’s auch schon. Auf dem Weg durch die Stadt fiel uns auf, dass sich hier ebenfalls alles auf der Straße abspielt. So gibt es z.B. Friseure, Reparaturservices für Roller und anderes und natürlich Essen und Trinken. Darauf haben wir aber im Moment noch verzichtet weil Phnom Penh eine ziemlich dreckige und stinkige Stadt ist. Auf dem Weg durch die Stadt fällt einem schon extrem auf, dass es einen großen Unterschied zwischen arm und reich gibt. Es gibt Shoppingcenter und Kaffees mit teuren Produkten, aber wir haben auch noch nirgends so viele Menschen auf der Straße leben sehen. Es gibt sogar ganze Familien mit kleinen Kindern, die betteln oder Müll sammeln.
    Nach all diesem Anblick sind wir als „reiche Touristen“ zum Frühstück/Mittagessen bei einer Bäckerei aus Paris, namens Eric Kayser, gegangen. Es war gut, mal ein herzhaft belegtes Baguette zu essen. 😊

    Mittags sind wir dann zurück zum Hostel, um auf unseren Bus nach Kampot zu warten. Die Busfahrt war okay. Der Bus war zwar in Ordnung (der Stuhl wackelte ein wenig und fiel auch einfach nach hinten auf die Person hinter uns, als ich ihn verstellen wollte... das sah lustig aus), aber die Straße war überraschend schlecht. Teilweise gab es sogar nicht einmal Asphalt. Im Großen und Ganzen erinnert uns das Land ziemlich an Myanmar. Es ist sehr vermüllt und viele Menschen leben in einfachen Verhältnissen.
    Am Abend, endlich angekommen nach einer längeren Fahrt als angekündigt (wen wunderts 😝), blieben wir am Abend im Hostel und hatten dort ein leckeres kambodschanisches Essen und noch Bier und Cocktails. Dort haben wir uns auch mit 2 Deutschen unterhalten...
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  • Day183

    Phnom Penh - Angekommen in Kambodscha

    December 4, 2018 in Cambodia ⋅ ☀️ 30 °C

    We have arrived in Cambodia yesterday evening and explored the city today.

    Wir sind gestern Abend in Kambodscha angekommen und haben heute die Stadt entdeckt.
    Der erste Eindruck ist sehr positiv, allerdings ist es deutlich heißer als noch im Vietnam. Lustig ist hier vor allem das bezahlen: Mit dem Riel und dem US-Dollar gibt es hier zwei verschiedene Währungen mit denen man parallel bezahlen kann. Glatte Beträge werden in Dollar bezahlt und Cent-Beträge in Riel, so sind 3,50USD quasi 3 USD and 2000 Riel. Etwas kompliziert und unübersichtlich im Geldbeutel, aber wir werden uns wohl dran gewöhnen. Ausländer können übrigens ausschließlich USD an den Geldautomaten abheben.Read more

  • Day60

    Rundgang Phnom Penh

    December 9, 2018 in Cambodia ⋅ ⛅ 31 °C

    Bereits um 8 Uhr in der früh hat es über 30 Grad, drückend heiß, kein Wind, trotzdem hab ich mich auf die Suche nach dem Royal Palace gemacht. Lucky me, dass er nur zehn Minuten zu Fuß vom Hostel entfernt liegt 😊 doch noch ist kein Einlass, erst gegen 14 Uhr würden sich die Tore zum Palast öffnen. Also geht's auf einen Rundgang durch die geschäftigen Straßen, an der Uferpromenade des Tonle Sap Flusses, vorbei am buddhistischen Tempel Wat Ounalom und hinein in die Seitenstraße, hier finden sich viele günstige Hostels, Bars und kleine Restaurants.
    Um die Straßen zu überqueren, muss man höllisch aufpassen. Wozu es Zebrastreifen gibt, weiß ich nicht, angehalten wird hier nicht. Nach mehrmaligen Versuchen, die Straße zu überqueren, schaffe ich es unversehrt auf die Uferpromenade, wo ich mich in den Schatten unter eine Palme setzen möchte, noch hab ich zwei Stunden Zeit bis man den Palast betreten kann. Doch sobald ich mich setze, merke ich, dass meine Stoffhose am Stein schon fast klebt, schnell stehe ich auf und sehe um mich rum eine braune klebrige Masse 😑🙈 mit dem Wasser aus meiner Flasche, versuche ich die Flecken raus zu waschen... gelingt mir nicht so ganz... schaut nun aus, als ob ich nicht an mir halten konnte... Warum nochmal hab ich helle Sachen dabei?!? 14 Uhr, ich begebe mich zurück zum Palast. Kein Eintritt, für mich, weil ich kurze Hosen und ein Top an hab... nen Schal hab ich dabei, ob das okay ist... Für die Beine ja, aber nicht für die Schultern 😑 okay, dann zurück zum Hostel, blöd nur, dass alle anderen Sachen in der Wäsche sind. Verschieben wir den Palast eben auf morgen 😄🙈 zumindest habe ich nun aber einen kleinen Überblick über meine Umgebung
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  • Day41

    Gemischte Gefühle in Kambodscha

    February 17, 2019 in Cambodia ⋅ ⛅ 28 °C

    Hinreissend & Hässlich; Modern & Historisch; Freundlich & Unfreundlich; Kompetent & Unfähig; Reich & Arm; Gut & Böse - Kambodscha hat viele Gesichter und innerhalb von 10 Tagen durften wir in dieses Land der Unterschiede eintauchen.

    In Siem Reap haben wir zwei Ausflüge unternommen. Zuerst ging es nach Angkor. Auf einer Fläche von über 200 Quadratkilometer stehen mehr als 1000 Ruinen aus der Zeit des Khmer Königreichs Kambuja. Das Zentrum bildet dabei Angkor Wat - ein historischer Tempel, welcher zum einen mit seiner Grösse zu beeindrucken wusste aber zugleich von zahlreichen (ugh, chinesischen) Touristen überlaufen war, was dem ganzen ein wenig die Magie nahm. Am nächsten Tag gings dann zur Floating Village. Die Eingeborenen, welche da am Fluss leben, errichteten Ihre Häuser auf hohen Stelzen oder auch auf Booten, da der Wasserpegel je nach Zeitraum um bis zu 12 Meter variiert!
    Angedacht war dann eigentlich die Rückreise nach Bangkok aber nachdem wir Fotos vom Süden Kambodjas gesehen haben, wurde dies schnell verworfen.
    Das Ziel: Koh Rong. Verkehrsmittel: Schlafbus - Nach den guten erfahrungen mit dem Bus nach Siem Reap, dachten wir dies könnte nur mit einem Luxusbus mit Betten noch übertroffen werden... und hätten nicht falscher liegen können. Im wahrsten sinne des Wortes. Das Bett für 2 Personen war in einer Box mit kaputtem Vorhang. Masse: 180x80x80. Fahrzeit: 12 Stunden🙈
    Übermüdet in Sihanoukville angekommen stiess uns der Gestank der Stadt fast wieder zurück in den Bus😅 Glücklicherweise gings dann bald mit der Fähre weiter zu unserem eigentlichen Ziel, Koh Rong. Dort angekommen wurde uns dann aber sofort klar, dass sich die Strapazen mehr als gelohnt haben: Die Fähre hielt an einem kleinen Steg vor einem Fischerdorf mit schönem Strand und einigen Gaststätten und Bars - Gehts noch besser? JA! Mit einem kleinen Boot fuhren wir weiter auf die Südseite der Insel, wo uns ein kilometerlanger, weisser Sandstrand und klares, türkisfarbenes Meerwasser den Atem verschlagen hat. An dessen Ende lag ein kleines Dorf, in welchem ein rustikales Bungalow direkt am Strand auf uns gewartet hat. Einfach nur traumhaft!! Warmes Wasser und eine Mahlzeit nach 10 Uhr war an diesem abgeschiedenen Ort natürlich Fehlanzeige. Aber im Paradies lässts sich auch ohne das gut leben:) Die körperlichen Aktivitäten beschränkten sich auf schwimmen, bisschen Strand aufräumen, lesen, einen Krebs retten und ein kaltes Getränk in der Hand halten. Falls es nur einen Bankautomaten gehabt hätte, wären wir wohl jetzt noch da. Somit mussten wir dann aber leider nach 4 Tagen ausgiebigen Erholens wieder zurück aufs Festland. Und da ging das Abenteuer ÖV weiter... Die Fähre hatte 1.5 stunden verspätung; die Überfahrt dauerte 2h anstatt nur einer, da ein Motor ausgefallen ist; fuhr dann direkt in die Werft, von wo uns ein Bus abholen sollte - der kam natürlich nicht; mit dem Tuktuk zum Busterminal um den Minivan nach Phnom Penh nicht zu verpassen; Dieser war natürlich auch viel zu spät und schon voll; wir hatten zwar reservierte Sitzplätze, mussten uns jedoch selber darum kümmern, diese auch zu bekommen; ein Fahrer, welcher lieber telefonierte als zu Fahren... um 11 statt um 6 Uhr sind wir dann trotzdem mal in der Hauptstadt angekommen. Halleluja! Hier dann erst mal eine Nacht in einer wirklich günstigen Unkunft (3 Chf pro person), da wir keinen Platz mehr in unserer Gewünschten erhalten hatten um halb 12 nachts. Hat ihren Zweck aber total erfüllt und am nächsten Morgen fanden wir für die kommenden Nächte auch wieder Platz im gewünschten Hostel. Hier haben wir unsere lieben neuen Freunde (Jessie aus DE und ihr Freund Manolo aus Kolumbien, die wir in Siem Reap kennengelernt habeb) wieder getroffen.
    Der Tag darauf hatte es in sich. Auf dem Program stand die hässliche Geschichte von Kambodscha. Gerade mal 40 Jahre ist die Schreckensherrschaft der Roten Khmer her, währendder dies 3 Millionen resp. 1/3 der Bevölkerung ausgerottet hatten. Hierzu haben wir keine Fotos. Es schien uns beiden nicht ein passender Ort. Die Gefühle waren überwältigend... Auch heute scheinen die Spuren kaum verdeckbar zu sein. Die Bevölkerung, welche früher als fortschrittlich galt, ist heute hinter dem Standard Südostasiens. Vorwiegend hinter dem von Thailand. Rig, ursprünglich aus El Salvador, ist nach Pnomh Penh ausgewandert und hat uns nochmals haarstreubende geschichten über den aktuellen Stand Kambodschas erzählt. Beispielsweise die ungerechte Lohnverteilung. Der Durchschnittslohn liegt bei 100$. Er verdient als Englischlehrer 1400$. Seine weissen, ausländischen Kollegen 1700$. Der Schuldirektor, ein Khmer, wiederum nur 400$. Doch nicht nur Rassismus ist ein Problem. Auch Frauenfeidlichkeit, Homophobie (obwohl der herrschende Prinz anscheinendselbst schwul sein soll), korruption und kriminalität sind grosse probleme. Das Durchschnittsalter der Bevölkerung liegt bei 21 Jahren. Regimekritische Stimmen werden nicht geduldet. Wiederhandlung kann mit Gefängnis bestraft werden. Bis heute wurden die Regimeführer von damals erst zu spät, zu milde oder gar nicht bestraft. Erste Prozesse wurden Anfang des 21. Jahrhunderts durchgeführt (ca. 2005). Auch wenn Anfang der 90er Jahren das Thema bereits aufgegriffen wurde. In der Bevölkerung wird bis heute nicht wirklich über die Zeit gesprochen. Zum einen, da Folterer und Gefolterte heute scheinbar Tür an Tür leben und dies zu wissen will vermieden werden. Zum anderen ist vorallem die ältere Bevölkerung fast durchgehend traumatisiert und Vergessen durch Schweigen scheint der einzige Weg zu sein, da psychologische Unterstützung oft nicht verfügbar ist. Enttäuschend ist auch das Einwirkem der international Gemeinschaft, allen voran die Staaten. Die Staaten haben während dem Aufstieg der Roten Khmer Kambodscha aus Eigeninteresse mit mehr Bomben attakiert, als im gesammten zweiten Weltkrieg in Europa, wodurch die anschliessende Schreckensherrschaft durch Pol Pot erst entgültig ermöglicht wurde. Eingeschätzt wurde die dramatische Situation von niemandem richtig... Trotz allem scheint sich das Land gemächlich zu erholen, da vorwiegend die junge Generation einen aufgeschlosseren und fröhlichen Eindruck vermittelt. Aber nun genug zu Kambodscha. Unsere Weiterreise steht an.
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  • Day184

    12. Travelläum

    December 5, 2018 in Cambodia ⋅ 🌙 28 °C

    The next month of travelling is over and we spent it on our motorbike in the Vietnam. It was a lot of fun. Here are our highlights!

    Der nächste Monat ist schon wieder um und es ist Travelläums-Zeit. Im letzten Monat waren wir im Vietnam und blicken nochmal kurz zurück auf unsere Highlights!Read more

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