Chile
Calama

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Travelers at this place
  • Day78

    Kosten Chili

    February 27, 2019 in Chile ⋅ ⛅ 20 °C

    We hadden niet verwacht dat Chili zo duur zou zijn. Wel nog altijd goedkoper dan Europa of Nieuw-Zeeland, maar toch niet van de poes. Op de 77 dagen dat we hier waren, gaven we gemiddeld €96 per dag uit. Een stuk boven ons budget van €80 per dag.

    Door de diefstal van onze rugzak liepen onze kosten nog wat hoger op maar dat hebben we hier niet in rekening gebracht.

    Overnachtingen waren onze grootste kost. Hostels, hospedajes en cabañas kostten ons gemiddeld €30 per nacht. Meestal was dit voor een eenvoudige privékamer met gedeelde badkamer. We sliepen ook 10 nachten in onze tent, wat uiteraard een stuk goedkoper was. In Torres del Paine moesten we 1 nacht in een refuge boeken aangezien de camping al volzet was. €120 voor 2 bedden op een gedeelde kamer was het gevolg.

    Qua eten gaven we ongeveer €30 per dag uit. In Patagonië gingen we bijna elke dag 1 keer uit eten, behalve op onze trektochten. Hogerop probeerden we vaker zelf te koken in onze hostels. Winkelen in de supermarkt is een stuk goedkoper dan bij ons in België.

    We verplaatsten ons altijd met het openbaar vervoer, wat vrij goedkoop is. Meestal 1 à 2 euro per uur op de bus, soms iets meer.

    Het afhalen van cash is in Chili beperkt tot €260 per keer. Per afhaling betaal je €6 aan transactiekosten en daarbij komt nog eens €5 voor onze bank in België. In veel hotels, touragentschappen en kleinere restaurants kan je enkel cash betalen, of men rekent je extra aan als je met een kaart wil betalen. Doordat we zo lang in Chili bleven, zagen we uiteindelijk €250 in rook opgaan aan bankkosten.

    Activiteiten kosten veel geld, al proberen we steeds zoveel mogelijk zelf te doen. In Patagonië was vooral Torres del Paine heel duur qua inkom en vervoer. Verder waren mijn trailrun, onze raftingtour en onze 2-daagse in het termencomplex van Peumayen dure uitstappen.

    Een extraatje in vergelijking met andere landen, is dat we in Chili heel wat kleren kochten. Na 6 maanden reizen hadden de meeste kousen, broeken en onderbroeken het begeven. Daarnaast schaften we nog een camelbag en nieuwe trail- en sportschoenen aan. Dat kostte ons in totaal ongeveer €400.
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    Anne Cortvriend

    Had jullie al een tijdje niet meer gelezen, maar vermits het hier vandaag echte maartse buien met storm zijn , even de tijd genomen om wat bij te lezen. Ben vol bewondering voor al deze mooie beelden en verhalen. Had geen idee dat Chili zo een mooi land is.

    3/10/19Reply
    Anne Cortvriend

    Oeps , te snel afgedrukt. Ben ook blij dat alles in orde gekomen is na de diefstal. Versta Vé haar verdriet heel goed, ben ooit ook mijn portefeuille gepikt in Palma, en het zijn de persoonlijke dingen die het meest verdriet doen. Ben al curieus hoe het in Argentinie zal zijn. Grt

    3/10/19Reply
    Wereldbollie

    @Anne: ja Chili en Argentinië zijn zeker aanraders, de natuur is er geweldig! En de diefstal, tja, het blijft ambetant maar niks aan te doen... We bouwen verder aan nieuwe herinneringen!

    3/14/19Reply
     
  • Day63

    Das verflixte Federbein

    January 31, 2019 in Chile ⋅ 🌧 16 °C

    So ein Federbein hat zwei Aufgaben. Es muss federn aber auch dämpfen.
    Ein ungedämpftes Motorrad ist kaum zu fahren. Nach der Reparatur wurde das Einfedern wieder ganz gut gedämpft. Das Ausfedern wird zwischenzeitlich gar nicht mehr gedämpft. Das führt dazu dass das Hinterrad bei jeder Unebenheit zu hüpfen beginnt, dabei springt es leicht 10 cm hoch. Bei Bodenwellen wie Wellblechpisten lässt sich das Motorrad kaum noch kontrollieren, Schrittgeschwindigkeit ist angesagt. Gefährlich wird es in Kurven, weil das Hinterrad die Bodenhaftung verliert, nach außen wandert, was schnell zum Abstieg führt. Nur auf guten, ebenen Straßen lässt sich einigermaßen vernünftig fahren. Durch starke Bodenwellen, hier nichts ungewöhnliches, wird beim Ausfedern das Heck regelrecht nach oben katapultiert und lupft mich, wenn ich nicht rechtzeitig in die Rasten stehe aus dem Sitz.
    Seit gut 1600 km bin ich jetzt damit nicht immer vergnügungssteuerpflichtig unterwegs..

    Die Belastung vor allem der unteren Halterung des Federbeins ist dabei immens, was irgendwann zum Bruch des Bolzens führen würde. Der sitzt am Hinterachsgetriebe und eine Reparatur wäre auch in Südamerika wohl ausgeschlossen. Fahrtende.
    Normalerweise halten Federbeine lange, Defekte kündigen sich an. Die vielen hundert Pistenkilometer haben ihr wohl den Garaus gemacht.

    Ich hatte in den letzten Tagen überwiegend über WhatsApp, aber auch über Telefon und Mail Kontakt mit BMW, Touratech, Wilbers, chilenischen Motorradclubs, Motorradfahrer aus Südamerika die ich nicht persönlich kenne über unsere Südamerika WhatsApp Gruppen, chilenischen Motorradwerkstätten und Freunden aus Deutschland.
    Es stellte sich bald heraus, dass in Südamerika kein Ersatz auf Lager war. Die Connections zwischen Händlern und Motorradfahrern sind hier sehr gut.
    Versand aus Europa an sich ist auch kein Problem, aber der Zoll.

    Über Kontakte anderer deutscher Motorradfahrer die hier gerade irgendwo unterwegs sind hoffe ich nun am Montag Ersatz aus Deutschland in Händen zu halten. Dann landet in Santiago eine Motorradfahrerin die das begehrte Teil im Gepäck haben sollte. Flug nach Santiago habe ich gebucht, sind immerhin 1500 km. Haltet mir die Daumen.

    Vielen Dank an alle die mir Hilfe angeboten haben, das waren einige. Es ist schön wenn man in so einer blöden Situation Freunde und Hilfe hat.
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    Ismael Marti

    I cross my fingers too! Good luck!

    1/31/19Reply
    Friedo

    Toitoitoi 👍

    2/1/19Reply
    Veronika Göser

    Daumen sind gedrückt ✊🏻✊🏻

    2/1/19Reply
    2 more comments
     
  • Day42

    Wenn man sich nicht satt sehen kann

    February 11, 2018 in Chile ⋅ ⛅ 16 °C

    450 km stehen auf dem Programm, von Colchani nach Calama. Es prasselt erneut die halbe Nacht auf das Wellblechdach des Hotels (wenn man es als solches bezeichnen mag). Internet ist weg, Dusche ist kalt, Frühstück um 6 Uhr nicht fertig, trotzdem Abfahrt um 7 Uhr. Selbst wenn wir eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 50 km/h erreichen, bedeutet das 9 Stunden reine Fahrzeit. Plus Grenzübergang von Bolivien nach Chile. Plus keine exakte Information darüber, wie die Anteiligkeiten "mud", "gravel" und "paved" sein werden.

    Wir starten dick angezogen bei 6 Grad. Die ersten Pfützen sind tief, aber gut fahrbar. Doch schon nach zwanzig km wird die Piste zur seifigen Schlammfahrt. Marc erwischt es heftig, er dreht eine Pirouette, verbiegt sich Koffer und Seitenspiegel, tut sich aber zum Glück nicht weh. Zu viert richten wir sein Bike wieder auf, er ist hart im Nehmen, weiter geht es. Martins Schutzblech schüttelt sich los, ein entgegenkommender Jeep saut ihn tüchtig ein, aber seine stets gute Laune kann nichts erschüttern. Erst nach etwa 150 km trocknet die Piste ab, und nach weiteren 100 km erreichen wir die Grenze zu Chile mitten in einer Vulkanlandschaft, die in Europa mehrere Nationalparks und touristischen Hochbetrieb begründen würde. Doch hier sind wir stundenlang mehr oder weniger allein unterwegs. Und genießen es - genau ab der Grenze - die restlichen 200 km auf wunderbarem Asphalt (großartige Erfindung!) zu cruisen.

    Ein paar Landschaftsbilder findet Ihr in diesem Footprint, aber sie sind nur eine ungenügende Wiedergabe des Liveerlebnisses. Denn man kann sich an dieser Landschaft einfach nicht satt sehen.
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    Wolfgang Billigmann

    wie schön, dass Ihr für diese Anstrengungen immer wieder belohnt werdet (und wir gleich mit - wieder großartige Bilder,Danke)

    2/12/18Reply
    Bert Hentschel

    Nächstes Mal kommst Du mit, Wollo, versprochen?

    2/12/18Reply
     
  • Day107

    Grenzübergang Chile u. Calama

    March 16, 2020 in Chile ⋅ ⛅ 23 °C

    Weiter ging es zur Grenze nach Chile. Mit der Hoffnung im Gepäck, das wir noch über die Grenze kommen. Wir fuhren durch wunderbare Gegenden und wurden etwas wehmütig, das wir nicht länger in Bolivien bleiben konnten. Es ging durch rote Gesteinsdormationen, wir sahen den Andenstrauß, Vicuñas und geniale Berge. An der Grenze endlich angekommen, wurde uns auf bolivianischer Seite gesagt, das sie nicht wissen ob die chilenische Grenze noch geöffnet hat. Da sie seit Tagen nicht miteinander kommuniziert hatten.🙈 Ganz toll...
    Also hoffen und weiter. Zum Glück war die Grenze noch offen und die Grenzbeamten sehr nett. Also schnell rein nach Chile und Glück gehabt, denn 2 Tage später war die Grenze dicht. Mit riesiger Freude, fuhren wir durch die tolle Gebirgslandschaft, mit schneeverhangenen Bergen, Lagunen und Flamingos. 😊 In Calama angekommen, hieß es dann 3 Nächte entspannen, shoppen und Erledigungen machen.
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  • Day366

    Ein Jahr auf Reisen

    February 6, 2019 in Chile ⋅ ☁️ 24 °C

    Heute vor einem Jahr hiess es Tschüss Schweiz- Hallo Welt😃

    In den vergangenen 365 Tagen waren wir:

    - in 19 verschiedenen Ländern auf 5 Kontinenten unterwegs

    - haben 25 mal ein Flugzeug geboarded

    - in 107 verschiedenen Unterkünften und auf 47 Campingplätzen übernachtet, zudem je 2 Nächte im Flugzeug, Bus und Zug und 3 Nächte auf dem Schiff verbracht

    - haben insgesamt über 96'000 Kilometer (Luftlinie) zurückgelegt, davon 21'835 km mit dem Auto

    - laut findpenguins haben wir bis jetzt 9 % der Welt gesehen, haben 2,4 mal die Erde umrundet und sind 0,3 mal bis zum Mond gereist😄

    - CHF 53 in Manuels 6 Coiffeurbesuche investiert

    - für CHF 41 neue Sonnenbrillen für Leandra gekauft (sie verliert sie andauernd und bekommt deshalb nur günstige Modelle)

    - CHF 236 dafür ausgegeben, dass unsere Wäsche wieder sauber ist

    - CHF 6794 für Essen und Getränke in Restaurants bezahlt (während unseren 6 Monaten in Asien haben wir kein einziges Mal selber gekocht🙊)

    Vielfach werden wir gefragt, welches Land uns denn am besten gefallen hat bis jetzt. Da alle Länder ihre Sonnen- und Schattenseiten haben, ist diese Frage sehr schwierig zu beantworten. Und trotzdem fängt unsere Antwort immer wieder mit Japan an. Dieses Land hat uns irgendwie mit seiner Kultur, den zurückhaltenden/scheuen aber sehr liebenswerten Japanern und nicht zuletzt mit der für uns besten Küche der Welt beeindruckt. Natürlich war es auch Manuela zu verdanken, dass wir Land und Leute durch ihre Kontakte, noch besser kennenlernten und eine wunderbare Reisebegleiterin hatten.
    Aber natürlich haben uns alle Länder fasziniert. Sei es durch den Schlamm in die abgelegenen Dörfer Myanmars zu wandern, auf der chinesischen Mauer zu stehen oder durch die einsame Wüste Namibias zu fahren.

    Aber die Reise bringt einem auch näher, wie Glück wir hatten, in einem der reichsten Länder der Welt geboren worden zu sein. In einem Land, in dem es keine korrupte Regierung gibt, in dem die Luft rein ist und man das Wasser aus dem Wasserhahn problemlos trinken kann. Je weiter wir reisen, desto mehr wird uns bewusst, wie klein unsere Schweiz doch ist. In der Schweiz überlegt man sich lange, ob man jetzt eine einstündige Fahrt auf sich nimmt. In vielen Ländern ist die Distanz zum nächsten Supermarkt, zur Tankstelle oder einem Spital noch länger.

    Natürlich vermissen wir unsere Familie und Freunde. Wie auch manchmal eine Bratwurst, Röschti, Ghackets und Hörnli, ... (hier muss ich aufhören, ansonsten wird die Liste seehr lang😂). Wir wären ab und zu auch froh, in unserem eigenen Bett zu schlafen oder ein sauberes Badezimmer zu benutzen.
    Aber das Reisen hat einfach zu viele Vorteile. Die Freiheit zum Beispiel: wir stehen am Morgen auf und entscheiden, was wir machen, wohin wir gehen,... so konnten wir die Route so planen, dass wir immer in den warmen Jahreszeiten reisen (abgesehen vom Norden Japans und Patagonien hiess das, immer Temperaturen über 20 Grad). Man lernt viele neue Kulturen kennen, trifft spannende Leute, probiert neue Gerichte. Ich glaube, wir müssen euch nicht erklären, weshalb wir so lang am reisen sind.

    Eigentlich war ja nur ein Jahr Weltreise geplant, jedoch ist es uns noch nicht langweilig geworden. Es gibt noch viele Ziele auf unserer Wunschliste und das Geld ist uns auch noch nicht ausgegangen. Wir werden also noch eine Weile unterwegs sein.

    Übrigens wer sich fragt was aus unseren Bekanntschaften geworden ist: In Indonesien ist im Mai 2018 der kleine Ukasha Arya Satya Rileyandra auf die Welt gekommen. Der Sohn von Desi und Hendra, die uns ganz spontan zu sich nach Hause zum Essen eingeladen haben. Im September haben sich Saki und Yuki in Japan das Ja-Wort gegeben und auch bei ihnen ist bereits Nachwuchs unterwegs. Und seit kurzem wächst auch auf den Philippinen ein Babybauch heran, Gaze und MC, die wir ebenfalls in Indonesien kennenlernten, erwarten Nachwuchs. Mit Tshewang unserem Guide aus Bhutan haben wir lange mitgefiebert und sind ihm moralisch zur Seite gestanden beim ganzen Visaprozess für Australien. Es hat sich bisher leider noch nicht gelohnt, das erste Visum wurde abgelehnt.

    Immer wieder kommt es zu spannend Begegnungen mit Einheimischen oder anderen Reisenden. Beispielsweise haben wir in Namibia direkt neben zwei Nidwaldner gecampt. Was für ein Zufall, gibt es doch nur 40'000 auf der ganzen Welt! Ausserdem hat Leandra in Südafrika nochmals eine Nidwaldnerin, die sie aus der Schulzeit kennt, getroffen. Auch sie haben ihr Auto bei einem Aussichtspunkt gleich neben unserem parkiert.
    Wie ihr sehen könnt: die Welt ist wirklich klein🌍
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    Manuela Dahinden

    Ahhh ihr zwoi liebe, ihr hend völlig rächt! Gniesseds solangs gad, au wen mir üch sehr vermissed!! Hihii danke, üsi japanziit esch ächt top gsi! Hed alles super passed und mit üch zwee reise esch mega lessig! Am liebschte wördi grad wedr bitz mit üch mitcho😍😍😍

    2/6/19Reply
    Evi Imholz

    Das isch e super bricht, wie alli andere au. Danke villmal das mier so echli chönd mitreise. 😃😘

    2/7/19Reply
    Jeannette Aebischer

    Manu het jo immer gseit er wird mol Millionär😂🤗

    2/7/19Reply
    12 more comments
     
  • Day368

    Zwei Gringos unterwegs Teil 2

    February 8, 2019 in Chile ⋅ 🌧 21 °C

    Bei unserem Zwischenstopp in Caldera haben wir erfahren, dass in der trockensten Wüste der Welt - der Atacama Wüste - zur Zeit sehr viel Regen fällt, zu viel Regen genauer gesagt. San Pedro de Atacama sei zur Zeit überschwemmt und Touristen wurden aus der Stadt evakuiert. Dieses Mal ging unser Plan nicht auf, denn wir sind extra möglichst schnell Richtung San Pedro gefahren, um viel Zeit in dieser Region zu verbringen. Eigentlich erstreckt sich die Atacama Wüste über 1'200 km, aber die Hauptattraktionen mit Lagunen, Geysiren, Mondlandschaften,... befinden sich alle rund um San Pedro. Naja, man kann nicht immer Glück haben mit dem Wetter.🤷‍♀️

    Wir machten uns trotzdem auf den Weg Richtung Norden. Wir besuchten den Pan de Azucar Nationalpark, bevor es weiter nach Antofagasta ging. Die Küstenstadt ist der letzte Stopp, bevor es Richtung San Pedro geht. Zwischenzeitlich war die Situation mit dem Wasser wieder besser und es seien bereits wieder einige Attraktionen geöffnet. Also haben wir beschlossen ein Cabaña in Calama, eine Stunde von San Pedro zu mieten. Am Vorabend unserer Fahrt dorthin, haben wir jedoch gelesen, dass auch Calama nicht unverschont blieb vom Unwetter und ein grosser Teil der Stadt seit 3 Tagen ohne Wasser auskommen muss. Die Vermieter meinten jedoch, es sei alles in Ordnung und so machten wir uns auf den Weg. Vorsichtshalber kauften wir genügend Lebensmittel und Wasser und tankten das Auto nochmals voll (man weiss ja nie).

    In Calama angekommen, konnten wir nichts spezielles feststellen, wir hatten Wasser, die Strassen waren in gutem Zustand und auch der Strom funktionierte bis auf einen etwa 3-stündigen Ausfall. Am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg nach San Pedro de Atacama. Die Strasse, die vor ein paar Tagen noch geschlossen war, fanden wir in einem guten Zustand vor (ab und zu ein bisschen getrockneter Schlamm auf der Strasse). Der Grossteil der Attraktionen war dann aber doch gesperrt, also machten wir uns auf zum Valle de la Luna, das geöffnet war, jedoch hatten die Angestellten gerade Mittagspause. Also beschlossen wir, zuerst mal die Lage bei den Lagunen abzuchecken. Der Weg dorthin war kein Problem, doch 1 km vor der Lagune kam dann das Cerrado-Schild. Hätten sie auch weiter vorne anschreiben können.. die Motobikes vor uns probierten, trotzdem zur Lagune zu kommen, doch der Weg war einfach zu schlammig. Wir bemerkten, dass langsam dunkle Wolken am Himmel aufzogen und so machten wir uns schnellstmöglich auf den Rückweg. Das Valle de la Luna konnten wir für heute vergessen. Für den Aussichtspunkt sollte die Zeit bis zum Einsetzen des Regens aber noch reichen. Die Aussicht auf die Mondlandschaft war sehr eindrücklich, aber noch eindrücklicher war die Gewitterfront, die jetzt von allen Seiten kam. Als Leandra die Haare zu Berge standen und bei anderen Touristen die Hände zu knirschen begannen, wussten wir das wir langsam ins Auto müssen.

    Durch die Gewitterfront fuhren wir zurück nach Calama. Dort war das Wetter zwar noch besser, aber nicht lange. Vor dem Schlafengehen verteilten wir die Kochtöpfe, da mittlerweile das Wasser durchs Dach tropfte. An diesem Abend fielen 12,6 mm Regen. Hört sich nicht nach wirklich viel Regen an, ist aber in Calama was normalerweise in zwei Jahren vom Himmel fällt!😳

    Am nächsten Morgen ging es nochmals nach San Pedro, um das Valle de Luna zu besuchen. Doch als wir dort waren, hiess es wiederum Cerrado und zwar heute für alle Attraktionen. So machten wir uns auf ins Städtchen, um einen Kaffee zu trinken (wer ist nicht auch schon mal kurz von Basel nach Zürich gefahren, um eine Kaffee zu trinken😂). In der Stadt wimmelte es nur so von Touristen, da alles geschlossen war. Nach einem Spaziergang durch die schlammigen Strassen und dem Kaffee machten wir uns wieder auf den Rückweg. Mittlerweilen hat die Polizei die Einfahrt in die Stadt gesperrt und liess wahrscheinlich nur noch Leute rein, die wirklich rein mussten.

    Kurz nach unsere Rückkehr nach Calama war die Lage etwas angespannter. Nun war auch der chilenische Präsident Piñera in der Stadt, um sich die Lage anzuschauen. Kurz nachdem er den Katastrophenzustand verkündet hat, konnten wir am Fernseh live mitverfolgen wie eine Brücke zwischen Calama und Chuquicamata einstürzte. Nun waren auch wir ein bisschen angespannt und verfolgten die Ereignisse am TV. Auch wir hatten jetzt seit mehreren Stunden kein Wasser mehr. Am frühen Abend wurden ca. 150 Leute vom Norden Calamas evakuiert, denn es wurden erneute Regenfälle erwartet und man wusste, dass die Flüsse dieses Mal die Wassermassen nicht mehr halten würden. Um 12 Uhr nachts setzte der Regen wieder heftig ein, was es schwierig machte zu schlafen. Am nächsten Morgen rechneten wir mit dem Schlimmsten aber so wie es in den Nachrichten aussah, ist die Nacht ruhig und ohne grösseren Zwischenfälle verlaufen.

    Nun hiess es für uns wieder zurück nach Antofagasta zu gehen, da es nicht viel Sinn machte, noch länger in der Region zu bleiben. Weiter nördlich konnten wir auch nicht, da dort die Überschwemmungen noch viel schlimmer sind. Während es im sonst staubtrockenen Norden immer häufiger zu Überschwemmungen kommt, steigen die Temperaturen im Süden immer mehr an. Zur Zeit gibt es dort schlimme Waldbrände. Hier ist der Klimawandel deutlich zu spüren..😕
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    Jeannette Aebischer

    Oh je...d Natur will nid immer so wie mir 🙄

    2/15/19Reply
    Jeannette Aebischer

    So eini sött all paar Kilometer uf dr ganze Wält stoh 👍

    2/15/19Reply
    Erika Rüegsegger

    Jjja👍

    2/15/19Reply
     
  • Day53

    Calama - Hostal España

    February 22, 2017 in Chile ⋅ ☀️ 23 °C

    Heute Abend um 18:45 Uhr ging es per Bus nach Calama. Nach 1,5 Stunden schon da. Ganz nach Julias Geschmack. Mussten nur einmal kurz für ein paar Alpacas, Ziegen und einen Esel anhalten. Sind ziemlich überrascht von der schönen Stadt, man sieht, dass hier Geld drin steckt. Gute Straßen und ganz nette Häuser. Unser Hostel ist auch top. Eben noch kurz im Supermarkt gewesen und paar Nüsse, Äpfel und ein Kanister Wasser geholt. Julia wollte gerne Mandeln; 200 g haben jedoch leider 6,20 Euro gekostet. Also leider nein, leider gar nicht. Dafür gab es dann Butterkekse mit dunkler (!) Schokolade. Das ist der Hammer, denn die gibt es hier echt selten. Julia also glücklich.
    Julia und David glücklich, denn morgen gehts nach Bolivien. Das Beste daran: Der Mann (Lukas) wartet schon auf uns.
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  • Day62

    Durch die Atacama

    January 30, 2019 in Chile ⋅ ⛅ 18 °C

    San Pedro de Atacama ist eigentlich ein kleines Oasendorf. Wären da nicht die Touristen. Einheimische sieht man hier nicht so viele. Touristen aus aller Herren Länder bevölkern die wenigen Gassen zwischen den flachen alten einstöckigen Lehmhäusern. Längst sind diese entweder in Büros umfunktioniert worden, in denen Geländewagenfahrten zu den umliegenden Attraktionen verkauft werden, Restaurants, Bars oder Geschäfte. Jeder Meter scheint genutzt um etwas zu verdienen. Und die Touristen sind zahlreich.
    Ich habe mir aber den Magen verdorben und mache am nächsten Tag Pause.
    Am frühen Abend beginnt ein Gewitter mit starkem Regen. Der Strom fällt wie gestern auch schon aus.
    Später kommt die Verwalterin der Cabanas und weist uns darauf hin, daß die Straßen wegen des Regens bereits gesperrt sind und morgen eventuell niemand herein oder heraus kann aus San Pedro. Für diesen Fall könnten wir noch bleiben, meint sie.
    San Pedro ist dunkel, die Restaurants verdienen heute nichts.
    2012 waren die Regenfälle so stark, daß eines der Oasendörfer unbewohnbar wurde.
    Aber am nächsten Morgen dann doch Entwarnung. Wir sind nicht eingeschlossen, die Straße wurde morgens wieder geöffnet.
    Ich fahre nach Calama, eine Stadt ohne Touristen.
    Holger und Arnd fahren Richtung Bolivien.
    Wie man hereinfährt so geht es auch hinaus. Sind wir von den Anden kommend über 4800 m gekommen, geht es jetzt auf über 3500 m hinauf. San Pedro liegt mit 2400 m praktisch am tiefsten Punkt. Deshalb sind auch die Zufahrtstraßen bei extremen Regenfällen schnell überschwemmt.
    Auch bei dieser für die Atacama sicher nicht alltäglichen Wettersituation beeindruckt die schier unendliche Weite dieser Wüstenlandschaft.
    Holger und Arnd werde ich wieder treffen, ich hoffe dann ein neues Federbein zu haben.
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    Ismael Marti

    Any news about your shock absorber? I, m worried, where do you want to found it?

    1/30/19Reply
     
  • Day11

    On the way to Patagonia... ?

    November 17, 2019 in Chile ⋅ ⛅ 17 °C

    So Friday morning in San Pedro we packed our stuff and went to the bus station to travel to Calama. There we were gonna stay 1 night before early morning flights would take us to our first destination in Patagonia, Coyhaique, with a short stopover in Santiago. The bus was gonna take about 2 hours, turned out to be very warm and a nightmare for Machiel. Not completely fit yet, he suffered from blocked Eustachian tubes which messed up his pressures and completely blocked his hearing.

    Arriving in Calama, the bus we were in hit a bunch of electricity lines that were hanging across the streets because the roof windows were opened. A bus employee quickly closed them and we drove on. That happened to be the street however where our next line bus would drive through that would take us to our stay for the night, and when we arrived there on foot we saw the chaos it had caused. Most importantly, it appeared no busses were gonna stop at that busstop anymore. Thankfully a taxi wasn't much more expensive and we arrived at our stay.

    While Machiel was trying to get his hearing back and battle his nose cold, a stressful discussion started about if he could fly, especially 2 flights in a row, what else we could do with our booked flights, what our insurance situation was, etc. After calling our insurances and precautionarily reserving a taxi, we decided to try and sleep, wake up in the middle of the night and see how Machiel was doing. Since that appeared to be worse instead of better, we had to conclude to reschedule our flights. We then visited a clinic Saturday morning (the owner of the apartment very kindly drove us) where after a speedy check-up Machiel got an injection and subscribed more medicine than he had seen in years.

    Since then we're trying to recover as good as possible, enjoying the slightly better climate of Calama versus San Pedro, the friendly hosts, and better nights of sleep. Our flights are now scheduled for Tuesday morning.
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    Michael Rieß

    I hope, that machiel is soon fit again.

    11/17/19Reply
    Suzanne Schönbeck

    Good luck travelling today! Hope the flights go ok. Xxxxx

    11/19/19Reply
     
  • Day66

    Warten in Calama

    February 3, 2019 in Chile ⋅ ⛅ 22 °C

    Calama, 2300 m hoch gelegen am Westrand der Anden ist keine kleine, aber auch keine große Stadt. Zu sehen gibt es nicht viel und dementsprechend gibt es auch kaum Touristen. Hier ist die größte Kupfermine der Welt. Hotel und Preisniveau ist eher Business orientiert. In den 6 Tagen habe ich zumindest ein Stammcafé gefunden und mehrfach die Innenstadt mit den typischen alten wenig ansprechenden Häusern durchforstet. Man sieht manches, was einem sonst entgeht.
    Die vielen Friseursalons, oft belagert und mit Wartezeit. Zum Frisör geht man offenbar häufig, sieht man auch. Ich war aber trotzdem nicht drin, auch wenn es nicht schaden würde.
    Und wieder die allgegenwärtigen Straßenhunde, gefühlt in manchen Orten mehr als Einwohner habe ich von meinem Stammcafé beobachtet. Sie werden überall toleriert, gelegentlich gestreichelt und nie vetrieben. In den Städten stehen überall abgeschnittene Wasserkanister mit Wasser. Sie werden gefüttert, abgemagerte Hunde findet man praktisch nie. Heute legte sich einer vor einen von zwei Ausgängen des Einkaufszentrums. Hier gehen ununterbrochen Leute hinaus. Niemand vertrieb den Hund. Alle gingen durch die zweite Türe. Wer den ganz relaxten Hund nicht rechtzeitig sah, ging mit seinem Einkaufswagen wieder rückwärts und zur anderen Türe. Eine Frau kam heraus und streichelte ihn, niemand störte sich an ihm. Meine Kaffeezeit war abgelaufen, der Hund lag noch immer da.
    Zwischendurch habe ich noch Bilder gesichert, Klamotten gewaschen und meinen linken undichten Gabelsimmering gewechselt. Also war die Wartezeit auch für was gut
    Morgen früh werde ich nach Santiago fliegen und abends zurück. Nicht teurer als mit dem komfortablen Schlafbus, der dafür knapp 20 Stunden braucht.
    Dann sollte das Warten ein Ende haben.
    Read more

    Inge Koltes

    Da wuensch Ich Dir alles Gute lieber Bruder! 🙏😘😘

    2/4/19Reply
     

You might also know this place by the following names:

Calama, كالاما, Kalama, Калама, کالاما, CJC, カラマ, 칼라마, กาลามา, 卡拉馬

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