Chile
Provincia de El Loa

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410 travelers at this place

  • Day6

    The devil's throat

    November 12, 2019 in Chile ⋅ ☁️ 16 °C

    Due to a national strike in Chile on Tuesday, our tour of the day got postponed. Only hearing about this on Monday evening from the operator, we only just managed to rent mountain bikes in the town center so that we could take them out for a spin on Tuesday morning. Besides the bikes, we received some fancy vests and helmets. We planned to leave right after sunrise to avoid the heat in the afternoon. In combination with the heat, the humidity (or lack of) is actually what makes it so tough to adjust to the climate of the Atacama desert. It hovers around 15% and is a killer of our hands, noses and lips. We're going through creme like crazy.

    So after a bit of predictable delay we set off to 'Gargante del Diablo' . It was a gorgeous gorge with an excellent biking trail. It was also deserted, we only came across 2 other bikers on the trail. We took longer than expected, but that had more to with us stopping every 100 meters to take pictures and losing the way at one point, rather than anything to do with our mountain biking skills (we were awesome and did some rad stunts).

    Having lunch back in town we saw quite some footage of protests going on in various cities. Pretty shocking to watch.
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  • Day59

    San Pedro de Atacama

    March 13 in Chile ⋅ ☀️ 23 °C

    We are now in Chile! We are in a town called San Pedro de Atacama which is at the edge of the Atacama desert. The Atacama desert is supposed to be one of the driest places in the world. The average rainfall is 15 mm per year, however it has rained every day that we have been here, causing floods and powercuts in the shops and streets. The desert is a 600 mile plateau west of the Andes mountains.

    The thing that I find most interesting is how much the desert looks like the planet Mars. In fact, the Atacama is often used for filming Mars scenes, and is being used by NASA to test instruments for Mars missions. It looks like Tatooine from Star Wars.

    Yesterday we went to see La Valley de Luna and the Mars Valley. I couldn’t believe how alien the landscape looked for miles around us as far as the eye could see.

    2 days ago we visited the geysers and hot springs in the Atacama desert called El Tatio. It was at 4320 metres altitude, which again made the air very thin and extremely cold. It is the 3rd largest geyser field in the world! The reason this was so amazing to watch is because this is still a seismically active area, with active volcanoes all around 🌋! Some of the geysers were spewing out water and boiling mud and our guide said it looks like the gateway to hell!

    The town of San Pedro is really cute! There are LOADS of dogs all around! It looks like a wild west town! All the houses are built the same too!
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  • Day4

    Walking on the moon

    November 10, 2019 in Chile ⋅ ⛅ 28 °C

    Being three indecisive people we spend most of the day trying to decide how we wanted to spend our days in this place. While a few things might be reachable by bike, a tour or a rental vehicle would be necessary to reach the most interesting things. Also we were not sure how doable cycling in the desert is when you are still adjusting to the altitude and dry hot climate. So we were sure we wanted to book some tours.

    But... which tours? How many tours? How much money and time did we want to spend on them? And how to decide on one out of more than 100 tour agencies?
    They all offer about the same tours for slightly different prices and with slightly different details. Looking up some reviews online it seems that with the cheaper ones the chance that vehicles break down during the tour is a bit higher.

    Finally we decided to go for a package of one tour a day (5) for about 170 € per person including park entry fees and applicable meals. Of course we only decided one hour before our first tour would start 😉 Grabbing water, sunscreen and a hat, we went to visit the valley of the moon. After a short bus ride, we arrived surrounded by rocks and dunes often covered in a layer of salt. This salt, the dust and sand we will probably still find in our clothes at the end of this year...
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  • Day4

    San Pedro

    November 10, 2019 in Chile ⋅ ⛅ 11 °C

    Yesterday a short flight brought us to Calama Airport, from which we took a bus to the nearby town of San Pedro in the Atacama desert. It's a bit dry and dusty here for some reason. And the breakfast is so tasteful it took our breath away quite literally.Read more

  • Day125

    Time to say adios and goodbye

    May 2, 2019 in Chile ⋅ 🌙 7 °C

    Für mich heißt es nun Abschied nehmen. 😩Abschied von einer wunderbaren Zeit ! I keep all the memories in my mind! Ich hoffe für immer! ❤️

    Ich freue mich aber auch auf ein Wiedersehen mit meiner Familie und Freunden, das Gefühl wieder zu Hause zu sein. Ich glaub das Erste was ich mache, ist erstmal richtig schön fränkisch essen gehen! 🍻🍗

    Dennoch bin ich recht wehmütig, da die Zeit doch so schnell immer vergeht! Aber that's life und Zeit kann man nun mal nicht anhalten! Aber ich bin so glücklich und dankbar für die Erlebnisse, Menschen,Momente, Tiere und Landschaften die ich sehen durfte! So viel das ich das erstmal alles "sacken" lassen muss, währrend der Reise konzentriert man sich ja meistens auf das hier und jetzt!
    Goodbye mein süßes Lama, welches uns noch die letzten Tage in Chile versüßt hat. Adios ihr zwei Hundchen, einer verschmuster wie der andere, die immer wieder treu an unserer chilenischen Unterkunft vorbeigeschaut haben um sich ein paar Streicheleinheiten zu holen. Heute Morgen hat uns dann noch eine Katze besucht , ohne Ohren allerdings 😬
    Goodbye Atacama , du hast mir nochmal atemberaubende Landschaft gezeigt die ich auch nicht zu schnell vergessen werde ( Blocks folgen noch )...ein wenig Atacama Sand/Staub werde ich wohl auch unbewusst mit nach Deutschland bringen.🙃🙂
    Und ach ja ein hauch von braun meine ich auch noch abbekommen zu haben,aber ich denke das realisiert nur der Jens und ich! 😎Tja ist halt so.
    Ich gehe mit einem lachenden und weinenden Auge fort. 😀😢
    Jetzt hier alle Erinnerungen nochmal aufzuschreiben wäre zu lang, das Wichtigste ist sowieso das was man im Kopf behält!
    Vorerst natürlich auch goodbye to Jens, pass gut auf dich auf! Aber wir sehen uns ja bald wieder!:-)Ich werde Dich auf deiner Weiterreise noch musikalisch begleiten!:-)
    Und unser Abschiedsselfie ist legendär!🤗😘
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  • Day121

    Strampeln im Tal des Todes

    April 28, 2019 in Chile ⋅ ☀️ 19 °C

    Eigentlich beginnt hier ja so langsam der Winter. Davon spüren wir beide aber reichlich wenig. Wir befinden uns in der Atacama-Wüste, dem trockensten Ort der Erde. Die Sonne knallt unerbitterlich. Auch wenn die Temperatur „nur“ maximal 30° ist, schnaufen wir ordentlich. Wir schieben unsere Fahrräder entlang der Straße den steilen Berg hoch. Fürs weitere Strampeln fehlt uns beiden die Kraft und Schatten suchen wir vergeblich. War ja auch besonders schlau von uns, unsere Tour genau zur unerbitterlichen Mittagshitze zu starten. Zeitweise mal immer wieder mit dem kurzen Gedanken, einfach wieder umzudrehen, kämpfen wir uns doch Meter für Meter nach Vorne. Auch wenn wir das Ziel noch nicht sehen können, kann es doch eigentlich nicht soweit sein und die Hoffnung, dass es nach der nächsten Kurve besser wird, treibt uns voran. Immer wieder höre ich ein leichtes Fluchen von Susi, wie ich sie dazu überreden konnte, Fahrräder zu leihen und heute die Gegend auf zwei Rädern zu erkunden. Immer wieder kann ich sie ein bisschen mit dem Argument besänftigen, dass sie zumindest heute ordentlich Sonne tanken kann und schön braun wird 😊 Aber ein bisschen kann ich auch ihren Frust auch nachvollziehen. Der Typ beim Verleih hat doch gesagt, dass wir nur etwa 30 Minuten bis zum Ziel brauchen, das hat sich entspannt angehört. Mittlerweile sind wir aber schon über eine Stunde unterwegs und scheinen auch die einzigsten Radfahrer auf dieser Strecke zu sein. Hat mich mein perfektes Spanischverständnis vielleicht doch wieder mal im Stich gelassen? Ich werfe lieber nochmal einen Blick auf die Karte, die wir großzügigerweise gratis zum Verleih dazubekommen haben. Diese ist allerdings eine einzige Frechheit, ein kleiner DIN A5 Zettel, auf dem künstlerisch ein paar wenige Hauptstraßen dargestellt sind. Maßstabsgetreu ist die bestimmt nicht, aber ein kurzer Abgleich mit Google Maps lässt mich erahnen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Unser Ziel: Der „Piedra del Coyote“, ein Ausblickspunkt mit Panoramablick über das Valle del Luna. Den Namen verdankt der Ort dem Cartoon „Road Runner“. Wer sich erinnert: Karl der Coyote versucht auf kreativste Art und Weise den Strauß Road Runner zu jagen und als Mahlzeit zu vernaschen. Meist endet der Versuch aber kläglich damit, dass Karl einen ungewollten Abgang über eine Steile Klippe macht. Genau diese besagte Klippe ist hier zu finden (mit etwas Fantasie passt der Vergleich tatsächlich 😄). Wir halten schließlich durch und erreichen nach knapp 90 Minuten dieses Ziel, davon wahrscheinlich 80% geschoben. Ich vermute, dass wir zu Fuß wahrscheinlich schneller gewesen wären, aber ich halte es nicht für den richtigen Zeitpunkt diese Vermutung jetzt mit Susi zu teilen, die am Ausblickpunkt vorrangig weniger das Panorama bestaunt als Rettung in einer kleinen schattigen Ecke hinter einer Hütte sucht. Ich kann es ihr nicht verübeln, mir geht es ähnlich. Wir stärken uns erstmal mit Empanadas und Donuts und tanken Energie, um schließlich doch auch die wirklich schöne Aussicht zu genießen.

    Eigentlich sind ihr jetzt guter Dinge. Der Rückweg müsste lediglich bergab gehen, also wirklich entspannt, einfach rollen lassen und den Fahrtwind genießen. Hört sich gut an, hätten wir nicht beschlossen, einen anderen Rückweg zu wählen und durch das „Tal des Todes“ zu radeln. Auf meine 1A Karte sieht die Strecke eigentlich genauso lang aus wie der Hinweg und nach allen Gesetzen der Physik sollte es ja ebenfalls bergab gehen, wenn wir wieder am Ausgangspunkt landen werden. Was allerdings nicht zu erahnen war: um besagte Straße zu erreichen, führt uns der Weg zunächst über eine schöne Abfahrt, um anschließend den erreichten Höhenunterschied wieder mit einer Steigung ausgleichen zu müssen. Es heißt also wieder schieben, diesmal aber nicht mehr auf schöner asphaltierter Straße, sondern auf einem sandigen Boden, der ein Fahren fast unmöglich macht. Erneut erweisen sich unsere Räder eher als Last denn als Hilfe. Das Fluchen wird häufiger und nur mit viel Disziplin und der Hoffnung, dass sich das Tal des Todes lohnt, schieben wir unsere Räder wieder bis zum Gipfel. Oben angekommen, erstmal Ratlosigkeit. Die Straße ist durch eine Absperrung gesperrt. Ein verstaubtes Schild weist mit einem Pfeil den Weg auf eine Anhöhe zum angeblichen Eingang. Mit dem Fahrrad geht es hier aber nicht weiter. Ich opfere mich, lasse Susi im Schatten stehen und begebe mich über einen steilen Fußweg auf die Suche nach dem angeblichen Eingang. Tatsächlich befindet sich auf dem Gipfel eine kleine Hütte, wo ich Eintrittskarten für das Tal kaufen kann. Ich schüttele meinen Kopf, wer sich das ausgedacht hat! Nicht verwunderlich, dass ich heute der erste zu sein scheine, der hier ein Ticket gekauft hat. Mit Eintrittkarten gerüstet können wir schließlich unsere Fahrräder um die Absperrung herumschieben und unsere „Fahrt“ fortsetzen. Zum Glück geht es jetzt wirklich nur noch bergab, auch wenn wir immer wieder absteigen müssen, um die Räder durch tiefen Sand zu schieben. Dennoch ist das schwerste überstanden 🙂 Trotz aller Hindernisse, haben sich die Strapazen doch gelohnt. Wir blicken in ein weites unwirkliches Tal mit roten skurrilen Gesteinsformen und hohen Sanddünen. Im Hintergrund die hohen steilen Vulkane Chiles in weiter Ferne. Sieht wirklich toll aus und ist eine Landschaft, die wir so auf unserer Reise noch nicht erlebt haben. Auf den Sanddünen übt sich außerdem eine Gruppe beim Sandboarden. Auch wenn mir einer aus der Gruppe versichert, dass es unglaublich Spaß macht, habe ich so meine Zweifel. Die Fahrt auf dem Sandboard ist nur gerade abwärts möglich ohne Schwünge und der Sand scheint die Abfahrt deutlich stärker als Schnee zu bremsen. Ein kurzes Vergnügen, dem anschließend wieder ein mühsamer Aufstieg durch weichen Sand auf die Dünen folgt. Ob sich diese Mühen wirklich lohnen? Uns reicht jedenfalls der Aufstieg zu Fuß, um die schöne Aussicht zu genießen und uns ein wenig im Sand der Dünen auszuruhen.

    Gegen späten Nachmittag treten wir schließlich wieder den Rückweg an. Aus dem „halbstündigen“ Ausflug sind inzwischen fast sechs Stunden geworden. Aber der Tag hat sich rückblickend doch auf jeden Fall gelohnt und wir sind auch für unsere Mühen ausreichend belohnt worden. Und braun sind wir auch geworden 😊 Nur Fahrräder werden wir die nächsten Tage sicherlich nicht nochmal mieten... 😉

    Anmerkung: Wie ich später erfahre, heißt das Tal des Todes eigentlich “Valle de Marte”, also „Mars-Tal“ (wegen der roten Sterne). Irgend jemand mit hat dann aber aus dem „Valle del Muerte“ gemacht, was „Tal des Todes“ heißt (wahrscheinlich so jemand wie ich mit mangelnden Spanischkenntnissen). Seitdem ist das Tal bei vielen Touristen als Tal des Todes bekannt. Klingt ja auch irgendwie cooler... 😄
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  • Day151

    Chuquicamata

    January 9, 2019 in Chile ⋅ 🌬 20 °C

    Hallo! Da sind wir wieder :-)

    Die Grenze zu Chile liegt sozusagen in einem Nirgendwo - und wir wollten uns schon die 70 Bolivianos sparen, die uns die Agentur, mit der wir die 3-Tagestour auf und um den Salar de Uyuni gemacht haben, extra berechnet hat um bis nach San Pedro zu kommen. Wir wollten sehen, wie wir an der Grenze alleine weiter kommen, so wie wir das an anderen Grenzen auch gemacht haben. Was für ein Glück, dass wir das NICHT SO gemacht haben! Wir hätten hier schön blöd gestanden, im Nichts und ohne eine Möglichkeit weiter zu kommen! Wir fahren mit einem Kleinbus vom bolivianischen Grenzposten aus in das chilenische Grenzgebäude - und zack, geht hinter uns das Rolltor zu! Wir werden alle völlig auf den Kopf gestellt: alle Rucksäcke und Koffer müssen geöffnet werden und wir werden gefilzt. Hier lassen die Chilenen nicht mit sich spaßen! Wir müssen sogar unseren Leinsamen und den getrockneten Mais abgeben!... Es sollen keine Früchte, kein Obst und andere Dinge eingeführt werden, die der Natur Chiles gefährlich werden könnten. Nach einer halben Stunde öffnet sich das Tor vor uns und dann geht es bergab - 3000m tiefer nach San Pedro de Atacama - in eine völlig andere Welt!

    San Petro - es ist heiß, es ist staubig, es ist ein Ort voller Touristen und wir glauben, er existiert nur noch für diese! Nicht desto trotz ist es sehr schön hier. Wie haben wir es vermisst: kein Müll und gute Ideen! Hier hat man die interessanten alten Lehmhäuser alle erhalten und zu interessanten Cafés, Restaurants, Geschäften und allerlei kleinen Läden umgebaut. Hier sind sogar die Dächer aus Lehm, faszinierend.

    Wir haben unser Zelt auf einem netten Zeltplatz unweit des Ortkernes aufgestellt und wollen für 3 Tage hier bleiben um die Umgebung etwas kennen zu lernen und haben uns überlegt, ach wäre das toll, in das weltweit größte und modernste Observatorium ALMA, 30km östlich des Ortes zu fahren. Ist hier doch der Sternenhimmel so klar wie nirgendwo sonst in der Welt... Und schon holt uns der Tourismus wieder ein... 3 Monate im Voraus muss man die Eintrittskarten reservieren. Also wieder nichts für uns Individualreisende!

    Also mieten wir uns Fahrräder und fahren am Nordrand des 'Salar de Atacama' entlang zum 'Valle de la Luna', dem Mondtal. Eine faszinierende Landschaft inmitten der Wüste. Wir denken, die umliegenden Berge wären aus Fels! Nix da - die Überraschung ist groß! Bei einer Wanderung durch eine kleine Schlucht und ein kleines Höhlensystem stellen wir fest, dass hier unsere Umgebung völlig aus von Sand bedecktem Salz besteht. Es ist ein sehr anstrengender Tag, über eine Schotter- und Sandpiste vorbei an alten verlassenen Minen und riesigen Sanddünen. Unsere Anstrengungen belohnen wir uns in der Abenddämmerung mit einem beeindruckenden Blick auf das Schattenspiel der umliegenden Berge und einem tollen Sonnenuntergang, bevor wir mit Stirnlampen bewaffnet zu unserem noch 12 km entfernten Zeltplatz zurück radeln.

    Wir wollen am 12. Januar in Antofagasta, einer Stadt an der chilenischen Pazifikküste sein, um von dort in den tiefen Süden Chiles, sozusagen dem Sommer hinterher zu fliegen! Also machen wir uns auf, um mit einem Zwischenstopp in Chuquicamata, einer bedeutenden Bergbaustadt, an die Küste zu fahren. Und diesmal sind wir schnell! Wir wollen uns beim Betreiber der größten Kupfermine der Welt, Codelco, in Chuquicamata zu einer kostenlosen Besichtigungstour anmelden und schreiben denen als Individualtouristen ganze 2 Tage vorher eine Mail. Siehe da, die Antwort kommt prompt mit einer Absage. Alle Plätze seien voll. Wir würden jedoch auf einer Warteliste stehen...! Einen Versuch ist es Wert, denken wir uns und nehmen den nächsten Bus nach Calama, hechten durch die Stadt und kommen mit dem Stadtbus gerade pünktlich, als ein Mitarbeiter die Liste der Nachrücker vorliest. Wir sind dabei :-) bekommen umgehend einen Helm und eine Warnweste und los geht es.

    Wir können es noch kaum fassen, als wir durch die Tore der heute völlig verlassenen Arbeiterstadt Chuquicamata fahren. Denn die Stadt wurde bereits vor 11 Jahren verlassen und die Arbeiter nach Calama umgesiedelt, da viele von ihnen in Minennähe krank wurden. Es erinnert uns etwas an die Hahn Airbase in den 90er Jahren. Dennoch ist alles erstaunlich gut erhalten und man könnte meinen, dass die Arbeiter mit Familien erst gestern die Stadt verlassen hätten. So hängen die Schilder noch an den Geschäften, Werbung in den Schaufenstern, Gardinen in den Fenstern und am Hauptplatz steht ein geschmückter Christbaum, aber die Straßen sind leer. Keine Autos und keine Menschen. Die ehemaligen Einwohner sind jedoch so sehr mit ihrem 'Chuqui' verbunden, dass sie sich noch immer alljährlich an Weihnachten auf dem Dorfplatz treffen - daher auch die noch so "frische" Weihnachtsdeko. Wir können ein wenig umherlaufen, doch leider sind die Gebäude alle verschlossen. Was haben uns die Kneipen, das Theater, oder so manch' Wohnhaus von innen interessiert...
    ... Bevor es jedoch in den tiefsten Tagebau der Welt geht, fahren wir vorbei an vielen technischen Anlagen und eben an riesigen Becken, in denen leuchtend blaue Chemikalien gelagert sind. Ja, da zeigen sich die negativen Seiten des Kupferabbaus, denn das Kupfer wird eben mit Unmengen Chemikalien aus dem Stein gelöst! Naja, ist Chile doch der größte Kupferexporteur der Welt und so profitieren wir zu Hause eben auch sehr von diesen Minen mit deren Umweltsünden.

    Abraumhalden so hoch wie Berge, die halbe Stadt würde einfach zu geschüttet, eine enorm tiefe Schlucht und hausgroße Lastwagen – das sind nur einige Beispiele für die unglaublichen Dimensionen der Mine von Chuquicamata (alias „Chuqui“). Wir starren in den atemberaubenden Abgrund des in den Wüstenboden geschürften Loches.

    Die Mine mit ihren 20 000 Arbeitern erzeugt eine permanente Staubfahne, die in der wolkenlosen Wüste über viele Kilometer sichtbar ist. Die elliptische Grube misst 'nur' 8 Quadratkilometer, ist dafür aber unglaubliche 1250 m tief und wir fahren ein gutes Stück hinunter. An uns fahren die mit über 100 Tonnen Gestein beladenen Lastwagen vorbei, von denen es 90 Stück geben soll. Riesig diese Maschinen im Stückwert von 5 Millionen US-Doller! Kann man doch kaum mit den Händen an die Radnarbe der Reifen greifen. Heute ist der Tagebau aufgrund der Tiefe wohl kaum mehr zu händeln und so ist es das letzte Jahr, in dem der Tagebau in Betrieb ist. Man geht künftig Untertage!

    Ein interessanter Ausflug nach Chuquicamata! Wir fahren weiter nach Antofagasta. Dort wollen wir noch einige Besorgungen für Patagonien (hier ist es viel günstiger als im tiefen Süden, so denken wir zumindest) machen und noch unsere in San Pedro geschriebenen Karten zur Post bringen. Als uns die gute Dame am Postschalter nur riesige, die halbe Postkarte bedeckende Briefmarken mit einem weit höheren Betrag als notwendig verkaufen will, hilft uns ein Mann aus Bremen. Er kann, da er vor 30 Jahren hierhin ausgewandert ist, mit einem perfekten Spanisch die Angelegenheit klären und, wir möchten es kaum glauben, er lädt uns für den Abend zu einem BBQ zu sich nach Hause ein :-) Erst nachts um 1 Uhr fallen wir noch einmal ins Bett, bevor wir uns von Antofagasta verabschieden.

    Wir nehmen ein Taxi zum 26 km entfernten Flughafen, da es kurioserweise keine Busverbindungen gibt. Unser Taxifahrer ist stolz auf seine Stadt und möchte uns unbedingt das Tor von Antofagasta zeigen, da man nie wirklich in Antofagasta gewesen sei, wenn man nicht einmal dort gewesen wäre. Und so macht er mit uns noch eine kleine kostenlose Sightseeingtour zur natürlichen Steinbrücke an der Küste. Vielen Dank...!

    Und kurz darauf sitzen wir im Flieger an die Südspitze Amerikas...

    Hasta luego
    Ariane & Marco
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  • Day35

    New day, new country

    July 16, 2019 in Chile ⋅ ☀️ 15 °C

    Gestern sind wir in der Nacht gut in der Wüstenstadt San Pedro de Atacama angekommen. Man muss sagen, dass die Chilenen den Grenzübergang deutlich strenger kontrollieren als noch die Bolivianer (so wurde zum Beispiel der ganze Bus leergeräumt und das Gepäck und der Bus mit Drogenhunden durchsucht). Insgesamt scheint hier alles geordneter und auch moderner zu sein. Bei der Durchfahrt durch die Stadt Calama hätte man beispielsweise meinen können, dass es sich um eine europäische oder amerikanische Stadt handelt (es gibt sogar eine richtige Müllabfuhr!). Auch San Pedro gefällt uns deutlich besser als erwartet und vor allem besser als Uyuni - es ist zwar sehr touristisch, aber die Stadt hat einen Wilden Westen Flair und süße Cafés und Restaurants. Noch ziemlich geschafft von der Tour und der Reiserei in den letzten Tagen haben wir heute eigentlich nichts gemacht außer unsere weitere Reise geplant (Flüge auf die Galapagosinseln sind gebucht!!!), die Stadt erkundet, die bisher besten Empanada gegessen und uns mit einem deutschen Pärchen im Hostel verquatscht. Chile gefällt uns aber bisher echt gut und wir finden es fast schon ein wenig schade, dass wir hier nicht noch mehr Zeit verbringen können - müssen wir halt irgendwann nochmal herkommen :)

    PS: Abschliessendes Fazit zu Bolivien - sehr schönes Land mit viel schöner Natur, netten Menschen und aus unserer Sicht nicht so unsicher wie manchmal dargestellt. Es gibt viel Armut und die Straßen sehen ganz anders aus als wir es in Europa gewöhnt sind. Gerade jetzt im Vergleich zu Chile gibt es in Bolivien viele unbefestigte Straßen in Städten, unverputzte Häuser und viele kaputte Autos auf den Straßen. Extrem alte Menschen die auf den kargen Feldern in der Hochebene schuften. Trotzdem wirken die Leute glücklich und grüßen nett wenn man sie anlächelt. Umweltschutz muss leider auch in Bolivien noch gelernt werden. Viel Plastikmüll, der achtlos in die Natur geworfen wird, vor allem um Uyuni herum. Trotz dieser Probleme ist Bolivien definitiv eine Reise wert, wenn man keine Probleme mit der Höhe hat, weil alle touristischen Ziele in Bolivien über 3500m liegen.
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  • Day112

    Schluss mit schabernäckischer Wüste

    February 10 in Chile ⋅ ☁️ 21 °C

    Da sag nochmal einer Wüste wäre nicht abwechslungsreich! Es gab allerlei Lagunen mit Flamongos, Lebensmittelvergiftungen, Gepäckverlust und auch Kakteeninseln mit Chinchilas. Spannend bis zur Grenze war das.Read more

  • Day284

    Chile San Pedro de Atacama

    December 19, 2019 in Chile ⋅ ☀️ 16 °C

    Nach ein paar weiteren Tagen in Cusco ging meine Reise weiter nach Chile. Ich bin mitten in der Wüste gelandet bei 30 grad und morgen gehts mit einem Jeep 4 Tage lang durch die Wüste zur Salar de Uyuni (weiße salzwüste). Updates gibts erst nach der Tour, da ich kein netzt für 4 Tage hab...Read more

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Provincia de El Loa

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