Chile
Salto Paine

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24 travelers at this place

  • Day208

    Wie wir fast den Gletscher verpassten 1

    December 20, 2019 in Chile ⋅ ☁️ 10 °C

    Heute wollten wir zum „Glaciar Grey“ im Torres del Paine Nationalpark. Meeeega viel Gletscher und vorne am Übergang zum Wasser sau viele kleine, abgebrochene Eisfelder. So hatte ich das zumindest auf Google gesehen und damit hatte sich die Tour für unseren heutigen Tagesausflug qualifiziert. 🤩

    Wir also morgens um 7 wieder den Bus zum Nationalpark genommen. Denn wenn man im Nationalpark schlafen will muss man Moooonate vorher reservieren, was wir selbstverständlich nicht getan hatten. Wussten bis vor ein paar Wochen ja nichtmal, dass wir hier hin fahren werden. Dementsprechend fahren wir also aus der nächstgelegenen Stadt morgens mit dem Bus hin und abends wieder zurück. Je 1,5-2 Stunden. 🤦‍♀️

    Auf dem Weg zum Busbahnhof beißt Micha das erste Mal in sein Brötchen mit Käse rein, „BÄH, voll ekelig der Käse!“, was, als ich das Brötchen gerade nicht haben wollte weil schon 2 gegessen, darin resultiert, dass Micha das Brötchen in die nächste Mülltonne wirft. Ungewöhnlicher move. Auf mein „bist du schlecht drauf?“ sprudelt es aus Micha nur so heraus: „Müde, hungrig, Muskelkater von gestern, und nicht viel Lust.“ Oha! In so einem Moment antwortet man am besten: Nichts. 😅 Wir sind spät dran, trotz versuchten schnellen Team-Schritts von mir schlendert Micha den Berg hoch. Ob er so früh den Berg hochrennen müsse? Wir kommen an als uns unser Bus - 3 Minuten vor Abfahrt - entgegenkommt. Dieser Morgen fängt nicht gut an. Es gibt dann zum Glück noch einen Zweiten, den wir nehmen.

    Aus den Lautsprechern unseres Busfahrers dröhnt „You‘re my heart, you‘re my soul“ von Modern Talking. Verrückt, dass die es sogar bis nach Südchile geschafft haben! Im Nationalpark angekommen müssen wir 1,5 Stunden auf den einzigen Katamaran warten, der uns übers Wasser zum eigentlichen Start des 24 km Marsches bringt. Nicht soooo gut auf die Buszeiten abgestimmt. Aber prima, ich bastel mit unserer tollen Offline-Karten App schnell einen Rundweg zur Zeitüberbrückung zusammen, 3 km, mit imposanten Wasserfall. Micha schlendert wieder. Und nörgelt. Er habe Hunger und nicht genug zu essen. Ich so „Iss doch n Riegel, oder Schokolade.“ Nein, will er nicht. Ich wieder „Du bist voll hangry“ (neues Phänomen seit dieser Reise, Micha wird jetzt auch immer angry wenn hungry), und als ich nochmal nachlege sabbelt er gleichzeitig einfach irgendwas weil er’s nicht hören will. Ich hör für einen buchstäblichen Augenblick auf weil ich denke: „Hä?“, er hört auch auf, ich setz wieder an, Micha auch. Jutt, dann eben nicht. Ich setze zum „Ich will das jetzt sehen und deine schlechte Laune kannste für dich behalten“-schnellen Schritt an und bin weg. Fragwürdiges Konfliktmanagement, ich weiß. 😅Ich guck mir den wunderschönen Wasserfall alleine an, dann die tollen Berge, und aufm Rückweg des Rundgangs die freilaufenden Guanacos, ne Lama-Art. Micha sehe ich nicht, entweder zurückgegangen oder mega am trödeln. Die Guanacos stehen in einer Horde im Umkreis von 30 m vor mir, einige von denen mitten auf dem Gehweg, davon 3 Babys. Links und rechts vom Weg keine Ausweichmöglichkeit, sondern überall hirschgroße Tiere, die potentiellen Eltern der Babys. Die kleinen Baby-Guanacos finden mich spannend wie ich da so angewurzelt aufm Weg stehe und kommen zu dritt langsam in meine Richtung. Mein zaghaftes „Schhh!“ bewirkt lediglich, dass nun alle Tiere hochgucken, auf mich. Uff. Ich dreh mich um: Da ist niemand. Wenn ich jetzt auf die zugehe und die Eltern-Guanacos ausrasten und auf mir drauftrampeln (ich finde Tiere unberechenbar!) sieht und hört mich keiner. Mist. Zwei Eltern-Guanacos käbbeln, bäumen sich auf und sprühen sich gegenseitig mit nem kräftigen Stoß Spucke ein. Oh super ey. Was mach ich denn jetzt? Das geht 10 Minuten so, ich, die sich früher nicht mal getraut hat, in den Käfig mit den eigenen Kaninchen zu packen, fühle mich sehr unterlegen. Dann, Gott sei Dank, rennen alle Tiere von links vom Weg zu denen rechts vom Weg, da ein Auto in einiger Entfernung kommt, sodass ich mega umwegmäßig links den Hügel hoch und die Tiere umgehen kann. Maaaaan. Immer diese sehr gefährlichen freilaufenden Tiere in der Natur 😜

    Ich gehe zum Anleger, wo der Katamaran bereits steht. Die 1,5 Stunden sind fast um, in 10 Minuten gehts los. Der letzte Katamaran zum Gletscher für heute. Und von Micha weit und breit keine Spur. Ob er schon aufgestiegen ist? Ich frage den netten Ticketverkäufer ob er nen Mann mit gelber Hose gesehen habe, darf aufs Boot um oben und unten zu gucken, ob Micha bereits unter den Fahrgästen ist. Ist er nicht. Verdammt. Hat er die Abbiegung zum Rundweg verpasst, und kommt daher nicht rechtzeitig zurück? „5 minutos“, deutet der Ticketverkäufer an. Mittlerweile stehen er und ein Kollege links und rechts von mir und witzeln rum. Um 10:59, als ich mir schon überlege wie ich Micha davon überzeuge, dass wir hier morgen nochmal hinmüssen, da wir heute den Katamaran verpasst haben, taucht Micha auf einmal am anderen Ende des kleinen Sees auf. „Daaa!!!“ Aber Micha sieht mich nicht mit beiden Armen winken und für rufen ist er zu weit weg, sondern schlendert. ARG! Der Ticketverkäufer gibt dem Kapitän zu verstehen er solle hupen. Hupen! deutet er an, nochmal!, und nochmal! Der Kapitän macht wirklich mega das Hupkonzert: Hup. Hup Hup Hup. HUUUUUUUP. HUUUUUP. Ich zum Ticketverkäufer „Läuft er?“, da ich Micha in dem Moment nicht sehen kann. Nee. Jetzt sehe ich ihn. Micha KNIET und macht in aller Ruhe seinen Schuh zu. (Laufen sollst du! 😂) Shit! Jetzt brülle ich doch laut ich kann „MICHA!“, was lediglich bewirkt, dass die Leute oben aufm Deck vom Katamaran mich angucken, grinsen und dann aber selber anfangen nach Micha zu pfeifen. Dann der Kapitän wieder: Huuuuuuuup, Hup Hup Hup HUUUUUUUUP. Und DANN fangen die gelben Beine mit der knallroten Jacke darüber endlich an zu sprinten! Micha steht noch ne halbe Seeumrandung vor, bestimmt 600 m Sprint vor Publikum, mit Wanderschuhen, Rucksack aufm Rücken und Kamera inner Hand. Als er da ist wird er klatschend empfangen. 😂 Wir legen sofort ab. 11:02, was für ein Glück!!

    Stellt sich heraus, dass Micha ewig am Wasserfall auf mich gewartet hat, er dachte ich käme von dem Berg-Aussichtspunkt wieder zurück. Ich hatte offensichtlich nicht kommuniziert, dass wir einen Rundweg machen. Ups! 😅 Wir vertragen uns wieder und machen ab, dass derjenige, der meint dass der andere hangry sei, bestimmen darf, dass der andere in einen Riegel beißen muss. „Dann wirst du ja dick“ schmunzelt Micha und schlägt ein.

    Da der Katamaran in 7 Stunden wieder zurück fährt und die Etappe auf Kante genäht ist, da sie zu lang und daher eigentlich nicht als Tagesetappe machbar, müssen wir sofort und zügig los. Ist n bisschen stressig, aber das Wetter ist gut und so marschieren wir so lange, bis wir 5 km vor Halbzeit bereits den Gletscher sehen, unerwartet, die Aussicht mega geil ist, der Wind krass beeindruckend stark stürmt, und wir dann empfinden alles gesehen und erlebt zu haben um gemütlich zurück zu schlendern. Denn Wandern macht am meisten Spaß ohne Zeitdruck.
    Beste Entscheidung ever.
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  • Day12

    Nationalpark Torres del Paine

    February 21, 2019 in Chile ⋅ ⛅ 6 °C

    Der Nationalpark Torres del Paine zählt zu den absoluten Highlights von Chile. Vom Lago Sofia hatten wir noch gute zwei Stunden bis zum Nationalpark. Wenn man einen Camper oder Auto hat (in welchem man schlafen kann), braucht es keine Vorreservation. Wir mit unserem Camper durften überall, wo es ein Parkplatz mit einer öffentlichen Toilette hatte campieren. Wir haben also beim Eingang Serrano die einmalige Eintrittsgebühr pro Person bezahlt und konnten in den Park fahren. Als erstes fuhren wir zum Lago Grey und wanderten zum Ferrier Auspunkt. Der Aufstieg war ziemlich anstrengend aber wir wurden mit einer atemberaubenden Aussicht belohnt. Am Abend fuhren wir bis Salto Grande, wo wir auch übernachteten. Es hatte so starke Winde, dass wir auf den Autositzen schlafen mussten. Alois war dann auch sehr früh wach und marschierte einen Hügel hoch um den Sonnenaufgang zu bestaunen, er kam mit tollen Bildern zurück. Als ich es dann auch aus dem Autositz schaffte, liefen wir bis zum Cuernos Aussichtspunkt. Später wanderten wir zu Wandmalereien, welche sich aber als nicht sehr spektakulär herausstellten. Was aber den Weg trotz allem als Höhepunkt ausmachte, waren die vielen Guanakos sowie den Puma, welche wir aus nächster Nähe bestaunen durften. Zugegeben beim Anblick der grossen Wildkatze wurde mir schon ziemlich mulmig aber zum Glück war Alois mit von der Partie. Im Nachhinein war es sehr spannend, den nicht viele haben die Chance einen Puma zusehen. Nun machen wir uns bereits auf den Weg zurück nach Argentinien.Read more

  • Day160

    Parque Nacional Torres del Paine

    November 10, 2018 in Chile ⋅ ☀️ 11 °C

    We arrived in Punta Arenas, Patagonia, without issue except one guy's luggage didn't make it. He's supposed to get it by tonight, but since our hotel is 250 kilometers away from the airport, I don't think he's holding his breath. We drove past the Straights of Magellan. Wow.

    Today, we're touring Torres del Paine National Park. We've seen wild guanacos (llama), nandu (ostrich), ibis, geese, flamingos, and black-necked swans. We stopped at a small lake that one of only four places in the world that has Stromatolite, coral fossils that are 4 trillion years old.

    Right now, we're at Mirador Salto Grande, the beautiful waterfalls.

    Patagonia reminds me of Wyoming and Montana, a land of harsh beauty. I could spend a long time here.

    So long [for now] and thanks for all the fish. ✌️
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  • Day135

    Chili - Torres del Paine

    January 19 in Chile ⋅ ⛅ 12 °C

    Traversée du parc national de Torres del Paine et de ses lacs turquoise pour atteindre le glacier Grey.

  • Day15

    Lago Pehoe

    January 9, 2019 in Chile ⋅ ⛅ 12 °C

    Nach einer schönen 5,5 stündigen Wanderung bis zum Aussichtspunkt am Lago Grey mit Blick auf den Gletscher haben wir uns im Refugio einen Mate-Sour und Piscola gegönnt und genießen nun den fantastischen Ausblick auf die Berge bei unserer Rückfahrt mit dem Katamaran über den Lago Pehoe.Read more

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Salto Paine

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