Chile
Santiago

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378 travelers at this place:

  • Day380

    Zwei Gringos unterwegs Teil 4

    February 20 in Chile ⋅ ☀️ 28 °C

    Von den Bergen ging es wieder hinunter an die Küste nach Valparaiso. Der Hauptstadt der Graffitis statteten wir bereits bei der Hinfahrt einen Besuch ab und kannten uns also schon ein wenig aus. Auf, neben und zwischen den 42 Hügeln der Stadt gibt es sooo viel zu entdecken, dass man problemlos einige Nächte dort verbringen kann. Wir blieben aber nicht so lange, da wir den Mietwagen zurück nach Santiago bringen mussten. Wir fuhren nochmals mit einem der antiken Lifte und gingen auf die Suche nach weiteren Graffitis (und wir entdeckten einige).

    Zurück in Santiago endet unser 3-wöchiger Roadtrip durch den Norden Chiles. Von saftig grünen Feldern, Meer, Sand, Wüste, hohen Bergen, Sonnenschein und viel Regen über klare Sternenhimmel, Kakteen, chilenisches Essen und Gastfreundschaft war alles dabei. Der Norden bietet für alle etwas. Wir sind um 4648 Ausland-Strassenkilometer und einige (vielleicht 30🤷‍♂) spanischen Wörter reicher.😅

    In der Hauptstadt Chiles sind wir auch zum zweiten Mal - hier bereiten wir und für das nächste Abenteuer vor. Kleiner Hinweis: irgendwo im Pazifik und die nächsten Nachbarn sind einige tausend Kilometer entfernt.

    Einen reisenden Chilenen haben wir dazumal in Myanmar kennengelernt. José ist mittlerweile zurück in seinem Heimatland und arbeitet in Santiago. Natürlich liessen wir es uns nicht nehmen, mit ihm einen gemütlichen Abend bei Piscola (Pisco mit Cola) und einem guten Stück Rindfleisch zu verbringen!
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  • Day166

    Valle Casablanca und Santiago

    September 3 in Chile ⋅ ⛅ 17 °C

    Die Fahrt nach Santiago de Chile ging über die Weingegend um Casablanca (die Ortschaft heißt wirklich so wie die Stadt in Marokko). Da wir Valparaiso gegen 11.00 Uhr verließen und es nach Santiago nur um die 100 km waren, hatten wir heute genug Zeit.

    Also fuhren wir von der Autobahn runter und auf die Weinstraße von Casablanca. Das erste Weingut, das wir nach ein paar Kilometern ansteuerten, hieß Viñamar. Bereits die Einfahrt und das Gebäude waren mehr als pompös. Wir entschieden uns für eine Verkostung und arbeiteten uns durch 6 Weine und 1 Sekt durch: Sauvignon Blanc, Chardonnay, Pinot Noir, Carmenère und Cabernet Sauvignon. Die Weißweine stammten hier aus der Gegend, die roten Weine hingegen kamen südlich von Santiago, da dort das Klima milder ist und der Boden nicht so sandig wie hier. Unser Verkostungsguide erklärte uns kurz jeden Wein wie auch den Sekt. Wir waren von der Qualität und dem Geschmack begeistert, was sich im Einkaufswagen nach der Verkostung widerspiegelte.😊

    Dann fuhren wir zum nächsten Weingut, dem Indomita. Hier machte nur Sophia eine kleine Verkostung, ich durfte Autofahren.😕 Wir genossen dann noch die Sonne und den Blick über die umliegenden Weinberge ins Tal hinein. Das anschliessende späte Mittagessen auf dem Weingut rundete unseren Besuch in den Weinbergen von Casablanca ab. Auf ging es weiter nach Santiago.

    Dort kamen wir gegen Abend an und bezogen erneut ein Hostel, da es keine Campingmöglichkeiten gab. Das Hostel lag zentral in der City und wir konnten Julio sicher im Hof abstellen. Wir hatten heute mal wieder Lust und Heißhunger auf heimische Küche und so zauberten wir uns für das Abendessen Obatzten mit Rettich und dazu deutsches Schwarzbrot, das wir in einem Supermarkt zufällig gefunden hatten.

    Am nächsten Tag mussten wir erstmal zur PDI, der Policia de ...?, da wir Zettel, die wir bei der Einreise nach Chile bekommen haben, verloren haben. Mehrere Leute hatten uns gesagt, dass wir diese zur Ausreise wieder brauchen, deshalb mussten wir uns neue holen. Dort war richtig die Hölle los, als gäbe es etwas umsonst. Nach ca. 15 Minuten durften wir dem Wachmann vor der Tür erklären, was wir wollen, und erst dann durften wir ins Gebäude. Nachdem wir nochmal gewartet hatten, fragte uns wieder jemand, was wir wollen. Dieser Beamte sagte uns, dass wir den Zettel nicht mehr brauchen, also umsonst gewartet 😏

    Nach dem Mittagessen gingen wir zum Plaza de Armas, der wie immer das Zentrum der Stadt war. Irgendwie waren wir beide nicht motiviert uns viel anzuschauen und einfach nur müde. Manchmal braucht man eine Pause von den ganzen Eindrücken, wir hatten das Gefühl, das wir im Moment nichts neues aufnehmen können. Also haben wir es uns im Hostel bequem gemacht und dort abends noch gekocht.

    Am nächsten Tag verließen wir Santiago schon wieder, um uns auf den Weg zur argentinischen Grenze zu machen. Irgendwie schade, dass wir fast nichts gesehen haben, die Stadt hätte bestimmt mehr hergegeben. Aber man kann nicht immer alles mitnehmen. Den Süden Chiles wollen wir aber ohnehin irgendwann mal besuchen, dann aber zur passenden Jahreszeit.

    Also ging es wieder die Anden hoch, zum letzten Mal für uns. Die restlichen Wochen in Südamerika werden wir dann östlich der Anden verbringen. Wir waren überrascht, als wir plötzlich überall um uns herum Skilifte gesehen haben! Da haben wir gleich mal angehalten, denn wir hatten spontan echt Lust zum Skifahren 😍 Leider hätte es sich an dem Tag nicht mehr gelohnt, und eine Übernachtung im gleichgeschlechtlichen Schlafsaal (!!!), hätte 170 Dollar pro Person (!!!) gekostet - scheinbar sind wir im Sankt Moritz von Chile gelandet. Nein danke, das war es uns dann doch nicht wert. Nach 200 km und unzähligen Kehren erreichten wir die Grenze zu Argentinien. Nur leider ließ uns die chilenische Grenzbeamtin nicht ausreisen, denn es fehlte ein Dokument, zumindest war sie der Meinung, dass wir das haben müssten. Bei keinem bisherigen Grenzübergang hatten wir es gebraucht. Es soll bestätigen, dass die RUT (chilenische Steuernummer), die auf Sophias Namen im Fahrzeugbrief steht, auch wirklich Sophias RUT ist. So ein Schwachsinn, jedenfalls durften wir nach einer Stunde Diskussion 25 Kilometer zurück nach Chile zum dortigen Zoll fahren, wo der Chef der Grenzbeamtin war. Dem erklärten wir das Ganze nochmal. Am Ende gab er uns seine Unterschrift, mit der wir problemlos ausreisen konnten.

    Ausgerechnet in Chile haben wir Probleme das Land zu verlassen, wo das Auto doch in Chile zugelassen ist! Beim argentinischen Zoll, der im gleichen Büro wie der chilenische saß, hatten wir dafür scheinbar den Mitleidsbonus - anstatt das Auto wie alle anderen komplett zu durchsuchen, warf der Beamte nur einen ganz kurzen Blick hinein. Sophia wollte gerade sagen, dass wir noch Obst und Gemüse dabei haben, deren Einfuhr auch hier verboten ist. Aber der Beamte winkte ab und sagte es sei alles gut, wir dürfen weiter fahren.

    Allerdings war es mittlerweile 20 Uhr, und wir hatten keine Lust mitten im Nirgendwo weiterzufahren. Deshalb fragten wir, ob wir hier im Van übernachten können, was gar kein Problem war. Also stellten wir uns vor das Zollgebäude und begannen, Beweismaterial zu vernichten, indem wir schnell eine Gemüsepfanne kochten, bevor die Schmuggelware entdeckt wurde.

    So war die Zeit in Chile zu Ende. Wir haben nicht annähernd alles gesehen was das Land zu bieten hat, deshalb werden wir nach so kurzer Zeit auch kein extra Fazit schreiben. In Südamerika war Chile bisher das Land, das uns am Meisten an Europa erinnert hat. Alles war geordnet, die Leute hielten sich plötzlich wieder an Verkehrsregeln, aber auch die Preise waren ungefähr wie daheim. Die Menschen waren uns von der Mentalität her ebenfalls ziemlich ähnlich, so kam es uns zumindest vor. Ein Land mit genialen Landschaften, das definitiv Lust auf mehr macht! Den Süden wollen wir unbedingt auch irgendwann mal bereisen.
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  • Day129

    Ein zu kurzes Wochenende in Santiago

    February 16 in Chile ⋅ ☁️ 19 °C

    Wir sitzen gerade im Bus und können es kaum glauben: wir steuern das letzte Ziel unserer Reise in Chile und somit in ganz Lateinamerika an. So schnell vergeht die Zeit.
    Gerade liegt ein tolles Wochenende in Santiago hinter uns. Wir können nur allen, die mal nach Chile reisen, empfehlen, die Hauptstadt unbedingt mit auf die Route zu nehmen. 👍

    Am vergangenen Donnerstag kommen wir etwas später als gedacht hier an. Haben wir nicht im letzten Post geschrieben, wir sind im „wunderschönen“ Punta Arenas gestrandet? Tja, es war am Ende tatsächlich so. Wir warten vor unserem Abflug über 2 Stunden im Flieger, weil eine Maschine des Bodenpersonals kaputt ist und unser Flugzeug deswegen nicht gestartet werden kann. Irgendwas oder irgendwer will uns im kalten Süden festhalten. 😂
    Als wir aber am Spätnachmittag in Santiago in unserem kleinen, aber sehr feinen Airbnb im 24. Stockwerk mit Aussicht über die ganze Stadt stehen, ist der Ärger schnell vergessen. Wir haben mal wieder Glück was die Unterkunft angeht.
    Zum Abendessen steuern wir einen Thai um die Ecke an. Als wir ankommen, wird uns das heutige Spezial-Drei Gänge-Menü vorgestellt und Pit bekommt eine Rose in die Hand gedrückt um sie mir (ich stehe 20 cm daneben 😂) zu überreichen. Erst jetzt kapieren wir: es ist ja Valentinstag! Da der Hunger deutlich größer ist als das Desinteresse an diesem Tag, ergeben wir uns und lassen uns ein Abendessen schmecken, das etwas größer ausfällt als geplant. 😉

    Freitag und Samstag erkunden wir dann bei einer Free Walking Tour und auf eigene Faust Santiago. Wir sind begeistert von der jüngeren Geschichte Chiles und der unglaublich positiven Ausstrahlung seiner Hauptstadt. Es gibt einige Faktoren, die es uns leicht machen, uns hier wohl zu fühlen:
    da ist zum einen das Wetter. Nach rauhen letzten Tagen im Camper, sind wir wieder im Sommer angekommen. Selbst abends ist es lau und so spielt sich das Leben hauptsächlich draußen ab. Überhaupt: den ganzen Tag sind die geschäftigen Straßen Santiagos voller Menschen und zwischen Touristen und Geschäftsleute mischen sich viele Studenten und Kulturschaffende.
    Apropos Kultur: wir haben selten eine Stadt besucht, die so überquillt an Museen, Galerien, Theatern, Kunsthandwerk und Streetart. Und vieles davon kann man kostenlos besuchen. Im Barrio Italia, einem Hipster-Viertel 😉, reihen sich Designstudios und hervorragende Geschäfte für allerlei schöne Dinge aneinander.
    Und wenn einem dann beim Spaziergang durch die Stadt doch zu heiß wird, gibt’s immer mal wieder einen Park oder ein paar alte Bäume zwischen den Hochhäusern um sich im Schatten zu erholen.
    Auch die Gastronomie kommt in Santiago nicht zu kurz, die Preise sind im Durchschnitt sogar günstiger als in Patagonien und so kann man es sich hier bei gutem Essen und noch besserem Wein gut gehen lassen. In Lastarria (noch ein hippes Viertel) besuchen wir eine Eisdiele, die angeblich zu den 25 besten der Welt gehört. Können wir bestätigen! 😋 Und auch das Ausgehviertel in Bellavista macht seinem Ruf alle Ehre. Also wir waren am früheren Abend da und es war schon einiges los. Deswegen mutmaßen wir mal, dass es später - wenn die jungen Leute feiern gehen - noch besser ist. 😂

    Wir mögen Santiago ab dem ersten Moment. 😍

    Noch ein paar Fakten zum Schluss:
    - jeden Tag um 12 wird auf einem Hügel mitten in der Stadt ein Kanonenschuss abgefeuert. Hier entstanden die ersten befestigten Siedlungen und Verteidigungsanlagen der Stadt. Seitdem ist es Tradition und nicht ganz leise 😬
    - Pokémon Go ist in Santiago nach wie vor ein Hit. Es gibt ganze Parks, in denen jeder (wirklich ausnahmslos jeder) auf sein Handy starrt und man kann sich bei Pokémon Go - Profis live vor Ort Extrapunkte und Tipps abholen. Das führt dazu, dass sich mitten im Grünen vor einem wild auf einem Handy rumtippenden Jugendlichen lange Schlangen bilden. Drumherum nur stumme Handy-Zombies. 🧟‍♀️ Sowas haben wir auch noch nicht gesehen.
    - Chilenen empfehlen einem doch tatsächlich peruanischen Pisco obwohl in Peru alle sauer sind, dass sich Chile die Namensrechte an dem Getränk gesichert hat und zwischen den Ländern ein Wettbewerb um den besten Pisco herrscht. Oder irgendwie eben auch doch nicht... verwirrend 😂

    - und: es gäb noch so viel zu sehen in der Stadt, 2 Tage sind definitiv zu kurz. Müssen wir wohl wieder kommen 😬
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  • Day107

    Sprachlos in Santiago

    April 14 in Chile ⋅ 🌫 16 °C

    Gegen 14 Uhr mittags steigen wir am Flughafen von Santiago in den Shuttle Bus Richtung Innenstadt ein. Bisher läuft doch eigentlich alles wie am Schnürchen: am Check-In in Auckland wurde ohne Probleme unser nicht ganz „echtes“ Weiterflugticket aus Chile akzeptiert (siehe Erklärung unten), Susi hat es im Flieger geschafft ihre Sitznachbarin zu einem Plätzetausch zu überreden (damit ich ihr während des langen Flugs Händchen halten kann 😊) , der Flug war bis auf den Start ausgesprochen ruhig (ich konnte sogar ausnahmsweise mal ein paar Stunden schlafen), wir haben in Santiago sofort unser Gepäck bekommen, keinerlei Probleme bei der Gepäckkontrolle und beim Immigration Schalter gehabt und schließlich sofort den Shuttlebus gefunden.

    Eigentlich kann ja jetzt nichts mehr schief gehen... trotzdem sagt mir mein Bauchgefühl, diesmal vielleicht ein klein wenig zu optimistisch in diesen nächsten Reiseabschnitt gestartet zu sein. Als Vorbereitung habe ich nicht viel mehr gemacht als mal ein Stündchen den Chile Reiseführer zu überfliegen, um nichts absolut Essentielles zu missachten. Meine wesentliche Grundannahme beruht allerdings darauf, in einer inzwischen internationalen Metropole wie Santiago mit Englisch ohne größere Probleme durchzukommen. Denn wir sprechen nicht ein einziges Wort Spanisch. Ich merke leider allzuschnell, dass meine Annahme auf ganz wackeligen Füßen steht... bereits am Flughafen vermisse ich etwas wie einen Infoschalter mit englischsprachigem Angestelltem, unser Busticket können wir auch nur bei einem alten Chilenen über Handzeichen kaufen, im Bus macht der Busfahrer ständig irgendwelche unverständlichen Durchsagen. Ich vermute, dass er die Haltestellen nennt, bin aber dann doch verunsichert als nach einer Durchsage plötzlich 80% der Fahrgäste den Bus verlassen. Haben wir was verpasst? Wir bleiben sitzen, scheint auch zu passen.

    Tatsächlich kommen wir zum Bahnhof, wo wir in die Metro umsteigen müssen. Aber wo ist denn jetzt der verdammte Eingang zur Metro? Nachdem wir die Straße dreimal auf und ab laufen, frage ich schließlich mit Händen und Füßen eine Polizistin nach dem Weg. Ich meine etwas wie „drei Straßen weiter nach rechts“ aus ihrem Fingerzeig herauszulesen. Tatsächlich: da ist die Metrostation! Aber wie funktioniert das jetzt mit den Tickets? Wir scheinen eine aufladbare Karte kaufen zu müssen. Also auf zum Verkaufsbüdchen. Meine Frage zur netten Dame am Schalter „Do you speak English?“ hätte ich mir sparen können, verlegenes Lächeln. Also erneut Einsatz von Handzeichen und fröhliches Wortegestammel (ich versuche ein paar Begriffe zu verwenden, die ich vom Hinweisschild am Schalter ablese). Yippee, wir bekommen tatsächlich eine Karte und diese ist für zwei Fahrten aufgeladen. Auf zur Metro. Kurz darauf bin ich verwirrt, warum wir eigentlich nur eine Karte für zwei Personen bekommen haben. Das kann ja eigentlich nicht funktionieren, da man wie in europäischen Metros am Eingang durch ein Drehkreuz laufen muss. Also nochmal zurück, um eine zweite Karte zu kaufen. Ich gehe bewusst an einen anderen Schalter, ist mir zu peinlich nochmal bei der gleichen Dame aufzutauchen. Gleiches Spiel wieder: Handzeichen, Wortfetzen, Geldübergabe... Check, ich habe meine zweite Karte. Jetzt kann es wirklich losgehen. Klappt alles, 9 Haltestellen später sind wir am Ziel.

    Unsere Unterkunft ist nur wenige Minuten von der Metrostation entfernt: Ein Apartment in einem Hochhauskomplex, gebucht über AirBnB. Den Schlüssel bekommen wir angeblich beim Concierge. Der Eingang ist etwas unscheinbar, aber die Hausnummer stimmt und einen Concierge gibt es auch. Also, auf zur Zielgeraden. Zu früh gefreut: Der etwas grimmige Concierge spricht auch wieder mal kein Wort Englisch. Wir versuchen ihm zu erklären, in welches Apartment wir wollen und zeigen ihm unsere Bestätigung von AirBnB. Hoffnungslos, sein Kollege eilt herbei und weist uns ebenfalls ab. Wir meinen beide zu verstehen, dass wir im falschen Gebäude sind. Mit gesenkten Köpfen ziehen wir wieder ab. Was nun? Haben wir vielleicht die falsche Adresse bekommen? Man darf nicht vergessen, dass wir zu diesem Zeitpunkt inzwischen mehr als 24 Stunden auf den Beinen sind und uns auch so langsam etwas die Power ausgeht. Internet habe ich auch noch keins, denn unsere Handykarte funktioniert ja nicht mehr in Chile. Wir suchen uns ein McDonalds mit FreeWifi und kontaktieren unseren Gastgeber von AirBnB. Ich rechne mit dem Schlimmsten, dass ich vor dem Abend keine Antwort bekommen werde, aber zu unserem Glück erhalten wir innerhalb von 5 Minuten Rückmeldung. Adresse stimmt und ich bekomme eine Nachricht auf Spanisch zugeschickt, die ich dem Concierge zeigen soll. Also nochmal zurück zu unserem grimmigen Freund, dem ich mit einem selbstbewussten Lächeln die Handynachricht vor die Augen halte. Wenige Sekunden später öffnet er wie selbstverständlich eine Schublade, zieht einen Umschlag hervor und schiebt ihn wortlos zu uns herüber: Es ist der tatsächlich unser Schlüssel!!! Etwas ratlos, was vorhin schief gegangen ist (waren unsere Handzeichen und Wortfetzen wirklich so unverständlich???), aber auch überglücklich endlich angekommen zu sein, treten wir in unser Apartment ein und fallen geschafft aufs Bett. Wir sind in Santiago!!!

    Was uns in den ersten Stunden unsere letzten Kräfte geraubt hat, wird uns auch die nächsten Tage noch einige Energie und Geduld kosten. Wir sind nicht mehr in Australien oder Neuseeland, wo die Sprache keinerlei Hindernis war. Santiago ist eine verhältnismäßig moderne Stadt, vergleichbar mit europäischem Standard und guter Infrastruktur. Nur Englisch sprechen zu unserem Leid leider nur die wenigsten. Erschwerend kommt hinzu, dass die Chilenen ein extrem schnelles Spanisch sprechen (wie mir inzwischen gesagt wurde haben selbst spanische Muttersprachler in den ersten Tagen hier teilweise Verständnisprobleme). Es ist praktisch unmöglich für uns, auch nur relativ einfache Phrasen zu verstehen, was jede noch so kleine Interaktion zu einer echten Herausforderung macht. Beim Bezahlen im Lokal oder Supermarkt werden wir gefragt, ob wir bar oder mit Karte bezahlen wollen, ob wir eine Quittung brauchen, ob wir eine Tüte möchten, ob es geschmeckt hat, ob wir Zucker oder Milch in den Kaffee wollen, wie wir heißen, ob wir das Essen mitnehmen wollen oder im Lokal essen, und und und.... jede dieser so einfachen Fragen erzeugt in den ersten Tagen zunächst bei uns nur Fragezeichen, wir sind sprachlos, wie gelähmt und sehen wahrscheinlich aus wie Idioten, während uns die zum Glück meist sehr freundlichen Chilenen mit fragenden Gesichtern anstarren. Irgendwie klappt es ja dann doch immer. Okay, manchmal wollen wir Hühnchen bestellen und bekommen doch Shrimps, manchmal treten wir mit vollem Selbstbewusstsein auf um einen einzelnen Hamburger zu bestellen und wandern am Schluss doch mit zwei Super-Maxi-Menüs an unseren Tisch und viel zu oft sagen wir wahrscheinlich „Si“, wenn wir eigentlich besser „No“ sagen sollten (ohne überhaupt jemals zu erfahren, was wir da eigentlich gefragt wurden). Es ist eine harte Erfahrung, aber auch auch eine gute Erfahrung einmal zu spüren, wie es ist, in einem fremden Land zu sein ohne sich anständig verständigen zu können. Doch wir stecken den Kopf nicht in den Sand, wir wollen das Land, die Leute, die Kultur und das Essen wirklich kennen lernen. Wir beginnen so gut es geht in die Sprache einzutauchen, schlagen Begriffe nach, lernen einfache Sätze, fragen uns gegenseitig ab. Es ist ein zäher Prozess, aber für jeden noch so kleinen Fortschritt feiern wir uns. Und da ich zumindest auch ab nächste Woche mit meinem Spanischkurs anfange, muss die Erfolgskurve dann eigentlich wie eine Rakete steigen... 😉

    Die ersten Tage verbringen wir allerdings zum Glück nicht nur ausschließlich mit Konversations-Akrobatik. Wir wollen natürlich auch Santiago entdecken, einen Eindruck von der Stadt an sich bekommen. Wir durchwandern bei wunderschönem Sonnenschein den riesigen Stadtpark Santiagos, fahren bei starkem Smog (gehört auch zu einer Millionenstadt dazu) auf den berühmten Aussichtsberg Sankt Cristobal, besuchen einen lokalen nichttouristischen Markt in einem etwas runtergekommenen Stadtteil (wo man von Waschmaschinen, Motorteilen, Fenstern und Türen, Klavieren über Spielzeug, Verbandsmaterial, Schmuck, Antiquitäten bis hin zu Kleidung und Essen praktisch alles kaufen kann), dürfen zuschauen, wie Südamerikaner auf offener Straße temperamentvoll tanzen, essen unsere ersten Empanadas und trinken unseren ersten Piscola und Mote con Huesillo (chilenisches Erfrischungsgetränk). Santiago hat definitiv seine schöne Ecken, aber man muss sie finden, es ist kein typisches Touristenziel, wo man einfach eine Liste von Sehenswürdigkeiten nacheinander abarbeitet und es ist schon gar nicht eine Stadt, die man in 1-2 Tagen erkundet. Santiago ist definitiv anders als die Städte unserer bisherigen Reise und zum Glück haben wir noch einige Tage Zeit, um uns in diese Stadt verlieben zu können 🥰

    Anmerkung zum Weiterflugticket: Für die meisten Länder muss man bei der Anreise ein Weiterflugticket aus dem Land nachweisen, um ein Visum zu erhalten. Da wir meist noch nicht unser nächstes Reiseziel festlegen wollen, ist das für uns eine ziemlich doofe Regelung. Zum Glück gibt es einen Internet-Service, der für einen Gültigkeits-Zeitraum von 48 Stunden gegen eine kleine Gebühr ein günstiges Ticket bereitstellt. Sicher nicht im Sinne des Erfinders, aber wesentlich günstiger und flexibler für uns, als im Voraus ein „echtes“ Ticket zu kaufen und später umzubuchen 🙂
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  • Day111

    Abgang mit Stil

    April 18 in Chile ⋅ ⛅ 19 °C

    Manche Sehenswürdigkeiten liegen nicht offensichtlich auf der Hand und sind auch nicht in jedem Reiseführer zu finden. Gut also, dass ich inzwischen in meiner Spanischschule Kontakte geknüpft habe und den einen oder anderen „Geheimtipp“ abgreifen kann, Dies trifft sicherlich auch auf unser heutiges etwas „morbides“ Ausflugsziel zu, denn mir wurde der Zentralfriedhof in Chile wärmstens ans Herz gelegt. Zwar etwas ab vom Schuss, aber dafür riesig groß und einzigartig im Hinblick auf seine pompösen Mausoleen. Der Friedhof misst mehr als 100 Fußballfelder, so dass auf dem Friedhof selbst sogar ein kleines Straßennetz angelegt ist, über das man mit dem Auto bequem bis in die Nähe jedes einzelnen Grabes fahren kann (also kein kilometerweites Schleppen der Gießkannen... da hat einer mitgedacht 🙂). Seit der Friedhof im Jahr 1821 angelegt wurde, sind inzwischen mehr als zwei Millionen Menschen hier begraben worden, darunter auch viele bekannte Politiker und Künstler Chiles. Sogar ein Stück deutsche Geschichte liegt auf dem Friedhof, denn auch die letzte Ruhestätte unseres Erich Honeckers befindet sich hier.

    Das Ausmaß des Friedhofs ist an sich schon beeindruckend, wirklich überwältigend sind dann jedoch die vielen prunkvollen, tempelartigen Mausoleen, die es teilweise durchaus mit antiken Tempeln aus Rom oder Griechenland aufnehmen könnten und sich hier wie eine Häuserzeile aneinanderreihen. Viele haben es sich so richtig gegönnt und scheinbar keine Kosten gescheut, um sich ein Denkmal für die Ewigkeit zu setzen. Wer aber nicht das nötige Kleingeld aufweisen konnte (und das waren dann wohl die meisten der knapp zwei Millionen Verstorbenden), musste allerdings mit den Gräbern des „einfachen Volks“ Vorlieb nehmen und liegt nun in einem der unzähligen Containern des eher tristen Massengrabs, welches einem riesigen Schließfach gleicht. Sicherlich nicht schön, aber irgendwie auch beeindruckend. An diesem Nachmittag sammele ich auf jeden Fall ausreichend Ideen für meine spätere Ruhestätte (deren Bauphase hoffentlich noch in weiter Ferne liegt 😉).
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  • Day112

    Liebe auf den zweiten Blick

    April 19 in Chile ⋅ ⛅ 14 °C

    „Como te llamas? De donde eres? Quantos anos tienes?“ ... Diese Fragen prägen die letzten Tage meinen Vormittag und werden von mir täglich in mehr oder weniger vollständigen und korrekten Sätzen beantwortet. Wer hätte gedacht, dass ich in meinem Alter nochmal die Schulbank drücken werde, Vokabeln lernen muss und Verben durchkonjugiere. Meine Befürchtung als „Opa“ zwischen feierwütigen Teenagern und frühen 20ern in der Klasse zu sitzen wird zum Glück schnell verworfen und ich finde mich in meiner Klasse im Umkreis einer ganz vielfältigen „Studentengruppe“ wieder: Sergey ist Programmierer aus der Ukraine, Mitte 40 und arbeitet seit einiger Zeit in Santiago, Andrew ist Anfang 40 und aus England und wegen seiner Freundin nach Santiago gezogen, Barbara ist gerade 30 geworden und aus Brasilien. Ich bin also gar nicht mal der Älteste und fühle mich gleich umso wohler... 🙂 Die Gruppe ist motiviert, nett und aufgeschlossen. Das Gleiche gilt für die Lehrer. Christian, ein langhaariger chilenischer Rocker, der nebenbei auch Bücher schreibt, weiß Stimmung im Unterricht zu machen und uns immer wieder auch für die kleinsten Erfolge zu motivieren. Ich habe das gute Gefühl, mit der Schule die richtige Wahl getroffen zu haben. Abgesehen vom guten Unterricht ist auch das Schulgebäude einladend gestaltet mit schönem sonnigen Innenhof, Tischtennisplatte und Kaffeeecke. Am Nachmittag werden stets Aktivitäten angeboten wie Stadttouren durch Santiagos Viertel, Koch- und Weinabende, Tanzkurse, usw., so dass ich mich schnell integrieren kann und die Möglichkeit erhalte von den Professoren und anderen Studenten wertvolle Informationen über Chile, die Sprache, die Kultur, das Essen, das Nachtleben und andere möglichen Aktivitäten zu erhalten. Alle Aktivitäten werden übrigens von einer äußerst dynamischen und temperamentvollen Chilenin organisiert (ein Typ wie man ihn sich bei einer Südamerikanerin halt so vorstellt), die uns jeden morgen mit einem lauten „Hey Chicos!“ begrüßt. Ihr doch recht dominantes aber trotzdem sympathisches Auftreten macht es da äußerst schwer, die Teilnahme an einer Aktivität auszuschlagen 😉

    Mein Unterricht endet stets gegen 13 Uhr und abgesehen von den Hausaufgaben habe ich sonst am Nachmittag keine Pflichten zu erfüllen und kann die Zeit nutzen, Santiago noch etwas besser kennenzulernen. Inzwischen entwickele ich auch so etwas wie Routine, wenn es um die alltäglichen Dinge des Lebens geht, wie Einkaufen, Metro nehmen, Kaffee bestellen, etc. und all das, was in den ersten Tagen in diesem „fremden“ Land noch so viel Kraft gekostet hat, empfinde ich nun als selbstverständlich. Das erlaubt mir auch, Santiago aus einer anderen Perspektive als in den ersten Tagen zu betrachten und die vielen schönen Seiten Santiagos besser wahrzunehmen. Mir gefällt inzwischen das quirlige Treiben auf der Straße (auch wenn der Verkehr teilweise leider sehr sehr laut ist), überall sitzen junge Leute in den vielen kleinen Parks und Grünflächen, um die Sonne zu genießen und zu entspannen (viel geraucht wird in Chile auch noch, Tabak und auch so anderes Getreide... 😉), die Lokale sind bis spät in den Abend gut gefüllt (die meisten essen hier nicht vor 20 oder 21 Uhr), zwischen den grauen und tristen Hochhäusern liegen immer wieder auch ruhige beschauliche Viertel, die zum Verweilen einladen (wie zum Beispiel das schöne Barrio Italia mit seinen vielen italienischen Boutiquen, Restaurants und Eisdielen) und natürlich hat auch Santiago wie eigentlich jede Großstadt seine symbolische Sehenswürdigkeiten, die es zu bestaunen gilt (wie den Plaza del Armas mit seinen pompösen Palästen und Amtsgebäuden). Und auch abends fühle ich mich inzwischen deutlich wohler und sicherer, wenn ich durch die dunklen Straßen laufe, als noch am ersten Tag. Es ist halt doch so, dass alles was fremd ist, erstmal verunsichert und Bedenken erzeugt, die eigentlich völlig unberechtigt sind. Zum Ende der Woche hin lerne ich Santiago langsam immer mehr zu lieben. Es ist eine Liebe auf den zweiten Blick, vielleicht nicht die ganz große Liebe, aber zumindest eine Stadt, die ich jedem weiterempfehlen würde, der Chile besucht, und in die ich auch selbst jederzeit zurückkehren würde, wenn sich wieder die Gelegenheit ergeben sollte.

    Ich merke aber auch, dass mich die Tage in Santiago durchaus anstrengen. So viele Eindrücke, neue Leute und dann ununterbrochen im Umfeld einer Sprache, von der ich leider immer noch nur Bruchteile verstehen kann. Das schlaucht und abends falle ich meist geschafft ins Bett. Für wilde ausgelassene Feiern im Nachtleben von Santiago fehlt mir dann schlicht die Energie (zumal das Nachtleben hier auch erst um 24 Uhr startet und meist bis 5 Uhr morgens anhält). Inzwischen bin ich auch in meiner neuen Unterkunft eingezogen, ein kleines Zimmer in der Wohnung einer ca. 50-jährigem Chilenin. Das Zimmer ist sehr einfach, aber dafür günstig und ich habe alles was ich brauche und fühle mich auch soweit recht wohl. Zudem ist meine „Gastmama“ sehr freundlich, tauscht sich mit mir immer wieder zwischendurch in einem Mix aus Deutsch, Englisch und Spanisch mit mir aus und verschreibt mir sogar ein paar Medikamente als sie mich nachts husten hört (sie ist Ärztin). Kein Wunder, dass ich mich erkältet habe, denn nachts wird es inzwischen richtig kalt (bin ich nicht mehr gewohnt) und eine Heizung gibt es in meinem Zimmer leider nicht, so dass ich mich nachts unter mehrere Decken flüchten muss.

    Wir könnten sicherlich noch viele Tage in Santiago verbringen, ohne dass wirklich Langeweile aufkommen würde, aber es zieht uns weiter. Am Freitag geht es nach Vina Del Mar, einem Küstenort ca. 2h von Santiago entfernt, der deutlich kleiner und etwas entspannter als die Hauptstadt sein soll. Hier werde ich dann auch meine spanischen Sprachkünste für eine weitere Woche fortsetzen. Irgendwie freue ich mich auch schon darauf, dem Großstadtdschungel erstmal den Rücken zu kehren, das Meer wiederzusehen und auch wieder mit Susi ein gemeinsames Apartment teilen zu können. Ich bin gespannt, was uns die nächste Woche an weiteren Erlebnissen bescheren wird...
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  • Day52

    Santiago de Chile

    December 22, 2018 in Chile ⋅ ⛅ 11 °C

    ...war eigentlich gar nicht auf meinem Plan. Aber ich habe mich dann doch von einer Reisebekanntschaft überreden lassen. Eine riesige (7 Mio Menschen), sehr europäische Stadt mit viel Geschichte. Über diese, habe ich viel im Rahmen einer „FreeWalkingTour“ und einiger Museumsbesuche erfahren.

  • Day4

    Day 3 - Church, Park, Ripoff

    December 30, 2018 in Chile ⋅ ☀️ 28 °C

    It's Sunday so, after breakfast, we went to mass at the central Cathedral at the Plaza de Armas, the central square. The 9:00 service was in a side chapel to the main sanctuary. We were early and sat waiting as the gathering congregation said the rosary. With the marble walls reverberating with the sound, I caught only fragments, although knowing the rosary allowed me to make out some of the chant. The service was familiar although in Spanish and, again, I caught some of the flow but not a lot - knowing the general flow helped. Gail caught more than I did. We walked back to the hotel in the cool morning.

    After changing, the hotel got us a taxi that took us to the Municipal Park and the cable car ride to the top of Cerro San Cristobal. The park is a large (3 square mile) area covering the hills. Paths lead up, down and around the hill and it was full of Sunday visitors. We took the recently refurbished cable car up to the summit, passing over the trees while taking in the sights, which included a large and popular swimming pool as well as the people walking and biking the paths. Parts of the streets below the hill were closed for the use of bikers and there were hundreds of them. We shared the cable car with a mother and daughter from Venezuela and chatted a bit with them as we rode. At the summit is a large statue of the Virgin Mary and a chapel. We sat for awhile in the chapel then climbed to the statue for a great view of the expansive city laid out on all sides. Santiago has a population of 7.5 million inhabitants - roughly half the population of entire country. We wandered around among the crowds, had an empanada and rested. Empanadas are common everywhere from little mom and pop shops to the major grocery stores. It's a pastry shell wrapped around a filling that could be simply cheese or meat or more mixed ingredients. We had a "Pino" type which had hamburger, onions, half an egg and a olive - good! Took the funicular down the hill on the opposite side from where we came up.

    We took a taxi to the Costner Center, the blue skyscraper you saw in a photo from our hotel's terrace. This is the tallest building in Latin America at 63 stories and 1,000 feet. The taxi ride was our first ripoff. The ride from the hotel to the park was about 5,000 pesos, which was what the hotel had said it would be. The ride from the Cerro to the Center (a similar distance) was more than four times as much. I was suspicious as we drove there because the meter was going up much faster than had the first taxi's meter. When we went to pay, the driver palmed the 20,000-peso bill I gave him and claimed it was only a 5,000 bill. I was suspicious but forked over another bill.

    The Center is a huge shopping mall with six floors of upscale shops. It's bright and modern, like anything we'd expect in the US. We took an elevator to the 62nd floor observation deck that looks out over the entire city on four directions. Posted information plaques explain what you're seeing - the Andes to the east, the river Mapocho below, and the sprawling suburbs in all directions. Back down in the mall area after the observation deck, we had an ice cream and coffee/tea while watching the people thronging by.

    To get back to the hotel we took another taxi - a big mistake. I saw the meter climbing fast and when we arrived at the hotel, the same thing happened - the driver palmed the first bill and showed a much smaller bill. We argued but he keep insisting but finally settled for half what he first asked (in spite of the meter wanting more - a sure tip off). I was furious and complained to the hotel staff. They commiserated but couldn't do anything. They also told me another guest had been robbed in the streets earlier in the day. The lesson is, "Be careful!" They also said Uber (yes, they have it here) is much more secure.

    At the hotel we confirmed our flights tomorrow and arranged for a private hire car for the ride to the airport in the morning. Tonight there's a restaurant over in Lastarrias that is supposed to have the best crevice in Chile. I'm going for that.

    A word on finances. Chile is (according to the guide book) the most expensive country in Latin America. The exchange rate fluctuates a bit but is around 680 pesos to the dollar - I use 700 when I'm making a fast calculation. Our two waters and two empanadas up on Cerro San Cristobal were 6,000 pesos - about $9. The restaurant meals we been having usually run about $15 a plate plus the drinks. The restaurants add a 10% tip to the bill without asking.
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  • Day2

    Flight to Santiago across the Andes

    December 31, 2018 in Chile ⋅ ☀️ 30 °C

    What a hectic flight. 60min delay in Sao Paulo and only landed 1500 in Santiago.

    Then a taxi to Valparisio. We were always worried about this leg of the trip. Leave Johannesburg on 30 Dec and party in Valparisio midnight 32 Dec

    At least the view of the Andes made up for the hassle.

  • Day275

    Santiago

    February 5, 2018 in Chile ⋅ ⛅ 66 °F

    Flights were so inexpensive that we opted to fly (~ 1hour) vs. taking an 11 hour bus trip to Santiago, which made for a relaxing travel day.
    In Santiago we were immediately struck with the diversity of restaurants compared to what we’d experienced in Argentina. You can find Thai, Indian, Japanese, Peruvian, etc. and many of the menus are vegetarian friendly and much heavier on vegetables. This was a welcome change from the meat-centric menus that seem to dominate in Argentina.
    While here we visited a few museums (the Pre-Columbian museum was amazing!) and walked through the city’s parks and neighborhoods. While there are some beautiful old buildings here, much of the city is a hodgepodge of ugly-ish modern high rises making it harder to love than Buenos Aires. The people were friendly and we enjoyed ourselves, but probably wouldn’t return to spend more time here.
    Our Spanish is slowly improving, but Christy has been a bit irritated that her high school Spanish has consistently been overshadowed by John’s tiny vocabulary learned from watching Narcos. He simply throws out “Porque No?” and instantly gets laughs, smiles and respect that Christy cannot match with her practical, basic Spanish. At least John hasn’t tried to break out the bad language he learned from Narcos yet – that might bring a very different kind of reaction.
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You might also know this place by the following names:

Santiago

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