Colombia
Barrio Naranjal

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Travelers at this place
    • Day102

      COMUNIDAD 1️⃣3️⃣❗

      January 20, 2022 in Colombia ⋅ ⛅ 27 °C

      Um 6 Uhr geht der Wecker. Leise aus dem Dorm schleichen, fertig machen und auschecken. Mit dem Taxi hab ich dann Can bei seinem Hostel abgeholt und sind so überpünktlich zum Flughafen aufgebrochen. Santa Marta ist echt weitläufig und ich hab soviel von der Küstenstadt noch nicht gesehen gehabt. Was wir auf dem Weg auch gesehen haben war ein Fahrradunfall:/ wir sind nur dran vorbei aber sah echt nicht gut aus. Also mit Blutlarche neben dem Kopf und viele Leute um ihn herum, die sich um ihn gekümmert haben:/ ob er die Nacht überstanden hat weiß ich nicht.. war tatsächlich der allererste Unfall den ich während meiner Reise gesehen habe.

      Beim Flughafen musste ich dann beim Checkin 54.000 Pesos zahlen, zum einchecken... komplett stupid die Viva Airline.. weil ich des nur bis 2h vor dem Flug machen kann. Naja was gelernt aber ärgert einen trotzdem weil es so unnötig ist..

      Flug optimal verlaufen und Can und ich sind dann vormittags in Medellin gelandet. Mit nem Bus gings dann in die Stadt und das letzte Stück dann mim Uber. Ich nächtige im Purple Monkey Hostel. Can paar Ecken weiter.

      Für 2 Uhr habe ich uns eine Free Walking Tour gebucht. Durch die Comunidad 1️⃣3️⃣. Das einst gefährlichste Stadtviertel der Welt! warum? erzähl ich gleich. Weil zuerst mussten wir mit der Metro dahin fahren. Und die ist spitze hier in Medellin. Wirklich lupenrein sauber die Bahnsteige und so viele Leute nutzen sie.. Wirklich toll. Also die ist bestimmt besser als manch andere in Deutschland. Bin echt geflasht.

      Mit einer Chipkarte, die man mit Fahrten aufladen kann, kommt man so von A nach B und eine Fahrt kostet umgerechnet so 70 Cent. Medellin ist nämlich sehr weitläufig und flächenmäßig unglaublich groß. Kurz bevor die Walking Tour gestartet hat, haben wir noch einen Fruchtsaft von einen der Stände probiert und super lecker. Jede Frucht ist super süß hier in Südamerika und ich liebs. Ich kauf mir oft einfach mal so im Vorbeigehen eine vorgeschnittene Mango.

      Zu Beginn der Walking Tour hat sich dann Liz vorgestellt, unsere Führerin heute und sie hatte so viel interessante Sachen zu erzählen! Sie lebt nämlich selber in der Comuna 13 und hat alles der letzten 30 Jahre, was hier so passiert ist, mitbekommen. Und das ist eine Menge!

      Mal ein kleiner Rundumblick für Comunidad 13.
      COMUNIDAD 13 ist eines von 16 Stadtviertel in Medellin. Es war in den 70ern 80ern und eig bis 2000 dafür bekannt, dass gefährlichste Stadtviertel der Welt zu sein, weil die Regierung von Kolumbien nach einigen Versuchen das Stadtviertel neu zu strukturieren, mit Rebellionen konfrontiert wurden und das Viertel aufgegeben haben und jeglicher Polizeischutz oder Anbindung an die restliche Stadt ausgesetzt wurde. So konnten sich viele unterschiedliche Gangs ansiedeln, die mit unsichtbaren Grenzen ihr Territorium beschützt haben. Da keiner richtig wusste, wo ein Territorium endet und wo das nächste anfängt, sind viele viele unschuldige Menschen erschossen worden.

      Die Geschäfte in den verschieden Gebieten in Comunidad 13 und auch die Menschen mussten Schutzgeld an ihre jeweilige Gang bezahlen. (Und das müssen sie tatsächlich heute noch.) Erst nach einigen militärischen Großeinsätzen um 2000, wurden die meisten Gangs zerschlagen und viele Gangmitglieder wurden getötet. Bis zu diesem Zeitpunkt haben die Menschen in der Comunidad 13 ihr eigens Leben geführt. Keine Bauvorschriften, kein fließendes Wasser kein polizeilicher Schutz, und und und.

      Die Leichen von den ganzen Opfern wurden auf einem Berg bei Medellin verbuddelt oder entsorgt, wo auch eine Müllkippe ist. Die Regierung wollte ursprünglich diese Mülldeponie auflösen aber die Kosten wären 7 Millionen Dollar gewesen und so ist das Gebiet noch heute unangetastet. Dort müssen die Überresten von noch Tausenden Menschen liegen, hat uns Liz erzählt.

      So und jetzt zum freudigen Teil: Medellin hat ab 2000 begonnen, das Stadtviertel wieder aufzufangen und hat viel Geld und Mühe reingesteckt. Es wurden viele viele innovative Ideen umgesetzt, wie überall kostenloses Wlan oder der Bau der Escaleras electricas. Die Escaleras electricas sind Rolltreppen, die die verschiedenen Ebenen der Comunidad 13 verbinden. Da ein großer Teil ja am Berg gebaut ist, sind die Rolltreppen eine enorme Unterstützung beim hochkommen. Überall bei den Treppen ist es lebendig und viele Leite verkaufen Sachen und laute Musik ist von jeder Ecke zu hören. Es wurde eine nigelnagelneue Universität gebaut, die jetzt in 3 Monaten öffnet und viele farbige Graffitiwände und Kunstwerke erwecken das Stadtviertel zu leben.

      Es sind auch viele Touristen unterwegs, die sich diesen Wandel der COMUNIDAD 13 anschauen wollen. Liz hat uns dann viele Graffitis und ihre Bedeutung dahinter erklärt. Nachdem wir dann 2,5 h unterwegs waren, hat die Tour bei ihr im Haus geendet. Sie wohnt mit in der Comunidad 13, mit einer schönen Dachterrasse mit Blick auf die Stadt. Auf den Bildern werdet ihr es ja erkennen. Soweit das Auge reicht, ist mit den Ziegelnhäsuern alles bedeckt. Kein Stückchen Erde ist unbebaut und teilweise sind 6 solcher Häuserkonstrukte aufeinander gesetzt. Sieht schon toll aus!

      Abgeschlossen hat Liz die Tour damit, dass es 2019 einen kleinen Rückfall in Sachen Sicherheit und Gangkriminalität gab. Viele Jugendliche finden keine Arbeit und werden von den Gangs angelockt für sie zu arbeiten. Vor 2 Jahren ist der Nachbarsjunge von Liz in seiner eigenen Haustür von einem Freund erschossen worden, weil er irgendwas falsch gemacht hat... Also der Dialog und die Aufklärung für junge Menschen gegenüber der Gangs ist sehr wichtig und Liz unterstützt mit ihrer großen Wohnung immer wieder mit Filmabenden oder dem Zusammennommen von Jugendlichen die Aufklärung. Man muss abschließend dazu sagen, dass die anderen Stadtviertel von Medellin schon lange sehr viel sicherer sind, als COMUNIDAD 13.

      Ich war sehr positiv beeindruckt von Comunidsd 13 und kann ich nur empfehlen. Gefällt mir sehr gut hier, also generell Medellin. Can und ich haben dann bei einem Kunstladen einen Stop gemacht, wo Graffitizeichnungen und Kunstwerke ausgestellt waren. Und da hat der Can dann einen richtig guten Fang gemacht! Ein Graffitibild, was uns beiden gleich zu Beginn sehr gut gefallen hat. Das knallige Pink sieht einfach mega aus. Für 100 Dollar hat Can dann zugegriffen und das wird bei ihm daheim jetzt aufgehängt.

      Ich hab mir ein T-Shirt bedrucken lassen mit einem sehr passendem Motiv: EIN LÖWE am Rücken und vorne links C_13 für COMUNIDAD 13.

      Tatsächlich hat mich diese T-Shirt Aktion ganz schön Zeit gekostet, weil der erste Druck war sooo scheps und schief draufgedruckt, dass ich nach 5 min wieder umgedreht bin und denen das T-Shirt um die Ohren gehaut habe... Es sah wirklich schlimm aus. Also ging gar nicht. Dann hatten sie aber kein weißes T-Shirt in meiner Größe und so bin ich dann in anderen Läden auf die Suche gegangen, nach einem weißen T-Shirt in meiner Größe und mit einer guten Qualität. Nach dem 7. Laden war ich erfolgreich und konnte dann das T-Shirt nochmal kostenlos neu bedrucken lassen! Was ein Akt aber jetzt bin ich zufrieden und kann es tragen.

      Mit der Metro gings dann wieder zurück und am Abend sind wir dann mit Valentina und Kevin, dem kolumbianischen Pärchen aus Cartagena essen gegangen. Mit dabei war noch eine Schweizerin. Wir haben eine riesige Platte serviert bekommen und viel zu voll sind wir dann aus dem Restaurant getorkelt. Mit dem Auto sind wir dann noch auf einem Aussichtspunkt von Medellin gefahren und die Aussicht war wirklich wahnsinn! So viele Lichter. Gruppenfoto und ab nach Hause. Valentina und Kevin müssen morgen arbeiten, aber am Samstag gehen wir feiern!

      Im Hostel bin ich dann ins Bett gefallen und hab noch bisl Bilder von heute durchgeschaut und bin dann irgendwann weggeratzt.
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      Traveler

      Medellin ist auch heute noch unsicher trotz all d Bemühungen seitens d Regierung...Vorsicht mit Alleingängen!!!

      1/23/22Reply
      Traveler

      Erinnert mich sehr an La Paz

      1/23/22Reply
       
    • Day151

      Medellin

      June 22, 2022 in Colombia ⋅ 🌧 25 °C

      Medellin is een stad die bij velen gekend staat als enorm gevaarlijk, wat 20 jaar geleden ook absoluut het geval was. In die korte tijd is het echter gelukt om vele regio’s in de gigantische stad bijna te ontdoen van geweld en criminaliteit, waardoor zelfs toeristen nu zonder al te veel zorgen de stad kunnen verkennen. Zeer impressionant vinden wij!
      Een grote bijdrage tot veiligheid werd geleverd door het bouwen van een metrosysteem en meer bepaald kabelbanen die mensen van bovenaan de heuvels veilig tot in het centrum van de stad brachten/brengen zonder dat ze de meest onveilige buurten op de heuvels, ingenomen door drugcartels, door moesten.

      Dat gezegd zijnde vonden we het merendeel van de stad maar niets. Ofwel bevonden we ons in een erg ‘gemaakte’ buurt met het ene grote winkelcentrum na het andere, gevolgd door erg moderne restaurant(ketens), ofwel krioelde het van mensen in drukke volle straten vol licht, geluid, chaos en zonder authenticiteit.
      Bovendien werd ons meermaals verteld dat het centrum van de stad overdag veilig (en de moeite) was en enkel na het vallen van de avond vermeden moest worden, maar 1 straat verwijderd van het centrale plein bevonden we ons plots in ‘the bronx’ van Medellin. We sprongen snel in een taxi die zich een weg baande doorheen de vele junkies die met lege ogen op straat lagen, vuilnis doorzochten of hun volgende ‘hit’ voorbereidden. Er is dan ook maar 1 foto in de footprint van downtown Medellin, getrokken 5 minuten voordat het helemaal mis ging.

      Wel heel plezant en interessant was onze tour door communa 13 (Medellin telt 16 communas) met een erg gepassioneerde gids die ons maar liefst 5 uur mee op schok nam! Communa 13 was vroeger één van de gevaarlijkste buurten in Medellin, maar is tegenwoordig supergezellig en overgoten met kunst. De vele grafitti-werken tonen het verhaal van de wijk en zijn inwoners die dapper strijden tegen drugsgeweld en op elke hoek is er wel een leuk initiatief om de kinderen van de straat te houden en hun creatief talent te voeden. De communa 13 inwoners brouwen tegenwoordig zelfs eigen lokale biertjes die we hebben getest en goedbevonden. Onze gids was er ook op gebrand om Samya koffie te leren drinken, wat ondanks de mildere smaak na het gebruik van ‘de juiste techniek’ geen schot in de roos was. Geef mij dan toch maar een lekker zoete koffie- of rode wijnlimonade met knapperige ‘big ass ants’ als snack!
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      Traveler

      hihihihi

      7/5/22Reply
       
    • Day48

      Medellín und Guatapé

      December 9, 2022 in Colombia ⋅ ⛅ 23 °C

      Medellín empfanden wir als sehr aufregende Stadt mit vielen Gegensätzen. Während einer Tour durch die berühmt-berüchtigte Comuna 13, die früher als gefährlichste Gegend weltweit galt, erfuhren wir so einiges über die dunkle Vergangenheit dieser Millionenstadt. 🕵‍♀️

      Während den 80er und frühen 90er Jahren fungierte das Medellín-Kartell unter der Führung von Pablo Escobar als grösster Kokain-Exporteur der Welt. Attentate, Morde und Entführungen waren an der Tagesordnung.

      Inzwischen hat sich Medellín zu einer modernen Stadt entwickelt und wurde 2013 sogar als innovativste Stadt der Welt gekürt. Doch noch immer herrschen Bandenkriege in den Armen- und Drogenvierteln der Stadt. Der Unterschied zwischen diesen Stadtteilen und dem Villenviertel El Poblado sind frappant.

      Weiter gings nach Guatapé, zurück in die Natur.🌱 Der Ort ist vor allem für das bunte Städtchen und der La Piedra (där Gufär) bekannt, der in der schönen Landschaft hervorragt.

      Leider litt ich während unserem gesamten Aufenthalt in Guatapé an starken Halsschmerzen, weshalb ich nicht alle Aktivitäten mitmachen konnte. 🤒
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    • Day103

      Bewegendes Medellín

      January 22 in Colombia ⋅ 🌧 22 °C

      Medellín ist die zweitgrösste Stadt Kolumbiens - und die ehemals wohl gefährlichste Stadt der Welt. Kein Wunder versprach unser Tourguide auf der Walking Tour: Heute werde ich Euch erklären, weshalb Eure Eltern Angst haben, dass ihr hier in Kolumbien seid...😉 Er hatte nicht zu viel versprochen, die Stadt und ihre Geschichte waren eindrücklich und haben uns bewegt, auch wenn es heute sicher ist, Medellin zu bereisen. Fangen wir aber vorne an...
      Nach unserer Ankunft spätabends in El Poblado - eines der beiden touristischen Viertel Medellíns - blieb uns nur eine kurze Nacht, denn vor der gebuchten Free Walking Tour machten wir uns auf die Suche nach einem Frühstück. Es wurde uns leicht gemacht - hier reihen sich Hotels, Restaurants und Cafés aneinander. Und so ergatterten wir tatsächlich das wohl beste Frühstück unserer bisherigen Reise!🤩
      Nach der erfolgreichen Mission Frühstück folgte die nächste Herausforderung: Metro. Auch diese war aber einfach zu lösen. Obwohl die Metro Medellíns schon fast 30-jährig ist, befindet sich alles in einwandfreiem Zustand und kommt erstaunlich modern daher. So konnte es dann punkt 10 Uhr losgehen mit der geführten Tour durch das Stadtzentrum.
      Unser Guide Dio begrüsste uns mit einem historischen Überblick über die Entwicklung Medellíns (kein Gewähr für die Richtigkeit aller folgender Erzählungen, wir geben nur weiter was wir auf spanglish gehört haben😉🙈).
      Einst war Medellín ein kleines, landwirtschaftliches Städtchen, das sogar für die ankommenden Spanier uninteressant war, da es hier nichts Wertvolles zu holen gab, sodass sie bald in andere Gebiete Kolumbiens weiterzogen. Erst als sie merkten, wie heiss es in den Küstenregionen sein kann, kamen einige zurück in das angenehmere Klima der hiesigen Berge. Tatsächlich wird Medellín auch die Stadt des ewigen Frühlings genannt aufgrund dem idealen ganzjährigen Klima - auch wir genossen, wie grün es hier ist!🌿

      Erst mit der Einführung und dem weltweit steigenden Bedarf an Kaffee Anfang des 20. Jahrhunderts explodierte Medellín förmlich, wuchs innert kürzester Zeit um mehr als das siebenfache und wurde zum wirtschaftlichen Motor Kolumbiens! Kein Wunder entwickelte sich neben der geplanten Stadt auch ein informelles Medellín an den Hängen der umliegenden Berge, wo heute u.a. die berühmte 'Comuna 13' liegt.

      Ab den 70er und 80er Jahren folgte dann die richtig dunkle Zeit. Nachdem im den USA ehemalige Soldaten mit dem in Deutschland als Medizin entwickelten Kokain gegen die posttraumatischen Belastungsstörungen aus dem zweiten Weltkrieg behandelt werden, startet das weisse Pulver seinen Siegeszug. Die Nachfrage war plötzlich (und ist immer noch) riesig - und Kolumbien kann liefern. Man schätzt, dass in Kolumbien heute rund 70% des weltweiten Kokains produziert wird! Heute überwiegend ohne offensichtliche Gewalt, da der Transport und Verkauf von mexikanischen Kartellen übernommen wurde - auch aus dem einfachen Grund, dass Kolumbien, im Gegensatz zu Mexiko, ein Auslieferungsabkommen mit den USA hat. Wer hier angeklagt wird, Drogen nach Amerika geschmuggelt oder verkauft zu haben, wird an die USA ausgeliefert, dort verurteilt und wird im schlimmsten Fall nie mehr gesehen. Davor haben sogar die Gangsterbosse zu viel Angst...

      Vor diesem Abkommen in den 80er und 90er war das alles ganz anders. Ganz Kolumbien und vor allem Medellín war durchsetzt von unzähligen kleinen Kartellen - bevor sich ein Mann nach oben arbeitete und all die kleinen Gruppierungen unter einer starken Hand vereinigte. Pablo Escobar - ein Name, den unser Guide Dio nicht laut aussprechen wollte in der Stadt und ihn nur Voldemort nannte... Dio ist nur ganz wenig älter als wir, aber als er erzählte wie er aufgewachsen ist, sich beim Spielen immer wieder unter dem Bett versteckend oder draussen hinter geparkten Autos wartend, bis die nächste Schiesserei vorbei war oder wie er auf dem Schulweg an auf der Strasse liegenden Opfern derselben vorbei laufen musste - das nahm uns alle mit. Während mehreren Jahrzehnten herrschte ein unerbittlicher Krieg zwischen den Drogenkartellen, dem Staat, den linksextremen Guerillas (z.B. die Farc) und den rechtsextremen Paramilitärs, der 2003 mit der Entwaffnen der Paramilitärs abebbte und schliesslich 2016 mit dem Friedensabkommen zwischen Staat und den Farc-Rebellen zumindest oberflächlich endete. Bis dahin sorgte er zur Höchstzeit um 1991 alleine in Medellin für über 6'600 Morde pro Jahr.
      Nicht erstaunlich also, dass Dio und viele Kolumbianer:innen den Ruhm Pablo Escobars, unter anderem durch Netflix-Serien wie 'Narcos', sehr kritisch sehen. Und um so erstaunlicher, dass die Kolumbianer:innen trotz all dem Elend, dass wir alleine auf dieser Tour gehört haben, so lebensbejahend und fröhlich bleiben konnten! Vor allem helfe da die Einstellung, sich auf positive Erlebnisse zu fokussieren und Negatives aus der Vergangenheit selektiv zu vergessen, um nicht in dem erlebten Leid unterzugehen.
      Gerade Medellín tankt heute auch viel Energie aus der Transformation, die diese Stadt hinter sich hat. Dank 'sozialer Architektur' wurden gezielt die dunkelsten Ecken der Stadt aufgewertet und entwickelten sich mit neuen Plätzen, Gebäuden sowie zahlreichen sozialen Angeboten zu einladenden Begegnungsorten und zu Zeichen der Hoffnung. Mit Gondeln wurden die Stadtteile an den Hängen mit dem Zentrum verbunden - und bereits mitten in der Blüte der Kriminalität wurde die Metro eröffnet, die die Mobilität in Medellín völlig veränderte und als Zeichen für eine bessere Zukunft von allen so heilig gehalten wird, dass kaum ein Kratzer oder Graffiti zu finden ist!
      Mit neuen Schulen und 10 grossen Bibliotheken in den problematischsten Vierteln wurde der Bildung neuer Aufschwung gegeben und Kinder in die Schule geholt statt in die Hände der Kartelle getrieben. So hat sich Medellín zu einem Vorzeigebeispiel und einer der innovativsten Städte weltweit entwickelt. Eine Entwicklung, die man sieht und vor allem spürt - und die uns sehr bewegt hat!😊
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    • Day19

      Medellin ... La Comuna 13

      March 17, 2022 in Colombia ⋅ ☁️ 21 °C

      Ce matin, on va visiter la Comuna 13 avec un guide (en français ... comme ça les enfants peuvent suivre !).

      La Comuna 13, c'était le quartier le plus violent du monde il y a encore quelques années 😱

      C'était au départ un quartier plutôt modeste sur les hauteurs de Medellín.
      Suite à de très nombreuses guerres civiles, beaucoup de Colombiens ot été contraints de migrer ici pour trouver du travail et fuire l'opression.
      Suite à l'assassinat du candidat libéral qui allait enfin renverser le pouvoir conservateur, des milices se sont créées et ont commencé un combat armé. Une guérilla (les FARCS) s'est formée pour lutter contre ces milices, puis des para militaires sont venus se battre contre cette guerilla ... jusqu'à l'intervention de l'armée 😱.
      On rajoute quelques narco trafiquants dans tout ça ... ca sent pas bon !
      La fin est digne d'un Tarentino ... Bain de sang et beaucoup, beaucoup de morts dans le dernier grand combat dans ce quartier: l'opération Orion le 16 octobre 2002 (c'est pas si loin 😱 !!!!!)

      C'est à partir de ce moment que la transformation de la ville commence. Des accords de paix sont signés et ... les gens commencent à s'exprimer différemment et ce sont les graffeurs et les rappeurs qui font passer des messages de paix par l'art.
      6 escalators sont installés dans ce quartier hyper hyper pentu et une nouvelle vie s'installe. Le tourisme achève la transformation d'un quartier qui devient très positivement méconnaissable !!!

      Côme tombe des nues ... déjà parcequ'il appréhendait de venir ici (peur) ... mais aussi parcequ'il se rend compte de la rapidité du changement. Il y a 10 ans on n'aurait pas mis les pieds ici.

      La Comuna 13 regorge aujourd'hui de tags qui rappellent l'histoire tragique, de bars hyper vivants, de rappeurs, de street artistes ... C'est juste ouf !

      L'après midi est un peu plus légère, on va retrouver un petit goût de France chez Décathlon 😅
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      Traveler

      Waouw complètement ouf cette ville et son histoire! Merci de ce partage.

      3/22/22Reply
      Traveler

      C'est aussi ce qu'on s'est dit !!!

      3/23/22Reply
      Traveler

      Magnifique tous ces graph’!

      3/22/22Reply
      2 more comments
       
    • Day100

      Medellín - 100 Tage auf Reise!

      January 4 in Colombia ⋅ ⛅ 14 °C

      Wo ist die Zeit hin?? 100 Tage auf Reise - nun mitten im Land Nummer 5 und bisher noch nicht müde vom Leben aus dem Rucksack, in Mehrbettzimmern, fremden Betten, ständig wechselnden Währungen, fremder Sprache, Tage und Nächte in Bussen oder an Flughäfen. Das ständige Chaos wird zum Alltag, man entwickelt seine eigene Art von Routine aus Erkunden neuer Städte und Planen des nächsten Ortes. Da ich aktuell meine kleine Reisegruppe gefunden habe, habe ich zumindest nicht das Problem des Ständig-neu-vorstellens:)

      Ich möchte immernoch weiter, freue mich über jeden erklommenen Vulkan, jede Abkühlung im Wasserfall, jede bunte Stadt. Mal sehen, ob es irgendwann zu dem Punkt kommt, dass man es nicht mehr so schätzt. Sieht aber aktuell noch nicht danach aus;)

      Medellín war der perfekte Start für das fünfte Land meiner Reise und das erste in Südamerika - Kolumbien! So viel gehört und tatsächlich diesmal gar nichts geplant. Ich weiß aktuell bloß, dass ich am 01.02. von Bogotá aus weiterfliege, der Rest ist noch recht ungewiss.

      Was man als erstes merkt, wenn man in Medellín ankommt, ist, dass es eine Weltstadt ist: Cafés, Restaurants, Supermärkte mit allem was das Herz begehrt, sogar richtige Einkaufszentren und ein super funktionierendes Metrosystem (der ganze Stolz der Stadt laut Tourguide). UND! Hier kann man das Wasser aus dem Wasserhahn trinken! Erst bisschen skeptisch, bin ich jetzt happy, dass ich überall eine Wasserquelle habe. Vielleicht nicht überall, würde jetzt nicht jedem Bahnhofsklo trauen, aber zumindest in allen Unterkünften :D

      Die Stadt Medellín hat, wie auch das gesamte Land, lange einen eher zwielichtigen Ruf gehabt, erlebt aber vorallem in den letzten Jahren einen Aufschwung. Man versucht von der Drogenvergangenheit Abstand zu nehmen; die Kolumbianer sind sehr bemüht, ihre Kultur und die Geschichte ins rechte Licht zu rücken.

      Der Besuch in der Comuna 13, dem Bezirk in dem über Jahre hinweg ein Drogenkrieg (durch das Medellín Kartell) herrschte und der somit vorallem von Gewalt und Armut geprägt war, zeigte den Wandel der Stadt. Offen und voller Lebensfreude, mit Wänden voller Streetart und Musikern am Straßenrand hat man eher das Gefühl inmitten eines Straßenfestes zu sein.
      Natürlich ist damit nicht all Kriminalität beseitigt, immernoch stehen Korruption und Polizeigewalt ganz oben auf der Problemliste, aber es geht in die richtige Richtung.

      Ich habe die Zeit in Medellín sehr genossen, habe eine Freundin aus México wiedergetroffen, war gut essen, habe mir mit Freunden mal ein Airbnb gegönnt, um gemeinsam ins neue Jahr zu starten und wir sind sogar zusammen ins Kino gegangen, in 3D! Ein kleines bisschen Normalität. Und ich bin gespannt, wie es weitergeht in 2023 :)
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      Traveler

      Das hast du sehr schön geschrieben. Sprüht vor Lust, Neugier und Offenheit. 😘

      Traveler

      Danke ❤️ freut mich, dass es dir gefällt!

       
    • Day13

      Medellín

      January 11 in Colombia ⋅ 🌧 19 °C

      Bin in der Blumenstadt Medellín gelandet. Hab während dem Bustransport vom Flughafen in die City nur kurz die Augen zugemacht (nicht geschlafen!!1) und musste dann an der Endstation aussteigen. Da ging's ganz schön ab. Interessante Gerüche hier (wohlwollend ausgedrückt) und die Leute wollten mir alles mögliche andrehen, von Zahnspangen über Krokodilfleisch zu Bauchnabelpiercings. Dankend abgelehnt und schnell ins nächste Viertel geflüchtet. Die Stadt ist echt schön und super divers. Viele schöne Parks und ein cooles Metro-Seilbahnnetzwerk. Die Drogenkriege sind dem Tourismus gewichen. Und tatsächlich sprechen hier einige Leute Englisch!Read more

    • Day56

      Ankommet til Medelllin

      October 29, 2022 in Colombia ⋅ ⛅ 18 °C

      Så har vi forladt Cartagena og har rejst et godt stykke ned til Medellin. For et par dage siden tog vi en 15-timer bus fra Cartagena til Medellin. Kunne man flyve på en time? Ja. Valgte vi istedet at spare penge her og køre i 15 timer? Også ja. Vi tog bussen om natten, så vi sov heldigvis meget af vejen og det gik stille og roligt. Så kom vi til Medellin omkring kl 12 midt på dagen og havde et par timer at vente indtil vi kunne tjekke ind. Efter en uge i sovesal i Cartagena valgte vi at booke en Airbnb her i Medellin, så vi har vores egen lejlighed. Det har vi også udnyttet de sidste to dage og bare slappet af og nydt vi har haft en fjernsyn med Netflix ;) Idag bevægede vi os så ind i byen for at tage til Parque Explora. Det var ligesom Eksperientarium i København og det var slået sammen med planetariet, så vi kunne købe en kombi billet til begge steder. Så vi har brugt hele dagen (ja, seks timer) på at lege med alle de interaktive ting de havde og set film i planetariet. Vi har lært om musik, tiden, været i terrarie og akvarium. Det var et kæmpe sted med så meget at lave, og vi har hygget os med det hele ☺️Read more

      Traveler

      Den hedder sikkert en skægagame

      10/30/22Reply
      Traveler

      Aaah - tæt på ;)

      10/30/22Reply
      Traveler

      Det er da lidt fedt at man kan opleve alt det der

      10/30/22Reply
      Traveler

      Ja det var ret sjovt - vi brugte også 6 timer der tror jeg

      10/30/22Reply
      3 more comments
       
    • Day59

      Mere Medellin

      November 1, 2022 in Colombia ⋅ ⛅ 24 °C

      Så har vi været ude og opleve noget igen. Vi er stadig i Medellin, men de sidste par dage er ikke blevet brugt på meget, da Simon ikke har været helt på toppen. Han har haft ondt i ørerne siden vi kom hertil, og igår endte vi med at bruge dagen på hospitalet, så de kunne se på det. Han har fået infektion i det ene øre efter at have svømmet så meget ved kysten tror de, så nu har han fået penicillin han skal tage den næste uge. Han havde det heldigvis meget bedre idag, så vi har været ude og se lidt idag. Vi bestemte os for at se Museo de la Memoria (eller Hukommelsen Hus på dansk ifølge Google), og for at komme derhen krævede det en bus, en metro og letbanen, så vi har også været ude og teste næsten alt Medellins offentlige transport. Det var et spændende men trist museum, der fortalte historien og Medellin og Colombias tid gennem borgerkrig og narkohandlere. Medellin er også Pablo Escobars fødeby, og de var hårdt ramt mens han levede her og skabte en masse konflikter. Vi fik en masse historier om, hvordan det var at bo i Medellin på det tidspunkt, og hvordan regeringen ikke har gjort meget for at hjælpe. Der er stadig mange mennesker som forsvandt dengang, og der stadig ikke er blevet fundet. Det er heldigvis blevet bedre, og museets tanke var, at det var vigtigt at lære om denne her tid, så det forhåbentlig ikke sker igen.
      Efter flere timer på museet tog vi letbanen, metroen og en bus tilbage igen, handlede ind til aftensmad og har brugt eftermiddagen/aftenen på at slappe af.
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      Traveler

      God bedring til Simon 🥰

      11/1/22Reply
      Traveler

      Tak ❤️

      11/1/22Reply
      Traveler

      hope you're feeling better!

      11/2/22Reply
      Traveler

      Simon broke his phone so he can’t answer himself 😅 but he says thank you! He’s feeling a lot better now ;)

      11/3/22Reply
      Traveler

      glad to hear!

      11/4/22Reply
       
    • Day13

      Medellín

      September 18, 2022 in Colombia ⋅ 🌧 17 °C

      Medellín. A city that definitely had a reputation in the past and for good reason. It still wears some scars of its past but, just as they say, the city has matured immensely since the time of Escobar.

      I'll admit I was even a bit nervous to go out at first but as we spent some time and got to know the area we quickly felt comfortable. The locals as always were very friendly and helpful, this VIEWS of this city are magnificent beyond description and there is not an ounce of justice to be done by the photos. It's something you just have to see for yourself.

      We fed ourselves, snacks included for 4 days for under 50 CAD total, our room was equally cheap, in a safe neighborhood close to the metro system, which is is the pride of the city. It was a great experience taking the metro cable to the highest point of the city, 1200m above the core below.

      We visited Parque Arvi, Botanical Gardens (during a massive book fair) and the Parque Explora which was a ton of fun for adults and kids alike with interactive exhibits of the mind, music, time and film. There was an aquarium, many opportunities for funny photos and more. We had a beer in El Poblado, and saw some HILARIOUS art from Fransisco Botero, the city's most famous artist. (We are looking forward to seeing more in Bogotá).

      And I have to say the climate is absolutely perfect. Half Jungle, half alpine. Not too hot and not too cold, thunderstorms at night. It's truly a wonderful city and I look forward to the day we return.
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      Traveler

      Oh wow Zachary this place is gorgeous ❤️☀️

      9/19/22Reply
      Traveler

      Maybe one day I could convince bill to travel that way ❤️

      9/19/22Reply
      Traveler

      It's something to see!

      9/19/22Reply
      Traveler

      Breath taking views ❤️

      9/21/22Reply
       

    You might also know this place by the following names:

    Barrio Naranjal

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