Colombia
Bogotá

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151 travelers at this place:

  • Day124

    Adios Südamerika

    April 2 in Colombia ⋅ 🌧 16 °C

    Nach 4 Monaten durch Südamerika ist die Reise zu Ende. Schon die letzten Tage ohne Motorrad waren eigentlich nur noch ein notwendiges Anhängsel, auch wenn Cartagena und Bogota sehenswerte Ziele sind. Gestern bin ich 22 km durch die Stadt gelaufen und dabei ist mir vieles durch den Kopf gegangen. Gerade hier in Bogota wird deutlich wie weit die Schere zwischen arm und reich auseinander klafft. Etwas das einem täglich vor Augen geführt wird.

    Nicht weniger gegensätzlich ist der ganze Kontinent, jedes einzelne Land. Das ist vielleicht die größte Faszination, der größte Reiz einer solchen Fahrt. Man weiß nie, was einen am nächsten Tag erwartet. Irgendwann hat man alle Höhen und Tiefen erlebt. Daß man sie überwunden hat ist eine immer wieder positive Erfahrung und lässt einen gelassener auf das nächste Unerwartete reagieren. Irgendwie geht es immer, dabei ist auch immer wieder verblüffend wie unkompliziert, hilfsbereit und immer freundlich die Südamerikaner mit uns "Fremden", die wir hier in jeder Hinsicht sind, umgehen. Wieder einmal stelle ich das fest und frage mich ob wir davon nicht etwas lernen sollten.
    Langweilig war kein einziger Tag, an dem es auf dem Motorrad vorwärts ging. Allein das Wetter zog alle Register, zwischen glühender Hitze von fast 50 Grad, tropischer Luftfeuchtigkeit, Schneefall, Hagel und Regen im Übermaß war alles vertreten. Und so hoch hinauf zu fahren wie der Mont Blanc hoch ist war ein besonderes Highlight. Mit den Straussen um die Wette zu fahren, die Flussdurchquerung im Hochwasser und die Fahrt über die legendäre carretera austral, am südlichsten anfahrbaren Punkt der Welt zu stehen, el fin del mundo erreicht zu haben sind unvergessliche Momente. Unvergesslich wird mir auch die Fahrt in Bolivien bleiben, die mich an meine Grenzen gebracht hat und bei der ich keinen Pfifferling auf ein gutes Ende gewettet hätte. Erstaunlich was noch geht, wenn man nur will und was ein Motorrad alles aushält.
    Immer wieder war ich überwältigt von der Landschaft, den Bergen, der unendlichen Weite, den tropischen Gebirgen und und und.... Und dem unbeschreiblichen Gefühl, zu erleben wenn die Erde unter einem wackelt.
    Eine der größten Herausforderungen war auch diesmal, alleine zu fahren. Deshalb sind die ersten Tage und Wochen auch immer die schwierigsten, bis ich mich daran gewöhnt habe. Angst hat mich nie begleitet, weder davor bestohlen zu werden noch davor einen Unfall zu haben, sie wäre ein schlechter Begleiter.
    Und Angst vor dem Fremden ist sowieso unbegründet, wie ich schon oft festgestellt habe. Menschen die einem schlechtes wollen gibt es überall auf der Welt, sie sind aber eine winzige Minderheit. Die meisten Menschen auf der Welt sind anständige Menschen und oft viel freundlicher und unvoreingenommener als wir das erwarten.

    Zurückblickend erscheint es mir wie ein Traum, den ich erst noch verarbeiten muss. Dabei werden mir meine Bilder helfen. Hier im Blog sind übrigens nur die Handy-Bilder.
    Ich bin dankbar das erlebt haben zu dürfen. Ohne Sturz und ohne Blessuren am Ende dieser für mich einmaligen Reise zu sein. Es hat sich gelohnt.

    Bleibt mir nur noch danke zu sagen an alle die hier mitgelesen haben, sich mitfreuen konnten oder Kommentare hinterlassen haben. Das war für mich auch ein Stück Verbindung nach Hause. Wenn man wochenlang alleine mit seinem Motorrad unterwegs ist, keinen Gesprächspartner hat mit dem man Freude und Probleme teilen kann hat dies eine besondere Bedeutung.
    Natürlich gilt ein besonderer Dank meinem treuen Motorrad ohne dessen Geduld und Gelassenheit, bei nicht immer zimperlichen Umgang das nicht möglich gewesen wäre.
    Und etwas unterhaltsamer wurde die Fahrt im nördlichen Teil, wo ich gemeinsam mit Holger und Arnd aus dem hohen Norden Deutschlands gefahren bin. Zwar bin ich doch meistens alleine gefahren aber wir waren trotzdem eine gut harmonierede Truppe. Die Abende waren trotz gewisser sprachlicher Hürden unterhaltsam. Euch dafür vielen Dank.
    Auch allen denjenigen möchte ich danken, die mich in irgend einer Weise unterstützt haben. Das sind einige, und die meisten lesen hier nicht mit. Stichwort Federbein. Ronny Tesch, der für alle Probleme in Chile und Argentinien so eine Art Rückversicherung ist und hilft wenn er kann.
    Letztlich war diese Reise aber nur realisierbar weil meine Frau Verständnis dafür hatte. Ihr gilt mein besonderer Dank.

    Das ist mein letzter Eintrag. Ich sitze im Flughafen Bogota und warte auf den Abflug nach Hause. Darauf freue ich mich jetzt .
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  • Day144

    Bogota

    December 25, 2018 in Colombia ⋅ ☀️ 19 °C

    So unglaublich ufgregt bin ich am 24.12 in Bogota ahcho und so fröhlich han ichs 4 Täg spöter weder verloh. Mit ehm Luca sim Flug esch zum Glück alles guet gange und mer händ üs nach über 5 lange Mönet ändlich weder gseh!

    Mer händ es härzigs chlises Airbnb gmieted und händ vo det us chli d Stadt erkunded und üsi wiiteri Reis planed. D Stadt hed üs viel besser gfalle als erwarted. Mer händ ah ehnere free Walking Tour teilgnoh, sind ihs Goldmuseeum und zu ehnere Chile uf ehmene Bärg go d Wiehnachtsbelüchtig ahluege 😊.Read more

  • Day122

    Bogota

    March 31 in Colombia ⋅ 🌧 17 °C

    Die Hauptstadt Kolumbiens mit etwa 8 Mio Einwohnern liegt auf 2600 m in den kolumbianischen Anden. Damit ist sie nach Quito und Sucre die dritthöchste Hauptstadt der Welt. Die Verarmung der Landbevölkerung und die damit verbundene Landflucht ließen und lassen die Stadt schnell wachsen, insbesondere die Elendsviertel am Stadtrand aber diese gibt es auch in der Innenstadt. Drogenkonsum und Kriminalitätsrate liegen vergleichsweise hoch. Der Anteil der Bevölkerung der sich die notwendigen täglichen Lebensmittel nicht leisten kann lag im Jahr 2000 schon bei fast 15 Prozent.

    Sonntags sind in der Altstadt viele Straßen, auch die Hauptstraßen gesperrt. Nur Fußgänger und Radfahrer dürfen sie nutzen. Es wimmelt von Einheimischen. Die Hauptdurchgangsstraße ist ein einziger Flohmarkt. Es gibt hier nichts, was man nicht kaufen könnte. Das meiste liegt einfach auf der Straße, jeder versucht ein paar Pesos zu verdienen. Dazwischen die Obstverkäufer mit ihren Karren, Darsteller doverser Künste und verkleidete Kinder- Erfreuer und-Erschrecker. Musik überall und dazwischen das Geschrei der Verkäufer. Ich quetsche mich mit der Kamera in der Hand ebenfalls durch. Hier muss man einfach fotografieren. Touristen sehe ich erstaunlicherweise keine. Vor Einbruch der Dunkelheit wird zusammengepackt und der Spuk ist vorbei. Jetzt ziehe ich ohne Kamera allerdings durch die Altstadtgassen und setze mich in eine der zahllosen Kneipen. Auch hier ist jetzt, obwohl es hier oben abends kalt wird, alles auf den Beinen, wenn auch manche Beine zu wenig vertrauenserweckenden Figuren gehören. Die Polizei auf ihren grellgrünen Mopeds ist jedenfalls präsent, was eine beruhigende Wirkung hat. Ich habe jedenfalls nicht die Befürchtung, daß hier jemand mein Geld will. Ausser dem Kneipenwirt jedenfalls. Ich muss doch noch die Kamera holen, gehe zurück ins Hotel und nochmals hinauf nach Candelaria. Da sind plötzlich 8 Polizisten da, als es irgendwo Ärger gibt. Auf ihren kleinen 200 cc Motorrädern sind sie extrem beweglich. Fahren praktisch überall, durch Parks, Grünanlagen, über Gehwege und Treppen. Selbst am Strand entlang zwischen Badegästen durch habe ich sie fahren sehen.
    Bogota ist eine besondere Stadt. Fährt man mit Schrägaufzug oder Seilbahn auf den 3200 m hohen Monserrate hat man einen traumhaften Blick über die Stadt. Da die letzte Bahn erst um Mitternacht zurückfährt sollte man sich in eines der beiden Restaurants mit Aussicht über die Stadt setzen und Essen und Aussicht genießen.

    Bogota ist der letzte Ort meiner Reise und ich genieße diese hier südamerikanisch - karibisch geprägte Welt noch einmal in vollen Zügen. Wer weiß ob ich noch einmal hierher komme, schließlich gibt es noch viele Ziele.
    Vergessen werde ich es jedenfalls nie.
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  • Day218

    Von Villa de Leyva nach Bogotá

    April 15 in Colombia ⋅ 🌧 17 °C

    Nach einem schönen letzten Tag mit Ausritt im idyllischen Villa de Leyva haben wir heute mit dem Bus Bogotá erreicht.

    Mal gucken, ob ich mich mit dieser riesigen Stadt anfreunden kann. "Hässlich, dreckig, laut, gefährlich" waren bisher so die Beschreibungen, die man von anderen Reisenden erhielt. Der abendliche Blick aus unserer Unterkunft ist zunächst versöhnlich. Mal gucken was noch kommt :-)Read more

  • Day153

    Bogota

    February 13 in Colombia ⋅ ☀️ 19 °C

    Final stop in Colombia is Bogota!
    I met again two girls I knew from casa en el agua and spend one day with them.
    Bogota is huge, over 7mill. people living there and the altitude of the city is 2600m.
    We visited the Montserrat, based on 3200m overlocking the city.
    On the opposite side you can see the green mountains. We spend the whole afternoon there, escaping the busy city life and breath in fresh air.Read more

  • Day154

    Bogota / day 2

    February 14 in Colombia ⋅ 🌧 19 °C

    To be honest, i didn’t feel so comfortable in Bogota, the city is not the safest and everyone is warning you, additionally I had struggle with my stomach.
    This is why I didn’t explore so much. I only went to the museo del Botero, one of the most important artist of Colombia, famous for paintings and sculptures of well proportioned persons. Even Leonardo da Vinci’s Mona Lisa got some more curves.Read more

  • Day129

    Bogotá lässt uns nicht zur Ruhe kommen

    February 15 in Colombia ⋅ 🌧 21 °C

    Bogotá ist die Hauptstadt von Kolumbien, in der 7,4 Mio. Einwohner auf 2600 Höhenmetern leben. Das bringt das Verkehrssystem an seine Grenzen. Der öffentliche Personennahverkehr besteht nur aus Bussen. Nicht vorhandene Metro wird durch öffentliche Doppel-Gelenk-Busse, private Kleinbusse sowie Taxis kompensiert. Im Ergebnis geht es im Straßenverkehr kaum voran.
    Nach einer langen Staufahrt kommen im Stadtzentrum Bogotás an und suchen eine Parkmöglichkeit für die heranbrechende Nacht. Am Fuße des hohen Stadtberges „Monserate“, der sich 550 Meter über die Stadt erhebt, erhoffen wir uns einen ruhigen Parkplatz. Wir finden einen guten Platz mit Blick über die Stadt. Beim Abendessen werden wir von Polizisten begrüßt. Nach kurzem Austausch eben die freundlichen, jungen Herren ihre Telefonnummer, für den Fall, dass wir behelligt werden. Nach dem Einschlafen werden wir von zwei anderen Polizisten geweckt. Aufgrund der hohen Kriminalität in dieser Gegend bitten Sie uns auf einen sicheren Parkplatz zu folgen. Hier werden wir am frühen Morgen erneut von einem Klopfen geweckt. Diesmal ist es das Parkplatzpersonal, welches uns zur Kasse bittet. Wir fahren zum Frühstück wieder auf den Parkplatz am Berg und genießen den Ausblick über die Stadt. Beim Frühstück werden wir erneut von zwei Polizisten, diesmal auf Pferden, begrüßt. Sie warnen uns erneut vor Kriminellen. Wir wollen ohnehin ins Zentrum und machen uns auf den Weg. Die bewachten Bezahl-Parkplätze sind für uns zu klein oder zu teuer. Wir parken in einer Seitenstraße und treffen zufällig einen netten deutschen Studenten, der in dem Haus lebt, vor dem wir gerade einparkten. Nach kurzer Unterhaltung und einigen Tipps, brechen wir zum Stadtbummel auf. Wir laufen durch das historische Stadtzentrum, welches seine Ursprünge im 16. Jahrhundert hat. Im Museum Botero gibt es eine Ausstellung des wohl bedeutendsten Künstlers des Landes Fernando Botero zu sehen. Vom netten deutschen Studenten wurde uns eine Ausstellung über den Friedensprozess in Kolumbien empfohlen. Auch dieser statten wir einen Besuch ab. Am Nachmittag fahren wir noch auf den höchsten Stadtberg „Guadalupe“, um die Dimensionen der Stadt in Augenschein nehmen zu können. Die nächste Nacht verbringen wir in einem wohlhabenden Stadtviertel am Ende einer Stichstraße. Auch hier werden wir nach dem Einschlafen von freundlichen Polizisten geweckt, die sich über unseren Aufenthalt erkundigen. Am nächsten morgen werden wir dann gegen 6 Uhr von einem Ranger wieder wachgeklopft. Er teilt uns mit, dass es kein Parkplatz sei, aber lässt uns weiter schlafen. Beim Frühstück bekommen wir dann erneut Besuch von der Polizei. Scheinbar hat ein besorgter Anwohner um deren Hilfe gebeten. Wir tauschen uns freundlich mit dem interessierten Schutzmann aus und begeben uns dann auf die Weiterfahrt in Richtung Medellin.
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  • Day433

    Bogota

    July 13, 2018 in Colombia ⋅ 🌧 57 °F

    A short bus ride took us back to Bogota, which is a massive city of ~8 million people. The city is surrounded by scenic, green mountains and is very hilly in some neighborhoods (our Uber driver said some apartments were as pricey as NYC), though the bulk of it is built in the flat valley.
    Our time here was short, but we managed to get to two excellent museums: The Gold Museum - highlighting an incredible array of pre-Columbian gold not melted down by the Spanish, and The Botero Museum – Columbia’s most famous artist known for his rotund statues and paintings of people and animals.Read more

  • Day97

    Unterwegs mit Inkasso Team Encantada

    April 23, 2018 in Colombia ⋅ ⛅ 19 °C

    Ja, was soll ich sagen? Bogota gefällt uns nicht. Weder die Strassen und Pärke noch die Leute auf und in diesen. Schwierig zu sagen, an was das genau liegt. Manchmal ist einem jemand oder etwas sympathisch und manchmal eben nicht. Für Bogota gilt Letzteres. Daran ändert auch die Gesellschaft von Robyn und Simon - Südafrika und Schweden vom Galapagos Cruise - vorerst nicht viel. Mit ihnen sind wir seit unserer Abreise aus Quito wieder unterwegs und dank ihnen halten wir eine von mir bereits abgeschriebene Kaution von $200 wieder in den Händen. Aber das ist eine lange Geschichte und wir wollten uns davon die Freude am Erlebnis Galapagos nicht vermiesen lassen. Ausserdem interessiert sich mein Lieblingstennisgegner Kurt ja bekanntlich nicht für lange Geschichten. Nur interessiert das auch niemanden. Also, was war passiert?

    Unsere Tagesausflüge und den Cruise auf den Galapagos Inseln haben wir bei Jorge bzw. seiner Agency „Galapagos Evolution Dreams“ gebucht. Ich würde ihn hier ja auch Ramon nennen, aber das würde mich selber verwirren und der Arsch verdient es, bei seinem richtigen Namen genannt zu werden. Nachdem Jorge - der uns zugegebenermassen äusserst zufriedenstellend beraten hat - gemerkt hat, dass auf dem eben über ihn gebuchten Cruise - zu einem zugegebenermassen fairen Preis - das Snorkling-Equipment nicht wie uns gegenüber erwähnt inkludiert, sondern extra zu bezahlen ist, offerierte er uns umgehend sein eigenes Equipment zum Nulltarif. Inklusive Wet-Suits gegen eine Kaution von $200. Das schien uns eine gute und faire Lösung. Die Rückgabe sollte direkt am Flughafen passieren, da unser Cruise auf Baltra endete und wir am selben Tag nach Quito flögen. Dem aufmerksamen Leser - Kurt also eher nicht - dürfte schon klar sein, wie die Geschichte weitergeht. Obwohl wir von 08:30 bis weit nach 16:00 (unser Flug hatte fast zwei Stunden Verspätung) am Flughafen sassen, fand keine Übergabe statt. Gründe dafür gab es diverse, ua ein Missverständnis zwischen dem Abholer und unserem Encantada-Tour-Guide. Das spielt an der Stelle aber keine Rolle. Kurz vor Abflug mussten auch wir in den Flieger und so drückten wir das Equipment einem augenscheinlich minderjährigen Flughafen-Security in die Hände. Immer in der Hoffnung, der von Jorge vor über zwei Stunden telefonisch versprochene Abholer wäre tatsächlich unterwegs zum Flughafen. Naive Touris wie wir sind.

    Irgendwie blieb trotz der stundenlangen frustrierenden Warterei, den offensichtlichen Unwahrheiten und mehrmaligem Telefonieren mit einem äusserst unfreundlichen und abweisenden Ramon, äh Jorge, doch noch ein wenig Hoffnung, dass wir unsere Kaution über PayPal oder sonst einen Weg wieder bekommen würden. Zumindest bei Sue. Ich wollte seine scheiss Wet-Suits noch am Flughafen verbrennen. Entschied mich aber wie so oft, vernünftig zu handeln. Zwei, drei Mal drauf rumzutrampeln hat auch schon gut getan. Wie sich aber herausstellte, war der doofe Jorge auch nach unserer Abreise trotz unzähliger und meist unbeantworteter Nachrichten weiterhin nicht sonderlich motiviert, seine Sachen wiederzubekommen. Ich hatte die $200 zu dem Zeitpunkt abgeschrieben und in Gedanken bereits an den unzähligen 1-Sterne-Ratings auf allerlei Plattformen gearbeitet. Nicht so die kämpferische Sue, deren Wortwahl und WhatsApp-Schreibstil sich im Laufe der Geschichte von „zuvorkommend freundlich“ zu „ich fackel dem verdammten Lügner die Hütte ab“ entwickelte. Ich war ziemlich beeindruckt. Und ein wenig stolz. Sue war es denn auch, die mit der glorreichen Idee, unser persönliches Inkasso Team vorbeizuschicken - bestehend aus der grossgewachsenen und sprachgewandten Robyn und dem muskelbepackten und kampfsporterfahrenen Simon -, den Stein wieder ins Rollen brachte. Die beiden waren noch für einige Tage auf den Inseln und nach Sue‘s Schilderung dermassen pissed, dass sie am nächsten Tag bereits um 07:30 bei Jorge auf der Matte standen, um unmissverständlich klarzustellen, dass Schluss ist mit Bullshiting. Denn das ist definitiv Jorge‘s Paradedisziplin, verdammter Schwätzer.

    „Inkasso Team Encantada“ wich in der Folge nicht mehr von Jorge‘s Seite, bis er sich um sein scheiss Material gekümmert und die $200 rausgerückt hat. Das dauerte zwar nochmals zwei Tage, doch dank den beiden schickte er dann tatsächlich jemanden zum Flughafen, der nach einigem hin und her das Equipment vom scheinbar gut funktionierenden Lost&Found-Büro in Empfang nehmen konnte. Die anschliessende Übergabe der $200 sei dann ohne viel Worte über die Bühne gegangen, worauf der ausnahmsweise finstere Simon das brennende Feuerzeug wieder in die Tasche steckte und sich mit halbseitigem Grinsen für das versehentlich verschüttete Benzin entschuldigte. So oder so ähnlich wird es gewesen sein. Bestimmt. Alles in allem ein Grund zum Feiern, was wir vier dann in einem der wohl aussergewöhnlichsten Restaurants auch getan haben. Das kunterbunte Andrés Carne de Res liegt etwas ausserhalb Bogotas, bietet Platz für 2’000 Leute und kostet doch tatsächlich Eintritt. Die Hütte war trotzdem voll. Lustiges Konzept. Die $200 haben zum Schluss natürlich auch nicht gereicht. War ja klar. Aber endlich begingen wir einen Samstag, wie sich das für einen Samstag gehört. Gut essen, noch besser trinken und anschliessend zu Latino-Mucke leicht hüftsteifes jedoch ober-cooles Torkeln auf einem der total überfüllten Dancefloors. Ausser Sue, die hat natürlich richtig getanzt. Und schön. Und cool.

    Trotz unbestreitbarer Antipathie gegenüber Bogota als Gesamterscheinung, haben wir unseren Aufenthalt noch auf drei Nächte verlängert, bevor wir per Bus nach Medellin reisen. Die Gesellschaft unseres Inkasso-Teams und der ausgelassene Samstag haben dann doch ein wenig geholfen und wir haben auch sonst ein paar spannende Aktivitäten wie Graffiti- und Food-Walkings und Orte wie den Cerro Montserrate und das Museo de Oro gefunden. Unsere Lieblingsstadt wirds trotzdem nicht. Das bleibt Sarmenstorf.
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  • Day26

    Bogota (Kolumbien)

    October 17, 2018 in Colombia ⋅ 🌧 12 °C

    Ich war ja schon schwer verliebt in Bolivien, aber Kolumbien überzeugt mich schon an meinem ersten Tag voll und ganz, natürlich auch weil ich hier meinen ersten heimischen Besuch bekomme(n habe) und endlich mal wieder tiefergehende Gespräche führen kann. Die Hauptstadt Kolumbiens ist so viel schöner als ich es erwartet habe und unendlich freundlich - ein wahrhafter Egobooster! Mona und ich waren heute am Montserrat und im Stadtzentrum unterwegs und konnten uns vor Einladungen nicht retten 😂

    Allerdings war heute ein großer Studentenprotest im Zentrum, sodass der Plaza de Bolìvar und einige Teile des historischen Teils quasi nicht passierbar waren. Nichts desto trotz freue ich mich riesig auf die nächsten 2 einhalb Wochen mit den Mädels und eine geile Zeit in einem tollen Land.
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You might also know this place by the following names:

Bogotá, Bogota, ቦጎታ, بوغوتا, بوجوتا, Wukuta, Boqota, بوگوتا, Богота, Горад Багата, বোগোতা, པོ་གོ་ཏ, Bogotà, بۆگۆتا, Μπογκοτά, Bogoto, בוגוטה, बोगोटा, Բոգոտա, BOG, Bógóta, ボゴタ, ბოგოტა, ទីក្រុងបូកូតា, ಬೊಗೋಟ, 보고타, ബൊഗോട്ട, बोगोता, ဘိုဂိုတာမြို့, ବୋଗୋଟା, ਬੋਗੋਤਾ, بگوٹا, Боґота, Buoguota, பொகோட்டா, โบโกตา, Bogot, באגאטא, 波哥大

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