Colombia
El Alcazar

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55 travelers at this place
  • Day203

    Medellín - Pablo Escobars Domizil

    August 31, 2019 in Colombia ⋅ ⛅ 25 °C

    Mit 30 Minuten Verspätung startete unsere 5,5-stündige Fahrt im Minibus nach Medellin. Die Kolumbianer nehmen die Abfahrtszeiten sowie die vorgegebene Geschwindigkeit etwas lockerer als die bisherigen südamerikanischen Länder. Ebenfalls sind sie leider um einiges mutiger was die Überholmanöver anbelangen. Zum Glück können wir die Busstrecken während dem Tag antreten. Wir möchten uns gar nicht vorstellen wie der Fahrstil der Nachtbüsse ist. Wie bisher in jeder Stadt werden wir freundlich mit „Bienvenido a Colombia“ begrüsst. Nach dem wir unser Hotel bezogen hatten, machten wir uns auf zum Cafe Zobra, wo leckere Pizzen serviert wurden und eine Live Band Jazz spielte.

    Am nächsten Tag machten wir uns früh auf den Weg nach Guatape. Die hübsche Stadt ist unter anderem bekannt für seinen künstlich angelegten Stausee, welcher an die Fjorden erinnert. Für die wunderschöne Aussicht mussten wir zuerst 700 Stufen erklimmen, aber die Anstrengung hat sich definitiv gelohnt. Am Freitag Vormittag haben wir uns für die Free Walking Tour angemeldet. Während der Tour haben wir viel über die Geschichte der Stadt erfahren, welche stark vom bekannten Drogenbaron Pablo Escobar geprägt ist. Für uns kaum vorstellbar wie das Leben für die Einheimischen zu dieser Zeit gewesen sein muss. Die einst gefährlichste Stadt der Welt hat sich seither zum Besseren gewendet und gilt heute als sicher.

    An unserem letzten Tag in Medellin besuchten wir die La Comuna 13. Das in den Bergen gebaute Viertel, gehörte einst zu den gefährlichsten Gegenden in Medellin. Egal ob Waffen, Geld oder Drogen es kam über die La Comuna 13.

    Noch vor 15 Jahren hätte sich in diese Gegend kein einziger Tourist verirrt, geschweige denn die Stadt an sich überhaupt besucht. Wörter wie blutige Bandenkriege, trauriges Armenviertel, Pablo Escobar, Drogenkartelle und höchste Mordrate der Welt wurden mit der Stadt Medellin in Verbindung gebracht. Das Viertel vollzog eine betrachtliche Veränderung und gilt heute als sichere Gegend. Die Menschen wirken heute gelassen und glücklich. Man spürt nichts mehr von der schrecklichen Vergangenheit nur die Graffitis, welche an jeder Ecke zu finden sind, erzählen die Geschichte des Ortes.
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    Regula Kathriner

    Mega schön!

    9/3/19Reply
     
  • Day100

    Eine normale (Schul-)Woche in Medellín

    September 3, 2019 in Colombia ⋅ ⛅ 29 °C

    Seit dieser Woche haben wir eine neue Spanischlehrerin. WAS FÜR EIN UNTERSCHIED! Die ist so gut, genauso habe ich mir den Unterricht vorgestellt! Erst Grammatikerklärung an der Tafel, dann Lückentexte dazu ausfüllen, dann Gruppenarbeit mit Sprechen, dann Hausaufgaben aufkriegen. Nicht, dass ich scharf auf Hausaufgaben bin, aber wir wollen ja schließlich was lernen, da sind ein bisschen Hausaufgaben (leider) nicht verkehrt. 😅

    An einem Tag haben wir eine weitere Walking Tour mitgemacht, und zwar in der Comuna 13 - das „ehemals gefährlichste Viertel in der ehemals gefährlichsten Stadt der Welt.“ (O-Ton unser Tourguide). Das Viertel war früher Drogenumschlagplatz Nr. 1 in Zeiten von Pablo Escobar, da es direkt an die Autobahn angebunden ist - perfekt also für den Transport des Kokains - und aufgrund seiner vielen kleinen unübersichtlichen Straßen und der sich darin befindlichen Gangster nicht durch die Polizei kontrolliert wurde. Wer in diesem Viertel wohnte gehörte sehr wahrscheinlich zur absoluten Unterschicht Kolumbiens.

    In den 80ern wurde ein sozial-ökonomisches Schichtsystem in Kolumbien eingeführt, das die Stadtviertel in Schichten von 1-6 gliedert. 1 sind Stadtviertel, in denen die ärmsten Familien leben, während 6 die reichsten beherbergt. Das System soll dafür sorgen, dass den Armen besser unter die Arme gegriffen werden kann. So sind Preise für Elektrizität, Gas, und Wasser in den Schichten 1-3 niedriger, aber auch Kosten für Studiengänge sind für Familien in diesen Vierteln erschwinglicher. In der Comuna 13 lebten früher fast ausschließlich Familien der 1. Schicht. So auch die Familie unseres Tourguides. Die ganze Comuna 13 wurde durchzogen von „unsichtbaren Grenzen“, die markierten, wo die verschiedenen verfeindeten Gangstergruppen das Sagen hatten. Da die Gangster nicht wollten, dass ihre Position im Viertel durch Teenager preisgegeben wurde, die von einer verfeindeten Gangstergruppe Geld fürs Verpfeifen gekriegt hatten, haben sie Teenagern das Überschreiten der durchsichtigen Grenzen der Reihe nach verboten. Wer sich nicht ans Verbot hielt wurde erschossen. 😵 So kam es, dass unser Tourguide eines Tages eine nicht sichtbare Grenze gen Süden nicht mehr überschreiten durfte, eine Truppe hatte es ihm eines Tages einfach verboten. Diese Grenze lag aber auf seinem Schulweg. Also musste er einen anderen Weg nehmen, und über Westen mit 30 Minuten Umweg zur Schule gelangen. Im gleichen Jahr wurden ihm weitere Grenzen verboten, Richtung Norden und Westen von seinem Haus, sodass er nur noch über Osten mit 1,5 Stunden Umweg pro Weg seine Schule erreichen konnte. Das ging natürlich nicht, und so konnte er nicht mehr zur Schule gehen! 😵 Unser Tourguide hatte Glück, irgendwie konnte seine Mutter bei der Stadt bewirken, dass er auf eine private Schule im Osten versetzt wurde, welche durch den Staat bezahlt wurde, denn seine Eltern hatten ja kein Geld. Die meisten Teenager, denen Grenzen genommen wurden, hatten aber nicht dieses Glück und somit keinen Zugang zu Bildung und folglich zu guten (legalen) Jobs. Totaaaaal krass. Heute ist die Comuna 13 das Vorzeigeviertel Medellíns, denn durch die Installation von einer Seilbahn sowie 6 Rolltreppen wurde das extrem weitläufige und hügelige Viertel an die Stadt angebunden. Und damit konnten die dort ansässigen Leute die Stadt erreichen und hatten damit Zugang zu legalen, bezahlten Jobs. Bevor die Rolltreppengebaut wurde, mussten allerdings die Waffen aus dem Viertel. Die FARC und die Drogenbanden wurden mit der mächtigsten Militäraktion der Geschichte Kolumbiens aus dem Viertel getrieben (Operación Orión). Kampfhubschrauber, Panzer und Soldaten haben das Viertel gestürmt um die Banden zu bekämpfen. Das haben sie zwar erfolgreich geschafft aber leider ist bei der Operation auch ein Teil der Zivilbevölkerung zu schaden gekommen. Daher wird der Einsatz von den Anwohnern mit kritischen Augen betrachtet.

    Ansonsten ist Micha total im Spanisch Lernfieber. Wir haben jeden Tag 4 Stunden Spanisch. Danach machen wir immer noch was zuhause, Micha am liebsten noch so 3-4 Stunden. Dann hat Micha sich ein Buch - der kleine Prinz - auf Spanisch gekauft. Zusätzlich gucken wir die Serie „Haus des Geldes“ auf Spanisch und haben noch nen Audiuguide gekauft, in dem Michel Thomas, ein begnadeter Sprachenbeibringer, einem Spanisch in kürzester Zeit erklärt. Und Micha möchte sich jetzt noch ein Lernheft kaufen für Stufe B1. Und sollte man dann immer noch das Gefühl haben ‚Da geht noch was‘ liegen noch 2 spanische Lehrzeitschriften in der Wohnung rum, die hatten wir von Freunden zum Abschied geschenkt gekriegt. So für wenn man auf Toilette auch noch Spanisch weiterlernen möchte, O-Ton Micha.

    Nach 2 Wochen Schule stellen Micha und ich fest: Unsere Interessen gehen hier auseinander. 😅 Während Micha sich voooll auf Schule freut habe ich so dieses „Oh, morgen Schule...vll schwänzen?“- Gefühl. Micha möchte gerne noch weitere Sprachkurse machen, da wär ich beim ersten Mal hören fast hinten rüber gefallen. Denn in dieses Schulkorsett zwinge ich mich während meines freien Jahres nicht nochmal 😅 Ich habe das Gefühl, dass meine Zeit in Südamerika zu wertvoll ist, um jeden Tag in der Sprachschule zu verbringen. Denn das bedeutet, dass man kaum was vom Kontinent sieht. Also buchen wir für Micha in anderen südamerikanischen Ländern noch weitere Sprachkurse, so jeweils immer ne Woche, und ich genieße währenddessen mein Leben mit fetten begleiteten Outdoortouren 😍
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    Martin Lehmann

    Was ein Streber 😂... bin sehr neidisch.

    9/11/19Reply
    Stephanie Steinkamp

    Bin grad mit Freundinnen auf Ibiza, wäre schön, wenn ich die hier verstehen könnte! 😀

    9/15/19Reply
    Caro Pieper

    Sprechen auf Ibiza nicht alle deutsch? 😂

    9/15/19Reply
    Stephanie Steinkamp

    Leider fast gar nicht, aber mit englisch gehts.

    9/15/19Reply
     
  • Day155

    Comuna 13 Tour

    September 25 in Colombia ⋅ ☀️ 25 °C

    Over the past ten years, Comuna 13 has undergone a complete transformation. Before it was one of the most dangerous neighborhoods in South America due to gang violence, police raids, cartels and illegal drug trafficking.

    These days, Comuna 13 is associated with graffiti, street art performances and walking tours. New infrastructure, including a metro cable and six outdoor escalators 😎 transformed Comuna 13 to a very safe neighborhood.

    It was really strange walking through that neighborhood. Before I only knew about that place from the Netflix documentary Narcos. They showed us pictures from a couple of years ago with policemen everywhere and how dangerous it was. To see this transformation and what they did to transform a whole neighborhood was really cool.
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  • Day4

    Day 3: Welcome to Medellin

    October 30, 2019 in Colombia ⋅ ⛅ 25 °C

    Nach einem halben Tag in Bogotá ging es abends dann mit dem Flieger nach Medellín. Nach gerade mal 40 Minuten Flug landete ich in der zweitgrößten Stadt Kolumbiens. Kaum angekommen zog es mich schon in die Rooftopbar in meinem Hostel von wo aus wir noch mit einer kleinen Gruppe um die Häuser gezogen sind.
    Direkt am nächsten morgen bin ich mit Sahra aus der Schweiz in die Innenstadt Medellíns gelaufen um frühstücken zu gehen. Knapp 2h zu Fuß und 8km später fanden wir ein kleines Restaurant zum frühstücken; 2 min Fußweg entfernt vom Hostel.
    🤦🏼‍♂️

    Um 14 Uhr ging es dann mit 8 Leuten in die „Comuna 13“. Da wir de metro verpasst haben buchten wir uns zwei Ubers, welche den Transfer trotz riskanter Fahrweise erheblich vereinfachten.
    Comuna 13 war einst eines der gefährlichsten Distrikte ganz Latainamerikas. Seit 2002 versucht die Community aus dieser Todeszone eine lebendige und herrliche Ecke Medellins zu machen.
    Man merkt wie alle zusammenhalten, jeder dem anderen unter die Arme greift. So schaffen es die Leute dort ohne Polizei eine merklich sichere und beeindruckend herzliche Gesellschaft zu formen.

    Unser Guide CJ vermittelte uns mit seinen erst 24 Stelzen was es bedeutet in einer solchen Ecke der Welt großzuwerden. Für uns deutsche kaum vorstellbar wie wenig es bedarf ein mehr als glückliches Leben zu führen.

    Abends sind Sahra und ich noch mit Sam, Rahm, Jezz und Mark essen gegangen. Alle vier übrigens aus London.🤷🏼‍♂️
    Nach dem ein oder anderen Bier ging es abends dann erschöpft ins Nest!
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    Manuela Daniel

    Ein schöner Bericht 👍

    11/4/19Reply
     
  • Day25

    Medellín - Comuna 13

    November 21, 2019 in Colombia ⋅ ⛅ 26 °C

    Comuna 13 ist eine der 16 “comunas" of Medellín. Auch als "San Javier" bekannt, war es in den 80er- & 90ern fest in der Hand des Medellín Kartels. Hier traute sich auch die Polizei nicht mehr rein, denn für jeden getöteten Polizisten gab ein Kopfgeld von 3.000 $. Rund 400 Polizisten kamen dadurch ums Leben.

    Doch selbst der Untergang des Medellín-Kartells brachte der Stadt keine Erlösung. In den Elendsvierteln rangen Paramilitärs und linke Guerilleros um die Vorherrschaft, während sich die einstigen Killergruppen des Medellín- und Cali-Kartells in Nachfolgekämpfe verstrickten.

    Es war ein armes Viertel, verschachtelt gebaut, ohne Luxus - ein Ort der Alternativlosen. Weshalb ist gerade dieses Viertel so umkämpft gewesen? Der leichte Zugang zum San Juan Highway, welches die perfekte Schmuggelroute für Waffen, Drogen und Geld darstellte.

    In 2002 wurde die militärische Säuberungsaktion “Operation Orion” mit Hubschraubern, Bodentruppen und Einem Panzer durchgefürt. Was letzterer gemacht haben soll,.. kein Plan, denn es ist viel zu eng gebaut, als dass er sich wirklich bewegen konnte. Aber klingt halt cooler.

    Der Versuch ging nach hinten los. Offiziell lobte es die Regierung es als die erfolgreichste Aktion mit 80 getöteten GuerillaKämpfern. Inoffiziell seien es 360 Zivilisten gewesen - weiße Flaggen, unbewaffnet. Die Bewohner waren nicht nur Opfer der eigenen Regierung, sondern jetzt noch leichter für militante Gruppen zu rekrutieren gewesen.

    DIE ÄRA NEUE COMMUNA 13, begann (wie im vorherigen Artikel - habt ihr artig gelesen, ja?) im Jahre 2004 mit massiven Investitionen. In diesem Viertel waren es 6 Rolltreppen und eine Seilbahn. Strange! In Mitten eines Armenviertels finden sich tatsächlich Rolltreppen unter freiem Himmel. Was soll das? Naja. Es war noch nicht alles, denn in dieser Commune gab es viele Künstler, deren einziges Sprachrohr Kunst oder Musik darstellten. Ein Künstlerviertel braucht Publikum und genau das bekam es durch die Rolltreppen. Es wurden erste Führungen angeboten und das Geld kam in das abgelegene Bergviertel. Laufen wollte die 400 Höhenmeter schließlich kaum ein Tourist. Heute sind entlang der Rolltreppen zahlreiche kleine Läden zu finden. Atemberaubende Grafittis an den Wänden und ein toller Blick über die Stadt. Ich habe die Communa13 Tour zwei mal gemacht. Beide Male mit einem Guide, welcher selbst hier aufgewachsen ist und die Neugeburt des Viertels hautnah miterlebte.

    Ich bin gespannt wie sich das Viertel in den nächsten 15 Jahren weiter verwandelt. Vielleicht sollte man hier investieren.

    colorful colombia - comuna 13
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  • Day167

    Medellín

    November 17, 2019 in Colombia ⋅ ⛅ 24 °C

    Unterkunft:
    Nach längerer Zeit machen wir mal wieder Couchsurfing, aber in etwas ungewohnter Weise. Lucho und David haben ein Gästezimmer in ihrer WG. Sie stellen aber nicht nur das, sondern eben auch ihre Couch und weitere Matratzen zur Verfügung. Zeitweise übernachten 12 Personen in der Wohnung und eine interessante Mischung an Nationalitäten entsteht (China, Australien, USA, Japan, Venezuela, Thailand, Russland und Deutschland). Besonders gut verstehen wir uns mit Gaby aus Venezuela und Fedor aus Russland. Als kleines Dankeschön für die Übernachtungen kochen wir für alle. Es gibt Semmelknödel mit Pilzragout.

    Stadt:
    Medellín - die Stadt des ewigen Frühlings - ist aus den 80ern vielen leider nur bekannt durch Gewalt, Drogenkrieg und Pablo Escobar.
    Allerdings hat sich die Stadt in den letzten 25 Jahre stark verändert. Es gibt einen tollen ÖPNV bestehend aus Metro, Tram, Bussen und Seilbahnen (MetroCables). Einige tolle Museen, schöne Parks und viele Restaurants und Bars.
    Die Stadt hat ein spannende Fussballkultur, interessante Stadtviertel (comunas) und erholsame Ausflugsziele.

    Unsere Aktivitäten:
    Natürlich besuchen wir im Zentrum den Plaza Botero und das Museo de Antioquía mit all den überproportionierten Figuren in Bildern und Statuen von Kolumbiens bekanntestem Künstler Fernando Botero. Auch das Museo Casa de la Memoria mit einer Dokumentation der gewaltvollen Jahre in Medellín ist sehr beeindruckend.
    Eine Walking Tour durch die berühmte comuna 13 darf auch nicht fehlen. Dabei erfahren wir viel über die Geschichte des früheren Slums, den Wandel durch die ÖPNV-Anbindung mit MetroCable und Rolltreppen, den Hintergrund der vielen Graffitis, sowie den Ansichten und der aktuellen Situation der Bewohner.
    Wir fahren mit allen MetroCables. Der Blick auf Stadt, comunas, Haus- und Hüttendächer fasziniert uns. Mit einer der Seilbahnen erreichen wir den naheliegenden Naturpark Arví. Das riesige Waldgebiet bietet Möglichkeiten für Wanderungen, Mountainbiken und Picknicken.
    Der Ausflug zum Monolith Piedra del Peñol und der kleinen Stadt Guatapé gefällt uns auch sehr gut. Die 700 Stufen auf den Fels werden mit einer tollen Aussicht belohnt und in Guatape genießen wir Kaffee und fotografieren viele Häuser mit niedlichen Sockelgemälden.
    Als Abschluss von Medellín gehe ich mit Fedor ins Estadio Atanasio Girardot zum Spiel Atlético Nacional gegen Junior FC (Medellín vs. Barranquilla). Die Stimmung ist super! Vor allem nachdem Atlético den 0:2-Rückstand noch ausgleichen kann und noch weitere Chancen zum Sieg hat. Aber es bleibt beim 2:2.
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  • Day4

    Unexpected wonderful - Medellin

    September 30, 2019 in Colombia ⋅ ⛅ 26 °C

    Nach all dem Trubel in Bogotá waren wir sehr positiv überrascht, Medellin als eine sehr fortgeschrittene, moderne und mitreißende Stadt vorzufinden 💙
    ähnlich wie meine Heimatstadt Stuttgart, liegt Medellin in einem Tal umgeben von Bergen. der kleine aber feine Unterschied ist, dass Stuttgart wahrscheinlich 50 mal hier rein passen würde 😂😅

    Vom aller ersten Anblick an, bei der Fahrt mit dem Umbau runter ins Tal hatte ich ein wenig das Gefühl von Heimat, gepaart mit lateinamerikanischen Klängen 💃🕺🏻🎶 und einer unvorstellbar reichhaltigen Vegetation🌿🌴🌳🌴🌳

    gleich nach der Ankunft im Hotel (übrigens sehr zu empfehlen: Rango Boutiquq Hostel) haben wir eine Comuna 13 Tür gemacht.
    selten habe ich einen Menschen so voller Leidenschaft über seinen Wohnort, seine Heimat sprechen hören, wie unseren Tour Guide Esteben.
    wie schaffen es die Menschen in solchen Verhältnissen zu wohnen und dennoch jeden Tag glücklich und freudestrahlend durch die Straßen zu laufen? Das konnte er uns beantworten und noch viel mehr.
    die Farben die Leidenschaft und das pure Leben auf den Straßen von Comuna 13 haben uns umgehauen 💚💜❤💛💙

    bei unserer Abreise hatten wir Sorge, dass es jeden Tag, den ganzen Tag regnen wird. Dies ist zum Glück nicht der Fall - ähnlich wie in Asien regnet es sehr heftig einmal am Tag, oder wie am diesem Tag abends, was der Grund für die wundervolle Vegetation ist 🌿🌴🌤🌩🌧

    Kolumbien ist noch nicht so touristisch wie viele andere Orte, die ähnlich schön sind. man hört viel Negatives über Städte wie Medellin, was natürlich in der Vergangenheit auch seinen Grund hatte. Allerdings muss man auch sehen, dass sich das Land völlig gewandelt hat. Dies spürt man mit jeder Pore und genießt es jeden Tag 💟

    Alles in allem bin ich so froh, hier zu sein und das miterleben zu dürfen🙏🏼

    P.s.: wer findet das versteckte Herz im vorletzten Bild?
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  • Day209

    13.5.7 Comuna 13

    March 20, 2019 in Colombia ⋅ 🌧 23 °C

    The city of Medellín is organised in so called Comunas. Cumulative 13 has a special roll or place in Medellín, as it is home to many street art pieces, although their creators come from all places in Medellín and also from world wide.

    However, their is mostly a lot of symbolism in their art through which the artists express their view of the history of Columbia and Medellín, in particular. You have to take a closer look at those paintings to realise the “real” meaning of it.
    Speaking of which, the impression made is often a reference to the FARC (terrorist or rebellious group, depending on your perspective), the para militaries and the governmental corruption or misalignment with the people’s expectations.

    There is a lot to tell, but I leave that for another time.
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    Susanne Cherry

    Quite amazing!

    3/29/19Reply
     
  • Day159

    Comuna 13

    December 6, 2017 in Colombia ⋅ ⛅ 26 °C

    Einen andren Tag geh ich mit den Mädels aus meinem Zimmer in die Comuna 13, dort machen wir die Graffiti Tour eigenständig und sparen uns ein kleines Vermögen. Es ist auch nicht soooo schwer, dahin zu kommen: Metro, Bus, laufen und zwischendurch immer wieder nachfragen.
    Dieser Bezirk war früher einer der gefährlichsten und ärmsten Gegenden in Kolumbien. Dank eines 'Transformation'-Programms wurden hier Outdoor-Escaleras gebaut, und Graffitis gefördert, was prompt zum Touristenmagnet wurde und dadurch auch etwas sicherer. Und nachdem wir kurz bevor wir zurück gehn die riesigen Touri-Gruppen sehn, sind wir alle froh, dass wir es eigenständig gemacht haben. Wir haben uns dabei auch immer wohl und sixher gefühlt.
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    Schönes Foto! :-)

    1/24/18Reply

    Bildaufbau 1, viel gelernt du hast...

    1/24/18Reply
     
  • Day85

    Comuna 13

    June 28, 2018 in Colombia ⋅ ⛅ 24 °C

    Am Nachmittag nach dem WM Spiel haben wir noch eine Free-Walking-Tour durch den berüchtigten Stadtteil Cumuna 13 gebucht. Wir treffen uns mit unserem Tour Guide Sergio und etwa zwölf anderen Teilnehmern an der Metro Station San Javier und der 26jährige Sergio erzählt uns erstmal etwas über die Geschichte des Stadtteils, in dem er selbst auch aufgewachsen ist und den Wandel der Comuna 13 miterlebt hat.
    In den 90ern hatte das Viertel noch die angeblich höchste Mordrate auf der Welt, im Oktober 2002 wurde dann von der Regierung gründlich "aufgeräumt" und seit dem viel dafür getan, um die Kids von der Straßen zu holen und die soziale Situation der Bewohner zu verbessern. So zumindest die offizielle Version und Sergio bestätigt auch, dass sich sehr viel verbessert hat seitdem, jedoch gibt es immer noch viele Missstände und Banden, die jetzt einfach verdeckter handeln. Die Comuna 13 besteht außerdem aus 21 "Barrios" (Nachbarschaften) und viele Maßnahmen betreffen nur die drei touristisch attraktiven Nachbarschaften. Die Bewohner selbst sind dabei echten Zusammenhalt zu leben und sich gegenseitig zu helfen. 💪
    Ein Highlight dieser Maßnahmen sind die "Escaleras Eléctricas", die 2011 eröffneten sechs zusammenhängenden Rolltreppen in einer Barrio der Comuna 13. Da das Gebiet an einem Steilhang liegt, bieten die Rolltreppen eine echt Erleichterung für die vielen älteren Menschen dort und auch wir sind froh, dass wir den Höhenunterschied von ca. 28 Stockwerken ganz bequem überwinden können. Die Aussicht von oben auf Medellin ist schon beeindruckend.
    Zum Schluss der Tour kehren wir noch in das kleine Café Aroma De Barrio mit hippem Gangster-Style ein und kriegen noch eine kleine HipHop Freestyle Einlage geboten. 😎
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El Alcazar