Colombia
Jardín

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27 travelers at this place:

  • Day3

    Dulces del Jardín

    January 2 in Colombia ⋅ ☀️ 27 °C

    Microempresa del municipio, auténtica por la fabricación de exquisitos almíbares de diferentes frutas y sabores. La casa posee la tradicional impronta de la arquitectura y decoración típica del pueblo. Muy difícil pasar y resistirse probar algo.

    David D.

  • Day3

    Basílica Menor de la Inmaculada Concepci

    January 2 in Colombia ⋅ ☀️ 26 °C

    Iglesia de estilo neogótico, inaugurada en 1932 aunque terminada en 1940. En 1985 se le adjudicó el título de monumento nacional y en 2003 se le declaró Basílica Menor. Se alcanza a observar desde la vecina población de Andes.

    David D.

  • Day3

    Teleférico La Garrucha

    January 2 in Colombia ⋅ ⛅ 26 °C

    Teleférico artesanal que sirve de atracción turística y de transporte público y comunica el pueblo con la vereda serranías atravesando el río volcanes.

    Del lado de la vereda se encuentra un estadero conocido como la garrucha, en donde se puede tomar entre otras bebidas una típica llamada 'Mataburros', que tiene leche fría, canela molida y miel de caña. En el sitio se aprecia una vista panorámica de todo Jardín.

    El viaje cuesta por trayecto $4000 y tiene una duración de 2:30 minutos. Se permite un máximo de 5 personas en la cabina.

    David D.
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  • Day3

    Gallito de Roca

    January 2 in Colombia ⋅ ⛅ 26 °C

    Antes de llegar al puente que comunica Jardín con la vereda serranías, desviando a mano izquierda se encuentra el parque natural Jardín de Rocas, un sitio creado por un biólogo para difundir y promover la conservación del gallito de roca, un ave de los Andes que anida en zonas rocosas y es de color rojo intendo con un lomo plateado.
    El parque cuenta con un pequeño sendero y kioscos para el avistamiento de aves. La entrada cuesta $5000 para turistas nacionales y $10000 para extranjeros. El ingreso está habilitado desde las 3:30 hasta las 5:30 de la tarde.
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  • Day4

    Cerro Cristo Rey

    January 3 in Colombia ⋅ ⛅ 25 °C

    Caminata de 3,4 kms (45 min) al Cerro de Cristo Rey en donde se asciende a una altura máxima de 1900 metros. En la cima de puede apreciar una bonita vista del pueblo y tomar una bebida refrescante en el estadero.

    David D.

  • Day140

    Jardín - La Cueva del Esplendor

    January 4 in Colombia

    John macht mir ein leckeres Frühstück mit Früchten und Müsli in der Sonne auf dem Balkon. Um 8 Uhr starte ich zu einem kleinen Store neben dem Estadio, denn ich mache heute eine Tour zur La Cueva del Esplendor (55.000 Pesos). Dies ist ein 70 Meter hoher Wasserfall hoch oben in den Bergen, der in eine Höhle mit natürlichem Becken voll eskaltem Quellwassers mündet. Die Gruppe besteht aus 10 Kolumbianern, der Guia und mir. Mit dem Jeep geht es ca. 40 Minuten steil Schotterpisten die Berge hinauf. Dann geht es zu Fuß weiter zu einer Finca, in der wir uns ein wenig nierderlassen und Arepa con Queso, Café Panela und einen Buñuelo genießen. Von hier aus geht es dann ins Tal hinab durch den dschungelähnlichen Wald zur Höhle mit dem Wasserfall. Ich freunde mich gleich mit der mich mit Fragen löchernden Antonia (6 Jahre) und ihrem Bruder Martin (10 Jahre) an. Sie hüpfen freudig vor mir umher, wollen alles über mich wissen und Antonia läuft die ganze Zeit an meiner Hand - süß! Die Höhle ist wirklich der Hammer - man läuft durch einen Felsspalt in die Höhle hinein, vorbei an einer moosbewachsenen Wand and der das Wasser heruntertröpfelt und regnet. Die Kids und ich machen uns gleich bereit und springen in das eiskalte (laut Guia 6 Grad) Quellwasser -huuuuu! Aber ein schönes Gefühl, danach fühlt man sich immer so gereinigt. Nachdem wir in Ruhe das Naturspektakel bewundert und genossen haben geht es den Aufstieg wieder zurück zur Finca - hier gibt es wieder eine kleine Stärkung (frische Limo und Empanadas) und dann geht es wieder zurück nach Jardin. 13 Uhr kommen wir dort an und auf Empfehlung der Einheimischen gehe ich zu "Dulce de Jardin", einem ganz süßen Laden, in dem es handgemachte Süßigkeiten gibt - also mein Paradies. Beispielsweise haben sie hier 22 verschiedene Sorten Arequipe, sowie Süßes aus Rosenblüten, Marmeladen von den exotischen Früchten hier und ich esse meinen ersten Arroz con leche mit Rosinen. Kein Wunder das man hier zunimmt :). Danach besuche ich noch das dazugehörige Café im Parque "Macanas" und und genieße einen Kaffee aus Jardin. Köstlich! Nach meinem Süßigkeitsexzess und mit dickem Bauch mache ich mich mit John (Hostelbesitzer)zu Fuß auf den Weg zur Cascada Amor und Charco Corazón, einer Piscina natural im Río Volcanes - nach einem Bad im kalten Flusswasser gibt es Abendbrot in der Trucheria hier - Bier und eine Badeja Trucha (Forelle). Dieses Wochenende ist das Festival de la Rosa (4-7 Januar) hier in Jardín, weshalb alle Unterkünfte ausgebucht sind. John sagt mir außerdem, dass er für nächste Woche einen Volunteer braucht, da seine Tochter in Medellin 15 Jahre alt wird und er gerne Zeit mit seinen Kindern verbringen will. Und da er mich sympathisch findet und denkt, dass sein zu Hause und Hostel in meinen Händen gut aufgehoben wäre, fragt er mich, ob ich diese Aufgabe nicht übernehmen möchte. Im Gegenzug darf ich hier kostenlos wohnen und Frühstück ist dabei. Ich finde die Idee nicht schlecht, da das mit dem Arbeiten im Krankenhaus ja nun eh nicht klappt. Und da ich spontan bin, Zeit habe und gerne helfe, habe ich ihm zugesagt noch am gleichen Abend. Allerdings ist es eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe, denn es ist sowohl das Managen und die Rezeption, als auch Frühstück für die Gäste zubereiten, Einkaufen gehen, Wäsche waschen, putzen, Betten ab- und wieder beziehen ... eine Menge, das macht er sonst alles alleine! Wahnsinn! Am Abend ist viel los auf dem Platz, heute dürfen junge Rapper ihre Texte unter die Leute bringen - ganz lustig anzuhören, aber singen können die Kolumbianer jedenfalls nicht so gut, sie sollten beim Tanzen bleiben :).Read more

  • Day141

    Nun mal in Ruhe zu Jardín - es liegt in einem von grünen Bergen umgebenen Tal und strahlt durch die farbenfrohen, zweistöckigen Häuschen mit Balkonen voller Blumen, der puslierenden und gemütlichen Plaza, den überaus freundlichen Einwohnern sowie der gewaltige Steinkirche eine gewisse Lebensfreude und Gemütlichkeit aus. Poncho tragende Farmer treffen sich in den Straßencafés auf einen Tinto und am Wochenede kommt abends das ganze Dorf zum Feiern, um zu sehen und gesehen zu werden auf die Plaza und die stolzen Paisafrauen und -männer reiten, posierend auf ihren auf Hochglanz gestriegelten Pferden, im sogenannten "paso fino colombiano" vorbei. Der Park "El Libertador" ist das Herz des Dörfchens und ist Treffpunkt der Dorfbewohner - hier spielt sich einfach alles ab und er ist immer lebendig, es ist ein bisschen wie das gemeinsame Wohnzimmer! In der Mitte gibt es einen Springbrunnen und drum herum acht kleine Gärten, die so zusammengestellt sind, als wären sie Blütenblätter. Rosen gibt es hier viele, weshalb dieses Wochenende auch das Festival zu Ehren dieser Blume ist.
    In El Jardín wird neben Kaffee, Platano und Bananen auch Zuckerrohr angebaut und Forellen gezüchtet. Ich mach mich nach meiner ersten Einarbeitung im Hostel zu Fuß auf den Weg zur Trucheria La Argelia Molienda. Hier kann man die Forellenzucht besichtigen, seine eigene Forelle angeln und immer samstags wird hier frisch Panela hergestellt und man kann die einzelnen Schritte mitverfolgen. Dafür wird der Saft des Zuckerrohrs allmählich in mehreren Schritten zu einer zähen Masse eingekocht und später in Formen gepresst und getrocknet. In eckiger oder runder Form ist die Panela dann verkaufs- und verzehrbereit. Auf meinem Rückweg genieße ich einen Kaffee aus El Peñal mit Schokonote im Artesano-Kaffee. Zubereitet wird der Kaffee genau vor meiner Nase auf meinem Tisch und nach der Art, die ich mir wünsche - ich habe wieder Syphon gewählt, weil ich den Kaffee so zubereitet sehr lecker fand in Bogotá. Auf dem Platz kommt mir dann eine Herde von geschmückten Pferden entgegen, angeführt von den drei heiligen Königen. Sie ziehen, gefolgt von einer Menschentraube in die Kirche und legen dort ihre Gaben in der Krippe für das Jesuskind ab.
    Zurück im Hostel geht John mit mir die einzelnen Seiten (bspw. bokking.com) durch und Exceltabellen für die Reservationen und Finanzen. Schon cool, mal auf der anderen Seite zu sein :). Dabei trinken wir schon ein Bierchen und später dann auch mit den Gästen Alicia, ihrem Bruder und dessen Frau aus Medellin Aguadiente. Zu fünft ziehen wir dann los, drehen eine Runde durch den Park, trinken noch mehr Aguadiente und Bier, tanzen und essen Streetfood (hauptsächlich Fleisch ;)). Ein schöner entspannter Abend - gegen 2 Uhr mache ich mich mit den Mädels aber auf den Rückweg.
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  • Day142

    Jardín - Teleférico

    January 6 in Colombia ⋅ 🌧 16 °C

    Heute quäle ich mich müde und mit meinem Aguadiente-Kopf um 6 Uhr aus dem Bett und watschel zum Parque Natural Jardín de Rocas - auf dem Platz sind die letzten noch wild am feiern und tanzen :). Am Parkeingang treffe ich Mario (einen 70jährigen Opi, den ich gestern Abend mit seiner Frau auf dem Fest kennengelernt habe und der mir heute die Vögel hier zeigen wollte), wir stehen allerdings gemeinsam mit Alex aus Medellin und seiner Oma vor verschlossenem Tor. Jardín spielt verrückt dieses Wochenende wegen dem Festival und deshalb arbeitet hier wahrscheinlich keiner so früh am Morgen. Na zum Glück bin ich noch ein bisschen da und kann mir die Vögelchens nochmal in Ruhe anschauen. Wir können von Weitem trotzdem die Rocas beobachten und ihrem Gesang lauschen. Danach gehen wir gemeinsam in den Parque und trinken einen Kaffee.
    Zurück im Hostel geht es wieder an die Arbeit - heute ist mein zweiter Einarbeitungstag. Ich mache gemeinsam mit John Frühstück für unsere Gäste und später checken die meisten aus. Das heißt: Betten abziehen, Wäsche waschen, Betten frisch beziehen, fegen, wischen, ... jede Menge zu tun, aber zu zweit erledigt sich das schnell! Später esse ich eine Trucha im Donde Andres und danach fahre ich mit der süßen Garrucha (einer kleinen Luftseilbahn) ein Hügelchen hoch und wander von dort aus eine große Runde durch Platano- und Kaffeeplantagen mit wundervollem Blick auf Jardín zum Charco Corazón und der Cascada Amor, bei der ich vor zwei Tagen schon mit John war. Als ich zurückkehre sind auf dem Platz Umzüge und Männer tragen schwere Blumenkästen auf dem Rücken!
    Zurück im Hostel facetime ich noch mit Alejandra, die mir ab morgen Spanischstunden gibt (55.000 Pesos für 2 Stunden) - ich will noch besser werden, auch wenn alle schon sagen, dass ich eine gute Aussprache habe und überhaupt schon viel kann.
    Später wasche ich noch Wäsche und spiele mit einigen Gästen aus Medellin Menschärgerdichnicht typisch kolumbianisch um "plata" (um Münzgeld - Einsatz ist meist 1.000 oder 2.000 Pesos), ganz lustig. Danach gehen wir gemeinsam noch auf das Fest.
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  • Day162

    Jardín

    November 8, 2018 in Colombia

    Nachdem Salento die hohen Erwartungen nicht erfüllt konnte, haben wir uns in das nächste Dorf aufgemacht, von dem wir vorab nur Gutes gehört haben. Es hieß, es soll mindestens so schön sein wie Salento, nur weniger überlaufen. Wir waren gespannt.

    Angefangen hat der Tag sehr gut. Die Sonne schien, es gab eine Zimtschnecke zum Frühstück, der Bus kam pünklich, der Anschlussbus in dem Ort Pareira auch, es lief eigentlich alles nach Plan.
    Kurz vor dem nächsten Ort (Riosucio), in dem wir in einen neuen Bus umsteigen mussten, hat es jedoch angefangen kräftig zu regnen. Das war soweit aber nicht weiter schlimm. Was aber schlimm war, war die Tatsache, dass der Bus auf einmal nicht mehr weiter fuhr. Er hielt vor einer Art Werkstatt an und der Fahrer quatschte die ganze Zeit mit den Männern draußen. Minuten vergingen bis die ersten Gäste fragten was los sei. Aufregung machte sich breit und wir erfuhren, dass der Bus bis auf Weiteres nicht weiter fahren kann. Die Kupplung war kaputt. Na toll!
    Wir also ausgestiegen, unsere Sachen genommen und Regenschutz unter einem Dach gesucht. Natürlich dauerte es nicht lange, bis wir erkannt, angesprochen und zugetextet wurden. Die Männer sahen nicht gerade vertrauenserweckend aus und am liebsten wären wir gleich weiter gelaufen, aber es regnete in Strömen und wir wussten auch nicht so richtig wohin. Also warteten wir und machten Smalltalk.
    Dann haben uns aber die Männer einen Tipp gegeben, wie wir am besten zum Busbahnhof bzw. nach Jardín kommen würden. Gegenüber der Werkstatt standen ein paar Chiva Busse. Die sehen von der Form aus wie amerikanische Schulbusse, sind aber kunterbunt, meist aus Holz (der hintere Teil), an den Seiten offen und innen mit Holzbänken ausgestattet. Richtig cool.
    Einer der Chivas würde auch in ein paar Minuten zum Busbahnhof aufbrechen und dann weiter nach Jardín fahren. Wir sollten da doch am besten einsteigen. Auch wenn wir ein wenig skeptisch waren, überwiegte die Freude mal mit so einem Bus zu fahren - bei mir zumindest. Also stiegen wir ein. Und tatsächlich brachte der Fahrer uns erst zum Bahnhof, wo weitere Passagiere eingestiegen sind und anschließend ging es weiter nach Jardín.
    Die Fahrt sollte 3-4 Stunden dauern und hat richtig Spaß gemacht. Nicht nur, weil es aufgehört hat zu regnen, sondern weil es einfach irgendwie ein tolles Buserlebnis war.
    Dann aber, nach etwa einer Stunde Fahrt, hielt der Bus an und fuhr nicht weiter. Nooo, nicht schon wieder! Dieses Mal war der Bus aber nicht kaputt, sondern es gab eine Straßensperrung. Scheinbar ein Erdrutsch. Das blöde war nur, dass das die einzige Verbindung nach Jardín war. Vor morgen wird die Straße nicht frei und wir müssen zurück nach Riosucio. Nicht gerade the place to be und wir sahen uns schon in einem schäbigen Hostel in dem kleinen Ort übernachten. Doch der Busfahrer gab nicht auf und beschloß einen alternativen Weg zu versuchen, was aber einen großen Umweg bedeuten würde. Das war allen Passagieren aber egal. Gut, bis dahin wussten wir auch nicht, was das für ein Umweg war und wie lange er dauern würde. Wir fuhren durch den Wald auf einem schmalen, matschigen Weg auf dem der Chiva gerade so drauf passte. Ich saß außen auf der Bank, so dass mir ständig irgendwelche Äste ins Gesicht flogen, alles wackelte, rüttelte und schüttelte, der Bus war super laut und ich hatte die ganze Zeit einen heiden Spaß. Das war die beste Busfahrt der ganzen Reise. Alleine schon die Leute, die im Bus waren, überwiegend Einheimische, die zu ihren Dörfern wollten. Was die alles so mitgeschleppt haben und wie der Busfahrer mit seiner halb runterhängenden Hose die vielen Säcke aus dem Bus hievte, wie die Omis immer über andere Omis gestiegen sind, um auf einen freien Platz auf der Bank zu kommen...Herrlich.
    Irgendwann wurde es dann aber doch ungemütlich. Als es dunkel und richtig kalt wurde, da verging auch mir der Spaß und ich wollte nur noch ankommen. Nach 7 Stunden war es dann auch endlich soweit. Jetzt hieß es nur noch ins Hostel und schlafen. So einfach war es mit dem Schlafen dann aber doch nicht. Denn das Hostel war eine Katastrophe. Nach dem Keller-Hostel in Latacunga das 2. schlimmste Hostel meiner Reise. Mini-Zimmer, nur eine Toilette für alle Gäste, laut, gehtso-sauber und eine Matratze, die keine war. Wir haben zwei Matratzen übereinander legen müssen, um nicht auf den harten Brettern liegen zu müssen. Es war schlimm. Wir nahmen es aber mit Humor, denn irgendwie passte das zu dem ganzen Tag.

    Neuer Tag, neues Hostel. Auch wenn das Frühstück sehr sehr gut war, alles andere war einfach nur schrecklich in dem Hostel und ich wollte nur noch raus. Jana und Florence ging es genauso. Die beiden sind in einem Hostel gegenüber abgestiegen, das fand ich aber auch nicht so dolle und bin stattdessen in eine nette Pension gegangen. Schön mit Doppelzimmer, eigenem Bad und einer tollen Aussicht.
    Das Gute an dem Hostels der Mädels war aber der Besitzer. Ein sehr netter Typ, der uns viele Tipps gegeben hat. So zum Beispiel, wo wir eine Kaffeetour machen können, die er auch noch für uns organisiert hat, wie wir am besten zu einem Wasserfall kommen ohne eine Tour zu buchen, welche Wanderungen es direkt rund um Jardín gibt, wo man am besten essen kann, wie man von A nach B kommt und und und. Also wirklich super.
    Und so sind wir seinen Empfehlungen gefolgt und haben an Tag 1 eine Kaffeetour gemacht, an Tag 2 die Wasserfall-/Höhlenwanderung, Tag 3 war ein Ruhetag und an Tag 4 und 5 wurde die Gegend rund um Jardín erkundet. Das volle Programm.

    Zwischenzeitlich musste ich noch einmal die Unterkunft wechseln, da mein schönes Pensionszimmer ausgebucht war. Es war mal wieder irgendein Feiertag in Kolumbien und die Stadt war voll.Also ging es wieder zurück in ein Hostel. Dieses Mal aber in ein nettes.
    Florence war zu dem Zeitpunkt (Tag 3) schon weg. Sie hatte einen straffen Zeitplan, bei dem ich nicht mithalten wollte. Jana hat mich dann an 4. Tag verlassen, da ihre Zeit in Kolumbien ebenfalls langsam ablief. Mir hat Jardín aber so gut gefallen, dass ich noch nicht weiter ziehen wollte. Davon ganz abgesehen war ich froh über etwas begleiterfreie Zeit. Und so habe ich die Wanderungen in den Bergen rund um Jardín richtig genossen. Das Wetter war perfekt, die Umgebung wunderschön und die Menschen netter als je zuvor.

    Lange alleine blieb ich aber nicht. Denn am Abend, als ich mich schon freute das ganze 6-Bett Zimmer für mich alleine zu haben, kam ein junger Mann in mein Zimmer, gerade als ich im Bad war. Ich bemerkte ihn erst gar nicht, da weder ein Rucksack noch sonst irgendeine Klamotte zu sehen waren. Nur er, wie er tief und fest schlief. Scheinbar sturzbetrunken. Irgendwann wurde er doch kurz wach, quasselte etwas vor sich hin, versuchte sich mit mir zu unterhalten, brachte aber keinen geraden Satz raus. Alles was ich verstehen konnte, war, dass er etwas Zahnpasta von mir haben wollte. Wo er die Zahnbürste plötzlich her hatte, wusste ich nicht. Aber gut, wenigstens hat er daran gedacht sich die Zähne vor dem Schlafengehen zu putzen.
    Als das erledigt war, ging plötzlich die Zimmertür auf, das Licht an und ein weiterer Zimmergenosse kam rein. Baltasar, ein Argentinier. Total überdreht aber nett, strahlte über das ganze Gesicht, quasselte direkt drauf los, minutenlang, redete irgendwas von Essen und dass wir auf der Stelle tanzen gehen müssen, nahm seine Wertsachen und war wieder raus. Ich lag in meinem Bett und dachte nur: was war das?!?

    Es ist mir nicht leicht gefallen Jardín zu verlassen. Irgendwie hat es mir das Städtchen angetan. Schön ruhig, in einer tollen Umgebung, authentisch, kolumbianisch, (noch) nicht zu touristisch und mit vielen netten Menschen. Ich mochte besonders die älteren Herren mit ihren Sombreros, die den halben Tag vor den Cafés saßen und ein Tinto (schwarzer, süßer Kaffee) nach dem anderen getrunken haben. Die Pferde, die vor den Cafés standen und auf ihre Besitzer gewartet haben. Die hübschen Stühle auf dem großen Hauptplatz, die individuell bemalt waren und den Platz dadurch bunter machten. Die vielen farbenfrohen Häuser, die, anders als in Salento, nicht den Anschein machten, als wären sie extra für die Touris angemalt worden, sondern zu dem Bild der Stadt passten. Die Kirche, die endlich mal wieder eine sehenswerte Kirche war und nicht so aussah wie 100 zuvor gesehen Kirchen. Das Café, das den Kaffee von “unserem” Kaffeebauern servierte. Den netten Markthändler, der mich einfach so alle Obstsorten probieren ließ, die ich noch nicht kannte… in Jardín hatte ich zum ersten Mal das Gefühl endlich in Kolumbien angekommen zu sein.
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  • Day163

    Jardín - Don Dario's Kaffeefarm

    November 9, 2018 in Colombia

    Der Besuch einer Kaffeefarm in Kolumbien ist wie nach Rom fliegen und den Vatikan sehen. Ein Muss.
    Ich war zwar schon auf einer Kaffeefarm in Peru und hab dort auch meinen eigenen selbstgepflückten Kaffee getrunken, das war aber alles eher in kleinen Stil. Jetzt wollte ich mir mal eine richtig große Farm angucken.
    Die Farm, die wir aufgesucht haben, gehörte Don Rubén Darío Agudelo. Ein total netter, herzlicher Mann, der bereits in der 2. Generation Kaffee anbaut. Er wohnt mit seiner Frau auf der Farm, hat noch eine Tochter, die in Medellín studiert und später das Geschäft später übernehmen wird und hatte noch einen Sohn, der jedoch mit 17 Jahren verstorben ist, wie er uns ganz offen und vertrauensvoll erzählt hat.

    So wie die meisten Kaffeebauern rund um Jardín verkauft auch Don Dario seinen Kaffee an Nespresso. Da er davon allein aber nicht leben kann, baut er auf seinem Land u.a. auch Bananen, Mandarinen, Avocados und diverse andere Früchte an, züchtet Hühner und Meerschweinchen, produziert Honig und empfängt regelmäßig Besuch, dem er seine Farm zeigt. Ein viel beschäftigter Mann umso dankbarer waren wir, dass er sich so viel Zeit für uns genommen hat.

    Er erklärte und zeigte uns in aller Ruhe jeden Schritt der Kaffeeproduktion, von der Pflanzung des Kaffeestrauchs bis hin zum Trinken des eigenen Kaffees. Anders als in Peru, hörten die Schritte auf seiner Farm jedoch bei der Röstung der Bohnen auf. Hier war üblich, dass die trockenen Bohnen von allen Bauern gesammelt und in einer großen Rösterei geröstet wurden. Scheinbar aus Kostengründen.

    Es war ein schöner Vormittag an dem ich sehr viel über Kaffee gelernt habe. Zum Beispiel, dass der gute Kaffee immer exportiert wird und die Kolumbianer immer nur den “Abfall”-Kaffee trinken (was vieles erklärt hat). Wer Instant-Kaffee trinkt, trinkt auch nur die Abfälle. Oder, dass es wirklich einen Unterschied zwischen einem organischen und einen nicht-organischem Kaffee gibt. Gewusst hat man das irgendwie schon immer, jetzt wurde es aber nochmal vor Augen geführt.
    Überrascht hat mich etwas, dass Don Rubén kein schlechtes Wort über Nespresso verloren hat, auch auf kritische Nachfrage nicht. Ganz im Gegenteil, er hat fast schon stolz über seinen “Arbeitgeber” und den die hohen Qualitätsstandards des Nespresso-Kaffees erzählt - gut, ist ja auch seiner.
    Zu schade, dass es Nespresso nur in Kapseln gibt. Sonst würde ich von nun an nur noch die Rosabaya Sorte kaufen und mir dann immer vorstellen, dass der Kaffee aus den Bohnen gemacht wurde, die ich eigenhändig bei Don Dario gepflanzt habe.
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You might also know this place by the following names:

Jardín, Jardin, ხარდინი, Хардин, جردین, 哈爾丁

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