Colombia
Medellín

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Travelers at this place
  • Day90

    Medellín

    May 7 in Colombia ⋅ ⛅ 22 °C

    Am Donnerstagmorgen verabschiedeten wir uns aus Salento und die nächste Busfahrt nach Medellín startete. Dieses Mal war es zum Glück eine sehr angenehme Fahrt und auch wenn sie anstatt 8h fast 11h dauern sollte, kamen wir sicher am Abend am Busbahnhof von Medellín an.
    Medellín ist die Hauptstadt des Departements Antioquia und nach Bogotá die zweitgrößte Stadt des Landes. Die 2,5-Millionen-Einwohner-Stadt befindet sich im breitesten Teil der als Valle de Aburrá bekannten Region in der zentralen Andenkette und erstreckt sich an beiden Ufern des Flusses Medellín.
    Einst war diese Metropole Medellin eine der gefährlichsten Städte der Welt. Nirgends wurden täglich mehr Menschen erschossen als hier. Drogen und Gewalt regierten den Alltag und die Stadt war fest in der Hand von Drogenbaron Pablo Escobar, einst der meistgesuchte Mann der Welt. Regierung und Polizei galten als korrupt. So war die Stadt in etwa der letzte Ort, den man als Tourist bereisen wollte. Glücklicherweise hat Medellin diese dunklen Zeiten mittlerweile (mehr oder weniger) komplett hinter sich gelassen. Die Stadt hat sich seit dem Tod Pablo Escobars in nur zwei Jahrzehnten zu einer der modernsten und sichersten Städte in Südamerika entwickelt. Das Wall Street Magazin hat Medellín 2012 sogar zur innovativsten Stadt der Welt ernannt.
    Medellín wird auch als „Stadt des ewigen Frühlings“ bezeichnet, da die Temperaturen selten über 30 Grad klettern oder unter 16 Grad fallen. Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt 22 Grad.

    Nach einer erholsamen Nacht machen wir uns erst am späten Vormittag auf den Weg zum Park Arví, einer riesigen Grünfläche mit 16.000 Hektar Wald und 54 km langen Wanderwegen.
    Wir fahren einige Stationen mit der Metro, bevor es per Metrocable (Seilbahn) die Hügel hinauf geht.
    Das Netz der Metro de Medellin mit 42 km und nur zwei Linien, ist sehr überschaubar. Zusätzlich gibt es noch die Seilbahnlinien, die an das Metronetz angeschlossen sind und mit dem Metroticket mitgenutzt werden können.
    Die Seilbahnen haben für die Paisas (so nennen sich die Einwohner von Medellin selbst) einen ganz praktischen Zweck: sie binden die Armenviertel an den Berghängen ans Stadtzentrum an. Für Touristen bietet sich aus den Gondeln und von den Haltestellen ein atemberaubender Blick auf die Millionenstadt und das Aburrá-Tal. Den Seilbahnen wird außerdem zugeschrieben, dass sie dazu beigetragen haben, die Stadt von einer der gefährlichsten der Welt in ein florierendes, innovatives Reiseziel zu verwandeln.
    Wir genießen in jedem Fall die Fahrt über den Dächern der Stadt und können uns trotz des noch anhaltenden Regens kaum sattsehen. Es ist wirklich beeindruckend, wie sich die Stadt die Hänge der Anden hoch schlängelt und nicht aufzuhören scheint.
    Die Seilbahn, die zum Park führt, muss noch einmal extra bezahlt werden und schwebt mit uns dann die letzten 25 Minuten über unendlich scheinenden Wälder bis zum Parkeingang. Hier erfahren wir, dass das Bewandern des Parks ~ 10€ pro Person kosten soll 😵 (ja, wir hätten uns vielleicht vorher einmal näher informieren sollen 😅) und sind zunächst etwas unschlüssig, was wir nun tuen sollen. Zum einen würden wir sehr gerne ein wenig in der Natur umherwandern, haben allerdings von der Seilbahn auch die vom Regen mittlerweile sehr matschigen bzw. komplett gefluteten Wege gesehen.
    Wir beschließen daher, erst einmal die Straße am Park entlangzugehen und wollen auf diesem
    Weg zu einem Teil des Parkes kommen, wo es Wanderwege und den See Embalse Piedras Blancas geben geben soll. Der Weg dorthin dauert ca. 30 Minuten und führt die ganze Zeit an einer so gut wie nicht befahrenen kleinen Straße am Rande des Parks entlang. Allerdings werden wir und ein weiterer Tourist durch einen netten Herren gestoppt, der uns unmissverständlich klar macht, dass der Weg gefährlich ist und es zu Überfällen kommen kann. Wir stehen also erneut etwas unschlüssig herum, schließen uns dann aber dem anderen Touristen an und wollen mit dem Bus, im Zweifel mit dem Taxi zu unserem Ziel fahren. Beides lässt aber auf sich warten und nach einer gefühlten Ewigkeit sind wir uns alle drei einig, dass das heute keinen Sinn mehr macht. Die Zeit ist schon so weit fortgeschritten (der Park schließt um 17 Uhr), dass sich für uns der Eintrittspreis auch nicht mehr lohnt und so gehen wir nach einem kleinen Mittagessen etwas enttäuscht zurück zur Seilbahn. Immerhin ist aber nun die Sonne herausgekommen und wir kriegen auf der Rückfahrt noch einmal einen tollen Blick auf die Stadt geboten.

    Nach einem kurzen Stopp im Supermarkt, gehen wir zurück ins Hotel und machen uns für unsere Abendveranstaltung fertig. Es geht in das Estadio Atanasio Girardot zum Spiel Atlético Nacional gegen Deportivo Pereira. Atlético Nacional ist neben dem Ortsrivalen Independiente Medellín der Fußballverein aus Medellín und zählt als alleiniger kolumbianischer Rekordmeister mit insgesamt 16 Meistertiteln zu den bedeutendsten Vereinen Kolumbiens.
    Allerdings hatte auch hier Herr Pablo Emilio Escobar Gaviría, der eine große Leidenschaft für Fußball hatte, seine Finger im Spiel. So soll er 1989 die Schiedsrichter eindrücklich darauf hingewiesen haben, dass sein Verein die Copa Libertadores (der wichtigste südamerikanische Vereinsfußballwettbewerb, vergleichbar mit der europäischen Champions League) gewinnen müsse, was er dann auch tat. Im Sport fand Pablo einen schnellen, einfachen und profitablen Weg, sein illegales Geld zu waschen und seiner größten Leidenschaft nachzugehen.
    Zum Glück sind diese Zeiten jetzt vorbei und so laufen wir bei strömenden Regen von unserem Hotel mit den zahlreichen Fans zum Stadion. Hier geht plötzlich alles ganz schnell, denn während wir uns eigentlich erst nach einem Ticketverkaufsstand umsehen wollen, stehen wir bereits am Einlass zum Stadion, der von der Polizei gesichert ist, ein Typ zieht seine zwei Dauerkarten über den Scanner, wir werden hineingewunken und stehen für ein paar Euro auch schon im Stadion 😜.
    Hier gibt es Unmengen an Essen und alkoholfreies Dosenbier, was erklärt, wieso die meistens Fans vor Spielbeginn noch vor dem Stadion herumstehen 😅. Aber allmählich füllt sich das Stadion, die Grün-weißen Fans sind natürlich eindeutig in der Überzahl und machen schon vor Spielbeginn ordentlich Lärm. Eine ganze Blaskapelle mit Trommlern versammeln sich auf den oberen Rängen der Fankurve und die Party ist eröffnet.
    Zugegebenermaßen, der Fussball, der uns hier präsentiert wird, ist unterirdisch, für den Drittplatzierten einer ersten Liga noch viel mehr, aber die Fans dafür umso grandioser. Ohne Pause jubeln, singen und tanzen sie die 90 Minuten durch und selbst nach dem 0:1 Rückstand werden sie nur noch lauter. Dabei stehen die hart gesottenen auf dem Oberrang direkt und ohne Geländer an der Kante und halten sich, während sie wild hüpfen und tanzen, dabei nur an den Fahnen fest. Das wäre bei unserem Sicherheitsfanatismus natürlich undenkbar, die Begeisterung ist hier aber richtig krass und schön anzusehen.
    Am Ende geht das Spiel (mit viel Glück für unser Team) 1:1 aus und wir hatten auf jeden Fall einen tollen Abend.

    Am nächsten Morgen werden wir von Juan abgeholt und lassen uns die nächsten Stunden von ihm die Stadt zeigen. Wir haben eine private Tour bei ihm gebucht und starten an dem Haus, wo sich Pablo’s Escobar zuletzt versteckt hielt und auf dessen Dach Pablo Escobar starb. Während es offiziell heißt, er sei dort von Sicherheitskräften erschossen worden, sagt der Sohn Escobars, er habe Selbstmord begangen. Während er sich versteckte, war seine Familie eine Geisel des kolumbianischen Staates. Escobar musste befürchten, dass man sie umbringen würde. Also beschloss er, alle Sicherheitsregeln zu verletzen und mehrfach das Telefon zu benutzen, damit die Sicherheitskräfte seinen Unterschlupf orten würden. Als das geschah, schossen sie ihm ins Knie und in die Schulter – dann tötete er sich selbst. Von ihm stammte der Satz: Besser ein Grab in Kolumbien als eine Auslieferung an die Vereinigten Staaten.

    Als nächstes geht es in die berühmt-berüchtigte Comuna 13, einst das ärmste und gefährlichste Viertel der Stadt. Hier gab es vor nicht all zu langer Zeit noch die höchste Mordrate weltweit, das Viertel war fest in der Hand skrupelloser Drogenkartelle paramilitärischer Milizen, es tobte ein unerbittlicher blutiger Bandenkrieg und Korruption war an der Tagesordnung.

    Nach dem Tod Pablo Escobars, beschloss die Regierung gegen Bandenkriege und Drogengangs durchzugreifen. Am 16.10.2002 ließ das neugewählte Staatsoberhaupt ein Exempel statuieren: die „Operation Orion“, bei der bis zu 3000 Einsatzkräfte mit Black Hawk Hubschraubern in das Viertel einfielen. Das Ausmaß der Offensive führte auch tatsächlich dazu, dass sich die Milizen, nachdem sie in den ersten Stunden Widerstand geleistet hatten, zurückziehen mussten. Was jedoch nichts daran änderte, dass die Hubschrauber die Dächer des Viertels weiter unter Beschuss nahmen und die gepanzerten Fahrzeuge wahllos um sich schossen, was die verzweifelten Einwohner in großer Zahl aus ihren Häusern trieb. Das Ergebnis waren 355 willkürliche Festnahmen ohne Haftbefehl sowie, offiziellen Angaben zufolge, 39 verletzte Zivilpersonen, sieben Verschwundene und drei tote Polizisten. Heute ist jedoch weit mehr über die Opfer bekannt. Die Überlebenden, die Familien der Opfer und selbst einige ehemalige Paramilitärs haben bestätigt, dass viele der "Verschwundenen" an einem Ort namens La Escombrera verscharrt wurden – einer Mülldeponie, die sich im höher gelegenen Teil der Comuna 13 befindet. Da von offizieller Seite keine wirkliche Unterstützung bei der „Suche“ nach Vermissten zu erwarten ist, so erzählt uns Juan, gibt es immer wieder Versuche von Hinterbliebenen, dort zu buddeln und irgendetwas (wie z.B. einen Familienring) zu finden, was den traurigen Verbleib einer vermissten Person bestätigen würde.

    Für viele Bewohner der Comuna 13 ist die Vergangenheit immer noch schmerzhaft und wird durch Kunst, insbesondere mit der Hip-Hop-Bewegung, und Graffiti als Kulturgut dargestellt. Und so ist das Viertel heute berühmt für tolle Straßenmalereien und Graffities, auf den Strassen geht es bunt und laut zu und Scharen an Touristen pilgern täglich in das Viertel, das als eine der Haupttouristenattraktionen der Stadt gilt. Dazwischen tummeln sich Straßenverkäufer, die ihre Leckereien verkaufen und Gruppen junger Tänzer, die ihr Können zu dröhnenden Hip Hop Beats und Reggaton unter Beweis stellen.
    2011 wurde die große Open-Air-Rolltreppe eingeweiht, die es den Anwohnern ermöglicht, sicher und vor allem deutlich einfacher (umgerechnet 28 Stockwerke in 6 Minuten) auf den Berg zu gelangen.
    Dennoch sollte man nicht den Eindruck haben, dass hier nun alle seinen rechten Gang geht. Zwar ist es mittlerweile kein Problem, sich hier (tagsüber) aufzuhalten und durch die Straßen zu gehen, das Gebiet wird aber weiterhin von kriminellen Gangs regiert, die sich Machtkämpfe liefern und ihre sehr konkreten Interessen verfolgen: die Kontrolle des Drogenhandels und –verkaufs, der Prostitution, der sexuellen Ausbeutung Minderjähriger, der Schutzgelderpressungen und des Kleinhandels.
    Und auch Juan hält sich an die hier geltenden Regeln und lässt hier und dort einige Pesos liegen, um im Gegenzug seine Touren hier durch das Viertel unternehmen zu können.

    Nach diesen ganzen Eindrücken sind wir ganz schön platt. Die Geschichten sind wirklich grausam anzuhören, das Viertel heute mit den vielen Farben richtig schön und durch die (wie ich finde, wahnsinnig guten) Strassentänzer lebendig und offen. Irgendwie ist das alles schwer zusammenzukriegen.

    Nachdenklich geht es nun zurück zum Auto und wir machen uns auf den Weg zum öffentlichen Friedhof der Stadt. Hier liegt Pablo Escobar neben seiner Familie begraben. Auf seinem Grab liegen immer frische Blumen und auch hier zahlt Juan an einen anderen Typen ein paar Pesos …
    Etwas befremdlich schauen wir einer Reisegruppe zu, wie sie in Escobar-Shirts neben dem Grab posieren und sich in „coolen“ Posen ablichten lassen 🙄😐. Juan erklärt uns, dass man, gerade in Medellín, aufpassen sollte, wie man sich in der Öffentlichkeit zu ihm äußert, die meisten Kolumbianer stehen seiner Person sehr negativ gegenüber, viele haben seine Opfer in der eigenen Familie zu beklagen und könnten durchaus nicht immer nur friedlich auf solchen Tourismus reagieren.

    Der nächste und letzte Stopp ist der Parque Conmemorativo Inflexión. Einst stand hier das Wohnhaus von Escobar, welches vor noch nicht all zu langer Zeit gesprengt wurde und wo nun seit 2019 den 46.612 Opfern des Drogenhandels mit einer 70 Meter langen schwarzen Steinmauer, durchbohrt von 46.612 winzigen Löchern, gedacht.
    Auf der Rückseite findet man einen erschütternden Zeitstrahl über die Von den Drogenkartellen verübten Bombenanschlägen ab 1984. Spätestens jetzt wird uns nochmal klar, dass es hier nicht um kleinkriminelle Bandenkriege und Gangster mit ein paar Waffen ging (was natürlich nicht weniger schlimm ist), sondern über Jahre ein wirklich blutiger und grausamer Krieg geherrscht hat.

    Die Statue „Der Friedensstifter“ ist eine Hommage an die toten, vermissten und verletzten Polizisten, ihre Familien und diejenigen, die weiterhin der zerstörerischen Macht des Drogenhandels ausgesetzt sind. So wurden u.a. Notfälle simuliert, um zahlreiche Polizisten in einen Hinterhalt zu locken und zu erschiessen. Es gab eine Menge Geld für die Polizeimarken…

    Außerdem befinden sich noch einzelne Steine mit den Namen bekannter Personen, die ebenfalls den Drogenkartellen zum Opfer fielen. Darunter der Verleger des El Espectador, Cano Isaza, der Präsidentschaftskandidat Luis Carlos Galán und die oberste Richterin, Myriam Rocio Velez, um nur einige zu nennen.

    Juan lässt uns zum Abschied an einem Steak-Restaurant in El Poblado raus, wo wir ein hervorragendes kolumbianischen Steak und leckeren chilenischen Wein bekommen, den heutigen Tag noch einmal Revue passieren lassen und nicht zu vergessen, auf 3 Monate Weltreise anstoßen 🥂 !!
    Und da wir schon mal hier sind, verbringen wir auch den Abend in El Poblado, dem Ausgeh-Viertel von Medellín und schlagen uns hier zum Abschied aus der Stadt noch die Nacht um die Ohren 🍻🥰.

    Uns hat Medellín richtig gut gefallen, wie sich die Stadt an den Berghängen der Anden ausbreitet und nicht aufzuhören scheint, das mittlerweile so bunt daherkommende Viertel Comuna 13, die modernen Seilbahnen und Metro und die Tatsache, was diese Stadt in den letzten 20 Jahren aus sich gemacht hat. Die grausame Geschichte dahinter haben wir zumindest ein wenig besser verstanden und sind froh, diese von einem Local so unzensiert und nicht verherrlicht dargestellt bekommen zu haben. Zugegebenermaßen hatte der Name Pablo Escobar auch für uns etwas Faszinierendes an sich, sicherlich auch verstärkt durch die ein oder andere Serie. Nun, am Ort des Geschehens und mit viel mehr Hintergrundwissen, denkt man doch noch einmal differenzierter darüber und ist hier und da auch einfach mal sprachlos. Hoffentlich entwickelt sich die Stadt (und auch Kolumbien insgesamt) weiterhin in eine friedlichere Richtung.
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    Beatrix Wiemer

    Völlig irre! Die Vorliebe für Buntes und Lautes! Jetzt weiss ich auch ,warum ich bei der Idee Reise nach Kolumbien innerlich zurückschrecke,gute Nachrichten kriegt man ja meistens nicht so mit! Ganz viele Eindrücke, das muss man an einem Tag alles erstmal aushalten, aber Ihr habt ja jetzt Erfahrung aus 3 Monaten

    5/20/22Reply
     
  • Day10

    Medellin

    March 18 in Colombia ⋅ ⛅ 24 °C

    Twenty-five years ago, Time magazine dubbed Colombia’s Medellin “the most dangerous city on earth”. Drug lords lived like princes, judges and policeman were regularly assassinated, paramilitaries invaded neighbourhoods and ordinary people disappeared overnight without trace.

    Meanwhile the birthplace of Pablo Escobar has developed with an economy that is among the fastest growing on the continent, it is one of the great success stories of Latin America.

    I had the great luck to stay at Basti and his girlfriend Juliana. He is an old friend of Mario and me and lives in Medellin for three years now, so he could show me the best spots of the city.

    We went to nice restaurants, danced salsa, played soccer on a rooftop and visited nature parks around the city.

    Actually I wanted to be on the Caribbean coast for my birthday, but since Jasper, a very close friend from Berlin arrived in Medellin on the 22. of march, I extended until the 24.

    The evening before my birthday we drove home from a day trip at the mountain. The guys had to work the next day and I was thinking what I could do to enter my 32 year on this planet.
    We drove by a huge Casino, when I asked the guys to stop over, so I could ask if there’s any poker tournament soon. Apparently it started in 30min, so I went out to tell the others I would stay and play.
    The buy in was 100.000 Pesos (~25€) and around 18 colombianos took part.
    Clearly I had my birthdays fortune on my side, but also played my best poker in a long time, so I was leading the table after a short time.
    When we came to the final table I took out two players, so we were only 4 left. The third one would get 300.000, the second 600.000 and the first 1.500.000 Pesos.
    I was very close to winning when I called an all in with my A,K against K,K and lost half of my stack. From there on the game turned against me and
    in the end I became third place…

    At 0:00 I went to the roulette table put some money on the 22 and the 3. Without luck 🍀 but with lots of fun.

    Next day I had a nice brunch, went to the barber for a fresh cut and went by metro to the famous district of Communa 13.

    The area is no longer known for gang violence, police raids, cartels and illegal trafficking.
    These days, Comuna 13 is more readily associated with graffiti, street art performances and walking tours. New infrastructure, including a cable car system and six outdoor escalators, has made life in Comuna 13 a whole lot easier for residents and opened the area up to tourists.

    After taking the cable “gondola” to see it from above I chose to walk parts of the huge area by myself and without a guide.
    I felt a lot safer than I expected and the people were as mostly everywhere in the country extremely friendly, greet on the streets and are happy to help.

    In the evening I met Jasper with his old guest family at a local pub. Basti and Juli also came there and we ordered Greek food wich was delicious 🥳

    Jasper lived in Medellin for some time and decided to buy a property outside of the center in the nature, where he’s building a house on now, so he flys over from time to time to check the progress. The guest family wich he met in Argentina helps him with the building and the paper work since they’re neighbours.

    That night they invited me to their house after the greek food and I slept there to see Jaspers property and the area the next day.
    The father made us a huge breakfast + a even bigger plate for lunch later on.
    It is a beautiful place in nature with a little spring and waterfalls running through.
    We spend a really relaxed day there and even took the opportunity of their “turkish” steam bath.

    In the evening we visited the football game of Medellin against Bogotá where we met Basti and some other friends of his again.
    It was a burning atmosphere and a good game where Medellin won 1:0 with a player less.

    I feel so happy to have had such great hosts and had the chance to dive that deep into the citys heart.
    Basti even drove me with his car at 5 in the morning to the airport. There the flight got delayed 3 hours because of bad weather.

    I arrived at 12 noon in Barranquilla where carneval would take place on the weekend. I was there two days before so I decided to drive 4 hours to the hippie village of Palomino on the caribbean coast line 🤩
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  • Day14

    Week 2 - MedeIIin

    November 23, 2021 in Colombia ⋅ 🌧 20 °C

    שבוע שני במדג'ין. מתחילים להתמקם ולהתאפס... ההתאקלמות עדיין לא חלקה ופשוטה לנו אבל אנחנו לגמרי מכילים ומחבקים את התהליך שאנחנו עוברים וזוכרים שזה חלק מהמסע וחלק מהצמיחה והגדילה שלנו...
    היה שבוע מאוד גשום, שאילץ אותנו לוותר על חלק מהתוכניות אבל בכל זאת הספקנו לא מעט - הלכנו לא. שישי בבית חב"ד, אמנם היינו קצת בשוק מכמות וסגנון האנשים אבל בכל זאת הכרנו כמה חבר'ה טובים ומקסימים שאתמול גם הלכנו איתם לערב באולינג וקוקטיילים במקום סופר פנסי (לא הכניסו את הגברים עם מכנסיים קצרים/גופיות ואורי נאלץ לשים טרנינג מסריח שאחד העובדים מצא באיזו מגירה), נסענו לאיזו גבעה עם תצפית נחמדה על העיר, הלכנו לקומונה 13 - האטרקציה הכי תיירותית בעיר - פאבלה שנחשבה להכי מסוכנת עד לא מזמן והיום הפכה ליעד תיירותי מגניב עם מלא מופעי רחוב, גרפיטי, דוכנים וכו'. השבוע גם אורי ואני התחלנו לתת גז על אחד המיזמים שאנחנו מתכננים עליהם כבר לא מעט זמן - קורס דיגיטלי לבניית אתרים. מתרגשים ומצפים :) וזהו - היום עוברים לדירה החדשה - בתקווה שתביא איתה אנרגיות טובות וחדשות!
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    doron sadovsky

    נראים מליון דולר❤

    11/23/21Reply
    doron sadovsky

    ב ה צ ל ח ה 🤞

    11/23/21Reply
    YambaOlam

    נראה מהמם!!!

    11/25/21Reply
    2 more comments
     
  • Day105

    Medellín

    February 14 in Colombia ⋅ ⛅ 25 °C

    Medellín ist eine Stadt der Gegensätze.
    Die Innenstadt besteht aus vielen halbwegs modernen Hochhäusern. Der Stadtteil el Poblado, in dem wir wohnten, ist relativ wohlhabend und voller Touristen. Die Straßen sind durch die vielen Bäume sehr grün und überall gibt es vergleichsweise teure Restaurants und Bars. Im Gegensatz dazu sieht das Leben auf den Bergen am Rand von Medellín ganz anders aus. In die Favelas verlaufen sich nur selten Touristen und die Menschen dort leben in Armut. 
    Bekannt ist Medellín vor allem durch Pablo Escobar. Der Drogenboss war hier besonders in den 70er und 80er Jahren aktiv. Bis vor einigen Jahren war Medellín dadurch eine der gefährlichsten Städte der Welt. Nach Escobars Tod 1993 ging es mit der Stadt nach und nach bergauf. Manche Teile der Stadt gelten heute als sicher und werden von vielen Touristen besucht. Ein gutes Beispiel dafür ist die Comuna 13, der wir natürlich auch einen Besuch abstatten. Das auf einem Berg liegende Viertel galt als eines der gefährlichsten Stadtteile Medellíns. In den letzten Jahren hat die Stadt sehr stark daran gearbeitet diese Stadtteile sicherer zu machen und die Bewohner zu integrieren. So gibt es heute einige Seilbahnen und wie in der Comuna 13 sogar Rolltreppen, die die Viertel mit der Innenstadt verbinden. Heute ist die Comuna 13 voller bunter Streetart und ein richtiges Ausflugsziel für Touris. In einer Tour dort lernten wir viel über die Geschichte des Viertels.
    Besonders interessant fanden wir auch eine Walking Tour, die wir im Zentrum der Stadt machten. Hier lernten wir viel über die Geschichte des Landes die letzten 70 Jahre und über die aktuelle politische Situation.
    Übernachtet haben wir in einem schönen kleinen Hostel mit Dachterrasse. Dort haben wir einige Leute aus aller Welt kennengelernt mit denen wir dann gemeinsam die Stadt erkundeten.
    Wir hatten eine sehr schöne Zeit in Medellín und fanden vor allem die Geschichte und die Entwicklung der Stadt sehr spannend.
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    Renate Löffler

    ❤👍

    2/18/22Reply
    Kiwi Ria

    Ihr zwei Süßis 💗

    2/18/22Reply
    Kiwi Ria

    Die Seilbahn find ich beeindruckend. Ich muss auch mal sagen, wie schön und informativ eure Texte geschrieben sind. Richtig richtig gut.

    2/18/22Reply
    Renate Löffler

    Das wollte ich auch schon lange mal gesagt haben , liebe Ria 👍

    2/19/22Reply
     
  • Day104

    Aguadiente y muchas Cervezas.

    January 22 in Colombia ⋅ ☁️ 16 °C

    Heute wollte ich eigentlich nach Guatape gefahren, was normalerweise ein berühmter Tagesausflug in Medellin ist. Man fährt allerdings 3 Stunden hin und wohl oder übel auch 3 Stunden wieder zurück und deswegen hab ich das abgesagt und den Tag entspannt in Medellin verbracht.

    Ich bekomm ja immer Frühstück im Hostel und hab den Tag über organisiert für die nächsten Tage. Footprints hab ich auch einen geschrieben und nen bisl telefoniert. Zu Mittag hab ich das Hostel dann verlassen und hab mir in nem Einkaufscenter ne neue SD-Karte gekauft, weil meine derzeitige einfach in der Mitta gebrochen ist😬 Bilder sind aber noch da - also alles gut aber ich mags nicht riskieren. Zum Hostel hab ich mir dann ne Pizza mitgenommen und hab weiter organisiert und mich neu aufgestellt.

    Und ja am Abend dann wollten wir feiern gehen mit Valentina und Kevin. Die beiden sind ja aus Medellin und so haben wir uns dann bei ihnen daheim zum Vorglühen getroffen. Und ja ich sags mal so: alles in allem war der Abend schon recht alkohollastig. Ist aber mein letzter Abend in Kolumbien und auch der letzte Abend mit Can. Can hat noch nie geshotgunt und so wurde des dann gleich mal mit Video festgehalten.

    Mit dem Uber sind wir dann noch in die Stadt und haben uns auf nen belebten Platz gesetzt, wo noch andere Freunde von den beiden waren. Wir haben uns dann zusammen eine Flasche AGUADIENTE in der Bar gekauft und da hats angefangen ungesund zu werden.. Auguadiente ist ein Schnaps mit 30% Alkohol und kommt aus der Region um Medellin und jeder aus Medellin ist sehr stolz darauf!

    Gegen 1 Uhr hab ich dann aufgegeben und bin sehr müde und fertig mim Uber zum Hostel zurück.
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    Balthasar Betz

    verhunger nicht ! 😀 haha

    1/24/22Reply
     
  • Day10

    Medellín

    November 27, 2021 in Colombia ⋅ 🌧 16 °C

    Einfach nur Wow. Die mich gut kennen, werden vermutlich einfach nur sagen - ach das sagt er immer-. Aber ich habe mich so verdammt in die wunderschöne Stadt von Medellín verliebt! Es fühlt sich einfach an als wäre es schon lange mein Zuhause. Die Leute sind alle so verdammt toll, die Stadt ist super farbenfroh und hat etliche Parks, in denen sich abends die Locals treffen und zusammen chillen, feiern oder einen Film schauen. Das Klima ist nicht zu heiß und nicht zu kalt, einfach perfekt !!
    Direkt am ersten Tag in Medellín nach schönen 15 Stunden Busfahrt habe ich Rubio in einer Bar kennengelernt. Der 48 Jährige super verrückte Deutsche reist seit dem er 25 ist um die Welt. An den Abend zogen wir von Bar zu Bar und landeten schlussendlich in einen Club wo wir noch bis 4 Uhr feierten.
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    Eigentlich hat medellín ziemlich wenig parks für eine großstadt. Das ist einer der Nachteile von Medellín. Aber ansonsten geb ich dir 100% recht. Medellín ist einfach eine mega tolle klimatisch perfekte stadt. Für mich auch einer der besten Städte zum auswandern bisher (nebst mexico city) [Manu]

    11/30/21Reply
    Michael Manger

    Wunderschön 😊🙋‍♂️

    11/30/21Reply
    Susanne Peterlin

    Cool 😎

    12/1/21Reply
    Sebi Sp

    Gas geben und nix auslassen. Gut so :)

    12/1/21Reply
     
  • Day8

    Medellin

    July 17 in Colombia ⋅ 🌧 26 °C

    Okay, jetz weiss i au das di israelische Backpacker eifach luut und rücksichtslos sind. Mier sind in Medellin, dr zweitgröste Stadt in Kolumbie acho und di erst nacht hemer imne Selina Hostel gschlafä, wa direkt im Partyhotspot glegge isch. Und es isch gfühlt di halb Nacht Party im Zimmer gsi. I han definitiv dOhrepluggs brucht. Sogar d Doro het gseit, dass sie glaub langsam dsAlter merkt und nöme in jedem S***loch schlafe chan. Nachher simmer ins Rango Hostel, fantastisch. Suuber, schön und ruhigi Gäst. Und de Zmorgett.. soo guet.
    Mier hend in Medillin nue drii Sache gmacht. Kulinarischi Höheflüg, für 1.50 Fr. en halb Stund Gondeli über d Stadt gfahre und en Tour in dr Comune 13 erlebt. Aber meh zur Comune 13 später.
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    Heidi Heldstab

    Uiuiui was isch den au dasss….. ???

    Heidi Heldstab

    Mmmm dass gseed den scho viel besser us…!!! 😜😜😜

    Heidi Heldstab

    Mmmm diä frücht…. Än guetä…

    3 more comments
     
  • Day930

    Viva Medellín 💕🎉💃🍻

    March 20 in Colombia ⋅ ☁️ 24 °C

    Während an unseren letzten Stops meist schon vor zwölf Uhr die Bordsteine hochgeklappt wurden, fängt das Leben in Medellín hier gerade erst an. Unser Viertel El Poblado ist vollgestopft mit guten Restaurants und haufenweise Clubs und Bars, welche die Straße um die Wette beschallen!

    Total aufgekratzt ziehen wir also los! Überall kommen uns Feierwütige mit 1L-Bierpullen entgegen, die entweder vorglühen oder sich einen entspannten Freitagabend im Park unter Freunden machen. Nur zwei Straßen von unserem Hostel entfernt ist die Straße gesperrt und überall sitzen Leute draußen oder feiern unter freiem Himmel, mit einem Kioskbier in der Hand, zu dem ziemlich guten Set eines DJs aus der Bar nebenan ab - Wir sind mega begeistert und vorallem für Anne und Tin aus dem Corona-Deutschland ist es ein halber Kulturschock :D!

    Weiter geht's zum Parque Lleras, wo sich ein Club an den nächsten reiht, die Lokalität unserer Wahl ein Schuppen mit viel zu lauter mexikanischer Musik, günstigem Bier und jeder Menge Leute zum beglotzen. Hmh... Erstaunlich viele attraktive junge Frauen hier, in der Begleitung eher nicht so attraktiver älterer Europäer. Schnell steht für uns fest, der Kellner mit der auffälligen Ludenbrille fungiert hier als Vermittler und sein Business läuft! Nach dem wir das ein oder andere Drama zwischen den Ü70-Jungs aus dem Kegelclub mitbekommen hatten, die es wohl nicht so cool fanden, dass Manni mit zwei scharfen Kolumbianerinnen am Tisch sitzt, während Inge zu Hause den Abwasch macht und er kurz darauf von einem weiteren Kumpel aus dem Schuppen gezerrt wird, beschlossen wir, dass wir genug gegeiert hatten und machten uns auf den Rückweg, um noch ein wenig unter freiem Himmel abzudancen!

    Am nächsten Morgen ging es dann leicht verkatert in die Comuna 13. Das früher super gefährliche Viertel ist heute super sicher und auch hier boomt das Leben. Neben hammer Graffitis, hat man einen super Ausblick auf die Stadt, kann sich an Straßenständen vollstopfen, unzähligen Künstlern zusehen und sich das ein oder andere Bierchen gönnen - Super Idee um den Kater loszuwerden, SALUD!

    An unserem letzten Tag gings dann nochmal rauf auf den Cerro Nutibara, einem kleinen Hügel mitten in der Stadt mit einem echt süßen Touridörfchen oben drauf. Im Anschluss beschlossen wir der Altstadt noch einen kleinen Besuch abzustatten. Wieso diese so gar nicht in unserem Reiseführer erwähnt wurde, wurde uns dann auch sehr schnell klar. Es gibt kaum was Schönes zu sehen und hier laufen ziemlich viele abgerockte Gestalten rum. Nachdem Christoph dann unfreiwillig von einem bettelnden Obdachlosen beschmust wurde, waren wir froh wieder in unser Schickimicki-Viertel zurück zu kehren...
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  • Day6

    Кофе тур

    October 14, 2021 in Colombia ⋅ ☁️ 19 °C

    Изучение технологии выращивания, сбора и приготовления кофе. Поездка на лошадях по окрестностям 2 часа. Супер виды! Адреналина было больше чем когда я прыгала с парашюта.

    I N

    Почему больше? Из за высоты?

    10/16/21Reply
    Nadia F

    прыгать с парашюта это пара минут, а в дождь по каменистым узким тропинкам в гору по крутым склонам и вниз было очень долго и страшно. Но потом я начала доверять своему мулу и под конец уже очень прикольно было.

    10/16/21Reply
    I N

    А красный шарфик чтобы помечать группу?

    10/16/21Reply
    Nadia F

    это костюм местной этнической группы. Пионерский шарфик они так и называют- русский галстук )))

    10/16/21Reply
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  • Day73

    Handshake mit Bruder von PABLO ESCOBAR!

    December 22, 2021 in Colombia ⋅ 🌧 23 °C

    Als um 3:40 Uhr der Wecker klingelte, war ich sofort hellwach. Eine schnelle Dusche und danach Guille wecken. Eira ist auch mit aufgestanden und ich konnte mich noch in Ruhe verabschieden. Hier in Panama-City hab ich jetzt auch eine Anlaufstelle, wo ich jederzeit wieder kommen darf. Klasse!

    Um 5 Uhr war ich dann beim Flughafen. Ich hab den Terminal betreten und bin rückwärts fast wieder rausgefallen.. es waren sooo viele Menschen da, die an warscheinlich über 100 Schaltern anstanden. Ich war defenitiv erstmal überfordert aber hab dann rausgefunden, wie wo was. Ein positiver Punkt meines Raubs: ich muss für kein Aufgabegepäck zahlen lol. Heute hat es auf jeden Fall geschmerzt und ich hab meinen beiden Rucksäcken sehr nachgetrauert. Ich weiß dass ich sie und den Inhalt jetzt endgültig in Zentralamerika zurücklasse.. Hab immer wieder mal Ups und Downs. Aber was ich festgestellt hab, was mich sehr freut ist wenn ich positives Feedback bekomme!

    Hab dann zufällig zwei Jungs aus Guatemala wieder getroffen. Der Norweger und der Däne. Kurz haben wir gequatscht und dann musste ich schon weiter. Leider musste ich bei der Sicherheitskontrolle mein Besteck abgeben.. also nur mein Messer, aber das Set ist jetzt nicht mehr komplett:/ Habs versucht durchzubekommen aber die machen nen zu guten Job. Ich hatte auch die Idee jemanden zu finden, der das Besteck in sein Aufgabegepäck steckt, aber dafür waren hier im Terminal zu viele Menschen, zu vielen anderen Reiseorten unterwegs und noch dazu flieg ich ja erst nach Medellin und dann nach Cartagena. Also müsste ich in Medellin nochmal jemanden finden.. Naja.

    Ich war dann früh genug am Gate und musste bis dato noch nicht mein Impfnachweis vorzeigen. Aber bei der Enreise nach Kolumbien brauch ich ihn dann und ich kann nur hoffen, dass sie die Kopie akzeptieren. Falls nicht: grande Problem.

    Flug war super schnell. Man kann die Strecke zwar auch mit dem Auto bewältigen, aber da brauchst einen Guide und paar Tage durch den Dschungel. Es gibt nämlich keine richtige Verbindungsstraße zwischen Panama und Kolumbien.

    Gelandet in Medellin, musste ich erstmal an der Gepäckausgabe vorbei, wo es ganz offensichtlich für mich nichts zu holen gibt..:/ Dann hab ich meine letzten Dollar eingetauscht gegen Kolumbianische Pesos. 1 Euro = 4.000 Pesos. Also ich hab jetzt 260.000 Pesos in der Tasche.

    Ich hatte keinen richtigen Plan was ich jetzt hier in Medellin machen werde. Es ist gerade 9 Uhr und meine Flug nach Cartagena geht um 20:30 Uhr. Also ein halber Tag um Schabernack zu treiben. Ich hab dann den ersten Bus genommen, der Richtung City Center geht. Ich hab den Königsplatz ganz vorne bekommen neben dem Busfahrer. Hatte somit die beste Aussicht auf die Stadt Medellin, als wir von den Bergen ins Tal gefahren sind. Und Medellin ist riesig und der Blick auf die ganzen Häuser und die hellen Gebäude hauen mich um!

    Irgendwann war ich nur noch allein mit dem Busfahrer im Bus und er hat mich durch den vollen Stadtverkehr bis zum Zentrum gefahren. Währenddessen hat er mir Sachen auf dem Weg gezeigt und war fast ne kleine Tour. Er hat mich dann auch vermittelt an einen Freund der ein Taxi hat, der mich dann sicher zum Museum von Pablo Escobar gebracht hat. Ich muss sagen ich hatte ganz ganz kurz richtig Schiss und ich war kurz davor aus dem Taxi zu springen.

    Wir sind nämlich irgendwann einfach von einer großen Verkehrsstraße abgebogen, wo es steil einen Hügel hochging. Der Weg war keine 3 Meter breit und es war kein weiteres Auto auf der Straße zu sehen. Auf einmal geht eine Steilkurve weiter nach oben und es seh nur wie die Straße vor einem großen gesicherten Tor endet. Ich hab gedacht Scheiße ich muss hier sofort raus! Fadi hat mich vor Medellin gewarnt und ich solle niemanden, wirklich niemanden trauen... Ich hab mich bis dahin mit dem Taxifahrer sehr gut unterhalten und wir verstanden uns gut auf Spanisch. Aber da als wir auf dieses Tor zugefahren sind, hab ich mir echt gedacht: shit..

    Ich hab gleich zum ihm gesagt ich steig aus aber da hat er schon die Klingel gedrückt und eine elektrische Stimme kam aus dem Lautsprecher und ich hab ein Schild von Pablo Escobar entdeckt. Der Taxifahrer hat gesagt dass er einen Touristen fürs Museum hat und das Tor hat sich geöffnet. Und dann haben wir ein weiteres Sicherheitstor passiert. Alles ist mit Stacheldraht gesichert und das Gebäude war gut versteckt hinter Bäumen und Sträuchern. Wir kommen oben an und es marschieren Männer rum und auf einmal kommt mir ein riesiger Hund an der Leine entgegen. Er hat einen Maulkorb und wird auf dem doch relativ kleinen Gelände geführt. Ich entdecke zwei weitere große deutsche Schäferhunde, die am Stacheldraht patrouillieren. Ich hab mich gefühlt, als wär ich grad in das Haus von Pablo Escobar eingedrungen..

    Und was soll ich sagen: es ist sein Haus! Und jetzt lebt sein Bruder hier und hat vor 10 Jahren ein Museum daraus gemacht. Roberto Escobar ist der noch leibhaftig lebende Bruder vom berühmtesten Dragonboss der Welt. Und ich hab ihm die Hand geschüttelt und ein Bild mit ihm! Er war grad zufällig dort und ich habs erst gar nicht geschnallt^^

    Ich hab dann eine Privatführung von einer Frau aus Medellin bekommen. Ich hab echt gedacht ich bin im falschen Film🤷🏼‍♂️ Zufälligerweise war nämlich grad als ich im Museum angekommen bin, kein anderer Besucher hier und da bin da halt ich, irgendwelche Südamerikaner, die entweder große Hunde Gassi führen, gärtnern oder anscheinend zum Meseum gehören. Die Tour war aber toll und ich konnte sogar wählen zwischen Englisch oder Spanisch.

    Das Haus und jetzige Museum war eines von 17 Unterschlüpfen von Pablo, als er von der Polizei auf der Flucht war. Er ist nie länger als zwei Nächte einem Haus geblieben und hat seinen Aufenthaltsort permanent gewechselt. In dem Haus sind überall Geheimverstecke für Geld, Diamanten oder für Pablo selbst eingebaut. Die Grundstücke waren alle so gewählt, dass er im Notfall schnell flüchten konnte. Pablo hatte so viel Geld, dass man sich es gar nicht vorstellen kann. Es gab eine Zeit, da musste das Geld vergraben werden, weil Pablo nicht wusste wohin damit. Er war der mächtigste und und auch reichste Mann Kolumbiens und hatte so viel Macht, dass sogar die Politik vor ihm einknickte.

    Es gibt eine sehr empfehlenswerte Serie namens Narcos, die sich voll und ganz auf den Aufstieg Pablo Esscobars, zum größten Dragonbaron der Welt bezieht. Ich hab die Serie gesehen und hab somit schon viel Hintergrundwissen gehabt. Als das alles noch nicht bekannt war von Pablo und seinem Cokainimperium, versuchte er sich in der Politik und sah sich als Robin Hood für die Armen. Er hat tatsächlich viel Geld an den armen Teil der Bevölkerung verteilt, aber als er im Kongress gescheitert ist, hat sich das Blatt gewendet und er war auf der Flucht. Er ist für tausende Auftragsmorde und Anschläge verantwortlich. Es setzte Kopfgeld auf jeden getöteten Polizisten aus und deswegen war Medellin damals, die gefährlichste Staft der Welt. Jährlich sind 6.500 Menschen umgebracht worden.

    Also Narcos anschauen! Alles was ich heute im Museum gesehen habe, ist das original! Ich bin auf der Couch gesessen und auf dem Stuhl, wo er einen Tag vor seinem Tod noch gesessen hatte. Crazy und was der alles hatte.. original Jetskys von Bondfilmen, importierte exotische Tiere aus Südafrika wie Elefanten oder Nilpferde, die modernsten und gepanzersten Wägen zu der Zeit und und und. Meine Führerin hatte viele Bilder von mir vor irgendwelchen Gegenständen von Pablo gemacht und ja des war heute eindrucksvoll. Vorallem als ich dann Roberto getroffen habe. Er ist halb blind, weil er bei einem Bombenanschlag sein Augenlicht verloren hat. Aber er leitet das Museum noch offiziell und spaziert den Tag über herum. Ich bin dann sogar mit ihm an einem Tisch gesessen und ich hab mein Sandwiche gegessen. Hab ihm gesagt, dass das Museum toll ist. Er saß selber 14 Jahre im Knast btw.

    Als ich dann durch war mit der Tour wollte ich mir ein Uber nehmen aber da kam keins. Und somit hat mich dann eine von den Führerinnen zu einer Mall gefahren, wo Gemeinschafttaxis zum Flughafen fahren. In der Mall hab ich mir dann noch was zum Essen geholt und noch was anderes^^ Seht ihr die nächsten Tage mal auf Bildern.

    Dann gings auf zum Flughafen. Dort musste ich jetzt bei der Sicherheitskontrolle jetzt auch noch meine Gabel abgeben und jetzt hab ich nur noch meinem Löffel.. und den werd garantiert nicht abgeben! lul

    Hab genügend Puffer eingebaut und so hab ich jetzt 4 h Film geschaut und auf meinen Weiterflug gewartet, auf den ich mich schon sehr freue! Auch wenn heut den ganzen Tag das Gefühl von meinem Verlust mitwirkt..

    Jetzt sitz ich grad im Flugzeug und komme in 10 min an. Carolina holt mich ab und ich predicte jetzt mal das ich hundemüde ins Bett fallen werde!

    P.S. bin angekommen bei Carolina!
    Read more

    Andreas Betz

    Was für ein atemberaubender Bericht. Genieße deine nächsten Tage. Wir hören uns. Bleib gesund 💌

    12/23/21Reply
    Helga Tschapka

    Haste Glück gehabt i Kedellin

    12/23/21Reply
    Helga Tschapka

    Medellin, ist nach wie vor gefährlich! Mit Gepäck( Gott sei Dank bist Du i Moment so gut wie ohne!) wäre evt d Raxifahrt anders ausgegangen

    12/23/21Reply
    2 more comments
     

You might also know this place by the following names:

Medellín, Medellin, ميديلين, ميديللين, Горад Медэльін, Меделин, মেদেয়িন, Медельин, Μεδεγίν, Medeljino, مدلین, מדיין, MDE, メデジン, მედელინი, ទីក្រុងមេឌេយីណ, 메데인, Medeljinas, Medeljina, मेदेयीन, ਮੇਦੇਯੀਨ, میڈیلن, Medelim, Медељин, மெதெயின், เมเดยิน, Медельїн, 麦德林

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